Archiv der Kategorie: Unsere Psyche

twilight – zone

Das mittlere Lebensalter ist eine twilight-zone, ein Zwischenbereich, in
dem zwei Welten aufeinander treffen und ein seelisches Beben verursachen.
Die Persönlichkeit, zu der man in der ersten Hälfte des Lebens geworden
ist, kollidiert mit einem neuen Selbst, von dem man noch nicht weiß, wie
es aussehen wird. Es finden Transitionen oder auch Übergänge genannt, statt.
Diese werden als Ereignisse bezeichnet, die für die Betroffenen bedeutsame Veränderungen mit sich bringen. Menschen, die in einen Transitionsprozess eintreten, wird in einem gedrängten Zeitrahmen viel Neues eingeströmt, auf das sie reagieren müssen, und zwar mit intensiven und beschleunigten Lernprozessen.

Risiken und Chancen sind in diesem Prozess Schlüsselbegriffe, denn Anforderungen und auch Krisen können zu Überforderungen führen. Sie können aber auch als Entwicklungsimpulse, d.h. als Auslöser für Entwicklungsprozesse wirken, wenn sie im günstigsten Falle als Herausforderung erlebt werden. Es ist leicht nachvollziehbar, dass unter verdichteten Entwicklungsanforderungen, Stärken und Schwächen der Betroffenen erkennbar werden, aber auch, dass eine gute Vorbereitung und eine gute Begleitung in diesem Prozess entscheidend zur Bewältigung beitragen können.

 

 

 

Lebensintelligenz

Lebensintelligenz  ist die Fähigkeit, das Leben in all seinen Aspekten zu meistern.
Im Einzelnen ist lebensintelligent:
Wer alle notwendigen Fähigkeiten beherrscht, die ein Mensch braucht, um  sein persönliches Leben und sein Leben in der Gemeinschaft erfolgreich zu leben.
Erfolgreich heißt in der Regel: gesund, vital, mit den nötigen Mitteln versorgt, liebend, geliebt, beitragend, mitfühlend, anerkannt.
Wer in der Lage ist, vollkommen selbständig zu leben.
Selbständig heißt: In der Lage sein, für sich zu sorgen und sich so zu regulieren, dass die eigenen Ressourcen langfristig erhalten bleiben, bzw. sich teilweise sogar mehren und immer einen Zugriff darauf besteht.
Wer innerlich unabhängig ist.
Unabhängig sein heißt: Frei von Mythen, Meinungen, fixen Ideen, alten Mustern, Verstrickungen,  bzw. stets in der Lage ist, sich wieder davon zu befreien, wenn schädliche Wirkung spürbar wird.
Wer Weitsicht beweist.
Weitsicht heißt: So wohl in demografischer (Blick für globale menschliche Anliegen) als auch in chronologischer Hinsicht (Blick für den Nutzen von Vergangenem sowie für die Wirkung der aktuellen Handlungen auf die Zukunft).
Wer 100% verantwortlich ist.
Verantwortlich heißt, sich als verantwortlich wahrnehmen, und aktiv einstehen für das persönliche (ICH), das gemeinschaftliche (WIR) als auch für das übergeordnete Wohl (IHR).

Lebensintelligent ist, wer alle bisherigen genannten Lebensdimensionen in Einklang bringt.
Einklang heißt, sowohl den…
ICH-Bereich als auch den
WIR-Bereich und den
IHR-Bereich.

 

 

Macht der Gedanken

Einfluss der Psyche auf das Immunsystem

Der amerikanische Psychologie Professor Mihaly Csikszentmihalyi erforscht die Macht menschlichen Denkens und kam zu der Erkenntnis: Alles was wir erleben, wird im Bewusstsein als Information dargestellt. Wenn wir diese Informationsdarstellung kontrollieren, können wir beeinflussen, wie wir uns fühlen. Denn die Freude am Leben hängt letztlich davon ab, wie der Verstand filtert und deutet. Ein Mensch kann sich glücklich oder unglücklich machen. Immer wieder begegnen uns Menschen, die schwierige Situationen bewältigen, weil sie die Kraft des Denkens positiv verwenden und nicht unnütz mit Resignation verschwenden.

Oder so wie es Louise L. Hay in ihrem Buch ausdrückt: “Die Gedanken, die wir uns auswählen, sind die Werkzeuge, mit denen wir die Leinwand unseres Lebens bemalen.“ Denn was vielen Menschen nicht bewusst ist, wir steuern unser Leben und innere Kapitulation macht uns handlungsunfähig.
„Das hab ich mir fast gedacht“. Verwenden Sie diesen Wortschatz auch ab und zu? – Denken Sie mal darüber nach, wenden Sie diesen mit negativen Ereignissen an? Oder schaffen Sie es auch mit positiven? Die Gedanken sind auf keinen Fall zu unterschätzen. Denn die Gedanken die wir denken erzeugen unsere Gefühle. Und wir können selber dazu beitragen, gute Gefühle zu haben.

Übrigens: dass die Gedanken viel Macht über uns haben, wird uns vielleicht bewusster, wenn wir an unsere Kindheit zurück denken. Man hat etwas angestellt und war zu feige dafür gerade zu stehen und die Vorstellung bzw. der Gedanke daran, entdeckt zu werden, löste eigenartige körperliche Symptome aus: Zittern, mulmiges Gefühl in der Bauchgegend, kreidebleich oder hochrot im Gesicht. Unser Körper reagiert auf unsere Gedanken – dies muss aber nicht immer äußerlich sichtbar sein.
Sicherlich ist es besser, Probleme zu bereinigen um keine negativen Gedanken mehr daran zu verschwenden. Und gestehen Sie ruhig auch Fehlentscheidungen ein und sehen Sie diese dann als wichtigen Lernprozess. Niemand ist perfekt. Und das Eingestehen von Fehlern zeigt von wahrer Größe.

Oftmals ist es aber nicht möglich die Situation zu ändern – jedoch sehr wohl die Einstellung dazu.
Die US-Forscherin Margaret Kemeny untersucht schon lange die unglaubliche Macht des Gehirns. Und sie weiß heute: Optimisten leben nicht nur länger, sie haben auch die Kraft, die schwierigsten Lebenssituationen und sogar Krankheiten zu bewältigen. Denn: Es ist allein die Macht des Gehirns, die unseren Körper heilt, sagt Kemeny. Diese spannende Entdeckung verdanken wir einem relativ neuen Forschungszweig – der Psychoneuroimmunologie. Wissenschaftler stellten fest: Unser Gehirn ist in der Lage, Stoffe zu produzieren, die sonst nur in hochpotenten Medikamenten vorkommen.
Der US-Neurologe Prof. Robert Ornstein meint: „Unser Gehirn ist die mit Abstand die beste Apotheke der Welt!“

Wissenschaftler haben auch untersucht, wie der Einfluss der Psyche auf das Immunsystem eigentlich zustande kommt. Man weiß heute, dass sowohl die Bewegung der Immunzellen im Körper als auch die Funktion dieser Zellen nachhaltig durch Botenstoffe und durch Hormone beeinflusst werden. Und das ist der Weg, über den psychische Prozesse wie beispielsweise Stress, Freude oder Ärger unser körpereigenes Abwehrsystem erreichen.

Wie kann ich meine Psyche stärken?

Lebenseinstellung: Die Bejahung des eigenen Lebens, des eigenen Glücks und Wachstums tragen dazu wesentlich bei. Schenken Sie sich ruhig auch mal ein Lob, denn unsere Worte spiegeln unsere geistige Einstellung. Es gibt nichts Wichtigeres als sich selbst zu achten und zu lieben.

Genaue Zieldefinition: Was möchte ich wirklich? Diese Frage sollte man sich des Öfteren stellen. Und es ist auch viel einfacher, dem Zuhörer zu sagen was wir möchten, als in langen Sätzen zu erklären was wir nicht möchten. Der direkte Weg – ehrlich, zeitsparend und wahrscheinlich meist mit weniger Komplikationen verbunden…

Positive Affirmation: Vielen Menschen fällt es schwer, selbst Wünsche positiv zu formulieren, doch positive Formulierungen vereinfachen unser Leben. Obwohl wir bewusst nur einen sehr kleinen Teil der Information aufnehmen können, die die Welt uns anbietet, nehmen wir viel mehr wahr und reagieren darauf, ohne uns dessen bewusst zu sein. Unser Unterbewusstsein arbeitet immer auf Hochtouren!
Louise L. Hay erzählt in ihrem Buch „Wahre Kraft kommt von innen“ folgendes: Als bei ihr Krebs diagnostiziert wurde, beschloss sie, mit dem negativen Gerede aufzuhören. Sie stellte dabei mit entsetzten fest, dass sie eigentlich gar nichts mehr zu sagen hatte, aber entdeckte schließlich andere Möglichkeiten ein Gespräch zu führen. Niemals ist es zu spät, sein Leben bewusster in die Hand zu nehmen und alte Gewohnheiten zu brechen.

Nutzen Sie Veränderungen positiv:  Wenn wir unsere Probleme und Krankheiten als Chancen nützen, darüber nach zu denken, wie wir unser Leben ändern können, so sind wir wieder einen Schritt weiter.

Umgang mit anderen Menschen:  Bei niemandem läuft das Leben immer positiv, jeder hat im Leben sein Päckchen zu tragen. Freue dich über den Erfolg anderer Menschen und gönne es ihnen. Und ein Bitte und Danke kann manchmal fast Berge versetzen. Behandle andere Menschen einfach so, wie du selber behandelt werden möchtest. Ein warmer Gesichtsausdruck und ein Lächeln in deiner Stimme bringt Sonne in die Herzen anderer.

Humor:  Lassen Sie sich mal richtig durchschütteln vor Lachen, denn Lachen tut gut. Der Durchschnittsmensch lacht ca. 20 mal am Tag. Kinder in der Regel zehnmal mehr. Depressive Menschen lachen kaum. Lachen hat aber eine positive Wirkung: Es trainiert Herz, Lunge, Zwerchfell und andere lebenswichtige Organe. Lachen ist nichts anderes als forciertes Atmen.
Die Zwerchfell- und Rippenmuskulatur zieht sich zusammen. Durch den dadurch entstehenden Luftdruck strömt Luft nach oben, die Kehlkopfmuskeln öffnen und schließen sich, dann reagiert die Muskulatur um die Mundwinkel, der Augenringmuskel und so mancher stößt dabei noch merkwürdige Laute aus. Lachen macht locker und frei und hält jung, indem es die Muskelspannung herabsetzt. Schlussendlich hat das Immunsystem auch etwas davon.
Also: Öfter mal ins Kabarett  als vor dem Fernseher mit seinen meist negativen Tagesmeldungen ausharren.

Und ein letzter Gedanke oder Impuls: Zeigen Sie Mut und Willensstärke und tun Sie alles mit einem hohen Grad an Begeisterung, auch für die kleinen Dinge im Leben.