Archiv der Kategorie: Sportliche Wegweiser

Bist du bereit für echtes Wachstum?

– Speed Pitching Session 5D

Gerade im Hochleistungssport ist ein positives Selbstkonzept von großer Bedeutung.
Die Nutzung von Imaginationen ist eines der wesentlichsten mentalen Trainingsverfahren das Sportlern zur Erzielung von Höchstleistungen zur Verfügung steht. Es kommt darauf an, so zu üben, dass der Geist schon den Ernstfall selbst erlebt.

Ich habe euch bisher viele Denkanstöße gegeben. Wir haben in vielen Artikel in der Kategorie: Fußball vom anderen Stern, viel Informationsmaterial bewältigt und die meisten der beschriebenen Konzepte, Tipps und Techniken lassen sich unverzüglich in die Praxis umsetzen. Einiges wird sich auch in einem Winkel eures Gehirns einnisten und gespeichert bleiben, bis es benötigt wird. Es wird immer Abruf bereit sein. Gemeinsam haben wir hart gearbeitet, um dich in die Lage zu versetzen, der Beste zu werden, der Beste zu sein.

Eine eindrückliche Form der Mobilisation bewirkt diese Aktiv-Wach-Trance. Wie der Name bereits verdeutlicht, wird in diesem Sinne Trance nicht als Entspannungszustand beschrieben, sondern als dynamischer Zustand.

Durch die Trance-Technik der Speed Pitching Session, werden mentale Bilder im Gehirn neu vernetzt. Der Bewusstseinszustand wird durch die Aktivitätssteigerung verändert und erweitert. Wenn Bewusstseinsveränderung produktiver werden soll, denkt daran, dass Ihr tiefer in euch selbst gehen müsst.

Durch SPS programmiert ihr euer Gehirn neu und bringt es dazu, euch zu vertrauen. Konzentriert wird auf die Bewegungen und das hinein fühlen. Wir beschäftigen uns nicht mit dem Ergebnis dieses Handelns. Die Zeit der aktiven Handlung gehört dem Hier und Jetzt… diesem Moment… der Gegenwart.

„Bewusstsein ist das, was die verschiedenen Frequenzen schafft, die uns ermöglichen, die Realität zu manifestieren und verschiedene Dinge zu sehen und Dinge anders zu sehen, sobald du die Energiequelle aktivierst.“

Der Körper denkt bei der Session mit und jede neuerliche (richtige!) Wiederholung führt automatisch zu einer zusätzlichen Sicherung und Speicherung.
Macht das Außergewöhnliche zu einem Teil eures Trainings.

Lassen sich denn Veränderungen von einer Minute auf die andere erzielen? Ich enthülle euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle einschlafen, aber wir werden alle verwandelt werden – plötzlich in einem Augenblick…

Seid neugierig auf die Botschaft, die euch ein Gefühl vermitteln wird EINS zu sein. EINS mit dir. EINS mit der Mannschaft. Mit dem Speed Pitching Session ist eine enorme Leistungssteigerung möglich und mittels dieser Technik entsteht in der Mannschaft eine euphorische und aufgeregte Stimmung.

„Wir Menschen werden nie genau wissen, was Realität ist, weil
unser Gehirn den Unterschied zwischen vorgestellter
und erinnerter Erfahrung nicht wirklich kennt.“

 

– Marita Schroeder – The Future Force

 

Stille – Hart am Ball


„Da wo sie scheitern, musst du angreifen, in einen höheren Gang schalten und auch wenn der Rest dann aufgibt, heißt es festbeißen, dran bleiben, anspannen und standhalten. Glück nicht verwechseln mit Können, aber dein Können niemals anzweifeln. Nie genug, aber auch nie zu große Ziele. Mach die Luft in deiner Lunge zu Benzin für die Maschine, den Neid von so vielen zu Öl für das Getriebe. Neuer Tag, neues Glück, neue Regeln, neue Spieler. Hoch fliegen heißt fallen in die Tiefe. Doch ohne große Opfer gibt es keine großen Siege. Wir hören kein Nein, kein das geht nicht, kein – der Weg ist zu weit. Denn nur mit Blut, Schweiß und Tränen bezahlt man die Unendlichkeit. Und noch einen anderen Weg – kenn‘ ich keinen. Und selbst wenn, schätzt man erst den Wert, zahlt man auch den echten Preis. Du sagst, du kannst nicht, dann willst du nicht…“

Ruhe vor dem Sturm – die Bedeutung der Stille

„Auf der Suche nach dem „Klang“ des Sports kann man rasch das Toben der Menschenmenge hören, das Krachen des Cricket- oder Baseballschlägers und das Sausen der Rennläufer. Hört man jedoch ein bisschen intensiver und ein bisschen länger hin, dann hört man plötzlich die Stille. Da ist Stille im Sportler, in der Spannung die über der Menschenmenge liegt, in der Furcht des Jägers und in der Schönheit der Skihänge. Der Mensch lernt bald, dass Stille einen wesentlichen Teil unseres Lebens ausmacht und dass sie zweifellos im Sport vorherrschend ist. Stille ist nicht einfach die Abwesenheit von Tönen. Eher ist es die Präsenz. Es ist die Präsenz der Dimension Zeit. Eine Realisation des Augenblicks und der Situation.“ – Howard Slusher

Bewusstsein zu entwickeln und Selbstvergessenheit zu ermöglichen, heißt sich leer zu machen, zur Ruhe zu kommen und Stille einkehren zu lassen und genügend Aufmerksamkeit für das Wesentliche zu bewahren. Dieser Stille bewusst zu lauschen, bedeutet sich leer zu machen, bereits Bekanntes hinten anzustellen und eine Wahrnehmung aus einem klaren und unmissverständlich freien Raum zu machen.

Die meisten Menschen haben jedoch Angst vor der Stille und sehnen sich nach Beschäftigung, Lärm und damit Ablenkung. Viele Sportler können Stille nicht ertragen – können nicht verkraften, sich als intensiv lebend zu erfahren und einfach „nur da zu sein“.

60.000 Gedanken denken wir jeden Tag!

Das Bewusstsein des Menschen von heute scheint keine Verbindung zu seinen Wurzeln zu pflegen. Resultat dieser „Ich-Entfremdung“ sind Sinnverlust und Flucht vor sich selbst. Der Erfolgsmensch in der westlichen Welt scheint grundsätzlich auf der Flucht zu sein, immer volle Termine und Beanspruchungen, ständig unter Druck und in Eile – selbst die eigentliche Zeit der Regeneration (Feierabend, Urlaub) wird verplant und mit Aktivitäten gefüllt, um ja nie in Versuchung zu geraten, in Kontakt mit sich selbst zu kommen. Wenn einmal ein „Loch“ entsteht, da noch nicht verplant ist, entwickelt sich das Gefühl des Alleinseins und der Leere. Diese wohltuende innere Ruhe, die manche nur als sinnlose Leere beschreiben, wird aufgefüllt mit Lärm und einem erhöhten Geräuschpegel. Frei nach dem Motto: „Lieber ein ohrenbetäubender Lärm im Außen, als eine Angst machende Leere im Innen.“

Innere Stille ist wie eine Melodie, die eine komplette Körpererfahrung ermöglicht.

Unsere gesamte Wahrnehmung, unser Interpretationen dieser Wahrnehmung, die Bewertung dieser Interpretationen und die Reaktionen auf die vorgenommenen Wertungen werden größtenteils durch den Grad  unseres Bewusstseins bestimmt. Bewusstsein, unser Handeln, Fühlen und Empfinden betreffend, aber auch was den Grad des Bewusst-Reflektierens anbelangt. Prinzipiell gibt es keine bestimmte Form von Bewusstsein, die besser oder schlechter wäre.

„Es gibt eine Vollkommenheit, tief inmitten allem Unzulänglichem.
Es gibt eine Stille, tief inmitten aller Rastlosigkeit.
Es gibt ein Ziel, tief inmitten aller weltlichen Sorgen. Das bist Du.“
– Buddha

Stille spricht (von Eckhart Tolle)
Wenn Du den Kontakt mit deiner inneren Stille verlierst, so verlierst Du den Kontakt
mit dir selbst.
Wenn Du den Kontakt mit dir selbst verlierst, verlierst du dich selbst in der Welt.
Dein innerstes Verständnis von dir selbst, was du bist, ist untrennbar von Stille.
Dies ist das „Ich bin“, das tiefer ist als Name und Form.
Stille ist Deine wahre Natur. Was ist Stille?
Der innere Raum von Bewusstsein, in dem diese Worte wahrgenommen und zu Gedanken werden. Ohne dieses Bewusstsein würde es Wahrnehmung, keine Gedanken, keine Welt geben. Du bist dieses Bewusstsein in Gestalt deiner Person.
Das äußere Geräusch entspricht dem inneren Geräusch des Denkens.
Die äußere Stille entspricht der inneren Stille. Wann immer Stille um dich herum ist, höre sie. Das bedeutet, Du bemerkst sie. Richte deine Aufmerksamkeit auf diese Stille. Die Wahrnehmung der Stille lässt die Stille in dir erwachen, weil du nur durch Stille Schweigen wahrnehmen kannst. In dem Augenblick, wenn Du die Stille um dich bemerkst, hörst du auf zu denken. Du nimmst wahr, aber du denkst nicht.
Wenn Du der Stille gewahr wirst, dann ist da sofort ein Zustand von stiller Wachsamkeit. Du bist präsent. Du bist aus einer kollektiven menschlichen Konditionierung von Tausenden von Jahren ausgestiegen.
Schaue einen Baum, eine Blume, eine Pflanze. Richte deine ganze Aufmerksamkeit darauf. Wie still sind sie, wie tief verwurzelt mit dem Sein. Erlaube der Natur, die Stille zu lehren. Wenn du einen Baum anschaust und seine Stille wahrnimmst, wirst du selbst still. Du verbindest dich mit ihm auf einer sehr tiefen Ebene. Du fühlst diese Einheit mit was immer du in und durch Stille wahrnimmst. Diese Einheit deines Selbst mit allen Dingen zu spüren, das ist wahre Liebe…

– Marita Schroeder – The Future Force

2017 text by Marita Schroeder

 

Die Lösung lauert überall

„Seltsame Momente definieren mein Leben.“

Vor uns versteckt, gibt es eine heimliche Gruppe von Überzeugungen, die das Denken und das Fühlen kontrollieren. Diese heimliche Gruppe von versteckten Überzeugungen ist eine begrenzende Gruppe von Überzeugungen, die transzendiert werden müssen… wenn ich es erlaube, gibt es keine Grenzen; keine Grenzen des Denkens, keine Grenzen des Fühlens, keine Grenzen der Bewegung.

Im Bereich des Geistes gibt es keine Grenzen. Im Bereich des Geistes ist das, was man für wahr hält, wahr oder wird wahr.

Wenn Du in Zukunft etwas verändern möchtest und dabei erfolgreich sein willst, schlage ich dir vor, bewusster Gestalter deiner Gedanken zu werden und die Führung im eigenen „Oberstübchen“ zu übernehmen. Wenn Du Resultate erzielen möchtest, die dich zufrieden stimmen, denke vom Ziel aus und werde aktiv: JETZT!

Wir sind keine Menschen mit Bewusstsein. Wir sind Bewusstsein in der Form eines Menschen. Wir alle sind Energie…wir sind definitiv verbunden…wir leben alle im Kollektiv. Wir haben alle das gleiche Ziel, die gleichen Gefühle für das Ziel, die gleichen Werte. Es ist nichts anderes zu tun, als zu spielen…
Also ist der einzige Moment der wirklich zählt, genau jetzt!

Feedback an den Spieler gehört zu den wichtigsten Traineraufgaben überhaupt!
Nicht kritisiert ist Lob genug? Die Zeiten sind vorbei!

Was sollen wir tun? Wir tun das Beste, was wir tun können. Ich sterbe im nächsten Augenblick und im Augenblick danach und danach. Deshalb tue ich in jedem Augenblick mein Bestes. Wenn wir sagen, dass sich alles verändert, beinhaltet dies, dass in diesem Augenblick alles stirbt. Wir müssen stets unser Bestmögliches tun, als wäre jeder Augenblick unser letzter – denn das ist er tatsächlich.

„Seid Ihr emotional entgleist? Bleibt im Niveau flexibel!“

„Ich war in der Hölle. Das Einzige das dort brennt, ist das, was ihr nicht loslassen wollt.“

„Wenn du glücklich bist, teile es deinem Gesicht mit.“

„Manchmal enthält ein einziger Satz ein ganzes Universum.“

Wir müssen lernen, Leistung in das Leben einzubetten und nicht eine Zukunft anstreben, in der das Leben einen Teil der Leistungen darstellt.
Viele Spitzenathleten haben die Relation zu ihrer Leistung und deren Wichtigkeit für die Menschheit verloren. Sportler scheinen manchmal wie Götter, sind unberührbar und unantastbar. Auch die Zuschauer und Fans verrennen sich in Illusionen und Pseudophantasien.

Zu einer gesunden menschlichen Entwicklung zählt in meinem Verständnis von Persönlichkeit auch die Erkenntnis, wie „unbedeutend und austauschbar“ eine einzelne Person doch tatsächlich ist. Gerade im Sport geht es doch nur in den seltensten Fällen um Personen, viel mehr um Marionetten, die im Sinne ihrer Anhänger das tun, was man von ihnen erwartet. Absolut unrealistisch und geradezu absurd wirken
„Sportlerpersönlichkeiten“, die sich für unendlich wichtig und unersetzbar halten. Diese Überproportionierung des eigenen Stellenwerts kann nicht Zielsetzung einer sportlichen Entwicklung sein.

Kultivieren Sie Ihr besseres Selbst – Seien Sie charismatisch!

Der Stoff, aus dem Legenden sind, der andere in den Bann zieht, der Menschen eine magische Aura und Stahlkraft verleiht, der Vertrauen einflößt, der die Sehnsüchte, Hoffnungen und Wünsche anderer verkörpert, der immer dann herhalten muss, wenn sich der Erfolg schillernder Persönlichkeiten nicht erklären lässt und der deshalb als mythischer Erfolgsbeschleuniger gilt, dieser Stoff lässt sich prima beschreiben, aber kaum definieren. Es ist Charisma. Charismatische Menschen sind die Divine Light Keeper der Moderne. Lange Zeit stand fest: Charisma kann man nicht lernen, man hat es oder nicht. Das sieht die Wissenschaft inzwischen anders: Charisma lässt sich sehr wohl lernen. Und egal, an welchen Eigenschaften Sie laborieren, achten Sie darauf, dass Sie Selbstsicherheit ausstrahlen und polarisieren. Beides lässt Menschen aus der Masse herausragen, macht sie souverän, wofür sie selbst von Widersachern bewundert werden.

Francesco Totti

– Marita Schroeder – The Future Force

© 2017 text by Marita Schroeder

Fotoquelle: leider unbekannt. Für Hinweise wäre ich sehr dankbar!

 

Sei dein eigener Coach

„Der Erfolg hängt beim Fußball stark vom Kopf ab. Du musst daran
glauben, dass Du der Beste bist, und dann dafür sorgen, dass es wirklich so ist.
Als ich an der Anfield Road war, haben wir uns immer gesagt, dass
wir die zwei besten Teams der Merseyside haben, nämlich
Liverpool und die zweite Mannschaft von Liverpool.“
– Bill Shankly

Im Grunde genommen gehe ich von der Annahme aus, dass kein Betreuer der Welt so viel über das eigentliche Potential seines Schützlings weiß, wie der Sportler selbst. Was ihm eindeutig fehlt (und darin besteht die Aufgabe des Trainers), ist die „Außensicht“. Durch jahrelanges Training schleicht sich zu dem noch so etwas wie „Betriebsblindheit“ ein.
Wenn nun ein Sportler ein Wettkampf bestreitet, hat er mehrere Möglichkeiten, das Spiel in der Pause (Halbzeit) zu betrachten. Einerseits aus der aktiven und assoziierten Sportlerposition, andererseits könnte er sich rein mental aus seinem Körper bewegen und sich von „oben“ betrachten, in dem er eine x-beliebige Position in der Kabine einnimmt. Er gewinnt dadurch mehr Übersicht und nutzt zu dem die Fähigkeit, quasi wie ein zusätzlicher Betreuer, neue Informationen (z.B. taktische Anweisungen) ins Spiel zu bringen. Wenn ein Sportler voll in seinen Emotionen steckt und keine Möglichkeit hat, die Außenperspektive einzunehmen, ist er im wahrsten Sinne des Wortes blockiert, eingefahren und in seiner Sicht der Dinge gefangen.
Er hat sich mit seinen Gefühlen (z.B. Aggressionen, Wut etc.) verknüpft und sich dadurch ein Stück weit mit Ihnen identifiziert. Das Beobachten hingegen wäre das Gebot der Stunde. Beobachten ist neutral und damit frei von beeinträchtigenden und limitierenden Überzeugungen, Bewertungen und Beschränkungen.

Wenn es Dir gelingt, dich von deinen Emotionen zu trennen, letztlich zu registrieren, dass Du nicht deine Emotionen bist, wirst Du einen effektiveren Zugriff zu deinen Ressourcen haben und automatisch alle zur Verfügung stehenden Informationen auf dem Weg zum Flow nutzen.

„Pole Position“

  • Einstellungen sind wie ein Filter, der unsere gesamte Wahrnehmung aussortiert und in gewisser Weise vorprogrammiert.
  • Eine positive Einstellung hilft uns, die innersten und verschlossensten Ressourcen zu erschließen und für unsere Zielerreichung zu nutzen.
  • Wenn ich meine Leistung verbesser, ein stabiles Wettkampfniveau erreichen und den vollen Zugriff auf meine Ressourcen erzielen möchte, muss ich beginne, meine Überzeugungen bewusst zu lenken und in meinem Sinne zu nutzen.
  • Wenn ein Sportler von der Bewältigung einer Aufgabe überzeugt ist, schafft er die Voraussetzung, um sein bisheriges Leistungsniveau zu steigern.
  • Wer also im Sport eine ansprechende Möglichkeit sieht, sich selbst und die für ihn wichtigen Wertvorstellungen im Kreise Gleichgesinnter zu verwirklichen, der hat eine positive und realistische Einstellung zum Sport.
  • Lass nicht zu, dass negative Gedanken in deinen Geist eindringen, denn sie sind das Unkraut, das dein Selbstvertrauen erstickt.
  • Negative Gedanken können dich nur dann überwältigen, wenn du ihnen Raum lässt und ihnen gestattest, dich zu bezwingen.
  • Das, was zunächst nur in deinem Kopf vorgeht, wird sich als Folgeerscheinung in deinem Körper manifestieren.
  • Während des Wettkampfs solltest du dir selbst zur Seite stehen und dein bester Freund sein.
  • Konzentrationsfähigkeit hat viel damit zu tun, die komplette Aufmerksamkeit ins Hier und Jetzt zu verlagern.
  • Wenn du deine bisherigen Einstellungen verändern willst, solltest du an die Überzeugungen denken, die du in Zukunft haben möchtest.
  • Wenn man keine Grenzen erlaubt, gibt es keine Grenzen.
  • Was wir in einer Situation fühlen und tun, hängt allein von unserer individuellen Stellungnahme, also unserer Interpretation und Bewertung dieser Wahrnehmung ab.
  • Jede Form der inneren Zerrissenheit, des innerpsychischen Konflikts ist Gift für die Entwicklung eines optimalen Flow.
  • Die Nutzung von Imaginationen ist eines der wesentlichen mentalen Trainingsverfahren, das Sportlern zur Erziehung des Flow zur Verfügung steht.
  • Visualisieren ist nichts anderes als das systematische Trainieren, starke, positive geistige Bilder in sich hervorzurufen und zu verstärken.
  • Es kommt darauf an, so zu üben, dass der Geist schon im Training den Ernstfall selbst erlebt.
  • Imaginationen sind quasi die vollkommenste Kommunikationsmöglichkeit zwischen Körper und Geist.
  • Plane genügend Zeit ein, um dich mit (un)günstigen Faktoren vertraut zu machen, und simuliere mögliche Ablenkungen bereits im Training.
  • Konzentriert zu sein, zeugt von der Fähigkeit, den Aufmerksamkeitsprozess zur richtigen Zeit auf den richtigen Punkt (Ort) zu lenken.
  • Im Zustand aufmerksamer Konzentration fokussiert sich das Bewusstsein auf ein ausgewähltes Objekt und verbannt während dieser Zeit sämtliche anderen Gedanken, Meinungen, Bedürfnisse und Wünsche.
  • Konzentriere dich auf deine Bewegungen, fühle dich hinein und beschäftige dich nicht mit dem Ergebnis dieses Handelns. Die Zeit der aktiven Handlung gehört dem Hier und Jetzt…diesem Moment …der Gegenwart.

Trainer als Coach

  • Verantwortungsvolles Coaching bedeutet deshalb, den ganzen Menschen, dessen individuelle Eigenheiten und sein komplexes Umfeld im Auge zu behalten.
  • Der Wert eines Coaches stellt sich erst in kritischen Lernphasen heraus.
  • Die besten Trainer sind diejenigen, die es verstehen, das bevorzugte Sinnessystem ihrer Schüler zu erkennen und es mit verschiedenen Synästhesiemustern anzureichen, um ein Lernen auf möglichst vielen Ebenen zu ermöglichen.

Erschaffe dir deinen Traum in deiner Vorstellungskraft. Imagination ist etwas sehr Reales, auch wenn man sie nicht anfassen kann. Glaube daran, dass alles was Du dir vorstellen kannst, möglich ist. Denke an die unglaublichen Möglichkeiten, die vor dir liegen.
Je fester Du an deine Wünsche glaubst, umso schneller werden sie wahr.

„Im Reiche der Wirklichkeit ist man nie so glücklich 
wie im Reiche der Gedanken.“
– Arthur Schopenhauer

– Marita Schroeder – The Future Force

© 2015 text by Marita Schroeder

Spiel schon ab! – Pass the ball

Wer sind Sie? Fragt man uns, wer wir sind, erzählen wir meist eine Art Geschichte. Sie beginnt mit dem Namen, den uns unsere Eltern gegeben haben, geht weiter über die Ausbildungsstätten, die wir besucht haben, bis hin zu unseren beruflichen Erfolgen. So entsteht ein kleiner Lebenslauf. Doch wisse: Die alten Geschichten könnt Ihr vergessen. Das seid nicht Ihr. Man möchte euer wirkliches ICH in diesem Augenblick sehen.

Das egoistische Ich ist der Entscheidungsträger und das authentische ich die Instanz, die zwischendurch Zweifel anmeldet. Dem Ego ist sehr daran gelegen, sich vor Veränderungen seiner Identität schützen zu wollen, denn es hat sehr viel Herzblut in seine Identität gesteckt.
Es  baut Schutzwalle wie Angst und Versagen auf, welche der Abgrenzung vor Veränderung und der Definition der Identität dienen sollen.
Von einer höheren Betrachtungsweise erkennen wir, dass unser Ego die Herausforderung ist, die wir überwinden müssen. Aus der Sicht des wahren ICH ist das Ego der Trainingspartner, den wir brauchen, um unser Ziel zu erreichen. Es verleitet uns, reaktiv zu sein, aber gleichzeitig gibt es uns die Chance, Widerstandskraft zu aktivieren und Erfüllung zu erleben. Das Ego ist unser Trainer, wenn es darum geht, unser Bewusstsein zu erweitern. Jedes Mal, wenn wir im Widerstand leisten, bereichern wir unser Leben. Das Ego ist also einerseits ein Gegner und andererseits ein Trainer – je nachdem aus welcher Perspektive wir es betrachten.

„Die nicht loskommen können von sich selbst,
die finden alles gut 
was sie selber tun
und tadeln alles, was nicht von ihnen stammt.“

– Zhuangzi

Das Ego ist das Gegenteil der Schöpferenergie. Es wird bestimmt von dem Gefühl des Mangels und von der Gier nach allem möglichen. Ich bezeichne in dem Fall das negative Ego deshalb immer als Gegner. Als Gegner der von der Aufmerksamkeit lebt, die ihm von außen zuteilwird. Er lebt von der Bewunderung. Er ist das, was wir nach außen hin darstellen, um Anerkennung, Zuneigung, Liebe und nicht zuletzt Macht zu bekommen.
Davon leben wir – alle! Oder nicht? Das Ego kann auch peinlich sein. Was immer unangenehm ist, es ist ein Teil des Egos: „Was würden die anderen sagen wenn…“ hier kann jeder einsetzen, was er verheimlicht.

Auch wenn Fußball ein absoluter Mannschaftssport ist, möchte ein Trainer doch am liebsten auf verschiedenste Spielertypen zurückgreifen. Den stillen Taktiker, den erbitterten Teamplayer, den exzentrischen Dribbler. Wichtig ist, dass die Mannschaft funktioniert und dahinter muss jeder sein Ego, seine Interessen immer wieder zurückstellen. Ein Lernprozess, der sich oft erst in der Praxis zeigt, in Situationen des Misserfolgs. Werdet ein Team mit positiver Aura. Ein Team, welches mannschaftsdienlicher spielt. Jeder sollte zum Sprachrohr der Mannschaft werden, zum absoluten Teamplayer und zu einer menschlich wichtigen Personalie. Das Ego mag vielleicht in der Vergangenheit weitergeholfen haben, doch im Team oder in der starting lineup ist es schlichtweg fehl am Platz. Fußballprofi bedeutet auch, sich zurücknehmen, Ärger herunterzuschlucken und sich seiner Mannschaft als dienlich zu sehen.

Seien wir ehrlich, einige Profifußballer sind nur natürliche Idioten. Doch das muss nicht sein. Und trotz einer missratenen Karriere mangelt es manchen Profifußballern noch immer an Demut… Nimm Du ihn, ich hab ihn sicher

Was könnt Ihr tun:

  • Übertreibt nicht mit euren Leistungen und eurem Talent.
  • Lebt nicht davon, dass Ihr überlegener seid, nur um von ganz besonderen Menschen verstanden zu werden.
  • Fordert nicht ständige Bewunderung ein.
  • Denkt nicht, dass Ihr ständig Anspruchsberechtigung habt.
  • Erwartet keine besonderen Gefälligkeiten um uneingeschränkte Erfüllung eurer Erwartungen zu haben.
  • Benutzt keinen anderen, um das zu bekommen, was Ihr wollt.
  • Seid fähig, die Bedürfnisse und Gefühle anderer zu erkennen.
  • Seid nicht neidisch auf andere.
  • Verhaltet euch nicht arrogant oder hochmütig.
  • Seid nicht angetrieben von heftigem Ruhm und Gier.
  • Reagiert nicht kalt oder unmenschlich.
  • Seid nicht berechnend und voller List.

Werdet die „Superschurken“ mit dem meisten Durchhaltevermögen.
Wenn Ihr erwacht und euch bewusst seid, könnt ihr dazu beitragen, die Fußball-Welt positiv zu verändern. Ihr könnt sehen, wie eure Energie des menschlichen Kollektivs harmonischer funktioniert als je zuvor und dieser Trend wird anhalten. Es ist jedoch eure Machtbesessenheit, die Ihr überwinden müsst, um eurer Erlösung zu begegnen.

 „Je sicherer und je deutlicher man die Zukunft sieht, desto
mehr kann man sagen, dass man sie bereits hinter sich hat.
Wenn der Ausgang eines Spiels sicher ist, dann
möchten wir gar nicht mehr weiterspielen,
sondern ein neues Spiel anfangen.“

– Alan Watts

Und ein Letztes:  
Ego ist nicht mehr Ego, wenn Du erkennst, dass Ego existiert… von Eckhart Tolle

 

– Marita Schroeder – The Future Force
© 2017 text by Marita Schroeder

Wenn David im Pokal auf Goliath trifft

Wie kann der Underdog den haushohen Favoriten bezwingen?

Wenn David im Pokal auf Goliath trifft…
Dann sind die Rollen klar verteilt. Der Underdog steht vor der scheinbar unlösbaren Aufgabe, den scheinbar übermächtigen Gegner zu bezwingen.  Vor allem im Pokal kommen diese Situationen immer wieder vor.
3. Liga gegen Bundesliga, Oberliga gegen Regionalliga – Die Frage, die sich aus sportpsychologischer Sicht für die Trainer der Underdogs hierbei stellt, ist: Wie können sie psychologisch auf ihre Mannschaft einwirken, dass ihre Spieler an einen möglichen Sieg glauben?

Um einige Anregungen, was man als Trainer machen könnte, zu geben, fand ich die biblische Geschichte von Lothar Linz – „Erfolgreiches Team-Coaching“, 2004, sehr interessant.

Wie der Schäfer David den Krieger Goliath bezwang

Linz (2004) empfiehlt in diesem Kontext eine biblische Geschichte als Aufhänger.
Die Geschichte handelt von David, einem jungem Schäfer, der mit einer List Goliath, den stärksten Krieger der Philister, tötet. Bemerkenswert ist vor allem der Mut Davids zu dem freiwilligen Angebot an seinen König in das Duell gegen Goliath  zu ziehen.

Ohne Schwert und Rüstung – er verzichtet darauf, weil er die Ausrüstung nicht gewohnt ist und sich nur schlecht damit bewegen kann – zieht er in den Zweikampf gegen voll ausgerüsteten Elite-Kämpfer. Noch bevor der mächtige Krieger auf Schlagdistanz herankommt, ergreift David ein paar Steine, spannt seine Steinschleuder, zielt präzise und schleudert die Steine zwischen die Augen Goliaths. Dieser kippt bewusstlos um. David ergreift die einmalige Chance, rennt heran, ergreift das Schwert des Kriegers und trennt ihm den Kopf ab.

Welche Aspekte waren entscheidend für Davids Sieg?

In Anlehnung an Linz Überlegungen zähle ich im Folgenden 2 zentrale Aspekte auf:

  1. Mut und Unerschrockenheit

David stellte sich ohne Angst und aus freien Stücken dem Duell!
Aus psychologischer Sicht eine sehr wichtige Variable – ohne Mut funktioniert es nicht.
Der Vorteil der Außenseiterposition sind die niedrigen Erwartungen des Umfeldes. Weder die Fans noch die Medien erwarten den Sieg. Was sie in den meisten Fällen erwarten, ist ein couragierter Auftritt, mehr nicht. Dagegen wird vom Favoriten erwartet, dass er gewinnt. Er MUSS gewinnen. Und am besten noch schön spielen! Goliath steht unter Druck. Der Underdog kann völlig befreit aufspielen.

Es lohnt sich darüber nachzudenken, dass Spiel in Einzelphasen zu unterteilen. Denn so wird die große Aufgabe einfacher und machbarer gestaltet. Solche Zwischenetappen lassen das Vorhaben des Trainers realistischer erscheinen. So kann der Trainer für das übergeordnete Ziel in der Defensive „Dem Gegner Probleme bereiten“ für die erste Halbzeit vorgeben, dass z.B.:
Die Mannschaft in den ersten 15 Minuten ein hohes Angriffspressing spielt um den Gegner zu überraschen und in seinem Spielaufbau früh zu stören. Zudem kann der Trainer ein offensives Gegenpressing verordnen, um im Optimalfall eigene Torchancen zu erzwingen.

  • Wenn dies nicht gelingen sollte, kann der Trainer per Coaching in tiefere defensive Grundformation vorgeben.
  • Gelingt dies, gilt die taktische Vorgabe sich ab Minute 15, etwas tiefer zu staffeln. Beispielsweise attackieren die Stürmer die Innenverteidiger erst ab der Mittellinie.

Dieser taktische Match-Plan untergliedert das Spiel in Einzelakte, welche Schritt für Schritt erreicht werden können – die Überzeugung an einen möglichen Sieg steigt. Einmal mehr zahle ich gerne 3€ in Phrasenschwein für die Fußballweisheit: „Solange es 0:0 steht, wir geduldig und diszipliniert  unsere Teilziele verfolgen, desto nervöser werden sie. Es werden sich dann Chancen in ihren nervösen Momenten ergeben. Dann werden wir zuschlagen.“

Doch was passiert, wenn der Gegner mit 1:0 in Führung geht?

Durchsprechen von Worst-Case Szenarios „Prepare your response!“

„Was machen wir, wenn der Favorit dann doch mit 1:0 in Führung geht?“
Auch diese Möglichkeit sollte durchgesprochen werden – natürlich in erster Linie taktischer Natur. Einen Match-Plan auf mögliche Spielverläufe zu erstellen ist dabei eine wichtige Vorbereitung. Einmal mehr geht es um das Prinzip „Kenn ich, kann ich!“. Den Wettkampf im Training zu simulieren, ist eine entscheidende Strategie für die Entwicklung eines tief verwurzelten kollektiven Selbstvertrauens. Oder mit den Worten eines Kampfpilotenausbilders: „Train as you fight!“.

Natürlich werden wir es nie schaffen die Komplexität und Unvorhersehbarkeit des Spiels abzudecken. Demnach wird der Trainer auch immer situationsabhängig entscheiden müssen, was zu tun ist. Was er und seine Spieler vorher absprechen können, ist wie die neue Entscheidung der Taktikänderung kommuniziert wird (Coachingbegriffe, Kommando-Ketten etc.). Was in meinen Augen mindestens genauso wichtig ist, ist die Wirkung der Körpersprache.

Hier stellt sich die Frage: „Wie wollen wir den Gegner empfangen, während er vom Jubeln zurück in seine eigene Hälfte kehrt?“, „Wollen wir mit hängenden Köpfen und Schultern dastehen oder aktiviert, bereit zum „Rückschlag“ in unseren Positionen mit breiter Brust und einem stechenden Blick stehen?“. Die Frage ist: Was wird der Gegner wohl erwarten und wie können wir ihn irritieren, ihn beeindrucken auch bei einem Gegentor?

  1. Vertrauen in die eigenen Stärken – und diese Mentalität vorleben!

Der Trainer kann seine Überzeugung von dem eigenen Sieg vorleben. Ähnlich wie David fokussiert er sich allein auf das WIE, nämlich wie seine Mannschaft den auf dem Papier überlegenen Gegner schlagen kann. Der Trainer sollte sich nicht mit dem Ergebnis und den möglichen Konsequenzen einer Niederlage beschäftigen, sondern auf die Lösungen und Strategien, wie dem Gegner richtig Probleme bereitet werden können. Wie weiter oben beschrieben, sollte er die Qualität des Gegners kurz würdigen, um seine Glaubwürdigkeit zu behalten – aber nur kurz und diese auch sofort zu relativieren (Bsp.: „Wenn man sie spielen lässt..“). Die Betonung liegt in erster Linie auf den eigenen Stärken! So wie David die ungewohnte Rüstung ablehnt und seine erprobte Steinschleuder bevorzugt, sollte der Trainer große Systemveränderungen ablehnen und stattdessen sich mit seiner Mannschaft auf ihre Spielweise und ihre Stärken fokussieren.

Somit komme ich zum Schluss und zu meiner knallharten Kurzfassung:
Wenn man den Gegner als Favorit sieht, kultiviert sich automatisch im Unterbewusstsein eine Niederlage ein, ohne dass man es möchte, ohne dass es bewusst wahrgenommen wird.
Natürlich können wir den Gegner als Favorit sehen, doch, um es salopp auszudrücken – Es interessiert uns nicht. Das ist der Moment für den Gedanken-Umkehr-Prozess: „Was haben wir zu verlieren? Wir können nur gewinnen!“ Oder anders ausgedrück: “ Dieses Spiel kannst
Du nicht gewinnen, Du kannst es nur spielen.“
Was bleibt also am Ende? Eine absolut offensive Spielweise mit einer starken Hintermannschaft…………………..by the way…the show must go on!

– Marita Schroeder – The Future Force

2017 text by Marita Schroeder

Quellennachweis: Autor Nils Gatzmaga
http://www.psychologie-fussball.de/über-uns/nils-gatzmaga/
Foto by: http://awalker010.deviantart.com/art/David-and-Goliath-318953948

 

Junge Spieler

Ich bin davon überzeugt, dass eine wesentliche Aufgabe des Spitzensports die Entwicklung jugendlicher Menschen zu integren Persönlichkeiten darstellt, also zu Sportlern, die einen engen Kontakt zu ihrem Körper und ihren Gefühlen stehen. Leistungsdenken sowie die generell einseitige  Ausrichtung auf äußere Wertmaßstäbe und absolute Ergebnisse verstellen uns den Blick nach innen, verhindern die „Innenschau“.

Im Beratungs- und Trainingsprozess vor allem jugendlicher Sportler geht es einerseits natürlich um die Steigerung der Leistungsfähigkeit durch den Einsatz mentaler Techniken, aber anderseits, und diese Seite sollte nicht vergessen werden, auch um eine Begleitung in Richtung Innerlichkeit, Eigenverantwortlichkeit, Mitgefühl und Beziehungsfähigkeit. Wir sollten keine „Leistungsroboter“ züchten.
Mentales Coaching bedeutet, sehr viel Wert auf die Entfaltung von Persönlichkeiten zu legen – auf Gewinnerpersönlichkeiten.
Mentales Coaching ist ein personenzentriertes  und zielorientiertes Konzept zur Optimierung aller vorhandenen Kräfte und Ressourcen im Menschen.

Das Ziel eines Spielers muss es sein, die innere Freiheit zu gewinnen und Herr seiner selbst zu sein. Er benötigt ein gutes Maß an Selbsterkenntnis, um sich selbst zu lenken und nicht Spielball der äußeren Versuchungen zu werden.

„Von allen Menschen, die
Du im Laufe deines Lebens
kennenlernst, bist Du der
Einzige den du nie verlässt
und nie verlierst.
Auf die Frage nach dem
Sinn des Lebens bist Du
die einzige Antwort.
Für die Probleme deines
Lebens bist Du die
einzige Lösung.“

– Marita Schroeder – The Future Force

© 2015 text by Marita Schroeder

Heilungsprozess mental unterstützen

Verletzung:

Nach einer Verletzung (oder Krankheit) warten wir oft sehnsüchtig darauf, wieder gesund zu werden. Wir können diesen Heilungsprozess mental verschiedenartig unterstützen.

Bei einer Erkrankung oder Verletzung können wir uns nach der „fachgerechten Versorgung“  (bildlich) vorstellen, dass bei jedem Pulsschlag im Bereich der erkrankten, verletzten Stelle alles was nicht zum gesunden Körper gehört, abtransportiert und ausgeschieden wird (geschädigtes Gewebe, abgestorbene Zellen, Bakterien …) und nähr- und sauerstoffreiches Blut den Körperteil, das Organ versorgt.
Den momentan erkrankten, verletzten Teil füllen wir mit Licht. Gut eignet sich die Vorstellung, dass mit Sonnenlicht die ganze Partie durchdrungen wird. Wir können uns auch vorstellen, wie wir den Heilungsprozess spüren zum Beispiel durch ein leichtes Kribbeln.
Dann ist auch die Vorstellung sehr wichtig, wie die Erkrankung oder Verletzung wieder vollständig geheilt ist. Sich vorstellen wie sich das anfühlt – immer mit dem Gedanken: „Ich bin gesund!“.

Dieses Mentaltraining müssen wir nicht stundenweise machen. Es wirkt schon ganz massiv, wenn es mehrmals am Tag (3 bis 4mal) einige Minuten lang gemacht wird. Wichtig dabei ist die bildliche Vorstellung und das Gefühl, das empfunden wird, wie es sein wird, wenn der Heilungsprozess abgeschlossen ist.

Achtung: die mentale Unterstützung ersetzt nicht den Arzt oder Heilpraktiker oder sonstige Fachleute! Es ist aber eine sehr wirksame Unterstützung.

Bei Stress:
Bei Stressreduzierung hilft die Butterfly-Methode  (nach Besser-Siegmund/Siegmund):

Die „Butterfly-Methode“ ist eine Rechts-Links-Stimulation.
Du kannst durch das Selbst-Tapping einen Entstressungseffekt erzielen. Beide Arme vor dem Brustkorb kreuzen und sich abwechselnd rhythmisch auf die Schultern klopfen. Funktioniert auch als kreuzweises Tapping der Oberschenkel oder Knie. Die linke Hand tippt immer auf die rechte Seite und umgekehrt die rechte Hand auf die linke Seite.

„Stress is when you wake up screaming and
you realize you haven“t
fallen asleep yet.“

– Marita Schroeder – The Future Force

© 2015 text by Marita Schroeder

Einstellung zu Schwierigkeiten

Jeder Spieler ist mental stark, solange es keine Schwierigkeiten gibt – das wahre Können und die psychische Wettkampffähigkeit stellt sich hingegen erst bei Problemen heraus.

Die Schwierigkeit interessiert mich nicht, mir geht es um den konstruktiven Umgang mit Problemen. Durch meine Fähigkeit, Schwierigkeiten zu handhaben,  bin ich an diesem Punkt angelangt. Ich bestimme selbst und habe dafür die Verantwortung zu übernehmen, in welcher Form mich ein Problem beeinflussen kann. Um an die Weltspitze zu gelangen, werde ich noch viele Schwierigkeiten lösen müssen – ich will Spitzenklasse erreichen und muss daher ein guter Problemlöser sein.

Jedes ungelöste Problem ist sowohl Chance als auch Herausforderung, um zu beweisen, was ich bereits kann oder welche Fähigkeit ich mir noch aneignen muss.

“Du musst mit einer Idee, einem Problem oder einem Fehler, den Du
ausbessern möchtest brennen. Wenn Du nicht von Anfang
an leidenschaftlich genug
bist, wirst Du es nie durchhalten“

                                                                    – Steve Jobs

 

– Marita Schroeder – The Future Force

© 2015 text by Marita Schroeder

Die Kraft lebendiger Rituale

„Es ist großartig, ein bedeutender Mensch zu sein, aber
es ist großartiger, ein menschlicher Mensch zu sein.“ – William Rogers

Oft kamen Sportler mit der Bitte zur mir, ihnen einen genauen Zeit- oder Aktivitätenplan zu erstellen, der die Erreichung des beabsichtigten inneren Zustandes gewährleistet. Diesen einen Weg gibt es aber nicht!

Es gibt für jeden einen Weg – nur ist dieser Zugang so einzigartig und individuell ausgestaltet wie der jeweilige Sportler.
Du musst daher deine eigene Interessenslage mit persönlichen Vorlieben, Bedürfnissen und situativen Gegebenheiten abstimmen; sprich, dein eigenes Zugangsmodell entwerfen. Dieser Weg ist aufwendig und nimmt Zeit in Anspruch. Um als Mensch autonom zu bleiben, musst Du ihn weitgehend selbst beschreiten und deine eigenen Erfahrungen sammeln.

Ich möchte dir ein Aspekt darbieten, dass dir als Richtlinie hilfreich sein kann.

Nutze die Kraft der Rituale

Rituale zählen, schon seit es die Menschheit gibt, zu den eigentlichen Verbindungen, schaffen Gemeinsamkeiten, hatten seit jeher unterschiedliche Aufgaben zu erfüllen und damit unterschiedliche Funktionen. Bei Ritualen geht es letztlich um ein einziges Thema: die Darstellung von Übergangsformen des Lebens oder dessen alltägliche Anforderungen in Form eines Symbols. In der Darstellung eines Symbols wird ganz konkret und praktisch eine neue Ordnung eingeleitet und gelebt. Es wird nicht nur plump ausgeführt und mit leeren Bewegungen und Gesten gefüllt, sondern mit Körper, Seele und Geist vollzogen.

Und obwohl Rituale besonders  dann gut wirken, wenn sie bewusst ausgeführt werden, wirken sie auf der unbewussten Ebene: sie geben Struktur, wo das Bewusstsein nicht mehr strukturierend wirkt. Sie vermitteln Orientierung, wo der Verstand sich nicht mehr orientieren kann. Sie geben Sicherheit, wenn alle Stricke und der rote Faden reißen. Sie integrieren neu gelernte Inhalte in den unbewusst und willkürlich ablaufenden Prozess des Verhaltens, bis aus dem Verhalten eine bewusste Haltung geworden ist.
Rituale sind Krücken. Sie wirken letztlich wie ein Zündmechanismus, der bestimmte innere Zustände und Erlebenswelten ermöglicht.

Sei achtsam und bewusst; finde eine ganz persönliche Form und integriere diese Symbolik in deinen Alltag.

Ich schlage dir daher als weitere Vorgehensweise vor, eigene Rituale zu entwerfen, die dir helfen sollen, bestimmte Ziele zu verwirklichen oder Lösungsversuche in den Alltag einzubauen. Rituale sind in diesem Sinne als positive Verstärker zu verstehen, die eine Verankerung von gefundenen Lösungen im Alltag verstärken. Sprich, auf eine Art Formel bringen, in dem die darunterliegende Struktur, der Prozess mit seinen Phasen, seinen notwendigen Schritten, bewusst gemacht wird. Wenn Rituale lebendig begangen werden und erkannt wird, dass sie Ausdruck für eine bestimmte Sicht der Dinge und zugleich Auslösemuster für eine weitgehend festgelegte Handlungsabfolge sind, kann ihre volle Wirkungsbreite genutzt und in das Leben einbezogen werden.

Ein Ritual bietet den überlebenswichtigen Gegenzauber zu negativen Eigenverzauberungen.
Ein Ritual, und sei es nur ein Alltagsritual, muss deshalb solange geübt werden, bis das neue Verhalten selbstständig geworden ist und in den Bestandteil der ganz alltäglichen Zauberstücke eingegangen ist.

„Ich habe keine Rituale – bis auf Sachen, die man immer wieder gleich macht.“

– Michael Ballack, (*1976), deutscher Fußballer

– Marita Schroeder – The Future Force

© 2017 text by Marita Schroeder

Foto: Miroslav Klose – Er wollte sich nicht auf eine Rückennummer reduzieren lassen…;-)

Mit erhobenem Haupte SELBSTBEWUSST

Stellt Euch vor, Ihr steht im alles entscheidenden Spiel um den Aufstieg in die 1. Bundesliga, auf dem Platz. Im Stadion: Zehntausende…dazu fangen hunderte Kameras Euch aus allen Blickrichtungen ein. Euer Spiel wird in die Wohnzimmer Eurer Fan‘s übertragen, Eure Aktionen erscheinen vielleicht auf den Leinwänden als Public Viewing in Eurer Stadt. Und viele Menschen sehen zu, wie Ihr Euch auf dem Fußballplatz anstellt….oh fucking.

Ihr erkennt eine riesige Chance. Was würde Euch jetzt am meisten helfen?

Im  Grunde könnte jede Theorie zur Anwendung kommen. Jedoch: Die eine mehr, die andere weniger. Mir scheint hier ein Gedanke des berühmten, inzwischen 88-jährigen kanadischen Psychologen Albert Bandura entscheidend. Er führte in den 1970er Jahren die Idee (Das Konzept) der Selbstwirksamkeitserwartung (SWE) ein.

SWE bezeichnet die Erwartung einer Person, aufgrund eigener Kompetenzen gewünschte Handlungen erfolgreich selbst ausführen zu können. Ein Mensch, der daran glaubt, selbst etwas zu bewirken und auch in schwierigen Situationen selbstständig handeln zu können, hat demnach eine hohe SWE. Eine Komponente der SWE ist die Annahme, man könne als Person gezielt Einfluss auf die Dinge und die Welt nehmen, statt äußere Umstände, andere Personen, Zufall, Glück und andere unkontrollierbare Faktoren als ursächlich ansehen. Manche Psychologen vertreten die Ansicht, dass Selbstwirksamkeit(-erwartung) ein natürliches Bedürfnis des Menschen ist. Weiter bezeichnet SWE die eigene Erwartung, aufgrund eigener Kompetenzen gewünschte Handlungen erfolgreich selbst ausführen zu können. Erfolgreich bewältigte Krisen stärken diese Zuversicht. Die Erregung bei ähnlichen Aufgaben wird begrenzt, wodurch die Sicherheit für richtige Entscheidungen steigt.

„Wir wussten, dass wir zu jedem Zeitpunkt gewinnen können!“

Diese Aussage spricht für eine hohe Selbstwirksamkeitserwartung, wie sie Sportler mit einem hohen Vertrauen in ihre eigene Fertigkeiten haben. Folgendes kann und könnte die Selbstwirksamkeitserwartung hoch halten:

Effizienz und Beharrlichkeit

Der Weg zum Aufstieg war durch rauschhafte Spiele genauso gekennzeichnet, wie durch hart erkämpfte und letztlich ausreichende Ergebnisse. Durch beide Sorten von Spielen wurde die Selbstwirksamkeitserwartung gestärkt. Konzentration bis fast zum Ende. Kein Nachlassen, keine Überheblichkeit. Motiviert und voller Entschlossenheit. Die Dynamik von Kraft und Mut entstand, kämpferisch bestimmt und entschlossen. Der Archetyp des Helden, Tapferkeit und auch Draufgängertum. Bewegung schreitet so ins Spielfeld.
Daran konnte man die hohe SWE der Mannschaft erkennen.

Die finale Prüfung – und deren Bewältigung

Wenn Ihr also eine Situation mit sehr großem Druck, hervorragenden Chancen zu bewältigen habt, hilft am besten: Eine gut ausgeprägte, nachhaltig entwickelte Selbstwirksamkeitserwartung. Durch alle Erfolge, die knappen, wie die klaren Resultate, die bewältigten Risikomomente und den Willen, jetzt all das in die Waagschale zu werfen, kamen die Spieler in ihre privilegierte Position. So kam der entscheidende psychologische Vorteil zustande – der die sportliche Vorbereitung ergänzte. Eine Mannschaft, die diese Zuversicht, diese Erwartung der Fähigkeit zum Erfolg besitzt, funktioniert nicht nur intern besser – Fehler werden weggesteckt, gegenseitig ausgebügelt. Diese selbstsichere Ausstrahlung überträgt sich zugleich auf die gegnerischen Spieler. Diese haben den gleichen Druck, die Zuspitzung von Chancen und Risiken für den Aufstieg, die künftige Karriere, ja das künftige Leben insgesamt, komprimiert auf 90 Minuten Fußballspiel. Spüren sie die Zuversicht des Gegners, droht ihre eigene Hoffnung wegzubrechen und das aufziehende Risiko-Szenario lässt die Konzentration wegkippen.

Erkenntnis für die Spieler

Wenn Ihr in wirklich schwierigen Situationen innerlich gelassen hinein geht, strahlt aus, dass Ihr sie beherrscht. Das beeindruckt den Trainer, die Anwesenden und das ganze Publikum und führt letztlich zum Erfolg.
Noch etwas in eigener Sache, was ich immer wieder betone: Nutzt daher jede Gelegenheit, die für Euch schwierige Situationen aufzusuchen und zu bestehen. Drucksimulationstraining kann dabei helfen, ein Verhalten in Extremsituationen zu stabilisieren. Basketballer zum Beispiel trainieren häufig Spielzüge unter extremen Zeitdruck. Ziel dieser Trainingsformen ist es, überlegt und handlungsleitend auch unter Stress zu sein. Je öfter wir solche Situationen erleben, desto routinierter und automatisierter können wir mit einem solchen Moment umgehen
Am besten: Macht vorher einen Match-Plan und danach einen geistigen Sieges-Plan.

„Wir haben den Schlüssel bereits in der Hand, wahre Meisterschaft
erfolgt über unsere Emotionen.“

Omne trium perfectum – Alles war perfekt

– Marita Schroeder – The Future Force

© 2017 text by Marita Schroeder

Kommunikation statt Leitwölfe

Flache Hierarchien

Heute sieht der Fußball solche herausragenden Rollen nicht mehr vor. Top-Mannschaften zeichnen sich nicht mehr durch einen überragenden Akteur aus, sondern verteilen die spielerische Last auf mehreren Schultern.
Die taktischen Rollen auf dem Platz haben sich hierdurch verändert, und damit auch die Hierarchien innerhalb der Mannschaft. Platzhirsche der alten Schule findet man nur noch selten. Der Begriff der „flachen Hierarchie“ ist hierbei in den Vordergrund gerückt. Dieser Begriff stammt ursprünglich aus der Unternehmenspsychologie und wurde mittlerweile dermaßen totgetreten, dass niemand mehr so genau weiß, was er eigentlich bedeutet.

Eine flache Hierarchie kennzeichnet im Gegensatz zur steilen Hierarchie die höhere Selbstverantwortung und Eigeninitiative der Rangniedrigeren. Die Ranghöheren sind nicht mehr Befehlsgeber, sondern Schnittstelle zwischen den einzelnen Gruppenmitgliedern. Der Vorteil einer flachen Hierarchie ist der Rückgang des sogenannten sozialen Faulenzens: Durch die höhere Verantwortung, die auf den Schultern des eigenverantwortlich arbeitenden Einzelnen lastet, fällt es ihm schwerer, sich hinter der Gruppe zu verstecken.

Teambildung

Sportpsychologen übertrugen in den letzten Jahren dieses System auf den Fußball. Dies hat auch taktische Gründe: Die Verantwortung eines jeden Spielers ist in einem System mit Raumdeckung wesentlich höher als bei simpler Manndeckung, da die gesamte Defensivorganisation mit dem einzelnen Spieler steht und fällt. Während früher Spieler hinter dem großen Star der Mannschaft sich als Arbeiter fügten, ist heute das alte Motto Berti Vogts‘ wahr geworden: Der Star ist die Mannschaft.

Mittlerweile sind daher Mannschaftsgremien wichtiger geworden als der Kapitän. Es wird versucht, nicht nur die Last des Spielaufbaus, sondern auch die Führung der Mannschaft auf mehrere Schultern zu verteilen. Aus gruppendynamischer Sicht macht das durchaus Sinn: Eine besonders gut funktionierende Gruppe zeichnet sich dadurch aus, dass zwischen den einzelnen Mitglieder möglichst komplexe Bände herrschen. Konkret gesagt: Je mehr Spieler innerhalb einer Mannschaft sich grün sind, desto besser ist dies für das Team.

Grüppchenbildung ist dabei nicht ausgeschlossen, wichtiger ist die Frage, ob die Gruppen auch untereinander vernetzt sind. Möglichst viele Bände zwischen den Mannschaftsteilen sind hierbei wichtig, um gruppenauflösenden Tendenzen entgegenzuwirken. Junge Spieler können von den reiferen und älteren Spielern lernen und umgekehrt.

Kommunikation untereinander ist immer wichtiger

Erfolgreiche Teams der letzten Jahre kamen gut ohne Spieler aus, die auf dem Platz ihren Mannschaftskollegen die Meinung geigen. Eine ausgesprochene Gleichberechtigung der Spieler ist ein wesentlicher Bestandteil des Erfolgs (hinter der taktischen und technischen Überlegenheit, natürlich). Dabei ist es wichtig, dass die Spieler offen miteinander reden und sich gegenseitig Paroli bieten. Dieser Prozess ist aber aus psychologischer Sicht nur dann sinnvoll, wenn er von allen Spielern betrieben wird, und kein Spieler sich dabei zu sehr in den Vordergrund drängt. Das Absägen eines Leitwolfes kann für die Teambildung sogar ein sehr heilsamer Prozess sein.

Ein einzelner Leitwolf ist demnach kein Garant mehr für fußballerischen Erfolg, Kommunikation muss zwischen allen Spielern gleichberechtigt stattfinden.
Aus sportpsychologischer Sicht sind deshalb flache Hierarchien und mündige Profis erstrebenswert. Mittlerweile lassen viele Trainer der Bundesliga die modernen Erkenntnisse der Sportpsychologie in ihre Mannschaftsführung einfließen. Jürgen Klopp drückte es mal gut aus: Der Führungsspieler ist nichts anderes als eine Legende… und, man kann auch mit einem vermeintlichen Leitwolf ganz groß scheitern.

Ich denke es ist nicht unbedingt erforderlich solche Spieler auf dem Feld zu haben. Man muss meiner Meinung nach nicht zwischen der flachen Hierarchie oder den Leitwölfen unterscheiden. Man braucht Spieler die miteinander kommunizieren aber eben auch Spielerpersönlichkeiten. Diese müssen nicht unbedingt laut werden doch sie müssen akzeptiert werden und auch sportlich wichtig sein.

Eine Spielerpersönlichkeit kann Verantwortung übernehmen und eine Mannschaft führen. Er kann es als seine Aufgabe ansehen und Ruhe ausstrahlen, egal in welcher Situation. Er kann zwischen Mannschaft und Trainer vermitteln. Er kompromittiert keinen Mitspieler und zeigt dadurch immer Respekt. Entscheidend ist, ob ich als Team eine klare Strategie habe. Wenn ja: braucht es auf dem Platz keinen der anleitet. Wenn nicht, braucht es jemanden der sagt, was ein Spieler machen soll. Im Übrigen darf man nicht denken, dass eine „flache Hierarchie“ unklar ist. Vielmehr zeichnet sie sich eben durch ganz klare Aufgabenverteilung aus. Und damit verbunden eben auch ganz klaren Verantwortlichkeiten. Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich in einer Gruppe, im Fußball die Mannschaft, sich immer jemand herausbildet, zu dem andere aufschauen und der andere motivieren und leiten kann.

Es gibt keine 11 gleichen Spieler sondern unterschiedliche Spezialisierungen.
Die Kunst ist, die richtige Mischung zu haben, bei der neben fußballerischen Fähigkeiten auch viele scheinbar sekundäre Aspekte beigetragen werden.
Von allen sollten die Fähigkeiten richtig eingeschätzt werden und zur Anwendung kommen. Es sollten soziale Bindungen hergestellt werden, um alle am gesammelten Wissen teilhaben zu lassen und dabei ein gutes Klima zu haben. Ich denke, alles auf einen einzigen „Leader“ zu reduzieren, der dann in der öffentlichen Wahrnehmung als Allesmacher auch alles können soll, kann auf Dauer nicht gut gehen.
Das Wort Führung sehe ich trotzdem nicht so negativ, es ist einfach die Frage wie es umgesetzt wird. Und flache Hierarchien brauchen die Trainer-Philosophie. Dann wird der strategische Effekt verringert, weil immer klar ist, wie gespielt wird.

„Fußball spielen und lehren ist ein Unterschied.
Aber wenn einer, der Titel gewonnen hat, heute lehren will,
dann hat er einen Vorteil anderen gegenüber.“

– Marita Schroeder – The Future Force

© 2017 text by Marita Schroeder

Die große Inspiration

Es gibt eine Vielzahl von Spielern, deren Wettkampfleistung immer wieder unter der Trainingsleistung liegt. An diversen objektiven Indikatoren wie der Zweikampf-, Torschuss- oder Passquote werden diese Unterschiede für den Trainer deutlich. Mit den subjektiven Indikatoren wie Selbstvertrauen oder Leidenschaft verhält es sich identisch. Auch hier nehmen Trainer manchmal erhebliche Unterschiede zwischen Training und Wettkampf wahr. Die Konsequenzen sind oft sehr enttäuschend und wirken sich erheblich auf die Leistung des Spielers sowie den Erfolg der Mannschaft aus…

Hebe dein eigenes Spiel auf ein neues Level, sei es mittels psychischer oder physischer Vorbereitung. Das Treffen von Entscheidungen, die richtige Strategie, das eigene Selbstbewusstsein und einiges mehr will schließlich trainiert werden, um auf dem Platz erfolgreich zu sein.

Wie fühlst Du dich? Bereit für das wichtige Spiel heute?
Wir brauchen maximale Konzentration von Anfang bis Ende.
Ich habe eine Empfehlung für dich – das Gesetz der 3 Dinge von Didier Deschamps

Diese Regel wird dir helfen, dich während des Spiels fokussieren zu können.

Regel 1: Sei entschlossen und effektiv bei Dribblings und Torabschlüssen und
nimm Risiken in Kauf. Du kannst nicht auf die ideale Situation warten.

Regel 2: Einfaches Spiel ist wichtig. Spiel den einfachen Ball so oft es geht,
um am effektivsten zu sein.

Regel 3: Kenne deine Qualitäten und spiele sie aus. Mache es deinem Gegner
so schwer wie möglich.

Beachte diese Regeln und Du wirst Erfolg haben.
Ich glaube an Dich. Hab ein gutes Spiel.

Pro Genius Rule of Three ft. Didier Deschamps

„Only he who can see the invisible can do the impossible.“
– Frank L. Gaines & Michael Phelps ‏

Spiele deine bisher erfolgreichste Saison.
Dein Profi-Training:
Visualisierung (Visualization)
Selbstgespräche (Self-Talk)
Atmung (Breathing)

„Es ist leichter, an sich selbst zu glauben, wenn auch andere an dich glauben.“ 

Für die, die siegen…
„Ich bin ein Kämpfer und ich habe nichts anderes im Kopf.
Ich denke daran, wenn ich herumlaufe, wenn ich rede, immer.
Aber ich versuche, es mir nicht anmerken zu lassen.“

– Marita Schroeder – The Future Force

Fotoquelle: leider unbekannt

Der aufrechte Weg

Wir sind am Anfang eines neuen Zyklus.
Halte deinen Glauben aufrecht und vertraue
dir und deiner Intention.
3D-Matrix ist nicht mehr Teil deiner Realität und
es gibt keinen Grund, es beizubehalten.

Lass uns verdammt zusammen kämpfen, aber lasst uns mit Präzision und Integrität kämpfen. Wir drehen jetzt den Schalter für das Kollektiv, indem wir die Frequenz hoch halten. Man, wir leben auf einem blauen Planet, der sich um einen Feuerball dreht, mit ’nem Mond, der die Meere bewegt und Du glaubst nicht an Wunder? Du willst Respekt? Komm und hol dir Respekt! Sei nie feige etwas zu tun, was dein Leben verändern würde, denn es könnte deine größte Chance sein! Und wenn Du nur einen Menschen um dich hast, der sagt: „Dein Vorhaben ist gut, Du bist gut, bleib dran, ich helf dir“, dann hast Du die wertvollste Unterstützung die es gibt. Und glaub mir, es ist nicht wichtig, wie schön die Worte klingen, sondern wie ehrlich sie sind! Sieh immer die Sonnenseite des Lebens. Erwarte, dass nur das Allerbeste geschieht, und sieh, wie es eintrifft. Manche Menschen sind nie verrückt. Was für ein wahrhaft grauenvolles Leben.

Immer die Wahrheit sagen bringt einem wahrscheinlich nicht viele Freunde, aber dafür die Richtigen. „Glückwunsch, sie haben zwei Helene Fischer Konzertkarten gewonnen. Kann ich auch einfach nur jemanden grüßen?“

„Du willst also zu unserem Team gehören?
Du willst in der 1. Mannschaft spielen?
Ich kann dir nichts vormachen, was deine
Chancen angeht. Aber: Du hast mein Mitgefühl.
Ich hab‘ gehört, Du triffst nicht mal das Wasser,
wenn Du aus ’nem verdammten Boot fällst.“
– Brian Clough

Veränderung

Du kannst nicht erwarten, spirituell zu wachsen, wenn Du nicht bereit bist, Dich zu ändern.
Diese Veränderungen mögen bescheiden anfangen, aber sie werden immer drastischer und grundlegender werden, je weiter Du Dich ins Neue hinein begibst. Manchmal ist ein vollständiger Umsturz nötig, um eine vollkommen neue Lebensweise herbeizuführen. Es ist jedoch erstaunlich, wie schnell Du Dich an die Veränderung gewöhnen kannst, solange Du den Mut aufbringst und der Überzeugung bist, dass alle Veränderungen, die da geschehen, zum Allerbesten sind. Lass immer die Vollkommenheit Dein Ziel sein. Dehne Dich ständig aus und greife ständig nach dem scheinbar Unmöglichen. Wachse ständig an Weisheit und Verständnis und sei nie und zu keiner Zeit damit zufrieden, stillzustehen. Es gibt immer noch etwas zu lernen. Es gibt immer wieder etwas Neues und Wunderbares in diesem Leben zu entdecken; dehne deshalb Dein Bewusstsein und Deine Vorstellungskraft aus, um Raum dafür zu schaffen. Bleibe offen und aufnahmefähig, damit Dir nichts entgeht. In den Zeiten, die kommen werden, wird es viele widersprüchliche Ansichten und Wege geben. Du wirst durch und durch geprüft werden, und du wirst auf dich selbst geworfen sein. Versuche nicht, dich an jedem Strohhalm festzuhalten, an dem du vorbeikommst. Suche einfach in deinem Inneren, schöpfe deine Kraft aus Dir und gehe deinen Weg in Frieden. Du findest nur dann den wahren Frieden des Herzens und des Geistes, wenn du dem folgst, von dem du weißt, dass es für dich richtig ist; suche also – und suche immer weiter, bis du deinen eigenen Weg gefunden hast, und dann geh ihn. Das mag bedeuten, dass du auf dich allein gestellt bist und etwas tun musst, was in den Augen der Anderen sonderbar erscheinen mag, aber lass dich nicht entmutigen. Tu, was immer es ist, weil du im Innern weißt, dass es richtig für dich ist und dass nur das Allerbeste daraus entsteht.

Alle Zweifel und Ängste werden von dir weichen, und du wirst mit diesem inneren Wissen fest und sicher wie ein Fels stehen.

Ich danke allen, die meine Träume belächelt haben; Sie haben meine Phantasie beflügelt.
Ich danke allen, die mich in ihr Schema pressen wollten;
Sie haben mich den Wert der Freiheit gelehrt.

Ich danke allen, die mich belogen haben; Sie haben mir die Kraft der Wahrheit gezeigt.
Ich danke allen, die nicht an mich geglaubt haben; Sie haben mir zugemutet, Berge zu versetzen.
Ich danke allen, die mich abgeschrieben haben; Sie haben meinen Mut geweckt.
Ich danke allen, die mich verlassen haben; Sie haben mir Raum gegeben für Neues.
Ich danke allen, die mich verraten und missbraucht haben;
Sie haben mich wachsam werden lassen.

Ich danke allen, die mich verletzt haben; Sie haben mich gelehrt, im Schmerz zu wachsen.
Ich danke allen, die meinen Frieden gestört haben;
Sie haben mich stark gemacht, dafür einzutreten.

Vor allem aber danke ich all jenen, die mich lieben, so wie ich bin;
Sie geben mir die Kraft zum Leben!

– Paulo Coelho (Handbuch des Kriegers des Lichts)

 

– Marita Schroeder – The Future Force

2017 text by Marita Schroeder

Trainer-Coaching-Philosophie

Unter der Annahme, ein Coach führe seine Rolle auf der Grundlage seiner Erfahrung, sein Wissen, seine Werte, seine Einstellungen und Überzeugungen. Dies ist eine Philosophie, die er wahrscheinlich unbewusst tut. Die Frage ist – weiß er wirklich selbst genug, um zu verstehen, was seine Grundwerte und Coaching-Methoden sind? Eine Coaching-Philosophie für sich, die gut durchdacht ist, klärt viele Aspekte des Trainers und präsentiert eine konsistente und positive Botschaft an die Athleten die trainiert werden. Einer der stärksten Vorteile die sich aus einem konsequenten und aufrichtigen Ansatz für das Coaching ergeben ist Vertrauen. Eine starke Bindung zwischen Trainer und Sportler führt zu höherem Engagement und sportlicher Leistung. In diesem Sinne ist es der kluge Trainer, der sich die Zeit nimmt, seine persönliche Coaching-Philosophie zu durchdenken und zu formalisieren.

Entwicklung einer Philosophie

Bei der Entwicklung einer formalen Philosophie für ein Coaching-Philosophie-Dokument, mit dem Ziel, ein besserer Trainer zu sein und zur Verbesserung der Trainer / Athlet Zufriedenheit beizutragen und damit überlegene sportliche Ergebnisse zu erreichen, kann der Trainer 3 Schlüsselkomponente entwickeln. Diese drei Komponenten sind:

  • Kennt er selbst seine Stärken, Schwächen und den Bereich der Verbesserung. Ist er sich seinem schwächsten Punkt bewusst?
  • Weiß er selbst die Hindernisse, die ihm begegnen werden und können.
  • Versteht er seine Athleten, ihre Persönlichkeiten, Fähigkeiten und Ziele und warum sie gerade diesen Sport betreiben.

Coach – Kenne dich selbst!

Ein  Trainer nimmt eine ehrliche Einschätzung vor, um auch zugeben zu können, dass er Schwächen hat, die wir alle haben. Doch durch die Konzentration auf seine Stärken wird er in der Lage sein, konsistente Wege zu finden diese Stärken nutzen zu können.
Ist er ein guter Lehrer und Motivator oder Akademiker, oder Kommunikator, oder ehemaliger Sportler? Ist er dynamisch oder zu weich, zu hart oder offen und freundlich?
Nutzen Sie Ihre Stärken zu Ihrem Vorteil, indem Sie sich Zeit nehmen, Ihre Stärken und Schwächen ernst zu nehmen und Ihre Werte und Überzeugungen zu kennen, denn dann können Sie Ihren eigenen Stil besser an die zu trainierenden Athleten anpassen. Darüber hinaus sollten Sie wichtige Fragen beantworten: Warum sind Sie Trainer und welche Ziele versuchen Sie zu erreichen. Selbsterkenntnis führt zum Selbstbewusstsein, und Sie wollen doch ausstrahlen was Sie glauben, oder nicht?

Wie sehen andere Sie?

Ihr Coaching-Kontext … Wirksam führen – bewusst wirken!
So wichtig es ist zu verstehen wie Sie ticken, ist es ebenso wichtig, die Grenzen Ihres Coaching-Kontextes zu verstehen. Damit meine ich: Ein gutes Verständnis für das Alter, Geschlecht und Ausbildungsniveau der Athleten, die Sie trainieren, zu haben. Wie viel Zeit Sie haben die Ihnen und Ihren Athleten zur Verfügung stehen um zu trainieren und zu konkurrieren? Was ist Ihr Entwicklungsprogramm und wie weit können Sie es verbessern durch Einbeziehung anderer Aspekte wie z.B. Sport-Psychologie oder Ernährung,
Darüber hinaus, was sind Ihre kurz,- mittel- und langfristigen Ziele für Ihre Athleten?

Verstehen Sie Ihre Athleten, ihre Persönlichkeiten, ihre Fähigkeiten, ihre Ziele?

Kommunikation ist ein wichtiger Aspekt in Coach / Athlet-Beziehungen. Es ist sehr wichtig, mit Ihren Athleten einzeln zu sprechen, um festzustellen, was ihre Werte und Überzeugungen sind, was ihre Ziele sind und warum gerade diese Sportart. Ohne dieses Wissen liefern Sie einen Trainerbeutel voll von Äpfeln und bekommen eine Tüte Orangen. Das Programm funktioniert einfach nicht richtig. Und wie oft hört man: „Der Trainer hat überhaupt kein System.“
Als Trainer sind Sie ein starkes Vorbild und können einen enormen Einfluss auf Ihre Athleten haben, wenn Sie und Ihre Athleten auf derselben Seite sind, die gleiche Sprache sprechen. Natürlich können Sie auch in 242 Sprachen schweigen, doch das wird Ihnen nicht nützlich sein, es sei denn, Sie wollen vom „Hof“ gejagt werden.
Nehmen Sie sich die Zeit, um jeden Ihrer Athleten kennen zu lernen, so als ob Sie Ihre eigenen Werte, Überzeugungen und Gewohnheiten untersuchten. Sobald Sie die Stärken, Schwächen und das Potential Ihrer Athleten kennen, dann schlage ich vor, Sie entwickeln einen Ansatz, um sie zu coachen. Werden Sie sich dabei auf die „Stars“ konzentrieren? Werden Sie „Lieblinge“ züchten? Werden Sie alle in Bezug auf Ihre Aufmerksamkeit und Hilfe gleich behandeln? Vielleicht wird der Teamwork-Ansatz für Sie arbeiten. Bleiben Sie stets loyal… anständig, auch den Gegner respektierend.

Meiner Meinung nach sollte jede Coaching-Philosophie aussagen, wie der Trainer die Ergebnisse der Ausbildung/Entwicklung und des Wettbewerbs sieht. Ich möchte noch mal betonen, wie wichtig es ist, die Athleten aufzuklären, welche Bedeutung der Entwicklungsprozess hat. Bei einem Spiel kann es nur einen Sieger geben. Heißt das, jeder andere ist ein Verlierer? Wenn man in den Medien liest, denkt man, es ist tatsächlich so.
Gerade deshalb ist es äußert wichtig Vertrauen aufzubauen, messbare Fortschritte erzielen und positiv aus Fehlern lernen.
Alle Trainer sollten Sie sich auf den Prozess und nicht auf die Ergebnisse mit Ihren Athleten konzentrieren (!)… und es ist wichtig für die Athleten, dasselbe zu tun.

Schlussfolgerung

Alle Trainer arbeiten unter einer Coaching-Philosophie. Es kann durch Instinkt oder formal dokumentiert und gut durchdacht sein.
Die Vorteile einer gut durchdachten Coaching-Philosophie:

Sie lernen über sich selbst, wie Sie ticken und welche Stärken Sie haben, warum Sie Coach sind und wie Sie effektiv über die Verbesserung Ihres Coaching auf dem Laufenden gehalten werden.

Sie erhalten ein Verständnis für Ihren Coaching-Kontext, die Hindernisse mit denen Sie konfrontiert sind und werden und wie Sie mit Einschränkungen, geeigneten und sicheren Trainingsmethoden umgehen, und die Ziele, die Sie erreichen wollen.

Sie lernen Ihre Athleten auf einer sehr persönlichen Basis kennen und können daher Ihr Training individuell an ihre Bedürfnisse, Stärken und Grenzen anpassen.

Mit diesem Wissen ist es möglich, einen Teamansatz zu entwickeln, der überlegene Leistungen erzielt. Die Verknüpfung der Aspekte der drei Segmente einer Coaching-Philosophie wird eine Coaching-Roadmap für Sie.

Helfen Sie Ihren Athleten ihre Träume zu verwirklichen.
Es sollte stets positiv, authentisch und mit Leidenschaft getan werden

“Train your mind, to see the good in everything.”

– Marita Schroeder – The Future Force

© 2017 text by Marita Schroeder

Max Feigenwinter – Gedichte


Neu leben

Ich konnte dein Ja zu mir,
dein Ja ohne Wenn und Aber
lange nicht glauben.
Zu oft hatte ich gehört,
ich dürfte nur mitmachen,
wenn…,
ich könne nur dabei sein
wenn…
ich würde nur aufgenommen,
wenn…
Ich konnte nicht glauben,
dass es je anders würde.

 All die verletzenden Vorbehalte,
all die harten Bedingungen,
all die lieblosen Forderungen,
nahmen mir Hoffnung und Mut,
den Glauben an mich selbst.

 Deine herzliche Anteilnahme,
deine liebevolle Zuwendung,
dein feinfühliges Dasein,
deine unendliche Geduld
haben Verhärtungen aufgeweicht,
Selbstvertrauen geweckt und gestärkt,
neues Leben ermöglicht.

*****

Wir brauchen Menschen, die zu uns ja sagen,
uns annehmen wie wir sind, uns so begegnen,
dass wir wagen, Gefangenes zu befreien,
Verschüttetes freizulegen, Angst abzubauen
und Vertrauen wachsen zu lassen.
Wir brauchen Menschen, die verstehen,
dass manches nicht gelingt; die uns unterstützen

und begleiten, ermutigen und stärken.
Und wir können anderen dieser Mensch sein.

*****

Ich freue mich, wenn du bei mir bist, aber hilf mir nicht,

wenn ich es selber kann, auch wenn es lange dauert;

gib mir nicht, was ich selbst nehmen kann, auch wenn ich mich anstrengen muss;

stütze mich nicht, wenn ich selbst stehen kann, auch wenn es mich fordert;

hole mir nicht, was ich selbst erreichen kann, auch wenn ich Umwege mache;

sage mir nicht, was ich selbst erkennen kann, auch wenn ich es nicht so klar sehe.

Lass mir Raum, lass mir Zeit, lass mir die Möglichkeit, selbst zu suchen, selbst zu finden,

selbst zu tun, meine Möglichkeiten zu entfalten, ich selbst zu sein.

*****

Ich glaube, dass echte Anteilnahme Beziehungen stärkt;
ruhiges Dasein Neues schafft;
liebevolle Blicke Zögernde ermutigen;
aufmerksames Zuhören Gespräche fördert;
geduldiges Warten Wunder wirkt;
wohlwollende Kritik Fortschritte ermöglicht;
zärtliche Berührungen Wunden heilen;
ehrliche Bestätigungen Selbstwert steigern;
behutsame Hilfen Zweifel beheben;
feinfühlende Worte Erstarrtes bewegen.
Ich glaube, dass es vor allem wichtig ist, hier und jetzt offen zu sein,
und anzunehmen, was ist.

*****

Was brauchen wir?

Tröstende Worte

statt harte Befehle;

wohlwollende Anteilnahme

statt vernichtender Kritik;

geduldiges Dasein

statt dauernder Hetze;

gewährendes Loslassen

statt ängstliches Festhalten;

ermutigendes Fördern

statt unsinniges Fordern;

einfühlsames Verständnis

statt vorschnelles Urteilen;

liebevolle Unterstützung

statt distanziertes Zuschauen;

zärtliche Berührungen

statt hartes Durchgreifen.

Wir brauchen Menschen,

die zu uns ja sagen,

obwohl wir nicht so sind

   wie sie uns haben wollen.  

 

**********   Max Feigenwinter  *********

https://www.maxfeigenwinter.com/

 

Niemals aufgeben! Denkt nicht einmal daran

Wer mit einem eisernen, einem stählernen Willen an seinem Ziel dranbleibt, muss es früher oder später erreichen. Es ist immer zu früh zum Aufgeben. Denkt nicht einmal daran. Ihr solltet ein Ziel erst aus den Augen verlieren und aufhören daran zu arbeiten, falls Ihr entscheidet, dass Ihr dieses Ziel nicht mehr erreichen wollt. Alle anderen Gründe für das Aufgeben sind in Wirklichkeit Ausreden und dürfen nicht berücksichtigt werden.

Ganz gleich welches Problem man hat, oder vor welchen Herausforderungen man steht, man gibt nie auf. Entweder gewinnt das Problem, das Hindernis oder Ihr tut es. Aufgeben heißt eine temporäre Niederlage oder Mutlosigkeit als endgültige Niederlage zu akzeptieren. Merkt Euch eines: Ihr seid erst besiegt worden, nachdem Ihr Euch geschlagen gebt.

Aufgeben als Gewohnheit.

Manche Menschen geben bei der kleinsten Schwierigkeit auf, wenn sie versuchen ein Ziel zu erreichen. Sie ergeben sich, wenn Probleme oder Hindernisse auftauchen. Dabei merken Sie gar nicht wie sehr sie sich mit diesen kleinen, scheinbar unbedeutenden Ereignissen selbst schaden. Auf diese Weise wird das Aufgeben für sie zu einer Gewohnheit und damit wird ihre Wankelmütigkeit und Charakterschwäche entscheidend für ihren Misserfolg.

Wenn Ihr Euch angewöhnt aufzugeben bevor Ihr etwas erreicht habt (das Ihr Euch als Ziel gesetzt habt), entwickelt Ihr eine Manifestation der Niederlage, des Verlierens.

Angreifen heißt die Devise.

Im Fußball sagt man auch: Angriff ist die beste Verteidigung. Das ist oft auch im Leben richtig, wenn man vor großen Herausforderungen steht oder ans Aufgeben denkt. Falls im Leben ein Widerstand auftaucht, müsst Ihr dagegen drücken, gegen das Hindernis ankämpfen. Durchs Aufgeben ist noch niemand glücklich geworden. Niemand hat hinterher gesagt, dass er froh sei, damals kurz vor dem Ziel aufgegeben zu haben.

Greift das Problem einfach von einer anderen Seite oder auch frontal an. Versucht es zur Abwechslung mit einer anderen Lösung. Es gibt immer einen Ausweg bzw. eine Möglichkeit als Sieger aus der Situation hervor zugehen. Es ist immer zu früh um aufzugeben.

Wie man unbesiegbar wird.

Wir haben bereits festgestellt, dass man niemals, niemals aufgibt. Doch wie gewinnt man einen eisernen Willen, einen starken Glauben an sich und seine Fähigkeit seine Ziele erreichen zu können. Zuallererst redet man niemals so als wüsste man nicht weiter oder als hätte man vor aufzugeben. Man darf niemals negativ denken. Wenn Ihr glaubt, dass Ihr etwas schaffen könnt, dann könnt Ihr es auch.

Niemand kann Euch ohne Eure Einwilligung zum Verlierer oder Versager erklären. Absolut verboten ist der Satz: “Ich kann nicht.” Macht weiter und motiviert Euch selbst. Den großen Unterschied macht das Denken. Was Ihr denkt, bestimmt Eure Zukunft und Euren zukünftigen Erfolg oder Misserfolg. Denkt wie wie Gewinner, um einer zu werden.

Aufgeben ist einfach.

Das ist der Grund warum es so viele Menschen jeden Tag tun. Nur wenige haben den Mut und das Selbstvertrauen, die Ausdauer und auch eine gewisse Hartnäckigkeit um sich von nichts und niemandem von ihrem Ziel abbringen zu lassen. Es ist einfach sich in ein Loch zu verkriechen, mental zu sterben. 

Doch es ist nicht richtig! Aufgeben heißt sich selbst zu betrügen – seine Träume unter Problemen und Hindernissen zu begraben. Feige sein ist nicht schwer. Doch mutig zu sein erfordert Charakterstärke. Deshalb gibt es nur wenige Helden auf der Welt und eine Menge Angsthasen. Seid Ihr einer von ihnen? Wollt Ihr auch aufgeben? Oder macht Ihr weiter?

„Nur wer die Niederlage nicht fürchtet, kann
alle positiven Kräfte für die beste Leistung aktivieren.“

– Marita Schroeder – The Future Force

Out of Order – Wir haben falsche Knöpfe gedrückt

„Fahre nicht aus der Haut, wenn du kein Rückgrat hast.”

Heute möchte ich Ihnen einige Tipps und Techniken vorstellen, die es Athleten ermöglicht, sich zu entspannen, damit sie ihre Aufmerksamkeit positiv auf die Aufgaben der Vorbereitung zur Teilnahme am Wettbewerb fokussieren können.

Der erhöhte Stress der Wettkämpfe kann dazu führen, dass Athleten sowohl physisch als auch geistig in einer Weise reagieren, die ihre Leistungsfähigkeit negativ beeinflussen kann. Sie können angespannt werden, ihr Herz pocht, sie brechen in kalten Schweiß aus, sie machen sich Gedanken um das Ergebnis der Konkurrenz, sie finden es schwer, sich auf die Aufgabe zu konzentrieren. Dies hat dazu geführt, dass Trainer zunehmendes Interesse am Bereich der Sportpsychologie und insbesondere im Bereich der Wettbewerbsangst haben. Dieses Interesse konzentriert sich auf Techniken, die Athleten in der Wettbewerbssituation nutzen können, um die Kontrolle zu behalten und ihre Leistung zu optimieren. Einmal gelernt, erlauben diese Techniken dem Athleten zu entspannen und seine Aufmerksamkeit in einer positiven Weise auf die Aufgabe der Vorbereitung und Teilnahme am Wettbewerb zu konzentrieren.

Wie können Athleten Stress vermeiden

Stress wird erlebt, wenn ein Athlet fühlt, dass er nicht mit einer Situation fertig werden könnte, mit der er konfrontiert wird, bzw. die ihm präsentiert wird. Wenn ein Athlet in einer stressigen Situation ist, dann muss er seine sportliche Leistung, ob dies im Wettkampf oder im Training ist, durchführen. Der Trainer kann die Wirkung auf seine Leistung der wettbewerbsfähigen Angst beschränken, indem er dem Athleten hilft, eine entsprechende Bewältigungsstrategie zu entwickeln.

  1. Ziele sollten regelmäßig trainiert werden. Jede Übung zerstreut das Adrenalin, das sich in stressigen Situationen aufbaut und uns mit einem Gefühl von Druck und Kontrolle füllt.
  2. Gesund essen! Sorgen Sie dafür, dass Sie ausreichend Vitamine und Mineralien zu sich nehmen.
  3. Achten Sie darauf, dass Sie genug Schlaf bekommen. Menschen brauchen unterschiedliche Mengen von Schlaf pro Nacht. Versuchen Sie herauszufinden wie viel Schlaf Sie brauchen, um einen optimalen Wachzustand zu erreichen.
  4. Wenn Sie es bis jetzt noch nicht können – lernen Sie klar zu denken und stellen Sie sich realistische Ziele. Arbeiten Sie sich durch eine Situation ober Übung, die Ihnen Probleme bereitet, in einer gesetzten Zeit, in einer logischen Weise. Gehen Sie erst zur nächsten Aufgabe, wenn Sie sagen können: „Ich habe es geschafft.“
  5. Sagen Sie NEIN zu Aufgaben und Projekten, die Sie nicht übernehmen können. Die Menschen denken deshalb nicht schlecht von Ihnen. Im Gegenteil – Ehrlichkeit wird in dem Fall belohnt.
  6. Bleiben Sie immer authentisch und denken Sie daran, dass Sie Fehler machen dürfen. Fehler sind unvermeidlich. Lernen Sie, Fehler als Lernmöglichkeiten und Probleme als Herausforderungen zu sehen.
  7. Visualisieren Sie! Schließen Sie die Augen und denken Sie an eine Zeit oder einen Ort, an dem Sie entspannt und in Frieden waren. Versuchen Sie, sich eine schöne Situation oder Begebenheit, wieder in Ihrem Kopf neu „herzuholen“. Denken Sie an die Gegebenheiten, die Sie erlebt haben. Visualisieren Sie sich wieder in diese Szenen hinein. Sie werden feststellen, dass Sie sich nach 5 – 10 Minuten viel entspannter fühlen, da Ihr Gehirn nicht zwischen Vorstellung und Realität (tatsächlich dort zu sein) unterscheiden kann. Manche Menschen nennen es Tagträume. Visualisierung ist ein mächtiges Werkzeug zur Reduzierung von Stress und Angst.
  8. Nehmen Sie sich Zeit für sich selbst und tun Sie Dinge in Ihrem Leben, die für Sie wichtig sind. Tun Sie nichts, nur weil es getan werden muss. Machen Sie genügend Pausen und rechtfertigen Sie sich nicht dafür. Fühlen Sie sich nicht schuldig, wenn Sie sich eine Auszeit gönnen und diese Zeit genießen. Sie haben es sich verdient.
  9. Akzeptieren Sie Ihre Stärken und Schwächen und lieben sich genau deshalb – ohne Wenn und Aber.
  10. Üben Sie körperliche Entspannungstechniken, wie z.B. Progressive Muskelentspannung. Entspannung aller Körperteile ist ein sehr effektiver Weg um die Spannung zu reduzieren.
  11. Sehr empfehlenswert ist, im Frühjahr barfuß durch den Morgentau über eine Graswiese zu laufen. Sebastian Kneipp nannte es den Barfußweg: „Der Anfang der Abhärtung bleibt immer das Barfußgehen. Es gewöhnt und verbindet den Körper am meisten an die Erde. Dabei wird das Blut nach unten geleitet, der Blutumlauf geregelt und die Füße gekräftigt.“

Der Weg nach vorne

In der Rolle als Trainer sollte man immer darauf achten, dass die Athleten sehr hoch motiviert sind und dazu neigen, ein hohes Maß an Engagement und Konzentration ebenso ein gutes Maß an Kontrolle zu haben. Sollten diese Attribute fehlen, dann haben SIE als Trainer etwas falsch gemacht.

„Lass dich nicht gehen, geh selbst!”

– Marita Schroeder – The Future Force

© 2017 text by Marita Schroeder

Foto: Quelle leider unbekannt

 

Der Weg zu sportlicher Leistung

Ich gehe von der Annahme aus, dass gezeigte Leistungen nur
in den seltensten Fällen den tatsächlichen möglichen Potentialen
entspricht. Viel zu sehr wird unser Potential durch unterschiedlichste charakterisierende Eigenschaften eingeschränkt
und im Zaum gehalten.

Solche „Leistungsminimierer“ können sein:

  • Ängste
  • Übererregung
  • keine Zielvorstellungen
  • Selbstzweifel
  • geringes Selbstbewusstsein
  • keine Motivation
  • eingeschränkte Überzeugungen
  • grundsätzlich im Rahmen der „unterschiedlichen logischen Ebenen“ dargestellten „Versagensmöglichkeiten“ und „einschränkenden Zugriffe“ auf das vorhandene Potential

Diese einschränkenden Faktoren der Leistungsentwicklung und vor allem die Unfähigkeit, mit den gegebenen Schwierigkeiten umzugehen, lässt so manchen Sportler nicht nur im Hochleistungssport als Sportskanone sondern – was viel schwerwiegender ist – als Mensch „schlecht“ aussehen. Für viele ist daher ein voller Zugriff auf die angelegten Reserven unmöglich und erscheint oftmals mehr zufällig aufzutreten, als bewusst gesteuert und beeinflusst zu sein.

Leistung ist die Summe aus Fertigkeitsgrad, körperlicher Vorbereitung und Leistungsfähigkeit bzw. psychischem Wettkampfvermögen.

Manchmal erscheint es mir, als ob für den „Rest der Welt“ die Leistung nur aus den Faktoren Körper und Technik bestimmt wird. Anders könnte ich es mir nicht erklären, dass tausend Stunden auf den Trainingsplätzen verbracht werden, aber kaum Zeit für eine solide psychologische Betreuung in Anspruch genommen wird.
Die meisten Trainer wissen noch nicht einmal, was man unter dem Begriff „mentales Training“ versteht und welche Möglichkeiten sich dadurch ergeben. Wenn nur ein Bruchteil der Trainingszeiten dafür aufgewendet werden würde, grundsätzliche psychologische Abläufe (noch dazu des eigenen Gehirns) zu verstehen, könnten zumindest die Misserfolge wegen schwankenden Leistungen minimiert werden. 

Viele Menschen scheinen zu denken, dass der Erfolg in einem Bereich
das Scheitern in anderen Bereichen kompensiert. Aber kann es das tatsächlich?
Wahre Leistungsfähigkeit erfordert Balance.
Das Ausmaß deiner Errungenschaften und die Qualität deiner Leistungen
werden zu einem großen Teil davon abhängen, wie groß die Person ist, die
du in dir selbst siehst, welche Art von Bild du von deinem eventuellen Selbst
hast, von deinem bestmöglichen Selbst. Nach meiner Erfahrung, braucht es Fokus, Mut, Wissen, Kompetenz, 100 Prozent Leistung, eine Niemals-aufgeben-Einstellung und natürlich
eine reiche Geisteshaltung, um siegreich zu werden.

”Wir alle haben eine große innere Kraft.
Die Kraft ist der Glaube an sich selbst.
Es gibt wirklich eine Einstellung zum Gewinnen.
Du musst dich selbst als Gewinner sehen, bevor Du gewinnst.
Und Du musst hungrig sein.
Du musst den Sieg wollen.”

– Marita Schroeder – The Future Force

© 2015 text by Marita Schroeder