Löse das Problem und nicht die Schuldfrage.

„Für die meisten Menschen ist Schuld ein
Mechanismus in Ihrem Unterbewusstsein
zur Vermeidung von Verantwortlichkeit.
In Wirklichkeit ist es das einzige
was im Wege steht.“

Versuche dich nicht vor der Verantwortung zu drücken, wenn etwas schief läuft, um anderen die Schuld zu geben. Du bist für dein Leben selbst verantwortlich. Die Entscheidung wie Du mit Misserfolgen umgehst, liegt bei dir und nicht bei den anderen. Lerne aus deinen Fehlern und richte deinen Blick auf das Ziel, aber suche die Schuld niemals bei anderen Menschen oder äußeren Zuständen. Und….bleib Dir selbst treu. Entschuldige dich nicht dafür wer Du bist und wofür Du stehst.

Es gibt Situationen im Leben, die immer wieder vor unserem inneren Auge vorbei ziehen. Momente, die uns emotional gefangen halten. Bilder, die sich in unser Gedächtnis eingebrannt haben. Hätte ich damals doch bloß anders gehandelt! Wir möchten das Vergangene ungeschehen machen und unser Denken kreist immer wieder um das gleiche Thema. Wir grämen uns, weil wir etwas Entscheidendes getan oder unterlassen haben.

In solchen Momenten spüren wir, wie sehr unser Glück auch davon abhängt, Belastendes loszulassen. Ohne emotionales Gepäck abzuwerfen, wird der Weg im Leben beschwerlich. Wir starren auf ein Ereignis in der Vergangenheit, das unsere Liebe und Kraft einschnürt. Wir verstehen nicht, wie es dazu kommen konnte, erstarren, weil wir uns immer die gleichen Fragen stellen.

Auf Grund seelischer Widerstandsfähigkeit können manche Menschen Geschehnisse schneller verarbeiten als andere. Sie verkraften schneller Niederlagen oder Schicksalsschläge. Sie trotzen den Wechselfällen des Lebens, sich auch in Krisen nicht aus der Bahn werfen zu lassen und selbst in schwierigsten Situationen den eigenen Seelenfrieden zu wahren. Menschen mit dieser Fähigkeit verfügen über ein grundlegendes Vertrauen in die Sinnhaftigkeit, Verstehbarkeit und Handhabbarkeit des Lebens. Diese Menschen vertrauen darauf, den Anforderungen dieser Welt gerecht werden und die Anforderungen des Alltags schon irgendwie bewältigen zu können. Sie haben eine sehr hohe „Selbstwirksamkeitserwartung“, also die selbstbewusste Zuversicht, schwierige Situationen in eigener Regie meistern zu können.

Wie kann es aber gelingen, mit sich und der Vergangenheit ins Reine zu kommen? Wie können wir uns von Gefühlen befreien, die uns jeglicher Lebendigkeit berauben? Natürlich hängt der Verlauf von dem belastenden Ereignis ab. Und natürlich von Dir.

Jeder Mensch ist mit seinen Erfahrungen und seinen Veranlagungen individuell. Deswegen heißt es: Schau auf Dich, spüre, welches Tempo für Dich stimmig ist. Verantwortung für dein Handeln zu übernehmen, ist der erste wichtige Schritt, um aus der Vergangenheit zu lernen. Es geht weniger darum, was andere getan oder nicht getan haben. Entscheidend sind unsere Antworten, denn sie liegen im eigenen Einflussbereich. Diesen können wir verändern. Auf alles andere haben wir dagegen nur sehr begrenzt Einfluss.

Es geht um unsere Antworten auf die Dinge des Lebens. Und diese Antworten werden nicht immer perfekt sein. Schon gar nicht in der Rückschau. Doch macht es Sinn, unter dieser Last zu zerbrechen? Damit ist niemandem gedient. Ist es nicht viel gewinnbringender, wenn wir aus Vergangenheit für die Gegenwart lernen?

Schau hin, was damals war. Was Dir damals möglich war und übernehme dein Teil der Verantwortung. Wir können nur lernen, wenn wir hinschauen. Achtsam, ohne Ausflüchte und Rechtfertigungen. Ohne Anklage und Verurteilungen. Nehme Dir dafür bewusst Zeit. Dieser Schritt ist wahrscheinlich der Schwierigste. Sich den Raum zu geben, die schmerzhaften Ereignisse anzuschauen.

Unser Leben hätte vielleicht einen anderen Verlauf genommen, wenn unsere Entscheidung damals “besser” gewesen wäre. Doch können wir das mit Gewissheit sagen? Vielleicht wäre manches leichter gewesen. Vielleicht auch nicht. Wir vermuten es lediglich. Philosophieren hilft uns in diesem Fall nicht weiter. Wir drehen lediglich Gedankenschleifen und Ehrenrunden, die die Vergangenheit nicht ändern und uns in der Gegenwart nicht weiter bringen.

Akzeptieren was war und was ist!

„Ich bin zuversichtlich, dass ich alles schaffe“ oder „Egal was passiert, ich schaffe es“.