Archiv der Kategorie: Eine neue Beziehung – endlich! •

„Ich sehe was, was Du nicht siehst…“

…und glaube fest, das – und nur das – sei die Wirklichkeit.

Wir machen uns zum Maß aller Gefühle und sind enttäuscht, wenn der Partner manches anders wahrnimmt. Unbewusst gehen wir ganz selbstverständlich davon aus, dass alle Menschen die Welt so erleben wie wir selbst. Besonders die Menschen, die uns nahe sind. Und ganz besonders unser Partner.

Schließlich haben wir ihn ja so lieben gelernt. Verliebt sein heißt, dass wir das Gefühl für die Trennung zwischen uns und dem anderen verlieren. Wir blenden alles aus, was stört, als würden wir in einem Anfall von Heißhunger alles mit Stumpf und Stiel, mit Schale und Stacheln verputzen.
Wir sind berauscht davon, dieselben Filme zu lieben, Paris für die aufregendste Stadt zu halten die gleichen Gedanken zu denken. „Ich liebe dich!“ – „Hast du das auch gerade gedacht?“ – „Ja“ –
„Ist das nicht irre?“ – Es ist irre!
In der romantischen Phase unserer Beziehungen sind wir verblendet wie fanatische Goldsucher.
Wir durchsieben das Innenleben des Geliebten nach unseren Gemeinsamkeiten. Und übersehen den Sand, den wir dabei aufsammeln. Sand, der später das Beziehungsgetriebe blockiert.

Partner sind keineswegs immer ein Herz und eine Seele. Im Gegenteil. Nicht einmal das, was wir sagen, ist identisch mit dem, was unser Liebster dabei hört. Unsere Erwartungen sind unterschiedlich und unsere Wahrnehmungen grundverschieden. Vieles, was unser Lebenspartner erlebt, können wir nicht nachempfinden. Und unsere persönliche Entwicklung und Reifung verläuft nicht parallel, sondern im jeweils eigenen Rhythmus ab. Kurz: Meine Liebe ist nicht deine Liebe.
Schon in Mann und Frau prallen zwei verschieden Welten, zwei Wirklichkeiten aufeinander. In jeder Liebesbeziehung treffen sich zwei Familiensysteme, zwei unterschiedliche Sozialstationen. Zwei Kindheiten. Das sollte man nie aus den Augen verlieren.

Doch was tun wir?

Machen uns, jeder für sich, zum Maß aller Gefühle und werten die Wirklichkeit des anderen ab, sobald wir im Beziehungsalltag gelandet sind. Mehr noch. Wir werfen ihm sein „Anderssein“ vor, bekämpfen es, sehen es als Zeichen mangelnder Zuneigung, als Versagen, als Bösartigkeit.
„Wenn du mich lieben würdest, dann würdest du mich fragen, wie es mir mit meiner Prüfung geht!“
Aber er fragt nicht, gerade weil er sie liebt. Weil er glaubt, sie wolle damit lieber allein gelassen werden. So wie ER es sich in einer solchen Situation wünschen würde.

Wir leben in zwei verschiedenen Wirklichkeiten, in zwei verschiedenen Beziehungen. In deiner und in meiner. Nur wenn wir die unterschiedliche Wahrnehmung unserer gemeinsamen Wirklichkeiten anerkennen, werden wir einander als Bereicherung und nicht als Bedrohung erleben.

 

Marita Schroeder – The Future Force

 

Das Fundament der Liebe

Gefühlsmäßig unabhängig zu sein, bedeutet, sich frei dafür entscheiden zu können, dass man sein Leben mit dem Partner zusammen verbringen möchte, weil es gemeinsam schön ist und gemeinsame Interessen vorhanden sind. Es bedeutet nicht, den Partner zu brauchen, weil man sich selbst nicht als liebenswert betrachtet und sein Leben nicht alleine leben kann.

Eine Partnerschaft sollte immer eine erfüllende Aufgabe haben.
Auch die Liebe ist kein Ersatz für eine Aufgabe, sondern Ausdruck einer
guten Partnerschaft. Eine andere Voraussetzung ist die Bewunderung. Die sexuelle Leidenschaft, mag sie noch so erfüllend und ideal sein, kann
ein Paar nicht ein ganzes Leben lang zusammenhalten.
Das aber kann die Bewunderung – Die Bewunderung, die zwei Menschen
sich entgegen bringen, ist das größte Fundament der Liebe.
Die Liebe ist unser wahres Wesen und wenn ich zur Liebe finde, dann
erinnert der andere mich durch die Liebe an mich selbst, an den, der
ich wirklich bin.

Das ist der tiefere Sinn der Liebe.

3 Beziehungskrisen:

Zwei Dinge sind schädlich für jeden: Schweigen, wenn es Zeit ist zu reden und zu reden, wenn es Zeit ist zu schweigen.

Wenn ein Partner sich und seine Interessen aufgibt, lässt die Spannung nach, denn er wird schlicht weg uninteressant.

Wenn Sie Ihrem Partner die Bürde aufladen, dass er Ihnen das Gefühl gibt, liebenswert zu sein, wird die Partnerschaft scheitern. Sie stellen dann nämlich Forderungen an ihn, die er nicht erfüllen kann.

Die Partnerschaft ist ein Gewinn-Gewinn-Spiel

Ohne das Bewusstsein, dass Männer und Frauen unterschiedlich sind und sein sollen, sind Streit und Zwietracht in einer Beziehung vorprogrammiert.
Man geht davon aus, dass sich der Partner, wenn er uns liebt, auf eine ganz bestimmte Weise verhalten müsste, nämlich so, wie wir es tun würden, wenn wir jemanden lieben. Mit dieser Einstellung ist Enttäuschung unaufhaltsam.

„Ich kann gar nicht verstehen, dass dir das gelbe Sofa nicht gefällt.“

Wenn Sie Ihre eigenen Bedürfnisse auf Kosten Ihres Partners befriedigen, sind
Unglück, Aversionen und Konflikte unvermeidlich.
Unklare und lieblose Kommunikation ist das größte Problem in einer Beziehung.
Enthält ein Gedanke Worte wie:  „immer, nie, alles“, dann entspricht er in der Regel nicht den Tatsachen. Sie wissen was ich meine?  „Nie trägt er den Müll mal runter“……

Richtige Gedanken über den anderen sind immer positiv und liebevoll.
Jeder negative Gedanke ist ein Angriff auf uns selbst.

Woran liegt das?

Was immer an Gedanken und Überzeugungen in unserem Kopf vorhanden ist, wird die Welt, sprich meine Umgebung, mir spiegeln.

Was passiert wenn wir wütend sind?

Ein wütender Mensch hat Gewalt. Aber er hat keine Kontrolle über die Konsequenz, über die Situation und die Konsequenzen seines Handelns.
Wenn Sie aufgebracht sind, tun und sagen Sie nichts. Atmen Sie langsam ein und aus und warten Sie, bis Ihr Geist wieder ruhig und klar ist.
„Bin ich mir bei all meinem Selbstvertrauen über meinen schwächsten Punkt im Klaren?“ Oft müssen wir Entscheidungen innerhalb einer Minute treffen.
Im ausschlaggebenden Augenblick stellen Sie sich die Frage:“Bin ich eigentlich sicher, dass Partner damit auch wirklich einverstanden ist.“ Es wäre ja für Sie beide eine große Veränderung….!

Telefonieren können Sie nicht mehr.

 

Marita Schroeder – The Future Force

Fotoquelle: Leider unbekannt. Für Hinweise wäre ich sehr dankbar.

 

 

 

Gesunde Beziehungen – lieben, und was dazu gehört

Heute geht es darum, wie gesunde Beziehungen aussehen.
Ist es Liebe, wenn ein Mensch zwanghaft am anderen Menschen festhält, ihm keine Freiheit gönnt. Was sind die häufigen Fehlformen der Beziehung? Sexuelle-Beziehung, Abhängigkeits-Beziehung oder Rosarote-Brille-Beziehung. Sie sind heute so populär wie damals. Jemanden wirklich zu lieben heißt, immer bei sich selbst zu bleiben und gemeinsam mit dem anderen das eigene Leben zu führen. Dies nennt man die bedingungslose Liebe.

Der Schlüssel zu dem Paradoxon: „Sucht nach Nähe“ = „Flucht vor Nähe“ liegt für sie in der Nähe zu uns selbst. Wir müssen uns selbst nahe sein. Solange wir Nähe von außen erwarten, werden wir sie niemals erleben. In der Beziehungssucht ist der Süchtige oft von dem Gedanken besessen, den Prinzen oder die Prinzessin zu finden, der/die alle Probleme lösen wird und mit der/dem er/sie für den Rest des Lebens glücklich sein wird. Das Leben scheint ohne diese Beziehung sinnlos. Der verzweifelte Versuch, diesen Menschen zu finden oder eine verloren gegangene Beziehung wieder zu kitten kann alle anderen Lebensbereiche zerstören, Chaos, Spannung und Ängste erzeugen und selbst das Leben bedrohen, wenn die chronische Trauer in Selbstmordgedanken einmündet. Die Beziehungssucht wird ebenso wie die Co-Abhängigkeit durch das Ideal der romantischen Liebe gestützt, dass uns über Schlagermusik und Filme vermittelt wird. Diese „Gehirnwäsche’“ ist so stark, dass es ausgesprochen schwierig ist, die darin liegenden Selbsttäuschungen zu erkennen und zu durchbrechen.

Alle Süchte haben ein Element der Verleugnung, doch ist die Verleugnung im Fall der Beziehungssucht besonders schwerwiegend. Beziehungssüchtige und ihre co-abhängigen Partner sehen oft nicht den Zusammenhang zwischen ihrem Schmerz und Leid und der illusionären Qualität, die sie in der Liebe suchen.

Überprüfen Sie die folgenden Möglichkeiten:

Kreuzen Sie die Sätze an, die Sie als wirkliche Stärke empfinden und geben Sie ihnen die Ziffer „1“. Dann kreuzen Sie die Eigenschaften an, die Sie gerne hätten, aber noch nicht so gut beherrschen und weisen Sie ihnen die Ziffer „2“ zu. Am Schluss geben Sie den Sätzen die Ziffer „3“, die Sie gerne beherrschen würden, auch wenn Sie noch in weiterer Ferne liegen.

Meine Stärken sind:
Fähig sein, mit der Entwicklung einer Beziehung zu warten.
Fähig sein, ehrlich zu sagen, wenn mich das Thema nicht interessiert oder ich nicht zuhören kann.
Eigene Bedürfnisse anerkennen und wichtig nehmen.
Sich um andere sorgen, ohne sie zu versorgen.
Zu wissen, dass Abhängigkeiten in jeder Form die Beziehung abtöten.
Die eigene Integrität (Ehrlichkeit) und die der anderen schätzen.
Zu wissen, dass ich keine Kompromisse eingehen darf, wenn es um meine geistigen und moralischen Werte geht, ohne die Beziehung auszuhöhlen.
Für mich und den anderen da sein.
Zu wissen, dass sexuelle Liebe sich in dem Maße entwickelt, in dem Vertrautheit wächst.
Zu wissen, dass die Beziehung nur ein wichtiger Aspekt meines gesamten Lebens ist.
Verantwortung für mein eigenes Leben annehmen und dem anderen die Verantwortung für sein Leben überlassen.
Mir ehrlich eingestehen, wer der andere ist, und welche wichtigen Werte, Hoffnungen und Befürchtungen nicht geteilt werden.
Klar und ohne Beurteilung mich und den anderen sehen.
Fähig sein „Welten“ zu teilen, ohne die eigene aufzugeben.
Gegenwärtig sein.
Risiken eingehen und in Gegenwart anderer verletzlich sein.
Gefühle so mitteilen, wie ich sie empfinde.
Grenzen haben und achten.
Wissen, dass Leiden nicht Lieben ist – Schmerz ist Teil des Lebens; Leiden ist eine Wahl.
Meinen eigenen Prozess leben und den Prozess anderer achten, was auch immer es ist.
Information geben, ohne zu versuchen zu kontrollieren, was der andere damit tut.
Zu wissen, dass Liebe nicht geschaffen oder manipuliert werden kann. Liebe ist ein Geschenk.
Zu wissen, dass Wertschätzung, Achtsamkeit und Fürsorge für eine liebevolle Beziehung sorgen.

Wie sehen Ihre Ergebnisse heute aus?
Wie viele dieser Fähigkeiten haben eine – 1 – erhalten?

Denken Sie an eine Situation, in der eine Fähigkeit der „Einser-Kategorie“ zum Zuge kam. Wie haben Sie sich in dieser Situation gefühlt? Wie ging es Ihnen im Nachhinein?

Können Sie ein Muster Ihrer Stärken und Schwächen erkennen? Was wäre nötig, um die Fähigkeiten, denen Sie die Zahl – 3 – zugeordnet haben, auf Platz  – 1 – hin zu bewegen? Was sind Sie bereit, dafür zu tun?

Wenn Sie sich gut auf dem Weg befinden, wissen Sie, dass Sie Ausdauer, Beständigkeit und Entschlossenheit brauchen, um die tief verwurzelten Strukturen der Co-Abhängigkeit und Beziehungssucht zu überwinden.

Wenn Sie gerade Ihre ersten Schritte unternehmen, seien Sie sich bewusst, dass diese Beziehungsstrukturen wie eine Sucht oder zähes Unkraut sind. Sobald sie den Blick abwenden, überwuchern sie Sie.

Die gute Nachricht ist. Es geht nicht nur Ihnen so.

 

Marita Schroeder – The Future Force

 

Eifersucht, wie damit umgehen?

Wie entsteht Eifersucht?

Oberflächlich betrachtet erscheint uns Eifersucht als ein Gefühl, das äußere Ereignisse und andere Menschen in uns auslösen können. „Weil der andere das oder jenes tut, müssen wir mit Eifersucht reagieren …. “ Tatsächlich ist es jedoch so, dass wir unsere Eifersucht selbst auslösen. Hinter der Eifersucht verbergen sich große Selbstzweifel, Besitzdenken, die Einstellung, unbedingt die Liebe und Aufmerksamkeit des Partners zu brauchen. Betroffene sind sich ihrer nicht sicher und leben in der beständigen Angst, nicht gut genug zu sein bzw. etwas nicht zu bekommen, was für sie wichtig ist. Alles und jedes sehen sie übertrieben negativ. Sie haben lebhafte Phantasien, in denen sie sich das Schlimmste immer wieder ausmalen. Kommt der Partner zu spät, dann folgern sie daraus, dass er fremd gegangen ist. Geht die Partnerin mit einer Freundin essen, dann ist das der Beweis, dass sie ihn nicht mehr liebt. Das Tragische daran ist, dass die Betroffenen nicht mehr bereit sind, ihre Schlussfolgerungen in Frage zu stellen. Ihre Eifersucht ist schließlich Beweis genug, dass ihre Vermutungen stimmen. In Wirklichkeit sind ihre Eifersuchtsgefühle jedoch meist nur das Ergebnis ihrer Vermutungen. Wenn sie daran glauben, dass der Partner etwas mit seinem Chef hat, dann fühlen sie sich automatisch eifersüchtig. Die Folge sind Zwangsverhöre, Vorwürfe, Schnüffeleien in der persönlichen Post und im Geldbeutel des Partners. Ja, manchmal gehen Betroffene sogar so weit, die Wäsche zu kontrollieren, dem Partner hinterher zufahren oder mit Telefonanrufen zu bombardieren. Der Partner hat keine Chance, sie von seiner Unschuld zu überzeugen. Betroffene geraten also in einen Kreislauf, aus dem sie häufig alleine nicht mehr herauskommen.

Warum reagieren manche Menschen eifersüchtiger als andere?

Menschen, die an sich selbst glauben, sich ihrer Stärken und Schwächen bewusst sind und sich annehmen, sind weniger empfänglich für Eifersucht. Sie haben in ihrer Kindheit gelernt, sich von der Meinung anderer weniger abhängig zu machen und ihren Wert nicht danach zu bemessen, wie beliebt sie bei anderen sind. Sie haben gelernt, selbst für ihre Zufriedenheit zu sorgen. Stark eifersüchtige Menschen hingegen brauchen die Bestätigung durch andere und wissen mit sich selbst wenig anzufangen.

Ist Eifersucht generell schädlich?

Nein, Eifersuchtsgefühle können für uns auch ein Ansporn sein. Wir bemerken beispielsweise, wie wichtig der Partner für uns ist, und bemühen uns wieder mehr um ihn. Wir investieren mehr Energie an unserem Arbeitsplatz, wenn die Kollegin befördert wird. Schädlich werden Eifersuchtsgefühle dann, wenn sie andauern, uns in Depressionen stürzen oder in permanente Anspannung versetzen. Wir sehen uns dann als Opfer anderer und übersehen die Fähigkeiten und Möglichkeiten, die wir selbst besitzen.

Gehören Liebe und Eifersucht nicht zusammen?

Hier gehen die Meinungen sehr weit auseinander. Wir sind der Meinung, dass sich Liebe und Eifersucht ausschließen. Eifersucht hat immer etwas damit zu tun, dass wir den anderen Menschen nach unseren Vorstellungen formen wollen. Er muss sich so verhalten, wie wir es uns wünschen, weil wir uns sonst schlecht fühlen … Liebe bedeutet im Gegensatz dazu, dass uns der Partner wichtig ist und wir wollen, daß es ihm gut geht. Während Eifersucht ein negatives Gefühl ist, ist Liebe ein positives Gefühl.

Gibt es nicht auch begründete Eifersucht?

Eifersucht ist für Betroffene immer begründet. Jeder, der Eifersucht verspürt, sieht einen Auslöser, eine Ursache für seine Eifersucht. Die Frage, die er sich stellen sollte, lautet deshalb: „Möchte ich meine Eifersucht behalten oder sie ablegen, da ich erkenne, dass sie mir und meinem Partner keinen guten Dienst erweist?“
Beispielsweise halten viele Menschen ihre Eifersucht dann für begründet, wenn der Partner fremd gegangen ist. Die Eifersucht führt manchmal so weit, dass der Partner permanent Vorwürfe bekommt, bespitzelt wird und über all seine Schritte Rechenschaft ablegen muss. Für eine befristete Zeit ist dies sicher eine ganz normale Reaktion. Doch irgendwann ist es für die Partnerschaft und den eigenen inneren Frieden notwendig, los zulassen, zu verzeihen und wieder Vertrauen zum Partner aufzubauen.

Was kann der Eifersüchtige tun, um seine Eifersucht abzubauen?

Machen Sie sich deutlich, dass Sie selbst, und nicht Ihr Partner, sich eifersüchtig machen. Sie bewerten sein Verhalten als Ablehnung und als Beweis, nicht gut genug zu sein. Sie erwarten, dass er sich mehr um Sie kümmert.

Stärken Sie Ihr Selbstbewusstsein. Ein gesundes Selbstvertrauen ist die wirksamste Waffe gegen Eifersucht. Wenn Sie glauben, liebenswert zu sein und dem Partner genug bieten zu können, dann brauchen Sie nicht hinter allem Feinde zu vermuten. Beginnen Sie am besten gleich damit, sich eine Liste Ihrer Stärken und Qualitäten zu erstellen und sie regelmäßig durchzulesen.

Entwickeln Sie eigene Interessen und bauen Sie sich einen eigenen Freundeskreis auf. Beides hilft Ihnen dabei, sich nicht zu abhängig vom Partner zu machen.

Prüfen Sie Ihre inneren Katastrophenphantasien immer einmal wieder, inwieweit sie den Tatsachen entsprechen. Nicht hinter jedem Freund muss man einen Rivalen vermuten, nicht hinter jeder Frau die zukünftige Geliebte.

 

Marita Schroeder – The Future Force

 

Venus vs Mars

Kommen nun Frauen von der Venus und die Männer vom Mars? Gar zu sternenhaft groß werden die Unterschiede schon nicht sein. Und doch hat es etwas, wenn Männer und Frauen verschieden sein dürfen. Vor vielen Jahren, zurzeit C.G. Jungs, galt der Mann als normal und die Frau als „hysterisch“. Inzwischen ist es fast schon anders herum. Die Frau gilt als normal, während die Männer als „gefühllos“ abschneiden. So kann man unendlich darüber streiten, was normal oder richtig ist. Männer und Frauen sind verschieden und dürfen es sein. Die Unterschiedlichkeit der Geschlechter ist für beide eine entlastende Perspektive. Sie nimmt den Druck weg. Nicht selten kommt es zu Konflikten oder zu Streit, nicht weil wir uns nicht mehr mögen oder so boshaft wären. Allzu oft sind es einfach Missverständnisse, weil Männer und Frauen eben verschieden sind und dann fällt schon mal der Satz: „Du verstehst mich einfach nicht!“ oder „Mit dir kann man gar nicht reden.“ Es ist das alte Spiel: Niemand hat recht, niemand ist schuld, beide meinen es doch nur gut und trotzdem kracht es im Karton. Männer und Frauen leben verschiedene Lebensformen, mal rationell, mal emotional, ordnen Dingen verschiedene Bedeutungen zu, nehmen dasselbe verschieden wahr oder reagieren unterschiedlich darauf. Ein Streit muss nicht mit mangelnder Liebe zu tun haben, oft ist es bloß die Unterschiedlichkeit.

Im Grunde ist ihre Unterschiedlichkeit genau die Ursache dafür, dass sie sich für einander interessieren und zu einander hingezogen fühlen. Sie sind das genaue Gegenteil, wie der positive und der negative Pol in der Elektrizität. Sie werden zueinander hingezogen. Aber weil sie so unterschiedlich sind, ist die Kommunikation oft sehr schwierig. Der Mann spricht vom Kopf und die Frau vom Herzen. Das sind zwei so unterschiedliche Sprachen wie chinesisch und deutsch. 

Fazit: Die Geschlechter können sich immer nur teilweise verstehen. Ein Mann wird eine Frau nie ganz verstehen und eine Frau wird einen Mann nie ganz verstehen. Lassen wir uns diese Seiten in gegenseitiger Achtung voreinander, aber ohne, dass man sich gegenseitig abwertet. Wichtig bei all dem ist Logik und ein hohes Maß an Einfühlvermögen: „Ich verstehe dich und ich verstehe auch, wie es dir damit geht.“

„Männer sind imstande, stundenlang
über ein Thema zu reden.
– Frauen brauchen dazu gar kein Thema.

 

 Marita Schroeder – The Future Force