Archiv für den Monat: Februar 2016

Der Seelenplan – alles ist göttlich geführt

Dualseelenverbindungen – etwas ganz besonderes

„Dualseelen finden zueinander, um die größte und schönste Liebe aller Zeiten zu erfahren.
Sie ist wohl die innigste und intensivste Form der Seelenverbindung, die wir kennen,
und kann uns in die höchsten Höhen schwingen, uns die größten Glücksgefühle
und wundervollsten Momente bescheren, als auch – in unerlöster Form –
in die tiefsten Tiefen mitreißen und uns das Leben fast unerträglich machen.
Der Grund dafür ist, dass wir mit dieser reinsten Form
der Liebe meist noch nicht richtig umgehen können und
mit unseren noch nicht entwickelten Seelenanteilen,
unseren Blockaden und Ängsten konfrontiert.“ – Ricarda Sagehorn

Das wirklich besondere und einmalige an Dualseelenbeziehungen ist, dass diese beiden Menschen so gegensätzlich und doch wieder so gleich sind. Rein oberflächlich betrachtet, haben diese beiden wenig gemeinsam und das spüren sie auch bald. Aber genau diese Andersartigkeit des Partners zieht sie magisch an, genau diese Unterschiede machen den Partner attraktiv und liebenswert. Und genau in dieser Spannbreite ihrer Unterschiedlichkeit ist sehr viel Raum für Entwicklung. Dies betrifft bei Dualseelen vor allem ihre Gefühls- und Gedankenwelt. Sie reagieren meist sehr unterschiedlich auf bestimmte Situationen und Gegebenheiten. Auch in ihren Charakterzügen könnten sie unterschiedlicher nicht sein – der eine ruhig, der andere lebhaft, der eine impulsiv, der andere eher zurückhaltend, usw. Diese Unterschiede variieren von Paar zu Paar und können auch unterschiedlich stark ausgeprägt sein.

Manche Dualseelenpaare bemerken ihre Unterschiede kaum, während andere an ihrer Unterschiedlichkeit fast verzweifeln. Jedoch genau diese Differenzen sind der Weg der beiden zueinander. Gemeinsam bilden Dualseelen ein größeres Ganzes ihres Selbst und erschaffen damit ein vollkommenes Seelenspektrum.

„Die Begegnung mit dem Seelenpartner ist für unsere
geistig-spirituelle Entwicklung 
von großer Bedeutung.“
– Sri Kaleshwar

Zwei die eins sind
Sie gehören zusammen, ergeben ein großes Ganzes und sind doch jedes für sich vollkommen. So wie heiß und kalt die gegensätzlichen Ausprägungen von Temperatur sind, genauso verhält es sich auch bei Dualseelen, die gegensätzliche Aspekte einer Seelenessenz sind.  Es ist eine absolut einmalige und besondere Liebe zwischen Dualseelen, die das eigene Leben von Grund auf verändern wird.
Die energetische Verbindung zwischen Dualseelen
Die Verbindung zwischen Dualseelenpaare ist ihre tiefe und immer währende Liebe zueinander. Dualseelen fühlen ihre Liebe füreinander meist in ihrem gesamten Energiefeld. In den Chakren ebenso wie in ihrem physischen Körper. Die Dualseelenliebe strebt danach, sich auf allen Ebenen des Seins auszudrücken: geistig, seelisch und körperlich. Wenn sich Dualseelenpartner begegnen, die ihre Liebe auch körperlich ausdrücken können, dann werden sie dies auch tun. Die Sexualität zwischen Seelenpartnern ist sehr intensiv und erfüllend – nicht vergleichbar mit anderen Sexualpartnern.

Zwei Sonnen im Universum

Dualseelen sind ewige Gefährten.
Dualseelen wurden füreinander geschaffen.
Dualseelen sind zwei, die gemeinsam ein größeres ihres Selbst sind.
Dualseelen gehören zueinander.
Dualseelen wurden niemals getrennt, da sie nie EINS waren. Sie waren schon immer zwei, die sich gegenseitig erfüllen und zur Entfaltung bringen.
Dualseelen bedingen einander – wie Nord- und Südpol – jeder ist für sich vollständig und komplett, braucht aber den anderen als Gegensatz.
Die Dualseele ist unsere gegensätzliche Ergänzung/Entsprechung.
Dualseelen komplettieren einander auf eine spezielle Weise, die sie gemeinsam größer werden lässt.
Die Sehnsucht zwischen Dualseelen stellt keinen Mangel dar. Sie wissen um ihre Einheit.
Dualseelen lieben sich bedingungslos.
Dualseelen haben die Gabe sich gegenseitig zu heilen.
Der feinstoffliche Kontakt zwischen Dualseelen ist primär empathischer Natur.
Telepathie ist je nach realem Kontakt mal mehr und mal weniger ausgeprägt.

„Liebe ist die stärkste Heilkraft auf der Welt. Nichts geht tiefer als Liebe.
Sie heilt nicht nur den Körper, nicht nur den Geist, sondern auch die Seele.
Wenn jemand in der Lage ist, wahrhaftig zu lieben,
werden all seine Wunden vergehen.“
– Osho

Göttliche Erkenntnis

  • Was der eine nicht schafft, erledigt der andere ohne Worte.
  • Da ist kein „Haben-Wollen“ mit im Spiel oder das Gefühl, dass der andere dir gehört. Du freust dich für deine Dualseele, dass sie glücklich ist.
  • Es geht nicht um dein eigenes Glück. Du bist glücklich, wenn der Mensch, der deine Dualseele ist, glücklich ist.
  • Du erlebst im Traum oder in lebendigen Visionen, dass dein Erkennen richtig ist.
  • Freude und Glückseligkeit sind immer Gefühle, die auch im Traum oder in Visionen auftauchen.
  • Du erhältst Visionen oder Träume, in denen du dich mit deiner Dualseele als eins siehst und fühlst, so, als ob eure Körper ineinander übergehen und verschmelzen (obwohl menschliche Körper das nicht können).
  • Im Umgang miteinander unterstützt ihr euch gegenseitig in der persönlichen Entwicklung und seid füreinander da, ohne Vorbehalte und das Gefühl, etwas aufrechnen zu müssen.
  • Ihr seid im Umgang miteinander autonom und frei. Ihr agiert frei und selbstständig, ohne Erwartungen, dass der andere ein Mangelgefühl von euch kompensieren soll. Du übernimmst die Verantwortung für dich selbst.
  • Deine Herzens- und Seelenverbundenheit ist so tief wie bei niemandem sonst.
  • Wenn ihr miteinander zu tun habt oder sprecht, ist alles leicht und fließend, es gibt ein harmonisches Miteinander, ein tiefes Verständnis und gegenseitiges Verstehen.
  • Es findet mit dem Erkennen der Dualseele für dich etwas Wunderbares statt, eine seelische, spirituelle Weiterentwicklung in rasantem Tempo. Alles geschieht mühelos in Freude und Liebe.

„Es gibt eine Liebe, die über jede Liebe erhaben ist, die Leben überdauert.
Zwei Seelen aus einer entstanden.
Vereinigt wie zwei Flammen. Identisch – und doch getrennt.
Manchmal zusammen, durch Gefühl und Verlangen verschweißt.
Manchmal getrennt, um zu lernen und zu wachsen.
Aber einander immer wieder findend. In anderen Zeiten, an anderen Orten.
Wieder und wieder.“

– Überlieferung aus dem 6.Jhd. vom japanischen Patriarchen Tatsuya


Quellennachweis: Ruzischka, 2013, Sagehorn & Mroseck, 2012

 

 

 

Die Freiheit zu lieben

Du kannst einem Menschen nicht deine Liebe auferlegen, dessen Seele noch nicht so weit ist, dessen Schmerz noch nicht geheilt ist. Du hilfst ihm, indem du da bist, indem du ihm Freiheit schenkst und die Möglichkeit sich selber zu tragen, zu wachsen, seine Liebe hin zu sich selbst zu entdecken. Du wirst dich an einer Blüte erfreuen, die sich durch die Wärme der Sonne öffnet die niemand außer dieser Kraft gewaltsam wird öffnen können. Siehe, ruhe in dir Selbst, schenke Geduld und erfreue dich an all dem, was in dir Selbst erblüht ist.

Es braucht Mut, einmal ganz schutzlos zu sein.
Die Rüstung abzulegen, die Maske fallen zu lassen. Wie lange möchte man leben,
in einem selbstgebauten „Gefängnis?“ Wie lange kann man die Sehnsucht
ignorieren, nach wirklicher Nähe und Berührung, nach reiner Liebe?

Diese Scheißangst ist absurd und zerstörerisch, aber sie ist da und man muss lernen,
sich nicht davon bestimmen zu lassen. Und wenn das gelingt, wenn das Herz offen ist,
dann fühlt man sich richtig schön und gut.

Wenn du jemand liebst, wenn du wirklich tief für jemand empfindest, so, dass dir das Herz übergeht von goldenem Licht, und du im Kern deiner Seele weißt, du willst diesen Menschen einfach lieben, um der Liebe willen, dann tue es. Lass dich auf eine solche Sache total ein!

„Willst Du dein Leben verändern, verändere Dich.“

Dein Verstand wird dir viele Lügen, Ängste, Zweifel und vermeintliche Hindernisse schaffen, die dich davon abhalten möchten, diese Liebe voll und total zuzulassen. Das liegt in der Natur der Sache, denn du hast schon vieles erlebt, hast zahlreiche schmerzhafte, lieblose Erfahrungen machen dürfen. Deshalb möchte dich dein Verstand, der ein Diener des Egos ist, hindern. Er glaubt, Liebe sei mit Schmerz und Leid verbunden, weil es schon einmal so war. Deshalb möchte er dich von der Liebe fernhalten, damit du weiterhin lieblose Erfahrungen machst, denn der Verstand und das Ego kennen keine Liebe. Nur im Herzen kann Liebe sein. Das Herz kennt keine Angst, keinen Zweifel, keine Lüge und keinen logischen Grund für Liebe. Der Verstand kann das Herz verschließen, es für viele Jahre oder sogar für den Rest deines Lebens versiegeln. Ein verschlossenes Herz ist der Grund für zahlreiches Unglück auf der Erfahrungsebene. Ein Herz, dessen Türe verschlossen ist, wird letztlich zu einem kranken Herzen. Erst, wenn es wieder offen für Liebe ist, fühlst du Glück. Erst, wenn das Herz weit offen steht, findet Heilung statt. Wenn du also einen Menschen wirklich lieben möchtest, dann lass diese Liebe ungehindert und frei strömen und deinen Verstand schweigen.

„Sicherheit – Bye bye, lass mich bloß in Ruh!“

Liebe bedeutet, dich auf die Reise zu machen!
Liebe bedeutet zu entdecken, was du noch nicht kennst!
Liebe bedeutet die Freiheit zu entdecken, wieder frei zu legen!
Die Liebe stirbt, sie erstickt wenn sie dazu benutzt wird,
ein Gefängnis der Sicherheit zu erzeugen!
Die Liebe verabschiedet sich, wenn wir nicht erkennen,
dass sie diese Gefängnismauern nicht ertragen kann,
die aber in ihrem Namen viel zu oft errichtet wurden.
All diese Mauern werden jetzt gesprengt, auf dem Weg zur wahren,
echten, wahrhaftigen Liebe!

Dear beautiful soul,
If you are reading this…it simply means that you are loved…
This is just a little reminder to your soul to always remember this.
YOU truly are LOVED and appreciated for all that you do in this world.
LOVE you dear friend, thank you for being YOU.
Yours sincerely and with gratitude

– The Universe

– Marita Schroeder – The Future Force

© 2016 text by Marita Schroeder

In unseren Herzen beginnen alle Wege

Alle Wege haben in unserem Herzen ihren Anfang und ihr Ende.
Dort lauscht die Seele auf den Gesang der Sterne und ist auf der Suche nach dem, dass nur ihr bekannt ist. Die Sterne leuchten, Jahrtausende ziehen sie dahin auf ihren festen Bahnen
Unsere Blicke sehen nicht das Chaos, nein sie sehen das Funkeln dessen tiefe Schönheit uns mit seiner Geborgenheit berührt und in uns die Sehnsucht nach Zweisamkeit und Liebe weckt.

An diesem Schmelzpunkt treffen sich alle Seelen. Hier formen wir die Zukunft, schaffen die Realität und verbinden uns mit allen Geschöpfen, jedem Baum und jeder Blume jeden Fluss und jeden Ozean dieser Welt. Bei dem wonach die Seele hier lauscht kommt es nicht darauf an ob du Geld hast, erfolgreich bist oder wie du dich kleidest. Hier zählt nicht wie viele Facebook Freunde du hast, wie deine Vergangenheit war oder welche Träume du hast.
Was an diesem Ort der Unendlichkeit sichtbar wird ist wie es dir gelingt Liebe und Weisheit zum großen Ganzen zurückzubringen.
Was die Herzen hier bewegt ist die Frage, ob durch dein Sein das Leben eines anderen Menschen leichter wird.
Schließ die Augen und genieß diesen Augenblick. Er zeigt dir das Paradies dieser Welt und lässt dich allen Kummer und Sorgen vergessen.
Quelle: Unbekannt

„Die Liebe ist die Lösung aller Probleme.
Die Liebe ist der Schlüssel zu allen Türen der menschlichen Seele.
Die Liebe ist die Kraft aller schöpferischen Kräfte in der Natur.
Die Liebe ist eine Wissenschaft, die man noch nicht genügend erforscht hat.
Derjenige, der weiß und lieben kann, der ist mächtig.“
– Omraam Mikhael Aivanhov

 

– Marita Schroeder – The Future Force

2016 text by Marita Schroeder

Begegnungen ღﻬஐﻬღ

Das Leben geht oft seltsame Wege.
Da gibt es Menschen, die berühren.
Sie brauchen nichts dafür zu tun.
Auf Seelen-Ebene erkennen sie sich.
Es sind keine Worte von Nöten.
Alles ist vertraut.
Und jeder würde einfach alles geben,
den anderen glücklich zu machen.
Ohne Bedingungen.
Ohne Erwartungen.
Aus reiner Freude und Nächstenliebe.
Dies sind Erfahrungen, die das Leben
absolut lebenswert machen.
Es spielt keine Rolle, wo auf der Welt
oder durch wen oder was  die Begegnung stattfindet.
Es passiert einfach, wenn die Anziehung da
und der Mensch bereit ist.
Der Sender sendet, ohne dass es ihm bewusst ist.
Der Empfänger empfängt die Schwingung.
Nimmt sie in sich auf.
Ist berührt
– und kann nicht widerstehen.
Wie Manna kommt es
aus dem Himmel.
Das ist Schönheit.

In Zeiten großer Veränderungen,
die jetzt stattfinden, stehen die Antennen auf Empfang
für den, der bereit ist, es zuzulassen und
sich hinzugeben.
Viele verspüren jetzt den Wunsch, die ausgetretenen Pfade
zu verlassen und sich ihrer Aufgabe zu widmen,
die sie für sich erkannt und angenommen haben
und für die sie hierhergekommen sind.
Sie dulden kein Wenn und Aber mehr
des Kontrolleurs und Saboteurs
in sich, der es vereiteln WILL.
Ergreifen die Chance und handeln.
Es stellt sich nicht mehr die Frage nach Sicherheit.
Sie lassen sich ein auf ihr Herzgefühl
– bedingungslos.

Es zeigt ihnen den Weg der Liebe im Vertrauen auf ihre bessere Welt.
Wo Frieden ist und Miteinander.
Verständigung findet statt im Austausch, im Zuhören,
– nicht im Besserwissen.
Jeder akzeptiert die Einzigartigkeit des anderen.
Wie zu Zeiten der Indianer, die friedlich am Lagerfeuer saßen
und fasziniert den Geschichten jedes einzelnen lauschten,
– kommentarlos.

Diese Zeit ist jetzt.

Hörst Du die Botschaft, die leise in Dir erklingt?
Berührt es Dich, kennst Du die Sehnsucht
Deiner Seele. Sie will nach Haus. So öffne Dich
und lausche
achtsam
dem Wind,
der dies Lied
zu Dir bringt.

– Christine Selina Gutekunst 

Das Drehbuch deines Lebens

„Ich hab aufgehört die Scheiße schön zu reden, glaub mir.“

Wenn Du Angst davor hast, das Leben könne wirklich gut und schön sein, so schaffst
Du Probleme.

Stelle dir vor, Du müssest das Drehbuch für deine eigene Lebensgeschichte schreiben, Du wärest derjenige, der letztendlich verantwortlich ist für den Gang, den dein Leben nimmt. Beschäftige dich mit deinen wirklichen Problemen. Du bist es, der deine eigenen Probleme schafft. Je länger Du dich festklammerst, um so mehr verlierst Du. Kannst Du erklären, warum Du dir selbst Steine in den Weg legst? Weshalb eigentlich lenkst Du selbst so viele Probleme auf dich?
Eine der Hauptgründe, der Menschen dazu bewegt, Probleme zu schaffen, ist ihre Angst zu empfangen. Sie fürchten, nicht würdig zu sein für das, was auf sie zukäme, oder dass sie dem, was sie dann empfangen könnten, nicht gewachsen wären.

„Schau hinauf, einer der Sterne da leuchtet nur für Dich.“

Betrachte alle die Probleme, die dich beschäftigen. Gehe davon aus, dass Du selbst sie geschaffen hast; auf der Ebene des Unterbewussten ist das sicher der Fall. Sie alle sind deine Probleme. Stelle dir vor, dass Furcht das Zentrum besetzt hält, Furcht, die entscheidende Triebkraft hinter jedem Problem. Denke sorgfältig über dein Problem nach, bis deine Furcht aufzusteigen beginnt. Spüre ihr von diesem Moment an nach, halte ihr stand, bis sie verschwindet.

Alle Belastungen, alle Sorgen, alles, was dich bedrängt hat, kannst Du jetzt vergessen. Spüre die Liebe, die dich mit Gott verbindet. Du kannst diese Kraft spüren, die dich umgibt. Du kannst diese Liebe spüren, die dich durchdringt. Fülle dich bewusst mit Liebe und Energie.
Spüre, dass du einen sicheren Platz gefunden hast, ein Zuhause. Du musst nichts tun, Du musst nirgendwo hingehen, es gibt nur dich, dem all diese Liebe zufließt.

Wir müssen manchmal fallen, damit wir merken,
dass wir Flügel haben.
Mit den Flügeln ist das Vertrauen gemeint,
das Vertrauen in das eigene Leben, dass alles,
was uns widerfährt, einen Sinn hat.
Und diejenigen von uns, die am tiefsten fallen,
haben die stärksten Flügel.

– Afschin Kamrani


– Marita Schroeder – 
The Future Force

2016 text by Marita Schroeder

Feldzug der Liebe

„Wir beide gegen den Rest der Welt.“

Eine Partnerschaft zwischen Mann und Frau setzt positive schöpferische Kräfte
in beiden Partnern frei.

Wenn wir uns in einer wahren Seelen-Partnerschaft mit jemandem zusammenschließen und uns ihm eng verbunden fühlen, bringen wir eine Art elektrischer Ladung oder elektrischer Energieströme in die Beziehung ein, die in der Folge durch neue Fähigkeiten und Talente und Chancen bereichert wird.

Wenn Du über das Stadium der inneren Kämpfe bist und die „Todeszone“ hinter dir gelassen hast, dann betrittst Du ein Gebiet, in dem dir und deinem Seelen-Partner zunehmend besondere Fähigkeiten zuwachsen, in dem ihr unablässig neue und stärkere visionäre Kräfte erhaltet. Das ist die Entwicklungsstufe in einer Beziehung, die wir Co-Kreativität, gemeinsame Kreativität, nennen. Diese schöpferischen Kräfte, deren größte Triebfeder die Liebe ist, eröffnet dir und deinem Partner Gebiete der Erfüllung und der größeren Befriedigung. Liebe und Kreativität führen zum Glück.

Verbringe jetzt die Zeit damit, in dem Du über einen „Feldzug der Liebe“ nachdenkst. Fühle die Verbindung der Liebe, die Du für diesen Seelen-Partner empfindest. Trotz der Trümmer und Ruinen, die den Weg versperren, sind Liebe und das Gefühl der Verbundenheit spürbar. Und das ist es, was in der Beziehung und im Leben wichtig ist. Je mehr Du Verbindung spürst, um so mehr öffnet sich dein Herz, um so mehr öffnet sich deine Beziehung, um so mehr wird sie erreicht von Fülle, Glück, Liebe und all den guten und schönen Dingen im Leben.

Begegnung

Es gibt Menschen, die bringen unsere Liebe hervor, von der wir nicht einmal wussten. Es gibt Menschen, die bringen unsere alten Wunden hervor, von denen wir dachten
sie seien längst geschlossen.
Es gibt Begegnungen, die unser ganzes Leben verändern.
Tiefe Begegnungen, so lieblich oder schmerzvoll sie sind, sind ein Geschenk.

Der Himmel auf Erden

Öffne oder verschließe dich?
Die Liebe findet dich immer.
Die Liebe lässt nicht locker bis sie dich gefunden hat.
Mehr als der der dich liebt ist die Liebe an dir interessiert.
Mehr als der der in dich verliebt ist sehnt die Liebe sich nach dir.
Sie gibt nicht eher auf als bis du dich ihr hingibst,
als bis du in ihren Armen ruhst.
– Safi Nidiaye

Vergessen Sie einmal alles, was Sie in Ihrem bisherigen Leben gelernt haben.
Dies ist der Beginn eines neuen Verständnisses, eines neuen Traumes.
Der Traum, den Sie gegenwärtig leben, ist Ihre Schöpfung. Er stellt Ihre Wahrnehmung der Realität dar, die Sie jederzeit ändern können. Sie haben die Macht, eine Hölle zu kreieren, und Sie haben die Macht, einen Himmel auf Erden zu schaffen. Warum träumen Sie nicht einfach einen anderen Traum? Warum benutzen Sie nicht Ihren Verstand, Ihre Vorstellungskraft und Ihre Emotionen, um das Paradies zu schaffen?

Fangen Sie an, einfach Ihre Vorstellungskraft zu benutzen, und ungeheure Dinge werden passieren. Stellen Sie sich vor, Sie haben die Fähigkeit, die Welt mit anderen Augen zu sehen, wann immer Sie wollen. Jedes Mal, wenn Sie Ihre Augen öffnen, sehen Sie die Welt um Sie herum auf eine andere Art.

Schließen Sie jetzt Ihre Augen, und dann öffnen Sie sie und schauen nach draußen.

Was Sie sehen werden, ist Liebe, wie sie aus den Bäumen strömt; Liebe, die aus dem Himmel lacht; Liebe, die aus dem Licht strahlt. Sie werden überall in Ihrer Umgebung Liebe wahrnehmen. Dies ist der Zustand der Glückseligkeit. Sie empfangen Liebe direkt von allem und jedem, einschließlich Ihrem eigenen Selbst und anderen Menschen. Selbst wenn Menschen traurig oder wütend sind, können Sie sehen, dass sie neben diesen Gefühlen auch Liebe aussenden. Indem Sie Ihre Imagination und Ihre neuen Augen der Wahrnehmung benutzen, bitte ich Sie, sich selbst zu sehen, wie Sie ein neues Leben beginnen, einen neuen Traum; ein Leben, in dem Sie Ihre Existenz nicht mehr rechtfertigen müssen und in dem Sie frei sind, der zu sein, der Sie wirklich sind.

Stellen Sie sich vor, dass Sie die Erlaubnis haben, glücklich zu sein und Ihr Leben wirklich zu genießen. Ihr Dasein ist frei von Konflikten mit sich selbst und anderen.

Stellen Sie sich vor, ohne Angst davor zu leben, Ihre Träume zu realisieren. Sie wissen, was Sie wollen und was nicht, und wann Sie es wollen. Sie sind frei, Ihr Leben so zu ändern, wie Sie es wirklich wollen. Sie haben keine Angst, um das zu bitten, was Sie brauchen; Ja oder Nein zu sagen zu allem und jedem, wenn Ihnen danach zumute ist.

Stellen Sie sich vor, ein Leben zu führen ohne die Angst, von anderen verurteilt zu werden. Sie richten.

„Riskiere alles um glücklich zu sein, denn nichts ist wertvoller
als Glückseligkeit.
Lass dies das einzige Ziel im Leben sein.
Alles andere ist zweitrangig, unbedeutend.“

Ihr Verhalten nicht länger danach aus, was andere über Sie denken könnten. Sie sind nicht mehr länger für die Meinungen anderer Leute verantwortlich. Sie verspüren kein Bedürfnis mehr, andere zu kontrollieren, und gleichzeitig werden Sie von niemandem kontrolliert.

Stellen Sie sich vor, ein Leben zu leben, in dem Sie niemanden mehr verurteilen. Sie können anderen leicht vergeben und jegliche Urteile loslassen, die Sie haben. Es ist Ihnen kein Bedürfnis, im Recht zu sein, und Sie brauchen es nicht, dass ein anderer im Unrecht ist. Sie haben Respekt vor sich selbst und anderen Menschen, und werden im Gegenzug von den anderen mit Respekt behandelt.

Stellen Sie sich vor, ohne die Angst zu leben, jemanden zu lieben, der diese Liebe vielleicht nicht erwidert. Sie fürchten sich nicht mehr länger vor Ablehnung, und Sie haben kein Bedürfnis, akzeptiert zu werden. Sie können ohne Scham oder Rechtfertigungsversuche sagen, »Ich liebe dich«. Sie können mit einem völlig offenen Herzen durch die Welt gehen ohne Angst davor, verletzt zu werden.

Stellen Sie sich vor, Sie leben Ihr Leben ohne Angst davor, ein Risiko einzugehen und das Leben zu erforschen. Sie haben keine Angst, etwas zu verlieren. Sie haben keine Angst, lebendig zu sein, und Sie fürchten sich nicht vor dem Tod.

Stellen Sie sich vor, dass Sie sich selbst so lieben, wie Sie sind. Sie lieben Ihren Körper genauso, wie er ist, und Sie lieben Ihre Gefühle genauso, wie sie sind. Sie wissen, dass Sie perfekt sind, so wie Sie sind.

Der Grund, warum ich Sie auffordere, sich diese Dinge vorzustellen, ist der, dass sie alle absolut möglich sind! Sie können im Zustand der Gnade leben, im Zustand der Glückseligkeit, im Traum des Himmels. Doch um diesen Traum erleben zu können, müssen Sie zuerst verstehen, was er ist.

Nur Liebe hat die Fähigkeit, Sie in einen Zustand der Glückseligkeit zu versetzen. Sich in diesem Zustand zu befinden, ist Liebe. Zu lieben ist das Gleiche, wie in einem Zustand von Glückseligkeit zu sein. Sie schweben in den Wolken. Sie nehmen überall um sich herum Liebe wahr. Es ist absolut möglich, immer in diesem Zustand zu leben. Es ist möglich, weil andere Menschen es schon getan haben, die auch nicht anders sind als Sie. Sie führen ein glückseliges Leben, weil sie ihre Vereinbarungen geändert haben und einen anderen Traum träumen.

Liebe ist das einzige Wunder, das es gibt.
Liebe ist die Leiter von der Hölle zum Himmel.
Das wichtigste im Leben ist zu lernen, wie man
Liebe gibt und wie man sie reinlassen kann.

Wenn Sie erst einmal spüren, was es bedeutet, in einem Zustand der Glückseligkeit zu leben, werden Sie nichts anderes mehr wollen. Sie werden wissen, dass es den Himmel auf Erden wirklich gibt – dass der Himmel tatsächlich existiert. Und sobald Sie wissen, dass es den Himmel gibt; sobald Sie wissen, dass es möglich ist, in diesem Himmel zu leben, liegt es an Ihnen, sich zu bemühen und diesen Zustand zu erreichen. Vor zweitausend Jahren erzählte Jesus uns vom Königreich des Himmels, dem Königreich der Liebe, doch kaum jemand war bereit, dies zu hören. Die Menschen sagten, »Wovon redest du? Mein Herz ist leer, ich kann die Liebe nicht fühlen, von der du sprichst; Ich spüre nicht den Frieden, den du hast.« Sie müssen nicht so reagieren. Stellen Sie sich einfach vor, dass diese Botschaft der Liebe möglich ist, und Sie werden feststellen, dass sie Ihnen gehört.

„Sprich aus was Du empfindest, und Du vermeidest deine Selbstzerstörung…“

Die Welt ist so schön und absolut wunderbar. Das Leben kann sehr einfach sein, wenn Sie Ihren Weg im Namen der Liebe gehen. Sie können immer, zu jeder Zeit, voller Liebe sein. Das ist allein Ihre Entscheidung. Vielleicht haben Sie keinen Grund, zu lieben, keinen bestimmten Menschen, dem Sie Ihre Liebe geben können, doch können Sie trotzdem lieben, einfach weil die Liebe Sie glücklich macht. Handelnde Liebe bringt nichts als Freude und Glück. Liebe wird Ihnen zu innerem Frieden verhelfen. Sie wird Ihre Wahrnehmung von Grund auf verändern.

Sie können alles mit den Augen der Liebe sehen. Sie können sich bewusst machen, dass überall in Ihrer Umgebung Liebe stattfindet. Wenn Sie auf diese Weise leben, verschwindet der Nebel aus Ihrem Geist. Alle Ihre Glaubenssätze, Überzeugungen und Vereinbarungen befinden sich in einem Nebel. Sie spüren die Gegenwart des Parasiten und glauben, Sie seien es. Diese Tatsache macht es schwer, loszulassen – den Parasiten zu befreien und den Raum zu schaffen, in dem Sie Liebe erfahren können. Sie hängen an dem Richter und dem Opfer. Zu leiden gibt Ihnen ein Gefühl der Sicherheit, da Sie diesen Zustand so gut kennen.

Doch in Wahrheit gibt es keinen Grund zu leiden. Der einzige Grund, warum Sie leiden, besteht darin, dass Sie sich für das Leid entscheiden. Wenn Sie sich Ihr Leben näher anschauen, werden Sie viele Entschuldigungen für Ihr Leiden finden, einen guten Grund werden Sie jedoch vergeblich suchen. Das Gleiche gilt für den Zustand des Glücklichseins. Der einzige Grund, warum Sie glücklich sind, ist der, dass Sie sich entschieden haben, glücklich zu sein. Glücklichsein ist eine Entscheidung, und das Gleiche gilt für Leiden.

Lasse deine Mauern fallen.
Öffne dein Herz, damit neues Leben und Liebe einkehren kann,
denn aus dieser Quelle kommt die Wahrheit. 

Es mag sein, dass wir dem Schicksal des Menschseins nicht entkommen können, doch haben wir eine Wahl: unser Dasein zu erleiden oder zu genießen. Zu leiden, oder zu lieben und glücklich zu sein. In der Hölle zu vegetieren, oder im Himmel auf Erden zu leben. Meine Wahl ist, im Himmel auf Erden zu leben. Was ist Ihre Wahl?

Quelle und Auszug: Don Miguel Ruiz aus dem Buch „Das Weisheitsbuch der Tolteken“

Die Angst vor dem Sieg

Immer wieder kommt es vor, dass Sportler in aussichtsreicher Position plötzlich versagen und ihre Chance, den Sieg zu erringen, nicht nutzen. Dieses Phänomen lässt sich bei fast allen Sportarten mit Wettkampfcharakter beobachten. Gerne begründet man das Versagen der Sportler mit der wenig differenzierenden Aussage: „Er hatte Angst, zu gewinnen!“
Doch um welche Form der Angst handelt es sich im Einzelfall? Sind es Ängste, die mit den Folgen des Siegens verknüpft sind? Vielleicht befürchtet der Sportler, die Erwartungen, die sich aus seinem Erfolg ergeben könnten, nicht erfüllen zu können?

Ursachen

Die „Angst vor dem Siegen“ beruht häufig auf inneren Hemmungen, die nur bedingt etwas mit dem Bedrohungserlebnis der Angst zu tun haben. Weitere Ursachen können mangelndes Selbstvertrauen oder Minderwertigkeitsgefühle sein. Folgend werden vier Bereiche genannt, die als mögliche Ursachen für die Angst vor dem Erfolg verantwortlich sein können.

  1. Das Selbstkonzept als begrenzende Barriere.

Ein rigides Selbstkonzept kann die Ursache dafür sein, dass ein Sportler Erfolge ablehnt, weil sie nicht in sein Selbstkonzept passen. „Ich konnte mir gar nicht vorstellen, gegen diesen Gegner zu gewinnen, er spielt doch eine Klasse höher als ich. Klar, dass ich verliere!“ Diese Aussage eines Tennisspielers macht deutlich, dass das Selbstkonzept den Bezugsrahmen dafür bildet, was man sich zutraut, und was nicht. Es ist dafür verantwortlich, ob neue Erfahrungen aufgenommen oder zurückgewiesen werden. Das Selbstkonzept bildet sich aus der Gesamtheit der Erfahrungen, die ein Mensch im Laufe seines Lebens macht. Es enthält alle Fähigkeitsmuster und Selbsteinschätzungen, die sich in der Persönlichkeit entwickeln und einer individuellen Bewertung unterliegen.
Die Angst vor dem Sieg gründet bei manchen Sportlern in einem starren Selbstkonzept, dass durch strenge Erziehung und normgebundenes Verhalten verhindert, dass der Sportler Ziele in Angriff nimmt, die eine Erweiterung seines Fähigkeitsspektrums bedeuten würden.

Beispiel:

Ein Sportler hat sein Selbstkonzept als Landesligaspieler entwickelt. „Ich bin ein guter Landesligaspieler, hier kann ich jeden schlagen!“ Bei einem Turnier besiegt er einen Gegner, ohne zu wissen, dass dieser einer höheren Spielklasse angehört. Als er nach dem Spiel davon erfährt, reagiert er mit dem ungläubigen Ausruf: „Das gibt‘s doch gar nicht, dass ich gegen den gewonnen habe!“ Das nächste Zusammentreffen verliert er. Sein Kommentar: „Ich wusste doch, dass es Zufall war, gegen ihn zu gewinnen!“ Dabei wirkt er weder unzufrieden, noch frustriert, denn nun ist seine private Welt wieder in Ordnung. Er ist wieder in die vertrauten Grenzen seines bewährten Selbstkonzepts zurückgekehrt.

Viele Sportler ordnen ihr Leistungsvermögen einer bestimmten Spielklasse zu. Ihr Selbstkonzept wirkt dann als Rahmen für die Einschätzung von Leistungsaussichten. Die Angst vor dem Siegen stellt in diesem Fall eine mentale Sperre dar, die aus dem begrenzenden Denken der Klassenzugehörigkeit entspringt. Ein Sieg würde nicht dem vorhandenen Selbstkonzept entsprechen. Der unerwartete Sieg des Spielers in obigem Beispiel war mit seinem Selbstkonzept nicht vereinbar. Der Sieg hatte ihn verunsichert. Es waren Ängste entstanden, die mit dem Sieg verknüpften Erwartungen in Zukunft nicht erfüllen zu können. Auch das Beispiel 1 des jungen Skirennläufers passt in diese Erklärungskategorie. Als Folgen eines starren, unflexiblen Selbstkonzepts können auftreten:
eingeengte Denkweisen
starres Festhalten an Altbewährtem
Verlust kreativer Initiative
unbewusste Abneigung, sich mit neuen Dingen zu beschäftigen, die das bewährte Selbstkonzept gefährden könnten.

Wie der Trainer sich verhalten sollte

ermuntern, motivieren, zuhören, Hilfen anbieten, Problem aufgreifen und darüber sprechen, gemeinsam Lösung(en) finden, Zielvorstellungen besprechen und zeitlich einordnen, konstruktive Kritik üben, destruktive Kritik vermeiden, übergroße Ernsthaftigkeit vermeiden; Humor behalten, Spaß und Freude beim Training gewährleisten (mentale Sperren verstärken sich, wenn man zu lange darüber nachdenkt)

Wie der Sportler sich verhalten sollte

Nicht im Schema der Leistungsklasse, der Liga oder der Position innerhalb der Mannschaft denken. Mach dir klar, wozu du fähig bist, bleibe in Gedanken positiv und zielgerichtet.
Spiele nicht gegen die Persönlichkeit deines Gegners; ein sportlicher Wettkampf darf nicht zu einer zwischenmenschlichen Auseinandersetzung ausarten
Konzentriere dich darauf, was du tust; denke nicht daran, was du vermeiden sollst
Vergiss das Ergebnis, denn wenn du ans Ergebnis denkst, kann es sein, dass du in diesem Moment einen entscheidenden Fehler begehst.
Beschäftige dich außerhalb deines Sports mit Dingen, die dir Spaß machen, halte deine Gedanken frei und verhindere ständiges Grübeln über vergangene Fehler oder Ängste vor zukünftigen, schwierigen Aufgaben

  1. Traumatische Erfahrungen

Ein psychisches Trauma ist eine die gesamte Persönlichkeit erfassende psychische Erschütterung. Es ist in der Regel auf ein einmaliges, tiefgreifendes negatives Gefühlserlebnis zurückzuführen, das als handlungsbegrenzendes, hemmendes Erlebnis bewusst oder unbewusst das Verhalten dann beeinflusst, wenn Situationen auftreten, die den Entstehungsbedingungen ähnlich sind.
Beispiel:
Ein Fußballer weigert sich, einen Elfmeter zu schießen. „Ich werde nie wieder einen Elfmeter schießen. Durch mein Versagen haben wir im vergangenen Jahr den Aufstieg verpasst!“
Auslöser eines psychischen Traumas können sein:
das Herunterfallen von einem Sportgerät
ein Sturz, z.B. beim Skiläufer oder Skispringer
das blamable Versagen gegen einen bestimmten Gegner
der Verlust von Anerkennung als Folge einer Niederlage

Kennzeichnend für die psychische Auswirkung ist die Situationsabhängigkeit, d.h., dass der Sportler in Situationen, die der traumatischen ähneln, in Gedanken und Gefühlen in ähnlicher Weise reagiert. Die dadurch aufkommenden Angst- oder Hemmungsprozesse beeinträchtigen nicht nur die offensive Denkweise und die positive emotionale Energie, sie schädigen auch die Bewegungsqualität. Die Bewegungen verkrampfen, Bewegungsrhythmus, -harmonie und -fluss gehen verloren.
Wenn ein Spieler denkt: „Jetzt bin ich in der gleichen Situation wie damals. Hoffentlich passiert mir nicht wieder dasselbe!“, verliert er in diesem Augenblick die Leichtigkeit und Lockerheit, die ihn bis dahin ausgezeichnet haben.
Psychische Traumen, die in der Kindheit entstanden sind, können das Denken und Handeln in späteren Jahren begrenzen, ohne dass sich der Sportler der Ängste und Hemmungen, die sein Versagen verursachen, bewusst ist. Natürlich werden nicht alle Sportler durch belastende und traumatische Erlebnisse so nachhaltig in ihrem Verhalten beeinträchtigt. Entscheidend für die Erlebnisverarbeitung ist die psychische Struktur des Sportlers, vor allem seine emotionale Belastbarkeit und seine psychische Widerstandsfähigkeit.

  1. Die soziale Erziehung – Der „Fastsieger“

Ob ein Sportler den Sieg um jeden Preis anstrebt, hängt auch von der sozialen Erziehung ab. Bestimmte Kindheitserinnerungen können die Wurzeln unbewusster Versagensängste oder Verhaltensweisen sein. Bei Sportlern, die häufig am Sieg vorbeischrammen, sog. „Fastsieger“, können frühkindliche Erfahrungen die eigentliche Ursache dafür sein, dass sie bei der Auseinandersetzung mit einem sportlichen Gegner unmittelbar vor der endgültigen Siegeshandlung versagen.
Sportler, die unbewusst den Sieg meiden, haben oft Angst vor der Reaktion des verlierenden Gegners. Sie versetzen sich in seine Situation und malen sich aus, welche Gefühle und Reaktionen eine Niederlage bei ihm auslösen wird. Dieses Mitgefühl mit dem Gegner kann unbewusst vorhanden sein und über Sieg oder Niederlage entscheiden.
Man kann diesen Zustand wie folgt beschreiben: „Ich wünsche mir den Sieg, aber ich möchte nicht, dass mein Gegner verliert!“
Dieses Phänomen ruht in Erziehungsformen, die besonderen Wert auf ethische Prinzipien wie Gerechtigkeit, Mitgefühl, Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft legen. Eltern achten darauf, dass jede Verteilung gerecht erfolgt, jeder bekommt gleich viel, niemand darf benachteiligt sein.
„Was du nicht willst, das man dir tut, das füge auch keinem anderen zu!“ Alles muss betont fair erfolgen, keiner darf sich einen Vorteil verschaffen, der den Anderen nicht zur Verfügung steht.
Solch prägende Kindheitserfahrungen können dazu führen, dass man glaubt, nicht gewinnen zu dürfen. Das Unbewusste leistet Widerstand gegen die bewusste Zielsetzung des Gewinnenmüssens. Kommt es doch zu einem Sieg, wird er oft abgewertet, z.B.: „Das war nur Zufall!“, „Glück gehabt!“ oder „Der Gegner war halt schwach!“

Die Rolle des Trainers

Der Trainer muss zu dem stehen, was er vermittelt – besonders, was seine ethische und moralische Kompetenz betrifft. Er sollte überzeugend darlegen, dass sich der sportliche Wettkampf dadurch auszeichnet, dass sich die Gegner freiwillig dem Vergleich ihres sportlichen Könnens unterziehen. Im Unterschied zur kriegerischen Auseinandersetzung, bei der es um die Vernichtung des Gegners geht, handelt es sich beim Sport um Spaß am Rivalisieren und den Vergleich sportlicher Fertigkeiten. Deshalb ist der Gegner auch stets Partner, den es zu achten gilt. Die Achtung der Würde des Menschen muss für jeden Trainer das oberste Gebot seines ethischen Denkens sein. Ob es dem Trainer gelingt, auf das ethische Denken und das moralische Verhalten junger Sportler Einfluss zu nehmen, hängt auch von seiner persönlichen Art der Vermittlung ab. Humor, Souveränität, die Relativierung von Niederlagen, freundschaftliches Verhalten dem Gegner gegenüber, verlässliche Zuwendung, die nicht durch Niederlagen beeinflusst wird – all das sind Wege, die dem Trainer zur Verfügung stehen, um den Wettkampfgedanken als ethischen Bestandteil des Sports vorzuleben.

  1. Den Sieg wünschen – aber wollen?
    Ziel jedes sportlichen Wettkampfes ist in der Regel der Sieg.
    „Ich wünsche mir den Sieg!“ – Wenn ein Sportler diesen Wunsch äußert, bedeutet das allerdings noch nicht, dass er auch alle ihm zur Verfügung stehenden Mittel und Wege einsetzt, um den Sieg tatsächlich zu erringen. Wunschdenken ist zunächst eine natürliche Eigenart des kindlichen Denkens. Man wünscht sich etwas, ist aber nicht bereit, selbst aktiv zu werden. Vielmehr verlässt man sich darauf, dass sich der Erfolg mit Glück und Hilfe eines gütigen Schicksals schon einstellen wird. Dem Wunsch, zu siegen, kann aber auch eine unbewusste Angst vor den Folgen des Sieges entgegenwirken.
    Beispiel 1
    Kinder können es z.B. kaum erwarten, dass der Nikolaus kommt. Wenn er aber dann da ist, verstecken sie sich ängstlich.
    Beispiel 2
    Ein junger Spieler wünscht sich nichts sehnlicher, als ein Tor zu schießen. Gleichzeitig ist er aber von der Angst befallen, im Falle einer Torchance zu versagen und dem Gespött der Leute oder den Vorwürfen seiner Teamgefährten ausgesetzt zu sein. Er löst diesen Konflikt dadurch, dass er zwar den Ball fordert, sich aber so verhält, dass sich keine günstige Position zum Torschuss ergibt.

Eine erfolgreiche Aktion oder ein Sieg können eine Erhöhung des Erwartungsdrucks nach sich ziehen. Man erwartet vom siegreichen Sportler, dass er auch in Zukunft ähnlich erfolgreiche Leistungen erbringen wird. Bei Sportlern, die nur über ein geringes Selbstbewusstsein verfügen und unter Versagensängste leiden, kann der mit dem Sieg verknüpfte erhöhte Erwartungsdruck eine unbewusste Gegenreaktion auslösen. So ist es erklärbar, dass Sportler in unerwarteten Erfolgssituationen in defensive Denkweisen verfallen und damit den Sieg aus der Hand geben. Ähnliche Wirkungen kann auch ein nicht angemessenes Lob haben. Im Unterschied zum Wünschen werden beim Wollen bewusst alle psychischen Kräfte aktiviert, um den Wettkampf zu gewinnen.
„Ich will gewinnen!“ – Mit diesem Satz bringt der Sportler zum Ausdruck, dass er bereit ist, bewusst alle ihm zur Verfügung stehenden Mittel und Wege auszuschöpfen, um den Wettkampf zu gewinnen. Der Wille schließt die Tat mit ein, beim Wunsch bleibt die Ernsthaftigkeit der Realisierung offen.

 

Quelle: Prof. Sigurd Baumann
Dipl.-Psychologe, Lehrbeauftragter für Sportpsychologie an der Universität Bamberg, mehrfacher Buchautor
http://www.paracelsus-magazin.de/alle-ausgaben/54-heft-042011/718-die-angst-vor-dem-sieg.html


– Marita Schroeder – The Future Force
2015 text by Marita Schroeder

Erschaffe etwas Außergewöhnliches und tue es mit Leidenschaft

Es lohnt sich nicht, nach Mittelmäßigkeit zu streben – sie ist eine einsame Todesfalle, die direkt in das Vergessen führt. Folge immer deiner Leidenschaft. Nicht halbherzig, zitternd und stockend. Sondern unerbittlich, mit aller Energie, bis zum maximal möglichen – und darüber hinaus. Träume absurd große Träume, und gehe ein gewaltiges Risiko ein, oder vielleicht sogar zwei. Setze deine Sicherheit aufs Spiel, bevor sie zu einem allzu bequemen Ort wird, wo Du deinen Hut an den Nagel hängst und deine Beine ausstreckst. Vielleicht hast Du dich auch innerlich noch nie so leer gefühlt wie jetzt. Es gibt sicherlich Niederschläge der schlimmsten Art, und sie sind zuverlässige Auslöser der „Oh-mein-Gott-mein-Leben-geht-den-Bach-runter“-Krise.

Erschaffe etwas Neues: Sei ein Erbauer, ein Schöpfer und Architekt der Zukunft. Es spielt keine Rolle, ob es ein Buch, ein Startup, oder ein neues Finanzkonzept ist – erschaffe etwas, das nicht nur fundamental neu ist, sondern auch eine unaufhaltsame Gefahr für die müden, schwerfälligen Beharrungskräfte der Gegenwart. Vergebe und scheitere. Ich hasse den Begriff des „Leistungsträgers“ – er hat die Tendenz zu entmenschlichen und ist mechanistisch. Denn die Wahrheit ist: Was jemanden auszeichnet, der nach den Sternen greift, ist nicht der Erfolg – sondern das Scheitern, bei dem sich die Nackenhaare aufstellen.

Bevor du mit dem Kopf durch die Wand gehst, überlege zuerst: Was mache ich im Nebenzimmer?

Wenn Du scheiterst und sei es noch so dramatisch – verzeih dir. Vergib den Menschen um dich herum. Verzeihe dir selbst. Setze dich mit dem Geschehenen auseinander, aber lasse dich nicht von der Vergangenheit gefangen nehmen. Du könntest dich jahrelang von deinem Scheitern aufhalten lassen, und ein Trauma in eine existenzielle Krise verwandeln. Oder Du erinnerst dich daran, dass Fehler nicht das Ende der Welt, sondern der Beginn von Wissen sind und wendest dich wieder dem Möglichen zu. Es ist wichtig, dass das, was Du tust, eine Bedeutung hat – für dich selbst, für die Leute, die Du liebst, oder für etwas noch größeres.

Warum Leidenschaft und Kraft davon ausgehen, Dinge auf deine Art zu tun.

Du verlierst nie deine Leidenschaft. Deine Leidenschaft wird nur von dir genommen, genau in dem Moment, in dem Du dem Irrglauben erliegst, dass es nur einen richtigen Weg gibt, ein Ding zu werden und du musst warten, bis Du den ersten Schritt auf diesem richtigen Weg machen darfst. In diesem Leben gibt es unendlich viele Wege zu deinem Ziel. Deine wahre Aufgabe ist es, sie zu erforschen, bis Du die Wege findest, die Du mit einem Gefühl von Glück, Frieden, Aufregung – nicht Angst, Sorge und Schwere gehst. Doch wenn Du die Dinge nicht auf deine Art machst, wirst Du nie wirklich leidenschaftlich und mächtig sein. Du wirst dich immer als ein Instrument für die Motive, Ideen und Absichten eines anderen fühlen, nicht wahr? Du musst hart, brutal, gerissen sein. Lasse niemals zu, wie enttäuscht, unsicher, wütend oder ängstlich Du dich wirklich fühlst.

Achte mehr auf Deinen Charakter, als auf Deinen Ruf.
Dein Charakter ist das, was Du wirklich bist, doch
Dein Ruf ist nur das, was andere von dir halten.

– Marita Schroeder – The Future Force

Such mich da wo LIEBE ist…

Bedingungslos
Der Applaus ist längst vorbei und dein Herz schwer wie Blei.
Jeder redet auf dich ein, trotzdem bist du so allein.
Und du siehst so traurig aus. Komm in mein‘ Arm, lass es raus.
Glaub mir ich war wo du bist und weiß was es mit dir macht.
Doch wenn du lachst, kann ich es sehn.
Ich seh dich mit all deinen Farben und deinen Narben,
hintern den Mauern. Ja ich seh dich.
Lass dir nichts sagen. Nein, lass dir nichts sagen.
Weißt du denn gar nicht, wie schön du bist?
Ich seh‘ dein‘ Stolz und deine Wut, dein großes Herz, dein Löwenmut.
Ich liebe deine Art zu geh’n und deine Art mich anzusehn.
Wie du dein‘ Kopf zur Seite legst, immer seh ich wies mir geht.
Du weißt wo immer wir auch sind, dass ich dein zu Hause bin.
Und was das mit mir macht, wenn du jetzt lachst, seh ich all deine Farben
und deine Narben, hinter den Mauern.
Ja ich seh dich. Lass dir nichts sagen. Nein, lass dir nichts sagen.
Weißt du denn gar nicht, wie schön du bist?
Jeder Punkt in deinem Gesicht ist so perfekt, rein zufällig.
Es gibt nichts Schöneres als dich. Und ich hab das alles so gewollt,
den ganzen Terror und das Gold. Ich habe nie was so gewollt,
wie all deine Farben und all deine Narben.
Weißt du denn gar nicht wie schön du bist?
Mit all deinen Farben, weißt du noch gar nicht.

Wie schön du bist!
Wie schön du bist!
Wie schön du bist!

Such mich da wo LIEBE ist…
Mein 16. Sommer, die Koffer gepackt
mich nochmal umgedreht,
weil ich pass hier nicht rein,
mir war die Welt zu klein.
So verliebt in dich, in das Leben, die Musik
und was vor mir liegt,
auf eignen Füßen stehn
und mein Weg selber wähln.
Viel geschwärmt, schnell gelernt,
wie gewonnen, so zerronnen
und ich weiß, dass ich eigentlich nichts weiß.

Auf der Suche,
nach der großen Freiheit,
nach Liebe, Schmerz und Wahrheit,
sorg dich nicht um mich.
Denn ich werd da sein,
immer für dich da sein,
und wenn du mich vermisst,
such mich da wo Liebe ist.

10 Sommer weiter,
ich dachte ich sei weiter, alles schien perfekt
und dann der große Crash,
plötzlich war die Sonne weg.
Ja ich kann heut verstehn,
wie es ist fast durchzudrehen.
Wir halten fest, lassen los,
wolln nicht allein sein, suchen Trost,
doch es gibt eine die dir bleibt,
die bei dir bleibt,
bedingungslos.

Auf der Suche,
nach der großen Freiheit,
nach Liebe, Schmerz und Wahrheit,
sorg dich nicht um mich.
Nein ich werd da sein,
immer für dich da sein,
wenn du mich vermisst,
such mich da wo Liebe ist.
Wir halten fest, lassen los,
wolln nicht allein sein, suchen Trost,
ich bin die, die bei dir bleibt,
BEDINGUNGSLOS.

Für dein ganzes Leben
und kommt der große Regen,
sorg dich nicht um mich.

Ich werd da sein,
immer für dich da sein,
wenn du mich vermisst,
such mich da wo Liebe ist.

Ich werd da sein,
immer für dich da sein,
wenn du mich vermisst,
such mich da wo Liebe ist.

Sarah Conner: Such mich da wo LIEBE ist – Bedingungslos

Foto mit freundlicher Genehmigung von Chez Miriam

3 gefährliche Irrwege der Spiritualität

Eins gleich vorab: Spiritualität ist grundsätzlich ein sehr wichtiger Lebensbereich. Spiritualität ist die Quelle Deiner Inspiration und Motivation im Leben. Wer spirituell nicht wächst, entwickelt auf emotionaler, mentaler und auch materieller Ebene über kurz oder lang große Defizite. Doch Spiritualität ist in den letzten Jahren inflationär dafür benutzt worden, um anderen  Menschen zu erklären, wie „richtig leben“ geht. Viele glauben sie wüssten, wie das Universum funktioniert und teilen ihre „Erleuchtung“ auch bei jeder Gelegenheit mit ihrem Umfeld. So mancher hat sich verlaufen bei seiner Suche nach sich selbst. Immer mehr Menschen, so wirkt es auf mich, sind in Wahrheit spirituelle Geisterfahrer, die ganz profanen Denkfehlern unterliegen. Lass uns daher die drei gefährlichsten Irrwege entlarven, die sich im Zusammenhang mit Spiritualität oftmals ergeben.

Irrweg 1 der Spiritualität: VERSTÄRKTES EGO

Ich liebe folgendes Zitat des buddhistischen Gelehrten Chögyam Trungpa Rinpoche:

„Wir werden geschickte Schauspieler, und während wir für die wahre Bedeutung der Lehren taubstumm spielen, finden wir es angenehm so zu tun als würden wir dem Pfad folgen.“

Spiritualität wird für so manche oft zu einer Maske. Man beschäftigt sich weniger damit, eine Lehre selbst zu verinnerlichen und zu leben, sondern vielmehr damit, sie anderen vorzuspielen und aufs Auge zu drücken. Dieses Prinzip „Ich weiß was, was Du nicht weißt“ tritt sehr häufig auf. „Schau Dir nur an, wie oberflächlich die anderen sind“ sagen oft die scheinbar geistig Erleuchteten. Doch in Wahrheit bläht damit der Halbweise nur sein eigenes Ego auf, um sich dadurch über andere erhöhen zu können. Im Grunde ist das nichts anderes als ein Schrei nach Anerkennung und Bewunderung, der aus einem inneren Selbstzweifel heraus resultiert. Denn nur wer Angst hat, selbst klein zu sein, versucht sich größer zu machen als andere.

Über eigene Erkenntnisse oder Lebensphilosophien zu sprechen, ist sicherlich eine gute Sache, die auch anderen wertvolle Impulse bieten können. Doch dabei sollte man es dann auch belassen und nicht vom „Belesenen“ zum „Belehrenden“ werden. Das ist in Wahrheit nämlich „Ego mit Hut“!

Irrweg 2 der Spiritualität – ANTIMATERIALISMUS

Spiritualität ist heutzutage für so manche Hobby-Gurus ein beliebtes Erklärungsmodell dafür,  dass alles was  bislang für schön und erstrebenswert gehalten wurde, in Wahrheit vollkommen überflüssig und unsinnig ist. Karriere, Geld, ein tolles Haus, Status – alles niedrige Werte, die die „entwickelte Seele“ natürlich nicht mehr braucht.

Aus meiner persönlichen Sicht heraus ist es jedoch naiv anzunehmen, die Freude an Materiellem aufgeben zu müssen, nur weil man auch an spirituellem Wachstum interessiert ist. Das eine schließt das andere doch nicht aus. Es ist nichts Schlimmes daran, sich einerseits mit Buddhismus oder anderen spirituellen Lehren zu beschäftigen oder regelmäßig zu meditieren und sich gleichzeitig für finanziellen Erfolg und florierendes Business zu begeistern. Spiritualität schließt Materialismus nicht aus, sondern sie prüft lediglich die Integrität Deines Handelns sowie auch Integrität Deiner Entscheidungen. Spiritualität ist keine Frage der Dinge die Du hast, sondern von Deiner Beziehung zu diesen Dingen.

Jeder Mensch in unserer Gesellschaft braucht Geld. Armut ist keine Tugend, sondern eine Mangelerscheinung. Der Mangel an materiellem Wohlstand führt zumindest in unseren Breitengraden zu Abhängigkeit und Unfreiheit. Man wird dadurch zu Handlungen gezwungen, mit denen man im Innersten seines Herzens nicht konform geht. Viele Menschen arbeiten ausschließlich für Geld – weil sie es eben brauchen. Ein spirituell sinnvollerer Ansatz ist es jedoch, nicht für Geld zu arbeiten, sondern für persönliche Entwicklung, für Freude und für den Nutzen, den man damit anderen Menschen bietet. Dies alles ist jedoch nur dann möglich, wenn materielle Bedürfnisse auch zeitgleich befriedigt sind. Ein Leben, das sich auf Spiritualität und spirituelles Wachstum ausrichtet, schließt also Materialismus nicht aus, sondern integriert diesen Lebensaspekt mit in das Gesamtkonzept. Innerer und äußerer Reichtum gehen Hand in Hand.

Irrweg 3 der Spiritualität – ZWANGHAFTE POSITIVITÄT

Im Laufe der letzten Jahre hat sich vielerorts die zweifelhafte Haltung entwickelt, dass man alles im Leben positiv sehen müsse. Probleme gibt es nicht, sondern lediglich Herausforderungen. Wenn ich das schon höre! Wie wenn es unser Problem wäre, Probleme zu haben. Unser Problem ist in Wahrheit, dass wir glauben, wir dürften keine Probleme haben. Denn wer Probleme hat, lebt ja falsch und hat die geistigen Prinzipien des Lebens noch nicht richtig verstanden. Sozusagen „sitzen geblieben“ in der Schule des Lebens. Dabei ist es in Wahrheit so, dass Probleme nicht deswegen verschwinden, indem man das Wort aus seinem Wortschatz streicht und es durch ein anderes Wort ersetzt.

Natürlich gibt es Probleme und manchmal fühlen sie sich einfach auch nur beschissen an – Punkt! Doch die Frage am Ende ist, wie meine Reaktion darauf sein wird. Viele der hochspirituellen Positivdenker sind in Wahrheit nur Weltmeister im Wegschauen. Die Probleme, Ängste und negativen Aspekte des Lebens prallen nicht an ihnen ab, sondern sie drehen sich nur davon weg. Die Aufgaben und Botschaften des Lebens (nichts anderes sind nämlich Probleme) werden nicht gelöst, sondern ignoriert.

„Man sollte sich nicht mit seinen Schwächen beschäftigen, sondern ausschließlich mit seinen Stärken“, heißt es dann gern. Ach ja? Was würde dazu wohl ein Spitzensportler sagen, der seine Schwächen nicht mehr bearbeiten soll? Wie wäre es mit dieser Empfehlung für die Bundesregierung, für rechtsradikale Parteien oder kriselnde Firmen wie derzeit noch VW? Die sollen ihre Schwächen und Fehler ignorieren? Blödsinn! Sie sollen aus ihren Schwächen und Fehlern lernen und zwar eine ganze Menge! Doch um daraus zu lernen, muss man sich eben auch damit beschäftigen.

Wer jedoch von sich behauptet, die Erkenntnisse der Spiritualität für sich gepachtet und verinnerlicht zu haben, dessen Ehre verbietet es natürlich, sich etwas anhaben zu lassen. Man steht über den Dingen, ist unantastbar, ist der Frieden und die Ausgeglichenheit in Person und die fleischgewordene bedingungslose Liebe. Sobald sich etwas negativ anfühlt, wird mit 20 meditativ gesprochenen Affirmationen nach dem Motto „Ich bin ein Geschenk für die Welt“ einfach drübergebügelt und schon gehts weiter.

In Wahrheit steckt hinter all diesem Hokuspokus ein simples psychologisches Verhaltensmuster, das man „Vermeidung“ oder „Verdrängung“ nennt. Das Negative zu verdrängen führt jedoch nicht dazu, dass es uns nichts anhat. Vorübergehend geht es einem durch bestimmte Affirmationen oder Entspannungstechniken zwar tatsächlich besser (in der aktuen Situation ist sowas also durchaus sinnvoll). Die Probleme nagen jedoch auf Dauer gesehen natürlich weiter an einem, während man den Kopf auf die andere Seite wegdreht. Und wer nicht auf das schaut, wovon er wegläuft, muss sich nicht wundern, wenn er irgendwann zur Besinnung kommt und erkennt, dass er in Wahrheit die ganze Zeit vor sich selbst und seinen eigenen Ängsten weggelaufen ist und somit dieses Rennen gar nicht gewinnen konnte.

Was Du tun kannst, um Deine Spiritualität positiv zu leben und zu fördern

Beschäftige Dich mit DEINEM spirituellen Wachstum, nicht mit dem der anderen. Belehre andere nicht darin, wie sie sein, denken oder handeln müssten. Finde Deinen eigenen Glauben oder Deine eigene Weltsicht, aber drücke sie niemand anderem als das „Richtige“ auf.

Fokussiere Dich auf ganzheitlichen Wohlstand. Seelisch wie auch materiell. Sorge dafür, dass Du inneren Frieden entwickelst, dass aber auch Dein äußeres materielles Umfeld in Harmonie ist. Geld ist nicht wichtiger, als geistiges Wachstum. Aber anders herum gilt dieser Grundsatz eben genauso.

Kümmere Dich mehr um Dich selbst, anstatt nur immer mit dem Fokus bei anderen zu sein. Geben ist NICHT seeliger als nehmen. Alles in der Welt ist gleich-gültig, besitzt also die gleiche Gültigkeit. Schaffe eine Balance zwischen dem was Du gibst und dem was Du nimmst. Schaffe genauso eine Balance zwischen Deiner Hilfe für andere und Deiner Hilfe für Dich selbst. Und fang bei Dir selbst immer an!

Erhebe Dich nicht über andere. Spiritualität zu leben und anderen Menschen zu vermitteln heißt nicht, ihnen zu vermitteln, was „richtig“ und was „falsch“ ist. Es geht darum, sie dazu einzuladen, zu ermutigen und zu inspirieren, ihren eigenen Weg zu entdecken und ihre eigenen Erfahrungen zu machen.

Wie das geht? Indem Du ihnen vorlebst, dass Du selbst für Dich Deinen Weg gehst, der Dich glücklich und erfolgreich macht – innerlich wie äußerlich. Es geht nicht darum, dass danach alle Deinen Weg, Deine Weltansichten und Deine Werte für sich adaptieren. Es geht darum, dass sie davon inspiriert sind, wie Du mit Deinen Werten im Wohlstand bist und diese positive Ausstrahlung besitzt, die man sich für sein Leben wünscht. Das ist Inspiration pur! Und Inspiration bedeutet wörtlich übersetzt: „Der Seele Leben einhauchen.“ Aus meiner Sicht ist dies der Kern der Spiritualität.

 

Quelle: https://www.steffenkirchner.de/blog/gefahrspiritualitaet/