Der Weg des Kriegers

Der Weg des Kriegers, japanisch 武士道, setzt sich zusammen aus den Silben Bushi (der Krieger) und dō (der Weg). Es geht dabei um den Verhaltenskodex, bzw. die Philosophie der Samurai, die durch den Zen geprägt wurde.

Die sieben Tugenden der Samurai

  • Aufrichtigkeit und Gerechtigkeit | Gi

Der Samurai verhält sich, bei allen Begegnungen mit anderen Menschen, ehrenhaft.
Er glaubt an die Gerechtigkeit, nicht an die von Anderen, aber an seine Eigene. Für den Samurai gibt es keine Abstufungen in Fragen der Ehre und der Gerechtigkeit. Es gibt nur richtig oder falsch.

  • Höflichkeit | Rei 

Der Samurai hat keinen Grund grausam zu sein. Er muss seine Stärke nicht beweisen. Der Samurai ist höflich, auch zu seinen Feinden. Ohne diese äußerliche Respekterweisung wären wir nicht mehr als Tiere. Der Samurai wird nicht nur für seine Kampfkraft respektiert, sondern auch für seinen Umgang mit anderen Menschen. Die wahre Stärke des Samurai offenbart sich in schwierigen Zeiten.

  • Mut | Yu

Der Samurai erhebt sich aus der Masse der Leute, die Angst davor haben zu handeln. Sich wie eine Schildkröte in seinem Panzer zu verstecken, heißt, überhaupt nicht zu leben. Ein Samurai muss heldenhafte Tapferkeit besitzen. Das ist äußerst riskant, es ist gefährlich. Es beinhaltet, das Leben voll und ganz, ja wundervoll zu leben. Heldenhafte Tapferkeit ist nicht blind. Sie ist intelligent und stark.

  • Ehre | Meiyo  名誉

Der wahre Samurai besitzt nur einen Richter über seine Ehre und das ist er selbst. Die Entscheidung, die er trifft, und wie diese Entscheidung durchgesetzt wird, spiegelt sein wahres Ich wieder. Er kann sich nicht vor sich selbst verstecken.

  • Mitgefühl, Güte | Jin

Durch intensives Training wird der Samurai schnell und stark. Er ist nicht wie andere Männer. Er entwickelt eine Kraft, die für das Wohl Aller eingesetzt werden muss. Er besitzt Mitgefühl, er hilft seinen Mitmenschen bei jeder Gelegenheit. Wenn sich keine Gelegenheit ergibt, unternimmt er alles um Eine zu finden.

  • Wahrheit und Wahrhaftigkeit | Makoto 

Wenn der Samurai sagt, er wird eine Handlung ausführen, kann man sie als erledigt betrachten. Nichts wird ihn davon abhalten das Gesagte zu vollenden. Er muss dafür nicht „Sein Wort geben“. Er muss nichts „Versprechen“. Sagen und Ausführen sind eine Handlung

  • Pflicht und Loyalität | Chū oder Chūgi 忠義

Für den Samurai bedeutet, wenn er „Etwas“ gemacht oder „Etwas“ gesagt hat, dass er dieses „Etwas“ besitzt, er ist dafür verantwortlich, sowie für alle daraus folgenden Konsequenzen. Ein Samurai ist loyal zu denen, um die er sich sorgt. Er bleibt denen, für die er Verantwortung trägt, absolut treu.

– Marita Schroeder – The Future Force