Jeden Tag wähle ich ein helles Licht

Ich glaube nicht, dass eine Kindheit nur beschissen war.

Es gibt viele Menschen, die ihre Eltern hassen und sagen, dass ihre Kindheit nur schlecht war. Es ist zum Einen auch wahr, aber zu einem anderen Teil auch wieder nicht. Wie bei allem im Leben, gibt es immer zwei Seiten. Mal davon abgesehen, dass alles erst mal so ist, wie es eben ist.

Das „Schlechte“ können wir uns leider gut merken – Behaltet die schönen Dinge im Herzen.

Warum schenken wir den schlechten Erlebnissen in unserem Leben viel mehr Bedeutung als den guten. Auch wenn es „gut“ und „schlecht“ in Wahrheit nicht geben mag, so gab es eine Zeit in unserem Leben, wo wir diesen Unterschied gemacht haben und höchstwahrscheinlich tun wir das heute auch noch.
Blickst Du zurück in deine Vergangenheit, mag es sein, dass Du ganz allgemein sagst, dass alles „schlecht“ war: „Ich hatte eine unglückliche Kindheit!“ Vielleicht schwingt da auch etwas Trotz mit, alte Wut, Hass und Spuren von Ärger.

Schlechte Kindheit – Schließe Frieden! Schließt Frieden mit euren Eltern. Das kann ich Euch nur empfehlen, sonst leidet Ihr ein ganzes Leben. Haltet Euch immer vor Augen: Eure Eltern gaben das Beste. Alles was sie getan haben war in dem Moment das Richtige, sonst hätten sie es nicht getan.

Wir mögen einige Eigenschaften von unseren Eltern schätzen, während wir andere ablehnen um unsere eigene Persönlichkeit zu werden. Die Art und Weise, wie wir uns selbst beurteilen, der Bezug zur eigenen Person wirkt sich darauf aus, ob wir im Job erfolgreich sind, ob wir eine glückliche Beziehung führen und wie wir mit Herausforderungen umgehen.

Vererbung spielt eine Rolle in fast jeder menschlichen Entwicklung, ob physisch, mental oder emotional. Wir neigen dazu, wie unsere Eltern auszusehen und unterliegen denselben Empfindlichkeiten, die sie haben. Wir können sogar für bestimmte Verhaltensweisen oder Vorlieben prädestiniert sein. Wenn wir älter werden, werden wir uns der Eigenschaften, die in uns existieren, und der klaren Geschichte der Eigenschaften unserer Mütter und Väter zunehmend bewusst. Unsere Antwort auf diese Epiphanie hängt davon ab, ob die Neigungen, die wir von unseren Vorfahren geerbt haben, in unseren Augen akzeptabel sind. Wir mögen einige dieser gemeinsamen Eigenschaften respektieren, während wir andere ablehnen. Es gibt jedoch kein Naturgesetz, keine ätherische Verbindung zwischen Eltern und Kindern, die besagt, dass letztere in die Fußstapfen der ersteren treten müssen. Jeder von uns ist frei, wer auch immer er sein möchte.

„Wenn wir nicht an uns selbst glauben, weder daran, dass wir wirksam, noch grundsätzlich gut, noch liebenswert sind, ist die Welt in der wir leben, ein furchterregender und kalter Ort“ – Nathaniel Branden

Wenn wir akzeptieren, dass unsere Eltern Menschen sind, die sowohl menschliche Gnaden als auch menschliche Fehler besitzen, beginnen wir, sie als eigenständige Individuen zu betrachten. Und indem wir den Menschen und den Vätern Persönlichkeit in unseren Köpfen verleihen, erkennen wir, dass auch wir autonome Menschen sind. Während wir vielleicht einige Eigenarten oder Gewohnheiten unserer Eltern unfreiwillig in unser eigenes Leben integriert haben, wird uns die bewusste Selbstprüfung ein Mittel bieten, um diese zu identifizieren und an ihnen vorbeizuarbeiten, wenn wir dies wünschen. Wir können dann vorbehaltlos jene Aspekte unserer Mütter und Väter ehren und nachahmen, die wir bewundern, ohne Kopien von ihnen zu werden.

Obwohl vielleicht vieles vererbt wurde, kontrollierst Du, wie, oder ob es sich in deinem Leben manifestiert. Die Muster, die Du im Leben deiner Eltern mit erlebt hast, müssen nicht Teil deines einzigartigen Schicksals sein. Du kannst aus den Entscheidungen lernen, die sie getroffen haben, und dich entscheiden, sich nicht in dieselben Laster zu begeben. Ihre Gewohnheiten müssen nicht deine sein.

Während deiner gesamten Existenz haben sich Eltern bemüht, dir ihre Erfahrungen zu vermitteln. Wie du diese Erfahrungen nutzt, liegt ganz alleine an Dir.

„Von allen Urteilen, zu denen wir im Leben kommen, ist keines so wichtig, wie das, das wir über uns selbst fällen“

Aufruf an alle Eltern
Lassen sie ihren Kindern deren Weg gehen. Sie sind nur sehr vorsichtig, weil Sie denken, sie müssten Ihr Kind vor jedem Scheitern bewahren. Doch das Risiko des Scheiterns gehört nun mal zum Leben. Akzeptieren Sie die Unwissenheit Ihrer Kinder, dies wird Ihnen mehr Respekt und mehr Vertrauen bringen. Das Ego der Eltern behauptet alles zu wissen! Der Umgang der Eltern mit dem Kind spielt eine Rolle. Fehlte ein respektvoller Umgang und man wurde als Kind verspottet oder bloßgestellt, nimmt das Selbstwertgefühl schaden. Man entwickelt dann die Überzeugung, dass man so wie man ist, nicht richtig ist. Diese Überzeugung bleibt auch als Erwachsener. Seien Sie respektvoll gegenüber dem Kind.
Eltern erwarten Respekt von ihren Kindern, aber sie vergessen dabei ganz, dass es auf Gegenseitigkeit beruht. Vertrauen Sie Ihrem Kind, Ihren Kindern und sie werden Ihnen vertrauen.

Nimm dich selbst an

Nimm dich selbst an, wie du bist. Und das ist das Schwierigste in der Welt,
denn es geht gegen deine Erziehung und deine Kultur.
Von Anfang an wurde dir gesagt, wie Du zu sein hast.
Niemand hat dir jemals gesagt, dass Du gut so bist, wie Du bist.
Sei nicht von dir besessen — sondern eine natürliche Selbstliebe ist ein Muss,
ein grundlegendes Phänomen.
Nur daraus kannst Du jemanden anderen lieben.
Nimm dich an, liebe dich selbst.

– Marita Schroeder – The Future Force

each day i choose to find a bright light – Jeden Tag wähle ich ein helles Licht.