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Das Eins-sein und das Ego

Wie man das Ego mit der Erkenntnis des Eins-sein überwindet.

Das Eins-sein ist komplettes Leben, ungeteilt und unteilbar, immer gegenwärtig.
Alles Leben, obwohl aus vielen Gestalten und Formen bestehend, ist eins.
Wir sind alle EINS. Wir leben alle im Kollektiv.
Das Ego ist die Illusion der Trennung, das uns glauben macht, dass es eine Unterscheidung zwischen Innen und Außen, zwischen uns und anderen gibt. Das Ego ist ein System von Gewohnheiten, Ängsten, Urteilen und Vorurteilen, die wir Persönlichkeit oder Charakter nennen. Es hält die Fähigkeit unserer wahren Natur gefangen. Sobald uns im Hinblick auf unser Leben bewusst wird, dass wir alle eins sind, erkennen wir, dass es keine Trennung zwischen uns und der Welt gibt. Wir erkennen, dass die Menschen, die wir in unserem Leben getroffen haben, lediglich unsere eigenen Projektionen sind, so wie wir ihre, und dass, mehr oder weniger stark, jeder jeweils einen Teil und uns reflektiert: unser Licht und unseren Schatten.
Wenn Du jemals beurteilst, beurteilst Du dich selbst. Wenn Du jemand hasst, hasst Du dich selbst. Wenn Du jemand liebst, liebst Du dich selbst. (Dies ist der wichtigste aller Schlüssel des Eins-sein).
Unsere Gedanken, unsere Gefühle sind starke und untrügliche Energiefelder, die komplementäre Energien anziehen. Auf diese Weise erschaffen wir jeden Moment in unserem Leben mit. Andere Menschen, in der Rolle unseres Spiegels, sind weder gut noch schlecht, weder richtig noch falsch, sie sind jenseits aller Urteile und reflektieren einfach, was wir auf sie projizieren.
Auch der Schmerz, der von unseren Spiegeln verursacht wird, ist als ein Geschenk mit Dankbarkeit zu akzeptieren, als ein Geschenk der Liebe, das uns die Möglichkeit gibt, unsere emotionalen Wunden zu beobachten, zu erfahren und zu transzendieren. Wenn wir lernen, andere als unsere Spiegel zu beobachten und zu verstehen, wer wir sind, dann werden wir uns unserer Narben und der einschränkenden Glaubenssätzen sehr bewusst, mit denen wir unser Leben gestalten.
Wenn z.B. unsere Narben vom Problem des „Verlassenswerden“ stammen, dann erschaffen wir mit unserer begrenzten Überzeugung den Glaubenssatz, „alle, die mich lieben, werden mich früher oder später verlassen“. Dann werden wir auch weiterhin Menschen und Situationen an uns ziehen, die uns „Verlassenwerden“ erleben lassen. So lange, bis wir keine Angst mehr davon haben.

Verwende die Reflexionen von dem, was Du siehst, um dich selbst zu beobachten und zu erkennen. Wir sind alles Eins und andere sind einfach Reflexionen von uns selbst. Wenn der Spiegel geklärt ist, wird auch die Reflexion rein.

Beurteilung: Wie man die Matrix des Ego überwindet.
Wenn wir uns selbst als unteilbaren Teil des Eins-sein erkennen, erleben wir Freude. Wenn wir uns jedoch, mit dem Ego identifiziert, selbst vom Eins-sein trennen, erleben wir Dualität und Leid. Sobald man das Ego überwindet, entfernt man die Ursache, Gefühle von Schmerz, Angst, Scham oder Schuldgefühle (die unbegrenzten Ego Symptome) sind Folgen einer einzigen Matrix: der Illusion der Dualität, die immer Beurteilung beinhaltet. Unsere Gedanken erzeugen Beurteilung und Dualität: Jeder Begriff wird von unserem Denken nur verstanden, wenn er mit dem Gegenteil verglichen wird. Die Bedeutung von „Gesundheit“ z.B. , kann nur verstanden werden, wenn sie mit „Krankheit“ verglichen wird.
Im Eins-sein ist alles einfach. Licht ist nicht das Gegenteil von Dunkelheit: „Licht IST“. Liebe ist nicht das Gegenteil von Hass: „Liebe IST“. Das Leben ist nicht das Gegenteil von Tod: Das „Leben IST“. Einheit ist nicht das Gegenteil der Dualität: „Einheit IST“.
Wir können Eins-sein nur erleben und durch unser Verhalten veranschaulichen. Wenn wir uns selbst und andere beurteilen, vergessen wir, dass wir ein Teil des unteilbaren Eins-seins sind und wegen dieser Illusion der Trennung leiden wir kontinuierlich. Ohne Beurteilung stirbt das Ego und es nimmt die ganze Last des Leidens, die auf unserem Leben lastet, mit sich. Wir beginnen uns selbst und andere bedingungslos zu lieben.

Das Ego basiert auf Urteilen. Beende jede Form von Urteilen und Du wirst frei vom Ego werden: Im Eins-sein gibt es kein Urteil, nur bedingungslose Liebe.

Schuldgefühle: Wie man selbstzerstörerische Gefühle stoppt.
Wir sind für alles, was in unserem Leben geschieht, verantwortlich: Verantwortlich, aber nicht schuldig. Das Gefühl der Schuld ist eines der mächtigsten Fallen, die das Ego verwendet, um uns an Altes, an Angst und an Leiden zu fesseln. Schuldgefühle entstehen, wenn wir uns selbst und andere beurteilen: Sie sind die direkte und unvermeidliche Folge von „(be)urteilen“. Wir sind die unerbittlichen Richter von uns selbst, wir beurteilen dauernd und darüber hinaus beziehen wir die Meinungen anderer auf uns, von denen wir annehmen, dass diese sie haben. Urteile bringen immer ein Gefühl der Schuld mit sich. Das Gefühl der Schuld ist das stärkste Hindernis für die Erfüllung von uns selbst: Wir werden unsere eigenen schlimmsten Feinde. Unsere Versuche, Erfüllung zu erlangen, schlagen durch unsere eigenen destruktiven Gefühle von Schuld fehl und deshalb fühlen wir uns nicht würdig oder nicht geeignet. Sogar wenn wir Liebe und Aufmerksamkeit erhalten, fühlen wir uns schuldig und unangenehm, weil wir glauben, wir seien derer nicht würdig. Wenn wir uns erlauben, wir selbst zu sein, fühlen wir uns schuldig, weil wir auf diese Weise diejenigen (Eltern, Kinder, Partner, Freunde…) enttäuschen, die möchten, dass wir anders sind, da jeder seine eigenen Erwartungen auf uns projiziert. Aber ohne (Be)urteilung können Schuld und Sünde nicht existieren. So verschwindet das Ego und alles kehrt zurück, um zum Eins-sein zu gehören. Und wir haben endlich den Mut, wir selbst zu sein, erfüllt und glücklich.

Es braucht mehr Mut, man selbst zu sein, als in dem Gefängnis des ICHs mit Schuldgefühlen zu leben. Es braucht viel mehr Mut, glücklich zu sein, als unglücklich.

Projektionen: Jeder von uns erlebt durch Beziehungen die höchsten Freuden, aber auch die tiefsten Leiden: Untreue, Verlassenwerden, Verbitterung, Wut, enttäuschte Erwartungen, Gefühle des Scheiterns… Sobald wir in Beziehungen leiden, handelt es sich nicht um wahre Liebe: Wahre Liebe ist bedingungslos. Liebe ist entweder Freude oder Glück, oder sie ist nicht-bedingungslose Liebe.
Verwende z.B. deinen Partner als Spiegel, um dich selbst inniger und tiefer zu sehen, ohne jede Form von (Be)Urteilung. Beginne zu fühlen, dass du dein Partner bist und dass dein Partner du bist. Beginne dich selbst durch sie/ihn zu erkennen und zu akzeptieren. Die Anerkennung der Liebe, die von deinem Partner verweigert wird, ist die Anerkennung der Liebe, die du dir selbst verweigerst. Wir heilen unsere Wunden, bringen uns ins Gleichgewicht, um die heilige Vereinigung unserer inneren weiblichen und männlichen Seiten zu erreichen, wir vereinigen uns selbst in Liebe mit Liebe.

Vergebung: Wie wir uns selbst vom Leiden der Vergebung befreien.
Die Vergangenheit lebt weiter in uns und, obwohl wir versuchen, uns von ihr zu befreien, wiederholt sich das alte Leiden in uns immer wieder und erschafft neuen Schmerz. Nur Vergebung kann uns von der Vergangenheit befreien und die alten Bindungen lösen; nur sie kann unsere Herzen zu einem Paradies der Dankbarkeit öffnen. Aber um dies zu erreichen, müssen wir zuerst unser Gedächtnis von Wut und Verbitterung reinigen. Unser Gedächtnis zu reinigen bedeutet, dass wir vergeben, absolut und aus der Tiefe unseres Herzens, ausgehend von den ältesten Erinnerungen, bis zu den jüngsten Verletzungen. Wir vergeben jenen, die uns verletzt, enttäuscht oder verlassen haben. Anderen zu vergeben bedeutet, uns selbst zu verzeihen. Wir müssen dabei nicht unbedingt mit der anderen Person interagieren, wir können das auf unserer Seelenebene besprechen. Der Akt der Vergebung löst jeden Knoten.

Wenn du anderen vergibst, indem du dir selbst vergibst, wirst du frei von der Vergangenheit. Im Eins-sein geschieht alles aus Liebe.

Wie man den endgültigen Übergang vom Ego zum Eins-sein vollzieht.
Akzeptanz: Die Praxis der bedingungslosen Liebe beginnt mit der vollen Akzeptanz von uns selbst, so wie wir sind: Selbstannahme bedeutet nicht, dass wir aufhören zu versuchen, uns zu verbessern. Es bedeutet viel mehr, dass wir beginnen, uns zu schätzen und bedingungslos zu lieben. Das vollkommene akzeptieren von uns selbst im gegenwärtigen Moment, ohne zu urteilen, Dinge, die passieren, geschehen lassen, wie sie geschehen, das ist der letzte Akt, der uns vom Ego befreit: Es ist die bedingungslose Kapitulation des Ego vor dem „Höheren Selbst“. Wenn wir unsere göttliche Natur erkennen und beschließen, sie zu manifestieren, identifizieren wir uns nicht mehr mit dem Ego und vertrauen auf unser „Höheres Selbst“, der universalen Seele, die die Ursache und der Zweck unseres Lebens ist.
Das „Höhere Selbst“ ist die Brücke, die Gegensätze vereint, die uns mit dem Eins-sein und mit der bedingungslosen Liebe verbindet, jenseits aller Trennung. Urteile, Anhängsel aus unserer Vergangenheit, Angst vor Verlust, Angst vor Veränderung verleiten uns zu versuchen, unser Leben zu kontrollieren und in Formen zu kristallisieren, die früher oder später Leiden verursachen. Das Ego kann nicht in der Gegenwart, im Hier und Jetzt leben, weil es ständig Projektionen und Phantasien erzeugt, die Illusionen vorgaukeln, den Fluss des Lebens zu steuern. Was übrigens auch die Angst tut. Angst ist nur eine Illusion.
An dieser Stelle möchte ich auf meine vielen Artikel hinweisen, sich von Ängsten zu befreien, die ich bereits geschrieben habe, denn beim Eins-sein, müssen Ängste erkannt und gelöst worden sein. Angst zu erleben und zu überwinden öffnet unsere Herzen für Mitgefühl: jede Angst und jeder Schmerz wird, einmal in Bewusstsein und in Liebe verwandelt, eine kostbare Blume, die wir mit anderen in Einigkeit teilen.

Wahre Akzeptanz hat nichts mit Passivität zu tun. Wahre Akzeptanz bedeutet, dass wir aufhören, durch das Ego zu re-agieren und andere und uns selbst zu verletzen. Wir beginnen mit Mitgefühl und der Kraft der Liebe zu agieren. Wenn wir beginnen, die Dinge zu akzeptieren, wie sie sind, ohne sie zu werten, erkennen wir, dass alles, was geschieht, göttliche Projektion und dass das Leben immer ein Segen ist.
Ja! Wir müssen einfach ein bedingungsloses JA zum Leben sagen und allem, was folgt.

Nur wenn der Verstand schweigt, gibt das Ego auf. Dann können endlich unsere Herzen ihre Stimme erheben und mit unserem wahren Selbst und mit all der Weisheit des Universums, die immer in uns war, verbunden sein.

„Wenn der Verstand still ist, kannst du auf
dein Herz hören und dich erinnern, dass alles
Liebe ist und dass DU diese Liebe bist.“

 

– Marita Schroeder – The Future Force

© 2017 text by Marita Schroeder

Die ultimative Kraft der Liebe

Wahre Liebe ist nicht etwas, was gerade passiert – es ist etwas, das wächst.

Wahre Liebe ist etwas, das wächst, wenn man bereit ist, die „innere Arbeit“ wirklich zu erledigen. Sich durch all jene Unsicherheiten zu arbeiten, all die falschen Programmierungen, die wir in der einen oder anderen Art und Weise erhalten haben.

Liebe hat seinen Kern immer in dem Wort: WAHRHEIT.
Wenn wir endlich die Wahrheit sehen, lösen sich diese Illusionen, das Herz öffnet sich, und man kann endlich in einem wahren Zustand der Gnade und Dankbarkeit stehen und sagen: „Danke! Ich liebe dich!“

Lass alles los und vertraue, dass sich alles zum Guten wendet. Bist Du bereit, deine Aufmerksamkeit auf das zu lenken was wachsen soll? Das Universum möchte, dass Du dich für neue Möglichkeiten und für die Liebe öffnest. Es geht auch nicht darum zu kämpfen, sondern darum, zu vertrauen. Es geht auch nicht immer darum, in Konfrontation mit etwas oder jemandem zu gehen. Manche Dinge lösen sich von alleine, wenn man ihnen die Energie, die Aufmerksamkeit, entzieht. Das Gesetz des Universums sagt: Das, worauf Du deine Aufmerksamkeit richtest, wird wachsen: „Ich löse nicht das Problem. Ich löse mich von dem Problem.“

Du befindest dich in einer positiven Veränderung. Du kannst sie unterstützen, indem Du dich ganz auf das konzentrierst, was Du dir wünschst. Habe Vertrauen, dass sich in deinem Leben immer das zeigt, was Du ausstrahlst und bemühe dich dann, dass auszustrahlen, was Du anziehen möchtest. Denn Du ziehst immer das an, was Du denkst und fühlst.

Je mehr Du dich in ein Problem verstrickst und es mit aller Macht zu lösen versuchst, umso verwickelter und schwieriger wird es. Dir ist viel mehr möglich, als dir bewusst ist. Die einzige Begrenzung ist in deinen Gedanken. Du neigst vielleicht dazu, zu zweifeln und wagst dich keinen Schritt vorwärts, aus Angst zu versagen. Heute bist Du mutiger als sonst und solltest eine wichtige Entscheidung treffen. Löse dich und schau auf das, was Du wirklich willst. Ja, glaube an dich und deine Möglichkeiten und treffe eine mutige Entscheidung. Vielleicht ist an der Zeit, deine eigene Macht wieder zu erhalten, die Du ständig abgegeben hast. Schau ganz tief nach Innen und Du wirst die zugrunde liegende Wahrheit finden. Es gibt keine Abkürzungen. Die Wahrheit wird dich immer von allen Illusionen befreien, den Lügen und was auch immer.

Wenn zwei Seelen dazu bestimmt sind, für das größere Wohl der Menschheit zusammenzuarbeiten, dann wird die Liebe sie immer zusammen führen –  in irgendeiner Weise, denn die Liebe wird immer Wege finden, wo die Menschen es nicht können. Denn die Seelen waren bereit, noch bevor sie geboren wurden.

„Das Geheimnis des Erfolges ist, immer von vorne anfangen,
mit dem was man hat.
Es gab Zeiten, da hatte ich buchstäblich nichts und
musste mit dem
weitermachen was ich hatte und das
mache ich heute immer noch.“

 

Wir erleben gerade die Unendlichkeit des Seins, da wir immer höher in das erweiterte Bewusstsein, den neuen und höheren Dimensionszustand eintreten. Je mehr Bewusstsein, je mehr sich das Gefühlsteil öffnet, desto mehr wird die Seelen-Herz-Energie aktiviert. Durch die massive Welle dieser Bewusstseinsverschiebung ist alles in einen massiven Energiefluss getreten und das ist ein wenig eskaliert. Alte, nachhaltige Verhaltensmuster, konditionierte Gedankengänge, im Unterbewusstsein verankerte Unstimmigkeiten bzw. negative Programmierungen befinden sich nun so stark im Wandel wie noch nie zuvor.
Die momentane Verschiebung ist stark und mächtig und deshalb müssen wir wirklich in unserem höchsten Seelenziel und in unserer Mission verankert sein, um in diesen massiven Veränderungen den Kurs zu halten. Es sind drastische Veränderungen an allen Fronten. Das ist nichts für schwache Herzen und diejenigen, die einfach aufgeben, wenn sie den Blick auf das Chaos werfen. Es ist für diejenigen, die genau wissen was sie möchten und die das Ende des Ziels im Auge behalten. Sie werden auch von nichts oder irgendetwas/irgendjemand abgelenkt werden. Halte dein Ziel in Sicht. Lass dich nicht ablenken. Bleibe fokussiert und diszipliniert mit dem Wissen, dass mit jedem einzelnen Schritt den Du nimmst, sich der Weg für dich öffnen wird, da wo Du noch nicht einmal etwas sehen kannst. In dem Moment, in dem Du dich völlig dem Leben und der Liebe gewidmet hast, werden die Wunder beginnen. Öffne dein Herz und deine Seele noch mehr, um zu lieben und geliebt zu werden und verstehe, wenn Du dein Leben dem höchsten Dienst widmest, Du nicht jedes einzelne Detail kennen musst. Du musst nur den Glauben und das Vertrauen in das Endergebnis haben. 

Eyes Wide Open

– Marita Schroeder – The Future Force

© 2017 text by Marita Schroeder

Foto: Divine of love 

 

Es interessiert mich nicht, womit Du dein Geld verdienst

Ich möchte wissen, wonach Du innerlich schreist und ob Du zu träumen
wagst, der Sehnsucht Deines Herzens zu begegnen.

Es interessiert mich nicht, wie alt Du bist. Ich will wissen, ob Du es riskierst,
wie ein Narr auszusehen, um Deiner Liebe willen, um Deiner Träume willen
und für das Abenteuer des Lebendigseins.

Es interessiert mich nicht, welche Planeten im Quadrat zu Deinem Mond stehen.
Ich will wissen, ob Du den tiefsten Punkt Deines eigenen Leids berührt hast,
ob Du geöffnet worden bist von all dem Verrat, oder ob Du verschlossen bist
aus Angst vor weiterer Qual.

Ich will wissen, ob Du mit dem Schmerz – meinem oder Deinem –
dasitzen kannst, ohne zu versuchen, ihn zu verbergen oder zu mindern
oder ihn zu beseitigen.

Ich will wissen, ob Du mit der Freude – meiner oder Deiner – da sein kannst,
ob Du mit Wildheit tanzen und Dich von der Ekstase erfüllen lassen kannst,
von den Fingerspitzen bis zu den Zehenspitzen, ohne uns zur Vorsicht zu ermahnen,
zur Vernunft oder die Grenzen des Menschseins zu bedenken.

Es interessiert mich nicht, ob die Geschichte, die Du erzählst, wahr ist.
Ich will wissen, ob Du jemanden enttäuschen kannst, um Dir selber treu zu sein.
Ob Du den Vorwurf des Verrats ertragen kannst und nicht Deine eigene Seele verrätst.
Ich will wissen, ob Du vertrauensvoll sein kannst und von daher vertrauenswürdig.

Ich will wissen, ob Du Schönheit sehen kannst, auch wenn es nicht jeden Tag schön ist
und ob Du Dein Leben aus Gottes Gegenwart speisen kannst.

Ich will wissen, ob Du mit dem Scheitern – meinem und Deinem – leben kannst
und trotz allem am Rande des Sees stehen bleibst und zu dem Silber
des Vollmondes rufst: „Ja!“

Es interessiert mich nicht, zu erfahren, wo Du lebst und wie viel Geld Du hast.
Ich will wissen, ob Du aufstehen kannst nach einer Nacht der Trauer und der Verzweiflung, erschöpft und bis auf die Knochen zerschlagen, und tust, was für Deine Kinder getan werden muss.

Es interessiert mich nicht, wer Du bist und wie Du hergekommen bist.
Ich will wissen, ob Du mit mir in der Mitte des Feuers stehen wirst und nicht zurückschreckst.

Es interessiert mich nicht, wo oder was Du studiert hast.
Ich will wissen, was Dich von innen hält, wenn sonst alles wegfällt.

Ich will wissen, ob Du allein sein kannst und in den leeren Momenten
wirklich gerne mit Dir zusammen bist.

–  Oriah Mountain Dreamer Indian

Deine Neue Welt

„Das Leben ist solch ein Mysterium, 
dass wir, wenn wir wirklich still,
total liebend werden, es
viele Dinge in uns verändern wird –
im Körper, im Verstand, in der Seele.“

Ist Angst da, kann die Liebe nicht wirken. Gibst Du Dich der Angst hin, wirkst Du destruktiv, abbauend, zerstörend. Dies ist sicher nicht das, was Du wirklich erfahren möchtest. Du glaubst, die Angst kontrolliert DICH. Dem ist nicht so. Denn Du kontrollierst die Situation, indem Du Dich der Angst hingibst aus mangelndem Vertrauen, dass aus dem Geschehnis auch etwas Gutes entstehen könnte und – kontrollierst so auch Deine Gefühle. Im Gefühl der Ohnmacht gerätst Du immer tiefer in die Verstrickung. Schaffst Du es, Dir in Ruhe anzusehen, was dieses Ereignis mit Dir macht, was es Dir zeigen will und dreimal ganz tief durchzuatmen ohne sofort zu reagieren, hast Du es geschafft, den Pingpong-Effekt für einen Moment zu stoppen und zu unterbrechen.

Wende Dich vor Deinem geistigen Auge dem Licht zu und frage Dich ernsthaft: „Was würde die Liebe jetzt tun?“ In dem Moment wendest Du Dich dem Göttlichen Teil in Dir zu, schaffst Raum für Hilfe und Heilung kann geschehen. Gibst Du der Angst Macht, indem Du Dich ihr hingibst, läuft das ewige Rad der Wiederholungen und die dunklen Energien können erfolgreich wirken. Mache Dir bewusst, dass Du dies wirklich nicht mehr willst. Und dann probiere es in der kleinsten Situation aus, indem Du innehältst und Dich dem Licht zuwendest, das heißt Deinem Gefühl, Deiner inneren Stimme.
Diese lichte Kraft ist in Dir und nicht im Außen zu finden. JEDER trägt sie in sich. So entsteht eine Neue Welt. Aus einer einzigen Entscheidung heraus, einmal anders zu handeln als gewohnt, gehst Du einen Schritt über deinen Tellerrand hinaus und erlaubst Dir selbst, die ewige Schuld und Wertlosigkeit zu überwinden und den Weg nach Hause anzutreten.

Im Großen wie im Kleinen. Entscheidungen stellen Weichen. Angst ist das Gegenteil von Liebe und Du hast immer die Wahl, immer. Ein Schritt zu dir selbst hin, dir den Wert beizumessen, auch für deine Heilung zuzulassen in unendlich vielen, existenziell bedrohlichen, kritischen Prüfungen deines Lebens.

Durch stetes Üben und Vertrauen in die Macht der Liebe konnten Wunder geschehen. In ganz kleinen Schritten. Im Kleinen wie im Großen. Angst ist wie eine dunkle Wolke, die Dich einhüllt, wenn das Selbst-Vertrauen nicht stark genug ist, um sie aufzulösen. Ist das Licht kraftvoll genug, kann die Dunkelheit nicht standhalten und löst sich auf. Es genügt schon ein winzig kleiner Lichtstrahl und die Dunkelheit hat keine Chance. Probiere es aus.

Wenn dir etwas Angst macht, tu genau das Gegenteil

Folge nicht deiner Angst, weil Dich das zu einem Feigling macht. Es degradiert Deine Menschlichkeit. Es ist eine Selbsterniedrigung. Wenn immer Du ängstlich bist, bewege Dich in die andere Richtung!
Eine einfache Regel: Immer wenn Du Angst spürst, steuere ihr entgegen, und Du wirst in Bewegung bleiben, wachsen, Dich entwickeln. Du wirst dem Punkt immer näher kommen, an dem das Ego einfach weg fällt – weil es durch Angst funktioniert. Wenn das Ego weggefallen ist, bist du erleuchtet, es ist nichts, was hinzu gefügt wird.
Ein einfaches Prinzip: Denk daran, wenn dir etwas Angst macht, ist das ein klares Zeichen für das, was du tun solltest. Du musst einfach das Gegenteil tun. Gib deiner Angst nicht nach, geh gegen sie an. In dem Moment, in dem du dich entscheidest, gegen deine Angst anzugehen, bist du auf dem Weg zur Erleuchtung.

Verändere Dein Leben auf diese Weise, wenn Du die alten Gewohnheiten satt hast und schaffe eine Neue Welt, von der hier überall und in dieser Zeit die Rede ist.
Deine Neue Welt…

„Mut ist die Herausforderung das Unbekannten anzunehmen, trotz aller Ängste, das ist Mut.
Die Ängste sind da, doch wenn du die Herausforderung immer und immer wieder annimmst, verschwinden langsam, langsam jene Ängste…”

Nur die Mutigen können lieben

„Suchst du eine Herausforderung, um deinen Mut zu beweisen? Dann stürze dich in die Liebe. Lieben braucht großen Mut. Feiglinge können nicht lieben. Nur die Mutigen können lieben, denn Liebe benötigt Hingabe. In der Liebe ist es notwendig, das Ego fallen zu lassen. Wenn du dich völlig vergessen kannst, dann steigt Liebe in dir auf. Der Feigling lebt in Furcht, in ständiger Angst vor dem Tod. Grundsätzlich fordert die Liebe den Tod des Egos. Deshalb braucht die Liebe Mut. Die Blüte der Liebe kann nur in dem fruchtbaren Boden von Mut aufgehen.

Die Liebe leben

“Liebe sollte eine Wirklichkeit in deinem Leben sein, nicht einfach nur ein Gedicht, nicht nur ein Traum. Sie muss verwirklicht werden. Es ist nie zu spät, Liebe zum ersten Mal zu erfahren. Lerne zu lieben. Nur wenige Leute wissen, wie man liebt. Sie wissen alle, dass Liebe gebraucht wird, sie wissen alle, dass ohne Liebe das Leben bedeutungslos ist, doch sie wissen nicht, wie sie lieben können.” – Osho, From the False to the Truth

Foto: http://apod.nasa.gov/apod/ap160228.html
IC 1848: The Soul Nebula – Stars are forming in the Soul of the Queen of Aethopia. 
Image Credit & Copyright: Roberto Colombari

Wer Liebe verströmt, zu dem wird sie zurückkommen

Die erste Lektion der Liebe besteht darin, nicht um Liebe zu bitten, sondern nur zu geben. Werdet zu einem Gebenden. Die Menschen machen aber genau das Gegenteil. Selbst wenn sie geben, tun sie es mit dem Hintergedanken, Liebe zurückzubekommen. Es ist ein Tauschhandel. Sie verströmen sich nicht, sie verschenken sich nicht freigiebig. Sie teilen aus, aber nicht vorbehaltlos. Aus dem Augenwinkel beobachten sie, ob es erwidert wird oder nicht. Arme Leute…sie haben keine Ahnung von dem Naturgesetz der Liebe. Wer Liebe verströmt, zu dem wird sie zurückkommen. Und wenn sie nicht kommt, macht euch keine Sorgen. Ein Liebender weiß, dass Lieben glücklich macht. Wenn es erwidert wird – gut, dann vervielfacht sich das Glück. Doch selbst wenn es nicht erwidert wird, macht der Akt des Liebens euch so glücklich und ekstatisch – wen kümmert es da, ob die Liebe erwidert wird? Die Liebe hat ihre eigene, ihr innewohnende Glückseligkeit. Sie stellt sich ein, wenn man liebt. Man braucht nicht auf das Ergebnis zu warten. Fangt einfach an zu lieben, und allmählich werdet ihr sehen, wie viel Liebe zu euch zurückkommt. Man kann nur erleben und erfahren, was Liebe ist, indem man liebt. Genau wie man schwimmen lernt, indem man schwimmt, so lernt man lieben, in dem man liebt. Aber die Menschen sind sehr knausrig. Sie warten auf die große Liebe – dann, ja dann werden sie lieben! Sie bleiben verschlossen und in sich gekehrt. Und sie warten. Irgendwann, irgendwo wird ihre Kleopatra auftauchen, und dann werden sie ihr Herz öffnen. Aber bis es so weit ist, haben sie völlig verlernt, ihr Herz zu öffnen. Lasst keine Gelegenheit vorbeigehen, um zu lieben! Selbst auf der Straße, im Vorbeigehen, kann man liebevoll sein. Selbst zu einem Bettler kann man liebevoll sein. Es ist nicht nötig, ihm was zu geben, aber lächeln kann man. Es kostet nichts. Doch euer Lächeln öffnet euer Herz; es bringt Leben in euer Herz. Nehmt jemanden bei der Hand – einen Freund, einen Fremden. Wartet nicht, bis der Richtige kommt, den ihr lieben könnt. So wird der Richtige nie kommen. Liebt einfach. Und je mehr ihr liebt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Richtige zu euch findet, weil euer Herz anfängt zu blühen. Ein Herz in voller Blüte lockt viele Bienen an, viele Liebende.

– Osho

 

Die Maske

„Wir alle tragen Masken, um vor anderen etwas zu verbergen, was
nicht jeder sehen soll. Wenn wir aber die Maske nicht abnehmen,
und uns auch vor dem Menschen verstecken, der uns sehr nahe steht,
werden wir einen hohen Preis dafür bezahlen müssen.
Denn keine Maske hält ewig.“

….und dann kommt ein Zeitpunkt, wo Dinge von „oben“ geregelt werden,
Gott würfelt nicht!

Bitte höre, was ich nicht sage!

Lass dich nicht von mir narren. Lass dich nicht durch das Gesicht täuschen, das ich mache. Denn ich trage tausend Masken – Masken, die ich fürchte abzulegen. Und keine davon bin ich. So tun als ob, ist eine Kunst, die mir zur zweiten Natur wurde. Aber lass dich dadurch nicht täuschen, um Himmels Willen, lass dich nicht von mir narren. Ich mache den Eindruck, als sei ich umgänglich, als sei alles sonnig und heiter in mir, innen wie außen, als sei mein Name Vertrauen und mein Spiel Kühle, als sei ich ein stilles Wasser und als könne ich über alles bestimmen, so als brauchte ich niemanden.

Aber glaub mir nicht!

Mein Äußeres mag sicher erscheinen, aber es ist meine Maske. Darunter bin ich wie ich wirklich bin: Verwirrt, in Furcht und allein. Aber ich verberge das. Ich möchte nicht, dass es irgendjemand merkt. Beim bloßen Gedanken an meine Schwächen bekomme ich Angst und fürchte mich davor, mich anderen überhaupt auszusetzen. Gerade deshalb erfinde ich verzweifelt Masken, hinter denen ich mich verbergen kann: Eine lässige, kluge Fassade, die mir hilft, etwas vorzutäuschen, die mich vor dem wissenden Blick sichert, der mich erkennen würde. Dabei wäre dieser Blick gerade meine Rettung. Und ich weiß es. Wenn es jemand wäre, der mich annimmt und mich liebt. Das ist das einzige, das mir die Sicherheit geben würde, die ich mir selbst nicht geben kann: dass ich wirklich etwas wert bin.

Aber das sage ich dir nicht. Ich wage es nicht. Ich habe Angst davor. Ich habe Angst, dass dein Blick nicht von Annahme und Liebe begleitet wird. Ich fürchte, du wirst gering von mir denken und über mich lachen. Und dein Lachen würde mich umbringen. Ich habe Angst, dass ich tief drinnen in mir selbst nichts bin, nichts wert, und dass du das siehst und mich abweisen wirst.

So spiele ich mein Spiel, mein verzweifeltes Spiel: eine sichere Fassade außen und ein zitterndes Kind innen. Ich rede daher im gängigen Ton oberflächlichen Geschwätzes. Ich erzähle dir alles, was wirklich nichts ist, und nichts von alldem, was wirklich ist, was in mir schreit; deshalb lass dich nicht täuschen von dem, was ich aus Gewohnheit rede.

Bitte höre sorgfältig hin und versuche zu hören, was ich NICHT sage, was ich so gerne sagen möchte, was ich um des Überlebens willen rede und was ich nicht sagen kann. Ich verabscheue dieses Versteckspiel, das ich da aufführe. Es ist ein oberflächliches, unechtes Spiel. Ich möchte wirklich echt und spontan sein können, einfach ich selbst, aber du musst mir helfen. du musst deine Hand ausstrecken, selbst wenn es gerade das letzte zu sein scheint, was ich mir wünsche. Nur du kannst mich zum Leben rufen. Jedes Mal, wenn du freundlich und gut bist und mir Mut machst, jedes Mal, wenn du zu verstehen suchst, weil du dich wirklich um mich sorgst, bekommt mein Herz Flügel – sehr kleine Flügel, sehr brüchige Schwingen, aber Flügel!

Dein Gespür und die Kraft deines Verstehens geben mir Leben. Ich möchte, dass du das weißt. Ich möchte, das du weißt, wie wichtig du für mich bist, wie sehr du aus mir den Menschen machen kannst, der ich wirklich bin, – wenn du willst.

Bitte, ich wünschte, du wolltest es. Du kannst die Wand niederreißen, hinter der ich zittere. Du allein kannst mir die Maske abnehmen, Du allein kannst mich aus meiner Schattenwelt, aus Angst und Unsicherheit befreien, aus meiner Einsamkeit. Übersieh mich nicht. Bitte übergeh mich nicht! Es wird nicht leicht für dich sein. Die lang andauernde Überzeugung, wertlos zu sein, schafft dicke Mauern. Je näher du mir kommst, desto blinder schlage ich zurück. Ich wehre mich gegen das, wonach ich schreie. Aber man hat mir gesagt, dass Liebe stärker sei als jeder Schutzwall und darauf hoffe ich.

Aus “Von der Schwierigkeit zu lieben, Maßstäbe des Menschlichen”
von Tobias Brocher

Liebe ist ein Geschenk

Der Mensch kann ohne Liebe leben, aber er kann ohne Liebe nicht glücklich sein. Deshalb suchen wir ein Leben lang nach Liebe.
Bei dieser Suche können wir uns irren. Wir können unvorsichtig sein, das Gewünschte und Gewollte in jemandem sehen, der in Wirklichkeit anders ist. Vielleicht ist er gar nicht offen für die Liebe, vielleicht weiß er gar nicht, was Liebe ist. Vielleicht hat er keinen Mut zu tiefen Gefühlen. Liebe beginnt beim Wollen; damit Liebe gelingt, müssen zunächst beide ungefähr dasselbe wollen. Liebe ist ein Geschenk des Schicksals, wir können nicht so leicht jemanden finden, der als Liebespartner in Frage kommt.
Wir können niemanden zwingen uns zu lieben.
Die Gabe und Begabung zu lieben schafft aus dem Geschenk und der
Chance erst die Realität der Liebe.
Verstand und Gefühl: wem können wir trauen? Unsere Intuition kann
uns helfen, wenn wir auf sie hören.
Es gibt keine Gewissheit, die uns zur richtigen Entscheidung führt.
Klugheit und Weisheit zeigen sich darin, dass wir das Gewonnene, die
gegebene Möglichkeit der Liebe nicht leichtfertig aufs Spiel setzen.
Mit der Zeit wird es nicht einfacher, sondern schwerer an Liebe
zu glauben. Erfahrung kann uns helfen oder sie kann eine Last
sein, die Bürde der enttäuschten Hoffnungen, der vergeblichen Versuche, die grauen Haare, die uns wachsen nach unseren Fehlern und Irrtümern.
Die Liebe muss sich beweisen durch Nähe und Zärtlichkeit, durch Geduld
und die Suche nach dem für beide gangbaren Weg.
Liebe braucht Dankbarkeit, Wertschätzung und Aufmerksamkeit.
Sie braucht Ernsthaftigkeit und Humor, ein stabiles Fundament ebenso
wie schwerelose Leichtigkeit.
Weil wir sie verlieren können, deshalb ist sie kostbar.
Wer das, was er hat oder haben kann, nicht schätzt, hat nichts begriffen.
Liebe ist kein Spiel und keine Nebensache, für die man gerade Zeit und
Lust hat oder nicht. Sie kann nur etwas Ganzes sein.
Ein bisschen Liebe geht nicht.
Liebe ist Luxus, Reichtum, den man nicht kaufen kann.
Liebe ist Kreativität, die aus dem Herzen und der Seele kommt.
Liebe ist auch Kredit und Entgegenkommen, ein Vertrauensvorschuss,
der auf Gegenseitigkeit beruht.
Liebe ist Lernen und Arbeit: sich kennen lernen, eine Beziehung aufbauen, verhandeln, planen, etwas zusammen und füreinander tun, das Erreichte schätzen und weiter arbeiten.
Liebe ist energetischer Austausch – wenn Liebe funktioniert, sollte jeder einen Energieüberschuss haben, ein bisschen mehr Energie bekommen als investiert werden muss.
Dieses Plus muss sich anfühlen wie ein warmer Sommerwind, der die Segel füllt und dich voran trägt, wie die Frühlingssonne, die dich einfach so mit ihren Strahlen berührt, wie das Lächeln, das zu dir zurückkehrt, wenn du es verschenkst.
Liebe ist ein zwischen zwei Menschen gesponnener Faden, leicht und unsichtbar wie Spinnweben, zart und fein und nicht immer reißfest.
Liebe ist das Einfache, das schwer zu machen ist.

Liebe ist ein Privileg, eine Möglichkeit, so zu sein dürfen, wie man ist.

 

Innerer Frieden

Kürbis_Liebe

Wir alle suchen Erfüllung und inneren Frieden in unserem Leben. Wir rennen den Möglichkeiten hinterher, die uns Erlösung versprechen: der Liebe eines anderen Menschen, Macht, Reichtum, Glück, Erfolg und Anerkennung. All das soll uns die Sicherheit bringen, die wir zutiefst ersehnen und so sehr brauchen. Doch immer holt uns die Angst wieder ein und wir glauben, wir oder die anderen haben etwas falsch gemacht. Wir trennen uns von unseren Partnern und suchen einen neuen, der uns nicht enttäuschen wird. In unsere Arbeit strengen wir uns noch mehr an. Wir lenken uns mit zahlreichen Ersatzhandlungen ab von dem eigentlichen Dilemma, das wir schon ahnen, aber das wir uns nicht eingestehen wollen; wir können nicht machen, dass ein anderer uns liebt oder dass irgendwas Äußeres uns wirklich dauerhaft glücklich sein lässt. Nichtsdestotrotz bleibt die Hoffnung noch lange bestehen, dass die Erlösung in Form einer neuen Liebe, eines neuen Jobs oder der Erleuchtung auf uns zukommen wird.

„Manchmal stürze ich wieder ab in tiefe Schlammlöcher der Verzweiflung und habe alle Mühe, dort wieder rauszukommen“

Warum will mich nur niemand?

Savanah8

Du musst dich erst selbst lieben – dann funktioniert es!

„Mein ganzes Leben lang suche ich nach jemandem, der mich wirklich liebt. Meine Suche war ein schmerzhafter Misserfolg und ich fühle mich zutiefst verzweifelt und abgelehnt.“

Der größte Teil der Menschheit leidet darunter, niemanden zu finden, von dem man wirklich geliebt wird. Jeder möchte bedingungslos angenommen werden, doch keiner weiß, was Liebe wirklich ist. Niemand weiß, wie man sich selbst lieben kann.

Liebe ist die größte Kunst. Liebe ist ein Diamant. Ungeschliffen und unpoliert. Du musst die Liebe erst lernen.

Lieben heißt, Musik in deinem eigenen Herzen zu spielen. Einen Tanz mit Energien in deiner tiefsten Seele zu tanzen. Wenn du mit großer Energie tanzt, dein Herz voll mit Liedern ist und deine Seele eine Symphonie bildet, dann wirst du fähig sein jemanden zu finden, der Dich liebt.

Wenn du dich selbst liebst, wirst du viele, viele Leute finden, die dich lieben. Eine Person, die sich selbst liebt wird liebenswert. Sie erhält Anmut und Würde. Jemand der sich nicht liebt, bleibt hässlich. Wenn sogar du dich nicht liebst, wie kannst du es dann von jemandem anderen erwarten?

Du musst dich selbst lieben, das ist die erste Verpflichtung dir selbst gegenüber. Und die zweite ist, nicht in dieser Selbstliebe verloren zu gehen. Wenn du dich selbst lieben kannst, dann suche nach dem Anderen. Du wirst ihn finden. Die ganze Welt ist voll mit liebenswerten und wunderschönen Menschen.

Wenn du fähig bist, deine Energie zu verteilen, dann wirst du jemanden finden, der dich liebt.

Der Schmerz des Alleinseins

Bis in die Seele zittern

„Warum kommt Schmerz auf, wenn du allein bist? Der wichtigste Grund ist, dass dein Ego krank wird. Dein Ego kann nur mit anderen existieren, es ist aus Beziehungen entstanden. Wenn du also ohne jemanden anders bist, fühlt es sich, als ob es ersticken würde, als ob es am Rande des Todes seist. Die Angst des Egos ist das tiefste Leid. Du fühlst dich, als ob du sterben würdest. Doch nicht du stirbst, sondern das Ego, das du fälschlicherweise für dich selbst hältst.

Du wirst durch diese Angst hindurchgehen müssen, nur so kannst du angstfrei leben. Du wirst erst dann angstfrei sein, wenn du durch die tiefste Angst des Egos durchgegangen ist, durch die Auflösung des Images, das du nach außen trägst – deiner Persönlichkeit.

Zittern vor Angst

Was kannst du also tun?
Es gibt nichts zu tun. Lebe die Angst aus, wenn sie im Alleinsein hochkommt. Wenn du vor Angst zitterst, dann zittere einfach. Du kannst die Angst nicht vermeiden. Manche Menschen beginnen, zu singen: Du kannst dich an das Singen klammern, damit dein Verstand von der Angst abgelenkt wird, das Singen lullt dich ein und die Angst verschwindet auch – du hast sie jedoch nur ins Unterbewusstsein geschoben. Sie wollte gerade entweichen, was gut ist, du warst gerade kurz davor, frei davon zu werden, du hast gezittert und das ist natürlich. Aus jeder Zelle des Körpers und des Verstandes entweicht beim Schütteln etwas von der Angst-Energie. Sie war vor dem Alleinsein auch schon da, sie war nur eingeschlossen.

Nichts wegdrängen

Die ganze Seele wird von der Angst berührt sein, doch lasse es einfach geschehen. Tue überhaupt nichts. Alles, was du tun kannst, ist nur wieder eine Unterdrückung. Indem du die Angst zulässt, indem du sie da sein lässt, wird sie dich verlassen.

Der Schlüssel für alles Unangenehme

Der Wirbelsturm ist vorbei und du wirst jetzt zentriert sein, so wie nie zuvor. Wenn du einmal die Kunst erfahren hast, alles Unangenehme bestehen zu lassen, dann kennst du den Hauptschlüssel, der alle inneren Türen öffnet. Dann kann kommen, was will. Lasse es einfach da sein und gehe ihm nicht aus dem Weg.“

– Ein Osho Zitat

Liebe, was ist das schon?

Ich liebe Dich, ein einziger Satz, häufig gesprochen und geschrieben, doch was bedeutet er?
Ist es das warme geborgene Gefühl,wenn Du in meiner Nähe bist?
Ist es der Übermut , der mich die verrücktesten Dinge tun lässt?
Ist es die unendliche Vertrautheit, ohne Angst und Scham?
Ist es die Sicherheit in meinem Leben, keine Sorgen mehr die Übermächtig erscheinen?
Ist es diese Normalität mit Dir gemeinsam morgens aufzustehen und abends ins Bett zu gehen?
Sind es unsere ewig langen Gespräche, auch wenn wir nicht einer Meinung sind?
Ist es das schöne kribbelnde Gefühl von dir gestreichelt zu werden, sich einfach fallen zu lassen?
Wenn das alles dieser Satz bedeutet, dann liebe ich Dich!

 

Keine Angst vor Fehlern

Fehler bedeuten, Erfahrungen zu machen

Fürchte dich nicht davor, Fehler zu machen. Das ist eines der großen Probleme: Den Menschen wurde beigebracht, bloß nichts falsch zu machen. Dabei wurden sie so zögerlich, so ängstlich, so furchtsam einen Fehler begehen, dass sie wie festgefroren sind. Sie können sich nicht bewegen, denn es könnte ja etwas Falsches passieren.

Deshalb versteinern sie sich, sie verlieren ihre Beweglichkeit.

Folge deiner Intuition

Respektiere deine innere Stimme und folge ihr. Es gibt keine Garantie, dass sie dich immer zum Richtigen führen wird. Viele Male wirst du an der falschen Stelle sein, denn um die richtige Tür zu finden, muss man an vielen falschen klopfen. So ist das eben. Wenn du einfach so die richtige Türe erreichst, wirst du sie nicht erkennen.

Mache so viele Fehler wie möglich und denke dabei nur an eines: Mache nicht den gleichen Fehler noch einmal. Dann wirst du wachsen. Es ist Teil deiner Freiheit, dich zu irren, es gehört zu deiner Würde. So bekommst du ein Rückgrat.