Archiv der Kategorie: Mitarbeiterführung

Sind Sie ein High-Performer?

Es gibt zwei Möglichkeiten, um im Geschäft zu übertreffen:

Die erste ist durch die Entwicklung wirksamer Strategien.
Die zweite, in einer sehr effektiven Art und Weise diese Strategien geschehen lassen.

Letztere dreht sich alles um persönliche hohe Leistungen. Nur sehr wenige Führungskräfte haben viel Zeit für die Verbesserung der eigenen Leistungsqualität.
Hier ist ein Test, damit Sie erkennen, ob Sie ein Leistungsträger sind, und um Ihnen die Leistungs-Bereiche zu zeigen, die Ihnen helfen können, sich zu verbessern.
Schnappen Sie sich einen Stift und markieren jede Aussage, die auf Sie zutrifft.

  1. Ihre Ziele für den Monat und für das Jahr sind klar.
  2. Sie planen Ihren Tag vor Arbeitsbeginn.
  3. Sie haben alle Ihre Arbeitsaufgaben auf einer Aufgabenliste.
  4. Sie überprüfen die Liste mindestens einmal täglich, was zu tun ist.
  5. Ihnen sind Ihre wichtigsten Tätigkeiten absolut klar.
  6. Sie verbringen die meiste Zeit des Tages mit diesen Tätigkeiten.
  7. Sie sind ruhig und konzentriert bei der Arbeit.
  8. Sie haben Ihre E-Mails organisiert, nicht wie sie gesendet werden.
  9. Sie arbeiten schnell und effektiv.
  10. Sie sprechen mit sich Selbst in einer positiven, ermutigenden Weise.
  11. Sie kennen Ihre 3 Top-Werte und leben sie.
  12. Sie nehmen sich jeden Tag Zeit, um Ihre guten Leistungen zu visualisieren.
  13. Sie tun was zu tun ist, und bleiben positiv, wenn die Dinge schwierig sind.
  14. Sie behalten immer einen Sinn für Humor und Freude bei der Arbeit.
  15. Sie sehen sich voll und ganz für Ihr Unternehmen verpflichtet.
  16. Sie tun regelmäßig mehr als das, was gefragt ist.
  17. Man kann auf Sie zählen; Sie halten sich an Termine und Absprachen.

Wie ist Ihr Ergebnis?
Um ein High Performer zu werden, sollten Sie mindestens 12 der Aussagen mit JA beantworten können.
Aber, der eigentliche Wert des Tests ist für Sie zu erkennen, welche Bereiche Sie benötigen, um sich darauf zu konzentrieren und zu verbessern. Denken Sie daran, wenn Sie Ihre Strategie leben möchten, kommt alles auf die Umsetzung an. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass Sie diese jeden Tag effektiv durchführen, um diese erfolgreich zu verwirklichen. Dieser Test und die Checkliste helfen Ihnen, genau das zu tun.

“Außergewöhnliche Männer und Frauen
haben sehr klare Selbstideale, denen sie ständig bemüht sind.“

Hier ein genialer Spruch in einem genialem Film:  Opening

– Marita Schroeder – The Future Force
© 2017 text by Marita Schroeder

Fehlzeiten reduzieren durch größere Wertschätzung der Mitarbeiter

Fast jede zweite Frau und jeder dritte Mann sind heute gefährdet, im Laufe ihres Berufslebens psychisch und physisch zu erkranken. Arbeitsbedingte psychische Erkrankungen umfassen verschiedene Krankheitsbilder. Zu den wichtigsten gehören im Arbeits- und Berufsumfeld verursachte Depressionen, Reaktionen auf schwere Belastungen sowie unspezifische Ängste oder Versagensängste.
Der Begriff „Burnout“ ist in aller Munde. Die Konsequenz für das Unternehmen drückt sich in langen Fehlzeiten aus. Zeit versetzte Folgen sind körperliche Erscheinungsmerkmale wie: Rückenschmerzen, Bandscheibenkomplikationen Knieprobleme, Immunschwächen, bis hin zu Adipositas um nur einmal einige zu nennen.

Wie kann man Fehlzeiten bei Mitarbeitern reduzieren?
Eine einfache Maßnahme hilft, das zu verhindern:
Wertschätzende und achtsame Mitarbeiterführung

Wertschätzung und Achtsamkeit st eine psychosoziale Ressource, die es zu etablieren und zu fördern gilt. Denn Gesundheit ist neben Motivation und Arbeitszufriedenheit die Grundlage für die Arbeitsfähigkeit. Wertschätzung und Respekt ist gesundheitsfördernd, steigert die Belastbarkeit und damit die Produktivität. Und sie verhindert die inneren Kündigungen, die jeder irgendwann einmal hegt.
Wertschätzung setzt eine entsprechende Unternehmenskultur voraus, in der z. B. ältere Arbeitnehmer, Migrationshintergrund oder verschiedene Beschäftigungsverhältnisse nicht als problematisch wahrgenommen werden. Alle Mitarbeiter/-innen werden gleich behandelt, sind gleichgestellt bei betrieblichen Angeboten und haben die gleichen Chancen in der beruflichen Entwicklung.  Mitarbeiter wollen heute Anerkennung für ihre Leistung, sinnvolle, interessante Tätigkeiten, als Persönlichkeiten wahrgenommen werden und ein gutes, angemessenes Einkommen.

  5  Schritte zu mehr Wertschätzung in ihrem Unternehmen.

  1. Analysieren Sie den Umgang Ihrer Führungskräfte mit Ihren Mitarbeitern
  2. Sorgen Sie dafür, dass Lob und Anerkennung maßvoll und gerecht verteilt wird und sich nicht nur auf „Lieblingsmitarbeiter“ konzentriert oder inflationär angewendet wird.
  3. Teilen Sie Ihren Führungskräften die Rolle eines Mitarbeiters zu und geben Sie ihnen die Aufgabe, diese Situation zu reflektieren.
  4. Legen Sie Wert auf einen Mitarbeiterkalender, in dem Mitarbeitsgespräche und Planungen festgehalten werden.
  5. Sorgen Sie für Feedback-Regeln in der betrieblichen Kommunikation, die gemeinsam mit Führungskräften und Mitarbeitern erarbeitet werden.

 

– Marita Schroeder – The Future Force
© 2016 text by Marita Schroeder

Sind Sie eine Visionärin?

…auf den Spuren der Powerfrauen

Ohne den Mut der visionären Rebellinnen wären viele Dinge auf der Welt nicht verändert worden. Um als Visionärin etwas zu bewegen, müssen Sie kein Genie sein.
Sie sind gewissermaßen per Definition eine Visionärin wenn:

  1. Sie etwas unternehmen.
  2. Sie täglich Entscheidungen treffen, deren Ergebnis in die Zukunft wirkt.

„Think different“ mit dieser Vision hat Steve Jobs die Computerwelt revolutioniert und Apple zum zeitweise wertvollsten Unternehmen der Welt gemacht. Eine starke Visionärin ist leistungsstark und intelligent. Was machen die großen Visionärinnen so erfolgreich und was können Sie daraus für sich und Ihr Unternehmen ableiten?

Denken Sie groß!

Haben Sie den Mut, große Ziele zu setzen. Das setzt Unabhängigkeit voraus – Große Ziele grenzen ab. Wer anders denkt und anders handelt, macht sich nicht beliebt bei Mitmenschen, die lieber am Status quo festhalten wollen – Große Ziele setzen viel in Bewegung. Wer sich bewegt, sucht aktiv nach Veränderung. Verändern Sie wo Sie können.
Veränderung bedeutet Ungewissheit aber auch Neues, damit muss man klarkommen – Für große Ziele braucht man Abstand. Treten Sie deshalb regelmäßig einen Schritt zurück und betrachten Sie „the big picture“ Ihres unternehmerischen Wirkens. Dazu benötigen Sie Freiräume, damit Sie sich nicht von den Terminwünschen anderer diktieren lassen. Gönnen Sie sich immer wieder Auszeiten.
Und wissen Sie, wenn Veränderung nicht möglich ist, sollten Sie das Sprichwort ins Auge fassen: „Ein großer Teil Weisheit liegt darin, zu wissen, was man beenden muss, wann und wie.

Denken Sie offen!

Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit nach außen und beobachten Sie Ihre Umwelt: Ihre Kunden, Ihre Mitarbeiter, Ihre Mitbewerber. Durch ständiges Beobachten schulen Sie Ihre Wahrnehmung. Viele Trends, die den Erfolg Ihres Unternehmens in der Zukunft beeinflussen werden, sind schon lange vorher ersichtlich. Hinterfragen Sie, was für andere selbstverständlich ist und gehen Sie den Dingen auf den Grund. Gerade, die Dinge, die nicht perfekt funktionieren, sind aufschlussreich für neue Ideen. Visionäre Denkerinnen stellen neue Zusammenhänge her zwischen Bereichen, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben. Holen Sie sich Inspiration bei Menschen mit ganz anderen Denkweisen. Vernetzen Sie sich mit den unterschiedlichsten Kreisen und tauschen Sie sich über Ihre Ideen aus.

Denken Sie flexibel, quer und „rebellisch“!

Große Ziele sind selten auf dem direkten Weg zu erreichen. Hindernisse und Stolpersteine sind die Realität. Kalkulieren Sie diese immer ein. Wer viel bewegt, macht auch Fehler. Fehler gehören dazu, um einen guten Job zu machen. Visionäre Denkerinnen versteifen sich nicht auf Hindernisse, sondern begreifen sie als Teil des Gesamtsystems, das neue Chancen bereit hält.  Experimentieren Sie, um herauszufinden, wie Ihre Ideen wirken. Seien Sie lernbereit, um neue Erkenntnisse aus Fehlern und Hindernissen abzuleiten, die Sie und Ihr Unternehmen weiter voran bringen. Visionäres Denken ist eine Sache der persönlichen Einstellung.

„Es kommt nicht darauf an, die Zukunft vorauszusagen, sondern
darauf, auf sie vorbereitet zu sein.“

 

– Marita Schroeder – The Future Force
© 2016 text by Marita Schroeder

Motive-in-Action

Helfen Sie Ihren Mitarbeitern bei der Weiterentwicklung

Bis zu 80 Prozent unserer Lern- und Leistungserfolge, sowie unsere persönliche Entwicklung finden im Joballtag statt – was durchaus sinnvoll ist, denn lebenslanges Lernen ist eine wichtige Strategie für einen nachhaltigen Karriereweg. Tatsächlich sind es oft die direkten Vorgesetzten, die am meisten für die Weiterentwicklung ihrer Mitarbeiter tun.

Mit den folgenden Tipps können Sie Ihren Teammitgliedern helfen, nicht stehenzubleiben:

  • Sprechen Sie über Karriereziele nicht nur einmal im Jahr bei der Leistungsbeurteilung, beim Feedback, sondern häufig. Regelmäßige Diskussionen über Ziele und Interessen helfen Ihren Mitarbeitern dabei, ihre Ziele anzupassen und Chancen für eine Weiterentwicklung zu erkennen.
  • Wenn Sie ein Gruppenprojekt vorbereiten: Bitten Sie Ihre Teammitglieder zu überlegen, wie sie dazu beitragen können – aber auch, was sie dabei gerne lernen würden. Dadurch vermeiden Sie, dass sich Mitarbeiter nur für solche Aufgaben freiwillig melden, die sie ohnehin schon beherrschen.
  • Bitten Sie Ihre Mitarbeiter, Ihnen und anderen Teammitglieder regelmäßig zurückzumelden, was sie gelernt haben und wie sie ihre neuen Fertigkeiten und Kenntnisse einsetzen.
  • Vereinbaren Sie Ziele und erstellen einen persönlichen Entwicklungsplan für jeden Mitarbeiter.
    Ziele sollten immer messbar, realistisch und erreichbar sein.
  • Motivieren Sie Ihre Mitarbeiter immer: Menschen lösen Aufgaben dann am besten, wenn man sie motiviert hat.

 

– Marita Schroeder – The Future Force
© 2014 text by Marita Schroeder

 

 

So können Sie Teamkonflikte lösen

Teamarbeit ist nicht mehr aus dem Arbeitsalltag wegzudenken. Nicht auf den zielstrebigen Einzelkämpfer kommt es an, sondern auf das gute und erfolgreiche Funktionieren der Gruppe. Doch was, wenn der Teamzusammenhalt zu eng wird? Wenn sich unter Ihren Mitarbeitern Parteien bilden – hier die einen Teammitglieder, da die anderen? Dies kann zu Missstimmungen unter den „anderen“ führen und insgesamt das Klima verschlechtern. Erfahren Sie daher hier, wie Sie Teamkonflikte lösen können.

An folgenden Zeichen erkennen Sie Teamkonflikte rechtzeitig: 

  1. Persönliche Sympathien haben Vorrang: Wenn im Team plötzlich persönliche Sympathien vor effizientem Arbeiten stehen und auch die Kollegen, die wenig Leistung und Einsatz bringen, von den anderen gedeckt werden, sollten Sie prüfen, ob der bestehende Teamclan so weiterbestehen sollte.
  2. Gute Mitarbeiter werden gehindert: Vorsicht, wenn wirklich zielstrebige Mitarbeiter, die erfolgsorientiert arbeiten, plötzlich denken, von den anderen ausgebremst zu werden, weil erst mal ein gemeinsames Kaffeetrinken auf dem Plan steht. Auch an der Haltung Ihnen als Führungskraft gegenüber können Sie erkennen, ob sich das Team allzu eng zusammengeschlossen hat.
  3. Ihre Autorität wird angezweifelt: Wird Ihre Autorität offen in Zweifel gezogen und meint das Team besser als Sie zu wissen, auf welchem Wege der gewünschte Erfolg erreicht werden kann, ist es an der Zeit, den übertriebenen Teamgeist ein wenig zu lockern.

Um schwere Teamkonflikte lösen zu können, ändern Sie die Strukturen des Teams.

Bringen Sie ein bisschen Konkurrenzdenken unter die Teammitglieder, indem Sie zum Beispiel Untergruppen bilden, die mit den anderen konkurrieren, oder schaffen Sie Anreize für einzelne, um das Team aus seiner Erstarrung zu wecken. Achten Sie im Umgang mit Ihren Mitarbeitern darauf, ein Teammitglied nie vor den anderen offen zu kritisieren oder gar zu maßregeln. Das schafft leicht Märtyrer und Verschwörungen hinter Ihrem Rücken.

Finden Sie die Querulanten, um Teamkonflikte zu lösen

Finden Sie heraus, wer die treibende Kraft für die Teamkonflikte ist – in der Regel sind dies ein oder zwei Mitarbeiter, die die anderen mitziehen. Entfernen Sie sie aus dem Team und geben Sie Ihnen ein neues Einsatzgebiet.

Achten Sie auf neue Mitarbeiter

Sollten in einer problematischen Phase neue Mitarbeiter zum Team stoßen, dürfen Sie sie keinesfalls ihrem Schicksal oder den anderen Teammitgliedern überlassen. Denn oftmals akzeptieren derart verschworene Gemeinschaften Neuzugänge nicht oder versuchen, sie auf ihre Seite zu ziehen. Nehmen Sie daher die Einarbeitung des Neulings weitestgehend selbst in die Hand!

 

– Marita Schroeder – The Future Force
© 2014 text by Marita Schroeder

 

 

Zahlen, Fakten und ganz viel Gefühl

Mit Emotionen die Teamleistung steigern.

Wer seinen Gefühlen im Büro freien Lauf lässt, geht durchaus ein hohes Risiko ein. Vor allem, wenn er mit Vorgesetzten zusammenarbeitet, für die nur „Zahlen, Daten, Fakten“ zählen. Denn bei diesen Typen läuft man schnell Gefahr, als unprofessionell oder gar hysterisch zu gelten, wenn man sich nicht ständig wie ein gefühlloser Roboter verhält. Aber wer kann das schon und vor allem: wer will das eigentlich noch?

Die Zusammenarbeit in Teams basiert nicht nur auf den fachlichen Fähigkeiten der einzelnen Mitarbeiter. Auch die Emotionen spielen dabei eine ganz erhebliche Rolle. Häufig geben sie sogar den Ausschlag, ob ein Team erfolgreich zusammenarbeitet oder nicht. Denn unsere Gefühle beeinflussen sowohl die Fähigkeiten, also das „Können“, als auch unsere Bereitschaft, also das „Wollen“, zur Leistung.

Deshalb ist das „professionelle“ Büro, in dem sich alle nur auf Fakten und ihre Arbeit konzentrieren und einen neutralen Umgang miteinander pflegen, eine Illusion: Es ist für einen Menschen unmöglich, nicht zu fühlen. Wir können nicht verhindern, dass uns ein Mensch sympathisch oder unsympathisch ist, wir uns auf eine Aufgabe freuen oder uns über die frechen Sprüche des Kollegen ärgern. Der Umgang der Menschen miteinander ist immer auch emotional. Wir können solche Gefühle vielleicht für einen Moment unterdrücken beziehungsweise überspielen, aber abschalten können wir sie nicht. Das ist auch nicht gesund: wer ständig gegen die eigene Natur arbeitet, befindet sich permanent im Stress und hat ein höheres Burn-out-Risiko.

Natürlich heißt das nicht, dass man jetzt in das andere Extrem verfallen und sich im Büro total gehen lassen sollte. Auch das ist dem Betriebsklima und der eigenen Karriere sicherlich nicht förderlich. Aber eine gesunde Mischung aus Gefühl und Kalkül garantiert den Erfolg. Vor allem Vorgesetzte profitieren durchaus davon, hier und da Emotionen zuzulassen: Sie wirken menschlicher, sympathischer und fördern durch das Zulassen der Emotionen auch den Zusammenhalt im Team.

Denn gerade für die Zusammenarbeit von Teams sind Emotionen besonders wichtig. Zum einen lassen sie sich wie gesagt nicht unterdrücken, zum anderen können sie den Ausschlag für den Erfolg geben, denn wenn „die Chemie“ im Team stimmt, wird es auch erfolgreich zusammenarbeiten. Steuern Sie deshalb die Emotionen Ihrer Arbeitsteams! Um das zu erreichen, müssen Sie die folgenden Punkte beachten.

  1. Ein Team wird nur funktionieren, wenn sich alle im Team mit der Idee und den Regeln identifizieren, gegenseitiges Vertrauen herrscht und alle an den Erfolg und das Leistungsvermögen der Gruppe glauben. Daher sollten Sie die Gruppe auch unter diesen Gesichtspunkten zusammenstellen. Es bringt nichts, wenn sie einen genialen Ingenieur in dieses Team setzen, weil Sie glauben, sein Know-how werde benötigt, er aber kein Teamplayer ist oder sich gar mit der Aufgabe nicht anfreunden kann. Verzichten Sie lieber auf solche Mitglieder oder tauschen Sie sie aus, sonst schaden sie der Gruppenleistung.
  2. Bei einem Team gibt es zum einen die Gefühle des Einzelnen, zum anderen die Stimmung im Team zu beachten. Beide beeinflussen sich gegenseitig. Deswegen sollte man es nicht versäumen, bestimmte Verhaltensregeln für die Gruppe aufzustellen: Jeder darf ausreden, keine Idee wird lächerlich gemacht, niemand darf seinen Rang beim Teamwork ausnutzen. Pünktlichkeit, Respekt, höfliches Verhalten, gegenseitige Unterstützung sollten unantastbare Grundsätze sein. Bei Diskussionen darf es ruhig mal „hoch hergehen“, aber debattiert wird über die Sache, niemals wird eine Person als solche kritisiert.
  3. Offenheit und Emotionen sind dennoch erwünscht, auch das sollten Sie klarstellen. Wer Probleme sieht oder sich nicht wohlfühlt, soll dies auch sagen dürfen. Es ist vor allem der Job des Vorgesetzten, entsprechend darauf zu reagieren, nach einer Lösung zu suchen und sich bei dem Mitarbeiter für seine Ehrlichkeit zu bedanken. Unterstützen Sie den emotionalen Austausch durch gemeinsame Feiern, bei denen sich alle auch privat kennenlernen können, bieten Sie aber auch einen „Kummerkasten“ oder Sprechstunden an, so dass sich die Mitarbeiter anonym oder direkt mit Ihren Problemen an Sie wenden können.

Machen Sie zunächst eine ehrliche Bestandsaufnahme ihrer eigenen Gefühlswelt: Welche Gefühle lassen Sie im Job zu, welche unterdrücken Sie? Wie treffen Sie Entscheidungen? Wie erfolgreich sind Sie damit? Was würden Sie gerne ändern? Welche Gefühle machen sich bemerkbar, wenn Sie sie überhaupt nicht brauchen können? Bahnen sich die unterdrückten Gefühle vielleicht schon einen anderen Weg? haben Sie nach einer Aufregung oder einer Auseinandersetzung vielleicht Migräne, Magen- oder Rückenschmerzen?

Führungskräfte, die sich mit ihren eigenen Emotionen beschäftigen, werden auch von den Mitarbeitern besser angenommen. Denn sie wirken authentischer als ein Chef, der immer nur alles mit sich selbst ausmacht. Ein cholerischer Chef, der seiner Wut freien Lauf lässt und so von seinen Gefühlen überrollt wird, dass er die Kontrolle verliert, ist für Kreativität und Betriebsklima allerdings auch tödlich. Die Kunst besteht darin, Rationalität und Emotionalität in ein gutes, ausgewogenes Verhältnis zu bringen.

 

 – Marita Schroeder – The Future Force
© 2014 text by Marita Schroeder

 

Exzellente Motivation – hervorragendes Image

Je mehr ein Unternehmen wächst, desto wichtiger wird es, Verantwortung zu delegieren und die Mitarbeiter zu Eigeninitiative aufzufordern. Das verlangt ein hohes Maß an Toleranz. Mitarbeiter, denen man  Autorität und Verantwortung überträgt, wollen – wenn sie gut sind – ihre Aufgaben selbständig erledigen. Fehler wird es immer geben. Aber die Fehler der Mitarbeiter, die meist die richtigen Dinge tun, sind nicht so gravierend wie die, die dadurch entstehen, dass das Management den Verantwortlichen genau vorschreiben will, wie sie ihre Arbeit zu verrichten haben.

Ein Management, das überkritisch auf Fehler reagiert, zerstört Eigeninitiative. Doch Mitarbeiter mit persönlichem Engagement sind lebenswichtig, wenn ein Unternehmen weiter wachsen will.

Noch etwas in eigener Sache:

Wenn man über das Leben, die Freiheit und das Streben nach Glück nachdenkt, meint man nicht längere Ferien und bequemere Hängematten.  Es bedeutete die Verfolgung des Lernens. Die Liebe zum Lernen. Das Streben nach Verbesserung und Exzellenz.
Findet Arbeit die ihr liebt, und legt das Interesse nicht übermäßig auf das Geld, oder wie viel Geld im Spiel ist. In harter Arbeit steckt das Glück.