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Das Eins-sein und das Ego

Wie man das Ego mit der Erkenntnis des Eins-sein überwindet.

Das Eins-sein ist komplettes Leben, ungeteilt und unteilbar, immer gegenwärtig.
Alles Leben, obwohl aus vielen Gestalten und Formen bestehend, ist eins.
Wir sind alle EINS. Wir leben alle im Kollektiv.
Das Ego ist die Illusion der Trennung, das uns glauben macht, dass es eine Unterscheidung zwischen Innen und Außen, zwischen uns und anderen gibt. Das Ego ist ein System von Gewohnheiten, Ängsten, Urteilen und Vorurteilen, die wir Persönlichkeit oder Charakter nennen. Es hält die Fähigkeit unserer wahren Natur gefangen. Sobald uns im Hinblick auf unser Leben bewusst wird, dass wir alle eins sind, erkennen wir, dass es keine Trennung zwischen uns und der Welt gibt. Wir erkennen, dass die Menschen, die wir in unserem Leben getroffen haben, lediglich unsere eigenen Projektionen sind, so wie wir ihre, und dass, mehr oder weniger stark, jeder jeweils einen Teil und uns reflektiert: unser Licht und unseren Schatten.
Wenn Du jemals beurteilst, beurteilst Du dich selbst. Wenn Du jemand hasst, hasst Du dich selbst. Wenn Du jemand liebst, liebst Du dich selbst. (Dies ist der wichtigste aller Schlüssel des Eins-sein).
Unsere Gedanken, unsere Gefühle sind starke und untrügliche Energiefelder, die komplementäre Energien anziehen. Auf diese Weise erschaffen wir jeden Moment in unserem Leben mit. Andere Menschen, in der Rolle unseres Spiegels, sind weder gut noch schlecht, weder richtig noch falsch, sie sind jenseits aller Urteile und reflektieren einfach, was wir auf sie projizieren.
Auch der Schmerz, der von unseren Spiegeln verursacht wird, ist als ein Geschenk mit Dankbarkeit zu akzeptieren, als ein Geschenk der Liebe, das uns die Möglichkeit gibt, unsere emotionalen Wunden zu beobachten, zu erfahren und zu transzendieren. Wenn wir lernen, andere als unsere Spiegel zu beobachten und zu verstehen, wer wir sind, dann werden wir uns unserer Narben und der einschränkenden Glaubenssätzen sehr bewusst, mit denen wir unser Leben gestalten.
Wenn z.B. unsere Narben vom Problem des „Verlassenswerden“ stammen, dann erschaffen wir mit unserer begrenzten Überzeugung den Glaubenssatz, „alle, die mich lieben, werden mich früher oder später verlassen“. Dann werden wir auch weiterhin Menschen und Situationen an uns ziehen, die uns „Verlassenwerden“ erleben lassen. So lange, bis wir keine Angst mehr davon haben.

Verwende die Reflexionen von dem, was Du siehst, um dich selbst zu beobachten und zu erkennen. Wir sind alles Eins und andere sind einfach Reflexionen von uns selbst. Wenn der Spiegel geklärt ist, wird auch die Reflexion rein.

Beurteilung: Wie man die Matrix des Ego überwindet.
Wenn wir uns selbst als unteilbaren Teil des Eins-sein erkennen, erleben wir Freude. Wenn wir uns jedoch, mit dem Ego identifiziert, selbst vom Eins-sein trennen, erleben wir Dualität und Leid. Sobald man das Ego überwindet, entfernt man die Ursache, Gefühle von Schmerz, Angst, Scham oder Schuldgefühle (die unbegrenzten Ego Symptome) sind Folgen einer einzigen Matrix: der Illusion der Dualität, die immer Beurteilung beinhaltet. Unsere Gedanken erzeugen Beurteilung und Dualität: Jeder Begriff wird von unserem Denken nur verstanden, wenn er mit dem Gegenteil verglichen wird. Die Bedeutung von „Gesundheit“ z.B. , kann nur verstanden werden, wenn sie mit „Krankheit“ verglichen wird.
Im Eins-sein ist alles einfach. Licht ist nicht das Gegenteil von Dunkelheit: „Licht IST“. Liebe ist nicht das Gegenteil von Hass: „Liebe IST“. Das Leben ist nicht das Gegenteil von Tod: Das „Leben IST“. Einheit ist nicht das Gegenteil der Dualität: „Einheit IST“.
Wir können Eins-sein nur erleben und durch unser Verhalten veranschaulichen. Wenn wir uns selbst und andere beurteilen, vergessen wir, dass wir ein Teil des unteilbaren Eins-seins sind und wegen dieser Illusion der Trennung leiden wir kontinuierlich. Ohne Beurteilung stirbt das Ego und es nimmt die ganze Last des Leidens, die auf unserem Leben lastet, mit sich. Wir beginnen uns selbst und andere bedingungslos zu lieben.

Das Ego basiert auf Urteilen. Beende jede Form von Urteilen und Du wirst frei vom Ego werden: Im Eins-sein gibt es kein Urteil, nur bedingungslose Liebe.

Schuldgefühle: Wie man selbstzerstörerische Gefühle stoppt.
Wir sind für alles, was in unserem Leben geschieht, verantwortlich: Verantwortlich, aber nicht schuldig. Das Gefühl der Schuld ist eines der mächtigsten Fallen, die das Ego verwendet, um uns an Altes, an Angst und an Leiden zu fesseln. Schuldgefühle entstehen, wenn wir uns selbst und andere beurteilen: Sie sind die direkte und unvermeidliche Folge von „(be)urteilen“. Wir sind die unerbittlichen Richter von uns selbst, wir beurteilen dauernd und darüber hinaus beziehen wir die Meinungen anderer auf uns, von denen wir annehmen, dass diese sie haben. Urteile bringen immer ein Gefühl der Schuld mit sich. Das Gefühl der Schuld ist das stärkste Hindernis für die Erfüllung von uns selbst: Wir werden unsere eigenen schlimmsten Feinde. Unsere Versuche, Erfüllung zu erlangen, schlagen durch unsere eigenen destruktiven Gefühle von Schuld fehl und deshalb fühlen wir uns nicht würdig oder nicht geeignet. Sogar wenn wir Liebe und Aufmerksamkeit erhalten, fühlen wir uns schuldig und unangenehm, weil wir glauben, wir seien derer nicht würdig. Wenn wir uns erlauben, wir selbst zu sein, fühlen wir uns schuldig, weil wir auf diese Weise diejenigen (Eltern, Kinder, Partner, Freunde…) enttäuschen, die möchten, dass wir anders sind, da jeder seine eigenen Erwartungen auf uns projiziert. Aber ohne (Be)urteilung können Schuld und Sünde nicht existieren. So verschwindet das Ego und alles kehrt zurück, um zum Eins-sein zu gehören. Und wir haben endlich den Mut, wir selbst zu sein, erfüllt und glücklich.

Es braucht mehr Mut, man selbst zu sein, als in dem Gefängnis des ICHs mit Schuldgefühlen zu leben. Es braucht viel mehr Mut, glücklich zu sein, als unglücklich.

Projektionen: Jeder von uns erlebt durch Beziehungen die höchsten Freuden, aber auch die tiefsten Leiden: Untreue, Verlassenwerden, Verbitterung, Wut, enttäuschte Erwartungen, Gefühle des Scheiterns… Sobald wir in Beziehungen leiden, handelt es sich nicht um wahre Liebe: Wahre Liebe ist bedingungslos. Liebe ist entweder Freude oder Glück, oder sie ist nicht-bedingungslose Liebe.
Verwende z.B. deinen Partner als Spiegel, um dich selbst inniger und tiefer zu sehen, ohne jede Form von (Be)Urteilung. Beginne zu fühlen, dass du dein Partner bist und dass dein Partner du bist. Beginne dich selbst durch sie/ihn zu erkennen und zu akzeptieren. Die Anerkennung der Liebe, die von deinem Partner verweigert wird, ist die Anerkennung der Liebe, die du dir selbst verweigerst. Wir heilen unsere Wunden, bringen uns ins Gleichgewicht, um die heilige Vereinigung unserer inneren weiblichen und männlichen Seiten zu erreichen, wir vereinigen uns selbst in Liebe mit Liebe.

Vergebung: Wie wir uns selbst vom Leiden der Vergebung befreien.
Die Vergangenheit lebt weiter in uns und, obwohl wir versuchen, uns von ihr zu befreien, wiederholt sich das alte Leiden in uns immer wieder und erschafft neuen Schmerz. Nur Vergebung kann uns von der Vergangenheit befreien und die alten Bindungen lösen; nur sie kann unsere Herzen zu einem Paradies der Dankbarkeit öffnen. Aber um dies zu erreichen, müssen wir zuerst unser Gedächtnis von Wut und Verbitterung reinigen. Unser Gedächtnis zu reinigen bedeutet, dass wir vergeben, absolut und aus der Tiefe unseres Herzens, ausgehend von den ältesten Erinnerungen, bis zu den jüngsten Verletzungen. Wir vergeben jenen, die uns verletzt, enttäuscht oder verlassen haben. Anderen zu vergeben bedeutet, uns selbst zu verzeihen. Wir müssen dabei nicht unbedingt mit der anderen Person interagieren, wir können das auf unserer Seelenebene besprechen. Der Akt der Vergebung löst jeden Knoten.

Wenn du anderen vergibst, indem du dir selbst vergibst, wirst du frei von der Vergangenheit. Im Eins-sein geschieht alles aus Liebe.

Wie man den endgültigen Übergang vom Ego zum Eins-sein vollzieht.
Akzeptanz: Die Praxis der bedingungslosen Liebe beginnt mit der vollen Akzeptanz von uns selbst, so wie wir sind: Selbstannahme bedeutet nicht, dass wir aufhören zu versuchen, uns zu verbessern. Es bedeutet viel mehr, dass wir beginnen, uns zu schätzen und bedingungslos zu lieben. Das vollkommene akzeptieren von uns selbst im gegenwärtigen Moment, ohne zu urteilen, Dinge, die passieren, geschehen lassen, wie sie geschehen, das ist der letzte Akt, der uns vom Ego befreit: Es ist die bedingungslose Kapitulation des Ego vor dem „Höheren Selbst“. Wenn wir unsere göttliche Natur erkennen und beschließen, sie zu manifestieren, identifizieren wir uns nicht mehr mit dem Ego und vertrauen auf unser „Höheres Selbst“, der universalen Seele, die die Ursache und der Zweck unseres Lebens ist.
Das „Höhere Selbst“ ist die Brücke, die Gegensätze vereint, die uns mit dem Eins-sein und mit der bedingungslosen Liebe verbindet, jenseits aller Trennung. Urteile, Anhängsel aus unserer Vergangenheit, Angst vor Verlust, Angst vor Veränderung verleiten uns zu versuchen, unser Leben zu kontrollieren und in Formen zu kristallisieren, die früher oder später Leiden verursachen. Das Ego kann nicht in der Gegenwart, im Hier und Jetzt leben, weil es ständig Projektionen und Phantasien erzeugt, die Illusionen vorgaukeln, den Fluss des Lebens zu steuern. Was übrigens auch die Angst tut. Angst ist nur eine Illusion.
An dieser Stelle möchte ich auf meine vielen Artikel hinweisen, sich von Ängsten zu befreien, die ich bereits geschrieben habe, denn beim Eins-sein, müssen Ängste erkannt und gelöst worden sein. Angst zu erleben und zu überwinden öffnet unsere Herzen für Mitgefühl: jede Angst und jeder Schmerz wird, einmal in Bewusstsein und in Liebe verwandelt, eine kostbare Blume, die wir mit anderen in Einigkeit teilen.

Wahre Akzeptanz hat nichts mit Passivität zu tun. Wahre Akzeptanz bedeutet, dass wir aufhören, durch das Ego zu re-agieren und andere und uns selbst zu verletzen. Wir beginnen mit Mitgefühl und der Kraft der Liebe zu agieren. Wenn wir beginnen, die Dinge zu akzeptieren, wie sie sind, ohne sie zu werten, erkennen wir, dass alles, was geschieht, göttliche Projektion und dass das Leben immer ein Segen ist.
Ja! Wir müssen einfach ein bedingungsloses JA zum Leben sagen und allem, was folgt.

Nur wenn der Verstand schweigt, gibt das Ego auf. Dann können endlich unsere Herzen ihre Stimme erheben und mit unserem wahren Selbst und mit all der Weisheit des Universums, die immer in uns war, verbunden sein.

„Wenn der Verstand still ist, kannst du auf
dein Herz hören und dich erinnern, dass alles
Liebe ist und dass DU diese Liebe bist.“

 

– Marita Schroeder – The Future Force

© 2017 text by Marita Schroeder

Das Licht verrichtet sein Werk

Irgendwann kommt der Zeitpunkt, wo man sagen muss… JETZT bin ICH mal dran!

Es gibt so viele Gründe alles beim Alten zu lassen und nur einen einzigen,
doch endlich etwas zu verändern: Du hältst es einfach nicht mehr aus.
Du entscheidest dich dafür, welches der richtige Weg für dich ist, und dann folgst du ihm aus ganzem Herzen. Es gibt suchende Menschen die ihren spezifischen Weg in diesem Leben noch nicht gefunden haben. Sie werden einen Pfad nach dem anderen ausprobieren und ihn ein Stück weit gehen, bis sie erkennen, dass es nicht der ihre ist, und einen anderen Weg einschlagen. Sie werden den richtigen finden, wenn sie nur eifrig suchen und ihre Suche nie aufgeben. Wenn du den für dich richtigen Weg gefunden hast, dann geh beständig vorwärts und vergeude keine Zeit damit, dich umzusehen.

Sei mit deinem Verstand total streng.
Erlaube ihm nicht,
deine Herzsprache

anzugreifen.
Der Verstand weiß nichts

von Freiheit, von Erleuchtung,
nichts

übers Hiersein
aber er wird nicht

aufhören, Reden zu schwingen, als
ob 
er Bescheid wüsste.

Ohne deine Erlaubnis geht gar nichts, Du kannst dein Leben ändern. Du
kannst dein Ding durchziehen, nichts kann dich aufhalten. Doch warte nicht, bis deine
Schmerzgrenze erreicht ist. Wisse: Anpassung auf Kosten deines Selbst ist nicht dasselbe wie in Frieden und Harmonie zu leben. Wenn Du dich anpasst, verbiegst Du dich und
unterdrückst, was dir wirklich am Herzen liegt, was dir viel bedeutet. Du veränderst dich, um anderen zu gefallen und um von ihnen geliebt zu werden. Doch sie lieben dich nur so lange du tust, was sie von dir verlangen. Dein Glück ist ihnen völlig egal.

Es geht auch nicht darum, ein anderer zu werden, sondern der zu sein, der Du bist und dabei immer mehr lieben zu lernen. Erträume Dich. Erschaffe Dich. Sei aktiv!
Und ich sage Dir, es gibt Menschen, die werden dich nicht lieben – egal
was Du tust. Doch es gibt Menschen, die nicht aufhören, dich zu lieben – egal, was Du tust.

Mach dich auf
Nehme Spott und Hohn in Kauf
Mach dich auf
Und belüg dich niemals selbst
Lass deinen Gedanken freien Lauf
Und schrei es heraus
Denn wenn du immer alles hinnimmst
Nehmen Dinge ihren Lauf
Denn jeder Stillstand ist ein Rückstand
Mach dich auf

 

Ja – Du hast dich für diese „Reise“ angemeldet. Wir wissen, dass die Rückkehr zum Normalen keine Option ist. Es gibt kein zurück!

                             

 

Die Gebote des Kriegers

  • „Das erste Gebot der Regel des Pirschens besagt, dass alles, was uns umgibt, ein unergründliches Geheimnis ist.“
  • „Das zweite Gebot der Regel des Pirschens besagt, dass wir versuchen müssen, diese Geheimnisse zu enträtseln, doch ohne die Hoffnung, dass es uns je gelingen wird.“
  • „Das dritte Gebot der Regel des Pirschens besagt, dass ein Krieger, der sich der ihm unergründlichen Geheimnisse bewusst ist und sich auch seiner Pflicht bewusst ist, wenigstens zu versuchen, diese zu enträtseln, seinen rechtmäßigen Platz unter diesen Geheimnissen einnimmt und sich selbst als ein solches betrachtet.“

Angst fügt einem nie Schaden zu. Was dem Geist schadet, ist: Immer jemanden hinter sich zu haben, der einen schlägt und sagt, was man tun oder lassen soll.

Entweder machen wir uns das Leben schwer und legen uns einen Haufen Steine in den Weg –oder wir leben bewusst und räumen die Steine auf dem Weg zu unserem Ziel aus dem Weg. Der Arbeitsaufwand ist der gleiche.

Du siehst einen Vogel fliegen, weil du weißt das er fliegt.

Die Welt ist nur »dies-und-das« oder »so-und-so«, weil wir uns sagen, dass sie so sei.

Sich etwas zu versagen ist bei weitem die schlimmste Form des Sichgehenlassens; es zwingt uns zu glauben wir täten große Dinge, während wir in Wirklichkeit auf uns selbst fixiert sind.

Einen Kampf verliert jeder: den Kampf gegen das Alter.

Immer wenn ein Krieger sich entscheidet etwas zu tun, muss er die ganze Strecke gehen, aber er muss Verantwortung für das, was er tut, übernehmen. Egal was er tut, er muss zuerst wissen, warum er es tut, und dann muss er mit seinem Tun weitermachen ohne Zweifel oder Gewissensbisse darüber zu haben.

Nur als ein Krieger kann man dem Pfad des Wissens widerstehen. Ein Krieger kann sich nicht beschweren oder irgendetwas bereuen. Sein Leben ist eine endlose Herausforderung, und Herausforderungen können nicht schlecht oder gut sein. Herausforderungen sind einfach Herausforderungen.

Ein Krieger sieht sich als bereits tot an, deshalb gibt es nichts zu verlieren. Das Schlimmste ist bereits für ihn eingetroffen, deshalb ist er klar und ruhig; wenn man seine Handlungen und Worte in Betracht zieht, würde man niemals vermuten, dass er alles miterlebt hat.

Der Trick ist in dem, worauf wir Wert legen. Entweder machen wir uns selbst miserabel oder wir machen uns stark. Der Aufwand ist derselbe.

Ein Krieger muss lernen jede Handlung zählen zu lassen, da er in dieser Welt nur für eine kurze Weile bleiben wird, zu kurz um alle ihre Wunder zu erleben.

Der Weg eines Kriegers basiert auf Menschlichkeit, Liebe und Aufrichtigkeit; das Herz steht für  Tapferkeit, Weisheit, Liebe und Freundschaft. Schwerpunkt auf die physischen Aspekte der Kriegerschaft zu legen ist zwecklos, denn die Kraft des Körpers ist immer begrenzt.

Die Schlacht von morgen wird während der heutigen Praxis gewonnen.

Es gibt Augenblicke, in denen man handeln muss, und es gibt Augenblicke, in denen man hinnehmen muss. Der Krieger weiß um den Unterschied. Ein Krieger des Lichts schiebt seine Entscheidungen nicht auf. Ein Krieger des Lichts geht den eingeschlagenen Weg bis ans Ende – Paulo Coelho

Self-importance is our greatest enemy. Think about it – what weakens us is feeling offended by the deeds and misdeeds of our fellowmen.
Our self-importance requires that we spend most of our lives offended by someone


„only as a warrior can one withstand the path of knowledge“

– Carlos Castaneda

– Marita Schroeder – The Future Force

© 2015 text by Marita Schroeder

Die Dämonen der Vergangenheit bewältigen.

 

Dämonen


Der Pfad des friedvollen Kriegers

Deine wichtigsten Kämpfe mit der Angst führen nicht in der Außenwelt statt, sondern in deinem eigenen Inneren – in
den Abgründen deiner Psyche, auf dem Kampfplatz des seelischen Überlebens und düsterer Schreckensphantasien, wo die Angst ständig ihre Gestalt wechselt und die verschiedensten Formen an nimmt: Selbstzweifel, Unsicherheit, mangelndes Selbstvertrauen, Schüchternheit, Hemmungen – eine Scheu davor, dich durchzusetzen, dich auszudrücken oder auch nur du selbst zu sein.

Doch deinen Ängsten kannst du am besten durch Handeln mit ganz speziellen Übungen gegenübertreten – Dinge die du tun kannst. Eine einzige mutige Handlung zieht andere nach sich. Solche Augenblicke – solche kleinen Entscheidungen – prägen dein Leben und inspirieren andere  Menschen dazu, dir nachzueifern.

Du kannst Angst nicht unter Kontrolle bringen, indem du dich zwingst dich nicht zu fürchten. Diesen Feind kannst du nur besiegen, indem du ihn zu deinem Diener und Ratgeber machst und ihn niemals  dein Meister werden lässt. Angst kann dir nie deine Macht nehmen; die Gefahr besteht vielmehr, dass du ihr deine Macht kampflos überlässt. Je besser du deine Angst verstehst, um so mehr Macht gewinnst du über sie. Wenn dein Bewusstsein in deine Angst eindringt, trifft es sie mitten ins Mark und beginnt sie von innen her aufzulösen.

Ralph Waldo Emerson hat einmal geschrieben: „Tue, wovor du Angst hast und deine Angst wird sterben.“ Weise Worte aber ich glaube völlig falsch. Die Angst stirbt niemals, vielleicht verschwindet sie nicht einmal. Und wenn sie doch verschwinden sollte, so kann sie jederzeit wieder auferstehen und dir an der nächsten Straßenecke hämisch entgegen grinsen.
Deine Aufgabe besteht darin, nicht auf den Tod deiner Angst zu warten, sondern ihr die Stirn zu bieten, so lange du lebst!

 

“Ich glaube, dass jedes einzelne Ereignis
im Leben
eine Gelegenheit darstellt
Liebe anstatt Angst zu wählen.”

                                                             – Oprah Winfrey

Pionier der Zukunft.

Angst und Schuldgefühl

Hinter Schuldgefühlen verbirgt sich immer Angst.

Schuldgefühle bezeichnen den Ort, an dem du einem Fehler ein Denkmal errichtest und den Weg des Lebens verlassen hast, um an dieser Kultstätte zu verharren. „Schuld“ ist der Super-Klebstoff des Lebens. Schuld zwingt dich, dich von den Menschen zurückzuziehen, die dich lieben, und hält dich dauerhaft von ihnen entfernt.

Ein Grund dafür könnte in deinem Gefühl liegen, in Bezug auf deinen Partner, oder jemand anderen, einen Fehler gemacht zu haben; deshalb fühlst du dich jetzt schuldig. Schuld hält dich vom Weg des Lebens fern, so dass du der Notwendigkeit enthoben bist, voranzugehen und den nächsten Schritt ins Auge zu fassen, zerschneidet die Angst in derselben Weise, in der Vergebungsbereitschaft deine an die Adresse anderer Menschen gerichteten Vorwürfe und auch deine verborgene Schuld.

Beschäftige dich mit der Frage, wie sehr du deine Schuldgefühle und unangenehme Empfindungen benutzt hast, um dich von anderen entfernt zu halten. Spüre der Frage nach, in welcher Weise du deine Schuldgefühle benutzt hast, weil du die Angst vor der Zukunft nicht los werden konntest.
Mach dir klar, wie du bisher gelebt hast und dass du von der Furcht erfüllt bist, die Zukunft werde wie die Vergangenheit sein. Sobald du deine Schuld abwirfst, wird sich zeigen, dass die sich am Horizont abzeichnenden zukünftigen Möglichkeiten vielfältiger als erwartet sind, und du wirst den Ruf hören, dich dorthin auf den Weg zu machen. Sobald du dich von deinen Schuldgefühlen befreit hast, brauchst du keine Angst mehr vor der Zukunft zu haben. Entscheide dich heute, nicht länger der Gefangene eines Fehlers zu sein, den du strafend gegen dich selbst gewendet hast. Bemühe dich ganz bewusst, die darin steckende Lektion zu lernen, und höre auf, dich selbst herabzusetzen oder zu glauben, das Leben drehe sich nur um dich.

Das ist gewiss nicht so. Das Leben hat mit Glück zu tun oder mit der Heilung, die zu Glück führt. Zu glauben, das Leben erschöpfe sich mit dir, wie das für Schuldgefühle in sehr negativer Weise gilt, führt unweigerlich in dein eigenes Unglück. Die Schuld weigert sich, die Lektion zu lernen, stürzt dich stattdessen immer stärker in Selbstbestrafung – und erneuert sich auf diese Weise immer und immer wieder. Schuldgefühle, darüber kann kein Zweifel bestehen, verstärken einen einmal gemachten Fehler.

Was ist noch zu tun?
Versuche dich nicht vor der Verantwortung zu drücken, wenn etwas schief läuft, und anderen die Schuld zu geben. Du bist für dein Leben verantwortlich. Die Entscheidung wie Du mit Misserfolgen umgehst, liegt bei Dir und nicht bei den anderen. Lerne aus Fehlern und richte deinen Blick auf das Ziel, aber suche die Schuld niemals bei anderen Menschen oder äußeren Zuständen.

 

 

Lerne zu stehen – Lerne stark zu sein – Lerne zu siegen

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Das Prinzip der Shaolin

Lerne zu stehen

Bevor du lernen kannst, andere zu besiegen, musst du
erst einmal lernen, gut
zu stehen.

1. Das Prinzip der Gegenwart

Lerne, im Hier und Jetzt zu leben, und werde dir der Vergänglichkeit bewusst

2. Das Prinzip der Achtsamkeit

Lerne, dass aus der Achtsamkeit die Einsicht in andere und in dich selbst kommt

3. Das Prinzip der Entschlossenheit

Lerne, Dinge ganz zu tun oder ganz zu lassen

4. Das Prinzip des Nicht-Besitzen-Wollens

Lerne, dass Begierde dich berechenbar, verletzbar und erpressbar macht

5 Das Prinzip der Gelassenheit

Lerne, dich nie zu einer Handlung hinreißen zu lassen

6. Das Prinzip der Langsamkeit

Lerne, Eile mit Langsamkeit zu besiegen

7. Das Prinzip der Nachahmung

Lerne, dass du durch Nachahmung andere besser einschätzen kannst

8. Das Prinzip der Gelegenheit

Lerne, Gelegenheiten zu schaffen, auf sie zu warten, um sie für dich, aber gegen deine Gegner zu verwenden

9. Das Prinzip des Nachgeben

Lerne, dass Nachgeben Verteidigung und gleichzeitig Angriff ist, den der Gegner gegen sich selbst führt

10. Das Prinzip der Überlegenheit

Lerne, dass wahre Überlegenheit die Kunst ist, kampflos zu siegen

11. Das Prinzip des Sich-Lösen-Können

Lerne, dich von übernommenen Meinungen zu lösen und deine eigenen stets aufs Neue zu prüfen

12. Das Prinzip des Sich-selbst-Erkennens

Lerne, dass alles, was du bist und was du wirst, nur in dir selbst liegt

Lerne, stark zu sein

Ein Mensch, der in allem gut sein will, muss unweigerlich unter so vielen, die nicht gut sind, scheitern. Er muss deshalb lernen, wie man nicht gut ist, und dieses Wissen dann gebrauchen oder nicht gebrauchen, je nachdem es der Anlass gebietet.

Lerne, zu siegen

Ein weiser Mensch erringt einen Sieg und belässt es dabei. Er geht nicht zu Gewalttaten über.

Shaolin Kung Fu: „Die höchste Ebene des Kampfes ist es, nicht zu kämpfen“

 

Wie Ängste dein Leben einschränken können

Wo immer deine Angst auch herkommen mag – wenn du vor ihr davon läufst (so wie viele Menschen emotionalen Auseinandersetzungen aus dem Weg gehen, statt sich dem Problem zu stellen und es zu lösen) erlegst du deinem Leben viele Beschränkungen auf:

Du wirst zu deinem eigenen Gefängniswärter,
du umgibst deine Erlebnisse und Erfahrungen mit
Käfigwänden, um Gefahren dir fernzuhalten;
doch letzten Endes sperrst du dich dadurch
nur selbst ein.
Vielleicht scheust du dich auch davor, etwas Neues  auszuprobieren, weil
du dich nicht inkompetent fühlen oder lächerlich machen willst.
Vielleicht bemühst du dich niemals hundertprozentig um
irgendetwas, damit du dich hinterher mit dem Gedanken trösten kannst:
„Wenn ich mir wirklich Mühe gegeben hätte, dann hätte ich es auch geschafft“.

Es kann sein, dass du Situationen zu vermeiden versuchst, über die du keine Kontrolle hast, weil es dir Angst einjagt, nicht alles unter Kontrolle zu haben.
Vielleicht hinderst du dich unbewusst selbst am Erfolg, weil du fürchtest, dass er dir nicht die ersehnte Erfüllung bringen könnte – oder, dass du hinterher nichts mehr zu tun hast.
Womöglich sagst du anderen Menschen nicht offen deine Meinung, weil du fürchtest, dass sie dann ähnlich reagieren könnten, was dir unangenehm wäre.
Vielleicht sagst oder signalisiert du deinen Mitmenschen und dir selbst auch: „Ich kann das nicht, weil ich an einer unüberwindlichen Angst leide“. Das dient dir dann als Erklärung und bequeme Ausrede zugleich.

Angst ist die Energie, die zusammenzieht, versperrt, einschränkt, weg rennt, sich versteckt, hortet, Schaden zufügt.

Liebe ist die Energie, die sich ausdehnt, sich öffnet, aussendet, bleibt, enthüllt, teilt, heilt.

 

Sieh deinen Ängsten ins Auge!

Angst ist ein wunderbarer Diener, aber ein furchterregender Meister.

Genau wie der Schmerz kann sie dich warnen und dir gute Ratschläge

mit auf den Weg geben, aber sie kann dein Leben auch überschatten

oder einschränken. Die Angst verbirgt sich hinter den verschiedensten Masken

– sie sagt z.B: „Eigentlich interessiert mich das gar nicht“

oder.. „Warum soll ich mir die Mühe machen“? oder..

“Das kann ich nicht“

Du wirst Tag für Tag mit deinen Ängsten konfrontiert

– der Angst zu versagen, zurück gewiesen zu werden oder auch nur du selbst zu sein.

Aber deine Ängste sind keine Mauern, sondern nur Hürden.

Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern seine Ängste zu besiegen.

(aus Dan Millman)