Die Angst vor dem Glück

Wir alle kennen diese Angst. Wenn wir genau wissen, dass wir handeln müssten und wie das voraussichtliche Ergebnis davon aussehen wird. Wenn wir uns bewusst sind, dass die Chancen zu gewinnen größer sind als diejenigen zu verlieren. Und trotzdem unternehmen wir nichts. Wir bleiben passiv, lassen unser Gehirn nach weiteren Gründen und Ausreden suchen, warum es so besser ist und fühlen uns gleichzeitig schlecht und mies, weil wir den Plan in unserer Hand halten, aber nicht in der Lage sind danach zu handeln.

Wir haben im Grunde gar nicht Angst vor dem Scheitern. Es ist nicht so als würden wir einen riesigen Alligator vor uns sehen, der uns schreckliche Angst einjagt. Es ist vielmehr die Erwartung der Angst vor dem Versagen, die uns zurückhält und dafür sorgt, dass wir nicht die Dinge tun, die wir eigentlich tun wollen.

Wir beschränken uns damit selbst in unserem Leben und finden verschiedene Ausreden dafür, warum wir es nicht tun können und warum es nicht funktionieren wird, ohne zu merken, dass das Einzige, das uns zurückhält, unser Denken ist. Unsere Gedanken und unsere geistige Einstellung können uns zum Erfolg führen oder uns jahrelang davon abhalten.

„Als ich all meine Ausreden verlor, fand ich meine Träume“

Der Erfolg entsteht zuerst im Kopf. Dort muss er manifestiert werden. Doch damit wir den Glauben an uns zurückgewinnen können und nicht mehr an das Scheitern glauben, müssen wir oft große Anstrengungen unternehmen. Zumindest sieht es so aus, wenn wir nicht weiterkommen. Hinterher wundern wir uns immer wie einfach es ist.

Aber Angst vor dem Scheitern ist nichts, das man hat oder nicht. Jeder hat sie. Sogar Helden haben Angst, doch sie lassen sich nicht von ihr aufhalten. Wenn man der Angst nachgibt und sie gewinnen lässt, wird man von ihr beherrscht. Falls man sich von einem Gefühl abhalten lässt die Dinge zu tun, die man tun will, ist man nicht mehr Herr seines Schicksals. Letztlich gibt es nur zwei Möglichkeiten: Die Angst konfrontieren oder davonlaufen.

Man hat immer die Wahl und mit jeder der Entscheidungen muss man leben. Der einzige Weg an der Angst vorbei, führt durch die Angst.

„Der Wille zu gewinnen muss größer sein als die Angst zu verlieren“

Was ist zu tun?

Jedesmal wenn man merkt, dass die Angst vor dem Scheitern wieder da ist, sollte man sagen: “Ich kann es tun!” oder “Tu es einfach!”. Wichtig ist dieses Angstdenken zu unterbrechen und das negative Denkmuster nicht zu erlauben, sondern dagegen ankämpfen. Außerdem sollte man nicht zu viel nachdenken und überlegen, ob es klappt, sondern einfach mutig sein und handeln. Man kann die Angst nur überwinden, indem man etwas tut – durch Nachdenken wird sie nicht verschwinden, sondern nur noch stärker werden.

„Es gibt keine Grenzen. Nicht für den Gedanken, nicht für die Gefühle.
Die Angst setzt die Grenzen.“