Fehlzeiten reduzieren durch größere Wertschätzung der Mitarbeiter

Fast jede zweite Frau und jeder dritte Mann sind heute gefährdet, im Laufe ihres Berufslebens psychisch und physisch zu erkranken. Arbeitsbedingte psychische Erkrankungen umfassen verschiedene Krankheitsbilder. Zu den wichtigsten gehören im Arbeits- und Berufsumfeld verursachte Depressionen, Reaktionen auf schwere Belastungen sowie unspezifische Ängste oder Versagensängste.
Der Begriff „Burnout“ ist in aller Munde. Die Konsequenz für das Unternehmen drückt sich in langen Fehlzeiten aus. Zeit versetzte Folgen sind körperliche Erscheinungsmerkmale wie: Rückenschmerzen, Bandscheibenkomplikationen Knieprobleme, Immunschwächen, bis hin zu Adipositas um nur einmal einige zu nennen.

Wie kann man Fehlzeiten bei Mitarbeitern reduzieren?
Eine einfache Maßnahme hilft, das zu verhindern:
Wertschätzende und achtsame Mitarbeiterführung

Wertschätzung und Achtsamkeit st eine psychosoziale Ressource, die es zu etablieren und zu fördern gilt. Denn Gesundheit ist neben Motivation und Arbeitszufriedenheit die Grundlage für die Arbeitsfähigkeit. Wertschätzung und Respekt ist gesundheitsfördernd, steigert die Belastbarkeit und damit die Produktivität. Und sie verhindert die inneren Kündigungen, die jeder irgendwann einmal hegt.
Wertschätzung setzt eine entsprechende Unternehmenskultur voraus, in der z. B. ältere Arbeitnehmer, Migrationshintergrund oder verschiedene Beschäftigungsverhältnisse nicht als problematisch wahrgenommen werden. Alle Mitarbeiter/-innen werden gleich behandelt, sind gleichgestellt bei betrieblichen Angeboten und haben die gleichen Chancen in der beruflichen Entwicklung.  Mitarbeiter wollen heute Anerkennung für ihre Leistung, sinnvolle, interessante Tätigkeiten, als Persönlichkeiten wahrgenommen werden und ein gutes, angemessenes Einkommen.

  5  Schritte zu mehr Wertschätzung in ihrem Unternehmen.

  1. Analysieren Sie den Umgang Ihrer Führungskräfte mit Ihren Mitarbeitern
  2. Sorgen Sie dafür, dass Lob und Anerkennung maßvoll und gerecht verteilt wird und sich nicht nur auf „Lieblingsmitarbeiter“ konzentriert oder inflationär angewendet wird.
  3. Teilen Sie Ihren Führungskräften die Rolle eines Mitarbeiters zu und geben Sie ihnen die Aufgabe, diese Situation zu reflektieren.
  4. Legen Sie Wert auf einen Mitarbeiterkalender, in dem Mitarbeitsgespräche und Planungen festgehalten werden.
  5. Sorgen Sie für Feedback-Regeln in der betrieblichen Kommunikation, die gemeinsam mit Führungskräften und Mitarbeitern erarbeitet werden.

 

– Marita Schroeder – The Future Force
© 2016 text by Marita Schroeder