Es muss ein Ruck durch die Seele gehen

Wenn ich mich in meiner Negativität und angsterzeugende, dunkle Gedanken verstricke, neige ich dazu, diese Gedanken ernst zu nehmen. Dadurch entferne ich mich von meinem Zustand der Ruhe, Gelassenheit und der Stille. Es ist so, als senke sich eine dunkle Wolke auf mich herab, die mich einhüllt und mich von meiner inneren Stimme abschneidet. In dieser Dunkelheit vergesse ich dann, dass die einzige Möglichkeit aus der Tiefe, darin besteht, mit meiner inneren Weisheit in Kontakt zu kommen.

Engel kommen in verschiedenen Gewändern und verwandeln sich ständig. Manchmal ist es deine Freundin, dein Freund, die dir ein Wort sagen. Manchmal ist es ein Kind im Supermarkt, das dich liebevoll anlächelt und verzaubert. Manchmal ist es der Anblick eines Menschen, der dir den Atem raubt. Manchmal ist es auch ein Lied, das dir eine Botschaft mitbringt.

Engel sind Künstler der Verwandlung. Sie wollen dich aber einführen in das Geheimnis deiner Verwandlung. Achte auf deinen Engel. Engel sind Boten des Lebens. Sie verbinden Himmel und Erde miteinander und sie verbinden uns miteinander.

Die drei magischen Zustände

Stille: Unsere Seele erblüht in der Stille.

Dankbarkeit: In der Stille erfahren wir eine tiefe Dankbarkeit.

Innerer Frieden:

Durch die Dankbarkeit erfahren wir einen tiefen inneren Frieden.

Stille heilt.

Die Angst vor der Wertlosigkeit des Daseins versuchen wir zu überwinden, indem wir an vielem festhalten, am Besitz, am Erfolg, vor allem aber an Menschen. Wir klammern uns an einen geliebten Menschen und erwarten von ihm absolute Geborgenheit.

Das Leben erfüllt dir deine Sehnsucht nach absolutem Halt. Wenn du still wirst und in dich hinein lauschst, dann hörst du eine Stimme. Das ist die Stimme des Lebens und des Vertrauens. Diese Stimme wird dich zu deiner eigenen Mitte führen, da wo du zuhause bist. Und sie wird dich zu deiner Sehnsucht der absoluten Geborgenheit führen. Lass dich einfach fallen.

Die größte Schwierigkeit bei der Einübung von Dankbarkeit mag darin bestehen, sich Gott auszuliefern und seinem Willen zu vertrauen. Aber genau dies ist der Weg, der uns aus unserem Labyrinth herausführt.

Wir müssen manchmal fallen, damit wir merken, dass wir Flügel haben. Mit den Flügeln ist das Vertrauen gemeint, das Vertrauen in das eigene Leben, dass alles, was uns widerfährt, einen Sinn hat. Und diejenigen von uns, die am tiefsten fallen, haben die stärksten Flügel.

Um zur Stille zu gelangen, ist es notwendig, sich seiner fünf Sinne bewusst zu werden, indem man sie benutzt. Das mag vielen von uns absurd erscheinen, ja unglaublich, aber alles, was wir tun müssen, ist: sehen, fühlen, riechen, schmecken.

Sehr oft meinen wir, dass wir etwas leisten oder opfern müssen, um Gottes Gegenwart zu spüren. Wir müssen nichts leisten, sondern wir sind vor ihm, und alles, was wir tun, tun wir vor seinen liebenden Augen. Das gibt unserem Leben eine andere Dimension.

Zeiten der Stille, sind Zeiten mit und für Gott. So kommt man in Gott zur Ruhe, erspürt etwas von der Stille der Ewigkeit.

Hilf mir. Hast und Angst loszulassen. Lehre mich, darauf zu vertrauen, dass alles gut gehen wird, selbst wenn mir schleierhaft ist, wie das geschehen soll.

Wir sollten Glück, aber auch Schmerz zulassen und dankbar sein für den Augenblick mit all seinen Geschenken und Reichtümern. Dieser Augenblick ist für dich, du kannst ihn ablehnen oder als Geschenk dankbar annehmen.

Leben ist Wandlung, von Augenblick zu Augenblick. Hilf mir, die Wandlung des Lebens zu meistern.

Geduld tut manchmal weh. Ungeduld ist noch schmerzhafter.

Hilf mir, damit ich mich nicht mehr behindere, weil ich zu ungeduldig bin, um zu warten. Bringe mir bei, deinem Zeitplan zu vertrauen, zumal dann, wenn er mit meinem nicht übereinstimmt. Und hilf mir zu erkennen, wann der Zeitpunkt da ist, nicht mehr zu warten und weiterzugehen.

© Afschin Kamrani

(*1968) Webdesigner