Der Kampf der Gegensätze

Der erste und wichtigste Schritt spirituellen Erwachens ist es, zwischen Positiv und Negativ unterscheiden zu lernen. Da wir als spirituelle Wesen physische Körper bewohnen, sind wir in den Kampf dieser Gegensätze einbezogen. Er manifestiert sich in uns selbst als Ausdruck höherer und niederer Impulse, sowie in der äußeren Welt als Kampf zwischen hilfreichen, göttlichen und schädlichen, dämonischen Kräften. Das was innen ist, geht in Resonanz mit dem, was außen ist. Das Göttliche schwingt mit unserem Hohen Selbst, während das Diabolische mit unserem Niederen Selbst arbeitet. In jedem Augenblick unseres Lebens sind wir vor die Wahl gestellt: Folgen wir den niederen Impulsen oder den höheren?

Wenn wir eine Entscheidung zu treffen haben, kommt es vor, dass wir in uns mehrere Impulse gleichzeitig verspüren, die einander widersprechen. Der eine Teil will dieses, der andere Teil etwas ganz Anderes. Für die Mehrzahl der spirituell noch nicht erwachten Menschen finden diese Konflikte zwischen den diversen Teilpersönlichkeiten statt, die in ihrer Gesamtheit den in ständiger Wandlung befindlichen Gesamtcharakter ausmachen. Früher oder später aber verstärken sich die Gegensätze so sehr, dass nur noch zwei Kräfte in uns vorhanden sind: Die spirituellen Ideale und Bestrebungen, und die uns auferlegten gesellschaftlichen, genetischen und psychischen Programmierungen.

Fast alles fällt nach unten, aber nur wenige Dinge sind in der Lage nach oben zu schweben. Genauso verhält es sich mit der spirituellen Entwicklung. Es bedarf kaum einer Anstrengung in das Dunkel abzurutschen. Den Einflüssen der dunklen Kräfte zu widerstehen und weiter in lichtere Gefilde emporzuschweben, erfordert jedoch ein gewisses Bemühen. Das Dunkle übt eine Art Sog aus, vergleichbar mit der Gravitationskraft. Der Einfluss dieser Kraft verändert sich in Abhängigkeit von physischen und metaphysischen Kräften im Verlauf der Zeit und unsere Seele wird während der Phasen stärkeren Einflusses harten Prüfungen unterzogen. Genauso wie die Masse bestimmt, wie stark etwas durch die Gravitation nach unten gezogen wird, genauso bestimmt das Maß der Macht unserer niederen Impulse, wie sehr wir von negativen Kräften beeinflusst werden können. Diese ziehen uns so lange nach unten, wie wir an sie durch unsere Neigung zu ständigen negativen Reaktionen und gedankenlosen, mechanischen Verhaltensweisen gebunden sind. Nur durch ständige Konzentration auf unsere reinen, edlen Wesensanteile und die aus ihnen hervorgehenden Einflüsse beginnen die herunterziehenden Bindungen an die dunkle Seite an Kraft zu verlieren, und die Möglichkeit frei von ihnen zu werden rückt in greifbare Nähe.

Also ist es wichtig, die Wahlmöglichkeit zu erkennen und die richtige Entscheidung zu treffen. Manche würden sagen, dass es keine falsche Wahl gibt, da alle Wege letztendlich zum gleichen Ziel führen. Allerdings gibt es Wege, die ein größerer Umweg als andere sind. Die gelbe Ziegelsteinstraße im „der Zauberer von Oz“ geht einmal um die Erde. Wenn dein Ziel zehn Meilen östlich liegt, könntest du natürlich 25000 Meilen nach Westen gehen und an derselben Stelle ankommen. Es wäre keine falsche Entscheidung, nur eine dumme. Wenn in diesem Artikel die „richtige“ Entscheidung genannt wird, ist die klügere gemeint.

Der Großteil der esoterischen Literatur, wie die der Sufis, Der Vierte Weg, hermetische und alchemistische Werke und die Schriften des orthodoxen Christentums, weisen auf die Notwendigkeit hin, zwischen Oben und Unten unterscheiden zu lernen. Grundlegend daran ist, diesen Unterschied in uns selbst zu erkennen. Beispielsweise hat Boris Mouravieff in seinen drei Bänden der „Gnosis“ hervorragend dargelegt, wie der Prozess unserer inneren Entwicklung davon abhängt, welchen äußeren Einflüssen wir ausgesetzt sind. Diese Einflüsse unterteilte er in zwei Kategorien: Stagnative Kräfte, die dazu führen, dass man auf dem derzeitigen Entwicklungsstand bleibt, und solche, die einen dazu bringen, den nächsten Entwicklungsschritt zu machen.

Der Einfluss höher-dimensionaler Kräfte wird in der gängigen esoterischen Literatur kaum erwähnt. Abgesehen von einigen Autoren wie Michael Topper, geht kaum jemand auf die negativen Aspekte dieser Kräfte ein, wie Entführungen der feinstofflichen Körper (soul abductions), Implantate, Gehirnwäsche und Programmierung, Manipulation des Raum-Zeit-Gefüges, künstliche Synchronizitäten, Beeinflussung der Schwingung der feinstofflichen Körper durch technologische Hilfsmittel und anderes… Das ist verständlich, da die Seele durch das Bewältigen von Schwierigkeiten wächst, ganz gleich wo diese ihren Ursprung haben. Man kann diese daher überwinden, selbst ohne genaue Kenntnis der Täuschungsmanöver und Tricks der dunklen Mächte zu haben. Obwohl die Dunkelheit einen Platz in der Schöpfung als Spiegel unserer eigenen Schwächen hat und als Katalysator unserer Entwicklung dient, haben ihre Diener einen freien Willen und extrem raffinierte Tricks diesen Willen auch durchzusetzen. Es ist leicht, in die Irre geführt zu werden und der Preis kann hoch sein. Wir müssen die Konsequenzen tragen – nicht nur als Verzögerung unserer Entwicklung, sondern auch als verfehlte Gelegenheiten Anderen zu helfen. Daher ist es besser, mehr Wissen zu besitzen als weniger.

Ich werde oft von Lesern gefragt, woran sie den Unterschied zwischen Synchronizitäten positiver und negativer Natur erkennen können. Sie fragen sich, welche der erstaunlichen „Zufälle“, mit denen sie konfrontiert werden, echte Chancen und welche Fallen sind. Das ist eine entscheidende Frage, da jede Inkarnation zeitlich begrenzt ist, und man sie am besten nutzt, wenn man es vermeidet in Fallen zu tappen.

Zum Ende des Artikels habe ich meine Beobachtungen hinsichtlich der Unterscheidbarkeit von positiven und negativen Einflüssen aufgeführt. Sie sind eher als vorläufige Gedankengebäude denn als absolute Definitionen zu verstehen. Übernommene Definitionen wären ein bequemer Ersatz dafür, das eigene Unterscheidungsvermögen zu trainieren und würden den Sinn von schwierigen Lebenssituationen schmälern. Am besten ist es, das für einen sinnvolle für sich zu nutzen und das, was sinnlos, erscheint zu ignorieren.

Während meines Ringens um Erkenntnisse empfand ich es als sinnvoll, die Art der Einflüsse in acht Kategorien zu unterteilen – ob sie von negativen oder positiven Kräften stammen, sich im Inneren oder Äußeren manifestieren und ob sie eine Art Unterstützung oder Widerstand sind. Sie sind unten zusammen mit ihren entsprechenden Charakteristiken aufgeführt, die ich durch innere und äußere Beobachtung gewonnen habe. Um zu vermeiden, das sowieso schon Offensichtliche zu erläutern, habe ich mich eher auf die hyperdimensionalen/feinstofflichen als die weltliche Aspekte konzentriert.

Negativer äußerer Widerstand
Er ist eine Antwort des Kontrollsystems (der Matrix) Individuen gegenüber, die dabei sind positive Fortschritte zu machen oder es planen. Manchmal sind es Botschaften, die Angst und Zweifel erzeugen sollen, manchmal manifestieren sie sich als Ablenkung und Zerstreuung und gelegentlich sind sie reine Ausbrüche von Frustration. Was auch immer der Fall sein mag, negative Formen äußeren Widerstands, sind nur leere Drohungen, Illusionen, die nur dann eine Konsequenz haben, wenn man sich darauf einlässt. Sie versuchen durch Unsicherheit zu manipulieren anstatt Stärken anzugreifen. Statt mit Druck deinen Aktivitäten gegenüberzustehen, versuchen diese Einflüsse deine Entscheidung zu untergraben, diese Aktivitäten auszuführen. Dennoch können solche Botschaften höchst manipulativ sein, da sie durch jede Person und jede Sache, die durch das Kontrollsystem beeinflusst werden kann, an dich herangetragen werden können und somit für den durchschnittlich bewussten Menschen zu subtil sind, um durchschaut werden zu können.

Beispiele negativen äußeren Widerstands können sein: Unsachliche Kritik an deinen Entscheidungen; das Aufführen von Beispielen von Aktionen und Menschen, die gescheitert sind; mehrere Leute, die im gleichen Zeitraum die gleichen grundlosen Warnungen von sich geben; Belästigungen, wie aggressives Anstarren und unverständliches Gebrabbel von Passanten in der Öffentlichkeit; Personen, die dir gegenüber grundlos Wutausbrüche bekommen; Störfälle elektronischer Geräte; paranormale Phänomene, die wie unglaublich bedeutsame Omen wirken und verwirrende Zwischenfälle, die inszeniert erscheinen. All dieses soll eine eventuell vorhandene Tendenz zu Ignoranz, Angst, Unsicherheitsgefühlen, Scham und Selbstgefälligkeit ausnutzen.

Positiver äußerer Widerstand
Statt auf betrügerische Weise zu versuchen, den freien Willen zu beeinflussen, wirkt positiver äußerer Widerstand durch subtile Warnhinweise und das „logistische“ Blockieren eines schädlichen Handlungsverlaufs. Die Warnungen sind Hinweise, die zu einer erweiterten Sicht auf die Situation führen, die es ermöglicht, versteckte Gefahren zu entdecken. Im Gegensatz zu ihrer negativen Entsprechung erfordern sie ein Erhöhen der Bewusstheit, um sie zu verstehen. Das logistische Blockieren einer Handlung erfolgt meist in Form von Unterbrechungen oder Verzögerungen von geplanten Vorgängen. In ihrer heftigsten Form treten sie als Unfälle, sowie als technische und gesundheitliche Probleme auf. Positiver Widerstand ist weitaus beharrlicher, umfassender und endgültiger als negativer – eher eine Steinmauer im Weg als ein Stoppschild. Durch diese Wand zu rammen, würde eine Menge Unglück nach sich ziehen. Positiver äußerer Widerstand zielt eher auf das logische Denken, die Intuition und das Unterscheidungsvermögen ab.

Negative äußere Motivation
Diese kommt in Form von betrügerischen Gelegenheiten und Botschaften, die auf die eigenen Schwächen wie Ignoranz, Wunschdenken und unsere Grundbedürfnisse abzielen, auf einen zu. Es sind spirituelle Fußangeln, die vom Kontrollsystem in unserer Welt installiert wurden, um die Schwachen und Leichtgläubigen zu Fall zu bringen. Diese Fallen sind bestückt mit leeren Versprechungen und künstlichen Synchronizitäten, die dem Ego und unseren niederen Emotionen schmeicheln. Sie werden meist wiederholt durch auffällige Zufälle bestärkt, die den Eindruck erwecken sollen, dass „es so sein soll“ und vom Schicksal vorherbestimmt sind.

Beispiele negativer äußerer Unterstützung sind:
Chancen, die von cleveren Individuen an einen heran getragen werden und einfach zu gut sind um wahr zu sein.
Glaubens- und spirituelle Systeme, die schnelle Ergebnisse und Macht versprechen.
Das „Reagieren“ der Realität auf egoistische Wünsche und Gebete.
Träume, die sehr konkret statt symbolhaft sind und in denen Charaktere auftauchen, die einem etwas Zweifelhaftes einreden wollen.
Fragwürdige Ideen, die durch mehrere Menschen die nichts miteinander zu tun haben, an einen herangetragen werden.
Physikalisch unmögliche Anomalien und Synchronizitäten, die während einer Phase der Unentschlossenheit auftauchen, um eine Entscheidung zum Wanken zu bringen.
Zeitlich unpassende Anfragen nach Teilnahme an einer ablenkenden Tätigkeit.

Positive äußere Motivation
Die Realität passt sich einem an, wenn man „im Fluss“ ist. Eine Bestätigung in Form von hilfreichen Synchronizitäten und Zeichen tritt meist erst ein, nachdem die Entscheidung gefallen ist, eine bestimmte positive Idee oder Handlung zu verfolgen. Eine andere Form von positiver äußerer Motivation ist eine unerwartete Gelegenheit, die die Konsequenz eines Verlangens der Seele oder eines echten, wichtigen Bedürfnisses ist. Positive Motivation unterscheidet sich von der negativen dadurch, dass sie Vernunft und Intuition anspricht, die Seele entlastet und Erleichterung bringt. Weiterhin fehlt ihr der subtile Charakter des „Anköderns“ und sie ist nicht auf die vergleichsweise enge Bandbreite der möglichen negativen Interferenz beschränkt. Im Extremfall geht die positive äußere Motivation mit dem Weg des Schicksals Hand in Hand, um wichtige Ereignisse unerwartet und dadurch unvermeidbar geschehen zu lassen – auf lange Sicht immer zum Besten des Betreffenden.

Negativer innerer Widerstand
Wenn er natürlich auftritt, ist seine Quelle geistige Trägheit und gewohnheitsmäßiger Widerstand gegen Veränderung, sowie emotionale Verbundenheit zu alten Verhaltens- und Lebensweisen. Andere natürliche Faktoren wären chemische, biorhytmische und astrologische Gegebenheiten und der Einfluss der Mondphasen. Wenn beabsichtigt herbeigeführt oder verstärkt, entspringt negativer innerer Widerstand meistens einer Kombination aus künstlich verschlechterter Laune und destruktiven posthypnotischen Befehlen. Diese schicken den wankelmütigen Geist in eine Abwärtsspirale von Rechtfertigung und Verstärkung dieser Einflüsse. Sie können sich als Impulse manifestieren, die ohne weiteres Nachdenken ausgeführt werden, da sie perfekt wirkliche Gedankengänge nachahmen, oder sie können sich als zwanghafte mentale Strukturen äußern, die den Geist dazu bringen, eine positive Idee abzulehnen. Letzteres spiegelt sich meist in einer unbegründeten ablehnenden Haltung eines erfolgversprechenden Themengebiets gegenüber, wider. Was auch immer der Grund sein mag, solche Einflüsse können daran erkannt werden, dass sie die bewusste Entscheidungsfähigkeit und das emotionale Gleichgewicht beinträchtigen.

Beispiele dafür sind:
Ununterbrochene kritische Selbstgespräche, geistige Blockierung oder Konzentrationsschwäche in Hinsicht auf einen konstruktiven Gedanken oder einer positiven Handlung.
Symptome eines Trance-Zustandes, die auf die Aktivierung eines posthypnotischen Befehls hinweisen.
Plötzliche emotionale „Vernebelung“ durch düstere Gefühle.
Angst- und Verzweiflungsgefühle, für die kein realer Grund existiert (aber einer an den Haaren herbeigezogen werden könnte)
Unerklärliche Feindseligkeit gegenüber einer harmlosen Person oder einem Gedanken.
Ein „flaues Gefühl“, das ungewöhnlich stark und auf den Solarplexus-Bereich beschränkt ist und das subtile, echte ungute Gefühl einer Sache gegenüber nachahmen soll.
Abwehrsymptome, die dadurch hervorgerufen werden, dass der Geist einen posthypnotischen Befehl ablehnt und die daraus resultierende Spannung auf andere Weise abbaut. Dies können beispielsweise unerklärliche Nervosität, Zittern, plötzliche Panikattacken und Angstzustände sein, sowie positive Gedanken, die sofort durch sich ständig wiederholende, störende Gedankenketten gestört werden.

Positiver innerer Widerstand
Wenn das niedere Selbst dabei ist, konträr zur Weisheit des höheren Selbst zu handeln, zeigt sich oft ein Gefühl von Unentschlossenheit oder Vorsicht einer Sache gegenüber. Trotz der Rechtfertigung des Egos bleibt dieses Gefühl bestehen und kann nur durch die bewusste Identifikation mit niederen Impulsen und Begierden beseitigt werden. Manchmal wird es von einer leisen Stimme oder einem intuitiven Eindruck unterstützt, deren Ton von einem leisen Ratschlag bis hin zu einer ernsten Warnung reicht. Es manifestiert sich jedoch niemals als gehässige Kritik oder bedrohliche Befehle. Wenn der Widerstand in Form eines unguten Gefühls auftritt, ist es eher in der oberen Körperhälfte wahrzunehmen als nur im Bauch oder im Solarplexus. Letzteres kann ein Hinweis auf ein posthypnotisches Signal sein, das in die Irre führen soll. Im Gegensatz zum negativen inneren Widerstand, erfordert der positive Widerstand Bewusstheit statt Hysterie und erfordert ein „Zerreden“ um ihn ignorieren zu können. Kurz gesagt: Positiver innerer Widerstand sind Herz und Verstand, die gemeinsam „Nein“ sagen.

Negative innere Motivation
Diese tendiert dazu, die eigene Tendenz zu voreiligem und impulsivem schädlichen Handeln auszunutzen oder ablenkende Gewohnheiten zu fördern, wie zum Beispiel falsche Vermutungen oder der Drang materiellen oder sexuellen Begierden nachzugehen. Programmierte Gedanken können durch niedere Emotionen und Urinstinkte bestätigt werden um Zwangsvorstellungen, Wunschdenken und Vorurteile hervorzurufen. Formen negativen inneren Widerstands reichen von komplett mechanischen Ursachen (Gewohnheit, Macken, hypnotische Programmierung) bis hin zu emotionalen (Hormone, Ego-Erhaltungsdrang, Urinstinkte), sie tendieren jedoch dazu, eine Synthese aus beidem zu sein. Die subtilsten Erscheinungsformen sind sinnlose Ideen, die für vorteilhaft gehalten werden, die extremsten verlangen gewalttätiges Verhalten. Jede Form negativer innerer Motivation fällt durch ihre irrationale, überstürzte, ungeduldige und verzweifelte Natur auf. Körperliche Hinweise darauf ähneln denen mechanischer oder emotionaler Trancezustände. Mechanische Trance beinhaltet geistiges sowie emotionales Abschweifen, das die Voraussetzung für die Ausführung eines programmierten Reflexes/Befehls ist, während emotionale Trance von körperlichen Symptomen, wie Pressatmung (unterbewusste Aktivierung des Todes-Instinkts), beschleunigter Herzschlag (Adrenalinausschüttung als Reaktion auf Überlebensinstinkte) oder Erregung und Veränderung des Speichelflusses (Ansprechen des Geschlechtstriebes) ist.

Positive innere Motivation
Diese bringt Freude in Herz, Geist und Seele. Eine gute Idee ist sowohl für den Verstand als auch für die Intuition akzeptabel. Sie lässt tief durchatmen, bringt ein Gefühl von Erleichterung und innerer Sicherheit, die jedes Gefühl von Ungeduld unnötig macht. Während negative innere Motivation einen in Handlungen stürzen will, so wie die Schwerkraft einen Stein den Hügel herunterrollen lässt, bringt ihr positives Gegenstück Schwung in den eigenen Weg. Sie schärft immer den Verstand und belebt den Geist, spricht die höheren Emotionen wie Faszination, Wissensdurst, kreative Freude, Enthusiasmus und spirituelle Zufriedenheit an. Wenn sie auf geistiger Ebene wirkt, erscheint sie als tiefe Einsicht. Auf intuitiver Ebene manifestiert sie sich als ein tiefes, ruhiges Gefühl von Gewissheit, dass eine bestimmte Idee gut ist – im Gegensatz zur negativen Variante, bei der eine „gute Idee“ erst nach innerer Rechtfertigung dazu geworden ist, der aber jedes tieferes Interesse der Seele fehlt.

Positiv und negativ sind niemals identisch, aber sie können sehr ähnlich sein. Das Trainieren der Unterscheidungsfähigkeit erfordert ständig stärker herausfordernde Aufgaben. Wenn man mit Zweifeln und Unsicherheit konfrontiert wird, ist es gut, sich nach innen zu wenden und die eigenen Erfahrungen zu rekapitulieren. Wahrheit kann durch Abgleichen gegensätzlicher Erfahrungen gefunden werden, aus denen Einsicht hervorgeht, wie man bei physikalischen Prozessen Wärme aus Reibung gewinnen kann. Folgend sind einige Beispiele positiver Phänomene und ihrer negativer Entsprechung aufgeführt. Wie kann man unterscheiden zwischen:

  1. Verlust des Vertrauens in eine gute Idee gegenüber dem Durchdringen der Intuition, die einem sagt, dass etwas doch keine so gute Idee war? Beide Szenarien beginnen mit Hoffnung und werden durch nachlassende Begeisterung gebremst – oberflächlich betrachtet scheinen sie nicht unterscheidbar. Wenn man jedoch weiß, dass positiv und negativ niemals identisch sind, muss ein Unterschied zu finden sein. Während das erste Szenario mit der Begeisterung dadurch beginnt, was ist und durch den Gedanken daran, was sein könnte gebremst wird, beginnt das zweite mit einer übertriebenen Vorfreude hinsichtlich dessen was sein könnte, und wird dann mit dem, was wirklich ist, konfrontiert und gebremst. Mit anderen Worten: Verlust des Vertrauens in eine gute Idee tritt ein, wenn die Fakten durch spekulative Phantasien über ein mögliches Scheitern sowie geistige „Lähmung“ durch Unsicherheit und Angst beeinträchtigt werden. Intuitive Einsicht in eine schlechte Idee beginnt mit übertriebener Phantasie und endet mit dem abrupten Erwachen in der Wirklichkeit.
  2. „Gleichgültigkeit auf Grund von Abwesenheit seelischen Interesses“ gegenüber der „Programmierung von Abwehrverhalten“. Beides beinhaltet die Abwesenheit eines Gefühls von Begeisterung für eine Idee oder Sache. Dennoch unterscheiden sie sich folgendermaßen: Im ersten Fall fehlt jegliche tiefe innere Begeisterung, im zweiten wird die Begeisterung durch negative Einflüsse erstickt, zum Beispiel durch Hinführen zu ungünstigen Alternativen durch Beeinflussung der niederen Gefühle oder durch Gedankenketten, die Unsicherheit und Scheitern suggerieren. Im ersten Fall lässt sich nie wirkliche Begeisterung finden, während dies im zweiten möglich ist, wenn man sich nicht von den störenden Einflüssen verwirren lässt.
  3. „Eine guter Weg, der mit Schwierigkeiten konfrontiert wird“ im Gegensatz zu „Schwierigkeiten, die einen schlechten Weg signalisieren“. Beide Fälle stellen Wege dar, die mit Hindernissen konfrontiert werden. Der Unterschied ist, dass im ersten Fall die tatsächliche und intuitive Basis der Idee nicht durch die Schwierigkeiten ad absurdum geführt werden, während im zweiten Fall die Grundidee durch offensichtliches Nicht-Funktionieren zum Scheitern verurteilt wird. Der erste Fall erfordert logischerweise ein Umgehen der Schwierigkeit, der zweite das Verwerfen oder eine Modifikation der Idee.
  4. „Widerstand auf Grund intuitiver Wahrnehmung von Gefahr“ im Gegensatz zu der „Programmierung eine Sache aufgrund von Paranoia und Pessimismus abzulehnen“. Beide beinhalten die Wahrnehmung von Gefahr. Der Unterschied besteht darin, dass eine ihre Ursache in Bewusstheit hat, während die andere eher eine mechanische Reaktion darstellt. Der erste Fall ruft ein Gefühl von Wachsamkeit hervor, das die Aufmerksamkeit und das Bewusstsein schärft, während der zweite die Wahrnehmung durch künstlich hervorgerufene Gefühle von Angst und Panik verzerrt. Beide beinhalten Angst, doch im ersten Fall folgt die Angst der Wahrnehmung, während um zweiten Fall zuerst Angst da ist, die dann die Wahrnehmung beeinflusst.

Der Inhalt dieses Artikels ist nicht allgemeingültig, da die Prüfungen des Lebens hinsichtlich der Unterscheidungsfähigkeit auf jeden Menschen speziell zugeschnitten sind. Wie viel davon auf das eigene Leben anwendbar ist, hängt davon ab, wie es bemerkt wird. Der Grund dieses Beitrags ist lediglich, zu zeigen, dass es wichtig ist, zwischen positiven und negativen Einflüssen unterscheiden zu lernen und einige Beispiele zu zeigen, wie das erfolgen kann.

Quelle: http://montalk.net/german/111/der-kampf-der-gegensaetze