Hyperspace

„Wenn eine Raupe sich verpuppt, bevor sie zum Schmetterling wird, darf
man nicht eingreifen. Kommt man da mit einem Skalpell zu Hilfe, sind
nachher die Flügel kaputt.
Ebenso muss eine heranwachsende Persönlichkeit
ihre eigenen Erfahrungen machen, sonst
wird sie nie richtig lebensfähig sein.“ 

Dieses Wochenende und der restliche September wird viele großartige Möglichkeiten für Selbsterkenntnis und für unsere Befreiung liefern, sofern wir bereit sind uns in unserer eigenen Tiefe endlich, endlich anzunehmen, ohne Ablenkung, ohne Maske, ohne künstliches Auftreten. Viele von uns befinden sich in genau diesem Prozess. „Altes“ und vieles muss zurück gelassen werden und nicht alles geben wir gerne frei.

„Ein Stern wird geboren aus riesigen Gasnebeln, in wunderschönen kristallinen Mustern,
eine Knospe erblüht zur Blume, eine Raupe wird zum Schmetterling, es scheint, als gäbe es für jedes Ding, jedes Wesen einen Weg, eine Bestimmung; sie werden, was sie bestimmt sind zu sein.“

Wenn wir uns verändern, ändern sich auch Gewohnheiten. Im Grunde kommt alles auf den Tisch und auf den Prüfstand, was wir bislang so um uns herum angesammelt hatten. Doch als wir dies taten, “tickten” wir noch anders. All diese Dinge, die in Wirklichkeit nur das Konzept von einer „Menge von Hype“ waren, hatten ihre Berechtigung, erfüllten gewisse Zwecke. Sie waren ein Ausdruck des Schwingungs-Level-Hyperspace, unser Level auf welchem wir uns befunden haben. Das schließt im Grunde alles ein: unser Denken, unser Gefühl für uns selber, womit wir unsere Zeit verbringen, mit wem wir uns treffen und aus welchen Gründen – einfach alles.

Unser Schwingungslevel verändert sich jetzt. Das bedeutet, wir können unser bisheriges Verhalten, Denken, Fühlen nicht beibehalten, das sollte jedem klar sein. Innerlich sind wir nicht mehr die Selben. Die „alten“ lausigen Mitleidsberater und Tröster zu behalten, würde auch bedeuten, den alten Schmerz behalten zu müssen.

„Wer die Schmetterlinge in seinem Bauch spüren will, der muss sich nur
seine paar Raupen in den Hintern stecken.“

Loslassen schmerzt, doch ohne Schmerzen gibt es keine Befreiung – bei manchen Dingen mehr, bei anderen kaum. Dennoch wird die Raupe sterben, so oder so, denn wenn die Zeit da ist, dass ein Schmetterling geboren wird, kann letztlich nichts dies aufhalten.

Seid nicht verwirrt, seid nicht verunsichert. Freut Euch auf das neue schöne Leben, welches jetzt folgen wird.

„Ich wandere zwischen wilden Blumen und warte
bis aus der Raupe ein Schmetterling wird, ein
wunderschöner und den nenne ich Frieden –
den Frieden in mir.“


– Marita Schroeder – 
The Future Force

2015 text by Marita Schroeder