Archiv der Kategorie: Anti-Life Matrix • Ultra Deep Field

Angst und Kontrollzwang

Du bist geschützt innerhalb des Plots deines Lebens. Die Grundzüge deiner Lebensgeschichte stehen längst fest. Du hast sie als die Seele, die du bist, bereits entschieden, bevor du als kleines Ich in die Welt kamst. Daher kannst du ohnehin nicht verhindern, was geschehen soll und muss. Ebenso wenig kannst du erzwingen, was sich nicht ereignen soll. Daher lass Kontrollthemen endlich los. Gib den Wunsch nach Kontrolle endlich auf, denn er ist ein Zeichen deines Mangels an Selbstvertrauen, deiner Unsicherheiten; er ist ein Ausdruck tiefsitzender Ängste. Dein Selbst, das, was du wirklich bist, hat bereits entschieden, lange bevor du dich vor die Wahl gestellt siehst. Und Selbst-Vertrauen bedeutet, dass du diesem Selbst vertraust als das kleine, verwirrte Ich, als das du dich erfährst. Seinem Selbst zu vertrauen ist leicht, wenn man akzeptiert, dass es existiert und mit weitaus größerer Weisheit ausgestattet ist als das kleine, begrenzte ich.

– Wusstest du eigentlich, dass sämtliche deiner Ängste, auch wenn du sie auf die Gegenwart projizierst, ihren Ursprung ausnahmslos in deiner Vergangenheit haben?

Du hast irgendwann Dinge gehört, gelesen, gesehen oder selbst erlebt und daraus bastelt sich dein Verstand neue Geschichten einer möglichen, meist angstbehafteten Zukunft, die aber so gut wie nie eintritt. Dein Verstand kann die Zukunft nicht sehen, daher konstruiert er sich aus vergangenen Erfahrungen die Eventualität einer übermäßig schrecklichen oder übertrieben rosigen Zukunft. Selten aber tritt diese Zukunft in deiner Gegenwart in Erscheinung. Wenn du auf dein Leben zurückblickst, wirst du erkennen, dass eigentlich so gut wie nie das geschehen ist, wovor du dich zuvor so sehr gefürchtet hast. Es kommt meist anders als du denkst. Wenn du klar und ehrlich auf dein Leben blickst, musst du dir eingestehen, dass nicht einmal ein Drittel deiner Ängste real geworden ist.

Daher gib den Zwang auf, alles kontrollieren zu wollen – du musst nicht der Diktator deines Lebens sein.

Lerne zuzulassen. Gestatte dir zu fallen ins Leben, in die Liebe, in den Schmerz, so es einen geben muss. Es wird ohnehin geschehen, was im großen Plan bestimmt ist. Du kannst es weder verhindern noch erzwingen, aber du kannst dir durch deinen Mangel an Selbstvertrauen, durch dein übergroßes Maß an Unsicherheit sowie durch deine irrationalen Ängste die Suppe deines Lebens kräftig versalzen, indem du dir selbst hinein spuckst, weil du zulässt, dass deine Furcht davor, was sein könnte, das versaut, was jetzt ist.

Lass geschehen und vertraue! Das bedeutet nicht, dass du phlegmatisch herumsitzen und nichts tun sollst – das bedeutet bloß, dass du endlich den Mut entwickeln sollst, dich vom Leben tragen zu lassen als wäre es ein mächtiges Pferd, dessen Zügel du getrost loslassen kannst, weil es den Weg heimwärts besser kennt als du.

Baue dein Boot, lasse es zu Wasser und dann lasse dich vom Lauf des Flusses treiben. Hilf in den Stromschnellen mit, nicht gegen die Ufer zu prallen, aber verfalle nicht in den Wahnsinn, du könntest den Fluss und seinen Lauf ändern, denn du wirst diesen aussichtslosen Kampf mit Sicherheit verlieren und dabei deine Kräfte sinnlos aufzehren.

Akzeptiere tief in dir drinnen: Du bist geschützt. Und vertraue dir selbst.

Wenn du lieben willst, dann liebe ohne Angst. Wenn du leben willst, dann lebe furchtlos. Wenn du ankommen willst, dann gehe endlich los. Wenn du Wunder erfahren willst, dann lass deine Gefühle kraftvoller erstrahlen als deine Gedanken, denn Gedanken sind begrenzt. Empfindungen aber sind grenzenlos. Anerkenne den Fakt, dass das Leben keinerlei Kontrolle braucht, weil es klüger als dein kleines, verwirrtes Ich ist. Lass dich fallen und stelle fest, du wirst getragen. Und dann freue dich über das Wunder der tiefen, inneren Heilung, wenn du erleichtert feststellst, das 90% deiner Ängste gar keine Grundlage hatten.

Übe die Aufgabe der Kontrolle und das Loslassen der Ängste in kleinen Dingen. Stelle dir selbst immer wieder folgende Fragen:

Wie will ich wissen, ob mir etwas schmeckt, wenn ich es nicht mal koste, und wie will ich wissen, ob es heute nicht köstlicher schmeckt als gestern, bloß weil ich es schon so oft gegessen habe und es daher gar nicht erst probiere?

Wie will ich wissen, ob es zwischen mir und einem Menschen heute vielleicht besser läuft als vor ein paar Wochen, wenn ich uns nicht einmal die Chance auf eine Begegnung einräume?

Wie will ich wissen, wie eine Sache für mich verläuft, wenn ich sie vor lauter Vorbehalten nicht in Angriff nehme?

Wie will ich wissen, ob mich das Eis trägt, wenn ich es nicht betrete?

Wie will ich total lebendig sein, wenn meine Unsicherheiten, meine Befürchtungen und Ängste mich ständig dazu zwingen, halbtot vor Schrecken nach Kontrolle über jeden Scheiß zu streben?

Wie will ich die Fülle der Liebe erfahren, wenn ich ständig eifersüchtig und voller Verlustangst bin?

Wenn du dich wieder und wieder selbst dazu überredest, mutig, neugierig und aufgeschlossen zu sein, wirst du nach und nach deine Ängste abbauen und ein völlig neues Lebensgefühl erfahren.

Lass daher öfter einfach mal geschehen was geschieht, beobachte es und erkenne, wie es eine Eigendynamik besitzt, die dein Zutun gar nicht braucht, denn es liegt allem ein Plan zugrunde, den ein weiterer Teil deiner selbst entworfen hat. Vertraue auf diesen Plan. Du bist geschützt. Und innerhalb dieses Schutzes lerne das Leben zu genießen und in vollen Zügen zu kosten. Kein Leben schmeckt lecker und kein Leben ist genussvoll, wenn es ständig von Unsicherheit, Angst und dem zwanghaften Wunsch nach Kontrolle vergiftet ist. Das Leben braucht keine Kontrolle, um zu funktionieren. Es muss nicht kontrolliert werden, um ein geiles Leben zu sein – es benötigt bloß dein Vertrauen und deine mutige Bereitschaft ohne Kontrollzwang zu leben!

– David P. Pauswek

Quelle: https://andersmensch.wordpress.com/2016/10/01/angst-und-kontrollzwang/

Mein Leben ist ein kreativer Akt

…das Ende einer Ära – be here now

Jeder will seine Lebensqualität verbessern. Jeder will mehr erfüllt werden. Aber fast alle von uns stecken manchmal in unseren begrenzenden Überzeugungen und emotionalen Mustern. Wir machen Gewohnheiten aus dem Gefühl, sind frustriert, besorgt, traurig oder überwältigt. Es sind diese entmutigenden Gewohnheiten, die uns daran hindern, das zu tun, zu was wir wirklich fähig sind – auch wenn das einfach nur glücklich sein ist.

Während wir die Ereignisse, die in unserem Leben passieren nicht kontrollieren können, können wir jedoch fähig sein, wie wir diese Ereignisse erleben. Menschen werden immer auf stressige Zeiten stoßen. Man könnte einen Job verlieren, krank werden, oder sogar einen geliebten Menschen verlieren. Etwas passiert, und das ist außerhalb unserer Kontrolle und es streckt uns nieder. Stress, Wut, Traurigkeit – diese Gefühle kommen nicht aus den Tatsachen, sie kommen aus der Bedeutung, die wir den Tatsachen geben. Natürlich sind das schrecklichen Dinge die passieren, echt jetzt. Aber die Frage ist, wie lässt Du es zu, dass es dein Leben gestaltet? Willst du dich zerreißen lassen, oder willst Du fähig sein und dich erleuchten lassen, wie Du durch das Leben gehst? Es geht um die Bedeutung, die Du den Ereignissen und Erfahrungen deines Lebens gibst. Denn wenn Du für das ganze eine neue Bedeutung hast, kannst du eine neue Perspektive bekommen und letztlich ein neues Leben.
Wir entscheiden unbewusst, welche Ereignisse und Erfahrungen in unserem Leben Bedeutung haben. Wir tun es die ganze Zeit, sind uns aber vielleicht dessen nicht bewusst.

Schauen wir uns eine persönliche Geschichte an. Betrachten wir uns eine Frau, die als Baby adoptiert wurde. Einen Weg, den sie nehmen könnte ist, sich selbst abzuwerten, zu glauben, dass, weil sie adoptiert wurde, dass sie nicht gut genug war, um geliebt zu werden. Sie könnte sich dem Ganzen auch anders nähern und die Tatsache so betrachten, das jemand sie auserwählte, um sie zu lieben. Was ist die Bedeutung ihrer Entscheidung? Wie wird diese Entscheidung ihr tägliches Leben beeinflussen? Weiter… wie wird es ihre größeren Entscheidungen beeinflussen?

Die ehemalige Geschichte schafft ein Gefühl von Verlust, während die neue Betrachtung ihr Leben und ihren Selbstwert feiert. Die neue Geschichte, die sie wählt, wird ihr ganzes Leben beeinflussen – denn die Entscheidungen, die uns beherrschen, sind die Entscheidungen über die Bedeutung und die Bedeutung ist gleich Emotion.

„Heilung bedeutet nicht, auf die Art und Weise zurückzukehren, wie
die Dinge vorher waren, sondern vielmehr erlauben, was
uns jetzt näher zu unserem SELBST bewegt.“

Wenn du die entmutigende Geschichte kennst, bist Du nicht alleine damit. Wir alle „erzählen“ uns Geschichten, die uns total fertig machen, anstatt dass wir uns freuen könnten. Und noch mehr… diese Geschichte veranlasst uns in der Kindheit, „Nein“ zu uns selbst und zum Leben zu sagen, uns selbst abzulehnen. Wir machen uns selbst traurig, besorgt, ängstlich, schuldig und wütend auf einer konsequenten Basis. Warum? Weil wir so verdrahtet sind. Der menschliche Geist ist immer auf der Suche nach dem, was er verlieren könnte, was er haben könnte oder was er nie haben könnte. Es könnte entgegen der Intuition oder dem gesunden Menschenverstand sein, doch es ist eine Frage des Überlebens und des Schutzes. Wir sind biologisch verdrahtet, um sich für das Schlimmste jederzeit vorzubereiten. Deshalb liegt es an dir, die bewusste Kontrolle über die Geschichten zu nehmen, die Du dir selbst erzählst und die daraus resultierenden Gefühle, die Du erlebst.

Das Geheimnis liegt darin, von deinen Erwartungen zur Wertschätzung überzugehen. Wenn du das tun würdest, wird sich dein ganzes Leben in diesem Moment ändern. Und wenn du es tust, wird sich dein Leben für immer verändern.

Gehen wir zurück zu der Frau, die adoptiert wurde. Sie hatte eine Erwartung, dass ihre biologische Mutter und ihr Vater sie behalten hätten sollen. Und diese Erwartung hätte ihr ganzes Leben verderben können. Aber, wenn sie ihre Erwartungen in Wertschätzung verwandelt, mit dem Wissen, dass jemand sie bewusst auswählte und sie liebte, ohne die Verpflichtung oder den biologischen Imperativ dazu zu tun, würde sich ihr ganzes Leben ändern. Dies ist die Macht des Handels – Der Übergang von Erwartung in Wertschätzung.

Steuere zurück – Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit.

Es ist immer deine Entscheidung. Worauf wirst Du dich konzentrieren? Welche Geschichte sollst du deinem Leben geben? Du entscheidest, welche Bedeutung zuzuordnen ist. Dies ist die  Macht, die Du gerade in diesem Moment hast, die alles ändern kann. Das einzige, was dich davon abhält, was du willst, bist Du selbst. Das einzige, was dich von der Freude ab hält, die du verdienst, ist die entmutigende Geschichte, die Du dir selbst erzählst. Aber was, wenn Du dich jetzt entschieden hast, sich einem neuen Kern des Glaubens hinzugeben? Was wäre, wenn alles für dich entworfen wurde, um tatsächlich ein größeres Leben zu haben, mehr zu geben und mehr zu genießen? Wenn du echte Freiheit in deinem Leben willst, musst du eine Entscheidung treffen, um zu verhindern, dass externe Ereignisse dein Glück gestalten können. Und das geschieht nur, indem du der Meister der Sinne wirst und die Ermächtigung in irgendetwas und allem, was auf deinem Weg kommt, findest.

„Die einzige Sache, die zwischen Dir und deinem Ziel steht, ist
die bescheuerte Geschichte, wieso Du es nicht erreichen kannst,
die Du dir ständig erzählst.“
– Jordan Belfort

     The Infinite in Between | Cosmic Meditation on Fractal Animation


– Marita Schroeder – The Future Force

2017 text by Marita Schroeder

Das göttliche Geschenk

Heute schreibe ich dir, weil ich weiß, wie schmerzhaft es sich anfühlte, behandelt worden zu sein, als wärst Du nichts wert. Und weißt Du was? Du spielst dieses Spiel noch heute mit, nur nicht mehr offen, sondern verdeckt durch Manipulation, Abwertung und Abhängigkeit. Oft verdrängst du es vor dir selbst, nur um den Schein zu wahren…deine trügerische Heimat. Du redest dir Dinge schön, die nicht schön sind.

Doch das schmerzt – tief drin. Und Du spürst es. Genau deshalb gibst Du es ab, unbewusst, an denjenigen, der Dich wirklich vorbehaltlos annimmt, der Dir Deine innere Kraft und äußere Schönheit zeigt. Denn damit kannst Du nicht umgehen, denn es widerspricht allem, was Du je über Dich „gelernt“ hast.

Du hast gelernt, dass Liebe mit Schmerz verbunden ist. Du hast gelernt, dass dein Liebesbedürfnis übergangen wurde, und dass es auf die Bedürfnisse deines Herzens nicht ankam.

Jetzt ist jemand gekommen, und deine starken und tiefen Gefühle haben dich irritiert, weil Du das nicht kennst, doch ein Leben lang bist Du schon auf der Suche nach dieser Liebe, jetzt läufst du weg.

Dieses Gefühl für diesen Menschen, der Dich jetzt bedingungslos so annimmt wie Du bist, kommt aus deinem eigenen Inneren und davor hast Du Angst, weil es nicht das ist was du in deiner Vergangenheit erfahren hast, was sie dir „gelernt“ haben.

Du hast Angst, dieses wundervolle Gefühl, was du jetzt empfindest nicht verdient zu haben, weil man es Dir Dein ganzes Leben über eintrichterte. Wenn Du denen jetzt immer noch glaubst, hast Du verloren – dein Leben, Deine Aufrichtigkeit, Dein Herz…

Und letztendlich die Angst, dass du diesen Menschen wieder verlierst, aber das wirst Du nicht.

Glaube an Dich und öffne Dein Herz der Wahrheit hinter Deinen Vergangenheitsillusionen und Ängsten.
Du weißt nicht was du tun sollst? Hab volles Vertrauen zu diesem Menschen! Er weiß genau wie Du fühlst. Er kennt Dich besser als Du es im Moment selbst wahrzunehmen vermagst. Doch das muss Dir keine Angst machen. Genau aus diesem Grund ist er in Dein Leben gekommen. Sag JA zu diesem Menschen, denn er ist dein größtes Glück. Erlaube Dir auch, dieses Geschenk des Lebens anzunehmen und Dich von den tief in Dein Unterbewusstsein eingegrabenen Lügen über Dich selbst und Dein Leben zu befreien – nur Du kannst Dir diese Erlaubnis geben, niemand sonst kann Dir das abnehmen, nicht einmal Dein Herzmensch.

Ich rufe dich erneut auf deinem Herzen zu folgen und den Mut zur inneren Wahrheit zu finden!

Deine Seele

„Sehnsucht ist Heimweh, nicht nach
einem bestimmten Ort, sondern
nach einem ganz besonderen

Menschen…“

 

 

– Marita Schroeder – The Future Force

© 2017 text by Marita Schroeder

Was wäre ich ohne meine Geschichte?

„Bittere Gefühle erlauben uns, vollkommene Opfer zu werden, indem
wir nicht mehr verpflichtet sind, auf Heilung hinzuarbeiten.“

Es ist von menschlicher Natur, Unmut, Ärger oder Wut zu spüren, wenn das Leben sich nicht wie erwartet entfaltet. Wir haben bewusst oder unbewusst eine Erfahrung vorweggenommen, und wir trauern um den Verlust desselben, wenn das Universum etwas anderes in unseren Weg stellt. Viel zu oft leben wir mit diesem Gefühl? Gelegentlich verblasst unsere Wut und verwandelt sich stattdessen in Bitterkeit. Bittere Gefühle erlauben uns, perfekte Opfer zu werden, indem wir uns nicht mehr verpflichtet fühlen, auf Heilung hinzuarbeiten und stattdessen unsere Schmerzen zu identifizieren.

„Beklagen Sie nicht ihre Verletzungen und die Ungerechtigkeit, die ihnen geschehen ist.“

Doch so ungesund wie Bitterkeit sein kann, ist es auch ein natürliches Element unserer emotionalen Palette. Wenn wir erkennen, dass es okay ist, sich bitter zu fühlen, verbinden wir uns mit unseren Schmerzen auf eine konstruktive Weise und können den Prozess der Veränderung durch sie beginnen.

Die Natur der Bitterkeit ist die Tatsache, dass wir die Schmerzen fühlen, mit denen wir verwurzelt sind. Bitterkeit schneidet uns von allem Positiven ab, verhärtet unsere Herzen und schwört uns, unseren Schmerz niemals loszulassen. Verbitterung kann zur krankhaften Seelenqual werden.

 

Unsere bitteren Gefühle können wir nur selbst besiegen wenn wir sie freisetzen. Wenn wir entscheiden, dass wir nicht mehr bitter sein wollen, werden wir in eine Welt voller Freude und Erfüllung zurückgebracht, ganz im Gegensatz zu dem, was wir in der Bitterkeit kennen. Der Schleier, der über unser Leben geworfen wurde, wird aufgehoben, damit Licht und Wärme unsere Seelen berühren.

Sich von bitteren Gefühlen zu trennen, kann so einfach sein, wenn wir wirklich vergeben und weitergehen. Selbst wenn unsere Bitterkeit kein konkretes Objekt hat, können wir uns in Situationen verzeihen. Heilende Schmerzen können schwierig sein, aber vielleicht einfacher, wenn Sie sich daran erinnern, dass Sie der einzige sind, der von ihrem emotionalen Zustand betroffen ist.
Mit der Zeit werden Sie entdecken, dass das Loslassen Ihrer Bitterkeit Sie befreit, um den Heilungsprozess zu initiieren und Sie haben die Möglichkeit, dieses wunderbare Leben das Sie verdienen, zu leben.

„Jeder verbirgt einen geheimen Schmerz.
Er muss bloßgelegt und verarbeitet werden.
Er muss heraus, aus der Dunkelheit des Unterbewussten und ans Licht.
Teile deinen Schmerz! Ja, teile ihn mit mir!
Und gewinne innere Kraft aus dieser Teilung.“
– Sybok

 

© Michael Linden
Verbitterung ist ein Emotionszustand, den fast jeder nach einer Enttäuschung schon einmal erlebt hat. Krankhaft wird es, wenn der Schmerz und die Wut übergroß sind und sehr lange über das auslösende Erlebnis hinaus andauern. Psychotherapie ist nicht einfach, denn die Patienten sind nicht sehr kooperativ. Verbitterte glauben, die Welt müsse sich ändern, nicht sie selbst. Die Therapie empfinden sie in ihrer abwehrenden, zurückweisenden und nihilistischen Sicht geradezu als Bedrohung. Auch Medikamente zeigen wenig Wirkung. Die Fähigkeit zur Vergebung ist eine sehr wichtige Eigenschaft. Die wissenschaftliche Literatur definiert sie als Reaktion des Betroffenen, der sich frei macht von erlittenem Unrecht. Vergebung bedeutet nicht, die Tat zu rechtfertigen.

 

– Marita Schroeder – The Future Force

© 2017 text by Marita Schroeder

End of Game

„Selbst negative Ent-Täuschungen bergen etwas Positives in sich:
Sie reißen uns die rosarote Brille vom Gesicht und lassen uns klar sehen.“

Die Abwesenheit mancher Menschen kann ein wirklicher Gewinn für dein Glück sein.

Liebe, daran kann kein Zweifel bestehen, will nichts als das Allerbeste für den anderen Menschen. In der Liebe wächst Du weit über dich hinaus, verbindest und bleibst doch unabhängig.

Wie symbiotische Verschmelzung in einer Beziehung blockiert.

Der Zustand einer symbiotischen Verschmelzung (siehe Artikel: Auf der Strecke bleiben) aber ist gekennzeichnet durch gemeinsame Abhängigkeit.
Verschmelzung hält dich davon ab voranzugehen. Wenn Du der Helfer zu sein scheinst, hast Du Angst, dass es dem anderen besser als bisher ergehen könnte, denn dadurch würde vor allem deine Abhängigkeit bloßgelegt, in der Du dich vor dem Voranschreiten fürchtest. Deshalb gibst Du dem anderen nur in einer ganz bestimmten Weise, nämlich so, dass er dir verpflichtet bleibt. Verschmelzung hält dich in diesem Zustand der Verpflichtung, während Liebe dir Freiheit schenkt. Wenn Du dich irgendeinem Menschen verpflichtet fühlst, dann handelst Du aus zu enger Bindung und kannst ihm keine wahrhafte Hilfe sein.
Du könntest ihm nie entschlossen gegenübertreten oder zu seinem eigenen Vorteil hart zu ihm sein, nicht einmal dann, wenn dies absolut notwendig wäre.

Verschmelzung blockiert diese Art entschiedenen Gedankenaustauschs und sie legt deine Fähigkeit lahm, das zu sagen oder zu tun, was notwendig wäre, um dem anderen wirklich zu helfen. Verschmelzung verhindert Vertrautsein. Es ist eine falsche Nähe, die Interdependenz verhindert. Verschmelzung ist nicht in der Lage, Entwicklung und Heilung zu schaffen und den fruchtbaren Boden zu bereiten; all das schafft die Liebe. Im Zustand der Verschmelzung fühlen sich beide Menschen in gewisser Hinsicht wie (Ver-)Hungernde.

Wenn es verletzt, ist es keine Liebe.
Es ist nun einmal so: Wenn es schmerzt, ist es keine Liebe! Liebe bereitet dir keine Schmerzen, sie entfaltet dich, lässt dich aufblühen. Liebe kann nicht schmerzen, denn Liebe macht dich glücklich. Ein Partner kann uns das Leben schwer machen, doch liegt es in unseren Händen, uns zu distanzieren und ein erfülltes Leben zu führen.

Merke:
Wenn eine Person dich nicht wertschätzt, dann liebt sie dich nicht.
Wenn eine Person eure Liebe verleugnet, dann liebt sie dich nicht.
Wenn eine Person dich im Regen stehen lässt, dann liebt sie dich nicht.
Wenn sie dich kritisiert, um dich zu verletzen, dann liebt sie dich nicht.
Wenn sie dich beleidigt und demütigt, dann liebt sie dich nicht.

Ist es nicht besser, wenn eine solche Person aus deinem Leben verschwindet?

„Sorge dich nicht um die Personen deiner Vergangenheit, es
gibt einen Grund, warum sie nicht in deine Zukunft gekommen sind.“
– Paulo Coelho

Zu bestimmten Personen muss man nun mal eine gesunde und heilende Distanz aufbauen, eine Distanz, die uns erlaubt, wir selbst zu sein. Diese Distanz kann so sein, dass man Menschen nicht mehr begegnen möchte, um ein Klima des Wohlbefindens und der Sicherheit leben zu können.

In Wirklichkeit handelt es sich um Personen mit niedrigem Selbstwertgefühl, mit niedrigen Schwingungen, mit einer niederen Bewusstseinsebene – der dreidimensionalen Matrix.
Wenn das zusammen sein mit jemandem bedeutet, das ICH zu zerstören, dann ist man besser allein. Dieses Alleinsein schwächt dich nicht mehr, es macht dich stärker, es erfüllt dich mit etwas Seltsamen, was dich nährt. Doch Du darfst dem Menschen auch dankbar sein. Er kam in dein Leben, damit Du etwas lernen durftest. Denn nichts geschieht unbegründet, keine Person kommt unbegründet in dein Leben. Nie.

Fühle, wie die Abwesenheit der Menschen, die dich schlecht fühlen lassen, ein Erfolg ist.

Nehmt nichts persönlich.
Wenn Ihr diese Vereinbarung beibehaltet, könnt
Ihr mit einem offenen Herzen um die Welt reisen und
niemand kann Euch verletzen.
Ihr könnt sagen: „Ich liebe dich“, ohne Angst vor
Lächerlichkeit oder Ablehnung.
Ihr  könnt ja oder nein sagen, wie auch immer.
Ihr könnt entscheiden – ohne Schuld oder Selbst-Urteil.
Ihr könnt wählen, um immer euren Herzen zu folgen.


– Marita Schroeder – 
The Future Force

2016 text by Marita Schroeder

Durch das Leiden erfahren wir unsere Wirklichkeit

Wenn Du an einem Punkt in Deinem Leben stehst, wo Du allein nicht mehr weiter kommst, wo Du Dich im Dickicht des Lebens verirrt zu haben scheinst, wo sich das Leben gegen Dich verschworen zu haben scheint. Es scheint so! Denn in Wirklichkeit ist dieser Prozess Dein Glück: Dein Startpunkt zu einem Leben in Freiheit: Durch das Leiden erfahren wir unsere Wirklichkeit. Wie der Poet den Schmerz braucht, um in die Tiefen seiner Gefühle einzutauchen und diese wunderbaren Gedichte zu verfassen, der Musiker, um diese herzergreifenden Lieder zu komponieren, der Autor, um fesselnde Dramen zu entwickeln, so brauchen wir ihn, um uns selbst in unserer ureigenen Wirklichkeit zu erfahren: nackt und schutzlos, ohne Maske, ohne Scheu, authentisch und in voller Größe. Im Schmerz geben wir auf, was uns von uns selbst trennt, verlassen den Raum der Illusion und kämpfen – manchmal ums nackte Überleben, manchmal um das Heilsein …das Einssein …die Liebe.

Erst im tiefsten Punkt unseres Selbst erfahren wir die Kraft, die uns befreit – von den eigenen Lügen unserer selbst geschaffenen Dramen. Hast Du Dir einmal die Frage gestellt, was Deine Lebenslüge sein könnte? „Lebenslüge? Ich habe doch keine Lebenslüge!“ wirst Du jetzt vielleicht denken, aber glaube mir, wenn Du nicht zu den Menschen zählst, die in jeglichen Lebensbereichen rundum zufrieden und glücklich sind und die ihre Liebe frei von Bedingungen leben können (die also nichts für das erwarten, was sie geben, die lieben um der Liebe Willen und nicht um dem Alleinsein zu entfliehen oder um dafür Liebe oder Anerkennung oder einfach nur Beachtung zurück zu bekommen – Liebe ist kein Tauschgeschäft! – und auch nicht, um sich ein Gefühl von Sicherheit oder gar Bequemlichkeit zu schaffen), dann gibt es eine Lüge in Deinem Leben.
Diese Lüge ist eine ungeheilte emotionale Wunde. Sie versteckt sich geschickt unter Deinen
Ängsten, Hemmungen und vor allem Masken und Rollen.
Ja, schau Dir einmal die Masken an, die Du im Alltag mit Dir herum trägst, schau Dir die Rollen an, die Du spielst…und lausche in Dich hinein, wie die Wahrheit aussieht. DIE Wahrheit, die schmerzt und die Du so tief in Dir begraben musstest, dass sie kaum mehr wahrnehmbar ist. Du musstest sie begraben, um überleben zu können – überleben in einer Welt, die scheinbar einen Schmerz an den anderen reiht, um Dich zwischendrin mit Tropfen des Glücks in der Hoffnung zu halten: in der Hoffnung, das alles wäre zu etwas gut, würde einem größeren Sinn folgen. Und in der Tat ist es so: Du entwirrst eine Schicht um die andere, die Du Dir in Deiner Vergangenheit zugelegt hast, zulegen musstest, um an dem Schmerz, den Du erfahren hast nicht zugrunde zu gehen.

Als Kind wusstest Du Dich vielleicht nicht anders zu schützen, oder hattest keine andere Wahl. Doch jetzt ist die Zeit gekommen, da Du Dich von diesen vermeintlich Schutz bietenden Schichten lösen kannst! …denn sie schützen Dich nicht nur vor weiteren Schmerzen, die ein wahres Einlassen, ein wahres sich zeigen wie man ist …mit sich bringen könnte, sondern auch vor WAHRER Liebe, vor wahrem Geben und Nehmen. Und das Einzige, was Dich davon noch abhalten kann, ist die Angst – Deine Angst Dich in dem Schmerz zu verlieren, der sich dann in Erinnerung bringen würde, wenn Du Dich Deiner Seelenwunde stellst. Doch wenn wir nicht bereit sind, diesen Schritt zu gehen, dann halten wir uns selbst davon ab, unser Leben leicht und frei zu leben, uns unserer göttlichen Führung anzuvertrauen und in ein unsagbar tiefes Gefühl von Urvertrauen, Geborgenheit und Wärme zu gelangen. Das wohl Traurigste in diesem Fall wäre, wenn wir es versäumen würden, echte Liebe zu erfahren.

Die Krux dabei ist, dass wir erst in dem Moment wissen, was wahre Liebe ist, wenn wir sie erfahren. Davor glaubten wir das, was wir fühlen, sei Liebe. Doch irgendwann erkennen wir: es war Angst-Liebe, eine Abhängigkeit, ein Tauschgeschäft oder ein Sich-vor-sich-selbst-verstecken…in letzterem sind wir Meister. Leider…

Denn erst wenn wir bereit sind, uns von den Illusionen der Angst zu trennen, ihnen keine Macht und Gelegenheit mehr zu geben, uns zu täuschen, erst dann sind wir wirklich frei und können erhobenen Hauptes an das Tor klopfen – an das Tor zur Selbstfindung, das Tor der Wahrheit und Würde, das Tor unseres uns bestimmten Lebens in Freiheit von Verblendung, Neid, Gier und Hass. Lass all das los!
Denn es zieht Dich hinab …ins Tal des Leidens. Doch Du bist geboren, um die Liebe Gottes zu manifestieren, nicht den Trauermarsch menschlicher Existenzängste! Erfahre Dich in Deiner ganzen Schönheit und Freude, erlaube Dir, Dich in Deiner Einzigartigkeit zu leben, zu lieben und zu achten. Du bist das Manifest Gottes – perfekt in jedem Millimeter!

„Nichts im Leben stellt uns so sehr in den Schatten,
wie es das Leben selbst zu tun vermag.“

 

Marita Schroeder – The Future Force

 

Das Innere Kind

Kinder besitzen natürliche Spontanität und Freiheit,
Freude, Verspieltheit und Kreativität.
Durch den Prozess der Erziehung werden
diese wertvollen Eigenschaften meist verschüttet
und unterdrückt – im Dienste des „Funktionierens“
innerhalb der Gesellschaft.

Das innere Kind. Was ist das eigentlich?

Das „Innere Kind“ steckt in jedem von uns und beherrscht unser Handeln.
Tagtäglich und immer und immer wieder. Doch was ist das Innere Kind eigentlich?
Fast jeder hat schon einmal etwas von einem so genannten „Inneren Kind“ gehört.
Aber was ist das und warum ist es so wichtig?

Hier ist ein Beispiel, wie es wirken kann, dieses Innere Kind. Jemand fühlt sich ungerecht behandelt und nicht gewürdigt, in Kleinen oder im Großen und möchte gern für sich selbst einstehen. „Moment mal, jetzt bin ich dran“ oder auch: „Nein, das möchte ich nicht“ liegt es demjenigen auf der Zunge.

Doch was sagt er? Nichts. Oder „Ja“

Wie fühlt er sich wohl dabei? Schlecht natürlich. Ausgenutzt. Nicht gesehen. Und mal wieder ohnmächtig. All das stimmt auch. Er ist ausgenutzt worden, wurde nicht gesehen und er war in dieser Situation ohnmächtig. Doch warum? Und durch wen wurde derjenige, der nicht Nein sagen konnte, ausgenutzt?

Genau hier kommt das Innere Kind ins Spiel. Wenn man als Kind funktionieren musste, in dem man Leistung erbrachte, still war, keine Ansprüche stellte, oder wie auch immer dieses „Funktionieren“ aussah, dann tut man das auch heute noch. Und oft genug wider besseren Wissens.

Immer dann, wenn ein sogenannter emotionaler Trigger angestoßen wird. Da kann sich der Verstand noch so über einen wundern, das Gefühl ist nach wie vor kindlich, wenn es bestimmte Auslöser gibt. Warum ist das so, warum weiß man so oft nicht, dass man jetzt erwachsen ist? Und warum ist man nicht in der Lage, entsprechend zu handeln?

Das hat mit dem Gehirn selbst zu tun.

Die kindlichen Erfahrungen sind in einem Gehirnteil gespeichert, der viel älter und stärker ist als der erwachsene Verstand und das bewusste Ich. Als Kind hing das Überleben davon ab, dass es jemanden gab, der das Kind versorgte. Also tat dieses Kind unbewusst alles, was in seiner Macht stand, um die Versorger bei Laune zu halten.

Noch einmal, das kann man nicht oft genug lesen: das Überleben des Kindes hing davon ab und das Gehirn weiß das. Heute ist es anders. Als Erwachsener kann man sich aus eigener Kraft versorgen, doch diese Anteile im Gehirn, die nach wie vor für das Überleben sorgen wissen das nicht. Sie haben eine bestimmte Anpassungs-Strategie gelernt, damit das Kind versorgt wurde und die behält das Innere Kind bei, egal, wie erwachsen, erfolgreich und gebildet jemand heute auch sein mag. Aber nur solange, solange das alles unbewusst geschieht.

In dem Moment, in dem man anerkennt, dass es dieses Innere Kind gibt und die Verantwortung für dieses Innere Kind übernimmt, erkennt das Gehirn: es ist jetzt anders, ich kann mich selbst versorgen, ich brauche es anderen nicht mehr um jeden Preis recht zu machen, damit ich nicht verhungere.

Die Ohnmacht, die viele Menschen spüren, wenn sie für sich selbst einstehen wollen, ist die Angst des Inneren Kindes, nicht mehr geliebt und nicht mehr versorgt zu werden, wenn es beispielsweise aufsässig ist. Und letztlich steckt dahinter die Angst, zu sterben. Das klingt dramatisch, ja, es ist auch dramatisch. Deshalb nutzt es nicht viel, sich selbst zu erzählen, dass es doch nicht so schwer sein kann, einfach mal Nein zu sagen. Für dass Innere Kind ist Nein sagen einfach keine Option.

Was nun? Man könnte sich einmal vorstellen, dass es dieses Innere Kind gibt, das wie früher einfach nur geliebt werden will. Das Angst vor Ablehnung hat, das aber auch sehr fantasievoll und fröhlich sein kann. Denn das Innere Kind hat sehr viele Aspekte, sehr verletzte, aber auch sehr fröhliche und sonnige. Leider kommen die fröhlichen Anteile nicht zum Tragen wenn das verletzte Innere Kind um sein Überleben kämpft.

Die Rückkehr in das verloren geglaubte Paradies

Es ist sehr hilfreich, sich dieses Innere Kind als einen Anteil in sich selbst vorzustellen. Warum? Weil dadurch jetzt zwei Anteile vorhanden sind: es gibt das Innere Kind und es gibt den Erwachsenen! Die neue Situation macht handlungsfähig, man ist seinen Gefühlen nicht mehr blindlings ausgeliefert. Weiterhin könnte man sich vorstellen, der Erwachsene nimmt das Innere Kind in den Arm und sagt ihm: „Bei mir bist du sicher, ich beschütze dich.“

Was geschieht dadurch?
Etwas in einem atmet womöglich auf, wird leichter, fühlt sich freier. 
Falls man nun eine Situation erlebt, in der man sich ohnmächtig fühlt, nicht sagen kann, was man wirklich will, dann hilft dieses innere Bild: Der Erwachsene und das Innere Kind sind wie die beiden Figuren in einem Wetterhäuschen. Es kann immer nur eine der beiden Figuren vorne sein. Wenn man sich ausgeliefert fühlt, schiebt man einfach bewusst den Inneren Erwachsenen nach vorne und das Innere Kind nach hinten! Probiert man das aus, merkt man, dass man sich gleich kraftvoller und klarer fühlt, nicht so verletzlich. Damit ist man wieder handlungsfähig und kann das Leben auf neue Weise meistern – nicht mehr aus der Vermeidung heraus, sondern erfüllt von einem tiefen Ja zu dem, was das Leben so mit sich bringt.

Quelle: http://universityofhappiness.de/
Autorin:  Susanne Hühn

Auf der Strecke bleiben

Mit einem anderen Menschen symbiotisch verschmolzen zu sein heißt, den Kontakt zum Leben einzubüßen – man bleibt schlichtweg auf der Strecke.
Wenn wir mit einem Menschen verschmolzen sind, haben wir unsere innere Mitte verlassen. Wir haben uns auf ein Ziel zubewegt, welches kein Ziel für uns sein kann! Von falschen Vorstellungen ausgehend, haben wir dem anderen Menschen mehr Bedeutung verliehen als unserem eigenen Sein. Wir haben ihn zum Ziel unseres Lebens gemacht.
Es ist sicher wahr, dass wir mit Hilfe der Liebe uns selbst finden können; im Zustand des Verschmolzenseins jedoch werden wir aus unserer inneren Mitte gerissen, gewaltsam vom Strom des Lebens entfernt, und wir selbst hindern uns daran, wahrhaft geben zu können. Wir mögen zwar sehr großzügig erscheinen, aber in Wahrheit sind wir in einer Opferhaltung. Oder wir machen zwar allen möglichen Menschen Geschenke, übersehen aber, wie dringend wir uns selbst beschenken müssten, um eine viel größere Aufgabe erfolgreich bewältigen zu können. Wir beziehen unser Selbstwertgefühl daraus, anderen zu helfen und vernachlässigen dadurch unsere eigenen Bedürfnisse und Wünsche, übersehen unsere eigenen körperlichen Grenzen. Oft erwartet man auch von den Menschen denen man hilft, Anerkennung und Dankbarkeit.

Verschmelzung blockiert sowohl deine Fähigkeit zu geben als auch zu empfangen, es ist ein Gebiet, auf dem du keinerlei Belohnung bekommst. Du magst eine Menge gesät haben, aber du erntest nur wenig.
Beschäftige dich aufmerksam mit den Bereichen deines Lebens, auf denen du nicht empfängst, weil es genau die Bereiche sind, in denen du nicht wirklich gibst. Diese Bereiche könnten von Verschmelzung bestimmt sein, es könnte sein, dass du das Leben eines anderen lebst. Begib dich zurück in deine eigene innere Mitte, lerne dich wertvoll zu fühlen, ohne für andere etwas tun zu müssen  und lebe tatsächlich dein eigenes Leben.

Definition symbiotisch:
Zwei oder mehr Individuen verhalten sich so, als ob sie zusammen eine ganze Person wären. Als symbiotisch wird jede Äußerung einer mangelhaften Abgrenzung bezeichnet. Menschen in einer symbiotischen Haltung vermeiden es eindeutige Abmachungen zu treffen oder konstruktive Auseinandersetzungen zu führen. Eine symbiotische Beziehung besteht, wenn einer der beiden eine überverantwortliche Haltung einnimmt, der andere eine unverantwortliche.

Marita Schroeder – The Future Force

 

 

Anerkennungsjunkies

Warum Anerkennungsjunkies krank machen.
Warum eine schlechte Arbeitsatmosphäre Folgen hat.

Manche Menschen wollen immer bestimmen wo es lang geht. Sie können einfach keine oder wenige Anordnungen entgegennehmen. Wenn sie in einer Gruppe zusammenstehen, dominieren sie das Gespräch. Sie wollen alles wissen, was um sie herum vorgeht, ob in der Familie oder am Arbeitsplatz. Einfühlvermögen und Toleranz sind ein Fremdwort. Sie wollen kontrollieren und tun es auch. Ein solcher Controlletti ist anstrengend für die Mit-Menschen in Ihrem Umfeld.

Wer von Anerkennung abhängig ist, will immer gemocht werden. Sie tun alles, damit die anderen sehen, wie gut, wie großzügig, wie witzig und clever sie sind. Sie gieren nach dem Schulterklopfen, der goldenen Uhr, dem verdammten Applaus, dem Siegerpokal, der Gefallsucht. Wenn sie kritisiert oder gar unfair attackiert werden, verlieren sie die Fassung. Anerkennungsjunkies sehen keine Notwendigkeit, dieses Angenommen-werden aufzugeben, auch wenn die Kosten für die Gesundheit, das Wohlbefinden und die Beziehungen zu anderen Menschen stark ansteigen.

Menschen mit einer Angst auslösenden Abhängigkeitsannahme suchen ständig nach Bestätigung, dass sie geliebt werden und alles richtig gemacht haben. Der Gedanke, keine enge Beziehung zu einem anderen Menschen zu haben, erschreckt sie. Sie können sich auch kaum vorstellen, allein zu leben. Wenn sie sich von Anerkennung abhängig fühlen, glauben sie zu allen Zeiten und ungeachtet aller Kosten die Anerkennung anderer haben zu müssen. Andere Menschen sind nicht immer bereit, Anerkennungsjunkies zu mögen und schon gar nicht auf die Art und Weise wie sie es sich wünschen.
Selbst grundsätzlich positiv eingestellte Menschen empfinden manchmal negative Gefühle oder sind wütend.

Jeder Mensch lebt in seiner eigenen mentalen Welt und filtert das, was er von der äußeren Welt mitbekommt, durch seine biografisch vorgeprägten Wahrnehmungs- und Bewertungsmuster. Mit unserer eigenen Erwartungshaltung erzeugen wir jedoch Enttäuschungen und vor allem immer wieder die gleichen Probleme. Bei Menschen, die wir persönlich kennen, ist es oftmals  nachvollziehbar, dass wir in Harmonie leben wollen. Dennoch sollte man sich immer vor Augen halte, dass nicht alle Menschen dauerhaft unsere Freunde sein können oder müssen. Natürlich sollte man die Arbeit für den Chef erledigen und vielleicht auch ab und zu mit der Kollegin einen netten Plausch halten. Aber diese Menschen müssen uns nicht mögen. Sie sollten uns respektieren, das ist klar. Aber mögen? Wozu? Macht es uns am Ende des Tages tatsächlich glücklicher wenn wir wissen, dass unsere Kollegin ihrem Ehemann Zuhause erzählt wie toll wir doch wären? Im Endeffekt wissen wir ja nicht einmal was sie hinter vorgehaltener Hand über uns redet. Denn selbst wenn sie offenkundig nett zu uns ist, heißt das ja nicht, dass sie über uns herzieht wenn wir das Büro verlassen haben. Das ist nämlich der Knackpunkt!

Die Sucht nach Anerkennung hat einen hohen Preis. Übertrieben abhängige Menschen verärgern und nerven letztendlich ihre Kollegen, die oft auf Distanz gehen und die Beziehung beenden, weil sie das ständige „Klammern“ mürbe und hilflos macht.

Ausbrechen! Befreien Sie sich von Anerkennungsjunkies. Es sind Experten bei der Erfüllung ihrer eigenen Bedürfnisse, auf Kosten von Ihren. Verabschieden Sie sich in Ihrem Leben von diesen Menschen, die Ihre Gefühle, Ihre Handlungsweise, Ihre Einstellungen nicht verstehen können, oder wollen. Setzen Sie klare Grenzen, so dass Sie sich nicht in deren Labyrinth des Wahnsinns verfangen halten.

Fühlen Sie sich verantwortlich für Ihre Handlungen in Ihrem Leben und Berufsleben. Leben Sie Ihre eigene Wahrheit und Lebensphilosophie und Ihre persönliche Einstellung zu Dingen. Und versuchen Sie nicht, einen Anerkennungsjunkie zu „bearbeiten.“ Es führt zu
keinem Erfolg und Sie sind auch nicht deren „Therapeut“.

Üben Sie radikale Selbstpflege und arbeiten Sie daran, stets Ihre innere Ruhe zu bewahren.
Bleiben Sie immer Sie SELBST…

 

Marita Schroeder – The Future Force

 

 

Stein um Stein

„Das höchste Glück ist die Befreiung vom Ichbewusstsein“ – Buddha

Die Befreiung vom Ichbewusstsein.

Manche Menschen bringen es ein ganzes Leben lang nicht fertig zu denken, geschweige denn zu sagen: „Meine Mutter hat mich nicht geliebt“, oder zu sagen: „Mein Vater hat mich nicht geliebt“, oder: „Meine Mutter und mein Vater haben mich nicht geliebt“, oder einfach: „Ich bin ungeliebt“, auch wenn sie so fühlen. Dieser eine Satz scheint so schrecklich, so vernichtend zu sein, dass er nicht einmal in der Stille innerer Zwiegespräche laut werden darf. Doch seine entscheidende Wahrheit drängt unentwegt in den Ausdruck. Das dumpfe Wissen um das eigene „Ungeliebte“ bahnt sich komplizierte Umwege ins Freie, weil der kürzeste Weg der klaren Aussage versperrt ist.

Als psychologisch „aufgeklärte“ Menschen erzählen wir vielleicht ohne Hemmungen, dass wir als Kinder bei dieser oder jener Gelegenheit allein gelassen, dass wir nicht verstanden wurden, dass die Eltern überlastet oder krank waren, dass sie zu hohe Anforderungen an uns stellten, dass sie auf unsere besonderen Begabungen nicht einzugehen vermochten. Doch ist sich denn der Ungeliebte wirklich sicher, dass er von der Mutter oder dem Vater nicht geliebt wurde? Oder gaben sie nicht einfach die anerkennenden Worte, die man hören wollte? Warum gibst du nicht die Suche nach Anerkennung auf?
Von Zeit zu Zeit wechseln die Argumente, mit denen wir unser fundamentales Unbehagen über uns selber erklären und loswerden wollen. Wie arme Seelen auf der Suche nach Erlösung schweifen wir unstet von Erklärung zur Erklärung. Doch die Energieladung ist massiver als das in Worten Ausgedrückte. Auf dem Irrweg ins Freie vernebeln wir die klare, einfache Wahrheit: „Ich war ungeliebt und bin es immer noch.“
Dies ist eine Wahrheit, die auch für die Zuvielgeliebten und Fehlgeliebten zutrifft. Mangel an Liebe hat viele Masken.

Ich spreche von „Ungeliebten“, wenn das Gefühl ungeliebt zu sein, den springenden Punkt in der Lebenshemmung von Menschen ausmacht. Dies ist in allen tieferen psychischen Störungen der Fall, besonders in denen, die dem Narzissmus zugeordnet sind. Wird es schließlich zugelassen, zeigt es eine bestimmte Dominanz.

Die Wunde der Ungeliebten ist nicht Privatangelegenheit derer, denen es an Liebe gefehlt hat und die jetzt nicht lieben können. Sie ist ein gesellschaftliches Phänomen: Eltern, die ihre Kinder in deren Anderssein nicht lieben können, sind von sozialen Konventionen und aus diesen entspringenden Lebensängsten fehlgeleitet. Liebe, auch Elternliebe, ist das Natürlichste der Welt. Um sie brauchen wir uns nicht zu bemühen. Sie strömt von alleine, wenn wir uns nicht gegen das Leben sperren. Unbehindertes Leben setzt Liebe frei. Lebensenergie ist Liebe: gleichzeitig zu sich wie zu den anderen. Nur durch Normen zurechtgestutzte Menschen müssen diese Vorstellung als idealistisch ablehnen. Doch stellen nicht auch sie fest, dass sie in Phasen größerer Ungezwungenheit und Lebendigkeit mehr Liebe empfinden? – Nein, vor allem mit den Hindernissen zur Liebe, mit den Umständen, unter denen der Liebe Wunden geschlagen werden, haben wir uns zu befassen. Alles andere ergibt sich von alleine.

„Wann verfehlt ihr die Liebe, wann verliert die Liebe ihre Unschuld und warum ist die ganze Menschheit auf der Suche nach Liebe? Eine Mutter oder ein Vater verlassen dann den Pfad der Liebe, wenn ihre Liebe vom Wohlverhalten des Kindes abhängig ist und wenn die Liebe der Eltern mit Erwartungen an das Kind verbunden ist. Wenn ein Kind den Anforderungen der Eltern und der Gesellschaft gerecht werden muss, um Liebe zu erhalten, dann fehlt es in dieser Familie an Liebe – und dann hat die Liebe ihre Unschuld verloren.“

Menschen, die als Kinder Ungeliebte waren, haben es schwer, sich selber unter dem Auge eines anderen Menschen zu lieben. Gelingt ihnen dies nicht, erleben sie sich weiterhin  als Ungeliebte, auch wenn sie geliebt werden. Gelingt ihnen dagegen das Standhalten im magnetischen Feld einer Blickverbindung, werden sie lebendig und kreativ. Der Erwachsene sucht die Liebe ein Leben lang. Dies ist der Leidensweg aller Ungeliebten, weil sie den einen Satz nicht mit Leib und Seele aussprechen, hinaussprechen, fortsprechen können: „Meine Mutter hat mich nicht geliebt“, oder „Meine Mutter und mein Vater haben mich nicht geliebt“. Elternliebe kann nicht erzwungen werden. Hat sie gefehlt, bemüht sich die Tochter oder der Sohn manchmal ein Leben lang, sie zu gewinnen, nicht nur von den leiblichen Eltern, die vielleicht schon längst tot sind, sondern von allen Bezugspersonen. Die Wunde der Ungeliebten kann nicht heilen, nur der Verzicht auf zu späte Elternliebe löst den Bann. Die Heilung der seelischen Verwundung geschieht schließlich durch den Zugang zu einer tiefen Ebene, auf der alle Menschen gleich sind. Das Übel mangelnder Elternliebe kann nicht beseitigt, wohl aber an die Erfahrung eines existentiellen Mangels, der mit dem Menschsein gegeben ist, angeschlossen werden. Ich meine den Mangel an Geborgenheit in der Welt. Nicht nur der früh Verwundete muss den Verzicht auf Elternliebe leisten. Dieser ergibt sich aus dem Drang jedes Menschen nach Entwicklung und Autonomie. Das Opfer der Elternliebe ist die Hingabe an das Leben. Viele haben das Gefühl, nicht geliebt zu werden, weil sie es nicht fertigbringen, selber zu lieben. Würden sie aufhören, an der Wunde herum zu kratzen, könnte diese eher heilen. Doch solange ein Mensch seine Hände nicht für andere öffnet, ist er in sich verkrümmt. Aus diesem Grund haben Ungeliebte, solange sie ihr Kindheitsschicksal nicht verstanden, erspürt und befreit haben, unglückliche Liebesbeziehungen.

Die Energie der Liebe durch liebevolle Hinwendung zur Wunde unseres Ungeliebtsein zu erschließen: dies war mein Anliegen in diesem Artikel. Eine Psychotherapie, die nicht zur Energetik der Liebe wird, kann nicht helfen, weil Heilung nur durch Beziehung geschieht.

„Sich als Ganzes liebend, entdecken wir eine neue Liebe.
Die alte Liebe im Halten und Gehaltensein, im Haften und Verhaftetsein,
die Liebe aus Schwäche und Verzweiflung haben wir hinter uns gelassen.
Wir finden uns in einer Liebe vor, die nichts Bestimmtes will und
deshalb verfügbar und offen ist, eine Liebe,
die Liebeswunden heilt, indem sie auch diese liebt.“

 

– Marita Schroeder – The Future Force

Foto by: Path of the Lightworker

Verlassene, Ungeliebte und der spirituelle Mensch

Spirituelle Menschen sind innen wie außen und zeigen so ihre Liebe zum Mitmenschen.
Das heißt wörtlich die Erleuchtung des Herzens, aus der das Mitgefühl mit allen leidenden Wesen quillt. Es ist das Ziel, durch Mitgefühl andere vom Leiden zu befreien, was eine große Bedeutung für den spirituellen Menschen hat. Gerade diese Menschen haben eine unaufdringliche, warme, in der Verlebendigung des eigenen Herzens wurzelnde DU-Liebe, aber keine „exzentrische“ Nächstenliebe, die auch Dinge tut, die der andere für sich selber tun müsste, und ihren seelischen Ursprung im Mangel an Selbstliebe und der verdrängten Machtgier hat.

Früh Verlassene und Ungeliebte sind Du-lose und isolierte Menschen. Sie machen mit sich selber, was andere mit ihnen gemacht haben: sie lassen sich selber im Stich. Jetzt, auch von sich selber verlassen, kennen sie niemanden mehr, der sie lieben könnte. Wer sich selber aus dem Gespür verliert, kann kein Liebender, kein Du-bezogener sein. Die Du-losigkeit, der Beziehungsbruch zum Du, macht zum Gefangenen des eigenen ungeliebten Ich: „Wer mich liebt, mit dem stimmt etwas nicht.“

Die Energie der Liebe kann sich nur durch liebevolle Hinwendung zur Wunde unseres Ungeliebtseins erschließen. Die Verlebendigung der Liebe führt zur Befreiung aus der lange durchlittenen Isolation. Einerseits stammt das Gefühl der Isolation aus bitteren Erkenntnissen vor allem in der Kindheit und Jugend, in entscheidenden Momenten und über längere Zeit alleine gelassen, nicht verstanden, missverstanden, übergangen, zurückgesetzt, nicht geliebt worden zu sein. Andererseits ist es allen Menschen gemeinsam und nicht nur denen vorbehalten, deren Leben auf frühe traumatische Erfahrungen gebremst und fehlgeleitet wurde.

Unliebsame Spiele wurden gespielt,
manche aus Spaß, Lust und Laune,
manche aus Angst und um das echte,
verletzliche ICH zu schützen.
Doch der schützende Rahmen ist bereits zerbrochen.
Die notwendige Basis um Unliebsame  Spiele zu spielen,
ist bereits zerstört, liegt in Trümmern.
Nun lässt es sich nicht mehr spielen,
die inneren Dämonen der Angst,
lassen sich nicht mehr vertreiben.
Sie sitzen direkt im Zimmer!
Schwierig für jene, die gerne flüchten,
vor dem, was sie nicht sehen wollten.
Weniger schwierig ist dies für jene,
die ihre Dämonen bereits kennen gelernt haben,
sich ihnen immer wieder stellten.
Welchen Weg auch immer du für dich gewählt hast,
wie auch immer du dich einst entschieden hast
dein Leben zu leben, jetzt ist die Zeit der Veränderung da!
So wie es einst war wird es nicht mehr!

Der Wille zur Veränderung ist eine Stärke
auch wenn dadurch Teile der Persönlichkeit
für eine Zeit in das totale Chaos gestürzt werden.

 

„Egoistisch sind wir nicht deshalb, weil wir uns selber zu sehr lieben,
sondern weil wir uns zu wenig lieben. Wenn wir uns beispielsweise
im tiefsten Innern ungeliebt fühlen, uns aber um dieses
Gefühl nicht kümmern, weil wir es verdrängt haben, dann werden
wir bedürftig, gierig, ja süchtig sein nach der Liebe anderer.

 – Safi Nidiaye

 

Marita Schroeder – The Future Force

 

Die Hingabe an den Urschmerz

„Einer der größten Herausforderungen, die ich gerade durchlebe, ist die Konfrontation mit meinem Urschmerz. Oft wurde ich in meinem Leben schon mit diesem überwältigen Gefühl der Leere, der Verlorenheit und der Getrenntheit konfrontiert, aber bisher bin ich immer weggelaufen, habe mich betäubt, habe mich auf die verschiedensten Arten geweigert, diesen Schmerz zuzulassen, weil er so überwältigend ist, dass es sich anfühlt, als würde man sterben. Wieder und wieder kam dieser Schmerz zu mir, um angesehen zu werden, um endlich gefühlt zu werden und jedes Mal türmte sich ein Gebirge an Widerständen in mir auf.

Mit zunehmendem Bewusstsein erkannte ich in den kleineren Dingen im Leben, das wirkliche Heilung und Annahme nur geschieht, wenn wir mitten durch gehen. In der Auseinandersetzung mit „kleineren“ Emotionen gelang es mir immer besser, meine Widerstände zu entlarven und sie Stück für Stück beiseite zu räumen. Aber immer, wenn ich an die Grenze zu meinem Urschmerz kam, wurde es in mir so unerträglich, dass ich mich nur noch schützen wollte. Mauern, die ich längst eingerissen glaubte, bauten sich in Sekunden wieder auf, Projektionen, die ich längst dachte, nicht mehr zu benötigen, wurden wieder installiert und der Fluchtimpuls aus der schmerzauslösenden Situation wurde immer vehementer. Ich fühlte mich mehr und mehr, als würde ich an einem Abgrund stehen, der direkt in ein schwarzes Loch mündete.

Als ich schon dachte, ich würde auch diesmal wieder scheitern, gab es eine Instanz in mir, die beschloss, mich zu öffnen, einen Impuls, der mich aufforderte, endlich loszulassen, zu springen, hinweg über diesen Abgrund. Mich mir selber und dem, was da so überaus eindringlich nach Erhörung schrie, hinzugeben. Es fühlte sich für mich tatsächlich an, als ob ein Stück von mir sterben würde, wenn ich diesen Schmerz dieses Mal zulasse. Ich hatte körperliche Symptome, die von Gelähmtheit, Übelkeit bis hin zu über großer Panik reichten, ausgelöst durch die jahrelang manifestierten Widerstände gegen das Fühlen dieses überwältigenden Schmerzes. Gefühlte Tage kämpften in mir das übermächtige Bedürfnis, diesen Schmerz zu kontrollieren, ihn wieder zu verbannen, dorthin wo er schon so lange schmorte mit der Gewissheit, dass ich immer wieder damit konfrontiert werden würde, bis ich endlich beginne, loszulassen. Mit der bewussten Entscheidung, diesmal nicht auszuweichen, geschah etwas für mich völlig Überraschendes. Ich öffnete dem Schmerz zum ersten Mal mein Herz, erst zaghaft und das entschlossener.

Trotz all der Ängste und dem dumpfen Gefühl des Wahnsinns zeigte sich mehr und mehr auch ein tiefer Frieden, eine Ruhe, die ich dort niemals vermutet hätte. Es kamen Bilder aus meiner Kindheit, Erinnerungen an einen Schmerz, der zumindest in diesem Leben, genau dort seinen Anfang nahm. Ich konnte fühlen, dass dieser Schmerz seine Wurzeln in der traumatischen Trennung von der bedingungslosen Mutterliebe, in dem Verlust der tiefen Geborgenheit, die wir in den ersten Jahren im Idealfall von unserer Mutter bekommen, liegt. Ich konnte fühlen, in welch bodenlose Tiefe ich damals, als hilfloses Kind gefallen bin, als ich von dieser Mutterliebe getrennt wurde – ohne eine Alternative an Halt und Liebe im mir geschaffen zu haben.

Ich denke, dass die meisten Menschen in unserer Gesellschaft diese traumatische Trennung von der bedingungslosen Mutterliebe mit sich herum tragen. Wenn wir dem Kleinkindalter entwachsen und durch Institutionen wie Kindergarten und Schule unsanft und oft ohne Vorbereitung von unseren Müttern getrennt werden, entsteht ein übergroßes Vakuum – ganz zu schweigen von anderen, weitgehenderen traumatischen Kindheitserlebnissen. Die natürliche Entwicklung des Kindes sieht es vor, das die notwendige Ablösung von der Mutter einhergeht, die es uns schlussendlich ermöglicht, voller Vertrauen und Halt in uns selbst in unser Leben zu treten. Leider ist es unter den gesellschaftlichen Bedingungen und Anforderungen, die unser Leben bestimmen, so gut wie unmöglich, dass dieser Übergang reibungslos erfolgt, meist vollzieht er sich gar nicht. Weg von dem nährenden und wärmenden Mutterschoss wurden wir oftmals viel zu früh in eine Welt der Konkurrenz und der Anpassung geschmissen, die uns oft nur dadurch gelang, dass wir uns von unserer Gefühlswelt mehr und mehr distanzierten. Zurück blieb ein Gefühl undefinierbarer Leere und des Verlusts sowie die zunehmende Sucht, diese Leere im Außen wieder zu füllen.

Im weiteren Verlauf meines Prozesses konnte ich weiter fühlen. Ich erkannte, dass diese schmerzvolle Trennung von der Mutter nur ein Symbol für die Trennung der Seele von dem Meer der universellen unendlichen Liebe, des grenzenlosen Friedens und der Geborgenheit des großen Ganzen war. Das dieser Schmerz entstand, als sich die Seele entschieden hat, in die Dualität einzutreten, zu inkarnieren und in das menschliche Drama einzutreten. All das wurde begleitet von einem starken Mitgefühl für das kleine Kind in mir, das sich so lange so unendlich alleine und verloren gefühlt hat. Zum ersten Mal erlebte ich, dass ich diesem Gefühl nicht hilflos ausgeliefert bin, wie ich so lange an nahm, sondern das in meinem Inneren alles vorhanden ist, um mir nun selbst diese solange im Außen erfolglos gesuchte Liebe und Geborgenheit zu geben. Dass ich mich selbst an die Hand nehmen kann, mich voller Mitgefühl und Annahme, voller Verständnis umarmen kann, um mir die Wärme und die Geborgenheit zu geben, nach der ich mich, solange ich denken und fühlen kann, sehnte. Für mich war das eine der umwälzendsten Erfahrungen meines bisherigen menschlichen Daseins, zu erleben, dass die Abhängigkeit vom Außen eine der größten Illusionen ist, die wir uns erschaffen. Das wir all das in uns tragen, nach dem wir uns voller Sehnsucht verzehren. Und zumindest für mich habe ich erkennen dürfen, dass dieser Weg nicht darüber geht, von einem anderen Menschen geliebt zu werden, wie ich so lange immer dachte, sondern das sich dieses warme Licht der Liebe direkt hinter meinem größten Schmerz verbirgt, den ich so viele Jahre wie ein Monster gefürchtet habe, verdammt und weggeschlossen habe.

Meine Erfahrung möchte ich deshalb teilen, um Mut zu machen. Mut, sich all dem Schmerz hinzugeben, ihn zuzulassen. All die Bilder, die unsere Ängste malen, um sich vor dem Fühlen unseres Urschmerzes zu schützen, treffen nicht zu. Sie sind Illusionen, Hirngespinste. Weil sich in Wirklichkeit dahinter unsere tiefste Liebe verbirgt. Das Gefühl, zu sterben, wenn ich mich öffne, ist trotzdem real. Es sterben stückchenweise unsere alten Vorstellungen und Glaubenssätze. Sie machen Platz dafür, dass wir uns selbst in kleinen Schritten näher kommen, unserer Liebe und unserer Ganzheit. Und dieser Prozess ist lebenslang.“

(Quelle: Unbekannt)

 

Marita Schroeder – The Future Force

 

Die Wunde des Ungeliebten sitzt tief

Du hast gelernt, dass Liebe mit Schmerz verbunden ist. Du hast gelernt, dass dein Liebesbedürfnis übergangen wurde, und dass es auf die Bedürfnisse eines Herzens nicht ankam. Um diesen Schmerz zu heilen, schickt uns das Leben immer wieder „Neins“ von anderen Menschen, die diese Wunde erneut wecken. Diese Erfahrung weckt die Sehnsucht, sich mit Ersatz zufrieden zu geben, aber das macht genauso unglücklich und es macht krank. Aber der Weg hat erst begonnen und irgendwann verstehst Du, dass dieses nicht-geliebt worden zu sein auch frei macht. Du fühlst dich nicht verpflichtet, die Erwartungen der Eltern zu erfüllen. Du kannst deinen eigenen Weg suchen und gehen. Der Weg da raus ist der bewusste Verzicht auf Elternliebe. Der bewusste Verzicht auf Annahme, Anerkennung und Würdigung von außen. Und die Erkenntnis, dass Menschen dich klein halten, weil sie deine Überlegenheit nicht ertragen können. Sie greifen dich an, und Du fühlst dich allein – aber das sind sie auch. Sie begrenzen dich, reden Dir ein, Du seist kompliziert, anstrengend und überfordernd. Du hast in der Vergangenheit nur allzu oft erfahren, dass Du so wie Du bist, NICHT richtig bist. Das schmerzt – tief drin. Dieses Gefühl gaben Dir viele Menschen – allen voran, die, die Dich lieben müssten, die einzigen, von denen Du erwarten würdest, dass sie Dich uneingeschränkt annehmen. Doch sie konnten es nicht, weil sie sich selbst auch nicht annehmen können und nicht angenommen wurden. Und wenn Du diese Wahrheit einmal begriffen hast, dann kannst Du sie unmöglich wieder vergessen.

Wachse! Sei, der Du bist und lass die Elternliebe hinter dir. Verzichte auf Annahme und Anerkennung – ganz bewusst! Bleibe ganz bei Dir, sei Du selbst. Verbiege dich nicht mehr. Geh Du deinen eigenen Weg! Befreie dich von Manipulation, Abwertung und Abhängigkeit. Es werden Menschen kommen, die deine Kraft und deine Schönheit zu schätzen wissen, deine Klarheit und deinen Mut. Bis dahin verzichte! Lebe dein eigenes Leben – sei du selbst und höre auf, dich zu verbiegen.

Ich sage nicht, dass es einfach ist. Im Nachhinein sieht es einfach aus. Doch glaube mir, sobald Du den ersten Schritte gegangen bist, die ersten Meter genommen hast, wird es leicht, denn in den vielen „Neins“ liegt verborgen das größte Geschenk. Dein JA, dein JA zum Leben und zur Liebe.

„Wir wissen nicht, was wahre Liebe ist, bis sie uns mitten ins Herz trifft und alles, was wir vorher dafür gehalten haben, blass und unwirklich aussehen lässt…“

Wenn die Liebe die Grundlage von Allem ist, warum tun wir uns so unendlich schwer, sie in unserem Leben zu halten? Warum verschließen wir uns oft besonders dem Menschen am meisten, der uns nahe ist? Warum sind die Momente tiefer, bedingungsloser Liebe das, was unser Leben erst lebendig, hell und glücklich macht und doch ist dieser Lichtstrahl schon im nächsten Augenblick von einer dunklen Wolke verdeckt? Umso bewusster wir diese Momente erleben, in denen tiefe Liebe jede Faser unseres Seins durchdringt desto grösser ist die Verzweiflung, wenn diese Liebe plötzlich verblasst und unerklärlich fehlt. Wir fühlen uns von aller Welt verlassen. Dass wir uns aber selber verlassen, kommt uns nicht in den Sinn. In solchen Augenblicken erfahren wir unsere  Andersartigkeit – der Welt des anderen in uns, durch die wir uns selber und den Mitmenschen fremd vorkommen. „Wir wissen nie ganz, wen wir da lieben.“ Dieses Andersartige macht Angst, weil es den Finger auf die Einsamkeit legt. Ja, wir fühlen uns genau in diesen Augenblicken einsam. Doch wenn wir uns selber entschließen, unser Anderssein zu enthüllen, weil wir die Isolierung nicht mehr aushalten, fließt Liebe, Glück und Befreiung durch uns.

„Liebe ist lebensnotwendig. Liebe ist Lebensenergie.
Liebe ist Lebensfreude.
Fehlende Liebe isoliert, macht Angst und am Ende wird
man noch ganz krank,
oder verrückt oder jedenfalls so angespannt und nervös,
dass man mit keinem mehr reden  möchte.“

 

Marita Schroeder – The Future Force

 

 

 

 

Facetten der Selbstzerstörung

Menschen, die sich oft vor anderen schämen, sind unfrei, lieben sich nicht,neigen zur Verschmelzung mit idealisierten Bezugspersonen – und zur Depression. Jedesmal wenn wir leiden, geschieht dies, weil wir gegen das oberste Gebot Gottes, der Liebe, verstoßen haben.

Ungeliebte sind anspruchsvoll, ohne an die Ansprüche zu glauben.
Dein Körper reagiert auf alles, was dein Geist sagt. Negativität bringt dein
Immunsystem nach unten.
Wenn wir uns auf Beziehungen nicht mehr einlassen, verlieren wir einen wesentlichen Bestandteil unseres Lebens. Es ist so, als würden wir
aufhören zu atmen.
Wie lange hast Du nun funktioniert? 30 Jahre, 40 Jahre, oder mehr?
Was meinst Du, reicht das nun?

Die Menschen, die man nur sehr schwer lieben kann, sind gewöhnlich
die, die unsere Liebe am meisten brauchen.
Stress ist eine Ausdrucksform von Angst und bedeutet ein Mangel an Harmonie.
Menschen mit einer geringen Selbstachtung neigen dazu, sich emotional und körperlich missbrauchen zu lassen. Wenn man sich wertlos hält, dann denkt man, man habe es verdient, schlecht behandelt zu werden.

Alles im Leben hat einen Grund, auch wenn das was dir passiert, dir in
diesem Moment sehr weh tut, so wirst du doch eines Tages wissen, dass
es das Beste war.
Erst wenn Du deinem inneren Drang im Herzen folgst und den äußeren Druck aufgibst, wird es dir besser gehen.

Es hat keinen Wert, wenn es dich nicht glücklich macht.
Eine Veränderung kann schmerzlich sein, doch nichts ist so schmerzhaft wie das Gefühl, festzustecken in einem Leben, das man nicht ausstehen kann.
Sich nach etwas sehnen heißt auch, einen schweren Weg bis zum Ende gehen.

Schutzmantel:
Selbstzerstörung kann zu einer Art kalten Heimat werden.
Du kennst dich nicht anders als mit diesem Stück trügerischer Heimat, deshalb zögerst Du vom „Bekannten“ Abschied zu nehmen und gegen das Unbekannte einzutauschen.
Dein heimliches Argument lautet: „Ich habe damit bis heute gelebt, also kann man damit leben. Wer weiß, ob man auch anders leben kann.“

Energiekäfig:
„Weißt Du eigentlich, dass deine Wohnung ein richtiger Energiekäfig ist?
Ja, ein Käfig, überall und rundherum „isoliert“ oben und unten und an den Seiten, und die ganze Energie, die Du frei setzt staut sich, weil sie nicht heraus kann, und schlägt auf dich zurück und am Ende wirst Du ganz „verrückt“ oder jedenfalls so gespannt und nervös, dass du mit keinem mehr reden kannst.“


Jeder findet zu sich selbst, wenn er seinen Energiekäfig öffnen kann.

 

Marita Schroeder – The Future Force

 

Angst und bedingungslose Liebe

Ein Mensch, der in seiner Kindheit gelernt hat, dass Liebe und Schmerz untrennbar miteinander verwoben sind (ganz gleich ob es ursprünglich seelischer oder körperlicher Schmerz war, braucht dieses Schmerzmuster, um sich geliebt zu fühlen – so paradox dies auch klingt –
Wenn einem emotional verletzten Menschen bedingungslose Liebe entgegen gebracht wird, fällt es ihm schwer, diese Liebe anzunehmen. Stattdessen aktiviert er unbewusst Verhaltensmuster, die ihm vorgaukeln, es sei keine Liebe und es ihm ermöglichen, sich entweder dem anderen verletzend zurückzuziehen, oder sich selbst als verletzt wahrzunehmen und zu leiden. Doch genau davor hat er ja Angst. Dieses bedingungslose Angenommen sein kennt er nicht. Er weiß nicht damit umzugehen und flüchtet angstgetrieben in das Beziehungsmuster, welches er kennt: Oberflächlichkeit der Gefühle; sich verbiegen müssen; Persönlichkeitsanteile, Werte, Wünsche und Ziele aufgeben. Dafür verleugnet und verdrängt er jegliche Gefühle, die ihm sein wahres Inneres offenbaren würden. Sich der Angst zu stellen, würde für ihn den inneren Tod bedeuten – er befürchtet, daran zu zerbrechen. Lieber begnügt er sich mit billigem Ersatz, denn dieser kann ihm nicht „gefährlich“ werden. Und in der Tat hat er nicht ganz Unrecht: Würde er sich auf die wahre Liebe einlassen, würde das den Tod seines angstgetriebenen Egos bedeuten. Er käme endlich bei sich an. Das klingt doch gut, wirst Du vielleicht denken – weit gefehlt. Ihm wurde ja beigebracht, dass er so wie er ist, (sein wahres Selbst) nicht in Ordnung ist. Wie soll er dann so sein wollen? Das würde doch nur wieder Ablehnung und Schmerz hervorrufen. So flüstert es ihm zumindest die Liebe-Leid-Verankerung in seinem Unterbewusstsein fortwährend zu. Zudem ist das von Oberflächlichkeit und sich verbiegen-müssen getragene Leben alles, was er kennt – alles, worauf er sein Leben baut. Nimmst Du ihm diesen schönen Schein, diese Illusion und zeigst Du ihm stattdessen die Wahrheit, sein ganzes Potenzial, dann wird er sich mit aller Kraft dagegen verwehren. Er wird Dich verletzen, verleugnen und belächeln wo es nur geht. Auch der Gedanke: „Wer mich liebt, mit dem stimmt etwas nicht“, ist ihm nicht fremd. So gilt es für ihn um jeden Preis sein Kartenhaus zu bewahren, das Lügen- und Ersatzbefriedigungs-Korsett, welches ihn stützt, aufrecht zu erhalten. Zu groß ist seine Angst, sich der Liebe zu öffnen und sich damit wieder ähnlich verwundbar zu machen wie in seiner emotionalen Ursprungsverletzung. Er rennt weg – weit weg. …so weit, dass ihn die Liebe auf keinen Fall einholen kann. Lieber würde er sie vernichten, als sich ihr und damit seinen Ängsten, die ihn von der erfüllendsten Erfahrung des Lebens abhalten, zu stellen. Er umgibt sich schnell mit ähnlich verletzten Mitmenschen,  die ihm sein eigenes Angstbild des Lebens bestätigen. Gegenseitig halten sie sich nun in der Abwertung und Verdrängung ihre eigene innere Wahrnehmung und bestärken sich die schöne Scheinwelt, die sie schon von Kindheit an kennen. Ab und zu lassen sie vielleicht einen Hauch von Licht in ihr Seelendunkel, was sie dann als Bestätigung der Richtigkeit ihrer Einstellung feiern – doch immer nur gerade so viel, dass die eigentliche Liebe nicht hereintreten kann. Die Angst davor bleibt bestehen – genau wie die Abwehr und Verurteilung all jener, die es geschafft haben, sich ihren Ängsten zu stellen und sich so von den Illusionen ihrer Angst zu befreien…um bedingungslos zu lieben.

„Meine Liebe ist bedingungslos.
Deine Handlungen spielen dabei keine Rolle
und können sie nicht beeinflussen.“

– Osho

Der Verdränger

Während der Herzmensch mit einem Überschuss an Gefühlen zu kämpfen hat, scheinen den Verdränger die wirklich tiefen (positiven) Gefühle zu meiden. – Doch genau anders herum wird ein Schuh daraus: Der Verdränger hat ANGST, sich auf sie einzulassen und spaltet sie von sich ab. So landen sie unbewusst bei seiner zweiten Hälfte und er selbst verliert sich im logisch-rationalen Denken und Analysieren. Er fühlt den Verlust zunächst nicht – weder den seiner wahren Gefühle (denn die musste er schon im zarten Kindheitsalter lernen abzuspalten, zu verleugnen oder zu ignorieren), noch den seines Herzenspartners an sich.
Es geht ihm gut, oberflächlich betrachtet. Und zu Beginn der Trennung fühlt er sich dadurch auch in der Richtigkeit dieser Entscheidung bestärkt. Doch je mehr sein Seelendual in seine eigene Kraft zurückfindet und nicht länger bereit ist, seine Gefühle und Entwicklungsaufgaben für ihn zu tragen, desto mehr kommt er nicht umhin, sich ihnen selbst anzunehmen.

Immer öfter ergeben sich nun Momente, in denen er an der Richtigkeit der Trennung zweifelt, in denen er sich eingestehen muss, dass ihn sein Herzenspartner doch nicht so egal ist wie er es sich eingeredet hat. …oder einreden lassen hat – denn Verdränger legen viel Wert auf die zustimmende Meinung und Anerkennung anderer. Dafür stellen sie ihre eigenen zu weile vollkommen zurück – mach mal soweit, dass sie diese selbst nicht mehr wahrzunehmen im Stande sind. Doch wie sehr er sich auch bemüht, die Kontrolle über seine Gefühle zu behalten – irgendwann übermannen sie ihn. Spätestens jetzt sollte er aufhören, dagegen anzukämpfen und sich seiner Hauptaufgabe stellen: sich einlassen.

Dieses Einlassen macht ihm jedoch Angst. Nichts ist ihm so wichtig wie seine vermeintliche Freiheit, die er jedoch durch eine bestimmte Form der Abhängigkeit erkauft – ob es die Abhängigkeit von Drogen, Alkohol, Nikotin, oder eine finanzielle oder emotionale Abhängigkeit ist. Sein Weg führt nicht umhin, sich dieser Tatsache zu stellen und diesen Trugschluss, er bräuchte Etwas oder Jemanden aufzulösen.

Lieber Verdränger, Du bist frei! …solange Du im Geist ungebunden bist. Doch haftest Du an etwas an – und sei es an die Freiheit selbst – dann bist Du gebunden und erstarrst.

Du solltest wissen: Es gibt für alles eine Lösung!
Doch die kann man nicht finden, wenn man die Augen verschließt und so tut, als sei das Problem nicht existent. Stelle Dich Deinen aufsteigenden Ängsten und komm auf diese Weise im Paradies Deines Herzens an!

 

Marita Schroeder – The Future Force

 

Maßgebliche Einsamkeit – Die Wunde

Ungeliebte meinen sich von aller Welt verlassen. Dass sie sich selber verlassen, wissen sie nicht. Diese beiden Sätze zeigen, dass die Verhaftung am Familienschicksal und die Blockierung der Selbstliebe in die Verlassenheit führt, in die gleiche Verlassenheit, welche die Ungeliebten schon in der Kindheit gequält hatte.

Sobald sie begreifen, dass der springende Punkt nicht im Verlassen werden durch andere, sondern in der Selbstverlassenheit, in der Absonderung vom eigenen Wesen liegt, fangen sie an, die Blickrichtung zu ändern. Sie schauen mehr nach innen als nach außen, und begnügen sich damit, die Hindernisse zur Selbstliebe und Selbstheilung aus dem Weg zu räumen. Nicht mehr nach außen fixiert, sondern nach innen orientiert, empfinden sie weniger Druck von außen als Drang von innen. Sie suchen nicht mehr fremde Quellen, sondern werden zur eigenen Quelle ihrer Lebendigkeit. Sie erleben die Einsamkeit nicht mehr als Verlassenheit, sondern als Ursprung ihrer Liebesfähigkeit.

„Eure schlechte Liebe zu euch selber macht euch aus der Einsamkeit ein Gefängnis“

Menschen, die es mit sich nicht aushalten und in Antriebsarmut und Unruhe fallen, sobald sie alleine sind, Menschen also, die sich nicht genug mögen, um sich in einer Gesellschaft wohlzufühlen, sind Gefangene der eigenen Selbstlieblosigkeit. Unstet schweifen sie in der Welt umher, auf der Suche nach einem, der den Schlüssel hat, ihr Gefängnis von außen zu öffnen. Doch die Tür des Gefängnisses lässt sich nur von innen öffnen, und sie selber sind der Schlüssel dazu. Die Befreiung aus der Verhaftung im ICH hat seinen Anfang in der Selbstliebe.

Der Weg zur wesentlichen Einsamkeit führt immer über das Leiden an der Isolierung und Verlassenheit. Dieses bleibt keinem Menschen ganz erspart. Es ist ein notwendiges Leiden des Wachstums: „Nur was weh tut, beginnt sich zu suchen“.

Entweder führen unglückliche Lebensumstände real zu früher Verlassenheit, – oder aber das Gefühl, nicht verstanden, nicht angenommen, nicht geliebt zu sein, entsteht ganz natürlich in den notwendigen Ablösungsphasen des Lebens.

Die Wunde der Ungeliebten

Wir erkennen den Ungeliebten daran, dass er da, wo er sich nicht kennt und liebt, in anderen Menschen spiegelt – indem er andere widerspiegelt – und auch sich selbst – bemühte er sich zu lernen, wie man fühlt, wie man Emotionen hat.

Der Ungeliebte sucht unablässig in allen Menschen, denen er nahe kommt, die Mutter, deren Augen Liebe für ihn widerspiegeln sollen. Daraus entstehen affektive Abhängigkeit und Unfähigkeit, einen Partner als anderen zu sehen und zu spüren.

Die Wunde der Ungeliebten äußert sich im schmerzlichen Gefühl, nicht geliebt, sondern ausgestoßen zu werden.

Dieses Gefühl ist in Bezug auf die aktuelle Lebenssituation jedoch oft unrealistisch: Ungeliebte – in der psychologischen Bedeutung, die ich diesem Wort gebe – werden in der Gegenwart oft nicht weniger als andere Menschen geliebt und angenommen. Das Gefühl, nicht geliebt zu werden, ob schon die Realität dagegen spricht, weist, solange es andauert, auf die Gefühlstatsache hin, selber nicht lieben zu können.

Ungeliebte verlieren leichter als andere das Beziehungsbewusstsein. Die älteste aller seelischen Wunden – nicht geliebt zu sein – kann wieder und wieder aufbrechen. In der offenen Wunde der Depression, wird die affektive Beziehungslosigkeit zum Dauerzustand.

„Manchmal stürze ich wieder ab in tiefe Schlammlöcher der Verzweiflung und habe alle Mühe, dort wieder rauszukommen“

Isolieren wir uns von den anderen in Erinnerung an früh erlittene Kränkung, erleben wir die Außenwelt als unerträglichen Druck, der unserem Drang nach dem Leben entgegenwirkt. Statt auf der erotischen Spur die Berührung zu suchen, verfolgen wir die tief eingefressene traumatische Spur der Selbstverlassenheit und Selbstunliebe. Unsere Einsamkeit ist unfruchtbar, weil sie sich gegen die Liebe abschirmt.

Das, wogegen wir uns am heftigsten sträuben, hält oft das größte Glück bereit; zu viel Angst ist in unserem Klammern. Sobald wir es jedoch innerlich freigeben, befreit sich auch unser Genuss.

Ein Satz, ausgesprochen von einem Sufi-Meister: „Nichts oder Alles – Du musst nichts oder das ganze Leben ändern.“

(Auszug aus dem Buch: „Die Wunde der Ungeliebten“ – Peter Schellenbaum)

Marita Schroeder – The Future Force

 

Die dunkle Seite der Seele

Tief in unserem Inneren gibt es einen geheimnisvollen Ort, den wir nicht kennen, der aber dennoch zu uns gehört – den „Schatten“. Dort befinden sich alle Charakterzüge, die wir ablehnen und daher verdrängen. Dieser abgespaltene Teil blockiert die Lebenskraft, behindert unsere Beziehungen und ist dafür verantwortlich, dass Träume sich nicht verwirklichen. Es sind die Teile unserer Persönlichkeit, die wir so verabscheuen, dass wir sie unbewusst verstecken, verleugnen und dafür schämen. Das, wessen wir uns schämen, ist das Ungeliebte in uns. Der Schattenbereich enthält jene Aspekte, von denen wir glauben, dass sie nicht akzeptabel sind. Die Botschaft, die wir von dort bekommen ist deutlich: „Es stimmt etwas nicht mit mir. Ich bin nicht in Ordnung. Ich bin nichts wert.“ So sind wir ganz sicher, dass Schreckliches in unseren Tiefen verborgen liegt und entscheiden instinktiv, niemals mehr nachzusehen. Wir haben Angst vor uns selbst und tragen von dem Zeitpunkt an eine Maske. Und die kann so perfekt sein, dass wir ihre Existenz völlig vergessen. Wer glücklich werden will, soll seinen Hauptfokus auf das setzen, was er haben möchte, das ist richtig. Wir leben jedoch in der Dualität, in der es immer zwei Seiten gibt. Deshalb möchte auch die dunkle Seite der Seele in einem angeschaut werden.

Die dunkle Seite der Seele oder auch Schatten genannt, sind all die unaufgelösten Konflikte und Probleme; die nicht gelebten Sehnsüchte, Begierden und Leidenschaften. Wer seiner dunklen Seite zu wenig Beachtung schenkt, weil er nur das Gute und das Licht haben möchte, wird sich eines Tages wundern. Denn dann macht sich der Schatten erst recht und in aller Härte bemerkbar: Krankheit, Burn-Out, Lebenskrise. Die Lösung ist nicht das Verdrängen des dunklen Seelenanteils, sondern dessen Annahme und Akzeptanz. Wer Freundschaft mit dem eigenen Schatten schließt, wird umso mehr wahrhaftigere Freude, Lebenslust und Lebensenergie erleben. Wer die eigenen Augen nicht verschließt und die Projektionen der eigenen Probleme auf andere beendet, wird das Leben konstruktiv zur Selbsttherapie einsetzen können. Die beste Möglichkeit, sich mit dem eigenen Schatten zu konfrontieren, ist die Partnerschaft. Dies geschieht wie von selbst durch das intensive Zusammensein. Alles, was einen dabei verletzt, ist der Spiegel für den eigenen Schatten. Dann gibt es zwei Möglichkeiten: Weglaufen oder Lösen. Da das Lösen der Probleme heutzutage eher unbeliebt ist, weil es persönliche Arbeit an sich selber bedeutet, wechselt man lieber die Partnerschaften. Wenn wir aber lernen, uns selbst zu akzeptieren, bis es nichts mehr in uns gibt, dessen wir uns schämen, verleugnen müssen oder das wir zu verbergen suchen, gewinnt unser Dasein an Wärme und innerer Stärke.

Wer das Leben und besonders eine Liebesbeziehung auch als „Therapie“ sieht, ist hier einen großen Schritt weiter, denn Liebe heilt. Es gibt keine andere Therapie.

Die dunkle Seite der Seele wird sich so lange zeigen, bis man ihr Beachtung schenkt und sie ausgelebt wird. Ich weiß selbst, dass es einigen Mut braucht, um dem eigenen Schatten in die Augen zu schauen. Wir haben jedoch keine andere Wahl, denn irgendwann wird er uns wieder einholen. Alles, was unterdrückt und nicht gelebt wird, will wieder an die Oberfläche. Es liegt also an uns, ob wir es auf die harte Tour machen; unsere Gefühle unterdrücken und irgendwann einen Knall erleben. Oder ob wir es auf die sanfte Tour machen und uns stets aufrichtig und ehrlich selbst leben – und immer einen weiteren kleinen Schritt in unseren Schatten hineingehen, um Dunkelheit in Licht zu verwandeln.

 

“Es gibt für den Menschen keine geräuschlosere und
ungestörtere Zufluchtsstätte als seine eigene Seele.
Halte recht oft solche stille Einkehr und erneuere so dich selbst.
Dunkelheit bietet nur solange Geborgenheit,
bis man stark genug ist um ans Licht zu treten.“
– Marc Aurel

 

Marita Schroeder – The Future Force

 

Bringt eure Seele in Einklang

Das Schlimmste, was uns passieren kann, ist von unserem Selbst, von unserer Seele getrennt zu sein. Wenn wir uns selbst nicht mehr erkennen, nicht mehr wahrnehmen, weil wir so sind, wie wir gar nicht sein wollen: feindselig, höhnisch, gekränkt, aggressiv, nachtragend usw. Wir verlassen die Leuchtkraft und das verheißt nichts Gutes, denn es bringt uns auf die Straße der Dunkelheit. Ein Mensch, der sich vom Licht seiner Seele getrennt hat, weiß nicht, was er tut.

Es gibt Menschen, die strahlen zu viel Negativität aus und es fällt ungeübten Menschen dann schwer, ihre eigene Balance zu halten. Diese negativen Menschen verbreiten Unruhe, schimpfen und entladen ihren geistigen und emotionalen Müll. Machen sich keine Gedanken über die Wirkung, nehmen keinerlei Rücksicht auf andere, wollen keine andere Meinung hören, noch sich verändern.

Sie kommen ja nicht mal auf die Idee, an ihnen könnte etwas falsch sein oder sie könnten sich irren. Natürlich haben sie recht und dieses Rechthaben ist hartherzig und kalt. Sie merken nicht, dass sie schon lange nicht mehr lieben, weil sie nicht für einen Moment inne halten können. Wie eine Maschinenpistole kommen die Worte aus ihrem Mund. Es gibt keine Ruhepause. Sie schaffen eine Atmosphäre, die teilweise unerträglich ist und wenn diese Menschen den Raum verlassen, atmen alle auf. Unbelehrbar sind sie auch, denn sie belehren lieber die anderen und brauchen selbst keinen Hinweis.

Wenn du dich in ihre Weltanschauung hineinziehen lässt, teilst du mit ihnen die dunkle Seite des Lebens. Du kannst aber auch versuchen, sie ins Licht zu ziehen, was dich Unmengen an Kraft und Energie kostet und am Ende erfolglos bleibt. Die einzige Sprache, die diese Menschen verstehen, ist die Abwendung. Wenn sie niemanden mehr finden, dem sie ihre Negativität zukommen lassen können, sind sie auf sich alleine gestellt. Dann müssen sie sich mit sich selbst auseinander setzen und spätestens dann, sollten sie sich die Frage stellen: „Möchte ich mich selber, so wie ich jetzt bin?“ dann haben sie vielleicht eine Chance zur Einsicht zu gelangen, und sehen das Leben in einer neuen Art und Weise.

Je mehr wir mit unserer Seele im Einklang sind und je weniger wir uns dagegen auflehnen, desto erfüllter fühlen wir uns.

„…und wie oft sind es erst die Trümmer,
die den Blick auf den Himmel wieder freigeben.“

 

Marita Schroeder – The Future Force

 

Willst du, dass dieser Wahnsinn endet?!

Selbstverständlich werden wir depressiv, sobald wir den Kontakt zu uns selbst verlieren, natürlich geht es uns dann schlecht und wir verlieren unser Lachen, unsere Lebendigkeit, fühlen uns oft isoliert, einsam, sinnentleert, ziel- und lustlos, gebremst, gestockt, gehemmt und oft in irgendeiner Form „suchtabhängig“.

Depressionen zeigen uns, dass wir auf den Meeresgrund schauen, wir sehen nach unten, anstatt zur Meeresoberfläche, anstatt zum Himmel. Wir nehmen nur noch das Dunkle wahr und haben das Licht aus den Augen verloren. Die Sonne, die morgens aufgeht, lässt uns gerade noch erkennen, an welchem Ort wir uns befinden.

Depressionen, Melancholie, Traurigkeit, Einsamkeit – haben sehr viel mit Selbstmitleid zu tun. Wer zur dunklen Seite des Lebens neigt, liebt Dramatik und Selbstinszenierung. Es ist eine spezielle Art sich in den Mittelpunkt zu stellen. Die anderen müssen Rücksicht nehmen. Jeder Versuch die Situation zu verändern, wird ignoriert, Vorschläge werden abgelehnt und als nicht möglich abgeurteilt, weil man am status quo festhalten will – festhalten muss, weil man ohne sein Drama nichts mehr hätte, womit die Aufmerksamkeit der anderen gefesselt werden könnte. 

So wird das Selbstmitleid genährt, anstatt die Selbstheilungskräfte zu fördern. Die Sonne des Lebens wird vermieden, kein Lachen, keine Leichtigkeit, keine Freude. All das Schöne wird als persönlichen Angriff gewertet, worunter es sich noch stärker leiden lässt. Heilung ist möglich, wenn der Leidende für einen Augenblick sein Leiden vergisst und sich daran erinnert, wie viel Kraft und Energie ihm zur Verfügung steht, um ein wunderbares Leben zu leben. Das negative Denken und Fühlen hört auf, sobald der Leidende Klarheit in sein Leben bringt, sich nicht mehr länger selbst belügt und schönredet, was nicht schön ist. Wir können jede Situation, die uns leiden lässt, beenden!

Es kommt einzig darauf an, bei sich zu beginnen, und in diesem Augenblick hat man sich um nichts anderes in der Welt als um diesen Beginn zu kümmern.

Wahnsinn

 

Marita Schroeder – The Future Force