Archiv für den Monat: September 2018

Die Dämonen der Vergangenheit bewältigen.

Der Pfad des friedvollen Kriegers

Deine wichtigsten Kämpfe mit der Angst führen nicht in der Außenwelt statt, sondern in deinem eigenen Inneren – in
den Abgründen deiner Psyche, auf dem Kampfplatz des seelischen Überlebens und düsterer Schreckensphantasien, wo die Angst ständig ihre Gestalt wechselt und die verschiedensten Formen an nimmt: Selbstzweifel, Unsicherheit, mangelndes Selbstvertrauen, Schüchternheit, Hemmungen – eine Scheu davor, dich durchzusetzen, dich auszudrücken oder auch nur du selbst zu sein.

Doch deinen Ängsten kannst du am besten durch Handeln mit ganz speziellen Übungen gegenübertreten – Dinge die du tun kannst. Eine einzige mutige Handlung zieht andere nach sich. Solche Augenblicke – solche kleinen Entscheidungen – prägen dein Leben und inspirieren andere  Menschen dazu, dir nachzueifern.

Du kannst Angst nicht unter Kontrolle bringen, indem du dich zwingst dich nicht zu fürchten. Diesen Feind kannst du nur besiegen, indem du ihn zu deinem Diener und Ratgeber machst und ihn niemals  dein Meister werden lässt. Angst kann dir nie deine Macht nehmen; die Gefahr besteht vielmehr, dass du ihr deine Macht kampflos überlässt. Je besser du deine Angst verstehst, um so mehr Macht gewinnst du über sie. Wenn dein Bewusstsein in deine Angst eindringt, trifft es sie mitten ins Mark und beginnt sie von innen her aufzulösen.

Ralph Waldo Emerson hat einmal geschrieben: „Tue, wovor du Angst hast und deine Angst wird sterben.“ Weise Worte aber ich glaube völlig falsch. Die Angst stirbt niemals, vielleicht verschwindet sie nicht einmal. Und wenn sie doch verschwinden sollte, so kann sie jederzeit wieder auferstehen und dir an der nächsten Straßenecke hämisch entgegen grinsen.
Deine Aufgabe besteht darin, nicht auf den Tod deiner Angst zu warten, sondern ihr die Stirn zu bieten, so lange du lebst!

“Ich glaube, dass jedes einzelne Ereignis
im Leben
eine Gelegenheit darstellt
Liebe anstatt Angst zu wählen.”
– Oprah Winfrey

                                                    

– Marita Schroeder – The Future Force

Brainstorming für eine Person

von Vera F. Birkenbihl

Dieser Mechanismus nutzt die Tatsache, dass unser Gehirn ständig Assoziationen herstellt, weil es eine neue (oder gerade aktuelle) Information mit Bekanntem verknüpft. Wenn Sie Ihre Kreativität steigern wollen, dann wollen Sie mehr rechtshirnige Assoziationen produzieren. Dazu müssen Sie das linke Hirn regelrecht überlisten! Die folgende Drei-Schritt-Methode hilft dabei.

Schritt 1: Sie suchen erste Ideen
Sie haben einen Stapel Kärtchen, z.B. Mini-Karteikarten, vor sich. Nun notieren Sie spontan
Ihre ersten Einfälle, aber schreiben Sie jedes Stichwort auf ein neues Kärtchen – so lange, bis Ihnen nichts mehr einfällt! Das können neun Karten oder 30 sein, es ist egal. Nun liegt der Witz einer kreativen Assoziation doch genau darin, dass man Aspekte miteinander verbindet, die normalerweise nicht verbunden worden wären, wenn Sie logisch (linkshirnig, rational) weitergedacht hätten.

Schritt 2: Sie verändern die Reihenfolge
Jetzt mischen Sie die Karten kräftig durcheinander, wodurch die ursprüngliche Reihenfolge
verändert wird.

Schritt 3: Sie assoziieren erneut
Nun legen Sie den Stoß wieder vor sich hin, daneben ein großes Blatt Papier, und nun nehmen Sie je zwei Kärtchen, blicken auf die beiden Stichworte und schreiben auf das Papier, so spontan wie möglich, was Ihnen zu dieser Verbindung jener zwei Begriffe einfällt!
Dabei können ganz verrückte Sachen herauskommen! Natürlich gilt die Grundregel des echten Brainstormings (in der Gruppe) hier auch: Sie dürfen nichts zensieren! Sie dürfen nichts zurückhalten, was Ihnen einfällt. Auch wenn Ihr logisch denkender Herr Links vor Abscheu aufschreit! Frau Rechts kann sich nicht frei entfalten, wenn Herr Links bei einzelnen Ideen gleich meckert! Killer-Phrasen, wie „Das geht doch nie!“ oder „Das ist ja absurd!“ oder „Das haben wir schon immer anders gemacht!“ usw., müssen in dem Monolog in Ihrem Kopf genauso vermieden werden wie in der echten Diskussion bei Gruppen-Arbeit.

Diese Technik hat Vera F. Birkenbihl bereits 1969 zum ersten Mal unter dem Titel: Brainstorming for One, Phil.Lit. Nr. 3, USA, veröffentlicht.

– Marita Schroeder – The Future Force