Archiv für den Monat: Januar 2015

Wenn der Akku (fast) leer ist.

Unser natürlicher Zustand des Seins ist lebendig, glücklich, voller Freude zu sein. Dennoch kann es vorkommen, dass wir uns energielos und abgenutzt fühlen. Dies bedeutet nicht, dass wir vielleicht faul sind für die Aufgaben in unserem Leben; es bedeutet, dass wir einen Weg brauchen, um unsere Batterien wieder aufzuladen und aufgeladen halten. Vitamine, Sport und was es noch so alles gibt, kann sehr hilfreich sein bei der Wiederherstellung unseres physischen Körpers.

Wenn wir aber bereit sind, tiefer zu tauchen, können wir entdecken, dass es eine zugrunde liegende Ursache für unsere Erschöpfung gibt.

Wann immer Du das Gefühl hast, Du bist down, dann werfe einen ehrlichen Blick darauf, wie Du denkst, fühlst und handelst. Du wirst wahrscheinlich feststellen, dass eine Überzeugung, ein Verhaltensmuster oder auch eine Beziehung, die wirklichen Ursachen sind. Vielleicht glaubst Du auch,  perfekt sein zu müssen. Vielleicht hat es auch mit leichten Depressionen zu tun, weil Du einfach zu viel auf dem Teller hast. Es könnten auch die Menschen in deinem Leben sein, die Dir Energie rauben. Wenn Du denkst, dass es so ist, kannst Du erst mal aussondern und deinen Energiefluss wieder besser in die Zukunft richten.

Mit der Zeit wirst Du aber feststellen, dass die Gründe, die dich herunter ziehen weniger mit den Menschen oder mit Dingen zu tun haben, eher mit der Tatsache, dass Du in deinem Herzen viel lieber etwas ganz anderes zu tun willst. Von nun an versuche und höre, was dein Herz wirklich will. Höre auf dein Herz, das ist die wichtigste Stimme. Höre sehr aufmerksam und sehr bewusst zu, dann wirst Du nie etwas falsch machen. Dann wirst Du nicht darüber nachdenken, was richtig oder falsch ist und Du wirst begreifen, was Dir wichtig ist und Du wirst erkennen, wie viele Dinge im Leben keine Bedeutung haben.

– Marita Schroeder – The Future Force

Verlassene, Ungeliebte und der spirituelle Mensch

Spirituelle Menschen sind innen wie außen und zeigen so ihre Liebe zum Mitmenschen.
Das heißt wörtlich die Erleuchtung des Herzens, aus der das Mitgefühl mit allen leidenden Wesen quillt. Es ist das Ziel, durch Mitgefühl andere vom Leiden zu befreien, was eine große Bedeutung für den spirituellen Menschen hat. Gerade diese Menschen haben eine unaufdringliche, warme, in der Verlebendigung des eigenen Herzens wurzelnde DU-Liebe, aber keine „exzentrische“ Nächstenliebe, die auch Dinge tut, die der andere für sich selber tun müsste, und ihren seelischen Ursprung im Mangel an Selbstliebe und der verdrängten Machtgier hat.

Früh Verlassene und Ungeliebte sind Du-lose und isolierte Menschen. Sie machen mit sich selber, was andere mit ihnen gemacht haben: sie lassen sich selber im Stich. Jetzt, auch von sich selber verlassen, kennen sie niemanden mehr, der sie lieben könnte. Wer sich selber aus dem Gespür verliert, kann kein Liebender, kein Du-bezogener sein. Die Du-losigkeit, der Beziehungsbruch zum Du, macht zum Gefangenen des eigenen ungeliebten Ich: „Wer mich liebt, mit dem stimmt etwas nicht.“

Die Energie der Liebe kann sich nur durch liebevolle Hinwendung zur Wunde unseres Ungeliebtseins erschließen. Die Verlebendigung der Liebe führt zur Befreiung aus der lange durchlittenen Isolation. Einerseits stammt das Gefühl der Isolation aus bitteren Erkenntnissen vor allem in der Kindheit und Jugend, in entscheidenden Momenten und über längere Zeit alleine gelassen, nicht verstanden, missverstanden, übergangen, zurückgesetzt, nicht geliebt worden zu sein. Andererseits ist es allen Menschen gemeinsam und nicht nur denen vorbehalten, deren Leben auf frühe traumatische Erfahrungen gebremst und fehlgeleitet wurde.

Unliebsame Spiele wurden gespielt,
manche aus Spaß, Lust und Laune,
manche aus Angst und um das echte,
verletzliche ICH zu schützen.
Doch der schützende Rahmen ist bereits zerbrochen.
Die notwendige Basis um Unliebsame  Spiele zu spielen,
ist bereits zerstört, liegt in Trümmern.
Nun lässt es sich nicht mehr spielen,
die inneren Dämonen der Angst,
lassen sich nicht mehr vertreiben.
Sie sitzen direkt im Zimmer!
Schwierig für jene, die gerne flüchten,
vor dem, was sie nicht sehen wollten.
Weniger schwierig ist dies für jene,
die ihre Dämonen bereits kennen gelernt haben,
sich ihnen immer wieder stellten.
Welchen Weg auch immer du für dich gewählt hast,
wie auch immer du dich einst entschieden hast
dein Leben zu leben, jetzt ist die Zeit der Veränderung da!
So wie es einst war wird es nicht mehr!

Der Wille zur Veränderung ist eine Stärke
auch wenn dadurch Teile der Persönlichkeit
für eine Zeit in das totale Chaos gestürzt werden.

 

„Egoistisch sind wir nicht deshalb, weil wir uns selber zu sehr lieben,
sondern weil wir uns zu wenig lieben. Wenn wir uns beispielsweise
im tiefsten Innern ungeliebt fühlen, uns aber um dieses
Gefühl nicht kümmern, weil wir es verdrängt haben, dann werden
wir bedürftig, gierig, ja süchtig sein nach der Liebe anderer.

 – Safi Nidiaye

 

Marita Schroeder – The Future Force

 

Emotionale Erpressung durch Schuldgefühle

Schuldgefühle sind ein äußerst wirksames Mittel, um Menschen zu manipulieren.
Schuldgefühle können ein machtvolles Instrument sein, um Menschen zu manipulieren und am Ende abhängig zu machen. Kaum etwas macht gefügiger als der Hinweis, man habe an etwas Schuld.
Der beste Schutz gegen Manipulation durch andere ist, dass wir lernen, immun gegen
Schuldgefühle zu sein. Es gibt unzählige Strategien, wie andere versuchen, uns zu beeinflussen und in eine bestimmte Richtung zu drängen. Wir wollen uns deshalb einmal damit befassen, wie wir auf die Manipulationsversuche der anderen reagieren können.
Welche Techniken der emotionalen Erpressung gibt es?
Jeder Mensch versucht bisweilen, andere zu beeinflussen und in seinem Sinne umzustimmen. Wir haben in unserer Kindheit die Erfahrung gemacht, dass ein schlechtes Gewissen uns und andere bereit macht, „klein“ beizugeben.
Die gebräuchlichsten Strategien der emotionalen Erpressung sind, uns an unsere Verpflichtungen zu erinnern: z.B. „Wenn du es nicht machst, muss ich halt auf meinen Feierabend verzichten“, oder „Wenn du mir nicht hilfst, muss ich wieder alles alleine machen“.
Durch dieses „Schuld-Programm“ lassen wir uns nur allzu leicht manipulieren. Wir fühlen uns eingeengt, unter Druck gesetzt. Doch meist brodelt in unserem Innern auch Widerstand. Scheinbar haben wir nur zwei schlechte Alternativen zur Verfügung:

  1. Wir richten uns nach den Vorstellungen des anderen und haben den Eindruck,
    gezwungen zu sein.
  2. Wir richten uns nicht nach den Wünschen des anderen und haben Schuldgefühle.

Langfristig können Schuldgefühle gehörig belasten, unsere Seele krank machen.
Wir haben es satt, uns in unserer Freiheit ständig beschnitten zu sehen und ständig mit schlechtem Gewissen umherlaufen zu müssen.
Entscheiden wir uns für die Märtyrerrolle, indem wir unsere Wünsche zurückstellen und alles für den anderen tun, in der Hoffnung, es komme eines Tages zu uns zurück, befinden wir uns meist in einer ausweglosen Position: Unsere Interessen werden nicht umgesetzt und wir bekommen nichts zurück.

Was steckt hinter der emotionalen Erpressung? Im Grunde genommen fühlt sich derjenige, der erpresst, in einer Opferrolle. Er hat Angst, der andere könnte gehen, weil er niemand sonst findet, den er manipulieren könnte. Er hat Angst alleine da zustehen, mit all der Arbeit, mit all den Verpflichtungen und Aufgaben. 
Wie erkennen wir eine emotionale Erpressung?
An unseren Gefühlen: Wir fühlen uns unter Druck, wütend, hilflos, schuldig oder ängstlich.
An unserem Verhalten: Wir handeln wider unsere eigenen Bedürfnisse und nehmen uns zurück.
An unseren Gedanken: Wir glauben, uns falsch zu verhalten; schuldig zu sein; wir sehen uns verantwortlich für das Unglücklichsein, für die Ängste des anderen; wir verurteilen uns als zu egoistisch.
Was passiert, wenn man emotional erpresst wird und dem nachgibt?
Man redet sich ein, nachgeben ist nicht so schlimm – man sagt sich, dass eigene Wünsche es nicht wert sind – man sagt, dass nachgeben besser ist, als Gefühle zu verletzen.
Man tritt nicht für sich selbst ein.
Gibt Macht ab, tut Dinge, um anderen zu gefallen, und ist sich unsicher über eigene Bedürfnisse man fügt sich, gibt Menschen und Betätigungen auf, nur um anderen zu gefallen.
Sind wir herzlos, wenn wir nicht auf eine emotionale Erpressung reagieren?
Wie können wir unsere Entscheidungsfreiheit zurückgewinnen?
Schluss mit Selbstvorwürfen!
Sich verzeihen lernen!
Mache Dir sehr deutlich: wenn ein anderer dir Egoismus vorwirft, dann ist er selbst egoistisch. Er will seine Bedürfnisse durchsetzen.
Erinnere dich daran: für seine Gedanken, Worte, Bedürfnisse und Erpressungsversuche ist der andere selbst verantwortlich. Auch wenn Du nicht nach seinen Vorstellungen funktionierst, bist Du kein schlechter Mensch.
Erinnere dich daran, dass der andere dir keine Schuldgefühle machen kann. Wenn Du dich schuldig fühlst, dann nur deshalb, weil Du denkst, einen Fehler gemacht zu haben. Es reicht aber völlig, sich den Fehler einzugestehen und beim nächsten Mal besser zu machen.

Wie begegnet man emotionaler Erpressung? Welche Wahlmöglichkeiten hat man?

  1. Gehe deinen Aktivitäten, deinen Zielen, deinen Wünschen, und deinen Sehnsüchten OHNE schlechtes Gewissen nach. Du bist der wichtigste Mensch auf dieser Welt. Du hast das Recht glücklich zu sein. Stärke dein Selbstwertgefühl:  „Erst komme ICH, dann die anderen.“
  2. Oder bleibe ein Opfer.

Eines Tages wirst Du erkennen, dass es Zeit ist aufzuhören, Opfer emotionaler Erpressung zu sein, denn Du trägst das Heilmittel selbst in deinem Herzen und in deiner Seele. Die Rettung heißt Selbst-Respekt lernen. Aus dieser Heilung ergibt sich Vergebung – Vergebung für dich selbst. Wie Du dir vergibst, ist so individuell wie Du es bist. Aber das Wissen, dass Du es verdienst, geliebt und respektiert zu werden, und dich selbst zu ermutigen mit der festen Absicht, es zu tun, ist mehr als die Hälfte des Kampfes. Viel mehr. Und es ist niemals zu früh – oder zu spät – um anzufangen.

Gehe mit dir so um, als seist du dein bester Freund….

– Marita Schroeder – The Future Force

Binde dich an (d)einen Vertrag.

Die meisten Sportler haben ein hohes Pflichtbewusstsein und Pflichtgefühl. Sie wissen, dass der gute Wille allein nichts bringt. Der Sportler benötigt ein ausgereiftes Selbstkonzept um besser zu werden und die Leistungen in einigen Trainingsbereichen zu steigern. Diese Teilbereiche werden je nach Anforderung, Belastbarkeit und Wettkampf-Rhythmus gestaffelt.

Unmittelbar vor einem Spiel werden keine technischen Veränderungen mehr vorgenommen, wohl aber an inner-psychischen Vorgängen oder taktische Besprechungen, die auf der Tagesordnung stehen.

Um die Leistungsbereitschaft, die die meisten Sportler (hoffentlich) von Natur aus mitbringen, verwende ich gerne einen „Persönlichen Vertrag“, die die Sportler mit sich abschließen müssen. Der dahinter liegende Gedanke ist folgender: je formeller und sichtbarer die Aufgabenstellung und persönliche Verpflichtung gestaltet ist, umso größer ist dann die Wahrscheinlichkeit, dass sie eingehalten wird.

Wenn Du also einen Vertrag mit dir selbst ausformulierst, dann musst du dich im Falle der Nichteinhaltung dir selbst gegenüber rechtfertigen und wirst daher versuchen, möglichst termingerecht und konsequent diese Aufgabe zu erledigen.

Ich weiß schon, dass solche Verträge lästig (und bindend) sind, solche zu unterzeichnen, ganz einfach deswegen, weil man sich dann nicht mehr drücken kann. Die Aufgabe ist eindeutig, schwarz auf weiß festgehalten.
Also, wenn Du dir ein Hintertürchen offenhalten möchtest, dann kannst Du ruhig darauf verzichten. Willst Du aber Konsequenz, Bereitschaft und Ausdauer demonstrieren, kommst Du nicht ohne eine solche schriftliche Ausfertigung aus. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es vor allem bei „unangenehmen und anstrengenden“ Aufgaben sehr hilfreich ist, einen Vertrag zu unterzeichnen und damit an das eigene Pflichtgefühl zu appellieren.

– Marita Schroeder – The Future Force

© 2015 text by Marita Schroeder

 

 

Die Hingabe an den Urschmerz

„Einer der größten Herausforderungen, die ich gerade durchlebe, ist die Konfrontation mit meinem Urschmerz. Oft wurde ich in meinem Leben schon mit diesem überwältigen Gefühl der Leere, der Verlorenheit und der Getrenntheit konfrontiert, aber bisher bin ich immer weggelaufen, habe mich betäubt, habe mich auf die verschiedensten Arten geweigert, diesen Schmerz zuzulassen, weil er so überwältigend ist, dass es sich anfühlt, als würde man sterben. Wieder und wieder kam dieser Schmerz zu mir, um angesehen zu werden, um endlich gefühlt zu werden und jedes Mal türmte sich ein Gebirge an Widerständen in mir auf.

Mit zunehmendem Bewusstsein erkannte ich in den kleineren Dingen im Leben, das wirkliche Heilung und Annahme nur geschieht, wenn wir mitten durch gehen. In der Auseinandersetzung mit „kleineren“ Emotionen gelang es mir immer besser, meine Widerstände zu entlarven und sie Stück für Stück beiseite zu räumen. Aber immer, wenn ich an die Grenze zu meinem Urschmerz kam, wurde es in mir so unerträglich, dass ich mich nur noch schützen wollte. Mauern, die ich längst eingerissen glaubte, bauten sich in Sekunden wieder auf, Projektionen, die ich längst dachte, nicht mehr zu benötigen, wurden wieder installiert und der Fluchtimpuls aus der schmerzauslösenden Situation wurde immer vehementer. Ich fühlte mich mehr und mehr, als würde ich an einem Abgrund stehen, der direkt in ein schwarzes Loch mündete.

Als ich schon dachte, ich würde auch diesmal wieder scheitern, gab es eine Instanz in mir, die beschloss, mich zu öffnen, einen Impuls, der mich aufforderte, endlich loszulassen, zu springen, hinweg über diesen Abgrund. Mich mir selber und dem, was da so überaus eindringlich nach Erhörung schrie, hinzugeben. Es fühlte sich für mich tatsächlich an, als ob ein Stück von mir sterben würde, wenn ich diesen Schmerz dieses Mal zulasse. Ich hatte körperliche Symptome, die von Gelähmtheit, Übelkeit bis hin zu über großer Panik reichten, ausgelöst durch die jahrelang manifestierten Widerstände gegen das Fühlen dieses überwältigenden Schmerzes. Gefühlte Tage kämpften in mir das übermächtige Bedürfnis, diesen Schmerz zu kontrollieren, ihn wieder zu verbannen, dorthin wo er schon so lange schmorte mit der Gewissheit, dass ich immer wieder damit konfrontiert werden würde, bis ich endlich beginne, loszulassen. Mit der bewussten Entscheidung, diesmal nicht auszuweichen, geschah etwas für mich völlig Überraschendes. Ich öffnete dem Schmerz zum ersten Mal mein Herz, erst zaghaft und das entschlossener.

Trotz all der Ängste und dem dumpfen Gefühl des Wahnsinns zeigte sich mehr und mehr auch ein tiefer Frieden, eine Ruhe, die ich dort niemals vermutet hätte. Es kamen Bilder aus meiner Kindheit, Erinnerungen an einen Schmerz, der zumindest in diesem Leben, genau dort seinen Anfang nahm. Ich konnte fühlen, dass dieser Schmerz seine Wurzeln in der traumatischen Trennung von der bedingungslosen Mutterliebe, in dem Verlust der tiefen Geborgenheit, die wir in den ersten Jahren im Idealfall von unserer Mutter bekommen, liegt. Ich konnte fühlen, in welch bodenlose Tiefe ich damals, als hilfloses Kind gefallen bin, als ich von dieser Mutterliebe getrennt wurde – ohne eine Alternative an Halt und Liebe im mir geschaffen zu haben.

Ich denke, dass die meisten Menschen in unserer Gesellschaft diese traumatische Trennung von der bedingungslosen Mutterliebe mit sich herum tragen. Wenn wir dem Kleinkindalter entwachsen und durch Institutionen wie Kindergarten und Schule unsanft und oft ohne Vorbereitung von unseren Müttern getrennt werden, entsteht ein übergroßes Vakuum – ganz zu schweigen von anderen, weitgehenderen traumatischen Kindheitserlebnissen. Die natürliche Entwicklung des Kindes sieht es vor, das die notwendige Ablösung von der Mutter einhergeht, die es uns schlussendlich ermöglicht, voller Vertrauen und Halt in uns selbst in unser Leben zu treten. Leider ist es unter den gesellschaftlichen Bedingungen und Anforderungen, die unser Leben bestimmen, so gut wie unmöglich, dass dieser Übergang reibungslos erfolgt, meist vollzieht er sich gar nicht. Weg von dem nährenden und wärmenden Mutterschoss wurden wir oftmals viel zu früh in eine Welt der Konkurrenz und der Anpassung geschmissen, die uns oft nur dadurch gelang, dass wir uns von unserer Gefühlswelt mehr und mehr distanzierten. Zurück blieb ein Gefühl undefinierbarer Leere und des Verlusts sowie die zunehmende Sucht, diese Leere im Außen wieder zu füllen.

Im weiteren Verlauf meines Prozesses konnte ich weiter fühlen. Ich erkannte, dass diese schmerzvolle Trennung von der Mutter nur ein Symbol für die Trennung der Seele von dem Meer der universellen unendlichen Liebe, des grenzenlosen Friedens und der Geborgenheit des großen Ganzen war. Das dieser Schmerz entstand, als sich die Seele entschieden hat, in die Dualität einzutreten, zu inkarnieren und in das menschliche Drama einzutreten. All das wurde begleitet von einem starken Mitgefühl für das kleine Kind in mir, das sich so lange so unendlich alleine und verloren gefühlt hat. Zum ersten Mal erlebte ich, dass ich diesem Gefühl nicht hilflos ausgeliefert bin, wie ich so lange an nahm, sondern das in meinem Inneren alles vorhanden ist, um mir nun selbst diese solange im Außen erfolglos gesuchte Liebe und Geborgenheit zu geben. Dass ich mich selbst an die Hand nehmen kann, mich voller Mitgefühl und Annahme, voller Verständnis umarmen kann, um mir die Wärme und die Geborgenheit zu geben, nach der ich mich, solange ich denken und fühlen kann, sehnte. Für mich war das eine der umwälzendsten Erfahrungen meines bisherigen menschlichen Daseins, zu erleben, dass die Abhängigkeit vom Außen eine der größten Illusionen ist, die wir uns erschaffen. Das wir all das in uns tragen, nach dem wir uns voller Sehnsucht verzehren. Und zumindest für mich habe ich erkennen dürfen, dass dieser Weg nicht darüber geht, von einem anderen Menschen geliebt zu werden, wie ich so lange immer dachte, sondern das sich dieses warme Licht der Liebe direkt hinter meinem größten Schmerz verbirgt, den ich so viele Jahre wie ein Monster gefürchtet habe, verdammt und weggeschlossen habe.

Meine Erfahrung möchte ich deshalb teilen, um Mut zu machen. Mut, sich all dem Schmerz hinzugeben, ihn zuzulassen. All die Bilder, die unsere Ängste malen, um sich vor dem Fühlen unseres Urschmerzes zu schützen, treffen nicht zu. Sie sind Illusionen, Hirngespinste. Weil sich in Wirklichkeit dahinter unsere tiefste Liebe verbirgt. Das Gefühl, zu sterben, wenn ich mich öffne, ist trotzdem real. Es sterben stückchenweise unsere alten Vorstellungen und Glaubenssätze. Sie machen Platz dafür, dass wir uns selbst in kleinen Schritten näher kommen, unserer Liebe und unserer Ganzheit. Und dieser Prozess ist lebenslang.“

(Quelle: Unbekannt)

 

Marita Schroeder – The Future Force

 

Eine Self-High Regard Übung.

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Ein geringes Selbstwertgefühl ist ein häufiges Problem, und mit etwas Selbstbeobachtung kannst Du beginnen, deine negativen Denkmuster mit einem Griff zu lösen. 
Unsere primäre Beziehung im Leben ist mit uns selbst. Niemand sonst geht mit uns durch jede Erfahrung im Leben. Wir sind unser ständiger Begleiter, aber wir sind oft auch unser schlimmster Kritiker.

Um uns immer an unsere wertvollen Eigenschaften und Ressourcen zu erinnern, gibt es eine wunderbare Übung:  „Fünf Dinge, die ich an mir mag“.

Los geht’s:  Beginne mit dem Aufschreiben von mindestens fünf Eigenschaften, die Du an dir magst. Sei bitte nicht zu bescheiden mit Dir. Versuche wirklich insgesamt fünf Elemente zu finden, sonst kannst Du an dieser Übung nicht fühlbar profitieren. Achte darauf, dass deine Liste auch körperliche Fähigkeiten enthält, da unser Körper ein Teil von uns ist.
Wenn Du jetzt immer noch kämpfst, was auf deiner Liste stehen soll, dann denke an die Eigenschaften oder Talente deiner Lieblings-Freunde oder Lieblings-Menschen, denn das sind wahrscheinlich auch die Qualitäten, die Du besitzt. Eine weitere Möglichkeit, die Liste zu vervollständigen ist, an fünf eher negative Eigenschaften zu denken, die Du an dir nicht gerne magst und finde über diese Werte das, was Du gerne magst.

Wiederhole diesen Vorgang eine Woche lang und denke dabei jeden Tag an fünf neue Elemente, die Du an dir magst, die Du auf deine Liste schreibst. Am Ende der Woche liest Du dir selbst die Liste laut im Stehen vor einem Spiegel vor. Nicht um deine Schwachstellen zu beheben, sondern damit dir deine wunderbaren Eigenschaften widergespiegelt werden. Wenn es Dir schwer fällt, die Liste vor dem Spiegel vorzulesen, dann suche Dir einen Zeitpunkt in dem Du alleine bist und Du kannst auch dabei die Bad-Türe, wenn das der ausgewählte Ort sein sollte, abschließen. Sie dir gewiss, es hört dich niemand und beim Vorlesen wird sich ein Lächeln in einer Art und Weise auf deinem Gesicht zeigen, so wie Du dich selbst siehst. Mit dieser Übung wirst Du am meisten profitieren, denn der Blick gilt nur dir selbst und nicht mehr dem kontinuierliche Rundblick auf die Welt da draußen, den Du dir vielleicht angeeignet hast. 
Wenn wir uns Zeit nehmen, uns auf diese Weise selbst zu erleben – wie wir jemand entdecken, den wir lieben und bewundern – werden wir zu unserem besten Fan auf diesem verrückten Planeten. 

Das beste Jahr deines Lebens.

Willkommen im besten Jahr deines Lebens!
Dieses Programm ist ein Rezept, sich tief und leidenschaftlich zu verlieben – mit sich selbst. Du fragst dich vielleicht, was hat sich selbst zu lieben mit der Erstellung, mein Bestes im Leben, zu tun. Nun, in einem Wort, alles! Ich kann Dir sagen, dass sich selbst zu lieben die wichtigste Voraussetzung ist, um dein bestes Leben zu leben. Wenn Du dich wohl fühlst, so wie Du bist, strahlst Du eine magnetische Energie auf alles aus, was Du dir wünschst, oder was dich anzieht.
Auch „magische“ Menschen werden sich auf einer Art und Weise in deinem Leben zeigen. Deine Beziehungen zu anderen – auch die, mit denen Du vielleicht Probleme in der Vergangenheit hattest – sind leichter und machen mehr Spaß. Wenn man freundlich, großzügig und Respekt gegenüber sich selbst hat, fühlt man sich wertschätzend und verdient diese Geschenke. Was auch immer Du suchst – ob zum Thema mehr Liebe, mehr Erfolg, mehr Selbstvertrauen, mehr Intimität, mehr Geld oder ein anderes gewünschtes Ziel, welches zu erreichen gilt – dieses Programm wird Dir helfen, es zu erreichen.Auch „magische“ Menschen werden sich auf einer Art und Weise in deinem Leben zeigen. Deine Beziehungen zu anderen – auch die, mit denen Du vielleicht Probleme in der Vergangenheit hattest – sind leichter und machen mehr Spaß. Wenn man freundlich, großzügig und Respekt gegenüber sich selbst hat, fühlt man sich wertschätzend und verdient diese Geschenke. Was auch immer Du suchst – ob zum Thema mehr Liebe, mehr Erfolg, mehr Selbstvertrauen, mehr Intimität, mehr Geld oder ein anderes gewünschtes Ziel, welches zu erreichen gilt – dieses Programm wird Dir helfen, es zu erreichen. Also, wenn man sich selbst liebt, dann akzeptiert man sich als eine Person die Ecken und Kanten hat, und trotz dieser „Ecken“ haben wir uns dennoch lieb. Wir erkennen uns also selbst als eine große Person, und jetzt kommt die Kunst dabei: Das ganze ohne dabei größer wirken zu wollen, als andere Personen! Wenn man sich jedoch selbst nicht mag, dann glaubt man das auch nicht, wenn andere einen lieben wollen

Wenn Du jetzt das Engagement hast, dich an erster Stelle zu setzen wird sich die ganze Welt Dir öffnen. Jetzt denkst Du vielleicht, das ist doch egoistisch? Nein, das ist es nicht. Egoistisch sind wir nicht deshalb, weil wir uns selber zu sehr lieben, sondern weil wir uns zu wenig lieben. Wenn wir uns beispielsweise im tiefsten Innern ungeliebt fühlen, uns aber um dieses Gefühl nicht kümmern, weil wir es verdrängt haben, dann werden wir bedürftig, gierig, ja süchtig sein nach der Liebe anderer. Was können wir nun für uns mitnehmen? Selbstliebe ist etwas ganz wichtiges, denn wenn Du an Dich selbst nicht glaubst, dann ist es schwer für andere an Dich zu glauben.
Das ICH-Bekenntnis bereitet dich auf eine wichtige und verrückte Reise vor, die Du jemals gemacht hast – die Reise in das beste Jahr deines Lebens!

Du bist Du und niemand anderer. Für Dich gelten Deine Wünsche, Bedürfnisse und Maßstäbe und nicht die Maßstäbe anderer.

Du bist der Mittelpunkt Deines Lebens und bestimmst, was für Dich richtig ist. Wenn Du es nicht tust, reden es Dir andere ein, und Du lebst nicht mehr Dein Leben. Du weißt, was Du willst, und tust es.

Du trägst die Verantwortung für Dich und alles was Du tust. Du bist für niemand anderen verantwortlich.

Dein Ziel ist es, an jedem Tag Deines Lebens aus eigener Kraft so frei und glücklich zu sein, wie es Dir an diesem Tag möglich ist.

Du glaubst daran, dass Du alles erreichen kannst, was Du erreichen willst.

Du glaubst an Dich mehr als an irgendjemand anderen. Wenn Du an andere glaubst, glaubst Du nicht genug an Dich selbst.

Alles was Du für Dein Leben brauchst, ist in Dir. Du hörst auf die Stimme in Dir, damit Du niemand anderen zu fragen brauchst.

Du fragst nicht: „Was darf ich?“ Du fragst: „Was ist hier und jetzt richtig für mich?“.

Du bist, wie Du bist. Nichts an Dir ist gut, nichts ist schlecht. Alles hat seinen Sinn und eine Ursache. Wenn Du sie erkennst, erkennst Du, was für Dich richtig ist.

 

„Erst wenn das Licht,
die Liebe in dir Selbst entzündet ist,
du dich wertschätzt,
Dankbarkeit in dir trägst hier zu sein,
dir Gutes tust,
dein Herz den göttlichen Kern zur Blüte trägt,
der nur darauf wartet durch dein eigenes Licht zu erblühen,
Dann wirst du keine Fragen mehr stellen,

denn diese Liebe gibt dir kein anderer Mensch,
kein anderer Mann, keine andere Frau.
Diese Liebe ist weitaus grösser,
gigantisch,
göttlich,
sie erfüllt ALLES
und das zunächst 
in DIR“ 

 

 

Die Wunde der Ungeliebten sitzt tief

Du hast gelernt, dass Liebe mit Schmerz verbunden ist. Du hast gelernt, dass dein Liebesbedürfnis übergangen wurde, und dass es auf die Bedürfnisse eines Herzens nicht ankam. Um diesen Schmerz zu heilen, schickt uns das Leben immer wieder „Neins“ von anderen Menschen, die diese Wunde erneut wecken. Diese Erfahrung weckt die Sehnsucht, sich mit Ersatz zufrieden zu geben, aber das macht genauso unglücklich und es macht krank. Aber der Weg hat erst begonnen und irgendwann verstehst Du, dass dieses nicht-geliebt worden zu sein auch frei macht. Du fühlst dich nicht verpflichtet, die Erwartungen der Eltern zu erfüllen. Du kannst deinen eigenen Weg suchen und gehen. Der Weg da raus ist der bewusste Verzicht auf Elternliebe. Der bewusste Verzicht auf Annahme, Anerkennung und Würdigung von außen. Und die Erkenntnis, dass Menschen dich klein halten, weil sie deine Überlegenheit nicht ertragen können. Sie greifen dich an, und Du fühlst dich allein – aber das sind sie auch. Sie begrenzen dich, reden Dir ein, Du seist kompliziert, anstrengend und überfordernd. Du hast in der Vergangenheit nur allzu oft erfahren, dass Du so wie Du bist, NICHT richtig bist. Das schmerzt – tief drin. Dieses Gefühl gaben Dir viele Menschen – allen voran, die, die Dich lieben müssten, die einzigen, von denen Du erwarten würdest, dass sie Dich uneingeschränkt annehmen. Doch sie konnten es nicht, weil sie sich selbst auch nicht annehmen können und nicht angenommen wurden. Und wenn Du diese Wahrheit einmal begriffen hast, dann kannst Du sie unmöglich wieder vergessen.

Wachse! Sei, der Du bist und lass die Elternliebe hinter dir. Verzichte auf Annahme und Anerkennung – ganz bewusst! Bleibe ganz bei Dir, sei Du selbst. Verbiege dich nicht mehr. Geh Du deinen eigenen Weg! Befreie dich von Manipulation, Abwertung und Abhängigkeit. Es werden Menschen kommen, die deine Kraft und deine Schönheit zu schätzen wissen, deine Klarheit und deinen Mut. Bis dahin verzichte! Lebe dein eigenes Leben – sei du selbst und höre auf, dich zu verbiegen.

Ich sage nicht, dass es einfach ist. Im Nachhinein sieht es einfach aus. Doch glaube mir, sobald Du den ersten Schritte gegangen bist, die ersten Meter genommen hast, wird es leicht, denn in den vielen „Neins“ liegt verborgen das größte Geschenk. Dein JA, dein JA zum Leben und zur Liebe.

„Wir wissen nicht, was wahre Liebe ist, bis sie uns mitten ins Herz trifft und alles, was wir vorher dafür gehalten haben, blass und unwirklich aussehen lässt…“

Wenn die Liebe die Grundlage von Allem ist, warum tun wir uns so unendlich schwer, sie in unserem Leben zu halten? Warum verschließen wir uns oft besonders dem Menschen am meisten, der uns nahe ist? Warum sind die Momente tiefer, bedingungsloser Liebe das, was unser Leben erst lebendig, hell und glücklich macht und doch ist dieser Lichtstrahl schon im nächsten Augenblick von einer dunklen Wolke verdeckt? Umso bewusster wir diese Momente erleben, in denen tiefe Liebe jede Faser unseres Seins durchdringt desto grösser ist die Verzweiflung, wenn diese Liebe plötzlich verblasst und unerklärlich fehlt. Wir fühlen uns von aller Welt verlassen. Dass wir uns aber selber verlassen, kommt uns nicht in den Sinn. In solchen Augenblicken erfahren wir unsere  Andersartigkeit – der Welt des anderen in uns, durch die wir uns selber und den Mitmenschen fremd vorkommen. „Wir wissen nie ganz, wen wir da lieben.“ Dieses Andersartige macht Angst, weil es den Finger auf die Einsamkeit legt. Ja, wir fühlen uns genau in diesen Augenblicken einsam. Doch wenn wir uns selber entschließen, unser Anderssein zu enthüllen, weil wir die Isolierung nicht mehr aushalten, fließt Liebe, Glück und Befreiung durch uns.

„Liebe ist lebensnotwendig. Liebe ist Lebensenergie.
Liebe ist Lebensfreude.
Fehlende Liebe isoliert, macht Angst und am Ende wird
man noch ganz krank,
oder verrückt oder jedenfalls so angespannt und nervös,
dass man mit keinem mehr reden  möchte.“

 

Marita Schroeder – The Future Force

 

 

 

 

Der Kader – Mannschaftskollegen

Je eingeschworener und eingespielter ein Team ist, umso besser die Harmonie und gegenseitige Unterstützung. Manchmal erscheint ein gut aufeinander eingestimmtes Spielerteam wie eine untrennbare Einheit. Sicherlich entfällt der größte Teil der Arbeit auf den Trainer, jedoch kann sich eine gegenseitige positive Stimmung nur dann einstellen, wenn jeder Spieler bereit ist, sich auf seine Teamkameraden einzulassen.

Dieses Gefühl entwickelt sich durch gegenseitiges Vertrauen und die Möglichkeit der freien Meinungsäußerung. Erst wenn offen miteinander gesprochen wird, sämtliche Konfliktbereiche gelöst sind, kann ein Rahmen des Miteinander entstehen. Man spricht in diesem Zusammenhang oft von Synergieeffekten. Innere Zustände und Haltungen lassen sich leicht auf andere übertragen – diese wirken auch in negative Richtungen. Hier ist zu erwähnen: Macht ein Spieler eine positive Veränderung durch, so wird er fast immer andere mitziehen. Diese berechnende Koinzidenz ist eines der magischen Dinge im Leben.

Es scheint sehr sinnvoll, die „Macht“ eines Teamgefühls zu nutzen, um zusätzliche Teampotentiale zu erschließen. Dieses Gefühl ist auch wichtig, wenn neue Spieler in ein eingeschworenes Team hinzukommen.

Welche Aspekte fördern nun das „Aufeinandereinstellen“ bzw. die Entwicklung des Mannschaftspotentials:

  • Jeder muss die volle Verantwortung für sich und seinen inneren Zustand (Leistungsstatus) übernehmen lernen.
  • Jedes Teammitglied sollte innere Konflikte, negative Haltungen und Stimmungen in eine umgängliche Form gebracht haben, bevor das Training, bzw. das Spiel begonnen wird.
  • Regelmäßiger persönlicher Austausch.
  • Konstruktives Gesprächsklima
  • Gemeinsame Veranstaltungen und Treffen über den Sport hinaus.
  • Zusammentreffen vor und nach dem Spiel.
  • Gemeinsames Mentaltraining.
  • Unterstützung und Bekräftigung ( unmittelbar vor dem Training/Spiel keine Streitigkeiten oder Konflikte austragen).
  • Gegenseitiges Akzeptieren, Zuhören und Kennenlernen.
  • Jeder Spieler benötigt zumindest eine Bezugsperson, was auch ein Mentor sein kein (Austausch in einem kleineren Rahmen).
  • Respekt und ein wertschätzender Rahmen – Ehrlichkeit und Integrität sind die Basis erfolgreicher Teams.
  • Angeber zerstören die gemeinsam erarbeitete Basis – die Spieler müssen sich deshalb auf einem realistischen Niveau der Selbstwahrnehmung befinden. 
  • Positives Feedback, so oft wie möglich. 
  • Freude und Spaß!!

„Man kann nicht zwei Ziele mit einem Pfeil treffen“
– Arabisches Sprichwort

– Marita Schroeder – The Future Force

© 2015 text by Marita Schroeder

Visualisiere deine inneren Fähigkeiten.

Savanah7

Deine Phantasie und Kreativität kann Dir heute helfen, den Erfolg in verschiedenen Bereichen deines Lebens zu gewinnen, da Du von innovativen Ideen und Plänen träumst. Du kannst feststellen, dass Du dich von einer unsichtbaren Kraft gezwungen fühlst, deine täglichen Aufgaben anders als gewöhnlich anzunehmen. Der Angriff auf ein neues Ziel, eine neue Route, wird dein Verlangen nach Neuem bestärken.

Deine erhöhte Phantasie macht die Details sichtbar. Jetzt ist es an der Zeit, deinen Plan auszuarbeiten, der dir helfen wird, dein am meisten ersehntes Ziel zu erreichen.

Unsere phantasievollen Gedanken sind ein Mehrwert für unser Leben, indem wir nicht an unsere Umstände denken, was ist, sondern in dem, was sein könnte. Durch Kreativität sind wir befugt, die Qualität unserer Zeit auf diesem Planeten zu verbessern.

Wir sind nicht mehr in unserer Situationen durch die Umstände oder die Gebote des Schicksals gefangen. Vielmehr schaffen wir Leben. Dieser wirkungsvolle Zweck unserer Seele und die Träume, die wir haben, ist, was uns nährt. Unsere Fähigkeit, eine Realität uns ganz anders vorzustellen, entspricht auch der Vorstellung unserer Pläne, und hilft uns bei unseren vielfältigen Ambitionen. Diese kreative Visualisierung ist der erste Schritt zur Erreichung das, was wir uns im Leben vorstellen. Wie Du dein phantasievolles Denken um eine Aufgabe, oder dein Training, wenn Du im Sportbereich tätig bist, anwenden kannst – suche nicht im Außen, Du wirst es nur bei dir selbst finden, und du wirst erfahren, wie Kreativität deine Existenz positiv beeinflusst. Fange an und tu es – es ist leichter Erfolg zu haben als zu erklären, warum Du es nicht getan hast.

Albert Einstein sagte schon: „Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.“

„In dem Augenblick, in dem man sich endgültig
einer Aufgabe verschreibt, bewegt sich
die Vorsehung auch. Alle möglichen Dinge, die
sonst nie geschehen wären, geschehen, um
einem zu helfen.
Ein ganzer Strom von Ereignissen wird
in Gang gesetzt durch die Entscheidung, und
er sorgt zu den eigenen Gunsten für
zahlreiche unvorhergesehene Begegnungen,
die sich kein Mensch vorher je so
erträumt haben könnte.
Eine Tür nach der anderen wird sich öffnen.
Was immer Du kannst, beginne es.
Beginne jetzt!“

 

Wer nicht handelt, der wird behandelt.

Erfolgreiche Sportler haben das Laufwerk, die Entschlossenheit und Ausdauer, um es „zu machen“, egal wie oft sie scheitern. Das Scheitern ist ein wichtiger Zwischenstopp auf dem Weg zum Erfolg und es ist das, was Gewinner von den Verlierern trennt. Oder anders ausgedrückt: Die Hoffnung, dass sich irgendetwas ohne unser Zutun zum Besseren ändert. Die meisten Menschen in unserer Umgebung leben ein Leben der ewigen Erwartung. Es ist das Spiel der unerfüllten Hoffnung, dass irgendwann einmal jemand kommt und uns alle Wünsche erfüllt. Diese Einstellung ist für jeden Gegner eine ideale Voraussetzung dafür, das Erwartungsspiel zu spielen. Die einfache, aber wirkungsvolle Spielformel lautet:

  1. Erwecke in jemandem die Erwartung auf etwas, das er aus eigener Kraft nie erreichen kann.
  2. Mache ihm solange Hoffnung, bis seine Erwartung so groß ist, dass er bereit ist, alles dafür zu geben.
  3. Gib ihm immer wieder ein kleines Stückchen von dem, was er sich so sehnlich wünscht, damit seine Abhängigkeit erhöht wird und seine Erwartung nicht erlahmt.
  4. Spiele dieses Spiel solange, bis der andere dir aus der Hand frisst.

Auf diese Weise werden arglose Menschen abhängig gemacht. Bei diesem Spiel der Erwartung kann von zwei Phasen gesprochen werden: der Gewöhnung und der Erpressung. Wer sich einmal daran gewöhnt, von anderen Menschen etwas zu erwarten, was er selbst gerne erreichen möchte, hat damit schon seine Niederlage besiegelt.
Das Siegen setzt grundsätzlich eigenes Handeln voraus. Siegen erfordert einen Optimismus an innerem Handeln. Oder, um es anders auszudrücken: Wer nicht von anderen etwas erwartet, sondern selbst handelt, hat die Weichen zum Siegen gestellt.

„Wer nicht handelt, der wird behandelt.“ 

Weil die Mehrheit der Menschen sich lieber an Hoffnungen klammert als an die Realität der eigenen Fähigkeiten, gehört die Erpressung mit der Erwartung zu den beliebtesten Spielvariationen im Lebensspiel. Die Spielzüge werden in vielen Erwartungsformen variiert.
Hier sind nur einige Beispiele:

  • Die Gehorsamserwartung
  • Die Ungeduld
  • Die Leistungs- und Erfolgserwartung
  • Die Liebe

Schon jetzt ist deutlich zu sehen, dass es drei verschiedene Erwartungshaltungen gibt:

  1. Die aktive Erwartung, bei der wir selbst es sind, die uns Ziele setzen und hoffen, dass wir sie schon irgendwie eines Tages erreichen werden.
  2. Die passive Erwartung, bei der andere uns vorantreiben.
  3. Die Folge-Erwartung. Dies bedeutet, dass nach jeder Leistung von uns eine noch größere Leistung erwartet wird.

Hier lautet die klassische Verlierer-Formel: „Wer einmal siegt, muss solange siegen, bis er verliert.“ Oder: „Der Krug geht solange zum Brunnen bis er bricht.“
Ein Sieg, der mit einer Erwartung auf weitere Siege verbunden ist, wird damit ganz automatisch zur Niederlage. Denn der Kampf um immer neue Siege kann eines Tages nur mit einer Niederlage enden. Ein Sieger, der sich auf diesen hoffnungslosen Kampf einlässt, ist also kein wirklicher Sieger. Ein wirklicher Sieger ist vielmehr einer, der heute einen Sieg erringt und nicht fragt, was morgen ist.
Nicht erfüllte Erwartungen können zweierlei Auswirkungen auf uns haben: Entweder wir resignieren, oder wir werden aggressiv. Wenn wir resignieren, geben wir unsere Entscheidung in die Hände der Leute, die uns in ihrem Sinne lenken. Wir werden allmählich süchtig im Sinne des „Prinzips von Lob und Tadel“. Wir fürchten uns vor Tadel und tun alles, um gelobt zu werden. Wer unerfüllte Erwartungen in Aggressionen umsetzt, kann sie in zwei Richtungen frei machen: gegen sich selbst oder gegen andere.
Eine Aggression gegen sich selbst bedeutet, gegen sich selbst zu kämpfen, ohne eine Chance auf Sieg. Deshalb versuchen viele Betroffene in diesem Kampf wenigstens einen Schein-Sieg zu erzielen, in dem sie die Aggression auf andere projizieren.

Typisch dafür ist das Fußball-Trainer-Modell.
Ein Fußballtrainer trägt seinem Verein gegenüber die Verantwortung für Sieg oder Niederlage der Mannschaft und von jeder Mannschaft werden ununterbrochen weitere Siege erwartet.
Treten diese Siege nicht ein, rettet sich die Vereinsführung in einen Schein-Sieg, indem sie den Trainer entlässt. Entlässt sie den Trainer nicht, so rettet sich dieser über die nächste Runde, in dem er die Mannschaft umstellt. Führt auch diese Maßnahme nicht zum Erfolg, kann er für ein verloren gegangenes Spiel immer noch den Schiedsrichter beschuldigen.
Eine kleine Geschichte dazu: Mitte der achtziger Jahre musste eine hoch eingeschätzte deutsche Mannschaft in einem Länderspiel gegen die im europäischen Fußball eine eher untergeordnete Rolle spielende Vertretung, eine überraschende 1:4 Niederlage hinnehmen. Der Trainer richtete seine ganze Aggression gegen den damals italienischen Schiedsrichter Luigi Agnoli. Er nannte diesen einen „Spinner“, „gemeingefährlich“ und zweifelte an seinem Verstand, „falls er überhaupt irgendetwas im Kopf habe“.

Dies ergibt folgende Analyse:

  1. Der Trainer bereitete seine Mannschaft nicht richtig auf einen zu schwach eingeschätzten Gegner vor.
  2. Trotzdem erwartete er von ihr einen eindeutigen Sieg.
  3. Als diese Erwartung nicht eintraf, hätte der Trainer aus der Niederlage einen nützlichen Schritt zur Erfahrung für den nächsten Sieg machen können. Aber er tat es nicht.
  4. Statt sich selbst und seine Aggression zu besiegen, suchte er einen Gegner, den er erniedrigen konnte, um sich damit selbst zu erhöhen. Oder wenigstens, um sich selbst zu rechtfertigen. Wie man sieht, kann auch ein Sieger-Typ manchmal Verlierer sein.

Nun kann man anführen, dass ein Fußballtrainer keine Chance hat, einen wirklichen Sieg zu erringen. Er sei vielmehr in mehrfacher Hinsicht benachteiligt:

  • Um einen wirklichen Sieg zu erringen, müsste er sich zuerst einmal selbst besiegen.
  • Wenn ihm dies gelingen sollte, kann er damit noch lange kein Spiel gewinnen.
  • Er müsste vielmehr noch elft eigenwillige Individualisten dazu motivieren, sich ebenfalls
    selbst zu besiegen, um auf diese Weise nach dem Prinzip von „Siegen, ohne zu kämpfen“
    die Weltmeisterschaft zu erringen.

Ein hoffnungsloses Unterfangen?

Wenn ein Betrachter der Situation davon ausgeht, dass es völlig unmöglich ist, ein Fußballspiel „ohne zu kämpfen“ zu gewinnen, dann erkennt er nach dem bisher Gesagten an, dass es im Fußball keine wirklichen Siege gibt, sondern nur Zufälle.
Für einen Anhänger von „Siegen, ohne zu kämpfen“ jedoch gibt es weder Versäumnis noch Zufälle, sondern nur die Realität des Siegens.
Wenn er gefragt wird: „Aber wie, um Gottes willen soll denn ein Fußballstürmer, ohne zu kämpfen, ein Tor schießen?“, erwidert er gelassen: „Indem er weder gegen seine Gegner kämpft noch mit den Tücken des Balls oder gegen sich selbst. Er ist vielmehr mit sich selbst, dem Spiel, dem Ball und allen anderen Spielern in vollkommener Harmonie“.
Zugegeben, eine Antwort wie diese wird bei fast jedem Fußballanhänger unglaubliches Kopfschütteln auslösen. Dies ist nicht verwunderlich, weil es schließlich nur ganz wenige Menschen geben kann, die erkennen, dass Sieg nicht kämpfen bedeutet, sondern die Überwindung aller Hindernisse, die in uns selbst dem Siegen im Wege stehen.
Der Sieg des Torschützen besteht demnach nicht darin, dass er ein Tor geschossen hat, sondern darin, dass er im Stande war, weder an den Sieg noch an das erstrebte Tor noch an die Gegner zu denken, und eine so vollkommene Einheit mit dem Ball war, dass sich das Tor sozusagen ganz von selbst schoss. 
Wer sich mit dieser Vorstellung nicht anfreunden kann, dem möchte ich eine Frage mit auf den Weg geben. Glauben Sie, dass ein Mann mit der Kante seiner Hand durch einen einzigen Schlag einen Ziegel erschlagen könnte, wenn er auch nur den Bruchteil einer Sekunde mit dem Gedanken kämpfte, ob denn nicht doch der Ziegel härter sei als die Kante der Hand?
Wenn es Ihnen gelingt, nach anfänglichen Zweifeln diese Frage befriedigend zu beantworten, könnte doch eines Tages noch ein recht passabler Anhänger von „Siegen, ohne zu kämpfen“ aus Ihnen werden.

„Ich machte mir überhaupt keine Sorgen,
dass der Ball das Tor nicht treffen könnte.
Es war wie ein Traum.
Ich dachte gar nicht darüber nach.
Wenn ich nachgedacht hätte,
dann hätte ich nie so ein perfektes Spiel hingelegt.“

 

– Marita Schroeder – The Future Force

© 2015 text by Marita Schroeder