Der Kader – Mannschaftskollegen

Je eingeschworener und eingespielter ein Team ist, umso besser die Harmonie und gegenseitige Unterstützung. Manchmal erscheint ein gut aufeinander eingestimmtes Spielerteam wie eine untrennbare Einheit. Sicherlich entfällt der größte Teil der Arbeit auf den Trainer, jedoch kann sich eine gegenseitige positive Stimmung nur dann einstellen, wenn jeder Spieler bereit ist, sich auf seine Teamkameraden einzulassen.

Dieses Gefühl entwickelt sich durch gegenseitiges Vertrauen und die Möglichkeit der freien Meinungsäußerung. Erst wenn offen miteinander gesprochen wird, sämtliche Konfliktbereiche gelöst sind, kann ein Rahmen des Miteinander entstehen. Man spricht in diesem Zusammenhang oft von Synergieeffekten. Innere Zustände und Haltungen lassen sich leicht auf andere übertragen – diese wirken auch in negative Richtungen. Hier ist zu erwähnen: Macht ein Spieler eine positive Veränderung durch, so wird er fast immer andere mitziehen. Diese berechnende Koinzidenz ist eines der magischen Dinge im Leben.

Es scheint sehr sinnvoll, die „Macht“ eines Teamgefühls zu nutzen, um zusätzliche Teampotentiale zu erschließen. Dieses Gefühl ist auch wichtig, wenn neue Spieler in ein eingeschworenes Team hinzukommen.

Welche Aspekte fördern nun das „Aufeinandereinstellen“ bzw. die Entwicklung des Mannschaftspotentials:

  • Jeder muss die volle Verantwortung für sich und seinen inneren Zustand (Leistungsstatus) übernehmen lernen.
  • Jedes Teammitglied sollte innere Konflikte, negative Haltungen und Stimmungen in eine umgängliche Form gebracht haben, bevor das Training, bzw. das Spiel begonnen wird.
  • Regelmäßiger persönlicher Austausch.
  • Konstruktives Gesprächsklima
  • Gemeinsame Veranstaltungen und Treffen über den Sport hinaus.
  • Zusammentreffen vor und nach dem Spiel.
  • Gemeinsames Mentaltraining.
  • Unterstützung und Bekräftigung ( unmittelbar vor dem Training/Spiel keine Streitigkeiten oder Konflikte austragen).
  • Gegenseitiges Akzeptieren, Zuhören und Kennenlernen.
  • Jeder Spieler benötigt zumindest eine Bezugsperson, was auch ein Mentor sein kein (Austausch in einem kleineren Rahmen).
  • Respekt und ein wertschätzender Rahmen – Ehrlichkeit und Integrität sind die Basis erfolgreicher Teams.
  • Angeber zerstören die gemeinsam erarbeitete Basis – die Spieler müssen sich deshalb auf einem realistischen Niveau der Selbstwahrnehmung befinden. 
  • Positives Feedback, so oft wie möglich. 
  • Freude und Spaß!!

„Man kann nicht zwei Ziele mit einem Pfeil treffen“
– Arabisches Sprichwort

– Marita Schroeder – The Future Force

© 2015 text by Marita Schroeder