Archiv für den Monat: April 2014

Angst und bedingungslose Liebe

Ein Mensch, der in seiner Kindheit gelernt hat, dass Liebe und Schmerz untrennbar miteinander verwoben sind (ganz gleich ob es ursprünglich seelischer oder körperlicher Schmerz war, braucht dieses Schmerzmuster, um sich geliebt zu fühlen – so paradox dies auch klingt –
Wenn einem emotional verletzten Menschen bedingungslose Liebe entgegen gebracht wird, fällt es ihm schwer, diese Liebe anzunehmen. Stattdessen aktiviert er unbewusst Verhaltensmuster, die ihm vorgaukeln, es sei keine Liebe und es ihm ermöglichen, sich entweder dem anderen verletzend zurückzuziehen, oder sich selbst als verletzt wahrzunehmen und zu leiden. Doch genau davor hat er ja Angst. Dieses bedingungslose Angenommen sein kennt er nicht. Er weiß nicht damit umzugehen und flüchtet angstgetrieben in das Beziehungsmuster, welches er kennt: Oberflächlichkeit der Gefühle; sich verbiegen müssen; Persönlichkeitsanteile, Werte, Wünsche und Ziele aufgeben. Dafür verleugnet und verdrängt er jegliche Gefühle, die ihm sein wahres Inneres offenbaren würden. Sich der Angst zu stellen, würde für ihn den inneren Tod bedeuten – er befürchtet, daran zu zerbrechen. Lieber begnügt er sich mit billigem Ersatz, denn dieser kann ihm nicht „gefährlich“ werden. Und in der Tat hat er nicht ganz Unrecht: Würde er sich auf die wahre Liebe einlassen, würde das den Tod seines angstgetriebenen Egos bedeuten. Er käme endlich bei sich an. Das klingt doch gut, wirst Du vielleicht denken – weit gefehlt. Ihm wurde ja beigebracht, dass er so wie er ist, (sein wahres Selbst) nicht in Ordnung ist. Wie soll er dann so sein wollen? Das würde doch nur wieder Ablehnung und Schmerz hervorrufen. So flüstert es ihm zumindest die Liebe-Leid-Verankerung in seinem Unterbewusstsein fortwährend zu. Zudem ist das von Oberflächlichkeit und sich verbiegen-müssen getragene Leben alles, was er kennt – alles, worauf er sein Leben baut. Nimmst Du ihm diesen schönen Schein, diese Illusion und zeigst Du ihm stattdessen die Wahrheit, sein ganzes Potenzial, dann wird er sich mit aller Kraft dagegen verwehren. Er wird Dich verletzen, verleugnen und belächeln wo es nur geht. Auch der Gedanke: „Wer mich liebt, mit dem stimmt etwas nicht“, ist ihm nicht fremd. So gilt es für ihn um jeden Preis sein Kartenhaus zu bewahren, das Lügen- und Ersatzbefriedigungs-Korsett, welches ihn stützt, aufrecht zu erhalten. Zu groß ist seine Angst, sich der Liebe zu öffnen und sich damit wieder ähnlich verwundbar zu machen wie in seiner emotionalen Ursprungsverletzung. Er rennt weg – weit weg. …so weit, dass ihn die Liebe auf keinen Fall einholen kann. Lieber würde er sie vernichten, als sich ihr und damit seinen Ängsten, die ihn von der erfüllendsten Erfahrung des Lebens abhalten, zu stellen. Er umgibt sich schnell mit ähnlich verletzten Mitmenschen,  die ihm sein eigenes Angstbild des Lebens bestätigen. Gegenseitig halten sie sich nun in der Abwertung und Verdrängung ihre eigene innere Wahrnehmung und bestärken sich die schöne Scheinwelt, die sie schon von Kindheit an kennen. Ab und zu lassen sie vielleicht einen Hauch von Licht in ihr Seelendunkel, was sie dann als Bestätigung der Richtigkeit ihrer Einstellung feiern – doch immer nur gerade so viel, dass die eigentliche Liebe nicht hereintreten kann. Die Angst davor bleibt bestehen – genau wie die Abwehr und Verurteilung all jener, die es geschafft haben, sich ihren Ängsten zu stellen und sich so von den Illusionen ihrer Angst zu befreien…um bedingungslos zu lieben.

„Meine Liebe ist bedingungslos.
Deine Handlungen spielen dabei keine Rolle
und können sie nicht beeinflussen.“

– Osho

Der Verdränger

Während der Herzmensch mit einem Überschuss an Gefühlen zu kämpfen hat, scheinen den Verdränger die wirklich tiefen (positiven) Gefühle zu meiden. – Doch genau anders herum wird ein Schuh daraus: Der Verdränger hat ANGST, sich auf sie einzulassen und spaltet sie von sich ab. So landen sie unbewusst bei seiner zweiten Hälfte und er selbst verliert sich im logisch-rationalen Denken und Analysieren. Er fühlt den Verlust zunächst nicht – weder den seiner wahren Gefühle (denn die musste er schon im zarten Kindheitsalter lernen abzuspalten, zu verleugnen oder zu ignorieren), noch den seines Herzenspartners an sich.
Es geht ihm gut, oberflächlich betrachtet. Und zu Beginn der Trennung fühlt er sich dadurch auch in der Richtigkeit dieser Entscheidung bestärkt. Doch je mehr sein Seelendual in seine eigene Kraft zurückfindet und nicht länger bereit ist, seine Gefühle und Entwicklungsaufgaben für ihn zu tragen, desto mehr kommt er nicht umhin, sich ihnen selbst anzunehmen.

Immer öfter ergeben sich nun Momente, in denen er an der Richtigkeit der Trennung zweifelt, in denen er sich eingestehen muss, dass ihn sein Herzenspartner doch nicht so egal ist wie er es sich eingeredet hat. …oder einreden lassen hat – denn Verdränger legen viel Wert auf die zustimmende Meinung und Anerkennung anderer. Dafür stellen sie ihre eigenen zu weile vollkommen zurück – mach mal soweit, dass sie diese selbst nicht mehr wahrzunehmen im Stande sind. Doch wie sehr er sich auch bemüht, die Kontrolle über seine Gefühle zu behalten – irgendwann übermannen sie ihn. Spätestens jetzt sollte er aufhören, dagegen anzukämpfen und sich seiner Hauptaufgabe stellen: sich einlassen.

Dieses Einlassen macht ihm jedoch Angst. Nichts ist ihm so wichtig wie seine vermeintliche Freiheit, die er jedoch durch eine bestimmte Form der Abhängigkeit erkauft – ob es die Abhängigkeit von Drogen, Alkohol, Nikotin, oder eine finanzielle oder emotionale Abhängigkeit ist. Sein Weg führt nicht umhin, sich dieser Tatsache zu stellen und diesen Trugschluss, er bräuchte Etwas oder Jemanden aufzulösen.

Lieber Verdränger, Du bist frei! …solange Du im Geist ungebunden bist. Doch haftest Du an etwas an – und sei es an die Freiheit selbst – dann bist Du gebunden und erstarrst.

Marita Schroeder – The Future Force

 

Selbstliebe – Das ist Leben

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit, zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin und dass alles, was geschieht, richtig ist – von da an konnte ich ruhig sein.

Heute weiß ich, das nennt man „Vertrauen“

Als ich mich selbst zu lieben begann, konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid nur Warnung für mich sind, gegen meine eigene Wahrheit zu leben.
Heute weiß ich, das nennt man „authentisch-sein“

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, mich nach einem anderen Leben zu sehnen und konnte sehen, dass alles um mich herum eine Aufforderung zum wachsen war.
Heute weiß ich, das nennt man „Reife“

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben und ich habe aufgehört, weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen.
Heute mache ich nur das, was mir Spaß und Freude bereitet, was ich liebe und mein Herz zum Lachen bringt, auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo.
Heute weiß ich, das nennt man „Ehrlichkeit“

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war, von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen und von allem, das mich immer wieder hinunter zog, weg von mir selbst. Anfangs nannte ich das „gesunden Egoismus“ aber heute weiß ich, das ist „Selbstliebe“

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, immer Recht haben zu wollen, so habe ich mich weniger geirrt.
Heute habe ich erkannt, das nennt man „Demut“

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich mich geweigert, weiter in der Vergangenheit zu leben und mich um meine Zukunft zu sorgen. Jetzt lebe ich nur mehr in diesem Augenblick, wo alles stattfindet. So lebe ich heute jeden Tag und nenne es „Bewusstheit“

Als ich mich selbst zu lieben begann, da erkannte ich, dass mich mein Denken armselig und krank machen kann, als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte, bekam der Verstand einen wichtigen Partner. Diese Verbindung nenne ich heute „Herzensweisheit“

Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen, Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen zu fürchten, denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander und es entstehen neue Welten.

Heute weiß ich, das ist das LEBEN !

(Charlie Chaplin an seinem 70.Geburtstag)

 

 

 

Der Weg des Menschen

In jedem ist etwas Kostbares, das in keinem anderen ist. Was aber an einem Menschen kostbar ist, kann er nur entdecken, wenn er sein stärkstes Gefühl, seinen zentralen Wunsch was sein Inneres bewegt, wahrhaft erfasst.

  • Wenn Du einen Menschen aus dem Schlamm und Kot heben willst, bilde dir ja nicht ein, du könntest oben stehen bleiben und dich damit begnügen, ihm eine helfende Hand zu hinabzureichen. Ganz musst Du hinab, in Schlamm und Kot hinein. Da fasse ihn dann mit starken Händen und hole ihn und dich ans Licht.
  • Ich wusste nie, was Heimat bedeutet. Dann lernte ich dich kennen, blickte in deine Augen, in dein Herz und schließlich in deine Seele. Da lernte ich was es heißt, angekommen zu sein.
  • Es kommt einzig darauf an, bei sich zu beginnen, und in diesem Augenblick habe ich mich um nichts anderes in der Welt als um diesen Beginn zu kümmern.
  • Im Leben zählt nicht was Du hast, sondern wen Du an deiner Seite hast.
  • Vertraue den Personen die es schaffen, dass dein Leben schön ist. Alle anderen sind es nicht wert, deine Zeit mit ihnen zu verschwenden.
  • Nur Menschen, die die Härte des Lebens am eigenen Körper erlebt haben, können verstehen, was andere in schweren Zeiten durchmachen.
  • Eine verschlossene Tür kann man mit Gewalt öffnen. Ein verschlossenes Herz nur mit gewaltiger Liebe.
  • Du schaust in die Augen des geliebten Menschen und akzeptierst, was Du siehst – auch deine eigenen Schwächen. Wenn Du das tust, dann sind diese Schwächen mit einem Schlag gar nicht mehr so schrecklich. Das Geheimnis liegt darin, dass Du dich geliebt fühlst, und dieses Gefühl lässt das „Bild“ in deinem Geist sich auflösen.
  • Es gibt auf der ganzen Welt einen einzigen Weg, den niemand gehen kann außer dir. Frag nicht wohin er führt. Geh ihn !
  • Wie lange hast Du nun funktioniert? 30 Jahre, 40 Jahre, oder mehr?
    Was meinst Du, reicht das nun?
  • Suche dir immer Menschen, die dich aufbauen, die dich motivieren, die an dich glauben.
  • Herzen begegnen einander nicht zufällig. Man zieht immer den Menschen an, den man zum Verändern braucht.
  • Warum tut Liebe weh? Weil sie den Weg ebnet zum inneren Seelenfrieden.
  • Ein Zen-Meister hat einmal gesagt: Nichts oder Alles. Du musst nichts oder das Ganze deines Lebens ändern.
  • Selbstzerstörung kann zu einer Art kalten Heimat werden. Du kennst dich nicht anders als mit diesem Stück trügerischer Heimat, deshalb zögerst Du vom Bekannten Abschied zu nehmen und gegen das Unbekannte einzutauschen. Dein heimliches Argument lautet: „Ich habe damit bis heute gelebt. Also kann man damit leben. Wer weiß, ob man auch anders leben kann.“
  • Weißt Du eigentlich, dass deine Wohnung ein richtiger Energiekäfig ist? Ja, Käfig. Überall und rundherum isoliert, oben und unten und an den Seiten, und die ganze Energie, die Du frei setzt staut sich, weil sie nicht raus kann, und schlägt auf dich zurück, und am Ende wirst du ganz krank oder „verrückt“ oder jedenfalls so angespannt und nervös, dass Du mit keinem mehr reden kannst.
  • Dein Körper reagiert auf alles, was dein Geist sagt. Negativität bringt dein Immunsystem nach unten.
  • Wenn Du liebst ist alles anders. Dann fehlen alle negativen Gedanken und Gefühle, ohne dass Du es bemerkst.
  • Sieh in dich selbst hinein und hilf deinem Partner oder geliebten Menschen in sich selbst hineinzusehen. Dort ist ein großer Schmerz. Sei deshalb behutsam zu dir und ihm.
  • Es ist niemals zu spät um neu anzufangen und niemals zu schwierig um es zu versuchen.
  • Eine Veränderung kann schmerzlich sein, doch nichts ist so schmerzhaft wie das Gefühl, festzustecken in einem Leben, das man nicht ausstehen kann. Und jetzt zur Hölle mit diesen Umständen – schaffe neue Möglichkeiten.
  • Angst ist der Pfad zur dunklen Seite. Angst führt zu Wut. Wut führt zu Hass. Hass zu Leid.
  • Die Liebe kann man zwar unterdrücken, aber auf das Verlieben hat man keinen Einfluss; wenn Du dich verliebst, sagt dir deine Seele schon was sie will.
  • Erst wenn Du deinem inneren Drang im Herzen folgst und den äußeren Druck aufgibst, wird es dir besser gehen.
  • Die Wirklichkeit eines anderen Menschen liegt nicht darin, was er dir offenbart, sondern in dem,was er dir nicht offenbaren kann. Wenn Du ihn daher verstehen willst, höre nicht auf das, was er sagt, sondern vielmehr auf das, was er verschweigt.
  • Und wenn Du nur einen Menschen um dich hast, der sagt: dein Vorhaben ist gut, du bist gut. Bleib dran, ich helfe dir, dann hast du die wertvollste Unterstützung die es gibt.
  • Wer zu viel denkt, denkt von der Sache weg. Zweimal reicht völlig, den dreimal heißt den Sachverhalt bereits ein wenig aus dem Gespür zu verlieren. Wir haben Angst vor Nähe, auch im Denken. 
  • Jeder Mensch hat das Recht anders zu sein.

 

 

Mut zur Nähe

Mut verletzt zu werden

Seit wir auf der Welt sind, sehnen wir uns nach Zugehörigkeit und Nähe, nach Intimität und Berührung der Seelen und der Körper. Da wir in Kindheit und Jugend jedoch oft zurückgewiesen, kritisiert und verurteilt wurden empfanden wir Schmerz und verschlossen unser Herz. Wir gingen innerlich auf Distanz zu Mutter, Vater, Geschwistern und anderen Menschen. Wir hörten auf, unsere wahren Gefühle und Gedanken zu zeigen und verstellten uns, um den Schmerz der Zurückweisung zu vermeiden.
Aber unser Herz und damit unsere Seele sehnen sich heute wieder nach Nähe, Liebe, Freundschaft und Intimität mit anderen.
Wir suchen die Nähe zu anderen Menschen, vermeiden es aber aus Angst, uns zu öffnen und unsere wahren Gefühle zu zeigen, damit wir nicht wieder verletzt werden. Das macht unsere Partnerschaften und Freundschaften so oberflächlich und brüchig. Öffne dich wieder für das Fühlen und für das Zeigen deiner wahren Gefühle.
Riskiere Verletzlichkeit und zeige dich ohne Schutzmantel und sage: „So geht es mir gerade “ Ich fühle mich einsam, ängstlich, verletzt, beschämt, ohnmächtig, schwach, klein, hilfsbedürftig, mutlos, aber erwarte nicht, dass der Andere dich so annimmt, liebt und versteht.
Doch steh zu dir und deinen Gefühlen.
Dein Mut zu Ehrlichkeit und Verletzlichkeit öffnet die Tür zu deinem eigenen Herzen und für die Nähe zum Herzen eines anderen Menschen – und dem Menschen, den du innerlich sehr liebst.

Einer von beiden muss als erster wieder diese Tür öffnen, damit erneut wahre Herzverbindung zustande kommt.

 

 

Das Gefühl der Gewissheit

 

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Wie können Wünsche wahr werden? oder –

Wie schaffen wir es, so viel Glauben, Mut und Gefühl zu entwickeln,
dass unsere Wünsche wahr werden?
Die Antwort darauf ist relativ einfach:

DURCH ÜBUNG

Geistige Stärke entsteht auf dieselbe Weise wie körperliche Kraft, nämlich durch Training. Durch tägliches Training.
Wir stellen uns etwas vor und haben anfangs vielleicht noch unsere liebe Not damit.
Nun stellen wir uns dasselbe noch einmal vor.
Dieses Mal ist es schon leichter.
Durch stete Wiederholung wird eine positive geistige Gewohnheit geschaffen.
Wir denken immer und immer wieder dasselbe.
Am Ende entsteht dieser Gedanke mehr oder weniger automatisch.
Wir können gar nichts dagegen tun.
Wir sind von dem, was wir denken, vollkommen überzeugt.
Wir hegen diesbezüglich keinerlei Zweifel.
Der Gedanke ist in Fleisch und Blut übergegangen.

Wir sind sicher – Wir wissen es einfach.