Spiel schon ab! – Pass the ball

Wer sind Sie? Fragt man uns, wer wir sind, erzählen wir meist eine Art Geschichte. Sie beginnt mit dem Namen, den uns unsere Eltern gegeben haben, geht weiter über die Ausbildungsstätten, die wir besucht haben, bis hin zu unseren beruflichen Erfolgen. So entsteht ein kleiner Lebenslauf. Doch wisse: Die alten Geschichten könnt Ihr vergessen. Das seid nicht Ihr. Man möchte euer wirkliches ICH in diesem Augenblick sehen.

Das egoistische Ich ist der Entscheidungsträger und das authentische ich die Instanz, die zwischendurch Zweifel anmeldet. Dem Ego ist sehr daran gelegen, sich vor Veränderungen seiner Identität schützen zu wollen, denn es hat sehr viel Herzblut in seine Identität gesteckt.
Es  baut Schutzwalle wie Angst und Versagen auf, welche der Abgrenzung vor Veränderung und der Definition der Identität dienen sollen.
Von einer höheren Betrachtungsweise erkennen wir, dass unser Ego die Herausforderung ist, die wir überwinden müssen. Aus der Sicht des wahren ICH ist das Ego der Trainingspartner, den wir brauchen, um unser Ziel zu erreichen. Es verleitet uns, reaktiv zu sein, aber gleichzeitig gibt es uns die Chance, Widerstandskraft zu aktivieren und Erfüllung zu erleben. Das Ego ist unser Trainer, wenn es darum geht, unser Bewusstsein zu erweitern. Jedes Mal, wenn wir im Widerstand leisten, bereichern wir unser Leben. Das Ego ist also einerseits ein Gegner und andererseits ein Trainer – je nachdem aus welcher Perspektive wir es betrachten.

„Die nicht loskommen können von sich selbst,
die finden alles gut 
was sie selber tun
und tadeln alles, was nicht von ihnen stammt.“

– Zhuangzi

Das Ego ist das Gegenteil der Schöpferenergie. Es wird bestimmt von dem Gefühl des Mangels und von der Gier nach allem möglichen. Ich bezeichne in dem Fall das negative Ego deshalb immer als Gegner. Als Gegner der von der Aufmerksamkeit lebt, die ihm von außen zuteilwird. Er lebt von der Bewunderung. Er ist das, was wir nach außen hin darstellen, um Anerkennung, Zuneigung, Liebe und nicht zuletzt Macht zu bekommen.
Davon leben wir – alle! Oder nicht? Das Ego kann auch peinlich sein. Was immer unangenehm ist, es ist ein Teil des Egos: „Was würden die anderen sagen wenn…“ hier kann jeder einsetzen, was er verheimlicht.

Auch wenn Fußball ein absoluter Mannschaftssport ist, möchte ein Trainer doch am liebsten auf verschiedenste Spielertypen zurückgreifen. Den stillen Taktiker, den erbitterten Teamplayer, den exzentrischen Dribbler. Wichtig ist, dass die Mannschaft funktioniert und dahinter muss jeder sein Ego, seine Interessen immer wieder zurückstellen. Ein Lernprozess, der sich oft erst in der Praxis zeigt, in Situationen des Misserfolgs. Werdet ein Team mit positiver Aura. Ein Team, welches mannschaftsdienlicher spielt. Jeder sollte zum Sprachrohr der Mannschaft werden, zum absoluten Teamplayer und zu einer menschlich wichtigen Personalie. Das Ego mag vielleicht in der Vergangenheit weitergeholfen haben, doch im Team oder in der starting lineup ist es schlichtweg fehl am Platz. Fußballprofi bedeutet auch, sich zurücknehmen, Ärger herunterzuschlucken und sich seiner Mannschaft als dienlich zu sehen.

Seien wir ehrlich, einige Profifußballer sind nur natürliche Idioten. Doch das muss nicht sein. Und trotz einer missratenen Karriere mangelt es manchen Profifußballern noch immer an Demut… Nimm Du ihn, ich hab ihn sicher

Was könnt Ihr tun:

  • Übertreibt nicht mit euren Leistungen und eurem Talent.
  • Lebt nicht davon, dass Ihr überlegener seid, nur um von ganz besonderen Menschen verstanden zu werden.
  • Fordert nicht ständige Bewunderung ein.
  • Denkt nicht, dass Ihr ständig Anspruchsberechtigung habt.
  • Erwartet keine besonderen Gefälligkeiten um uneingeschränkte Erfüllung eurer Erwartungen zu haben.
  • Benutzt keinen anderen, um das zu bekommen, was Ihr wollt.
  • Seid fähig, die Bedürfnisse und Gefühle anderer zu erkennen.
  • Seid nicht neidisch auf andere.
  • Verhaltet euch nicht arrogant oder hochmütig.
  • Seid nicht angetrieben von heftigem Ruhm und Gier.
  • Reagiert nicht kalt oder unmenschlich.
  • Seid nicht berechnend und voller List.

Werdet die „Superschurken“ mit dem meisten Durchhaltevermögen.
Wenn Ihr erwacht und euch bewusst seid, könnt ihr dazu beitragen, die Fußball-Welt positiv zu verändern. Ihr könnt sehen, wie eure Energie des menschlichen Kollektivs harmonischer funktioniert als je zuvor und dieser Trend wird anhalten. Es ist jedoch eure Machtbesessenheit, die Ihr überwinden müsst, um eurer Erlösung zu begegnen.

 „Je sicherer und je deutlicher man die Zukunft sieht, desto
mehr kann man sagen, dass man sie bereits hinter sich hat.
Wenn der Ausgang eines Spiels sicher ist, dann
möchten wir gar nicht mehr weiterspielen,
sondern ein neues Spiel anfangen.“

– Alan Watts

Und ein Letztes:  
Ego ist nicht mehr Ego, wenn Du erkennst, dass Ego existiert… von Eckhart Tolle

 

– Marita Schroeder – The Future Force
© 2017 text by Marita Schroeder

Sei dein eigener Coach

„Der Erfolg hängt beim Fußball stark vom Kopf ab. Du musst daran
glauben, dass Du der Beste bist, und dann dafür sorgen, dass es wirklich so ist.
Als ich an der Anfield Road war, haben wir uns immer gesagt, dass
wir die zwei besten Teams der Merseyside haben, nämlich
Liverpool und die zweite Mannschaft von Liverpool.“
– Bill Shankly

Im Grunde genommen gehe ich von der Annahme aus, dass kein Betreuer der Welt so viel über das eigentliche Potential seines Schützlings weiß, wie der Sportler selbst. Was ihm eindeutig fehlt (und darin besteht die Aufgabe des Trainers), ist die „Außensicht“. Durch jahrelanges Training schleicht sich zu dem noch so etwas wie „Betriebsblindheit“ ein.
Wenn nun ein Sportler ein Wettkampf bestreitet, hat er mehrere Möglichkeiten, das Spiel in der Pause (Halbzeit) zu betrachten. Einerseits aus der aktiven und assoziierten Sportlerposition, andererseits könnte er sich rein mental aus seinem Körper bewegen und sich von „oben“ betrachten, in dem er eine x-beliebige Position in der Kabine einnimmt. Er gewinnt dadurch mehr Übersicht und nutzt zu dem die Fähigkeit, quasi wie ein zusätzlicher Betreuer, neue Informationen (z.B. taktische Anweisungen) ins Spiel zu bringen. Wenn ein Sportler voll in seinen Emotionen steckt und keine Möglichkeit hat, die Außenperspektive einzunehmen, ist er im wahrsten Sinne des Wortes blockiert, eingefahren und in seiner Sicht der Dinge gefangen.
Er hat sich mit seinen Gefühlen (z.B. Aggressionen, Wut etc.) verknüpft und sich dadurch ein Stück weit mit Ihnen identifiziert. Das Beobachten hingegen wäre das Gebot der Stunde. Beobachten ist neutral und damit frei von beeinträchtigenden und limitierenden Überzeugungen, Bewertungen und Beschränkungen.

Wenn es Dir gelingt, dich von deinen Emotionen zu trennen, letztlich zu registrieren, dass Du nicht deine Emotionen bist, wirst Du einen effektiveren Zugriff zu deinen Ressourcen haben und automatisch alle zur Verfügung stehenden Informationen auf dem Weg zum Flow nutzen.

„Pole Position“

  • Einstellungen sind wie ein Filter, der unsere gesamte Wahrnehmung aussortiert und in gewisser Weise vorprogrammiert.
  • Eine positive Einstellung hilft uns, die innersten und verschlossensten Ressourcen zu erschließen und für unsere Zielerreichung zu nutzen.
  • Wenn ich meine Leistung verbesser, ein stabiles Wettkampfniveau erreichen und den vollen Zugriff auf meine Ressourcen erzielen möchte, muss ich beginne, meine Überzeugungen bewusst zu lenken und in meinem Sinne zu nutzen.
  • Wenn ein Sportler von der Bewältigung einer Aufgabe überzeugt ist, schafft er die Voraussetzung, um sein bisheriges Leistungsniveau zu steigern.
  • Wer also im Sport eine ansprechende Möglichkeit sieht, sich selbst und die für ihn wichtigen Wertvorstellungen im Kreise Gleichgesinnter zu verwirklichen, der hat eine positive und realistische Einstellung zum Sport.
  • Lass nicht zu, dass negative Gedanken in deinen Geist eindringen, denn sie sind das Unkraut, das dein Selbstvertrauen erstickt.
  • Negative Gedanken können dich nur dann überwältigen, wenn du ihnen Raum lässt und ihnen gestattest, dich zu bezwingen.
  • Das, was zunächst nur in deinem Kopf vorgeht, wird sich als Folgeerscheinung in deinem Körper manifestieren.
  • Während des Wettkampfs solltest du dir selbst zur Seite stehen und dein bester Freund sein.
  • Konzentrationsfähigkeit hat viel damit zu tun, die komplette Aufmerksamkeit ins Hier und Jetzt zu verlagern.
  • Wenn du deine bisherigen Einstellungen verändern willst, solltest du an die Überzeugungen denken, die du in Zukunft haben möchtest.
  • Wenn man keine Grenzen erlaubt, gibt es keine Grenzen.
  • Was wir in einer Situation fühlen und tun, hängt allein von unserer individuellen Stellungnahme, also unserer Interpretation und Bewertung dieser Wahrnehmung ab.
  • Jede Form der inneren Zerrissenheit, des innerpsychischen Konflikts ist Gift für die Entwicklung eines optimalen Flow.
  • Die Nutzung von Imaginationen ist eines der wesentlichen mentalen Trainingsverfahren, das Sportlern zur Erziehung des Flow zur Verfügung steht.
  • Visualisieren ist nichts anderes als das systematische Trainieren, starke, positive geistige Bilder in sich hervorzurufen und zu verstärken.
  • Es kommt darauf an, so zu üben, dass der Geist schon im Training den Ernstfall selbst erlebt.
  • Imaginationen sind quasi die vollkommenste Kommunikationsmöglichkeit zwischen Körper und Geist.
  • Plane genügend Zeit ein, um dich mit (un)günstigen Faktoren vertraut zu machen, und simuliere mögliche Ablenkungen bereits im Training.
  • Konzentriert zu sein, zeugt von der Fähigkeit, den Aufmerksamkeitsprozess zur richtigen Zeit auf den richtigen Punkt (Ort) zu lenken.
  • Im Zustand aufmerksamer Konzentration fokussiert sich das Bewusstsein auf ein ausgewähltes Objekt und verbannt während dieser Zeit sämtliche anderen Gedanken, Meinungen, Bedürfnisse und Wünsche.
  • Konzentriere dich auf deine Bewegungen, fühle dich hinein und beschäftige dich nicht mit dem Ergebnis dieses Handelns. Die Zeit der aktiven Handlung gehört dem Hier und Jetzt…diesem Moment …der Gegenwart.

Trainer als Coach

  • Verantwortungsvolles Coaching bedeutet deshalb, den ganzen Menschen, dessen individuelle Eigenheiten und sein komplexes Umfeld im Auge zu behalten.
  • Der Wert eines Coaches stellt sich erst in kritischen Lernphasen heraus.
  • Die besten Trainer sind diejenigen, die es verstehen, das bevorzugte Sinnessystem ihrer Schüler zu erkennen und es mit verschiedenen Synästhesiemustern anzureichen, um ein Lernen auf möglichst vielen Ebenen zu ermöglichen.

Erschaffe dir deinen Traum in deiner Vorstellungskraft. Imagination ist etwas sehr Reales, auch wenn man sie nicht anfassen kann. Glaube daran, dass alles was Du dir vorstellen kannst, möglich ist. Denke an die unglaublichen Möglichkeiten, die vor dir liegen.
Je fester Du an deine Wünsche glaubst, umso schneller werden sie wahr.

„Im Reiche der Wirklichkeit ist man nie so glücklich 
wie im Reiche der Gedanken.“
– Arthur Schopenhauer

– Marita Schroeder – The Future Force

© 2015 text by Marita Schroeder

Die Lösung lauert überall

„Seltsame Momente definieren mein Leben.“

Vor uns versteckt, gibt es eine heimliche Gruppe von Überzeugungen, die das Denken und das Fühlen kontrollieren. Diese heimliche Gruppe von versteckten Überzeugungen ist eine begrenzende Gruppe von Überzeugungen, die transzendiert werden müssen… wenn ich es erlaube, gibt es keine Grenzen; keine Grenzen des Denkens, keine Grenzen des Fühlens, keine Grenzen der Bewegung.

Im Bereich des Geistes gibt es keine Grenzen. Im Bereich des Geistes ist das, was man für wahr hält, wahr oder wird wahr.

Wenn Du in Zukunft etwas verändern möchtest und dabei erfolgreich sein willst, schlage ich dir vor, bewusster Gestalter deiner Gedanken zu werden und die Führung im eigenen „Oberstübchen“ zu übernehmen. Wenn Du Resultate erzielen möchtest, die dich zufrieden stimmen, denke vom Ziel aus und werde aktiv: JETZT!

Wir sind keine Menschen mit Bewusstsein. Wir sind Bewusstsein in der Form eines Menschen. Wir alle sind Energie…wir sind definitiv verbunden…wir leben alle im Kollektiv. Wir haben alle das gleiche Ziel, die gleichen Gefühle für das Ziel, die gleichen Werte. Es ist nichts anderes zu tun, als zu spielen…
Also ist der einzige Moment der wirklich zählt, genau jetzt!

Feedback an den Spieler gehört zu den wichtigsten Traineraufgaben überhaupt!
Nicht kritisiert ist Lob genug? Die Zeiten sind vorbei!

Was sollen wir tun? Wir tun das Beste, was wir tun können. Ich sterbe im nächsten Augenblick und im Augenblick danach und danach. Deshalb tue ich in jedem Augenblick mein Bestes. Wenn wir sagen, dass sich alles verändert, beinhaltet dies, dass in diesem Augenblick alles stirbt. Wir müssen stets unser Bestmögliches tun, als wäre jeder Augenblick unser letzter – denn das ist er tatsächlich.

„Seid Ihr emotional entgleist? Bleibt im Niveau flexibel!“

„Ich war in der Hölle. Das Einzige das dort brennt, ist das, was ihr nicht loslassen wollt.“

„Wenn du glücklich bist, teile es deinem Gesicht mit.“

„Manchmal enthält ein einziger Satz ein ganzes Universum.“

Wir müssen lernen, Leistung in das Leben einzubetten und nicht eine Zukunft anstreben, in der das Leben einen Teil der Leistungen darstellt.
Viele Spitzenathleten haben die Relation zu ihrer Leistung und deren Wichtigkeit für die Menschheit verloren. Sportler scheinen manchmal wie Götter, sind unberührbar und unantastbar. Auch die Zuschauer und Fans verrennen sich in Illusionen und Pseudophantasien.

Zu einer gesunden menschlichen Entwicklung zählt in meinem Verständnis von Persönlichkeit auch die Erkenntnis, wie „unbedeutend und austauschbar“ eine einzelne Person doch tatsächlich ist. Gerade im Sport geht es doch nur in den seltensten Fällen um Personen, viel mehr um Marionetten, die im Sinne ihrer Anhänger das tun, was man von ihnen erwartet. Absolut unrealistisch und geradezu absurd wirken
„Sportlerpersönlichkeiten“, die sich für unendlich wichtig und unersetzbar halten. Diese Überproportionierung des eigenen Stellenwerts kann nicht Zielsetzung einer sportlichen Entwicklung sein.

Kultivieren Sie Ihr besseres Selbst – Seien Sie charismatisch!

Der Stoff, aus dem Legenden sind, der andere in den Bann zieht, der Menschen eine magische Aura und Stahlkraft verleiht, der Vertrauen einflößt, der die Sehnsüchte, Hoffnungen und Wünsche anderer verkörpert, der immer dann herhalten muss, wenn sich der Erfolg schillernder Persönlichkeiten nicht erklären lässt und der deshalb als mythischer Erfolgsbeschleuniger gilt, dieser Stoff lässt sich prima beschreiben, aber kaum definieren. Es ist Charisma. Charismatische Menschen sind die Divine Light Keeper der Moderne. Lange Zeit stand fest: Charisma kann man nicht lernen, man hat es oder nicht. Das sieht die Wissenschaft inzwischen anders: Charisma lässt sich sehr wohl lernen. Und egal, an welchen Eigenschaften Sie laborieren, achten Sie darauf, dass Sie Selbstsicherheit ausstrahlen und polarisieren. Beides lässt Menschen aus der Masse herausragen, macht sie souverän, wofür sie selbst von Widersachern bewundert werden.

Francesco Totti

– Marita Schroeder – The Future Force

© 2017 text by Marita Schroeder

Fotoquelle: leider unbekannt. Für Hinweise wäre ich sehr dankbar!

 

Engagement und Identifikation

Vereinstreue, Engagement und Identifikation fordern die Anhänger von ihren Spielern. In einer Welt des Wettkampfes und des Geldes müssen diese aber oft zweitrangig sein. Vereinswechsel in bessere finanzielle und sportliche Perspektiven sind an der Tagesordnung. So ist Fußball. Aber es gibt auch Ausnahmen: Kicker, die selber Fans ihrer Farben sind und für diese ihr Herzblut vergießen. Jugendträume, die mit einem Profivertrag beim Traumklub wahr wurden. Spätestens mit dem 18. Geburtstag stehen die Profispieler dann ohnehin stark unter Druck. Wie muss sich ein Mensch fühlen, der für mehrere Millionen Euro verkauft wurde?

„Wenn ich Sie um etwas bitten dürfte.“
„Kommen Sie erst wieder in mein Büro, wenn Ihre Tabletten wirken.“

Der Fußball von heute ist nicht mehr von Tradition gekennzeichnet, sondern von Kommerz. Schwindelerregende Summen werden investiert, aber die Leidenschaft am Spiel geht oft verloren. Menschen sind keine Ware und Sport kein Produkt. Solange das aber innerhalb des Fußballs, samt seiner Verbände und Vereine nicht so gesehen wird, werden sich die Summen in immer verrücktere Dimensionen steigern. Noch nie haben die Bundesligavereine so viel Geld beim Verkauf und Kauf von Spielern umgesetzt wie jetzt. Gleichzeitig steigen die Gehälter der Spieler stetig an. In den vergangenen fünfzig Jahren haben sie sich weit mehr als vertausendfacht. Summen, die sich niemand mehr vorstellen kann. Geht es im Fußball nur noch ums Geld? Wer nicht aus Liebe zur Sache arbeitet, sondern nur des Geldes willen, der bekommt gar nichts: Weder Geld noch Glück.

„Mach keine kleinen Pläne. Sie haben nicht den Zauber, das Blut der Fans in Wallung zu bringen. Sie werden nicht realisiert. Mach große Pläne, setze Dir hoffnungsvoll die höchsten Ziele – und arbeite daran.“

Fußball, Geld, Herzblut
Ich glaube, die Spieler gehören alle mal auf den Prüfstand.
Moral bedeutet für mich absolutes Engagement und auch Disziplin  und das von der
1. Spielminute an. Hier sollte schon mal genauer untersucht  werden, wo genau die Ursache bei jedem liegt und dringend abgestellt werden. Normal ist das nicht, man kann sich auf einen Sieg gar nicht mehr verlassen. Konsistenz kann ich auch nicht erkennen. Leistungsniveau? Leistungsmotivation? Eigendynamik?

„Was ich sehr schätze, sind Spieler mit Biss, Verstand und Humor, das Herz am rechten Fleck, Ehrlichkeit, Stil und Niveau, Durchhaltevermögen und den Mut zum Spiel.“

„Man muss den Tick besser arbeiten, man muss den Tick mehr Herzblut rein tun, man
muss den Tick geduldiger sein, und schon ist alles möglich. Es ist dann nicht wahnsinnig wahrscheinlich, aber möglich. Mehr kann man doch im Leben gar nicht erwarten.“
– Jürgen Klopp

„Die Liebe war immer stärker als alle Angebote.“ – Francesco Totti

Es liegt in der Natur der Liebe, dass sie durch Verzicht noch stärker wird. Was gibt es Schöneres als ein Wiedersehen nach Zeiten der Trennung? Was schmerzt süßer als das Sich-Verzehren nach einem geliebten Menschen? Oder nach dem geliebten Fußball. Wer ihn nur für luftgefülltes Leder hält, dem 22 Erwachsene ziemlich sinnbefreit nachjagen, der hat nicht verstanden, welche Kraft dieser Sport entwickeln kann. Es mag – objektiv betrachtet – nicht weltbewegend sein, wenn zwei Mannschaften versuchen, einen Ball durch ein Gestell aus Aluminiumstangen zu schießen. Aber ist das Verteilen von Farbe auf einer Leinwand besser? Wie bei der Malerei entsteht die Kunst des Fußballs im Auge des Betrachters.

 

– Marita Schroeder – The Future Force

© 2019 text by Marita Schroeder

 

Wenn David im Pokal auf Goliath trifft

Wie kann der Underdog den haushohen Favoriten bezwingen?

Wenn David im Pokal auf Goliath trifft…
Dann sind die Rollen klar verteilt. Der Underdog steht vor der scheinbar unlösbaren Aufgabe, den scheinbar übermächtigen Gegner zu bezwingen.  Vor allem im Pokal kommen diese Situationen immer wieder vor.
3. Liga gegen Bundesliga, Oberliga gegen Regionalliga – Die Frage, die sich aus sportpsychologischer Sicht für die Trainer der Underdogs hierbei stellt, ist: Wie können sie psychologisch auf ihre Mannschaft einwirken, dass ihre Spieler an einen möglichen Sieg glauben?

Um einige Anregungen, was man als Trainer machen könnte, zu geben, fand ich die biblische Geschichte von Lothar Linz – „Erfolgreiches Team-Coaching“, 2004, sehr interessant.

Wie der Schäfer David den Krieger Goliath bezwang

Linz (2004) empfiehlt in diesem Kontext eine biblische Geschichte als Aufhänger.
Die Geschichte handelt von David, einem jungem Schäfer, der mit einer List Goliath, den stärksten Krieger der Philister, tötet. Bemerkenswert ist vor allem der Mut Davids zu dem freiwilligen Angebot an seinen König in das Duell gegen Goliath  zu ziehen.

Ohne Schwert und Rüstung – er verzichtet darauf, weil er die Ausrüstung nicht gewohnt ist und sich nur schlecht damit bewegen kann – zieht er in den Zweikampf gegen voll ausgerüsteten Elite-Kämpfer. Noch bevor der mächtige Krieger auf Schlagdistanz herankommt, ergreift David ein paar Steine, spannt seine Steinschleuder, zielt präzise und schleudert die Steine zwischen die Augen Goliaths. Dieser kippt bewusstlos um. David ergreift die einmalige Chance, rennt heran, ergreift das Schwert des Kriegers und trennt ihm den Kopf ab.

Welche Aspekte waren entscheidend für Davids Sieg?

In Anlehnung an Linz Überlegungen zähle ich im Folgenden 2 zentrale Aspekte auf:

  1. Mut und Unerschrockenheit

David stellte sich ohne Angst und aus freien Stücken dem Duell!
Aus psychologischer Sicht eine sehr wichtige Variable – ohne Mut funktioniert es nicht.
Der Vorteil der Außenseiterposition sind die niedrigen Erwartungen des Umfeldes. Weder die Fans noch die Medien erwarten den Sieg. Was sie in den meisten Fällen erwarten, ist ein couragierter Auftritt, mehr nicht. Dagegen wird vom Favoriten erwartet, dass er gewinnt. Er MUSS gewinnen. Und am besten noch schön spielen! Goliath steht unter Druck. Der Underdog kann völlig befreit aufspielen.

Es lohnt sich darüber nachzudenken, dass Spiel in Einzelphasen zu unterteilen. Denn so wird die große Aufgabe einfacher und machbarer gestaltet. Solche Zwischenetappen lassen das Vorhaben des Trainers realistischer erscheinen. So kann der Trainer für das übergeordnete Ziel in der Defensive „Dem Gegner Probleme bereiten“ für die erste Halbzeit vorgeben, dass z.B.:
Die Mannschaft in den ersten 15 Minuten ein hohes Angriffspressing spielt um den Gegner zu überraschen und in seinem Spielaufbau früh zu stören. Zudem kann der Trainer ein offensives Gegenpressing verordnen, um im Optimalfall eigene Torchancen zu erzwingen.

  • Wenn dies nicht gelingen sollte, kann der Trainer per Coaching in tiefere defensive Grundformation vorgeben.
  • Gelingt dies, gilt die taktische Vorgabe sich ab Minute 15, etwas tiefer zu staffeln. Beispielsweise attackieren die Stürmer die Innenverteidiger erst ab der Mittellinie.

Dieser taktische Match-Plan untergliedert das Spiel in Einzelakte, welche Schritt für Schritt erreicht werden können – die Überzeugung an einen möglichen Sieg steigt. Einmal mehr zahle ich gerne 3€ in Phrasenschwein für die Fußballweisheit: „Solange es 0:0 steht, wir geduldig und diszipliniert  unsere Teilziele verfolgen, desto nervöser werden sie. Es werden sich dann Chancen in ihren nervösen Momenten ergeben. Dann werden wir zuschlagen.“

Doch was passiert, wenn der Gegner mit 1:0 in Führung geht?

Durchsprechen von Worst-Case Szenarios „Prepare your response!“

„Was machen wir, wenn der Favorit dann doch mit 1:0 in Führung geht?“
Auch diese Möglichkeit sollte durchgesprochen werden – natürlich in erster Linie taktischer Natur. Einen Match-Plan auf mögliche Spielverläufe zu erstellen ist dabei eine wichtige Vorbereitung. Einmal mehr geht es um das Prinzip „Kenn ich, kann ich!“. Den Wettkampf im Training zu simulieren, ist eine entscheidende Strategie für die Entwicklung eines tief verwurzelten kollektiven Selbstvertrauens. Oder mit den Worten eines Kampfpilotenausbilders: „Train as you fight!“.

Natürlich werden wir es nie schaffen die Komplexität und Unvorhersehbarkeit des Spiels abzudecken. Demnach wird der Trainer auch immer situationsabhängig entscheiden müssen, was zu tun ist. Was er und seine Spieler vorher absprechen können, ist wie die neue Entscheidung der Taktikänderung kommuniziert wird (Coachingbegriffe, Kommando-Ketten etc.). Was in meinen Augen mindestens genauso wichtig ist, ist die Wirkung der Körpersprache.

Hier stellt sich die Frage: „Wie wollen wir den Gegner empfangen, während er vom Jubeln zurück in seine eigene Hälfte kehrt?“, „Wollen wir mit hängenden Köpfen und Schultern dastehen oder aktiviert, bereit zum „Rückschlag“ in unseren Positionen mit breiter Brust und einem stechenden Blick stehen?“. Die Frage ist: Was wird der Gegner wohl erwarten und wie können wir ihn irritieren, ihn beeindrucken auch bei einem Gegentor?

  1. Vertrauen in die eigenen Stärken – und diese Mentalität vorleben!

Der Trainer kann seine Überzeugung von dem eigenen Sieg vorleben. Ähnlich wie David fokussiert er sich allein auf das WIE, nämlich wie seine Mannschaft den auf dem Papier überlegenen Gegner schlagen kann. Der Trainer sollte sich nicht mit dem Ergebnis und den möglichen Konsequenzen einer Niederlage beschäftigen, sondern auf die Lösungen und Strategien, wie dem Gegner richtig Probleme bereitet werden können. Wie weiter oben beschrieben, sollte er die Qualität des Gegners kurz würdigen, um seine Glaubwürdigkeit zu behalten – aber nur kurz und diese auch sofort zu relativieren (Bsp.: „Wenn man sie spielen lässt..“). Die Betonung liegt in erster Linie auf den eigenen Stärken! So wie David die ungewohnte Rüstung ablehnt und seine erprobte Steinschleuder bevorzugt, sollte der Trainer große Systemveränderungen ablehnen und stattdessen sich mit seiner Mannschaft auf ihre Spielweise und ihre Stärken fokussieren.

Somit komme ich zum Schluss und zu meiner knallharten Kurzfassung:
Wenn man den Gegner als Favorit sieht, kultiviert sich automatisch im Unterbewusstsein eine Niederlage ein, ohne dass man es möchte, ohne dass es bewusst wahrgenommen wird.
Natürlich können wir den Gegner als Favorit sehen, doch, um es salopp auszudrücken – Es interessiert uns nicht. Das ist der Moment für den Gedanken-Umkehr-Prozess: „Was haben wir zu verlieren? Wir können nur gewinnen!“ Oder anders ausgedrück: “ Dieses Spiel kannst
Du nicht gewinnen, Du kannst es nur spielen.“
Was bleibt also am Ende? Eine absolut offensive Spielweise mit einer starken Hintermannschaft…………………..by the way…the show must go on!

– Marita Schroeder – The Future Force

2017 text by Marita Schroeder

Quellennachweis: Autor Nils Gatzmaga
http://www.psychologie-fussball.de/über-uns/nils-gatzmaga/
Foto by: http://awalker010.deviantart.com/art/David-and-Goliath-318953948

 

Sag doch einfach was Du willst…open up

„Kommunikation ist die Kunst des erfolgreichen Austauschs
aussagekräftiger Informationen mit Menschen
durch einen Austausch von Erfahrungen.“

Ein Trainer wünscht sich immer möglichst viele Informationen einem Spieler mitzuteilen, um effektiver trainieren zu können und um die Leistungen zu verbessern.
Dies erfordert jedoch, dass der Spieler die Informationen nicht nur erhält, sondern dass er sie auch versteht und akzeptiert.

Ein Trainer sollte sich deshalb fragen:

  • Muss ich die Aufmerksamkeit des Athleten haben?
  • Erkläre ich mich in einer leicht verständlichen Art und Weise?
  • Hat der Spieler die Informationen verstanden?
  • Glaubt der Spieler, was ich ihm sage?
  • Hat der Spieler akzeptiert, was ich sage?

Non+verbale Botschaften

Im Gegensatz zur Teamkommunikation (ich bezeichne es mal so) hat zunächst erst einmal die face-to-face-Kommunikation oder persönliche Kommunikation den Vorteil, dass direkt auf die Signale des Gegenübers eingegangen werden kann. So entstehen laufend Rückkopplungen (Feedback) zwischen den Kommunikationspartnern in Form von Rückfragen und abwechselndem Gespräch. Diese führen zu unmittelbaren Verständigungsmöglichkeiten und hoher Flexibilität. Diese Flexibilität ist ein Grund für die größere Beeinflussung der persönlichen Kommunikation gegenüber der Teamkommunikation.

Während der Trainer spricht, wird erwartet, dass der Spieler geduldig zuhört bis der Trainer zu Ende gesprochen hat. Bei genauerer Betrachtung kann man sehen, dass Spieler auf eine Vielzahl von verbalen und non-verbalen Verhalten, um einen reibungslosen Ablauf der Kommunikation aufrecht zu erhalten, zugreifen werden. Ein solches Verhalten beinhaltet Kopf-Nicken, Lächeln, Stirnrunzeln, Körperkontakt, Augenbewegungen, Lachen, Körperhaltung und viele andere Aktionen. Die Mimik der Sportler geben dem Trainer ein Feedback und ein „geschulter“ Trainer weiß diese zu verstehen. Verglaste oder nach unten gedrehte Augen zeigen Langeweile oder Desinteresse. Hochgezogene Augenbrauen Ungläubigkeit, dies könnte eine leichte Verwirrung auslösen.

Die Haltung eines Teams gegenüber dem Trainer kann als Zeichen auf ihre Stimmung bewertet werden und spätestens hier sollte der Trainer reagieren.

Ein Trainer sollte sensibel sein, um die Signale von den Spielern zu verstehen. Ihre Gesichter sind in der Regel ein guter Indikator dafür, wie sie sich fühlen und gute Kenntnisse im Face-Reading um die Bedeutung der nonverbalen Signale zu verstehen, werden dem Trainer von unschätzbarem Wert.
Es kann in Gesprächen zwischen Trainer und Spieler immer wieder zu Kommunikations-Störungen kommen. Aufgrund dessen kann sich der Trainer folgende Fragen stellen, bzw. bewusst werden:

  • Die Wahrnehmung des Sportlers ist anders als bei ihm. Hier legen verschiedene Menschen unterschiedliche Schwerpunkte.
  • Der Spieler kann bewusst einen Abschluss herbei führen, anstatt sich durch den Prozess des Hörens zu arbeiten, zu verstehen und zu akzeptieren.
  • Dem Spieler fehlt das Wissen, welches notwendig ist, um zu verstehen, was der Trainer versucht zu kommunizieren.
  • Dem Spieler kann die Motivation fehlen, um ihm zuzuhören oder die Informationen die ihm gegeben wurden zu konvertieren.
  • Der Trainer kann Schwierigkeiten haben, zum Ausdruck zu bringen, was er dem Spieler sagen will.
  • Emotionen können im Kommunikationsprozess stören.
  • Es kann ein „Aufeinanderprallen“ zwischen dem Trainer und dem Spieler kommen.

In beiden Richtungen sollte die Kommunikationsarbeit sorgfältig geprüft werden.
Ob eine Störung vorliegt, ist erst an der Reaktion des Gegenübers erkennbar. Es kann durchaus passieren, dass manchmal der Mut fehlt, etwas anzusprechen und so wird eben nicht mehr darüber geredet. Jedoch muss dies nicht unbedingt am fehlenden Mut liegen. Es kann auch sein, dass es sich in der Situation nicht lohnt, es anzusprechen. Das kann sogar richtig sein, denn manche Dinge erledigen sich auch von allein.

„Coach, bitte sag mir, ob du heute etwas anders machen willst.“

Folgendes sollte ein Trainer VOR der Kommunikation mit dem Spieler berücksichtigen:

  • Warum möchte er kommunizieren?
  • Wo und wann könnte die Nachricht am besten vermittelt werden?
  • Was ist es, was er kommunizieren will?
  • Wie geht er vor, um die Informationen zu kommunizieren?

Effektive Kommunikation sollte sechs Elemente beinhalten:

  • Klarheit – Stellen Sie sicher, dass die Informationen übersichtlich dargestellt werden.
  • Prägnanz – Seien Sie präzise, keine langen und umständlichen ​​Nachrichten.
  • Korrektheit – Vermeiden Sie irreführende Informationen.
  • Ganzheitlichkeit – Vermitteln Sie alle Informationen, und nicht nur ein Teil davon.
  • Höflichkeit – Bleiben Sie höflich und werden nicht „bedrohlich“, um Konflikte zu vermeiden
  • Konstruktivität –  Seien Sie stets positiv und vermeiden negative Kritik.

Wenn ein Trainer durch die Kommunikation Veränderungen bewirken möchte ist es wichtig, dass die Informationen in einer gewissen Art und Weise vorgetragen werden. Beginnen Sie immer erst mit etwas positivem und dann die Information, die sie kommunizieren möchten. Das bewirkt beim Spieler eine Veränderung in seinem Verhalten, oder einer Aktion.

Schlussfolgerung:
Eine positive Wirkung ist immer verbunden mit einem ausgeprägten Maß an Vitalität, Kraft und Energie. Strahlen Sie Ruhe und Sicherheit aus, so wirken Sie konzentriert und ausgeglichen. Zeigen Sie Leidenschaft und Begeisterung, Gute Laune und Optimismus sind unglaublich anziehend. Ein positiver Gesichtsausdruck ist für das Gegenüber immer auch ein Zeichen der Bestätigung. Vermitteln Sie Botschaften oder Visionen. Visionen, die Sie mit Entschlossenheit verfolgen und in die Tat umsetzen. Zeigen Sie Professionalität. Diese wirkt auf unterschiedlichen Ebenen, von einer der Situation angemessenen äußeren Erscheinung über das Verhalten und den Umgang mit anderen.

Machen Sie Ihre Kommunikation zum Meisterwerk!

…doch manchmal entspricht verbaler Kommunikation einem duktilen Münzmetall, das dem der diametralen Handlung in seiner Wertigkeit unterzuordnen ist. Mit anderen Worten:
Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.

– Marita Schroeder – The Future Force

© 2017 text by Marita Schroeder

Hoffnung und Erwartung – be efficient

„Der Unterschied zwischen dem Unmöglichen und dem
Möglichen liegt in der Entschlossenheit“
– Tommy Lasorda

Viele Sportler kämpfen und mühen sich über Jahre hinweg ab, um ein bestimmtes (oftmals erträumtes) Ziel zu erreichen, um dann eines Tages festzustellen, dass sich der ganze Aufwand nicht rentiert hat, die spartanischen Stunden in keinem Verhältnis zum erbrachten Leistungsniveau stehen. Die meisten Athleten können ihre Karriere schon viele Jahre früher abbrechen oder sich ernsthaft dazu entschließen, ihre Art des Denkens zu verändern. Ich sehe daher den Grad an Gewissheit der Zielerwartung aus wichtigen Gradmesser der psychischen Belastbarkeit und Chancenbarometer für die zukünftige sportliche Entwicklung.

Diese Zielerwartungs-Glaubenssätze bedeuten in Bezug auf sportliche Leistungsentfaltung, dass ein Sportler an die Erreichung eines definierten Ziels glaubt und vollends überzeugt ist, dass es so sein wird. Ein tiefes und inniges Gefühl der Gewissheit begleitet diese „positive Zielerwartung“. Habe ich als Spitzensportler keine solche Zielerwartungsphantasie und damit keinen unterstützenden Glaubenssatz, werde ich mich zum einen niemals in einen Zustand manövrieren können, der Spitzenleistungen ermöglicht, und zum anderen den letzten Funken Hoffnung verlieren.

Zu einer kritischen Phase kommt es, wenn die Erwartungshaltung und das tatsächliche Leistungsverhalten am meisten voneinander abweichen. Erleidet ein Sportler (z.B. durch totale Überforderung) einige Enttäuschungen, verliert er den Glauben an sich und die Leistungskurve geht bergab. Oft sinkt die Leistung und damit auch die „Self-Efficacy-Expectation“ (Selbstwirksamkeit-Erwartung) unter das ursprüngliche Ausgangsniveau ab.

Ein umsichtiger Trainer versteht es in dieser Zeit, Trainingssequenzen zu planen, die den Sportler in seinem Glauben an sich selbst unterstützen und begünstigend wirken. Erfolgscoaches geben ihren Schützlingen die Möglichkeit, ein Lernfeld zu erfahren, dass die Erlernung neuer Fertigkeiten unterstützt.

Die Erwartung von Erfolg hat etwas mit unserer grundsätzlichen sportlichen Wettkampfeinstellung zu tun, beschreibt quasi den Grad, wie aktiv und „hungrig“ wir sportliche Herausforderungen und Grenzgänge annehmen und zu bewältigen suchen.
Die Angst vor Misserfolg beschreibt den Umgang mit Fehlschlägen, die zum Sport genauso gehören wie Siege und persönliche Bestleistungen. Damit ist prinzipiell weniger das Verlieren oder Versagen gemeint, sondern viel mehr unseren Umgang mit Misserfolgen.
Jeder geht anders mit Schwierigkeiten, Misserfolgen und nicht erbrachten Leistungen um. Der eine nutzt es als Feedback für zukünftige Entscheidungen und Planungsphasen, der andere sieht sich als Person gefährdet und hat Angst, auch auf anderen Gebieten des menschlichen Lebens Misserfolge einstecken zu müssen.

Wenn eine schlechte Saison dazu führt, dass ich meine grundsätzliche Leistungsfähigkeit in Frage stelle und Angst vor dem nächsten Spiel habe, wirkt sich das zwangsläufig auf meine tatsächlich gezeigten Leistungen aus und führt meist zu Selbstzweifel, Selbstvorwürfen und endet in Krisensituationen, die schwer aufzulösen sind.

James E. Loehr schreibt dazu:
„Talentierte Sportler werden von Trainern und Eltern ständig an ihr Talent erinnert. Dieses Aushängeschild kann wirklich zu einer Belastung für den Spieler werden. Er oder sie haben Angst, sich 100prozentig einzusetzen, sich völlig zu verausgaben, weil sie im Falle des Versagens die Erwartungen nicht erfüllen. „Vielleicht bin ich gar nicht so gut, wie alle glauben“, denkt der talentierte Sportler. Wenn er zum Problemfall wird, wird keiner wissen, ob er nun wirklich Talent hat. Er geht auf Sicherheit und schützt sein Selbstwertgefühl.

Wer mit solchen Sportler arbeitet, sollte ihnen helfen, diese Problematik zu verstehen.
Auch ein Trainer steht in der Pflicht sich regelmäßig selbst zu reflektieren, um seine Sportler dauerhaft fördern zu können und stets den richtigen Ton zu treffen. Trainer sind ein wesentlicher Faktor der Entwicklung von sportlichen Leistungen und Förderung von Talenten. Dafür steht die Persönlichkeit des Trainers, sein persönlicher Umgang mit Druck, Medien, Fans, Gremien, Disziplin, seine kommunikative Stärke, seine Work-Life-Balance etc.

Talent ist sowohl ein Geschenk als auch eine Belastung und es erfordert ein ganz besonderes Verständnis, mit diesen Spielern als Trainer zu arbeiten.

„Focus on your path and ignore the competition“
Konzentriere dich auf deinen Weg und ignoriere den Wettkampf“

– Marita Schroeder – The Future Force

2017 text by Marita Schroeder

Bist du bereit für echtes Wachstum?

– Speed Pitching Session 5D

Gerade im Hochleistungssport ist ein positives Selbstkonzept von großer Bedeutung.
Die Nutzung von Imaginationen ist eines der wesentlichsten mentalen Trainingsverfahren das Sportlern zur Erzielung von Höchstleistungen zur Verfügung steht. Es kommt darauf an, so zu üben, dass der Geist schon den Ernstfall selbst erlebt.

Ich habe euch bisher viele Denkanstöße gegeben. Wir haben in vielen Artikel in der Kategorie: Fußball vom anderen Stern, viel Informationsmaterial bewältigt und die meisten der beschriebenen Konzepte, Tipps und Techniken lassen sich unverzüglich in die Praxis umsetzen. Einiges wird sich auch in einem Winkel eures Gehirns einnisten und gespeichert bleiben, bis es benötigt wird. Es wird immer Abruf bereit sein. Gemeinsam haben wir hart gearbeitet, um dich in die Lage zu versetzen, der Beste zu werden, der Beste zu sein.

Eine eindrückliche Form der Mobilisation bewirkt diese Aktiv-Wach-Trance. Wie der Name bereits verdeutlicht, wird in diesem Sinne Trance nicht als Entspannungszustand beschrieben, sondern als dynamischer Zustand.

Durch die Trance-Technik der Speed Pitching Session, werden mentale Bilder im Gehirn neu vernetzt. Der Bewusstseinszustand wird durch die Aktivitätssteigerung verändert und erweitert. Wenn Bewusstseinsveränderung produktiver werden soll, denkt daran, dass Ihr tiefer in euch selbst gehen müsst.

Durch SPS programmiert ihr euer Gehirn neu und bringt es dazu, euch zu vertrauen. Konzentriert wird auf die Bewegungen und das hinein fühlen. Wir beschäftigen uns nicht mit dem Ergebnis dieses Handelns. Die Zeit der aktiven Handlung gehört dem Hier und Jetzt… diesem Moment… der Gegenwart.

„Bewusstsein ist das, was die verschiedenen Frequenzen schafft, die uns ermöglichen, die Realität zu manifestieren und verschiedene Dinge zu sehen und Dinge anders zu sehen, sobald du die Energiequelle aktivierst.“

Der Körper denkt bei der Session mit und jede neuerliche (richtige!) Wiederholung führt automatisch zu einer zusätzlichen Sicherung und Speicherung.
Macht das Außergewöhnliche zu einem Teil eures Trainings.

Lassen sich denn Veränderungen von einer Minute auf die andere erzielen? Ich enthülle euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle einschlafen, aber wir werden alle verwandelt werden – plötzlich in einem Augenblick…

Seid neugierig auf die Botschaft, die euch ein Gefühl vermitteln wird EINS zu sein. EINS mit dir. EINS mit der Mannschaft. Mit dem Speed Pitching Session ist eine enorme Leistungssteigerung möglich und mittels dieser Technik entsteht in der Mannschaft eine euphorische und aufgeregte Stimmung.

„Wir Menschen werden nie genau wissen, was Realität ist, weil
unser Gehirn den Unterschied zwischen vorgestellter
und erinnerter Erfahrung nicht wirklich kennt.“

 

– Marita Schroeder – The Future Force

 

Junge Spieler

Ich bin davon überzeugt, dass eine wesentliche Aufgabe des Spitzensports die Entwicklung jugendlicher Menschen zu integren Persönlichkeiten darstellt, also zu Sportlern, die einen engen Kontakt zu ihrem Körper und ihren Gefühlen stehen. Leistungsdenken sowie die generell einseitige  Ausrichtung auf äußere Wertmaßstäbe und absolute Ergebnisse verstellen uns den Blick nach innen, verhindern die „Innenschau“.

Im Beratungs- und Trainingsprozess vor allem jugendlicher Sportler geht es einerseits natürlich um die Steigerung der Leistungsfähigkeit durch den Einsatz mentaler Techniken, aber anderseits, und diese Seite sollte nicht vergessen werden, auch um eine Begleitung in Richtung Innerlichkeit, Eigenverantwortlichkeit, Mitgefühl und Beziehungsfähigkeit. Wir sollten keine „Leistungsroboter“ züchten.
Mentales Coaching bedeutet, sehr viel Wert auf die Entfaltung von Persönlichkeiten zu legen – auf Gewinnerpersönlichkeiten.
Mentales Coaching ist ein personenzentriertes  und zielorientiertes Konzept zur Optimierung aller vorhandenen Kräfte und Ressourcen im Menschen.

Das Ziel eines Spielers muss es sein, die innere Freiheit zu gewinnen und Herr seiner selbst zu sein. Er benötigt ein gutes Maß an Selbsterkenntnis, um sich selbst zu lenken und nicht Spielball der äußeren Versuchungen zu werden.

„Von allen Menschen, die
Du im Laufe deines Lebens
kennenlernst, bist Du der
Einzige den du nie verlässt
und nie verlierst.
Auf die Frage nach dem
Sinn des Lebens bist Du
die einzige Antwort.
Für die Probleme deines
Lebens bist Du die
einzige Lösung.“

– Marita Schroeder – The Future Force

© 2015 text by Marita Schroeder

Das Lächeln der Sterne

Vielleicht sollten wir manchmal einfach das tun, was uns glücklich macht und nicht das, was am Besten ist.
Vielleicht sollten wir manchmal einfach das tun, wonach uns ist und nicht das, was Andere von uns erwarten. Hör auf, dich an Leute zu halten, die sich nicht für dich interessieren.
Vielleicht sollten wir manchmal einfach das tun, was unser Gefühl uns sagt und nicht das, was für die Gefühle der Anderen das Beste ist.
Denkst du nicht auch, dass wir manchmal aus Angst das Falsche zu tun, zu lange gewartet haben? Wir haben zu lange über Belanglosigkeiten geredet und diskutiert. Wir haben zu oft unser Wissen und unsere Erfahrung verteidigt und waren zu oft stolz, uns einzugestehen, dass wir uns selber viel zu lange sabotiert haben.

„Hast du Langeweile oder ist es dein normaler Kontrollwahn?“ ;-)

Du gehst offen mit deinen Gefühlen um? Zeigst und sagst, was du denkst? Dafür bewundere ich dich. Menschen, die sich so verhalten wird oft unterstellt, sie seien naiv. Das Gegenteil ist der Fall. Sie sind stark und ruhen in sich selbst. Man kann so viel von ihnen lernen.

„Die Träume der Menschen bleiben nicht im Kopf.
Sie werden hinaus getragen in die Nacht.
In den Weiten des Kosmos ist genug Platz für alle.
Manch einer fällt zurück auf die Erde und erfüllt sich!“

The very best of Hubble in 4K Ultra HD NASA ESA beautiful space music

Music is The Amnis Initiative, from the album CINEMATIC
0:00 Prologue (1’04) – 1:05 Home (3’25)
http://www.theamnisinitiative.com/cin…
https://open.spotify.com/album/0OUDeP…

Ich mag Menschen, die fließend Herz sprechen und deine wahren Freunde sind diejenigen, die dir in deinen dunkelsten Momenten zur Seite stehen – weil sie bereit sind, die Schatten mir dir zu ertragen – und in deinen größten Momenten – weil sie keine Angst haben, dich leuchten zu lassen.
Glaube, was für ein wunderbares Gefühl! An etwas zu glauben, selbst wenn es nicht den geringsten Beweis dafür gibt.

– Marita Schroeder – The Future Force

© 2020 text by Marita Schroeder