Archiv für den Monat: März 2015

Plötzlich, bin ich wieder da, lebe, lache und fühle!

Viel zu oft wird von den Menschen erwartet, dass sie einfach nur funktionieren, diese Erwartungen habe ich „zu ihrer vollsten Zufriedenheit“ erfüllt!

Irgendwann und irgendwo verlor ich den Sinn,  sah den Weg nicht mehr und ging über Scherben. das tat unendlich weh, bis ich irgendwann gar nichts mehr spürte und völlig taub war!

Ich ging weiter und weiter, nicht weil ich wollte, sondern weil ich musste! viel zu oft wird von den Menschen erwartet, dass sie einfach nur funktionieren, diese Erwartungen habe ich „zu ihrer vollsten Zufriedenheit“ erfüllt, nur mich habe ich dabei vergessen.

Selbsthass, Schmerz und negative Gedanken, Tag für Tag, aber wer möchte schon immer in dieselbe Einbahnstraße fahren. Irgendwie wurde das zur Gewohnheit, es war mein Alltag, stumpf durch die Minuten, Stunden und Tage zu rennen. Aus Angst für immer so emotionslos zu sein, setzte ich mich auch immer wieder in verschiedenen Momenten unter Druck (ich muss was fühlen! warum ist da nichts!).

Plötzlich aus dem nichts, nach ganz langen Jahren, war da eine Hand! Ich nahm sie einfach, ohne wieder zu denken „ich muss was fühlen!“, ich dachte endlich mal gar nichts und nahm diese Hand an, hielt sie fest und lief völlig sorglos mit in ihre Richtung.

Am Ende dieser Hand war ein wunderbarer Mensch, der scheinbar das gleiche innerliche Chaos durchlebt hatte. Wir haben uns in ein und derselben Straße getroffen, sind beide sehr lange allein in dieselbe Richtung gegangen. unglaublich!

Ich bin noch immer durch den Wind, dass es das Schicksal so gut mit uns meinte. Von Anfang an öffnete ich mein kaputtes Herz, völlig sorgenfrei sprudelte es los und fühlte sich sicher. Man fühlt sich so federleicht, wenn man all diese schweren Steine, nicht mehr mit sich rumtragen muss.

Es schien mir Jahre lang wirklich unmöglich aber ich kann endlich sagen, dass ich glücklich bin!

Ich bin wieder da, LEBE, LACHE und FÜHLE!

Quelle: Unbekannt

Das Innere Kind

Kinder besitzen natürliche Spontanität und Freiheit,
Freude, Verspieltheit und Kreativität.
Durch den Prozess der Erziehung werden
diese wertvollen Eigenschaften meist verschüttet
und unterdrückt – im Dienste des „Funktionierens“
innerhalb der Gesellschaft.

Das innere Kind. Was ist das eigentlich?

Das „Innere Kind“ steckt in jedem von uns und beherrscht unser Handeln.
Tagtäglich und immer und immer wieder. Doch was ist das Innere Kind eigentlich?
Fast jeder hat schon einmal etwas von einem so genannten „Inneren Kind“ gehört.
Aber was ist das und warum ist es so wichtig?

Hier ist ein Beispiel, wie es wirken kann, dieses Innere Kind. Jemand fühlt sich ungerecht behandelt und nicht gewürdigt, in Kleinen oder im Großen und möchte gern für sich selbst einstehen. „Moment mal, jetzt bin ich dran“ oder auch: „Nein, das möchte ich nicht“ liegt es demjenigen auf der Zunge.

Doch was sagt er? Nichts. Oder „Ja“

Wie fühlt er sich wohl dabei? Schlecht natürlich. Ausgenutzt. Nicht gesehen. Und mal wieder ohnmächtig. All das stimmt auch. Er ist ausgenutzt worden, wurde nicht gesehen und er war in dieser Situation ohnmächtig. Doch warum? Und durch wen wurde derjenige, der nicht Nein sagen konnte, ausgenutzt?

Genau hier kommt das Innere Kind ins Spiel. Wenn man als Kind funktionieren musste, in dem man Leistung erbrachte, still war, keine Ansprüche stellte, oder wie auch immer dieses „Funktionieren“ aussah, dann tut man das auch heute noch. Und oft genug wider besseren Wissens.

Immer dann, wenn ein sogenannter emotionaler Trigger angestoßen wird. Da kann sich der Verstand noch so über einen wundern, das Gefühl ist nach wie vor kindlich, wenn es bestimmte Auslöser gibt. Warum ist das so, warum weiß man so oft nicht, dass man jetzt erwachsen ist? Und warum ist man nicht in der Lage, entsprechend zu handeln?

Das hat mit dem Gehirn selbst zu tun.

Die kindlichen Erfahrungen sind in einem Gehirnteil gespeichert, der viel älter und stärker ist als der erwachsene Verstand und das bewusste Ich. Als Kind hing das Überleben davon ab, dass es jemanden gab, der das Kind versorgte. Also tat dieses Kind unbewusst alles, was in seiner Macht stand, um die Versorger bei Laune zu halten.

Noch einmal, das kann man nicht oft genug lesen: das Überleben des Kindes hing davon ab und das Gehirn weiß das. Heute ist es anders. Als Erwachsener kann man sich aus eigener Kraft versorgen, doch diese Anteile im Gehirn, die nach wie vor für das Überleben sorgen wissen das nicht. Sie haben eine bestimmte Anpassungs-Strategie gelernt, damit das Kind versorgt wurde und die behält das Innere Kind bei, egal, wie erwachsen, erfolgreich und gebildet jemand heute auch sein mag. Aber nur solange, solange das alles unbewusst geschieht.

In dem Moment, in dem man anerkennt, dass es dieses Innere Kind gibt und die Verantwortung für dieses Innere Kind übernimmt, erkennt das Gehirn: es ist jetzt anders, ich kann mich selbst versorgen, ich brauche es anderen nicht mehr um jeden Preis recht zu machen, damit ich nicht verhungere.

Die Ohnmacht, die viele Menschen spüren, wenn sie für sich selbst einstehen wollen, ist die Angst des Inneren Kindes, nicht mehr geliebt und nicht mehr versorgt zu werden, wenn es beispielsweise aufsässig ist. Und letztlich steckt dahinter die Angst, zu sterben. Das klingt dramatisch, ja, es ist auch dramatisch. Deshalb nutzt es nicht viel, sich selbst zu erzählen, dass es doch nicht so schwer sein kann, einfach mal Nein zu sagen. Für dass Innere Kind ist Nein sagen einfach keine Option.

Was nun? Man könnte sich einmal vorstellen, dass es dieses Innere Kind gibt, das wie früher einfach nur geliebt werden will. Das Angst vor Ablehnung hat, das aber auch sehr fantasievoll und fröhlich sein kann. Denn das Innere Kind hat sehr viele Aspekte, sehr verletzte, aber auch sehr fröhliche und sonnige. Leider kommen die fröhlichen Anteile nicht zum Tragen wenn das verletzte Innere Kind um sein Überleben kämpft.

Die Rückkehr in das verloren geglaubte Paradies

Es ist sehr hilfreich, sich dieses Innere Kind als einen Anteil in sich selbst vorzustellen. Warum? Weil dadurch jetzt zwei Anteile vorhanden sind: es gibt das Innere Kind und es gibt den Erwachsenen! Die neue Situation macht handlungsfähig, man ist seinen Gefühlen nicht mehr blindlings ausgeliefert. Weiterhin könnte man sich vorstellen, der Erwachsene nimmt das Innere Kind in den Arm und sagt ihm: „Bei mir bist du sicher, ich beschütze dich.“

Was geschieht dadurch?
Etwas in einem atmet womöglich auf, wird leichter, fühlt sich freier. 
Falls man nun eine Situation erlebt, in der man sich ohnmächtig fühlt, nicht sagen kann, was man wirklich will, dann hilft dieses innere Bild: Der Erwachsene und das Innere Kind sind wie die beiden Figuren in einem Wetterhäuschen. Es kann immer nur eine der beiden Figuren vorne sein. Wenn man sich ausgeliefert fühlt, schiebt man einfach bewusst den Inneren Erwachsenen nach vorne und das Innere Kind nach hinten! Probiert man das aus, merkt man, dass man sich gleich kraftvoller und klarer fühlt, nicht so verletzlich. Damit ist man wieder handlungsfähig und kann das Leben auf neue Weise meistern – nicht mehr aus der Vermeidung heraus, sondern erfüllt von einem tiefen Ja zu dem, was das Leben so mit sich bringt.

Quelle: http://universityofhappiness.de/
Autorin:  Susanne Hühn

Erwartungen – im Auge des Betrachters.

 

Artikel_Erwartungen
Erwartungen lassen uns keinen Moment der Ruhe, weil sie dazu führen, dass uns keine Situation wirklich zufriedenstellt. Unser Mangel an Zufriedenheit spiegelt wider, wie sehr wir mit uns selbst unzufrieden sind, wie sehr wir uns als unzulänglich empfinden. Erwartungen hängen eng mit Perfektionismus zusammen. Für einen Perfektionisten ist alles ein Fehlschlag, wenn es nicht perfekt ist. Wenn es ihm in der letzen Zeit nicht gelungen ist, „Wasser in Wein“ zu verwandeln, dann hält er sich höchstwahrscheinlich für einen Versager. Und als Versager gestattet er sich nie eine Belohnung für das, was er tut. Erwartungen bewirken vor allem eines: sie lassen dich nicht zur Ruhe kommen.

Wenn Du eine Sache abgeschlossen hast, treibt dich dein Perfektionismus schon dazu, die nächste Sache anzugehen; da bleibt keine Zeit, da ergibt sich keine Gelegenheit für Ruhe und Belohnung. Und weil es nicht zu einer Ruhepause kommt, fehlt dir auch die Vorstellungskraft für einen weiteren und höheren Blickwinkel. So nimmst Du ständig lediglich kleine Änderungen vor und siehst nicht, welchen Riesensprung Du tun könntest. Du machst dir ständig Sorgen, tust immer wieder die angeblich letzte noch notwendige Kleinigkeit, machst dir immer viel zu viel Arbeit und tust immer zu viel. Manche Perfektionisten bemühen sich erst gar nicht, etwas zu tun. Sie gehen davon aus, dass sie es ja doch nicht perfekt machen können. Warum also beginnen? Aber selbst wenn Du überhaupt nichts tust, bleibst Du, in deinem Inneren, dem Stress und all dem Druck ausgesetzt. Du kommst innerlich einfach nicht zur Ruhe.

Als Perfektionisten ist unsere Aufmerksamkeit darauf gerichtet, Fehler und Schwächen bei uns und anderen Menschen besonders gut zu erkennen. Selbst wenn Du etwas 100-prozentig machst, können sich Perfektionisten nur selten freuen. Sie hätten es ja vielleicht noch besser machen können.

Perfektionismus hat Auswirkungen auf unseren Körper: Es führt zu körperlicher Anspannung und Stress.
Perfektionismus hat Auswirkungen auf unsere Gefühle: Wir haben ständig Angst vor Fehlern, Angst zu versagen, Angst vor Ablehnung.
Perfektionismus hat Auswirkungen auf unser Verhalten: Wie vermeiden es, uns Ziele zu setzen, weil wir uns dadurch Enttäuschungen ersparen wollen.

Wo liegen die Ursachen des Strebens nach Perfektion? Irgendwann in unserem Leben – gewöhnlich in der frühen Kindheit – haben wir öfters die Erfahrung gemacht, dass wir nur dann Zuwendung und Anerkennung bekommen, wenn wir perfekt sind und die Erwartungen der anderen erfüllen. Wir fühlen uns nicht in Ordnung und liebenswert und sind deshalb sehr stark auf die Anerkennung unserer Mitmenschen angewiesen. In der Perfektion sehen wir die Lösung, Anerkennung zu bekommen, bzw. Ablehnung zu vermeiden. Letztendlich sind für den Perfektionismus ein geringes Selbstwertgefühl und die daraus resultierende Angst, nicht gut genug zu sein und die Angst vor Ablehnung verantwortlich.
Vielleicht kennt Ihr auch den Satz: „Dir kann man auch gar nichts recht machen!“

Was ist zu tun?

Belohne dich für deine eigenen Leistungen, und ziehe dich zurück. Gestatte dir die Ruhe, die den weiteren Blickwinkel ermöglicht. Entscheide frei in jeder Situation, dass es gut ist, so wie es ist. Wirf all deine Erwartungen von dir und spüre, wie dich die Leichtigkeit des Lebens voranträgt.

Trotzdem und deshalb ist es in Ordnung, etwas perfekt oder gut machen zu wollen, und ehrgeizig zu sein. Schädlich ist nur, sein Selbstwertgefühl und seine Selbstachtung von seiner Leistung abhängig zu machen.

„Zu viel Zeit verbringen wir auf der Suche nach Perfektion
– nur vergisst man zu schnell, dass sie
immer im Auge des Betrachters liegt.“