twilight – zone

Das mittlere Lebensalter ist eine twilight-zone, ein Zwischenbereich, in
dem zwei Welten aufeinander treffen und ein seelisches Beben verursachen.
Die Persönlichkeit, zu der man in der ersten Hälfte des Lebens geworden
ist, kollidiert mit einem neuen Selbst, von dem man noch nicht weiß, wie
es aussehen wird. Es finden Transitionen oder auch Übergänge genannt, statt.
Diese werden als Ereignisse bezeichnet, die für die Betroffenen bedeutsame Veränderungen mit sich bringen. Menschen, die in einen Transitionsprozess eintreten, wird in einem gedrängten Zeitrahmen viel Neues eingeströmt, auf das sie reagieren müssen, und zwar mit intensiven und beschleunigten Lernprozessen.

Risiken und Chancen sind in diesem Prozess Schlüsselbegriffe, denn Anforderungen und auch Krisen können zu Überforderungen führen. Sie können aber auch als Entwicklungsimpulse, d.h. als Auslöser für Entwicklungsprozesse wirken, wenn sie im günstigsten Falle als Herausforderung erlebt werden. Es ist leicht nachvollziehbar, dass unter verdichteten Entwicklungsanforderungen, Stärken und Schwächen der Betroffenen erkennbar werden, aber auch, dass eine gute Vorbereitung und eine gute Begleitung in diesem Prozess entscheidend zur Bewältigung beitragen können.