Willst du, dass dieser Wahnsinn endet?!

Selbstverständlich werden wir depressiv, sobald wir den Kontakt zu uns selbst verlieren, natürlich geht es uns dann schlecht und wir verlieren unser Lachen, unsere Lebendigkeit, fühlen uns oft isoliert, einsam, sinnentleert, ziel- und lustlos, gebremst, gestockt, gehemmt und oft in irgendeiner Form „suchtabhängig“.

Depressionen zeigen uns, dass wir auf den Meeresgrund schauen, wir sehen nach unten, anstatt zur Meeresoberfläche, anstatt zum Himmel. Wir nehmen nur noch das Dunkle wahr und haben das Licht aus den Augen verloren. Die Sonne, die morgens aufgeht, lässt uns gerade noch erkennen, an welchem Ort wir uns befinden.

Depressionen, Melancholie, Traurigkeit, Einsamkeit – haben sehr viel mit Selbstmitleid zu tun. Wer zur dunklen Seite des Lebens neigt, liebt Dramatik und Selbstinszenierung. Es ist eine spezielle Art sich in den Mittelpunkt zu stellen. Die anderen müssen Rücksicht nehmen. Jeder Versuch die Situation zu verändern, wird ignoriert, Vorschläge werden abgelehnt und als nicht möglich abgeurteilt, weil man am status quo festhalten will – festhalten muss, weil man ohne sein Drama nichts mehr hätte, womit die Aufmerksamkeit der anderen gefesselt werden könnte. 

So wird das Selbstmitleid genährt, anstatt die Selbstheilungskräfte zu fördern. Die Sonne des Lebens wird vermieden, kein Lachen, keine Leichtigkeit, keine Freude. All das Schöne wird als persönlichen Angriff gewertet, worunter es sich noch stärker leiden lässt. Heilung ist möglich, wenn der Leidende für einen Augenblick sein Leiden vergisst und sich daran erinnert, wie viel Kraft und Energie ihm zur Verfügung steht, um ein wunderbares Leben zu leben. Das negative Denken und Fühlen hört auf, sobald der Leidende Klarheit in sein Leben bringt, sich nicht mehr länger selbst belügt und schönredet, was nicht schön ist. Wir können jede Situation, die uns leiden lässt, beenden!

Es kommt einzig darauf an, bei sich zu beginnen, und in diesem Augenblick hat man sich um nichts anderes in der Welt als um diesen Beginn zu kümmern.

Wahnsinn

 

Marita Schroeder – The Future Force