Freiraum Seele – Lebensenergie

„Heilung geschieht durch Berührung mit der eigenen Wahrheit,
durch körperliches und seelisches In-Fühlung-Treten mit
dem, was schmerzt und stört“ 
– Peter Schellenbaum

Was ist Psychoenergetik?

Die Psychoenergetik ist eine Weiterentwicklung der Tiefenpsychologie nach CG. Jung durch Peter Schellenbaum.

Die Psychoenergetik nach Schellenbaum verfolgt einen spannenden Ansatz: Kleinste Bewegungen oder Lebensäußerungen werden als Zeichen eines sich offenbaren wollenden Potenzials gedeutet und in sogenannten Spontanritualen eingeladen, sich zu zeigen. Dabei kommen oft spirituelle Inhalte an die Oberfläche, Erfahrungen von All-Einheit und Heiligkeit, die tief transformierend wirken.

Die Methode führt aus dem engen Ich-Verhaftet-Sein früherer tiefenpsychologischer Ansätze hinaus. Sie versteht sich nicht nur im psychotherapeutischen Sinne des Heilens, sondern vor allem als Prozess und Weg zum sinnlichen Erwachen zu sich selbst in Verbindung zum Du und zur Welt. So stellt die Psychoenergetik kein festes Lehrgebäude dar, das anhand theoretischer Erkenntnisse und Strukturen erfassbar und nur auf bestimmte psychische Störungen anwendbar ist. Vielmehr handelt es sich hierbei um eine tiefenpsychologische Methode, die ganz allgemein blockierte menschliche Lebensenergie wieder zum Fließen bringen kann.

Nach spezifischen Richtlinien werden Elemente aus Körper- Atem- Gestalttherapie, Psychodrama, Bioenergetik, sowie systemischen Therapieformen integriert. In der Psychoenergetik tritt der Therapeut in den Hintergrund. Der Therapeut versteht sich als Regieassistenz, jemand, der nicht von vornherein weiß, was für den Klienten gut ist. Der Therapeut verlässt sich auf die aufsteigenden, zunächst unbewussten Energiesignale, eine Leitschnur, die der Lebensenergie folgt. Energiesignale zeigen deutlich Blockaden und werden durch Verstärkung, Verlangsamung oder Wiederholung ins Bewusstsein befördert. Die Psychoenergetik geht davon aus, dass jeder sich meldende Lebensimpuls, meistens verdrängt und unbewusst einen leiblichen Ausdruck hat. Energiesignale können spontan auftretende Gebärden, Gestik, Körperbewegung und – Haltung, Stimme, Sprache, Atmung, Gedanken, Bilder, Erinnerungen, der gesamte menschliche Ausdruck sein.

Mit spürender Aufmerksamkeit folgen Klient und Therapeut dieser Energiespur. Eine nicht wertende Akzeptanz ermutigt, der Spur des Geschehens zu folgen, sich dem hinzugeben, was im Moment geschieht. Dabei schält sich langsam, frei von übernommenen Normen oder Werten und alten Verhaltensmustern, der eigene Wesenskern heraus. Alte Verletzungen, verschüttete Emotionen können sich endlich befreien. Aus der natürlichen Folge einer Reihe von Energiesignalen entwickelt sich langsam ein Spontanritual, das Kernstück der Psychoenergetik. Ähnlich einem traditionellen Initiationsritus, geschieht Erwachen, Wachstum und Heilung. Mit ergriffener Ernsthaftigkeit und spielerischer Selbstverständlichkeit, gelassen und humorvoll öffnet sich die eigene, innere Landschaft. Die Seele drückt sich neu in der Einfachheit des Seins aus.

Jeder Mensch trägt ein großes Potential an Lebensenergie in sich, das er durch Spürbewusstsein aktivieren kann. Es bedarf nur ein wenig Sammlung, das feine Gefühl von Lebendigkeit in sich zu vergegenwärtigen. Der spürende Kontakt zu sich selbst, sowie das bewusst gewordene Energiesignal werden zu einem Anker in allen Lebenssituationen. Ein sicheres Gefühl im Alltag, ob Sie arbeiten, ein Konfliktgespräch führen oder Autofahren. Die innere Verbundenheit mit sich selbst schenkt Sicherheit, Klarheit und Selbstvertrauen. Die befreite Energie ist eine menschliche Grundkraft, die sich in Schaffens- und Antriebskraft sowie Kreativität äußert. Anfänglich wird ein oft noch sehr feines Gefühl von Lebendigkeit spürbar. Ein neuer, in die Zukunft weisender Lebensimpuls entwickelt sich.

Das Gesetz der Resonanz – Du musst erst sein, was du haben willst

Inhalte und Auszüge aus der Lehre von Peter Schellenbaum.
Peter Schellenbaum, geboren 1939 in Winterthur und Lehranalytiker am C. G. Jung-Institut, erweiterte den Ansatz C. G. Jungs um die Dimension des Leiblichen und um den Begriff der vorstrukturierten Energieerfahrung. Daraus entwickelte er die Methode der Psychoenergetik oder der Leib-Psychotherapie nach Schellenbaum, kurz Psychoenergetik genannt, die er in bisher 13 Büchern beschrieb.

– Marita Schroeder – The Future Force