Binde dich an (d)einen Vertrag.

Die meisten Sportler haben ein hohes Pflichtbewusstsein und Pflichtgefühl. Sie wissen, dass der gute Wille allein nichts bringt. Der Sportler benötigt ein ausgereiftes Selbstkonzept um besser zu werden und die Leistungen in einigen Trainingsbereichen zu steigern. Diese Teilbereiche werden je nach Anforderung, Belastbarkeit und Wettkampf-Rhythmus gestaffelt.

Unmittelbar vor einem Spiel werden keine technischen Veränderungen mehr vorgenommen, wohl aber an inner-psychischen Vorgängen oder taktische Besprechungen, die auf der Tagesordnung stehen.

Um die Leistungsbereitschaft, die die meisten Sportler (hoffentlich) von Natur aus mitbringen, verwende ich gerne einen „Persönlichen Vertrag“, die die Sportler mit sich abschließen müssen. Der dahinter liegende Gedanke ist folgender: je formeller und sichtbarer die Aufgabenstellung und persönliche Verpflichtung gestaltet ist, umso größer ist dann die Wahrscheinlichkeit, dass sie eingehalten wird.

Wenn Du also einen Vertrag mit dir selbst ausformulierst, dann musst du dich im Falle der Nichteinhaltung dir selbst gegenüber rechtfertigen und wirst daher versuchen, möglichst termingerecht und konsequent diese Aufgabe zu erledigen.

Ich weiß schon, dass solche Verträge lästig (und bindend) sind, solche zu unterzeichnen, ganz einfach deswegen, weil man sich dann nicht mehr drücken kann. Die Aufgabe ist eindeutig, schwarz auf weiß festgehalten.
Also, wenn Du dir ein Hintertürchen offenhalten möchtest, dann kannst Du ruhig darauf verzichten. Willst Du aber Konsequenz, Bereitschaft und Ausdauer demonstrieren, kommst Du nicht ohne eine solche schriftliche Ausfertigung aus. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es vor allem bei „unangenehmen und anstrengenden“ Aufgaben sehr hilfreich ist, einen Vertrag zu unterzeichnen und damit an das eigene Pflichtgefühl zu appellieren.

– Marita Schroeder – The Future Force

© 2015 text by Marita Schroeder