Ein neuer Mensch entsteht.

Die eigene innere Welt entdecken – coming into being.

Wir stehen einmal mehr vor Herausforderungen, die uns zwingen unser bisheriges Verhalten zu verändern. Einerseits, weil die Kontrolle, durch die wir lange Zeit Sicherheit erfahren konnten nicht mehr funktioniert, andererseits, weil wir in etwas Neues, Schöneres hineinwachsen.

Und seinen wir doch mal ehrlich, wir sind ein wenig bequem und auch ängstlich was Veränderungen betrifft. Wir neigen häufig dazu den einfachen, für uns sicherer anmutenden Weg zu gehen. Viele Glaubensmuster haben wir auf diesem vermeintlich „sicheren“ Weg übernommen. Doch gleichzeitig haben wir damit unser Gefängnis erbaut.

Ein Gefängnis, aus dem wir uns oft nicht hinauswagen, aus Angst davor, was uns erwarten könnte. Doch die Gefängnistüren, die wir uns selbst gebaut haben, sind in Wahrheit nie abgeschlossen.
Doch nun ist die Zeit einfach da, ob wir nun wollen oder nicht, das Alte funktioniert nun nicht mehr. Wir erkennen unser Gefängnis und es gefällt uns nicht, doch oft fehlt der Mut den Schritt hinaus zu wagen.

Viele Ängste liegen nach wie vor in der Luft, vielleicht mehr denn je, aus dem einen Grund: Sie werden nun wahrgenommen, erkannt. Sie sind nicht plötzlich aus dem Nichts aufgetaucht. Sie sind lediglich aus dem nicht erfühlbaren, erfolgreich ignorierten Untergrund aufgetaucht! Hab Mut, du muss nicht so tun, als hättest du keine Angst,

Über lange Zeit sollten wir ein Leben, weit weg vom eigenen inneren Erleben führen. Ein Leben, wo wir jeden Kontakt zu uns selbst verloren. Wer sich selbst, und sein eigenes Inneres verloren hat, verliert automatisch den Zugang zu Mitmenschen, zur Natur, zu allem was natürlichen, lebendigen Ursprungs ist. Doch endlich und zum Glück bleibt uns nun keine Wahl mehr. Es geht nun in eine andere Richtung. Der Mensch „funktioniert“ so nicht mehr und fordert von uns gleichermaßen, wieder zu uns selber zurück zu kehren. Wir beginnen nun auch wieder zu hinterfragen. Wir werden wieder emotionaler, gefühlvoller – Gott sei Dank.

Das ist der Mut, der eingefordert wird:
Wieder du selbst zu werden und zu sein, mit allem was sich in dir regt. Damit du dich selber immer mehr spüren kannst. Damit du allmählich erkennen kannst, dass die Welt eben doch nicht untergeht, wenn du Gefühle zeigst und zugeben kannst.
Fordere dein Recht ein, du selbst sein zu dürfen! Lass nicht zu, dass man weiterhin von dir verlangt, deine Gefühle, deine Wahrnehmungen, dein ureigenes Gefühl von richtig und falsch zu unterdrücken.
Wenn du das zulässt, wird sich dein Körper bemerkbar machen. Er wird dir sagen, bis hier her und nicht weiter. Ja, er wird dich sogar krank machen. Es ist einfach nicht gesund, gegen sein Inneres Wissen, seine Inneren Empfindungen anzukämpfen, oder sie auf irgendeine Art zum Schweigen zu bringen.

Es klappt sowieso nicht mehr. Dein Umfeld wird dich testen, es muss dich testen, damit du wachsen kannst! Ein neuer Mensch wird geboren. Und wie jede Geburt ist das mit Schmerzen verbunden. Unsicherheiten kommen zutage: Wie wird das neue Leben denn sein? Wie soll ich mich denn zurechtfinden, wenn das woran ich immer geglaubt habe, wie ein Kartenhaus zusammenbricht?
Es ist völlig normal diese Gedanken und Befürchtungen zu haben.
Es gehört dazu, ist unumgänglich und entgegen mancher Theorien auch völlig ungefährlich. Es ist nichts Gefährliches daran, sich unwohl und unsicher zu fühlen. Du musst auch jetzt nicht wissen wohin dein Weg dich führen wird. Hingabe ist das, was wir jetzt lernen. Hingabe an das Leben selbst. Loslassen und vertrauen.

Blick in dich, dort ist das Leben, dort beginnt es und dort endet es nie. Das Äußere vergeht! Gerade jetzt können wir das eindrucksvoll erkennen, ohne dabei den physischen Tod erleben zu müssen. Doch du verschwindest nicht, egal wie viele Ängste du hast. Manchmal können wir sie schon spüren, die Euphorie eines neuen Lebens, weit weg von den Mauern aus Ängsten und Vorstellungen, die wir um uns erbaut haben. Der Duft der Freiheit umgibt uns schon und manchmal sind wir in der Lang ihn zu atmen. Genieße es!

Manchmal gibt es aber auch düstere, verzweifelte Stunden. Da wird unser altes Glaubenssystem zum Erschüttern gebracht, denn es muss zerfallen, die Ängste treten hervor und drohen uns mit sich zu reißen. Doch das haben sie bisher nicht getan, du bist noch immer hier! Du musst auch gar nichts tun. Aufhalten kannst du es ebenso wenig. Nimm es einfach an wie es ist und es verschwindet wieder. Lerne dich gut um dich selber zu kümmern,

Lerne Dich kennen, wer bist du tief in dir? Dort gibt es so viel zu entdecken, weil du immer mehr erkennst wer und was du nicht bist. Lerne zu erkennen was dir gut tut, was dich stärkt, was dir Entspannung oder Kraft schenkt. Das ist das, was deine Seele braucht!


– Marita Schroeder – 
The Future Force

2014 text by Marita Schroeder