Archiv der Kategorie: Geschichten

Bleib auf deinem Weg!

Ein junger Mann fragte seinen Großvater,
warum das Leben manchmal so schwierig sein muss.
Dies war die Antwort des alten Mannes.

Großvater spricht:
Im Leben gibt es
Traurigkeit wie auch Freude,
Verlust wie auch Gewinn,
Scheitern wie auch Bestehen,
Hunger wie auch Überfluss,
das Gute wie auch das Böse.
Ich sage das nicht, damit du verzweifelst,
sondern um dir die Wirklichkeit
zu zeigen.
Das leben ist eine Reise,
die manchmal im Licht und
manchmal im Schatten
unternommen wird.

Großvater spricht: 
Du hast nicht darum gebeten,
geboren zu werden, aber du bist hier.
Du hast Schwächen und Stärken.
Du hast beides, weil das Leben
von allem beide Seiten umfasst.
In dir steckt der Wille zum Sieg
Wie auch der Wille zur Niederlage.
In dir gibt es das Herz,
das Mitgefühl hat,
sowie die Niedrigkeit,
arrogant zu sein.
In dir ist der Wille,
sich dem Leben zu stellen,
wie auch die Angst,
die dich vor ihm davon laufen lässt.

Großvater spricht:
Das Leben kann Stärke verleihen.
Stärke kann aus der Konfrontation
Mit den Stürmen des Lebens erwachsen,
aus der Erfahrung von Verlust,
Traurigkeit und Liebeskummer,
vom Versinken in den Tiefen der Trauer.
Du musst dich im Sturm behaupten.
Du musst dem Wind und der Kälte
Und der Dunkelheit trotzen.
Wenn der Sturm heftig weht,
musst du standhaft sein,
denn er versucht nicht, dich umzublasen,
sondern in Wahrheit versucht er,
dich Stärke zu lehren.

Großvater spricht:
Stark zu sein bedeutet,
einen weiteren Schritt in
Richtung Gipfel zu tun,
wie erschöpft du auch sein magst.
Es bedeutet, die Tränen durch den Kummer
strömen zu lassen.
Es bedeutet, nach einer Antwort zu suchen,
auch wenn dich die Dunkelheit
der Verzweiflung umgibt.
Stark zu sein bedeutet, einen weiteren
Herzschlag,
einen weiteren Sonnenaufgang
an der Hoffnung festzuhalten.
Jeder Schritt, sei er noch so schwer,
ist ein Schritt näher zum Gipfel.
Die Hoffnung stets einen weiteren
Herzschlag am Leben zu erhalten
führt zum Licht des nächsten
Sonnenaufganges und zum Versprechen
eines neuen Tages.

Großvater spricht:
Der schwächste Schritt
In Richtung Gipfel,
in Richtung Sonnenaufgang,
in Richtung Hoffnung ist stärker
als der schlimmste Sturm.

Großvater spricht:
   “Bleib auf deinem Weg.“

– Joseph M. Marshall, Bleib auf einem Weg – Die Weisheit eines alten Indianers.

– Marita Schroeder – The Future Force

 

 

 

Die Probleme der anderen

Eine Geschichte zum Nachdenken und Weiterschenken.

Es stand einmal in einem Dorf ein uralter, starker Baum.
Eines Tages wurden alle Dorfbewohner eingeladen, Ihre Sorgen, Probleme und Nöten gut verpackt an diesen Baum zu hängen.
Die Bedingung war allerdings, dafür ein anderes Paket mitzunehmen.
Zu Hause wurden die fremden Pakete geöffnet. Doch es machte sich Bestürzung breit, denn die Sorgen und Probleme der anderen schienen deutlich größer als die eigenen. Und so liefen alle wieder zurück zu dem alten Baum und nahmen statt der fremden Pakete schnell wieder die eigenen Pakete an sich und gingen zufrieden nach Hause.

– überliefert aus Indien

– Marita Schroeder – The Future Force

Vor dir sitzt ein Mensch

Der General und der Mönch

Ein General, der mit seinen Soldaten zu Pferd unterwegs war, traf auf einen Mönch, der in der Versenkung saß.
Der General rief ihm zu: „He, du da! Mönch!
Geh mir aus dem Weg.
“Der Mönch saß regungslos da und schwieg.
„Bist du denn taub? Hast du nicht gehört? Ich habe dir gesagt, du
sollst mir aus dem Weg gehen.“
Aber der Mönch blieb weiterhin unbeweglich und still.
Von seinem Pferd herunter rief der General ihm drohend zu: „Ich glaube, du weißt nicht, wen du vor dir hast?
Vor dir ist ein Mensch, der dich jederzeit töten kann, ohne mit der Wimper zu zucken.“
Da schaute der Mönch auf und antwortete:
„Ich glaube, du weißt nicht wen du vor dir hast?
Vor dir sitzt ein Mensch, der jederzeit sterben kann, ohne mit der Wimper zu zucken.“

– Marita Schroeder – The Future Force

Positives Denken kann man lernen

Ein lehrreiches Märchen für Erwachsene

Dies ist die Geschichte von einem alten Mann und einem kleinen Jungen, die vor vielen Jahren lebten. Der alte Mann hieß Sartebus und der Junge Kim. Kim war ein Waisenkind und lebte ganz für sich allein. Er zog von Dorf zu Dorf, auf der Suche nach Essen und einem Dach über dem Kopf. Doch es gab noch etwas, nach dem er suchte, etwas, das viel wichtiger war als ein voller Bauch und ein bequemes, trockenes Nachtlager – Kim suchte nach einer Einsicht. „Warum“, fragte er sich, „sind wir ein Leben lang auf der Suche nach etwas, das wir nicht finden können? Warum muss alles so schwer sein? Machen wir es uns selbst schwer, oder soll es einfach so sein, dass wir uns so plagen?“

Das waren weise Gedanken für einen Jungen in Kims Alter. Doch gerade weil er so dachte, traf er auf seinem Weg eines Tages einen alten Mann, der den gleichen Weg ging, und der, so hoffte Kim, ihm vielleicht die eine Antwort geben konnte.

Der alte Mann trug auf seinem Rücken einen großen, zugedeckten, geflochtenen Korb, der sehr schwer zu sein schien, besonders für einen solch alten und müden Mann. Eines Tages machten sie Rast an einem Bach, der neben dem Weg entlang floss. Der alte Mann stellte erschöpft seinen Korb auf den Boden. Kim hatte den Eindruck, als trage der Mann alle seine irdischen Güter in diesem einen Korb mit sich herum. Er schien so schwer zu sein, dass selbst ein viel jüngerer und stärkerer Mann ihn wahrscheinlich nicht sehr lange hätte tragen können. „Weshalb ist denn dein Korb so schwer?“ fragte Kim Sartebus. „Ich würde ihn gerne für dich tragen. Schließlich bin ich jung und stark, und du bist müde.“ „Nein, den kannst du nicht für mich tragen“, antwortete der alte Mann. „Den muss ich ganz alleine tragen.“ Dann fügte er hinzu: „Eines Tages wirst du deine eigenen Wege gehen und einen Korb tragen, der genauso schwer ist wie dieser hier.“
Viele Tage und Wege gingen Kim und der alte Mann viele Meilen zusammen. Und obwohl Kim dem alten Sartebus viele Fragen darüber, warum Menschen sich so plagen müssen, stellte, bekam er keine Antworten. So sehr er sich auch bemühte, er konnte nicht herausfinden, was für ein schwerer Schatz sich wohl in dem Korb befand, den der alte Mann mit sich führte.

Spät in der Nacht, am Ende ihrer langen Tagesreise lag Kim manchmal still da und tat so, als schliefe er. Er lauschte dem alten Mann, der im flackernden Licht des kleinen Feuers in seinem Korb kramte und leise mit sich selbst redete. Doch am nächsten Morgen sagte er, wie immer, kein Wort.

Erst als Sartebus nicht mehr weitergehen konnte und sich ein letztes Mal zur Ruhe legte, erzählte er dem jungen Kim sein Geheimnis. Während der letzten gemeinsamen Stunden gab er Kim nicht nur die Antwort darauf, was es mit dem Korb auf sich hatte, sondern auch, warum die Menschen sich so plagen.

„In diesem Korb“, sagte Sartebus, „sind all die Dinge, die ich von mir selbst glaubte und die nicht stimmten. Es sind die Steine, die meine Reise erschwerten. Auf meinem Rücken habe ich die Last jedes Kieselsteines des Zweifels, jedes Sandkorns der Unsicherheit und jedes Mühlsteines des Irrweges getragen, die ich im Laufe meines Lebens gesammelt habe. Ohne sie hätte ich so viel weiter gehen können. Ich hätte die Träume verwirklichen können, die ich mir so oft ausgemalt habe. Aber mit Ihnen bin ich hier am Ende meiner Reise angelangt“.

Ohne die geflochtenen Kordeln zu öffnen, mit denen der Korb an ihm festgebunden war, schloss der alte Mann die Augen und schlief ruhig zum letzten Mal ein.

Bevor Kim in jener Nacht selbst schlafen ging, löste er jede der Kordeln, die den Korb an den alten Mann banden und stellte den Korb vorsichtig auf den Boden. Danach löste er genauso vorsichtig die Lederriemen, die den geflochtenen Deckel festgehalten hatten, und öffnete den Korb. Vielleicht, weil er nach einer Antwort auf seine Frage gesucht hatte, war er überhaupt nicht erstaunt darüber, was er in dem Korb vorfand. Der Korb, der den alten Sartebus so lange niedergedrückt hatte, war leer.

Und was tragen Sie mit sich herum?

Ist es nicht so, dass wir alle, wie Sartebus, Gedanken, Erwartungen und Vorstellungen mit uns herumtragen, deren Gewicht uns belastet und die uns daran hindern, viele der Möglichkeiten zu ergreifen, die das Leben für uns bereithält?

Wie aber können wir herausfinden, was in unserem Korb ist? Wie sieht das Gewicht aus, das uns niederdrückt? Welche Beschränkungen bezüglich unserer Person und der Fähigkeiten existieren nur in unserer Vorstellung, nicht aber in der Realität?

Sartebus wusste leider nicht, dass er die Mühlsteine, die nur in seiner Vorstellung existierten, wegwerfen konnte. Wir haben nämlich die Kontrolle darüber, was wir denken – zu 100 %. Wir bestimmen, welche Gedanken und Sorgen sich bei uns festsetzen und uns negativ beeinflussen. Wenn wir niedergeschlagen sind und uns im Leben schwer tun, dann aufgrund der Last unserer negativen Gedanken. Sie gilt es über Bord zu werfen, ehe sie uns – durch ihr Gewicht – weiter mit sich nach unten ziehen und wir mit ihnen untergehen.

Marita Schroeder – The Future Force

 

Lese die folgenden Gedanken, sie können für dein Leben nützlich sein

Wenn dir jemand eine Frage stellt, die du nicht beantworten willst, lächle und antworte ihm: „Warum willst du das wissen?“
Erinnere dich an deine große Liebe und an deinen größten Erfolg –
Beziehe dabei auch die größten Gefahren mit ein.
Wenn du verlierst, dann lerne daraus.

Erinnere dich an diese 3 Sätze:
– Respektiere dich selbst
– Respektiere andere
– Übernehme die Verantwortung für all das, was du tust und auch
für das, was Du nicht tust.

Lass eine große Freundschaft nicht durch ein kleines Missverständnis zerstören.
Wenn du meinst, einen Fehler gemacht zu haben, dann korrigiere ihn sofort wieder.
Lache, wenn du telefonierst. Dein Gegenüber wird es an deiner Stimme erkennen.
Lese zwischen den Zeilen…
Erinnere dich daran, dass du manchmal nicht das bekommst, was du möchtest – Du kannst trotzdem glücklich sein.
Mach dich nicht über die Träume eines anderen lustig.
Liebe tief und leidenschaftlich. Es kann sein, dass dir dabei weh getan wird, aber es ist der einzige Weg, dein Leben vollständig zu leben.
Spreche langsam aber denke schnell.
Gebe den Menschen mehr, als sie erwarten.
Wenn du sagst: „Ich liebe dich“, dann meine es auch so.
Wenn du „Entschuldigung“ sagst, dann schaue in die Augen des anderen.

Marita Schroeder – The Future Force

Nimm dir Zeit, um die Botschaft zu lesen

Es war einmal ein Junge mit einem sehr schwierigen Charakter. Sein Vater gab ihm einen Beutel voll mit Nägeln und bat ihn, jedes Mal dann einen Nagel in den Gartenzaun zu schlagen, wenn er seine Geduld verliert und/oder mit jemandem in Streit geraten ist.

Am ersten Tag schlug der Junge 37 Nägel in den Gartenzaun. In den folgenden Wochen lernte der Junge, sich zu beherrschen und die Zahl der Nägel, die er in den Zaun schlug, wurde immer weniger. Der Junge merkte, dass es einfacher ist, sich zu beherrschen, als Nägel in den Zaun zu hämmern.
Schließlich kommt der Tag, an dem der Junge keinen Nagel in den Gartenzaun schlägt. Er geht zu seinem Vater und erklärt ihm, dass er heute keinen Nagel in den Gartenzaun geschlagen hat.
Da sagte der Vater zu ihm, er soll jeden Tag wieder einen Nagel aus dem Zaun entfernen, an dem er sein Temperament erfolgreich unter Kontrolle halten kann.
Viele Tage vergingen, bis der Junge seinem Vater erzählen kann, dass er alle Nägel aus dem Zaun gezogen hat.

Der Vater geht mit seinem Sohn zu dem Zaun und erklärt ihm:
„Mein Sohn, du hast dich in letzter Zeit gut benommen, aber schau, wie viele Löcher du in dem Zaun hinterlassen hast.“
Es wird nie mehr das gleiche sein. Jedes Mal, wenn du Streit mit jemandem hast und ihn beleidigst, bleiben Wunden wie diese Löcher im Zaun.
Ganz egal, wie oft du dich entschuldigst, die Wunde wird bleiben.
Eine Wunde, die du durch Worte erzeugst, tut genau so weh, wie eine körperliche Wunde.
Freunde sind wie Juwelen. Sie machen dich glücklich und unterstützen dich.
Sie sind bereit, dir zuzuhören, wann immer du sie brauchst. Sie stehen hinter dir und öffnen dir ihr Herz.

Zeig deinen Freunden, wie sehr du sie magst…

Marita Schroeder – The Future Force

Zwei Wölfe im Herzen

Ein alter Indianer saß mit seinem Enkelsohn am Lagerfeuer.

Es war schon dunkel geworden und das Feuer knackte, während
die Flammen in den Himmel züngelten.Der Alte sagte nach einer Weile des Schweigens:

„Weißt du, wie ich mich manchmal fühle? Es ist, als ob da zwei Wölfe in meinem Herzen miteinander kämpfen würden. Einer der beiden ist rachsüchtig, aggressiv und grausam. Der andere hingegen ist liebevoll,
sanft und mitfühlend.“
„Welcher der beiden wird den Kampf um dein Herz gewinnen?“ fragte der Junge.
„Der Wolf, den ich füttere.“ antwortete der Alte.