Archiv der Kategorie: German Soccer Hall of Fame

Bist du bereit für echtes Wachstum?

– Speed Pitching Session 5D

Gerade im Hochleistungssport ist ein positives Selbstkonzept von großer Bedeutung.
Die Nutzung von Imaginationen ist eines der wesentlichsten mentalen Trainingsverfahren das Sportlern zur Erzielung von Höchstleistungen zur Verfügung steht. Es kommt darauf an, so zu üben, dass der Geist schon den Ernstfall selbst erlebt.

Ich habe euch bisher viele Denkanstöße gegeben. Wir haben in vielen Artikel in der Kategorie: Fußball vom anderen Stern, viel Informationsmaterial bewältigt und die meisten der beschriebenen Konzepte, Tipps und Techniken lassen sich unverzüglich in die Praxis umsetzen. Einiges wird sich auch in einem Winkel eures Gehirns einnisten und gespeichert bleiben, bis es benötigt wird. Es wird immer Abruf bereit sein. Gemeinsam haben wir hart gearbeitet, um dich in die Lage zu versetzen, der Beste zu werden, der Beste zu sein.

Eine eindrückliche Form der Mobilisation bewirkt diese Aktiv-Wach-Trance. Wie der Name bereits verdeutlicht, wird in diesem Sinne Trance nicht als Entspannungszustand beschrieben, sondern als dynamischer Zustand.

Durch die Trance-Technik der Speed Pitching Session, werden mentale Bilder im Gehirn neu vernetzt. Der Bewusstseinszustand wird durch die Aktivitätssteigerung verändert und erweitert. Wenn Bewusstseinsveränderung produktiver werden soll, denkt daran, dass Ihr tiefer in euch selbst gehen müsst.

Durch SPS programmiert ihr euer Gehirn neu und bringt es dazu, euch zu vertrauen. Konzentriert wird auf die Bewegungen und das hinein fühlen. Wir beschäftigen uns nicht mit dem Ergebnis dieses Handelns. Die Zeit der aktiven Handlung gehört dem Hier und Jetzt… diesem Moment… der Gegenwart.

„Bewusstsein ist das, was die verschiedenen Frequenzen schafft, die uns ermöglichen, die Realität zu manifestieren und verschiedene Dinge zu sehen und Dinge anders zu sehen, sobald du die Energiequelle aktivierst.“

Der Körper denkt bei der Session mit und jede neuerliche (richtige!) Wiederholung führt automatisch zu einer zusätzlichen Sicherung und Speicherung.
Macht das Außergewöhnliche zu einem Teil eures Trainings.

Lassen sich denn Veränderungen von einer Minute auf die andere erzielen? Ich enthülle euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle einschlafen, aber wir werden alle verwandelt werden – plötzlich in einem Augenblick…

Seid neugierig auf die Botschaft, die euch ein Gefühl vermitteln wird EINS zu sein. EINS mit dir. EINS mit der Mannschaft. Mit dem Speed Pitching Session ist eine enorme Leistungssteigerung möglich und mittels dieser Technik entsteht in der Mannschaft eine euphorische und aufgeregte Stimmung.

„Wir Menschen werden nie genau wissen, was Realität ist, weil
unser Gehirn den Unterschied zwischen vorgestellter
und erinnerter Erfahrung nicht wirklich kennt.“

 

– Marita Schroeder – The Future Force

 

Out of Order – Wir haben falsche Knöpfe gedrückt

„Fahre nicht aus der Haut, wenn du kein Rückgrat hast.”

Heute möchte ich Ihnen einige Tipps und Techniken vorstellen, die es Athleten ermöglicht, sich zu entspannen, damit sie ihre Aufmerksamkeit positiv auf die Aufgaben der Vorbereitung zur Teilnahme am Wettbewerb fokussieren können.

Der erhöhte Stress der Wettkämpfe kann dazu führen, dass Athleten sowohl physisch als auch geistig in einer Weise reagieren, die ihre Leistungsfähigkeit negativ beeinflussen kann. Sie können angespannt werden, ihr Herz pocht, sie brechen in kalten Schweiß aus, sie machen sich Gedanken um das Ergebnis der Konkurrenz, sie finden es schwer, sich auf die Aufgabe zu konzentrieren. Dies hat dazu geführt, dass Trainer zunehmendes Interesse am Bereich der Sportpsychologie und insbesondere im Bereich der Wettbewerbsangst haben. Dieses Interesse konzentriert sich auf Techniken, die Athleten in der Wettbewerbssituation nutzen können, um die Kontrolle zu behalten und ihre Leistung zu optimieren. Einmal gelernt, erlauben diese Techniken dem Athleten zu entspannen und seine Aufmerksamkeit in einer positiven Weise auf die Aufgabe der Vorbereitung und Teilnahme am Wettbewerb zu konzentrieren.

Wie können Athleten Stress vermeiden

Stress wird erlebt, wenn ein Athlet fühlt, dass er nicht mit einer Situation fertig werden könnte, mit der er konfrontiert wird, bzw. die ihm präsentiert wird. Wenn ein Athlet in einer stressigen Situation ist, dann muss er seine sportliche Leistung, ob dies im Wettkampf oder im Training ist, durchführen. Der Trainer kann die Wirkung auf seine Leistung der wettbewerbsfähigen Angst beschränken, indem er dem Athleten hilft, eine entsprechende Bewältigungsstrategie zu entwickeln.

  1. Ziele sollten regelmäßig trainiert werden. Jede Übung zerstreut das Adrenalin, das sich in stressigen Situationen aufbaut und uns mit einem Gefühl von Druck und Kontrolle füllt.
  2. Gesund essen! Sorgen Sie dafür, dass Sie ausreichend Vitamine und Mineralien zu sich nehmen.
  3. Achten Sie darauf, dass Sie genug Schlaf bekommen. Menschen brauchen unterschiedliche Mengen von Schlaf pro Nacht. Versuchen Sie herauszufinden wie viel Schlaf Sie brauchen, um einen optimalen Wachzustand zu erreichen.
  4. Wenn Sie es bis jetzt noch nicht können – lernen Sie klar zu denken und stellen Sie sich realistische Ziele. Arbeiten Sie sich durch eine Situation ober Übung, die Ihnen Probleme bereitet, in einer gesetzten Zeit, in einer logischen Weise. Gehen Sie erst zur nächsten Aufgabe, wenn Sie sagen können: „Ich habe es geschafft.“
  5. Sagen Sie NEIN zu Aufgaben und Projekten, die Sie nicht übernehmen können. Die Menschen denken deshalb nicht schlecht von Ihnen. Im Gegenteil – Ehrlichkeit wird in dem Fall belohnt.
  6. Bleiben Sie immer authentisch und denken Sie daran, dass Sie Fehler machen dürfen. Fehler sind unvermeidlich. Lernen Sie, Fehler als Lernmöglichkeiten und Probleme als Herausforderungen zu sehen.
  7. Visualisieren Sie! Schließen Sie die Augen und denken Sie an eine Zeit oder einen Ort, an dem Sie entspannt und in Frieden waren. Versuchen Sie, sich eine schöne Situation oder Begebenheit, wieder in Ihrem Kopf neu „herzuholen“. Denken Sie an die Gegebenheiten, die Sie erlebt haben. Visualisieren Sie sich wieder in diese Szenen hinein. Sie werden feststellen, dass Sie sich nach 5 – 10 Minuten viel entspannter fühlen, da Ihr Gehirn nicht zwischen Vorstellung und Realität (tatsächlich dort zu sein) unterscheiden kann. Manche Menschen nennen es Tagträume. Visualisierung ist ein mächtiges Werkzeug zur Reduzierung von Stress und Angst.
  8. Nehmen Sie sich Zeit für sich selbst und tun Sie Dinge in Ihrem Leben, die für Sie wichtig sind. Tun Sie nichts, nur weil es getan werden muss. Machen Sie genügend Pausen und rechtfertigen Sie sich nicht dafür. Fühlen Sie sich nicht schuldig, wenn Sie sich eine Auszeit gönnen und diese Zeit genießen. Sie haben es sich verdient.
  9. Akzeptieren Sie Ihre Stärken und Schwächen und lieben sich genau deshalb – ohne Wenn und Aber.
  10. Üben Sie körperliche Entspannungstechniken, wie z.B. Progressive Muskelentspannung. Entspannung aller Körperteile ist ein sehr effektiver Weg um die Spannung zu reduzieren.
  11. Sehr empfehlenswert ist, im Frühjahr barfuß durch den Morgentau über eine Graswiese zu laufen. Sebastian Kneipp nannte es den Barfußweg: „Der Anfang der Abhärtung bleibt immer das Barfußgehen. Es gewöhnt und verbindet den Körper am meisten an die Erde. Dabei wird das Blut nach unten geleitet, der Blutumlauf geregelt und die Füße gekräftigt.“

Der Weg nach vorne

In der Rolle als Trainer sollte man immer darauf achten, dass die Athleten sehr hoch motiviert sind und dazu neigen, ein hohes Maß an Engagement und Konzentration ebenso ein gutes Maß an Kontrolle zu haben. Sollten diese Attribute fehlen, dann haben SIE als Trainer etwas falsch gemacht.

„Lass dich nicht gehen, geh selbst!”

– Marita Schroeder – The Future Force

© 2017 text by Marita Schroeder

 

Foto: Quelle leider unbekannt

 

Sag doch einfach was Du willst…open up

„Kommunikation ist die Kunst des erfolgreichen Austauschs
aussagekräftiger Informationen mit Menschen
durch einen Austausch von Erfahrungen.“

Ein Trainer wünscht sich immer möglichst viele Informationen einem Spieler mitzuteilen, um effektiver trainieren zu können und um die Leistungen zu verbessern.
Dies erfordert jedoch, dass der Spieler die Informationen nicht nur erhält, sondern dass er sie auch versteht und akzeptiert.

Ein Trainer sollte sich deshalb fragen:

  • Muss ich die Aufmerksamkeit des Athleten haben?
  • Erkläre ich mich in einer leicht verständlichen Art und Weise?
  • Hat der Spieler die Informationen verstanden?
  • Glaubt der Spieler, was ich ihm sage?
  • Hat der Spieler akzeptiert, was ich sage?

Non+verbale Botschaften

Im Gegensatz zur Teamkommunikation (ich bezeichne es mal so) hat zunächst erst einmal die face-to-face-Kommunikation oder persönliche Kommunikation den Vorteil, dass direkt auf die Signale des Gegenübers eingegangen werden kann. So entstehen laufend Rückkopplungen (Feedback) zwischen den Kommunikationspartnern in Form von Rückfragen und abwechselndem Gespräch. Diese führen zu unmittelbaren Verständigungsmöglichkeiten und hoher Flexibilität. Diese Flexibilität ist ein Grund für die größere Beeinflussung der persönlichen Kommunikation gegenüber der Teamkommunikation.

Während der Trainer spricht, wird erwartet, dass der Spieler geduldig zuhört bis der Trainer zu Ende gesprochen hat. Bei genauerer Betrachtung kann man sehen, dass Spieler auf eine Vielzahl von verbalen und non-verbalen Verhalten, um einen reibungslosen Ablauf der Kommunikation aufrecht zu erhalten, zugreifen werden. Ein solches Verhalten beinhaltet Kopf-Nicken, Lächeln, Stirnrunzeln, Körperkontakt, Augenbewegungen, Lachen, Körperhaltung und viele andere Aktionen. Die Mimik der Sportler geben dem Trainer ein Feedback und ein „geschulter“ Trainer weiß diese zu verstehen. Verglaste oder nach unten gedrehte Augen zeigen Langeweile oder Desinteresse. Hochgezogene Augenbrauen Ungläubigkeit, dies könnte eine leichte Verwirrung auslösen.

Die Haltung eines Teams gegenüber dem Trainer kann als Zeichen auf ihre Stimmung bewertet werden und spätestens hier sollte der Trainer reagieren.

Ein Trainer sollte sensibel sein, um die Signale von den Spielern zu verstehen. Ihre Gesichter sind in der Regel ein guter Indikator dafür, wie sie sich fühlen und gute Kenntnisse im Face-Reading um die Bedeutung der nonverbalen Signale zu verstehen, werden dem Trainer von unschätzbarem Wert.
Es kann in Gesprächen zwischen Trainer und Spieler immer wieder zu Kommunikations-Störungen kommen. Aufgrund dessen kann sich der Trainer folgende Fragen stellen, bzw. bewusst werden:

  • Die Wahrnehmung des Sportlers ist anders als bei ihm. Hier legen verschiedene Menschen unterschiedliche Schwerpunkte.
  • Der Spieler kann bewusst einen Abschluss herbei führen, anstatt sich durch den Prozess des Hörens zu arbeiten, zu verstehen und zu akzeptieren.
  • Dem Spieler fehlt das Wissen, welches notwendig ist, um zu verstehen, was der Trainer versucht zu kommunizieren.
  • Dem Spieler kann die Motivation fehlen, um ihm zuzuhören oder die Informationen die ihm gegeben wurden zu konvertieren.
  • Der Trainer kann Schwierigkeiten haben, zum Ausdruck zu bringen, was er dem Spieler sagen will.
  • Emotionen können im Kommunikationsprozess stören.
  • Es kann ein „Aufeinanderprallen“ zwischen dem Trainer und dem Spieler kommen.

In beiden Richtungen sollte die Kommunikationsarbeit sorgfältig geprüft werden.
Ob eine Störung vorliegt, ist erst an der Reaktion des Gegenübers erkennbar. Es kann durchaus passieren, dass manchmal der Mut fehlt, etwas anzusprechen und so wird eben nicht mehr darüber geredet. Jedoch muss dies nicht unbedingt am fehlenden Mut liegen. Es kann auch sein, dass es sich in der Situation nicht lohnt, es anzusprechen. Das kann sogar richtig sein, denn manche Dinge erledigen sich auch von allein.

„Coach, bitte sag mir, ob du heute etwas anders machen willst.“

Folgendes sollte ein Trainer VOR der Kommunikation mit dem Spieler berücksichtigen:

  • Warum möchte er kommunizieren?
  • Wo und wann könnte die Nachricht am besten vermittelt werden?
  • Was ist es, was er kommunizieren will?
  • Wie geht er vor, um die Informationen zu kommunizieren?

Effektive Kommunikation sollte sechs Elemente beinhalten:

  • Klarheit – Stellen Sie sicher, dass die Informationen übersichtlich dargestellt werden.
  • Prägnanz – Seien Sie präzise, keine langen und umständlichen ​​Nachrichten.
  • Korrektheit – Vermeiden Sie irreführende Informationen.
  • Ganzheitlichkeit – Vermitteln Sie alle Informationen, und nicht nur ein Teil davon.
  • Höflichkeit – Bleiben Sie höflich und werden nicht „bedrohlich“, um Konflikte zu vermeiden
  • Konstruktivität –  Seien Sie stets positiv und vermeiden negative Kritik.

Wenn ein Trainer durch die Kommunikation Veränderungen bewirken möchte ist es wichtig, dass die Informationen in einer gewissen Art und Weise vorgetragen werden. Beginnen Sie immer erst mit etwas positivem und dann die Information, die sie kommunizieren möchten. Das bewirkt beim Spieler eine Veränderung in seinem Verhalten, oder einer Aktion.

Schlussfolgerung:
Eine positive Wirkung ist immer verbunden mit einem ausgeprägten Maß an Vitalität, Kraft und Energie. Strahlen Sie Ruhe und Sicherheit aus, so wirken Sie konzentriert und ausgeglichen. Zeigen Sie Leidenschaft und Begeisterung, Gute Laune und Optimismus sind unglaublich anziehend. Ein positiver Gesichtsausdruck ist für das Gegenüber immer auch ein Zeichen der Bestätigung. Vermitteln Sie Botschaften oder Visionen. Visionen, die Sie mit Entschlossenheit verfolgen und in die Tat umsetzen. Zeigen Sie Professionalität. Diese wirkt auf unterschiedlichen Ebenen, von einer der Situation angemessenen äußeren Erscheinung über das Verhalten und den Umgang mit anderen.

Machen Sie Ihre Kommunikation zum Meisterwerk!

…doch manchmal entspricht verbaler Kommunikation einem duktilen Münzmetall, das dem der diametralen Handlung in seiner Wertigkeit unterzuordnen ist. Mit anderen Worten:
Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.

– Marita Schroeder – The Future Force

© 2017 text by Marita Schroeder

Von der Kunst des Zusammenfügens

Nicht der stärkste, nicht der intelligenteste, aber derjenige, der auf Veränderungen reagieren kann, überlebt. Es braucht Mut, Experimentalraum und Austausch. Denn der Austausch ist ein Kennzeichen eines offenen Teams.

An sich gibt es Dinge, aber ich kann euch nichts darüber sagen. Außerdem darfst du jeden Blödsinn machen, solange du es gut gemeint hast. Phantasie wird uns oft zu Welten führen, die niemals waren. Aber ohne sie gehen wir nirgendwo hin.

„Versucht bloß nicht, mich zu verstehen…“

Mit Mut… das Leben dehnt sich aus.
Mit dem Glauben… man legt die Augen auf das Ende, das Endziel, und wird nicht geschüttelt und nicht vom Pfad abweichen, und man wird große Schritte gehen, wenn man muss.
Mit Vertrauen… in göttliches perfektes Timing, und diese göttliche Führung ist immer wahr. Es kommt jedoch nie zu früh, auch nicht zu spät, es kommt immer genau dann, wenn unsere Seele bereit ist, zu empfangen, zu wachsen, zu expandieren und die Segnungen zu erhalten.
Und manchmal ist es am besten, einfach weiter zu gehen… und Wunder passieren oft, wenn wir sie am wenigsten erwarten oder sie suchen!

Streiche 2 Wörter aus deinem Wortschatz:  ABER und MÜSSEN

Verzeihe schnell! Menschen sind es nicht wert, deinen kostbaren Schlaf zu stören.
Ich weiß, es tut weh. Aber lass Gott deine Schlachten kämpfen. Er ist wunderbar.
Raffiniert ist er, der Fußballgott.

Eine Situation kannst Du nur mit deinen Gedanken boykottieren, nicht mit deinem Verhalten.
Immer wieder schenkt die göttliche Welt uns Zeichen der Liebe, Erinnerung in der Liebe zu bleiben, in liebevollen Gedanken zu bleiben, in liebevollen Gedanken zu verweilen, liebevoll zu sich selbst zu sein, andere in der Liebe anzustecken. Unser himmlischer Vater erfüllt unsere Herzen, zu jeder Zeit des Bittens.
Und wisse: Der Schlüssel zum Erfolg ist Handlung. Denke ständig an das, was Du willst, nicht an die Dinge, vor denen Du Dich fürchtest. Doch beachte: Der Preis des Erfolgs muss vollständig bezahlt werden – im Voraus. Was auch immer Du mit Überzeugung glaubst, wird zu Deiner Wirklichkeit.

Ich habe gelernt, wenn ich mich nicht zur Erreichung meines eigenen Glückes verpflichte, wird es niemand sonst tun. Um wirklich glücklich zu sein, brauchst Du eine klare Richtung. Du brauchst eine Verpflichtung zu einer Sache, die größer und wichtiger ist als Du. Du brauchst das Gefühl, dass dein Leben für etwas steht, dass Du irgendwie einen wertvollen Beitrag zu deiner Welt leistest. Niemand anders als wir selbst, ist für das Glück, die Gesundheit und den Reichtum unseres Lebens verantwortlich. Und weil das so ist, haben wir auch die uneingeschränkte Weisheit in uns und alle notwendigen Mittel, die uns helfen, dieser Selbst-Verantwortung gerecht zu werden. Erkennen und nutzen wir sie!

Lasst das Ego hinter Euch.

Beim Erlernen des Weges ist es unerlässlich das Ego hinter euch lassen. Habt ihr auch tausend Sutren oder zehntausende Kommentare studiert, euch selbst aber nicht von der Verhaftung an das Ego befreit, so werdet ihr schließlich in die Dämonenhölle abstürzen. Und…es gibt eine Menge Leute auf der Welt, die in der Hölle sind, weil sie zu sehr vom Urteil anderer abhängen. Es besteht nicht die geringste Chance, bedingungsloses Wohlwollen anderen gegenüber zu entwickeln, solange wir uns nicht um unsere eigenen Dämonen gekümmert haben. Der Verstand spielt auf dem Weg der Entdeckung nur eine untergeordnete Rolle. Es findet ein Sprung im Bewusstsein statt, nennt es Intuition oder was Ihr wollt, und die Lösung kommt zu Euch und Ihr wisst nicht wie und warum. Ein schlechter Tag für dein Ego, ist ein guter Tag für deine Seele.

Das Universum, heißt es, ist groß. Verdammt groß. Du kannst dir einfach nicht vorstellen, wie groß, gigantisch, wahnsinnig riesenhaft das Universum ist. Du glaubst vielleicht, die Straße runter bis zur Drogerie ist es eine ganz schöne Ecke, aber das ist einfach ein Klacks, verglichen mit dem Universum.

„Ich kenne da ein tolles Restaurant am Ende des Universums.“

Die besten Dinge im Leben sind nicht die, die man für Geld bekommt.


– Marita Schroeder – The Future Force

© 2017 text by Marita Schroeder

Foto by: https://sport.sky.de/premier-league

 

Die Lösung lauert überall

„Seltsame Momente definieren mein Leben.“

Vor uns versteckt, gibt es eine heimliche Gruppe von Überzeugungen, die das Denken und das Fühlen kontrollieren. Diese heimliche Gruppe von versteckten Überzeugungen ist eine begrenzende Gruppe von Überzeugungen, die transzendiert werden müssen… wenn ich es erlaube, gibt es keine Grenzen; keine Grenzen des Denkens, keine Grenzen des Fühlens, keine Grenzen der Bewegung.

Im Bereich des Geistes gibt es keine Grenzen. Im Bereich des Geistes ist das, was man für wahr hält, wahr oder wird wahr.

Wenn Du in Zukunft etwas verändern möchtest und dabei erfolgreich sein willst, schlage ich dir vor, bewusster Gestalter deiner Gedanken zu werden und die Führung im eigenen „Oberstübchen“ zu übernehmen. Wenn Du Resultate erzielen möchtest, die dich zufrieden stimmen, denke vom Ziel aus und werde aktiv: JETZT!

Wir sind keine Menschen mit Bewusstsein. Wir sind Bewusstsein in der Form eines Menschen. Wir alle sind Energie…wir sind definitiv verbunden…wir leben alle im Kollektiv. Wir haben alle das gleiche Ziel, die gleichen Gefühle für das Ziel, die gleichen Werte. Es ist nichts anderes zu tun, als zu spielen…
Also ist der einzige Moment der wirklich zählt, genau jetzt!

Feedback an den Spieler gehört zu den wichtigsten Traineraufgaben überhaupt!
Nicht kritisiert ist Lob genug? Die Zeiten sind vorbei!

Was sollen wir tun? Wir tun das Beste, was wir tun können. Ich sterbe im nächsten Augenblick und im Augenblick danach und danach. Deshalb tue ich in jedem Augenblick mein Bestes. Wenn wir sagen, dass sich alles verändert, beinhaltet dies, dass in diesem Augenblick alles stirbt. Wir müssen stets unser Bestmögliches tun, als wäre jeder Augenblick unser letzter – denn das ist er tatsächlich.

„Seid Ihr emotional entgleist? Bleibt im Niveau flexibel!“

„Ich war in der Hölle. Das Einzige das dort brennt, ist das, was ihr nicht loslassen wollt.“

„Wenn du glücklich bist, teile es deinem Gesicht mit.“

„Manchmal enthält ein einziger Satz ein ganzes Universum.“

Wir müssen lernen, Leistung in das Leben einzubetten und nicht eine Zukunft anstreben, in der das Leben einen Teil der Leistungen darstellt.
Viele Spitzenathleten haben die Relation zu ihrer Leistung und deren Wichtigkeit für die Menschheit verloren. Sportler scheinen manchmal wie Götter, sind unberührbar und unantastbar. Auch die Zuschauer und Fans verrennen sich in Illusionen und Pseudophantasien.

Zu einer gesunden menschlichen Entwicklung zählt in meinem Verständnis von Persönlichkeit auch die Erkenntnis, wie „unbedeutend und austauschbar“ eine einzelne Person doch tatsächlich ist. Gerade im Sport geht es doch nur in den seltensten Fällen um Personen, viel mehr um Marionetten, die im Sinne ihrer Anhänger das tun, was man von ihnen erwartet. Absolut unrealistisch und geradezu absurd wirken
„Sportlerpersönlichkeiten“, die sich für unendlich wichtig und unersetzbar halten. Diese Überproportionierung des eigenen Stellenwerts kann nicht Zielsetzung einer sportlichen Entwicklung sein.

Kultivieren Sie Ihr besseres Selbst – Seien Sie charismatisch!

Der Stoff, aus dem Legenden sind, der andere in den Bann zieht, der Menschen eine magische Aura und Stahlkraft verleiht, der Vertrauen einflößt, der die Sehnsüchte, Hoffnungen und Wünsche anderer verkörpert, der immer dann herhalten muss, wenn sich der Erfolg schillernder Persönlichkeiten nicht erklären lässt und der deshalb als mythischer Erfolgsbeschleuniger gilt, dieser Stoff lässt sich prima beschreiben, aber kaum definieren. Es ist Charisma. Charismatische Menschen sind die Divine Light Keeper der Moderne. Lange Zeit stand fest: Charisma kann man nicht lernen, man hat es oder nicht. Das sieht die Wissenschaft inzwischen anders: Charisma lässt sich sehr wohl lernen. Und egal, an welchen Eigenschaften Sie laborieren, achten Sie darauf, dass Sie Selbstsicherheit ausstrahlen und polarisieren. Beides lässt Menschen aus der Masse herausragen, macht sie souverän, wofür sie selbst von Widersachern bewundert werden.

Francesco Totti

– Marita Schroeder – The Future Force

© 2017 text by Marita Schroeder

Fotoquelle: leider unbekannt. Für Hinweise wäre ich sehr dankbar!

 

Spiel schon ab! – Pass the ball

Wer sind Sie? Fragt man uns, wer wir sind, erzählen wir meist eine Art Geschichte. Sie beginnt mit dem Namen, den uns unsere Eltern gegeben haben, geht weiter über die Ausbildungsstätten, die wir besucht haben, bis hin zu unseren beruflichen Erfolgen. So entsteht ein kleiner Lebenslauf. Doch wisse: Die alten Geschichten könnt Ihr vergessen. Das seid nicht Ihr. Man möchte euer wirkliches ICH in diesem Augenblick sehen.

Das egoistische Ich ist der Entscheidungsträger und das authentische ich die Instanz, die zwischendurch Zweifel anmeldet. Dem Ego ist sehr daran gelegen, sich vor Veränderungen seiner Identität schützen zu wollen, denn es hat sehr viel Herzblut in seine Identität gesteckt.
Es  baut Schutzwalle wie Angst und Versagen auf, welche der Abgrenzung vor Veränderung und der Definition der Identität dienen sollen.
Von einer höheren Betrachtungsweise erkennen wir, dass unser Ego die Herausforderung ist, die wir überwinden müssen. Aus der Sicht des wahren ICH ist das Ego der Trainingspartner, den wir brauchen, um unser Ziel zu erreichen. Es verleitet uns, reaktiv zu sein, aber gleichzeitig gibt es uns die Chance, Widerstandskraft zu aktivieren und Erfüllung zu erleben. Das Ego ist unser Trainer, wenn es darum geht, unser Bewusstsein zu erweitern. Jedes Mal, wenn wir im Widerstand leisten, bereichern wir unser Leben. Das Ego ist also einerseits ein Gegner und andererseits ein Trainer – je nachdem aus welcher Perspektive wir es betrachten.

„Die nicht loskommen können von sich selbst,
die finden alles gut 
was sie selber tun
und tadeln alles, was nicht von ihnen stammt.“

– Zhuangzi

Das Ego ist das Gegenteil der Schöpferenergie. Es wird bestimmt von dem Gefühl des Mangels und von der Gier nach allem möglichen. Ich bezeichne in dem Fall das negative Ego deshalb immer als Gegner. Als Gegner der von der Aufmerksamkeit lebt, die ihm von außen zuteilwird. Er lebt von der Bewunderung. Er ist das, was wir nach außen hin darstellen, um Anerkennung, Zuneigung, Liebe und nicht zuletzt Macht zu bekommen.
Davon leben wir – alle! Oder nicht? Das Ego kann auch peinlich sein. Was immer unangenehm ist, es ist ein Teil des Egos: „Was würden die anderen sagen wenn…“ hier kann jeder einsetzen, was er verheimlicht.

Auch wenn Fußball ein absoluter Mannschaftssport ist, möchte ein Trainer doch am liebsten auf verschiedenste Spielertypen zurückgreifen. Den stillen Taktiker, den erbitterten Teamplayer, den exzentrischen Dribbler. Wichtig ist, dass die Mannschaft funktioniert und dahinter muss jeder sein Ego, seine Interessen immer wieder zurückstellen. Ein Lernprozess, der sich oft erst in der Praxis zeigt, in Situationen des Misserfolgs. Werdet ein Team mit positiver Aura. Ein Team, welches mannschaftsdienlicher spielt. Jeder sollte zum Sprachrohr der Mannschaft werden, zum absoluten Teamplayer und zu einer menschlich wichtigen Personalie. Das Ego mag vielleicht in der Vergangenheit weitergeholfen haben, doch im Team oder in der starting lineup ist es schlichtweg fehl am Platz. Fußballprofi bedeutet auch, sich zurücknehmen, Ärger herunterzuschlucken und sich seiner Mannschaft als dienlich zu sehen.

Seien wir ehrlich, einige Profifußballer sind nur natürliche Idioten. Doch das muss nicht sein. Und trotz einer missratenen Karriere mangelt es manchen Profifußballern noch immer an Demut… Nimm Du ihn, ich hab ihn sicher

Was könnt Ihr tun:

  • Übertreibt nicht mit euren Leistungen und eurem Talent.
  • Lebt nicht davon, dass Ihr überlegener seid, nur um von ganz besonderen Menschen verstanden zu werden.
  • Fordert nicht ständige Bewunderung ein.
  • Denkt nicht, dass Ihr ständig Anspruchsberechtigung habt.
  • Erwartet keine besonderen Gefälligkeiten um uneingeschränkte Erfüllung eurer Erwartungen zu haben.
  • Benutzt keinen anderen, um das zu bekommen, was Ihr wollt.
  • Seid fähig, die Bedürfnisse und Gefühle anderer zu erkennen.
  • Seid nicht neidisch auf andere.
  • Verhaltet euch nicht arrogant oder hochmütig.
  • Seid nicht angetrieben von heftigem Ruhm und Gier.
  • Reagiert nicht kalt oder unmenschlich.
  • Seid nicht berechnend und voller List.

Werdet die „Superschurken“ mit dem meisten Durchhaltevermögen.
Wenn Ihr erwacht und euch bewusst seid, könnt ihr dazu beitragen, die Fußball-Welt positiv zu verändern. Ihr könnt sehen, wie eure Energie des menschlichen Kollektivs harmonischer funktioniert als je zuvor und dieser Trend wird anhalten. Es ist jedoch eure Machtbesessenheit, die Ihr überwinden müsst, um eurer Erlösung zu begegnen.

 „Je sicherer und je deutlicher man die Zukunft sieht, desto
mehr kann man sagen, dass man sie bereits hinter sich hat.
Wenn der Ausgang eines Spiels sicher ist, dann
möchten wir gar nicht mehr weiterspielen,
sondern ein neues Spiel anfangen.“

– Alan Watts

Und ein Letztes:  
Ego ist nicht mehr Ego, wenn Du erkennst, dass Ego existiert… von Eckhart Tolle

 

– Marita Schroeder – The Future Force
© 2017 text by Marita Schroeder

Speed-Pitching-Sessions

Lerne, stark zu sein!

„Jede Verteidigung aus einer Emotion heraus vernebelt den Blick auf die wahren Absichten des Angreifers. Wer seine Angst vor dem Gegner im Griff hat, hat den Kampf bereits zur Hälfte für sich entschieden.“

Fußballspieler müssen mit Absicht trainieren. Sie müssen auf den Trainingsplatz gehen, mit einem offenen Geist, der sich auf die Verbesserung konzentriert. Sie müssen ihr Gehirn engagieren, damit die Fähigkeiten, die sie lernen, haften bleiben. Das klingt richtig, oder? Das klingt nach etwas, was jeder Fußballer tun würde. Aber nach meiner Erfahrung, passiert das nicht unbedingt. Zu oft sind die Fußballer bereit und in der Lage, mit körperlicher Intensität zu trainieren, aber es fehlt die Art der geistigen Intensität, die ihnen hilft, Geschick zu entwickeln. Lass mich klar sagen: Es ist geistige Intensität und keine Körperlichkeit, die einen Spieler von seinen Kollegen trennen wird. Es reicht nicht, mit körperlicher Intensität zu trainieren. Es reicht nicht, um die Art von Fähigkeiten zu lernen, die Du benötigst, um der Beste zu sein, der Du sein kannst.
„Ich habe hart trainiert“ sollte nicht bedeuten, dass du viel gelaufen bist. Hartes Training sollte bedeuten, dass Du dir ein geistiges Ziel setzt, um einen bestimmten Bereich deines Spiels zu verbessern. Es sollte bedeuten, dass Du einen Weg während deiner Trainingseinheit gefunden hast, um deine spezifischen Fähigkeiten zu verbessern. Geistig und körperlich. Hart zu trainieren bedeutet auch, nicht über das Training zu stöhnen, weil Du so viel „tun“ musst. Es bedeutet, das Beste aus jeder Session herauszuholen, egal was passiert. Und ein Letztes dazu: Lethargie, Trägheit oder ein Null-Bock-Modus, können geistig zerstörerisch sein, was zu einer Tunnelvision führt, die das Pitch-Bewusstsein begrenzt.

Trainieren absichtlich

 

„Ein guter Trainer hilft seinen Spielern, mit Intensität zu trainieren.“

Jetzt komme ich zu einem weiteren Punkt – Umgang einer Änderung der Position.

Das ist eine gemeinsame Herausforderung für Fußballer und Trainer. Ob es sich um einen Mittelfeldspieler handelt, der in eine defensive Rolle fällt, ein Flügelspieler der gebeten wird, sich zurück zu ziehen, oder ein Stürmer dem gesagt wird, in einer tieferen oder breiteren Position zu spielen. Im Leben eines Fußballspielers muss man in der Realität damit umgehen können, in einer anderen Position zu spielen… und es fühlt sich unwohl an – Ja! Es fehlt das bequeme Gefühl, das man bekommt, wenn man(n) nicht an seiner üblichen Stelle positioniert wird. Es erfordert Anpassung – visuell, technisch, manchmal körperlich und immer geistig. Es fühlt sich seltsam an, weil das Gehirn sehr begrenzte mentale Bilder dieser neuen Position hat. Und mit einem „begrenzten“ Gehirn, muss man anders und teilweise auch „härter“ denken. Die Plays werden weniger reaktiv, weniger instinktiv, das Bewusstsein reduziert und Antizipation verlangsamt, so dass man leichter Fehler macht.

Das Spielen in einer neuen Position kann weh tun. Man kann keinen magischen Staub auf einen Spieler streuen und alles ist in Ordnung und ok… „sofort mache ich das“.

Es gibt einige mentale Techniken, die dem Athleten helfen können.

  1. Erweitere deine Identität – zu viele Spieler haben eine Tunnel-Vision in ihrer Einschätzung, wer sie als Fußballer sind. Das Spielen in einer anderen Position beginnt effektiv mit dem Glauben, dass Du es kannst. Es beginnt mit der Identifizierung selbst als fähig zu spielen in dieser neuen Rolle.
  2. Visualisiere das Detail – Jetzt hast Du deine Identität erweitert, jetzt nimm dir Zeit, jeden Tag (und ich meine jeden Tag), die Verantwortlichkeiten in deiner neuen Rolle als Bild zu sehen. Wenn du ein Stürmer bist, der gebeten wird, auf dem Flügel zu spielen, wie sieht das aus? Was musst du defensiv machen? Welche Positionen musst Du mit und ohne den Ball annehmen? Denke daran, dass Du die Visualisierung jeden Tag machst.
  3. Übe es einfach – Übe deine neue erweiterte Identität. Spiele deine neue Position auch in der Praxis, im Training. Erfasse deine Bilder in der Praxis, die Du jeden Tag erstellt hast.
  4. Sei bereit, es falsch zu machen – Es gibt nicht Schlimmeres im Fußball als ein Spieler, dem die Entschlossenheit fehlt. Wenn Du in einer neuen Position spielst, wirst du wahrscheinlich Fehler machen und das muss für dich in Ordnung sein. Wenn Du auf den Trainings-Platz gehst sag dir: „Es ist ok, einen Fehler zu machen. Ich kenne diese Position nicht so gut, also kann ich auch ein paar falsche Entscheidungen treffen.“
  5. Wenn Du deine neue Position trainiert hast, geistig und körperlich. Wenn Du sagen kannst, ich bin bereit, erst dann wirst Du zum Einsatz kommen. Sei immer ehrlich mit dir selbst.

Vergiss nicht: Deine Entscheidung ist das Wichtigste. Entscheide immer!
Sei entscheidungsfreudig!

Vor allem sehe eine Veränderung der Position als Herausforderung. Durch die Neubewertung der Situation wie diese, gibst Du dir eine Chance, in einer entspannten selbstbewussten Art und Weise zu spielen, anstatt als angespannter Fußballer, der seine Erwartungen erfüllen muss. Und Du solltest wissen, dass mit der Veränderung deiner Position, dein Trainer ein großes Vertrauen in dich hat. Er wird dir gegenüber seine Zuversicht ausstrahlen und dich jederzeit motivieren.

 

– Marita Schroeder – The Future Force

© 2017 text by Marita Schroeder

Die Kraft lebendiger Rituale

„Es ist großartig, ein bedeutender Mensch zu sein, aber
es ist großartiger, ein menschlicher Mensch zu sein.“ – William Rogers

Oft kamen Sportler mit der Bitte zur mir, ihnen einen genauen Zeit- oder Aktivitätenplan zu erstellen, der die Erreichung des beabsichtigten inneren Zustandes gewährleistet. Diesen einen Weg gibt es aber nicht!

Es gibt für jeden einen Weg – nur ist dieser Zugang so einzigartig und individuell ausgestaltet wie der jeweilige Sportler.
Du musst daher deine eigene Interessenslage mit persönlichen Vorlieben, Bedürfnissen und situativen Gegebenheiten abstimmen; sprich, dein eigenes Zugangsmodell entwerfen. Dieser Weg ist aufwendig und nimmt Zeit in Anspruch. Um als Mensch autonom zu bleiben, musst Du ihn weitgehend selbst beschreiten und deine eigenen Erfahrungen sammeln.

Ich möchte dir ein Aspekt darbieten, dass dir als Richtlinie hilfreich sein kann.

Nutze die Kraft der Rituale

Rituale zählen, schon seit es die Menschheit gibt, zu den eigentlichen Verbindungen, schaffen Gemeinsamkeiten, hatten seit jeher unterschiedliche Aufgaben zu erfüllen und damit unterschiedliche Funktionen. Bei Ritualen geht es letztlich um ein einziges Thema: die Darstellung von Übergangsformen des Lebens oder dessen alltägliche Anforderungen in Form eines Symbols. In der Darstellung eines Symbols wird ganz konkret und praktisch eine neue Ordnung eingeleitet und gelebt. Es wird nicht nur plump ausgeführt und mit leeren Bewegungen und Gesten gefüllt, sondern mit Körper, Seele und Geist vollzogen.

Und obwohl Rituale besonders  dann gut wirken, wenn sie bewusst ausgeführt werden, wirken sie auf der unbewussten Ebene: sie geben Struktur, wo das Bewusstsein nicht mehr strukturierend wirkt. Sie vermitteln Orientierung, wo der Verstand sich nicht mehr orientieren kann. Sie geben Sicherheit, wenn alle Stricke und der rote Faden reißen. Sie integrieren neu gelernte Inhalte in den unbewusst und willkürlich ablaufenden Prozess des Verhaltens, bis aus dem Verhalten eine bewusste Haltung geworden ist.
Rituale sind Krücken. Sie wirken letztlich wie ein Zündmechanismus, der bestimmte innere Zustände und Erlebenswelten ermöglicht.

Sei achtsam und bewusst; finde eine ganz persönliche Form und integriere diese Symbolik in deinen Alltag.

Ich schlage dir daher als weitere Vorgehensweise vor, eigene Rituale zu entwerfen, die dir helfen sollen, bestimmte Ziele zu verwirklichen oder Lösungsversuche in den Alltag einzubauen. Rituale sind in diesem Sinne als positive Verstärker zu verstehen, die eine Verankerung von gefundenen Lösungen im Alltag verstärken. Sprich, auf eine Art Formel bringen, in dem die darunterliegende Struktur, der Prozess mit seinen Phasen, seinen notwendigen Schritten, bewusst gemacht wird. Wenn Rituale lebendig begangen werden und erkannt wird, dass sie Ausdruck für eine bestimmte Sicht der Dinge und zugleich Auslösemuster für eine weitgehend festgelegte Handlungsabfolge sind, kann ihre volle Wirkungsbreite genutzt und in das Leben einbezogen werden.

Ein Ritual bietet den überlebenswichtigen Gegenzauber zu negativen Eigenverzauberungen.
Ein Ritual, und sei es nur ein Alltagsritual, muss deshalb solange geübt werden, bis das neue Verhalten selbstständig geworden ist und in den Bestandteil der ganz alltäglichen Zauberstücke eingegangen ist.

„Ich habe keine Rituale – bis auf Sachen, die man immer wieder gleich macht.“

– Michael Ballack, (*1976), deutscher Fußballer

– Marita Schroeder – The Future Force

© 2017 text by Marita Schroeder

Foto: Miroslav Klose – Er wollte sich nicht auf eine Rückennummer reduzieren lassen…;-)

Engagement und Identifikation

Vereinstreue, Engagement und Identifikation fordern die Anhänger von ihren Spielern. In einer Welt des Wettkampfes und des Geldes müssen diese aber oft zweitrangig sein. Vereinswechsel in bessere finanzielle und sportliche Perspektiven sind an der Tagesordnung. So ist Fußball. Aber es gibt auch Ausnahmen: Kicker, die selber Fans ihrer Farben sind und für diese ihr Herzblut vergießen. Jugendträume, die mit einem Profivertrag beim Traumklub wahr wurden. Spätestens mit dem 18. Geburtstag stehen die Profispieler dann ohnehin stark unter Druck. Wie muss sich ein Mensch fühlen, der für mehrere Millionen Euro verkauft wurde?

„Wenn ich Sie um etwas bitten dürfte.“
„Kommen Sie erst wieder in mein Büro, wenn Ihre Tabletten wirken.“

Der Fußball von heute ist nicht mehr von Tradition gekennzeichnet, sondern von Kommerz. Schwindelerregende Summen werden investiert, aber die Leidenschaft am Spiel geht oft verloren. Menschen sind keine Ware und Sport kein Produkt. Solange das aber innerhalb des Fußballs, samt seiner Verbände und Vereine nicht so gesehen wird, werden sich die Summen in immer verrücktere Dimensionen steigern. Noch nie haben die Bundesligavereine so viel Geld beim Verkauf und Kauf von Spielern umgesetzt wie jetzt. Gleichzeitig steigen die Gehälter der Spieler stetig an. In den vergangenen fünfzig Jahren haben sie sich weit mehr als vertausendfacht. Summen, die sich niemand mehr vorstellen kann. Geht es im Fußball nur noch ums Geld? Wer nicht aus Liebe zur Sache arbeitet, sondern nur des Geldes willen, der bekommt gar nichts: Weder Geld noch Glück.

„Mach keine kleinen Pläne. Sie haben nicht den Zauber, das Blut der Fans in Wallung zu bringen. Sie werden nicht realisiert. Mach große Pläne, setze Dir hoffnungsvoll die höchsten Ziele – und arbeite daran.“

Fußball, Geld, Herzblut
Ich glaube, die Spieler gehören alle mal auf den Prüfstand.
Moral bedeutet für mich absolutes Engagement und auch Disziplin  und das von der
1. Spielminute an. Hier sollte schon mal genauer untersucht  werden, wo genau die Ursache bei jedem liegt und dringend abgestellt werden. Normal ist das nicht, man kann sich auf einen Sieg gar nicht mehr verlassen. Konsistenz kann ich auch nicht erkennen. Leistungsniveau? Leistungsmotivation? Eigendynamik?

„Was ich sehr schätze, sind Spieler mit Biss, Verstand und Humor, das Herz am rechten Fleck, Ehrlichkeit, Stil und Niveau, Durchhaltevermögen und den Mut zum Spiel.“

„Man muss den Tick besser arbeiten, man muss den Tick mehr Herzblut rein tun, man
muss den Tick geduldiger sein, und schon ist alles möglich. Es ist dann nicht wahnsinnig wahrscheinlich, aber möglich. Mehr kann man doch im Leben gar nicht erwarten.“
– Jürgen Klopp

„Die Liebe war immer stärker als alle Angebote.“ – Francesco Totti

Es liegt in der Natur der Liebe, dass sie durch Verzicht noch stärker wird. Was gibt es Schöneres als ein Wiedersehen nach Zeiten der Trennung? Was schmerzt süßer als das Sich-Verzehren nach einem geliebten Menschen? Oder nach dem geliebten Fußball. Wer ihn nur für luftgefülltes Leder hält, dem 22 Erwachsene ziemlich sinnbefreit nachjagen, der hat nicht verstanden, welche Kraft dieser Sport entwickeln kann. Es mag – objektiv betrachtet – nicht weltbewegend sein, wenn zwei Mannschaften versuchen, einen Ball durch ein Gestell aus Aluminiumstangen zu schießen. Aber ist das Verteilen von Farbe auf einer Leinwand besser? Wie bei der Malerei entsteht die Kunst des Fußballs im Auge des Betrachters.


– Marita Schroeder – The Future Force

© 2017 text by Marita Schroeder

 

Abgebrühte Kerle auf „Unkrautjagd“

“To Do: Live in the moment”

Es ist ein offenes Geheimnis, dass Spieler im Grunde durchtrainierte, abgebrühte Kerle sind. Sie lieben das Risiko. Spielen, kämpfen… alles für den Sieg. Sie füllen das Loch mit Erde. Abgebrühte Kerle, die mehr als nur drei von 21 Schüssen aufs Tor bringen.
Um die Besten zu sein und zu bleiben, ist Schweiß nötig. Keiner kommt ohne an die Spitze.
Es ist schwer eine Mannschaft zu schlagen, die nie aufgibt. Deshalb: „push yourself“,
trainiere wie wahnsinnig oder bleib wie du bist.
Warum können wir nicht die beste Mannschaft in der Liga sein. Eine große Frage.
Habt Vertrauen in Euch! Glaubt an Euch!

„Augen können nur leuchten, wenn es etwas gibt, was das Innere zum Leuchten bringt“

Der Durchbruch begann, nach zahlreichen Niederlagen, mit der wahren  Leidenschaft. Spieler, die noch zum Enthusiasmus fähig sind. Spüre deine Angst und tue es trotzdem. Angst beginnt im Kopf, Mut auch. Beim Erfolg geht es darum, das Richtige zu machen. Und nicht darum, alles richtig zu machen. Sorgt für ein entspanntes Miteinander. Durch bessere Kommunikation. Mit sich selbst und mit anderen. Ohne sich dabei zu verbiegen.

„Ihr müsst uns nicht mögen, aber ihr werdet uns respektieren“

Der Konkurrent, der am meisten gefürchtet wird, ist derjenige, der sich nie um andere Sorgen macht, sondern sich immer besser macht.
Am Ende interessiert es niemanden, wie viel Geld wir verdient haben, welches Haus wir haben oder welches Auto wir fahren. Am Ende des Lebens zählen nur die Momente, in denen wir glücklich waren.

Willst Du sterben ohne wirklich gelebt zu haben? Dein ganzes Leben verpennen?
Oder am Ende Deines Lebens feststellen, dass Du das Leben der anderen gelebt hast?
Das wäre für mich eine ganz schreckliche Vorstellung. Egoismus hin oder her. Ich bin der Meinung, dass Du nur andere glücklich machen kannst, wenn Du selber glücklich bist. Und damit musst Du Dich in Deiner persönlichen Rangfolge an den ersten Platz stellen. Das nenne ich gesunden Egoismus. Ich gehe sogar noch weiter: „Erst komme ich, dann die anderen“ Ich weiß, das stößt manchen bestimmt übel auf oder fühlt sich für einige komisch an. Aber genauso ist es. Könntest Du jemanden wirklich glücklich machen, wenn Du im tiefsten deines Inneren unglücklich bist? Das Leben ist zu kurz, um Dich von Menschen stressen zu lassen, die es nicht einmal verdient haben, ein Problem in deinem Leben zu sein.

„Bevor du meinen Namen in den Dreck ziehst, hol deinen erst mal da raus.“

Wenn man etwas liebt gibt man es nie auf. Man tut es einfach nicht. Egal wie hart es ist und wie schwer die Situation auch ist. Und jeder, der etwas anderes sagt, hat noch nie wirklich geliebt. Es ist an der Zeit, das zu tun, was das Beste für dich ist. Es ist besser, einen Schlussstrich zu ziehen und umzudrehen, als weiter und weiter in die falsche Richtung zu laufen.
You must have goals. Keep working. Und ich sage dir: Mach immer alles selbst, sonst wird es nichts. Das Leben ist niemals einfach für diejenigen, die träumen. Let your actions teach.
Wir sind alle Menschen, die alle mal scheitern, die wirklich besonderen sind diejenigen, die weiter kämpfen.

Und wahrlich, die Chancen werden sich dir jetzt präsentieren. Dies ist die Zeit
um nach einer neuen Vision in deinem Leben zu fragen. Dies ist die Zeit, um große Träume zu träumen. Jetzt ist die Zeit, dann ganzes Leben zu verändern, deine Glaubenssysteme, dein Handeln, dein ganzes SEIN. Weg von dem verstaubten Gedankengut, damit Du wieder
klar denken kannst und treffe deine Entscheidungen immer aus dem Herzen heraus.
Sei bereit für glückliche und wichtige Entscheidungen.

– Marita Schroeder – The Future Force

© 2017 text by Marita Schroeder

Foto by: https://twitter.com/Sports_Greats

 

So kommst Du ins Machen!

„Es ist nicht was du lehrst, sondern wie du es betonst!“
– John Wooden

So putschen sich Leistungssportler auf

Die Mannschaftsbesprechung vor dem Spiel ist ein wichtiger Moment für den Trainer und stärkt die Moral des Teams. Aber auch für die Spieler, ist diese Ansprache sehr wichtig! Um als Trainer für seine Mannschaft die richtigen Impulse zu setzen, gilt es einige Punkte zu beachten. Einmal mehr zeigt sich, wie wichtig die emotionalisierenden Ansprachen vor einem Wettkampf im Fußball bzw. Mannschaftssport ist, um mit Überzeugung und unbändigen Willen ins Spiel zu starten.

Motivationskünstler Kristian Arambasic über seine Brandrede

Seine Kabinenansprache ist schon jetzt zur Legende geworden. Mit markigen Worten und emotionalem Auftreten machte Kristian Arambasic seine Mannschaft heiß. Sein Verein SG Aumund-Vegesack aus der Bremen-Liga stand vor dem Pokalspiel gegen Bundesligist TSG 1899 Hoffenheim, die erste Hälfte nach seiner Brandrede hielt das Team das 0:0. Im Internet verbreitete sich das Video davon wie ein Lauffeuer.

„Etwa drei- bis viermal im Jahr mache ich so etwas Emotionales“, erklärt Kristian Arambasic im Interview auf dfb.de, „danach haben wir bisher nie ein Spiel verloren.“ Obwohl diese Serie nach der am Ende deutlichen Niederlage gegen Hoffenheim gerissen ist, haben seine Worte ihre Wirkung nicht verfehlt.

Motivationsansprachen gehören für moderne Trainer zum Grundrepertoire des Coachings. Durch die richtige Ansprache können sie so großen Einfluss auf die Leistung ihrer Spieler nehmen. Andere Coachingsituationen mit anderen Kommunikationszielen sind übrigens unmittelbar nach dem Abpfiff (Schnell-Feedback), vor dem 1. Training der Woche (Auswertung/Analyse) und zum Abschlusstraining (Strategie).

In der Situation direkt vor dem Spiel geht es nur noch um die Motivation der Spieler. Hier sollte man nur kurze bzw. wenige Informationen vermitteln. Die Motivationsstragie ist auf die jeweilige Situation und die Mannschaft anzupassen. So kann man die Spieler durch individuelle Ansprache aufheizen, indem man beispielsweise gelungene Szenen des letzten Spiels in Gedächtnis ruft. Für teamspezifische Motivation eignet sich positive Suggestion: Man stellt sich vor und malt die Gedanken aus, wie die anschließende Siegesfeier aussehen kann.

Arambasic: „Die Jungs brauchten das Adrenalin“

Kristian Arambasic nutzte eine andere klassische Methode zum Einschwören seines Teams. Durch einen Rückblick auf die Erfolge der letzten Saison stärkte er das Selbstbewusstsein seiner Spieler, durch das Kultivieren des Underdog-Images sprach er ihnen Mut zu. „Die Jungs brauchten das Adrenalin, um die 4800 Zuschauer zu vergessen und unter Strom gesetzt zu werden.“

Der Adrenalinpegel der Spieler steigerte sich bei Arambasic‘ Rede stetig, auch durch den Einsatz von passender Musik. „Bei meinen emotionalen Reden nutze ich meist Musik oder Videos. Einer meiner Spieler hatte beim Aufwärmen den USB-Stick mit dem Lied verloren. So entstand helle Aufruhr und Panik. Glücklicherweise fand ein Spieler den Stick auf dem Rasen.“ Auch die entscheidende Box-Szene aus einem „Rocky-Film“ soll übrigens bei manchem Team schon wahre Wunder gewirkt haben.

Die größte Herausforderung für Trainer ist es wohl, diesen Spannungsbogen ständig aufs Neue aufzubauen, ohne sich dabei zu wieder holen. Dazu sind natürlich Ideenreichtum und die Fähigkeit gefordert, immer wieder flexibel auf die sich ständig ändernden Situationen zu reagieren. Auch für diesen Bereich gilt wie für alles im Leben: „Man lernt nie aus!“

Quelle:
http://www.dfb.de/news/detail/motivationskuenstler-kristian-arambasic-ueber-seine-brandrede-80376/

 

Unsere Worte habe eine tiefe Wirkung auf das gesamte kollektive Universum

Kriegerisch wie die Neuseeländer
Der martialische Kriegstanz Haka des neuseeländischen Rugby-Teams, etwa aus dem 2007 WM-Viertelfinale gegen Frankreich. Unbedingt die Lautstärke aufdrehen.

Mitreißend wie Al Pacino
„Erst wenn es losgeht mit dem Verlieren, lernt ihr, dass es im Leben auf die Kleinigkeiten ankommt“: Al Pacinos Rede an ein Football-Team aus „An jedem verdammten Sonntag“. Der Mainzer Trainer Thomas Tuchel zeigte das Video vor einem Spiel gegen die Bayern – Mainz siegte:

Kämpferisch wie Muhammad Ali
Muhammad Ali: Der beste Boxer der Geschichte, Schlag auf Schlag. Hoffenheims früherer Trainer Holger Stanislawski zeigte so seiner Mannschaft, was ein Sportler zu leisten vermag:

Frühstück – ein Treffen der Herzen

…bis in die Unendlichkeit und noch viel weiter!

„Männer, die wirklich heldenhaft handeln, rühmen sich ihrer Verdienste nie.
Feuer brennt lautlos und ohne Lärm scheint die Sonne.“

Heute kommt es häufiger vor denn je, dass Sportler über außergewöhnliche Erfahrungen berichten, die von übersinnlichen Fähigkeiten und Wahrnehmungen bis hin zu Momenten eines grundlosen Glücksgefühls reichen, unabhängig davon, ob sie nun gerade gewinnen oder verlieren. Und plötzlich steht die Zeit still… In solchen besonderen Augenblicken sind ihre Sinneswahrnehmungen von blendender Klarheit oder sie fühlen sich total lebendig.

Hier geht es um den Weg der Helden. Die Kritiker zählen nicht. Auf die Menschen, die mit dem Finger zeigen, wenn ein „Starker“ oder eine Mannschaft gestrauchelt ist oder wenn Großes vollbracht wurde, es noch besser gemacht hätte können, kommt es nicht an. Die Anerkennung gebührt denen in der Arena, auf dem Spielfeld, im Stadion, die tapfer kämpfen; die immer wieder versagen und ihr Ziel verfehlen; die wissen, was große Begeisterung und Hingabe sind; die im glücklichsten Fall am Ende den Triumph einer großen Leidenschaft erleben und im schlimmsten Fall, wenn sie es nicht schaffen, zumindest bei einem großartigen Spiel verloren haben und nie zu jenen ängstlichen Seelen gehören werden, die weder Sieg noch Niederlage kennen.

„Helden sind Menschen, die schneller reagieren, als ihr Hirn zu denken vermag.“

Sportler stehen oft vor Neuland, das es noch zu erkunden gibt, doch ganz gleich, welche Veränderungen, gleich welche Hindernisse auftreten mögen, ist es wichtig weiterhin den Blick zum Gipfel zu richten. Ein Weg der Meisterschaft von Körper, Geist und Seele, welcher nicht am Spielfeldrand enden sollte.
Wachstum bedeutet Wandel und Wandel birgt Risiken, den Schritt vom Bekannten ins Unbekannte. Weil das Leben, wie wir zu uns selbst sagen, viele Höhen und Tiefen birgt. Vielleicht weiß ein Teil unseres Geistes, dass ein Aufstieg eine größere Herausforderung darstellt als ein Abstieg. Deshalb spüren wir, dass das Ziel oder die Antwort in der Höhe zu finden ist. Um an diesen Ort zu gelangen, müssen wir unsere Bemühungen auf ein Niveau anheben, das wir zuvor noch nie erreicht haben.

„Die Erde ist randvoll mit Himmel und in jedem gewöhnlichen Dornenbusch brennt das Universum. Aber nur jene, die sehen können, ziehen ihre Schuhe aus; Die anderen sitzen drum herum und pflücken Brombeeren.“ – Elisabeth Barrett Browning

Wir erschaffen wahren Erfolg im Sport, in der Kunst und in unserem Leben. Welchen Lohn wir dabei ernten werden, hängt davon ab, wie sehr wir uns einsetzen. Ohne Zeit- und Energieaufwand ist noch kein Sportler zum Meister geworden. Deshalb ist Ausdauer – die Fähigkeit, sich über einen längeren Zeitraum hinweg intensiv mit einer Sache zu betätigen – ein wichtiges Element der physischen Begabung. In der Ausdauer spiegelt sich das Gesetz der Anpassung wider, denn eine Anforderung, die man eine Zeit lang an seinen Körper stellt, bewirkt eine ganz bestimmte Entwicklung. Man braucht Ausdauer, um irgendeine Tätigkeit längere Zeit durchzuhalten. Doch wisse: Mit Ehrgeiz allein bringt man es zu nichts; er muss mit harter Arbeit gepaart sein. Der Erfolg ist süß, doch meistens riecht er nach Schweiß. Die anderen Menschen werden uns immer unterschätzen, denn wir bewerten uns nach dem, was wir uns zutrauen; und die anderen beurteilen uns nur nach dem, was wir bereits geschafft haben.

Wer Körper, Geist und Seele meistern will, ist bereit, sich zu blamieren, seine Gefühle der Verlegenheit und Unbeholfenheit zu akzeptieren, wieder von vorn anzufangen und weiter zu trainieren, üben, lernen, korrigieren, erforschen, beobachten, verbessern…
Ein Prinzip lautet: Das Leben war nie als Kampf gedacht, sondern nur als sanftes Voranschreiten von einem Punkt zum anderen, wie eine Wanderung durch ein Tal an einem sonnigen Tag.

Das Training ist der Weg und der Prozess, die Methode und das Ziel, eine Brücke zu unserer persönlichen Entfaltung. Das mentale Training ist eine geheime Schule, die uns in Mysterien einweiht. Es ist der Weg des inneren Athleten. Das Publikum kann zuschauen und applaudieren; Philosophen können über die Wettkämpfe und die glanzvollen Augenblicke des Ruhms sinnieren; doch nur diejenigen, die das alles wirklich erlebt haben, die getanzt und gesprungen sind, sich angestrengt und geschwitzt haben, kennen die Süße und das Versprechen, das in dieser Erfahrung liegt.

„Wir können nicht alle Helden sein. Irgendwer muss schließlich auch
am Spielfeldrand sitzen und ihnen zujubeln.“ 

Credo oder dein eigener Verhaltenskodex

Verspreche dir selbst…

  • so stark zu sein, dass nichts deinen Seelenfrieden zu erschüttern vermag;
  • deine Leitlinien über Gesundheit, Glück und Wohlstand jedem Menschen zu offenbaren, dem Du begegnest;
  • in all deinen Freunden das Gefühl zu wecken, dass ein wertvoller Kern in ihnen steckt;
  • stets die positive Seite einer Situation zu sehen und deinen Optimismus den Weg zu ebnen;
  • nur das Beste zu denken, zu leisten, zu erwarten;
  • die Erfolge anderer genauso begeistert zu begrüßen wie die eigenen;
  • die Fehler der Vergangenheit zu vergessen und künftig nach besseren Leistungen zu streben;
  • stets ein Lachen auf dem Gesicht und jedem Menschen, dem Du begegnest, ein Lächeln zu schenken;
  • soviel Zeit in deine persönliche Entwicklung zu investieren, dass dir keine mehr bleibt, um andere zu kritisieren;
  • zu gefestigt zu sein, um sich unnötige Sorgen zu machen, zu tolerant, um in Wut zu geraten, zu stark, um sich von Angst überwältigen zu lassen, und zu glücklich, um Probleme hinzunehmen.

– Marita Schroeder – The Future Force

© 2017 text by Marita Schroeder

Foto by: https://twitter.com/Sports_Greats

 

Stille – Hart am Ball

„Da wo sie scheitern, musst du angreifen, in einen höheren Gang schalten und auch wenn der Rest dann aufgibt, heißt es festbeißen, dran bleiben, anspannen und standhalten. Glück nicht verwechseln mit Können, aber dein Können niemals anzweifeln. Nie genug, aber auch nie zu große Ziele. Mach die Luft in deiner Lunge zu Benzin für die Maschine, den Neid von so vielen zu Öl für das Getriebe. Neuer Tag, neues Glück, neue Regeln, neue Spieler. Hoch fliegen heißt fallen in die Tiefe. Doch ohne große Opfer gibt es keine großen Siege. Wir hören kein Nein, kein das geht nicht, kein – der Weg ist zu weit. Denn nur mit Blut, Schweiß und Tränen bezahlt man die Unendlichkeit. Und noch einen anderen Weg – kenn‘ ich keinen. Und selbst wenn, schätzt man erst den Wert, zahlt man auch den echten Preis. Du sagst, du kannst nicht, dann willst du nicht…“

Ruhe vor dem Sturm – die Bedeutung der Stille

„Auf der Suche nach dem „Klang“ des Sports kann man rasch der Toben der Menschenmenge hören, das Krachen des Cricket- oder Baseballschlägers und das Sausen der Rennläufer. Hört man jedoch ein bisschen intensiver und ein bisschen länger hin, dann hört man plötzlich die Stille. Da ist Stille im Sportler, in der Spannung die über der Menschenmenge liegt, in der Furcht des Jägers und in der Schönheit der Skihänge. Der Mensch lernt bald, dass Stille einen wesentlichen Teil unseres Lebens ausmacht und dass sie zweifellos im Sport vorherrschend ist. Stille ist nicht einfach die Abwesenheit von Tönen. Eher ist es die Präsenz. Es ist die Präsenz der Dimension Zeit. Eine Realisation des Augenblicks und der Situation.“ – Howard Slusher

Bewusstsein zu entwickeln und Selbstvergessenheit zu ermöglichen, heißt sich leer zu machen, zur Ruhe zu kommen und Stille einkehren zu lassen und genügend Aufmerksamkeit für das Wesentliche zu bewahren. Dieser Stille bewusst zu lauschen, bedeutet sich leer zu machen, bereits Bekanntes hinten anzustellen und eine Wahrnehmung aus einem klaren und unmissverständlich freien Raum zu machen.

Die meisten Menschen haben jedoch Angst vor der Stille und sehnen sich nach Beschäftigung, Lärm und damit Ablenkung. Viele Sportler können Stille nicht ertragen – können nicht verkraften, sich als intensiv lebend zu erfahren und einfach „nur da zu sein“.

60.000 Gedanken denken wir jeden Tag!

Das Bewusstsein des Menschen von heute scheint keine Verbindung zu seinen Wurzeln zu pflegen. Resultat dieser „Ich-Entfremdung“ sind Sinnverlust und Flucht vor sich selbst. Der Erfolgsmensch in der westlichen Welt scheint grundsätzlich auf der Flucht zu sein, immer volle Termine und Beanspruchungen, ständig unter Druck und in Eile – selbst die eigentliche Zeit der Regeneration (Feierabend, Urlaub) wird verplant und mit Aktivitäten gefüllt, um ja nie in Versuchung zu geraten, in Kontakt mit sich selbst zu kommen. Wenn einmal ein „Loch“ entsteht, da noch nicht verplant ist, entwickelt sich das Gefühl des Alleinseins und der Leere. Diese wohltuende innere Ruhe, die manche nur als sinnlose Leere beschreiben, wird aufgefüllt mit Lärm und einem erhöhten Geräuschpegel. Frei nach dem Motto: „Lieber ein ohrenbetäubender Lärm im Außen, als eine Angst machende Leere im Innen.“

Innere Stille ist wie eine Melodie, die eine komplette Körpererfahrung ermöglicht.

Unsere gesamte Wahrnehmung, unser Interpretationen dieser Wahrnehmung, die Bewertung dieser Interpretationen und die Reaktionen auf die vorgenommenen Wertungen werden größtenteils durch den Grad  unseres Bewusstseins bestimmt. Bewusstsein, unser Handeln, Fühlen und Empfinden betreffend, aber auch was den Grad des Bewusst-Reflektierens anbelangt. Prinzipiell gibt es keine bestimmte Form von Bewusstsein, die besser oder schlechter wäre.

„Es gibt eine Vollkommenheit, tief inmitten allem Unzulänglichem.
Es gibt eine Stille, tief inmitten aller Rastlosigkeit.
Es gibt ein Ziel, tief inmitten aller weltlichen Sorgen. Das bist Du.“
– Buddha

Stille spricht (von Eckhart Tolle)
Wenn Du den Kontakt mit deiner inneren Stille verlierst, so verlierst Du den Kontakt
mit dir selbst.
Wenn Du den Kontakt mit dir selbst verlierst, verlierst du dich selbst in der Welt.
Dein innerstes Verständnis von dir selbst, was du bist, ist untrennbar von Stille.
Dies ist das „Ich bin“, das tiefer ist als Name und Form.
Stille ist Deine wahre Natur. Was ist Stille?
Der innere Raum von Bewusstsein, in dem diese Worte wahrgenommen und zu Gedanken werden. Ohne dieses Bewusstsein würde es Wahrnehmung, keine Gedanken, keine Welt geben. Du bist dieses Bewusstsein in Gestalt deiner Person.
Das äußere Geräusch entspricht dem inneren Geräusch des Denkens.
Die äußere Stille entspricht der inneren Stille. Wann immer Stille um dich herum ist, höre sie. Das bedeutet, Du bemerkst sie. Richte deine Aufmerksamkeit auf diese Stille. Die Wahrnehmung der Stille lässt die Stille in dir erwachen, weil du nur durch Stille Schweigen wahrnehmen kannst. In dem Augenblick, wenn Du die Stille um dich bemerkst, hörst du auf zu denken. Du nimmst wahr, aber du denkst nicht.
Wenn Du der Stille gewahr wirst, dann ist da sofort ein Zustand von stiller Wachsamkeit. Du bist präsent. Du bist aus einer kollektiven menschlichen Konditionierung von Tausenden von Jahren ausgestiegen.
Schaue einen Baum, eine Blume, eine Pflanze. Richte deine ganze Aufmerksamkeit darauf. Wie still sind sie, wie tief verwurzelt mit dem Sein. Erlaube der Natur, die Stille zu lehren. Wenn du einen Baum anschaust und seine Stille wahrnimmst, wirst du selbst still. Du verbindest dich mit ihm auf einer sehr tiefen Ebene. Du fühlst diese Einheit mit was immer du in und durch Stille wahrnimmst. Diese Einheit deines Selbst mit allen Dingen zu spüren, das ist wahre Liebe…

– Marita Schroeder – The Future Force

2017 text by Marita Schroeder


Wenn David im Pokal auf Goliath trifft

Wie kann der Underdog den haushohen Favoriten bezwingen?

Wenn David im Pokal auf Goliath trifft…
Dann sind die Rollen klar verteilt. Der Underdog steht vor der scheinbar unlösbaren Aufgabe, den scheinbar übermächtigen Gegner zu bezwingen.  Vor allem im Pokal kommen diese Situationen immer wieder vor.
3. Liga gegen Bundesliga, Oberliga gegen Regionalliga – Die Frage, die sich aus sportpsychologischer Sicht für die Trainer der Underdogs hierbei stellt, ist: Wie können sie psychologisch auf ihre Mannschaft einwirken, dass ihre Spieler an einen möglichen Sieg glauben?

Um einige Anregungen, was man als Trainer machen könnte, zu geben, fand ich die biblische Geschichte von Lothar Linz – „Erfolgreiches Team-Coaching“, 2004, sehr interessant.

Wie der Schäfer David den Krieger Goliath bezwang

Linz (2004) empfiehlt in diesem Kontext eine biblische Geschichte als Aufhänger.
Die Geschichte handelt von David, einem jungem Schäfer, der mit einer List Goliath, den stärksten Krieger der Philister, tötet. Bemerkenswert ist vor allem der Mut Davids zu dem freiwilligen Angebot an seinen König in das Duell gegen Goliath  zu ziehen.

Ohne Schwert und Rüstung – er verzichtet darauf, weil er die Ausrüstung nicht gewohnt ist und sich nur schlecht damit bewegen kann – zieht er in den Zweikampf gegen voll ausgerüsteten Elite-Kämpfer. Noch bevor der mächtige Krieger auf Schlagdistanz herankommt, ergreift David ein paar Steine, spannt seine Steinschleuder, zielt präzise und schleudert die Steine zwischen die Augen Goliaths. Dieser kippt bewusstlos um. David ergreift die einmalige Chance, rennt heran, ergreift das Schwert des Kriegers und trennt ihm den Kopf ab.

Welche Aspekte waren entscheidend für Davids Sieg?

In Anlehnung an Linz Überlegungen zähle ich im Folgenden 2 zentrale Aspekte auf:

  1. Mut und Unerschrockenheit

David stellte sich ohne Angst und aus freien Stücken dem Duell!
Aus psychologischer Sicht eine sehr wichtige Variable – ohne Mut funktioniert es nicht.
Der Vorteil der Außenseiterposition sind die niedrigen Erwartungen des Umfeldes. Weder die Fans noch die Medien erwarten den Sieg. Was sie in den meisten Fällen erwarten, ist ein couragierter Auftritt, mehr nicht. Dagegen wird vom Favoriten erwartet, dass er gewinnt. Er MUSS gewinnen. Und am besten noch schön spielen! Goliath steht unter Druck. Der Underdog kann völlig befreit aufspielen.

Es lohnt sich darüber nachzudenken, dass Spiel in Einzelphasen zu unterteilen. Denn so wird die große Aufgabe einfacher und machbarer gestaltet. Solche Zwischenetappen lassen das Vorhaben des Trainers realistischer erscheinen. So kann der Trainer für das übergeordnete Ziel in der Defensive „Dem Gegner Probleme bereiten“ für die erste Halbzeit vorgeben, dass z.B.:
Die Mannschaft in den ersten 15 Minuten ein hohes Angriffspressing spielt um den Gegner zu überraschen und in seinem Spielaufbau früh zu stören. Zudem kann der Trainer ein offensives Gegenpressing verordnen, um im Optimalfall eigene Torchancen zu erzwingen.

  • Wenn dies nicht gelingen sollte, kann der Trainer per Coaching in tiefere defensive Grundformation vorgeben.
  • Gelingt dies, gilt die taktische Vorgabe sich ab Minute 15, etwas tiefer zu staffeln. Beispielsweise attackieren die Stürmer die Innenverteidiger erst ab der Mittellinie.

Dieser taktische Match-Plan untergliedert das Spiel in Einzelakte, welche Schritt für Schritt erreicht werden können – die Überzeugung an einen möglichen Sieg steigt. Einmal mehr zahle ich gerne 3€ in Phrasenschwein für die Fußballweisheit: „Solange es 0:0 steht, wir geduldig und diszipliniert  unsere Teilziele verfolgen, desto nervöser werden sie. Es werden sich dann Chancen in ihren nervösen Momenten ergeben. Dann werden wir zuschlagen.“

Doch was passiert, wenn der Gegner mit 1:0 in Führung geht?

Durchsprechen von Worst-Case Szenarios „Prepare your response!“

„Was machen wir, wenn der Favorit dann doch mit 1:0 in Führung geht?“
Auch diese Möglichkeit sollte durchgesprochen werden – natürlich in erster Linie taktischer Natur. Einen Match-Plan auf mögliche Spielverläufe zu erstellen ist dabei eine wichtige Vorbereitung. Einmal mehr geht es um das Prinzip „Kenn ich, kann ich!“. Den Wettkampf im Training zu simulieren, ist eine entscheidende Strategie für die Entwicklung eines tief verwurzelten kollektiven Selbstvertrauens. Oder mit den Worten eines Kampfpilotenausbilders: „Train as you fight!“.

Natürlich werden wir es nie schaffen die Komplexität und Unvorhersehbarkeit des Spiels abzudecken. Demnach wird der Trainer auch immer situationsabhängig entscheiden müssen, was zu tun ist. Was er und seine Spieler vorher absprechen können, ist wie die neue Entscheidung der Taktikänderung kommuniziert wird (Coachingbegriffe, Kommando-Ketten etc.). Was in meinen Augen mindestens genauso wichtig ist, ist die Wirkung der Körpersprache.

Hier stellt sich die Frage: „Wie wollen wir den Gegner empfangen, während er vom Jubeln zurück in seine eigene Hälfte kehrt?“, „Wollen wir mit hängenden Köpfen und Schultern dastehen oder aktiviert, bereit zum „Rückschlag“ in unseren Positionen mit breiter Brust und einem stechenden Blick stehen?“. Die Frage ist: Was wird der Gegner wohl erwarten und wie können wir ihn irritieren, ihn beeindrucken auch bei einem Gegentor?

  1. Vertrauen in die eigenen Stärken – und diese Mentalität vorleben!

Der Trainer kann seine Überzeugung von dem eigenen Sieg vorleben. Ähnlich wie David fokussiert er sich allein auf das WIE, nämlich wie seine Mannschaft den auf dem Papier überlegenen Gegner schlagen kann. Der Trainer sollte sich nicht mit dem Ergebnis und den möglichen Konsequenzen einer Niederlage beschäftigen, sondern auf die Lösungen und Strategien, wie dem Gegner richtig Probleme bereitet werden können. Wie weiter oben beschrieben, sollte er die Qualität des Gegners kurz würdigen, um seine Glaubwürdigkeit zu behalten – aber nur kurz und diese auch sofort zu relativieren (Bsp.: „Wenn man sie spielen lässt..“). Die Betonung liegt in erster Linie auf den eigenen Stärken! So wie David die ungewohnte Rüstung ablehnt und seine erprobte Steinschleuder bevorzugt, sollte der Trainer große Systemveränderungen ablehnen und stattdessen sich mit seiner Mannschaft auf ihre Spielweise und ihre Stärken fokussieren.

Somit komme ich zum Schluss und zu meiner knallharten Kurzfassung:
Wenn man den Gegner als Favorit sieht, kultiviert sich automatisch im Unterbewusstsein eine Niederlage ein, ohne dass man es möchte, ohne dass es bewusst wahrgenommen wird.
Natürlich können wir den Gegner als Favorit sehen, doch, um es salopp auszudrücken – Es interessiert uns nicht. Das ist der Moment für den Gedanken-Umkehr-Prozess: „Was haben wir zu verlieren? Wir können nur gewinnen!“ Oder anders ausgedrück: “ Dieses Spiel kannst
Du nicht gewinnen, Du kannst es nur spielen.“
Was bleibt also am Ende? Eine absolut offensive Spielweise mit einer starken Hintermannschaft…………………..by the way…the show must go on!

– Marita Schroeder – The Future Force

2017 text by Marita Schroeder

Quellennachweis: Autor Nils Gatzmaga
http://www.psychologie-fussball.de/über-uns/nils-gatzmaga/
Foto by: http://awalker010.deviantart.com/art/David-and-Goliath-318953948

 

Geistige Helden

„Man benötigte für dieses Spiel Weihwasser, um es sich schönzutrinken,
den Himmel für die Stoßgebete und ein Tor als letzte Lösung…“

Ich hab die Vorstellung immer geliebt, nicht das zu sein, was die Menschen erwarten, was ich bin. Die Leute denken, du bist verrückt, wenn du über Dinge sprichst, die sie nicht verstehen … I’ve always kind of lived in my own universe.

So hat’s angefangen: Wir sind keine Supermänner, dennoch verdammt nah dran!
Was würdest du tun, wenn du keine Angst hättest?
Scheiß auf das, was du hörst! Es ist nicht immer alles wahr, was Du denkst!
Vergesst die Gründe warum es nicht funktionieren sollte und glaube dem einen Grund warum es funktioniert. Wenn die richtigen Leute dir sagen, dass du falsch liegst, dann liegst du verdammt richtig, halte deinen Kurs….in dieser Welt brauchst du ein mutiges Herz, um nicht zu enden wie der Rest. Sehnsucht ist nur eins von 1000 Gefühlen …
Und dieses Gefühl des Sieges. Dieses Gefühl des Gewinnens … unbezahlbar!
Siege sind der größte Lebensbeweis. Man spürt das Beben unter den Füßen und denkt es wäre der eigene Herzschlag. Ein Tor zieht in jede einzelne Faser des Körpers. Man schwebt in Ekstase und ist zugleich wie unter Strom … und dann gibt es Dinge, die muss man einfach gespürt haben, selbst erlebt haben, um sie vollständig zu begreifen.

Jedes Stolpern, jeder Fehltritt ist ein Sieg über unsere Ängste, Zweifel und Bedenken.

„I will catch the stars for you“

Natürlich ist das Leben manchmal schwer und vielleicht ist es auch ganz normal, dass man manchmal am liebsten rausschreien möchte, dass diese ganze fuckin‘ Welt scheiße ist. Aber weißt du, es ist nicht immer so. Es gibt auch diese Momente, in denen der Bauch kribbelt vor lauter Glück und in denen man einfach lacht und lacht, Augenblicke in denen man seine Freunde ansieht, die besten auf der ganzen Welt, und sich unbesiegbar fühlt und man einfach weiß, dass das Leben meistens gar nicht unfair ist. Und alleine dafür lohnt es sich, zu atmen, zu leben und immer weiter zu machen.

Es ist okay, etwas zu mögen, das alle gut finden. Genauso, wie es okay ist, etwas zu mögen, das kaum ein anderer gut findet. Mögt alle, was ihr wollt. Dafür muss man sich nicht rechtfertigen, vor niemandem. Weil es völlig okay ist, eine eigene Meinung zu haben, die nicht jeder teilen muss. Folgt ihr mal der Masse, ich folge meinem Gefühl.

Ich habe den Sinn von Grenzen nie verstanden. Sei ganz du selbst. Individuell. Hebe dich vom Rest ab und habe keine Angst davor. Ohne Zauber geht’s auch nicht.
Wenn du mit deinem ganzen Herzen fühlst, dass etwas richtig ist, dann ist es das auch.
Stell dir jeden Tag die Frage: Will ich verlieren oder siegen?

Ich sehe so viele Menschen, die sagen, dass ihr Leben schlimm und schrecklich ist. Sie sagen das Stunde für Stunde, Tag für Tag, Jahr für Jahr, aber kriegen ihren Arsch nicht hoch um es zu ändern. Die Welt gehört denen, die nicht lange fackeln, sondern für was brennen.
Jungs, strebt nach Erfolg und nicht danach, Fehler zu vermeiden.

„Glücklich ist, wer im Alltäglichen das Wunderbare sieht.“

„Sei einfach authentisch, mehr musst Du nicht tun.“
Um erfolgreich zu sein und als Mensch bestehen zu können, quasi um ein Stück „ganzer“ und damit „heiler“ zu werden, benötigst Du viel innere Stärke. Diese menschliche Stärke bezeichne ich als Ehrlichkeit und Authentizität. Solange Du stimmig bist, kannst Du nur auf dem richtigen Weg sein. Authentizität ist sozusagen das „Ganzwerden“ zu einer größeren Ganzheit oder Gesamtheit. Inkongruenzen und Konflikte entstehen immer dann, wenn etwas Ganzes in Einzelteile zerlegt wird. In einem erhöhten Zustand von Achtsamkeit  und Bewusstheit kann Ganzheit entstehen.

„Sei wie die Sonne, und was in dir ist, wird die Erde erwärmen.“

Der Kosmos ist vielmehr, als dass er sich jenseits und außerhalb von uns erstreckt, allem innewohnend, was wir berühren, wovon wir sprechen und träumen.
Jeder einzelne Moment ist eine Tür zu einer sich entfaltenden, grenzenlosen Unendlichkeit. Wir sind Raum und Zeit, Herz und Verstand, Blühen und Verwelken. Ein Versuch das faszinierend Paradoxe zu begreifen, auf dem Raumschiff Erde.

– Marita Schroeder – The Future Force

© 2017 text by Marita Schroeder

Mythos Heimvorteil

„Wer selber denkt, hat Heimvorteil.“

Was ist dran am Heimvorteil? Gibt es ihn überhaupt?

Fragt man vor einer Pokalauslosung bei Fußball-Spielern und Verantwortlichen nach, welchen Gegner sie denn gerne zugelost bekämen, dann bekommt man oft ein „Egal. Hauptsache, wir haben ein Heimspiel” zu hören. Im DFB-Pokal ist es nicht viel anders: In den K.O.-Runden hoffen die meisten Mannschaften darauf, zuerst auswärts ran zu müssen – um dann vor heimischer Kulisse im Rückspiel vielleicht noch einmal alles drehen zu können. Zu Hause zu spielen, scheint also ein echtes Faustpfand zu sein…

„Es gibt den Heimvorteil, aber er findet im Spieler selbst statt.“
sagt Sportpsychologe Bernd Strauß

Statt höhere Mächte anzurufen, muss der Heimvorteil erarbeitet werden. Er existiere nur, wenn die Spieler Selbstvertrauen haben und an den Vorteil im heimischen Stadion glauben. Es muss ein Teamspirit erarbeitet werden und die Spieler müssen sich immunisieren gegen den öffentlichen Druck.

In einer Studie wurden alle Spiele der Fußball-Bundesliga zwischen 1963 und 1998 analysiert. Ergebnis: In 53,3 Prozent der Spiele triumphierte die Heimmannschaft. Rund jeder fünfte Sieg wurde auswärts eingefahren, der Rest endete unentschieden. Das klingt eindeutig, ist es aber nicht. Denn die Ursachen für den Heimvorteil seien überhaupt nicht klar. Alle Faktoren, die gemeinhin als so vorteilhaft im heimischen Stadion gälten, beeinflussten separat untersucht das Spielergebnis kaum.

„Es macht kein Unterschied ob man Zuhause oder Auswärts spielt“.

Die Zuschauer spielen keine Rolle.

Laut einer Studie der Kanadier Steven Bray und Neil Widmeyer sprechen Spieler selbst dem Einfluss des Publikums und der Vertrautheit der Sportstätte einen positiven Einfluss zu. „Aber die Spieler haben heute so häufig wechselnde Spielorte, dass das nicht ernsthaft eine Rolle spielen kann“, hält Strauß dagegen. „Noch dazu sind die Spielstätten häufig sehr ähnlich.“ Vorteil Publikum? Objektiv gesehen: Fehlanzeige. „Jubeln spielt Studien zufolge für das Endergebnis des Spiels gar keine Rolle“, sagt ebenfalls Bernd Strauß. So hätten amerikanische Basketballspieler wegen einer Masern-Epidemie mehrfach vor leeren Rängen gespielt – und besser abgeschnitten als unter den anfeuernden Fan-Rufen. „Auch die Dichte der Zuschauer oder ihre Anzahl ist für einen Sieg unerheblich“, setzt Strauß fort.

Allenfalls auf den Schiedsrichter hätten grölende und pfeifende Fans manchmal Einfluss, sagt Strauß. „Unter bestimmten Lärmbedingungen pfeifen Schiedsrichter eher für die Heimmannschaft.“ Aber auch dies erkläre sicher nicht den Heimvorteil, betont der Sportpsychologe.

Der Heimvorteil ist in die Jahre gekommen.

Zudem scheint der Heimvorteil in die Jahre zu kommen: „Er ist in den 90er Jahren weiter zurückgegangen“, sagt Strauß. Mögliche Gründe: „Fußball ist professioneller geworden.“ Die Spieler jetten durch die Welt und werden dabei von den Medien und der Öffentlichkeit ständig beobachtet. Zudem seien die Mannschaften ausgeglichener geworden und inzwischen bis auf einige Teams in der Bundesliga fast alle mehr oder minder vergleichbar stark.

Heimnachteil.

Letztlich könne sich das Spiel auf vertrautem Rasen und vor heimischen Fans auch als Heimnachteil entpuppen: „Versagen unter Druck“. Wenn die Spieler die Angst vor einem Misserfolg aktualisieren und beginnen, über sich selbst nachzudenken, kann es kritisch werden. Ein Gedanke: „Was machen wir, wenn wir verlieren“ sollte erst gar nicht kultiviert werden. Und als Fazit: Wenn man Fehler macht hat das mit heim und auswärts wenig zu tun.

„Beim Balltreten kommt der Mensch schließlich bis an seine Grenzen.
Nein, er muss darüber hinaus… Fußball ist nichts für Weicheier“

 

– Marita Schroeder – The Future Force

© 2017 text by Marita Schroeder

 

Be Water my Friend

Bruce Lee über Willenskraft, Emotionen, Gedächtnis, Vorstellungskraft und Vertrauen.

Obwohl Bruce Lee (27. November 1940 – 20. Juli 1973) am besten für sein legendäres Erbe in Kampfkünsten und Film bekannt ist, war er auch einer der am meisten geschätzten Philosophen des zwanzigsten Jahrhunderts, instrumental in der Einführung östlicher Traditionen für westliche Zuschauer. Eine Philosophie in der Hochschule, fusioniert er alte Ideen mit seinem eigenen einzigartigen Ethos informiert durch den Schnittpunkt der physischen und psychologischen Disziplin, dessen berühmteste Manifestation ist seine Wasser-Metapher für Resilienz. (psychische Widerstandsfähigkeit)

Lee sah Philosophie als untrennbar vom Alltag, so wie er den Geist als untrennbar aus dem Körper sah, wobei jedes Ende der Batterie ständig das andere auflud. Wie Oliver Sacks, der überall ein Notizbuch trug, hatte Lee immer ein kleines 2 × 3 Taschenbuch mit sich, das er mit allem von Trainingsregimen bis hin zu den Telefonnummern seiner Schüler Gedichte, Bestätigungen und philosophische Reflexionen füllte. Aber vielleicht war der bemerkenswerteste Teil seiner Taschenbücher, wie man sie nannte, seine Beteuerungen, die an die Verhaltensregeln erinnern, die der Nobelpreisträger André Gide in seiner jugendlichen Zeitschrift und die von Künstler Eugène Delacroix schrieb. In diesen Notizen formulierte Lee seine persönlichen Philosophien, die konkret auf sein eigenes Wachstum ausgerichtet waren.

Hier ist ein exklusiver Blick  auf seine besten Zitate:

  • „Das Leben ist dazu da, um gelebt zu werden und nicht um „begriffen“ zu werden, oder in sich vorgegebenen Mustern zu fügen.“
  • „Es gibt kein „reifes Alter“ in dem Sinne. Es gibt nur einen immer andauernden Prozess vom „Reifen“, vom „Altern“. Falls es sowas wie ein „reifes Alter“ geben würde, dann wären wir am Ende, es wäre Stillstand.“
  • „Angabe und Aufschneiderei ist die Vorstellung des Narren von Ruhm.“
  • „Jede Art von Wissen bedeutet letztendlich Selbsterkenntnis.“
  • „Ein Guter Kämpfer ist nie angespannt, nur bereit dazu. Nicht denkend, dennoch nicht träumend. Bereit für alles was in seinen Weg kommt. Wenn der Gegner sich ausweitet, ziehe ich mich zusammen; wenn er sich zusammenzieht, weite ich mich aus. Und wenn sich eine Möglichkeit auftut, schlage nicht „Ich“, der Schlag kommt von ganz von selbst.“
  • „Nicht denken, fühlen sollst Du. Es ist genauso wie bei einem Finger, der in Richtung auf den Mond zeigt. Du darfst dich nicht nur auf den Finger konzentrieren, denn sonst siehst Du ja nichts von der himmlischen Pracht.“
  • „Wissen verhilft Dir zu Macht, aber Charakter bringt dir Respekt.“
  • „Wenn Du dich selbst zum Esel machst, dann ist immer jemand bereit, auf dir herumzureiten.“
  • „Folge keinem starren, festen System und Du wirst dich immer leicht anpassen können.“
  • „Kein Weg als Weg, keine Grenze als Grenze.“
  • „Sie Du selbst, bring dich selbst zum Ausdruck, habe Vertrauen zu Dir selbst. Ziehe nicht los und suche nach einer erfolgreichen Persönlichkeit, um ihr nachzueifern.“
  • „Ein Ziel ist nicht immer zum erreichen da, oft dient es nur zum richtigen Zielen.“
  • „Ich habe keine Angst vor dem, der einmal 10.000 Kicks geübt hat, aber vor dem, der einen Kick 10.000 Mal geübt hat.“
  • „Nimm die Dinge, wie sie sind: Schlage, wenn Du schlagen musst. Tritt, wenn Du treten musst.“
  • „Wissen gibt den Menschen Macht, aber der Charakter verschafft ihnen Respekt und Anerkennung.“
  • „Anstatt dein Leben dafür hinzugeben um ein vorgegebenes Konzept von dir zu realisieren, realisiere dich selber.“
  • „Vergiss alles über Gewinnen und Verlieren; vergiss alles über Stolz und Schmerz.“
  • „Ein weiser Mann kann mehr von einer närrischen Frage lernen, als ein Narr von einer weisen Antwort.“
  • „Leere deinen Geist. Werde formlos, gestaltlos – wie Wasser. Wenn man Wasser in eine Tasse gießt, wird es zur Tasse. Gießt man Wasser in eine Teekanne, wird es zur Teekanne. Wasser kann fließen und schmettern. Sei Wasser, mein Freund.“

Be Water my Friend

https://www.youtube.com/watch?v=cJMwBwFj5nQ

– Marita Schroeder – The Future Force

© 2017 text by Marita Schroeder

Mit erhobenem Haupte SELBSTBEWUSST

Stellt Euch vor, Ihr steht im alles entscheidenden Spiel um den Aufstieg in die 1. Bundesliga, auf dem Platz. Im Stadion: Zehntausende…dazu fangen hunderte Kameras Euch aus allen Blickrichtungen ein. Euer Spiel wird in die Wohnzimmer Eurer Fan‘s übertragen, Eure Aktionen erscheinen vielleicht auf den Leinwänden als Public Viewing in Eurer Stadt. Und viele Menschen sehen zu, wie Ihr Euch auf dem Fußballplatz anstellt….oh fucking.

Ihr erkennt eine riesige Chance. Was würde Euch jetzt am meisten helfen?

Im  Grunde könnte jede Theorie zur Anwendung kommen. Jedoch: Die eine mehr, die andere weniger. Mir scheint hier ein Gedanke des berühmten, inzwischen 88-jährigen kanadischen Psychologen Albert Bandura entscheidend. Er führte in den 1970er Jahren die Idee (Das Konzept) der Selbstwirksamkeitserwartung (SWE) ein.

SWE bezeichnet die Erwartung einer Person, aufgrund eigener Kompetenzen gewünschte Handlungen erfolgreich selbst ausführen zu können. Ein Mensch, der daran glaubt, selbst etwas zu bewirken und auch in schwierigen Situationen selbstständig handeln zu können, hat demnach eine hohe SWE. Eine Komponente der SWE ist die Annahme, man könne als Person gezielt Einfluss auf die Dinge und die Welt nehmen, statt äußere Umstände, andere Personen, Zufall, Glück und andere unkontrollierbare Faktoren als ursächlich ansehen. Manche Psychologen vertreten die Ansicht, dass Selbstwirksamkeit(-erwartung) ein natürliches Bedürfnis des Menschen ist. Weiter bezeichnet SWE die eigene Erwartung, aufgrund eigener Kompetenzen gewünschte Handlungen erfolgreich selbst ausführen zu können. Erfolgreich bewältigte Krisen stärken diese Zuversicht. Die Erregung bei ähnlichen Aufgaben wird begrenzt, wodurch die Sicherheit für richtige Entscheidungen steigt.

„Wir wussten, dass wir zu jedem Zeitpunkt gewinnen können!“

Diese Aussage spricht für eine hohe Selbstwirksamkeitserwartung, wie sie Sportler mit einem hohen Vertrauen in ihre eigene Fertigkeiten haben. Folgendes kann und könnte die Selbstwirksamkeitserwartung hoch halten:

Effizienz und Beharrlichkeit

Der Weg zum Aufstieg war durch rauschhafte Spiele genauso gekennzeichnet, wie durch hart erkämpfte und letztlich ausreichende Ergebnisse. Durch beide Sorten von Spielen wurde die Selbstwirksamkeitserwartung gestärkt. Konzentration bis fast zum Ende. Kein Nachlassen, keine Überheblichkeit. Motiviert und voller Entschlossenheit. Die Dynamik von Kraft und Mut entstand, kämpferisch bestimmt und entschlossen. Der Archetyp des Helden, Tapferkeit und auch Draufgängertum. Bewegung schreitet so ins Spielfeld.
Daran konnte man die hohe SWE der Mannschaft erkennen.

Die finale Prüfung – und deren Bewältigung

Wenn Ihr also eine Situation mit sehr großem Druck, hervorragenden Chancen zu bewältigen habt, hilft am besten: Eine gut ausgeprägte, nachhaltig entwickelte Selbstwirksamkeitserwartung. Durch alle Erfolge, die knappen, wie die klaren Resultate, die bewältigten Risikomomente und den Willen, jetzt all das in die Waagschale zu werfen, kamen die Spieler in ihre privilegierte Position. So kam der entscheidende psychologische Vorteil zustande – der die sportliche Vorbereitung ergänzte. Eine Mannschaft, die diese Zuversicht, diese Erwartung der Fähigkeit zum Erfolg besitzt, funktioniert nicht nur intern besser – Fehler werden weggesteckt, gegenseitig ausgebügelt. Diese selbstsichere Ausstrahlung überträgt sich zugleich auf die gegnerischen Spieler. Diese haben den gleichen Druck, die Zuspitzung von Chancen und Risiken für den Aufstieg, die künftige Karriere, ja das künftige Leben insgesamt, komprimiert auf 90 Minuten Fußballspiel. Spüren sie die Zuversicht des Gegners, droht ihre eigene Hoffnung wegzubrechen und das aufziehende Risiko-Szenario lässt die Konzentration wegkippen.

Erkenntnis für die Spieler

Wenn Ihr in wirklich schwierigen Situationen innerlich gelassen hinein geht, strahlt aus, dass Ihr sie beherrscht. Das beeindruckt den Trainer, die Anwesenden und das ganze Publikum und führt letztlich zum Erfolg.
Noch etwas in eigener Sache, was ich immer wieder betone: Nutzt daher jede Gelegenheit, die für Euch schwierige Situationen aufzusuchen und zu bestehen. Drucksimulationstraining kann dabei helfen, ein Verhalten in Extremsituationen zu stabilisieren. Basketballer zum Beispiel trainieren häufig Spielzüge unter extremen Zeitdruck. Ziel dieser Trainingsformen ist es, überlegt und handlungsleitend auch unter Stress zu sein. Je öfter wir solche Situationen erleben, desto routinierter und automatisierter können wir mit einem solchen Moment umgehen
Am besten: Macht vorher einen Match-Plan und danach einen geistigen Sieges-Plan.

„Wir haben den Schlüssel bereits in der Hand, wahre Meisterschaft
erfolgt über unsere Emotionen.“

Omne trium perfectum – Alles war perfekt

– Marita Schroeder – The Future Force

© 2017 text by Marita Schroeder

Hoffnung und Erwartung – be efficient

„Der Unterschied zwischen dem Unmöglichen und dem
Möglichen liegt in der Entschlossenheit“
– Tommy Lasorda

Viele Sportler kämpfen und mühen sich über Jahre hinweg ab, um ein bestimmtes (oftmals erträumtes) Ziel zu erreichen, um dann eines Tages festzustellen, dass sich der ganze Aufwand nicht rentiert hat, die spartanischen Stunden in keinem Verhältnis zum erbrachten Leistungsniveau stehen. Die meisten Athleten können ihre Karriere schon viele Jahre früher abbrechen oder sich ernsthaft dazu entschließen, ihre Art des Denkens zu verändern. Ich sehe daher den Grad an Gewissheit der Zielerwartung aus wichtigen Gradmesser der psychischen Belastbarkeit und Chancenbarometer für die zukünftige sportliche Entwicklung.

Diese Zielerwartungs-Glaubenssätze bedeuten in Bezug auf sportliche Leistungsentfaltung, dass ein Sportler an die Erreichung eines definierten Ziels glaubt und vollends überzeugt ist, dass es so sein wird. Ein tiefes und inniges Gefühl der Gewissheit begleitet diese „positive Zielerwartung“. Habe ich als Spitzensportler keine solche Zielerwartungsphantasie und damit keinen unterstützenden Glaubenssatz, werde ich mich zum einen niemals in einen Zustand manövrieren können, der Spitzenleistungen ermöglicht, und zum anderen den letzten Funken Hoffnung verlieren.

Zu einer kritischen Phase kommt es, wenn die Erwartungshaltung und das tatsächliche Leistungsverhalten am meisten voneinander abweichen. Erleidet ein Sportler (z.B. durch totale Überforderung) einige Enttäuschungen, verliert er den Glauben an sich und die Leistungskurve geht bergab. Oft sinkt die Leistung und damit auch die „Self-Efficacy-Expectation“ (Selbstwirksamkeit-Erwartung) unter das ursprüngliche Ausgangsniveau ab.

Ein umsichtiger Trainer versteht es in dieser Zeit, Trainingssequenzen zu planen, die den Sportler in seinem Glauben an sich selbst unterstützen und begünstigend wirken. Erfolgscoaches geben ihren Schützlingen die Möglichkeit, ein Lernfeld zu erfahren, dass die Erlernung neuer Fertigkeiten unterstützt.

Die Erwartung von Erfolg hat etwas mit unserer grundsätzlichen sportlichen Wettkampfeinstellung zu tun, beschreibt quasi den Grad, wie aktiv und „hungrig“ wir sportliche Herausforderungen und Grenzgänge annehmen und zu bewältigen suchen.
Die Angst vor Misserfolg beschreibt den Umgang mit Fehlschlägen, die zum Sport genauso gehören wie Siege und persönliche Bestleistungen. Damit ist prinzipiell weniger das Verlieren oder Versagen gemeint, sondern viel mehr unseren Umgang mit Misserfolgen.
Jeder geht anders mit Schwierigkeiten, Misserfolgen und nicht erbrachten Leistungen um. Der eine nutzt es als Feedback für zukünftige Entscheidungen und Planungsphasen, der andere sieht sich als Person gefährdet und hat Angst, auch auf anderen Gebieten des menschlichen Lebens Misserfolge einstecken zu müssen.

Wenn eine schlechte Saison dazu führt, dass ich meine grundsätzliche Leistungsfähigkeit in Frage stelle und Angst vor dem nächsten Spiel habe, wirkt sich das zwangsläufig auf meine tatsächlich gezeigten Leistungen aus und führt meist zu Selbstzweifel, Selbstvorwürfen und endet in Krisensituationen, die schwer aufzulösen sind.

James E. Loehr schreibt dazu:
„Talentierte Sportler werden von Trainern und Eltern ständig an ihr Talent erinnert. Dieses Aushängeschild kann wirklich zu einer Belastung für den Spieler werden. Er oder sie haben Angst, sich 100prozentig einzusetzen, sich völlig zu verausgaben, weil sie im Falle des Versagens die Erwartungen nicht erfüllen. „Vielleicht bin ich gar nicht so gut, wie alle glauben“, denkt der talentierte Sportler. Wenn er zum Problemfall wird, wird keiner wissen, ob er nun wirklich Talent hat. Er geht auf Sicherheit und schützt sein Selbstwertgefühl.

Wer mit solchen Sportler arbeitet, sollte ihnen helfen, diese Problematik zu verstehen.
Auch ein Trainer steht in der Pflicht sich regelmäßig selbst zu reflektieren, um seine Sportler dauerhaft fördern zu können und stets den richtigen Ton zu treffen. Trainer sind ein wesentlicher Faktor der Entwicklung von sportlichen Leistungen und Förderung von Talenten. Dafür steht die Persönlichkeit des Trainers, sein persönlicher Umgang mit Druck, Medien, Fans, Gremien, Disziplin, seine kommunikative Stärke, seine Work-Life-Balance etc.

Talent ist sowohl ein Geschenk als auch eine Belastung und es erfordert ein ganz besonderes Verständnis, mit diesen Spielern als Trainer zu arbeiten.

„Focus on your path and ignore the competition“
Konzentriere dich auf deinen Weg und ignoriere den Wettkampf“

– Marita Schroeder – The Future Force

2017 text by Marita Schroeder

Kommunikation statt Leitwölfe

Flache Hierarchien

Heute sieht der Fußball solche herausragenden Rollen nicht mehr vor. Top-Mannschaften zeichnen sich nicht mehr durch einen überragenden Akteur aus, sondern verteilen die spielerische Last auf mehreren Schultern.
Die taktischen Rollen auf dem Platz haben sich hierdurch verändert, und damit auch die Hierarchien innerhalb der Mannschaft. Platzhirsche der alten Schule findet man nur noch selten. Der Begriff der „flachen Hierarchie“ ist hierbei in den Vordergrund gerückt. Dieser Begriff stammt ursprünglich aus der Unternehmenspsychologie und wurde mittlerweile dermaßen totgetreten, dass niemand mehr so genau weiß, was er eigentlich bedeutet.

Eine flache Hierarchie kennzeichnet im Gegensatz zur steilen Hierarchie die höhere Selbstverantwortung und Eigeninitiative der Rangniedrigeren. Die Ranghöheren sind nicht mehr Befehlsgeber, sondern Schnittstelle zwischen den einzelnen Gruppenmitgliedern. Der Vorteil einer flachen Hierarchie ist der Rückgang des sogenannten sozialen Faulenzens: Durch die höhere Verantwortung, die auf den Schultern des eigenverantwortlich arbeitenden Einzelnen lastet, fällt es ihm schwerer, sich hinter der Gruppe zu verstecken.

Teambildung

Sportpsychologen übertrugen in den letzten Jahren dieses System auf den Fußball. Dies hat auch taktische Gründe: Die Verantwortung eines jeden Spielers ist in einem System mit Raumdeckung wesentlich höher als bei simpler Manndeckung, da die gesamte Defensivorganisation mit dem einzelnen Spieler steht und fällt. Während früher Spieler hinter dem großen Star der Mannschaft sich als Arbeiter fügten, ist heute das alte Motto Berti Vogts‘ wahr geworden: Der Star ist die Mannschaft.

Mittlerweile sind daher Mannschaftsgremien wichtiger geworden als der Kapitän. Es wird versucht, nicht nur die Last des Spielaufbaus, sondern auch die Führung der Mannschaft auf mehrere Schultern zu verteilen. Aus gruppendynamischer Sicht macht das durchaus Sinn: Eine besonders gut funktionierende Gruppe zeichnet sich dadurch aus, dass zwischen den einzelnen Mitglieder möglichst komplexe Bände herrschen. Konkret gesagt: Je mehr Spieler innerhalb einer Mannschaft sich grün sind, desto besser ist dies für das Team.

Grüppchenbildung ist dabei nicht ausgeschlossen, wichtiger ist die Frage, ob die Gruppen auch untereinander vernetzt sind. Möglichst viele Bände zwischen den Mannschaftsteilen sind hierbei wichtig, um gruppenauflösenden Tendenzen entgegenzuwirken. Junge Spieler können von den reiferen und älteren Spielern lernen und umgekehrt.

Kommunikation untereinander ist immer wichtiger

Erfolgreiche Teams der letzten Jahre kamen gut ohne Spieler aus, die auf dem Platz ihren Mannschaftskollegen die Meinung geigen. Eine ausgesprochene Gleichberechtigung der Spieler ist ein wesentlicher Bestandteil des Erfolgs (hinter der taktischen und technischen Überlegenheit, natürlich). Dabei ist es wichtig, dass die Spieler offen miteinander reden und sich gegenseitig Paroli bieten. Dieser Prozess ist aber aus psychologischer Sicht nur dann sinnvoll, wenn er von allen Spielern betrieben wird, und kein Spieler sich dabei zu sehr in den Vordergrund drängt. Das Absägen eines Leitwolfes kann für die Teambildung sogar ein sehr heilsamer Prozess sein.

Ein einzelner Leitwolf ist demnach kein Garant mehr für fußballerischen Erfolg, Kommunikation muss zwischen allen Spielern gleichberechtigt stattfinden.
Aus sportpsychologischer Sicht sind deshalb flache Hierarchien und mündige Profis erstrebenswert. Mittlerweile lassen viele Trainer der Bundesliga die modernen Erkenntnisse der Sportpsychologie in ihre Mannschaftsführung einfließen. Jürgen Klopp drückte es mal gut aus: Der Führungsspieler ist nichts anderes als eine Legende… und, man kann auch mit einem vermeintlichen Leitwolf ganz groß scheitern.

Ich denke es ist nicht unbedingt erforderlich solche Spieler auf dem Feld zu haben. Man muss meiner Meinung nach nicht zwischen der flachen Hierarchie oder den Leitwölfen unterscheiden. Man braucht Spieler die miteinander kommunizieren aber eben auch Spielerpersönlichkeiten. Diese müssen nicht unbedingt laut werden doch sie müssen akzeptiert werden und auch sportlich wichtig sein.

Eine Spielerpersönlichkeit kann Verantwortung übernehmen und eine Mannschaft führen. Er kann es als seine Aufgabe ansehen und Ruhe ausstrahlen, egal in welcher Situation. Er kann zwischen Mannschaft und Trainer vermitteln. Er kompromittiert keinen Mitspieler und zeigt dadurch immer Respekt. Entscheidend ist, ob ich als Team eine klare Strategie habe. Wenn ja: braucht es auf dem Platz keinen der anleitet. Wenn nicht, braucht es jemanden der sagt, was ein Spieler machen soll. Im Übrigen darf man nicht denken, dass eine „flache Hierarchie“ unklar ist. Vielmehr zeichnet sie sich eben durch ganz klare Aufgabenverteilung aus. Und damit verbunden eben auch ganz klaren Verantwortlichkeiten. Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich in einer Gruppe, im Fußball die Mannschaft, sich immer jemand herausbildet, zu dem andere aufschauen und der andere motivieren und leiten kann.

Es gibt keine 11 gleichen Spieler sondern unterschiedliche Spezialisierungen.
Die Kunst ist, die richtige Mischung zu haben, bei der neben fußballerischen Fähigkeiten auch viele scheinbar sekundäre Aspekte beigetragen werden.
Von allen sollten die Fähigkeiten richtig eingeschätzt werden und zur Anwendung kommen. Es sollten soziale Bindungen hergestellt werden, um alle am gesammelten Wissen teilhaben zu lassen und dabei ein gutes Klima zu haben. Ich denke, alles auf einen einzigen „Leader“ zu reduzieren, der dann in der öffentlichen Wahrnehmung als Allesmacher auch alles können soll, kann auf Dauer nicht gut gehen.
Das Wort Führung sehe ich trotzdem nicht so negativ, es ist einfach die Frage wie es umgesetzt wird. Und flache Hierarchien brauchen die Trainer-Philosophie. Dann wird der strategische Effekt verringert, weil immer klar ist, wie gespielt wird.

„Fußball spielen und lehren ist ein Unterschied.
Aber wenn einer, der Titel gewonnen hat, heute lehren will,
dann hat er einen Vorteil anderen gegenüber.“

– Marita Schroeder – The Future Force

© 2017 text by Marita Schroeder