Öffne das letzte Tor deines Herzens

Kannst du Liebe empfangen? Kannst du Fülle empfangen?
Die meisten werden diese Fragen mit JA beantworten.
Aber ich sage dir, du kannst es nicht. Du kannst nicht einmal wirklich geben, obwohl du es ständig versuchst, um zu bekommen.
Haben zu wollen und Empfangen sind zwei gegensätzliche und grundverschiedene innere Haltungen und sie entscheiden über ein Leben in Liebe oder Einsamkeit, in Fülle oder Mangel.
Wenn du aufhörst zu warten, dass dein Seelenpartner die Dornenhecke um dein Schloss überwindet und dich errettet, wirst du erwachsen. Du erkennst dein Gefängnis, dein selbstgewähltes Verließ und Du erkennst auch, dass Du selbst diese Dornenhecke gepflanzt hast, um dich zu schützen. Du erkennst, dass Du geschmachtet hast nach einem Erretter oder einer Erretterin, aber gleichzeitig die Hecke so hoch hast wachsen lassen, dass sie keiner überwinden konnte.

Der letzte Schritt, das letzte verschlossene Tor deines Herzens zu öffnen ist, dir zu erlauben, das Leben und die Liebe zu empfangen, die Du bereits bist.

„Schwer“ ist es deswegen, weil viele glauben, dies doch bereits zu können.
Doch der tiefste Schmerz, der Schmerz, der aus der Dualität entspringt, aus  der vermeintlichen Trennung von der Liebe, ist eine Identifikation, ist die Grundidee des Ichs.
Bist Du jemals so tief vorgedrungen, dich wieder verbunden zu fühlen?
Sobald Du tiefer gehst, erkennst Du: der Schmerz, den Du erleidest – wieder und wieder – kommt nicht von ihm oder ihr. Er kommt von niemandem im Außen, auch nicht aus Situationen oder Umständen, in denen Du lebst.

Dieser Schmerz – und jetzt höre zu – dieser Schmerz ist auch NICHT deine Sehnsucht nach ihm oder ihr, die Sehnsucht ist nur das Ergebnis dessen, dass Du dir etwas oder jemanden wünschst, der deinen wahren Schmerz heilt, ohne diesen zu bewerten. Der deinen VON DIR unterdrückten Schmerz heilt, den Du nicht einmal kennst, ohne dich dabei zu verletzten. Du wünschst dir zu tiefst, gehalten und GANZ angenommen zu werden wie Du bist. Aber das tut er oder sie ja schon längst! Nur Du tust es nicht, Du unterdrückst gewisse Teile. Deine Sehnsucht ist Ausdruck des Wunsches nach Heilung dieser unerlösten Anteile, die Du nicht anschauen möchtest. Das „Problem“ ist, dass Du sie nicht mal mutwillig unterdrückst. Sie sind dir nicht einmal bewusst, dass Du sie hast. Denn Du hast sie schon vor so langer Zeit erfolgreich unterdrückt, dass sie zu Identitäten geworden sind. Und Identitäten nehmen wir nicht wahr…wir leben aus ihnen heraus.

Dein Bewusstwerdungsprozess ist ein langsamer Prozess der totalen Desillusionierung dessen, was Du alles vermeintlich bist.

Die „Seelenpartner“ sind ein Teil des Bewusstwerdungsprozesses, der dir sogar die Idee der großen Liebe wegnimmt. Sogar diesen Traum musst Du vollständig platzen lassen, und das,
obwohl Du dich diesmal nicht von der Liebe einfach so loslösen kannst wie früher, wenn’s nicht „geklappt“ hat. Du kannst nicht mehr gehen, Du MUSST hinschauen, solange, bis Du alle Schatten in dir erkannt und in Liebe angenommen hast. Du glaubst, ER oder SIE löst diesen Schmerz bei dir aus? Nein.

Dein Seelenpartner holt diesen Schmerz nicht einmal aus dir heraus. DU holst ihn hervor, wieder und wieder- und wirfst deinen Schmerz auf ihn oder sie.  Vielleicht nicht mehr andauernd, vielleicht nicht mal mehr häufig, vielleicht sogar inzwischen schon mit sehr großen zeitlichen Abständen. Aber Du suchst den Auslöser dafür und projizierst ihn wieder auf ihn.

Und dann, wenn Du erkannt hast, dass ER oder SIE weder die Ursache deines Schmerzes ist, noch ihn jemals zu heilen vermag, kommst Du aus deinem Hochsicherheitstrakt heraus, indem Du sitzt, aus dessen Höhe Du herrschst in deinem Leben, und der dir Sicherheit bietet, dass dich niemand berührt, dass dich das Leben nicht berührt.

Und dann passiert es: deine Schleusen öffnen sich und deine Dämme brechen. Du erkennst plötzlich den Trakt, Du fühlst deine Mauern, Du weißt, dass Du so viel alte Bitterkeit, Groll und Wut in dir herum trägst, zu Stein gewordene Gefühle, aufgetürmt zu einem hohen Trakt, aus dem Du herausschaust wie aus einem unsichtbaren Gefängnis.
Und Du kannst dich zum ersten Mal annehmen und in Liebe selbst halten.
In diesem Moment spürst Du, dass Du es allein kannst, dass Du niemand brauchst als
rosa Pflaster auf deine Wunden.

Du erlaubst dir so zu sein.
Du erlaubst dir, die Last der unterdrückten Gefühle endlich loszulassen.
Du erlaubst dir, echt und maskenlos zu sein.
Alles, was in dir zu Stein geworden ist, darf nun gehen, auch auf der körperlichen Ebene.

Was hast Du alles verborgen in deinem Trakt der Unberührbarkeit! Was hast Du nach außen für Rollen gespielt. Was hast Du getragen im wahrsten Sinne des Wortes, um einen Wert zu besitzen. Um eine Identität zu besitzen. Einen Selbst-Wert. Selbstwert ist der Wert, den Du dir selbst gibst, nicht die anderen! Nicht deine Erfahrungen, sondern nur deine Bewertungen über dich.

Und nun darf dein Seelenpartner endlich SEIN. Die ganze Zeit hat er sich um dich gekümmert, um deine Befreiung, ohne dass du es bemerkt hättest. Du durftest deinen ganzen Frust, deine Trauer, deine Wut, deine Enttäuschungen auf ihn werfen und er hat still den Spiegel gehalten.
Er braucht sich nicht mehr länger zu begrenzen, weil du deine Grenzen geöffnet hast. Jetzt kommt in Bewegung, was in Bewegung kommen soll. Denn Du erlaubst dir dein so SEIN, du hast die Kontrolle aufgegeben. Und jetzt darf auch er endlich seine Kontrolle fallen lassen.

Quelle und Originaltext: http://www.utestrohbusch.de/

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– Marita Schroeder – The Future Force