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Max Feigenwinter – Gedichte


Neu leben

Ich konnte dein Ja zu mir,
dein Ja ohne Wenn und Aber
lange nicht glauben.
Zu oft hatte ich gehört,
ich dürfte nur mitmachen,
wenn…,
ich könne nur dabei sein
wenn…
ich würde nur aufgenommen,
wenn…
Ich konnte nicht glauben,
dass es je anders würde.

 All die verletzenden Vorbehalte,
all die harten Bedingungen,
all die lieblosen Forderungen,
nahmen mir Hoffnung und Mut,
den Glauben an mich selbst.

 Deine herzliche Anteilnahme,
deine liebevolle Zuwendung,
dein feinfühliges Dasein,
deine unendliche Geduld
haben Verhärtungen aufgeweicht,
Selbstvertrauen geweckt und gestärkt,
neues Leben ermöglicht.

*****

Wir brauchen Menschen, die zu uns ja sagen,
uns annehmen wie wir sind, uns so begegnen,
dass wir wagen, Gefangenes zu befreien,
Verschüttetes freizulegen, Angst abzubauen
und Vertrauen wachsen zu lassen.
Wir brauchen Menschen, die verstehen,
dass manches nicht gelingt; die uns unterstützen

und begleiten, ermutigen und stärken.
Und wir können anderen dieser Mensch sein.

*****

Ich freue mich, wenn du bei mir bist, aber hilf mir nicht,

wenn ich es selber kann, auch wenn es lange dauert;

gib mir nicht, was ich selbst nehmen kann, auch wenn ich mich anstrengen muss;

stütze mich nicht, wenn ich selbst stehen kann, auch wenn es mich fordert;

hole mir nicht, was ich selbst erreichen kann, auch wenn ich Umwege mache;

sage mir nicht, was ich selbst erkennen kann, auch wenn ich es nicht so klar sehe.

Lass mir Raum, lass mir Zeit, lass mir die Möglichkeit, selbst zu suchen, selbst zu finden,

selbst zu tun, meine Möglichkeiten zu entfalten, ich selbst zu sein.

*****

Ich glaube, dass echte Anteilnahme Beziehungen stärkt;
ruhiges Dasein Neues schafft;
liebevolle Blicke Zögernde ermutigen;
aufmerksames Zuhören Gespräche fördert;
geduldiges Warten Wunder wirkt;
wohlwollende Kritik Fortschritte ermöglicht;
zärtliche Berührungen Wunden heilen;
ehrliche Bestätigungen Selbstwert steigern;
behutsame Hilfen Zweifel beheben;
feinfühlende Worte Erstarrtes bewegen.
Ich glaube, dass es vor allem wichtig ist, hier und jetzt offen zu sein,
und anzunehmen, was ist.

*****

Was brauchen wir?

Tröstende Worte

statt harte Befehle;

wohlwollende Anteilnahme

statt vernichtender Kritik;

geduldiges Dasein

statt dauernder Hetze;

gewährendes Loslassen

statt ängstliches Festhalten;

ermutigendes Fördern

statt unsinniges Fordern;

einfühlsames Verständnis

statt vorschnelles Urteilen;

liebevolle Unterstützung

statt distanziertes Zuschauen;

zärtliche Berührungen

statt hartes Durchgreifen.

Wir brauchen Menschen,

die zu uns ja sagen,

obwohl wir nicht so sind

   wie sie uns haben wollen.  

 

**********   Max Feigenwinter  *********

https://www.maxfeigenwinter.com/

 

Hero for the ages

  • Du hast gelernt, zum Leben „nein“ zu sagen. Jetzt geht es darum, das umzuwandeln: Fange an – JA – zu sagen. Das ist der Schlüssel:  Je mehr du – JA – sagst, desto reicher wird dein Leben – ohne Ende …
  • Zuallererst schließe Frieden mit dem Menschsein. Das ist das Härteste.
    Alles andere ist einfach.
  • Manchmal hast du keine Ahnung. Ja und!? – Man kann nicht immer cool sein. Bewerte es nicht, mache dir keine Gedanken darüber, wie du sein solltest. Du musst nichts rechtfertigen und nichts verstehen. Das sind nur mentale Übungen, damit du dich anders fühlst. Akzeptiere einfach, dass du dich fühlst, wie du dich fühlst. Das ist in Ordnung. Wenn du dem Verstand deine Aufmerksamkeit schenkst, wirst du ganz verwirrt. Wenn du einfach hier bist – ganz so wie du bist, dann gibt es keine Verwirrung.
  • Sei mit deinem Verstand total streng: Erlaube ihm nicht, deine Herzsprache zu erörtern. Der Verstand weiß nichts von Freiheit, nichts von Erleuchtung, nichts übers Hiersein – aber er wird nicht aufhören, Reden zu schwingen, als ob er Bescheid wüsste.
  • Tue einfach was du tust – mit so viel Bewusstheit wie möglich. Das ist alles. Mehr ist nicht nötig. Das Leben kümmert sich um die Details.
  • Die wichtigste Art von Freiheit ist zu sein wer du wirklich bist. Du tauschst deine Realität für eine Rolle ein. Du gibst deine Fähigkeit zu fühlen auf und setzt dir stattdessen eine Maske auf. Setze dich deiner tiefsten Angst aus. Danach hat die Angst keine Macht mehr über dich und die Angst vor Freiheit schrumpft und verschwindet – Du bist frei.
  • Ist es schlimm, dass wir manchmal nicht wissen, was wir wollen und was uns wichtig ist? Nein, es ist bedauerlich, wenn wir uns nicht die Zeit nehmen, es herauszufinden. Es kann nichts schiefgehen. Das einzige, was passieren kann, ist, dass die Dinge einen anderen Verlauf nehmen als geplant.
  • Das Wollen selbst kostet nichts. Einen Entschluss fassen schon mehr. Ihn jedoch umzusetzen kostet am meisten. Wenn Du den ersten Schritt tust, dann schaffst Du es – und du wirst alles schaffen was kommt. 
  • Wir werden niemals durch das gestresst was außerhalb von uns geschieht, sondern durch das, was in uns geschieht.
  • Statt deine Energie in Dinge zu investieren, die du ablehnst, investiere sie in die Dinge, die du wertvoll findest. Das ist bewusste positive Veränderung. Schau ins Licht, statt in die Dunkelheit.
  • Wenn wir umgeben sind von direkten, ehrlichen Menschen fühlen wir uns wohl. Sie sagen ihre Meinung, und wir wissen, woran wir bei ihnen sind. Indirekte Menschen, die sich scheuen zu sagen, wer sie sind, was sie wollen und was sie fühlen, sind nicht vertrauenswürdig. Sie bringen ihre Wahrheit auf andere Weise zum Ausdruck, auch wenn sie sie nicht aussprechen. Und das trifft andere oft überraschend. Direktheit spart Zeit und Energie. Sie macht unsere Opferhaltung, unsere Märtyrerrolle und Tricks überflüssig; sie trägt dazu bei, dass wir unsere eigene Stärke anerkennen; sie schafft respektvolle Beziehungen.
  • Jeder eigene Ausdruck führt zu einem Eindruck bei anderen und der erzeugt in ihnen einen neuen Ausdruck, der wiederum für einen selbst beeindruckend ist. Wer sich ständig ausdrückt, ist auch immer beeindruckt. Irgendwann legt dieser ständige Druck jeden lahm. In der Stille herrscht kein Druck. Wenn ich nichts denke, nichts ausdrücke, bin ich aber trotzdem immer noch da. Auf dem Weg treffe ich eigentlich immer wieder nur auf eins: Auf mich. Und was ich in Zukunft ausdrücke, werde ich mir noch genauer überlegen als bisher.
  • Wenn du dein momentanes Leben unerträglich findest und es dich unglücklich macht, dann gibt es drei Möglichkeiten: Verlasse die Situation, verändere sie oder akzeptiere sie ganz. Wenn du Verantwortung für dein Leben übernehmen willst, dann musst du eine dieser drei Möglichkeiten wählen, und du musst die Wahl jetzt treffen.
  • Sei – versuche nicht, zu werden. Du fühlst dich gut, du fühlst sich schlecht – diese Gefühle steigen aus deinem Unterbewusstsein, deiner Vergangenheit empor. Niemand außer dir selbst ist dafür verantwortlich. Niemand kann dich wütend machen und niemand kann dich glücklich machen. Fange an, diesen Moment zu leben und du wirst sehen – je mehr du lebst, desto weniger Probleme wird es geben.
  • Das Denken ist die Basis von allem. Es ist wichtig, dass wir jeden unserer Gedanken mit dem Auge der Achtsamkeit erfassen. Und wenn unsere Achtsamkeit diejenigen einschließt, die wir lieben, blühen sie wie Blumen auf. Alles, was wir für uns selbst tun, tun wir auch für andere, und alles, was wir für andere tun, tun wir auch für uns selbst. Menschen dabei behilflich zu sein, nicht von Ängsten zerstört zu werden, ist das größte Geschenk überhaupt.
  • Solange du dich bemühst, andere zu beeindrucken, bist du von dir selbst nicht überzeugt. Solange du danach strebst, besser als andere zu sein, zweifelst du an deinem Wert. Solange du versuchst, dich größer zu machen, indem du andere klein machst, hegst du Zweifel an deiner Größe Wer in sich ruht, muss niemandem etwas beweisen. Wer um seinen Wert weiß, braucht keine Bestätigung. Wer seine Größe kennt, lässt den anderen die ihre.
  • Wir müssen die Dinge in unserem Herzen in Anspruch nehmen
    und nicht mit unserem Kopf darüber nachdenken. Je mehr Akzeptanz Du in deinem Herzen trägst umso glücklicher und zufriedener wirst Du sein. Akzeptanz verändert nicht das, was geschieht, sondern verändert unser Gefühl, zu dem was geschieht.
  • Wenn wir keinen inneren Frieden haben, wenn wir uns nicht wohl in unserer Haut fühlen, können wir unsere Kinder nicht wirklich gut erziehen. Wenn wir gut für unsere Kinder sorgen wollen, müssen wir gut für uns selber sorgen.
  • Unsere Verabredung mit dem Leben findet immer im gegenwärtigen Augenblick statt. Und der Treffpunkt unserer Verabredung ist genau da, wo wir uns gerade befinden.
  • Friede beginnt damit, dass jeder von uns sich jeden Tag um seinen Körper und seinen Geist kümmert. Wenn wir wirklich lebendig sind, ist alles, was wir tun oder spüren, ein Wunder. Achtsamkeit zu üben bedeutet, zum Leben im gegenwärtigen Augenblick zurückzukehren.

“Wer heute einen Gedanken sät, erntet morgen die Tat,
übermorgen die Gewohnheit, danach den Charakter
und endlich sein Schicksal.“

 Gewinne die Kontrolle über dein Denken und Handeln