Archiv für den Monat: Februar 2012

Verstand und das ewige Bauchgefühl.

„Verstand, Verstand – Ihr könnt aufhören damit.
Habe noch nie auf den Verstand gehört, habe immer
meinen Bauch entscheiden lassen.“

Wenn Ihr heute vor einer Entscheidung steht, dann nehmt Euch Zeit und Ruhe und entscheidet nur, wenn Ihr Euch sicher seid.
Jeder Zweifel ist ein Gedanke gegen die Entscheidung. Führt den Dialog mit Euch selber. Ist meine Entscheidung richtig? Wie geht es mir mit meiner Entscheidung? Was passiert mir, wenn ich mich entschieden habe? Was passiert mir nicht, wenn ich mich entschieden habe? Und das ist der entscheidende Punkt! Was sagt jetzt genau Eure Intuition, Euer Bauchgefühl.

Alles was Du tust, beginnt bei der Idee, es zu tun. Die beste Idee ist nichts, wenn Du sie nicht verwirklichst. Das gilt auch für die Entscheidung. Wenn Du dich nicht selbst entscheidest, tun es andere für Dich.

Wenn Du die Entscheidung mit dem Geist geprüft hast, prüfst Du sie mit deinem Gefühl. Wenn Du sie mit dem Gefühl geprüft hast, prüfst Du sie mit deinem Instinkt. Dann prüfst Du, ob die Entscheidung dem Plan für dein Leben und deinen Maßstäben entspricht.

Wenn Du alles mit Geist, Gefühl und Instinkt und nach Plan und Maßstäben geprüft hast – entscheidest Du ohne Zögern.
Du entscheidest nur für Dich und nicht für andere. Du entscheidest selbst und lässt nicht andere für Dich entscheiden.
Jeder „gute“ Rat, den Du dir noch bei anderen holst, ist eine Entscheidung gegen Dich.

Du entscheidest ganz und nicht halbherzig !
Wenn Du entschieden hast, zweifelst Du nicht! Konzentriere dich nur noch auf  die Verwirklichung.
Wenn eine Entscheidung falsch war, ziehst Du ohne Zögern die Konsequenz. Es ist besser, einen Fehler rechtzeitig einzusehen
als wider besseres Wissen ins Verderben zu rennen.
Es ist besser falsch zu entscheiden, als gar nicht. Denn aus den Fehlern deines Handelns kannst Du lernen. Wenn Du aus Angst nicht entscheidest, trainierst Du damit die Flucht vor Entscheidungen.

Nach der Entscheidung trägst Du die Verantwortung. Es gibt weder eine Entschuldigung, Schuld-Zuweisungen oder einen Kompromiss. Eine Entscheidung ist entweder richtig oder falsch.

Du allein entscheidest, wann der richtige Zeitpunkt für eine Entscheidung gekommen ist.
Du entscheidest nicht aus Ungeduld, Angst oder wenn andere dich bedrängen. Es ist besser, auf etwas zu verzichten, als Dich drängen lassen.

Du selbst weißt, was Du willst und brauchst.

 – Marita Schroeder – The Future Force

Die Wunde der Ungeliebten

Du hast gelernt, dass Liebe mit Schmerz verbunden ist. Du hast gelernt, dass dein Liebesbedürfnis übergangen wurde, und dass es auf die Bedürfnisse eines Herzens nicht ankam. Um diesen Schmerz zu heilen, schickt uns das Leben immer wieder „Neins“ von anderen Menschen, die diese Wunde erneut wecken. Diese Erfahrung weckt die Sehnsucht, sich mit Ersatz zufrieden zu geben, aber das macht genauso unglücklich und es macht krank. Aber der Weg hat erst begonnen und irgendwann verstehst Du, dass dieses nicht-geliebt worden zu sein auch frei macht. Du fühlst dich nicht verpflichtet, die Erwartungen der Eltern zu erfüllen. Du kannst deinen eigenen Weg suchen und gehen. Der Weg da raus ist der bewusste Verzicht auf Elternliebe. Der bewusste Verzicht auf Annahme, Anerkennung und Würdigung von außen. Und die Erkenntnis, dass Menschen dich klein halten, weil sie deine Überlegenheit nicht ertragen können. Sie greifen dich an, und Du fühlst dich allein – aber das sind sie auch. Sie begrenzen dich, reden Dir ein, Du seist kompliziert, anstrengend und überfordernd. Du hast in der Vergangenheit nur allzu oft erfahren, dass Du so wie Du bist, NICHT richtig bist. Das schmerzt – tief drin. Dieses Gefühl gaben Dir viele Menschen – allen voran, die, die Dich lieben müssten, die einzigen, von denen Du erwarten würdest, dass sie Dich uneingeschränkt annehmen. Doch sie konnten es nicht, weil sie sich selbst auch nicht annehmen können und nicht angenommen wurden. Und wenn Du diese Wahrheit einmal begriffen hast, dann kannst Du sie unmöglich wieder vergessen.

Wachse! Sei, der Du bist und lass die Elternliebe hinter dir. Verzichte auf Annahme und Anerkennung – ganz bewusst! Bleibe ganz bei Dir, sei Du selbst. Verbiege dich nicht mehr. Geh Du deinen eigenen Weg! Befreie dich von Manipulation, Abwertung und Abhängigkeit. Es werden Menschen kommen, die deine Kraft und deine Schönheit zu schätzen wissen, deine Klarheit und deinen Mut. Bis dahin verzichte! Lebe dein eigenes Leben – sei du selbst und höre auf, dich zu verbiegen.

Ich sage nicht, dass es einfach ist. Im Nachhinein sieht es einfach aus. Doch glaube mir, sobald Du den ersten Schritte gegangen bist, die ersten Meter genommen hast, wird es leicht, denn in den vielen „Neins“ liegt verborgen das größte Geschenk. Dein JA, dein JA zum Leben und zur Liebe.

„Wir wissen nicht, was wahre Liebe ist, bis sie uns mitten ins Herz trifft und alles, was wir vorher dafür gehalten haben, blass und unwirklich aussehen lässt…“

Wenn die Liebe die Grundlage von Allem ist, warum tun wir uns so unendlich schwer, sie in unserem Leben zu halten? Warum verschließen wir uns oft besonders dem Menschen am meisten, der uns nahe ist? Warum sind die Momente tiefer, bedingungsloser Liebe das, was unser Leben erst lebendig, hell und glücklich macht und doch ist dieser Lichtstrahl schon im nächsten Augenblick von einer dunklen Wolke verdeckt? Umso bewusster wir diese Momente erleben, in denen tiefe Liebe jede Faser unseres Seins durchdringt desto grösser ist die Verzweiflung, wenn diese Liebe plötzlich verblasst und unerklärlich fehlt. Wir fühlen uns von aller Welt verlassen. Dass wir uns aber selber verlassen, kommt uns nicht in den Sinn. Wir fühlen uns genau in diesen Augenblicken einsam. Doch wenn wir uns selber entschließen, diese Einsamkeit zu enthüllen, dieser Einsamkeit zu entfliehen, weil wir die Isolierung nicht mehr aushalten, fließt Liebe, Glück und Befreiung durch uns.

„Liebe ist lebensnotwendig. Liebe ist Lebensenergie.
Liebe ist Lebensfreude.
Fehlende Liebe isoliert, macht Angst und am Ende wird
man noch ganz krank,
oder verrückt oder jedenfalls so angespannt und nervös,
dass man mit keinem mehr reden  möchte.“

 

2015 – Marita Schroeder – The Future Force