Archiv für den Monat: Januar 2018

Sag doch einfach was Du willst…open up

„Kommunikation ist die Kunst des erfolgreichen Austauschs
aussagekräftiger Informationen mit Menschen
durch einen Austausch von Erfahrungen.“

Ein Trainer wünscht sich immer möglichst viele Informationen einem Spieler mitzuteilen, um effektiver trainieren zu können und um die Leistungen zu verbessern.
Dies erfordert jedoch, dass der Spieler die Informationen nicht nur erhält, sondern dass er sie auch versteht und akzeptiert.

Ein Trainer sollte sich deshalb fragen:

  • Muss ich die Aufmerksamkeit des Athleten haben?
  • Erkläre ich mich in einer leicht verständlichen Art und Weise?
  • Hat der Spieler die Informationen verstanden?
  • Glaubt der Spieler, was ich ihm sage?
  • Hat der Spieler akzeptiert, was ich sage?

Non+verbale Botschaften

Im Gegensatz zur Teamkommunikation (ich bezeichne es mal so) hat zunächst erst einmal die face-to-face-Kommunikation oder persönliche Kommunikation den Vorteil, dass direkt auf die Signale des Gegenübers eingegangen werden kann. So entstehen laufend Rückkopplungen (Feedback) zwischen den Kommunikationspartnern in Form von Rückfragen und abwechselndem Gespräch. Diese führen zu unmittelbaren Verständigungsmöglichkeiten und hoher Flexibilität. Diese Flexibilität ist ein Grund für die größere Beeinflussung der persönlichen Kommunikation gegenüber der Teamkommunikation.

Während der Trainer spricht, wird erwartet, dass der Spieler geduldig zuhört bis der Trainer zu Ende gesprochen hat. Bei genauerer Betrachtung kann man sehen, dass Spieler auf eine Vielzahl von verbalen und non-verbalen Verhalten, um einen reibungslosen Ablauf der Kommunikation aufrecht zu erhalten, zugreifen werden. Ein solches Verhalten beinhaltet Kopf-Nicken, Lächeln, Stirnrunzeln, Körperkontakt, Augenbewegungen, Lachen, Körperhaltung und viele andere Aktionen. Die Mimik der Sportler geben dem Trainer ein Feedback und ein „geschulter“ Trainer weiß diese zu verstehen. Verglaste oder nach unten gedrehte Augen zeigen Langeweile oder Desinteresse. Hochgezogene Augenbrauen Ungläubigkeit, dies könnte eine leichte Verwirrung auslösen.

Die Haltung eines Teams gegenüber dem Trainer kann als Zeichen auf ihre Stimmung bewertet werden und spätestens hier sollte der Trainer reagieren.

Ein Trainer sollte sensibel sein, um die Signale von den Spielern zu verstehen. Ihre Gesichter sind in der Regel ein guter Indikator dafür, wie sie sich fühlen und gute Kenntnisse im Face-Reading um die Bedeutung der nonverbalen Signale zu verstehen, werden dem Trainer von unschätzbarem Wert.
Es kann in Gesprächen zwischen Trainer und Spieler immer wieder zu Kommunikations-Störungen kommen. Aufgrund dessen kann sich der Trainer folgende Fragen stellen, bzw. bewusst werden:

  • Die Wahrnehmung des Sportlers ist anders als bei ihm. Hier legen verschiedene Menschen unterschiedliche Schwerpunkte.
  • Der Spieler kann bewusst einen Abschluss herbei führen, anstatt sich durch den Prozess des Hörens zu arbeiten, zu verstehen und zu akzeptieren.
  • Dem Spieler fehlt das Wissen, welches notwendig ist, um zu verstehen, was der Trainer versucht zu kommunizieren.
  • Dem Spieler kann die Motivation fehlen, um ihm zuzuhören oder die Informationen die ihm gegeben wurden zu konvertieren.
  • Der Trainer kann Schwierigkeiten haben, zum Ausdruck zu bringen, was er dem Spieler sagen will.
  • Emotionen können im Kommunikationsprozess stören.
  • Es kann ein „Aufeinanderprallen“ zwischen dem Trainer und dem Spieler kommen.

In beiden Richtungen sollte die Kommunikationsarbeit sorgfältig geprüft werden.
Ob eine Störung vorliegt, ist erst an der Reaktion des Gegenübers erkennbar. Es kann durchaus passieren, dass manchmal der Mut fehlt, etwas anzusprechen und so wird eben nicht mehr darüber geredet. Jedoch muss dies nicht unbedingt am fehlenden Mut liegen. Es kann auch sein, dass es sich in der Situation nicht lohnt, es anzusprechen. Das kann sogar richtig sein, denn manche Dinge erledigen sich auch von allein.

„Coach, bitte sag mir, ob du heute etwas anders machen willst.“

Folgendes sollte ein Trainer VOR der Kommunikation mit dem Spieler berücksichtigen:

  • Warum möchte er kommunizieren?
  • Wo und wann könnte die Nachricht am besten vermittelt werden?
  • Was ist es, was er kommunizieren will?
  • Wie geht er vor, um die Informationen zu kommunizieren?

Effektive Kommunikation sollte sechs Elemente beinhalten:

  • Klarheit – Stellen Sie sicher, dass die Informationen übersichtlich dargestellt werden.
  • Prägnanz – Seien Sie präzise, keine langen und umständlichen ​​Nachrichten.
  • Korrektheit – Vermeiden Sie irreführende Informationen.
  • Ganzheitlichkeit – Vermitteln Sie alle Informationen, und nicht nur ein Teil davon.
  • Höflichkeit – Bleiben Sie höflich und werden nicht „bedrohlich“, um Konflikte zu vermeiden
  • Konstruktivität –  Seien Sie stets positiv und vermeiden negative Kritik.

Wenn ein Trainer durch die Kommunikation Veränderungen bewirken möchte ist es wichtig, dass die Informationen in einer gewissen Art und Weise vorgetragen werden. Beginnen Sie immer erst mit etwas positivem und dann die Information, die sie kommunizieren möchten. Das bewirkt beim Spieler eine Veränderung in seinem Verhalten, oder einer Aktion.

Schlussfolgerung:
Eine positive Wirkung ist immer verbunden mit einem ausgeprägten Maß an Vitalität, Kraft und Energie. Strahlen Sie Ruhe und Sicherheit aus, so wirken Sie konzentriert und ausgeglichen. Zeigen Sie Leidenschaft und Begeisterung, Gute Laune und Optimismus sind unglaublich anziehend. Ein positiver Gesichtsausdruck ist für das Gegenüber immer auch ein Zeichen der Bestätigung. Vermitteln Sie Botschaften oder Visionen. Visionen, die Sie mit Entschlossenheit verfolgen und in die Tat umsetzen. Zeigen Sie Professionalität. Diese wirkt auf unterschiedlichen Ebenen, von einer der Situation angemessenen äußeren Erscheinung über das Verhalten und den Umgang mit anderen.

Machen Sie Ihre Kommunikation zum Meisterwerk!

…doch manchmal entspricht verbaler Kommunikation einem duktilen Münzmetall, das dem der diametralen Handlung in seiner Wertigkeit unterzuordnen ist. Mit anderen Worten:
Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.

– Marita Schroeder – The Future Force

© 2017 text by Marita Schroeder

Wenn David im Pokal auf Goliath trifft

Wie kann der Underdog den haushohen Favoriten bezwingen?

Wenn David im Pokal auf Goliath trifft…
Dann sind die Rollen klar verteilt. Der Underdog steht vor der scheinbar unlösbaren Aufgabe, den scheinbar übermächtigen Gegner zu bezwingen.  Vor allem im Pokal kommen diese Situationen immer wieder vor.
3. Liga gegen Bundesliga, Oberliga gegen Regionalliga – Die Frage, die sich aus sportpsychologischer Sicht für die Trainer der Underdogs hierbei stellt, ist: Wie können sie psychologisch auf ihre Mannschaft einwirken, dass ihre Spieler an einen möglichen Sieg glauben?

Um einige Anregungen, was man als Trainer machen könnte, zu geben, fand ich die biblische Geschichte von Lothar Linz – „Erfolgreiches Team-Coaching“, 2004, sehr interessant.

Wie der Schäfer David den Krieger Goliath bezwang

Linz (2004) empfiehlt in diesem Kontext eine biblische Geschichte als Aufhänger.
Die Geschichte handelt von David, einem jungem Schäfer, der mit einer List Goliath, den stärksten Krieger der Philister, tötet. Bemerkenswert ist vor allem der Mut Davids zu dem freiwilligen Angebot an seinen König in das Duell gegen Goliath  zu ziehen.

Ohne Schwert und Rüstung – er verzichtet darauf, weil er die Ausrüstung nicht gewohnt ist und sich nur schlecht damit bewegen kann – zieht er in den Zweikampf gegen voll ausgerüsteten Elite-Kämpfer. Noch bevor der mächtige Krieger auf Schlagdistanz herankommt, ergreift David ein paar Steine, spannt seine Steinschleuder, zielt präzise und schleudert die Steine zwischen die Augen Goliaths. Dieser kippt bewusstlos um. David ergreift die einmalige Chance, rennt heran, ergreift das Schwert des Kriegers und trennt ihm den Kopf ab.

Welche Aspekte waren entscheidend für Davids Sieg?

In Anlehnung an Linz Überlegungen zähle ich im Folgenden 2 zentrale Aspekte auf:

  1. Mut und Unerschrockenheit

David stellte sich ohne Angst und aus freien Stücken dem Duell!
Aus psychologischer Sicht eine sehr wichtige Variable – ohne Mut funktioniert es nicht.
Der Vorteil der Außenseiterposition sind die niedrigen Erwartungen des Umfeldes. Weder die Fans noch die Medien erwarten den Sieg. Was sie in den meisten Fällen erwarten, ist ein couragierter Auftritt, mehr nicht. Dagegen wird vom Favoriten erwartet, dass er gewinnt. Er MUSS gewinnen. Und am besten noch schön spielen! Goliath steht unter Druck. Der Underdog kann völlig befreit aufspielen.

Es lohnt sich darüber nachzudenken, dass Spiel in Einzelphasen zu unterteilen. Denn so wird die große Aufgabe einfacher und machbarer gestaltet. Solche Zwischenetappen lassen das Vorhaben des Trainers realistischer erscheinen. So kann der Trainer für das übergeordnete Ziel in der Defensive „Dem Gegner Probleme bereiten“ für die erste Halbzeit vorgeben, dass z.B.:
Die Mannschaft in den ersten 15 Minuten ein hohes Angriffspressing spielt um den Gegner zu überraschen und in seinem Spielaufbau früh zu stören. Zudem kann der Trainer ein offensives Gegenpressing verordnen, um im Optimalfall eigene Torchancen zu erzwingen.

  • Wenn dies nicht gelingen sollte, kann der Trainer per Coaching in tiefere defensive Grundformation vorgeben.
  • Gelingt dies, gilt die taktische Vorgabe sich ab Minute 15, etwas tiefer zu staffeln. Beispielsweise attackieren die Stürmer die Innenverteidiger erst ab der Mittellinie.

Dieser taktische Match-Plan untergliedert das Spiel in Einzelakte, welche Schritt für Schritt erreicht werden können – die Überzeugung an einen möglichen Sieg steigt. Einmal mehr zahle ich gerne 3€ in Phrasenschwein für die Fußballweisheit: „Solange es 0:0 steht, wir geduldig und diszipliniert  unsere Teilziele verfolgen, desto nervöser werden sie. Es werden sich dann Chancen in ihren nervösen Momenten ergeben. Dann werden wir zuschlagen.“

Doch was passiert, wenn der Gegner mit 1:0 in Führung geht?

Durchsprechen von Worst-Case Szenarios „Prepare your response!“

„Was machen wir, wenn der Favorit dann doch mit 1:0 in Führung geht?“
Auch diese Möglichkeit sollte durchgesprochen werden – natürlich in erster Linie taktischer Natur. Einen Match-Plan auf mögliche Spielverläufe zu erstellen ist dabei eine wichtige Vorbereitung. Einmal mehr geht es um das Prinzip „Kenn ich, kann ich!“. Den Wettkampf im Training zu simulieren, ist eine entscheidende Strategie für die Entwicklung eines tief verwurzelten kollektiven Selbstvertrauens. Oder mit den Worten eines Kampfpilotenausbilders: „Train as you fight!“.

Natürlich werden wir es nie schaffen die Komplexität und Unvorhersehbarkeit des Spiels abzudecken. Demnach wird der Trainer auch immer situationsabhängig entscheiden müssen, was zu tun ist. Was er und seine Spieler vorher absprechen können, ist wie die neue Entscheidung der Taktikänderung kommuniziert wird (Coachingbegriffe, Kommando-Ketten etc.). Was in meinen Augen mindestens genauso wichtig ist, ist die Wirkung der Körpersprache.

Hier stellt sich die Frage: „Wie wollen wir den Gegner empfangen, während er vom Jubeln zurück in seine eigene Hälfte kehrt?“, „Wollen wir mit hängenden Köpfen und Schultern dastehen oder aktiviert, bereit zum „Rückschlag“ in unseren Positionen mit breiter Brust und einem stechenden Blick stehen?“. Die Frage ist: Was wird der Gegner wohl erwarten und wie können wir ihn irritieren, ihn beeindrucken auch bei einem Gegentor?

  1. Vertrauen in die eigenen Stärken – und diese Mentalität vorleben!

Der Trainer kann seine Überzeugung von dem eigenen Sieg vorleben. Ähnlich wie David fokussiert er sich allein auf das WIE, nämlich wie seine Mannschaft den auf dem Papier überlegenen Gegner schlagen kann. Der Trainer sollte sich nicht mit dem Ergebnis und den möglichen Konsequenzen einer Niederlage beschäftigen, sondern auf die Lösungen und Strategien, wie dem Gegner richtig Probleme bereitet werden können. Wie weiter oben beschrieben, sollte er die Qualität des Gegners kurz würdigen, um seine Glaubwürdigkeit zu behalten – aber nur kurz und diese auch sofort zu relativieren (Bsp.: „Wenn man sie spielen lässt..“). Die Betonung liegt in erster Linie auf den eigenen Stärken! So wie David die ungewohnte Rüstung ablehnt und seine erprobte Steinschleuder bevorzugt, sollte der Trainer große Systemveränderungen ablehnen und stattdessen sich mit seiner Mannschaft auf ihre Spielweise und ihre Stärken fokussieren.

Somit komme ich zum Schluss und zu meiner knallharten Kurzfassung:
Wenn man den Gegner als Favorit sieht, kultiviert sich automatisch im Unterbewusstsein eine Niederlage ein, ohne dass man es möchte, ohne dass es bewusst wahrgenommen wird.
Natürlich können wir den Gegner als Favorit sehen, doch, um es salopp auszudrücken – Es interessiert uns nicht. Das ist der Moment für den Gedanken-Umkehr-Prozess: „Was haben wir zu verlieren? Wir können nur gewinnen!“ Oder anders ausgedrück: “ Dieses Spiel kannst
Du nicht gewinnen, Du kannst es nur spielen.“
Was bleibt also am Ende? Eine absolut offensive Spielweise mit einer starken Hintermannschaft…………………..by the way…the show must go on!

– Marita Schroeder – The Future Force

2017 text by Marita Schroeder

Quellennachweis: Autor Nils Gatzmaga
http://www.psychologie-fussball.de/über-uns/nils-gatzmaga/
Foto by: http://awalker010.deviantart.com/art/David-and-Goliath-318953948

 

Von der Kunst des Zusammenfügens

Nicht der stärkste, nicht der intelligenteste, aber derjenige, der auf Veränderungen reagieren kann, überlebt. Es braucht Mut, Experimentalraum und Austausch. Denn der Austausch ist ein Kennzeichen eines offenen Teams.

An sich gibt es Dinge, aber ich kann euch nichts darüber sagen. Außerdem darfst du jeden Blödsinn machen, solange du es gut gemeint hast. Phantasie wird uns oft zu Welten führen, die niemals waren. Aber ohne sie gehen wir nirgendwo hin.

„Versucht bloß nicht, mich zu verstehen…“

Mit Mut… das Leben dehnt sich aus.
Mit dem Glauben… man legt die Augen auf das Ende, das Endziel, und wird nicht geschüttelt und nicht vom Pfad abweichen, und man wird große Schritte gehen, wenn man muss.
Mit Vertrauen… in göttliches perfektes Timing, und diese göttliche Führung ist immer wahr. Es kommt jedoch nie zu früh, auch nicht zu spät, es kommt immer genau dann, wenn unsere Seele bereit ist, zu empfangen, zu wachsen, zu expandieren und die Segnungen zu erhalten.
Und manchmal ist es am besten, einfach weiter zu gehen… und Wunder passieren oft, wenn wir sie am wenigsten erwarten oder sie suchen!

Streiche 2 Wörter aus deinem Wortschatz:  ABER und MÜSSEN

Verzeihe schnell! Menschen sind es nicht wert, deinen kostbaren Schlaf zu stören.
Ich weiß, es tut weh. Aber lass Gott deine Schlachten kämpfen. Er ist wunderbar.
Raffiniert ist er, der Fußballgott.

Eine Situation kannst Du nur mit deinen Gedanken boykottieren, nicht mit deinem Verhalten.
Immer wieder schenkt die göttliche Welt uns Zeichen der Liebe, Erinnerung in der Liebe zu bleiben, in liebevollen Gedanken zu bleiben, in liebevollen Gedanken zu verweilen, liebevoll zu sich selbst zu sein, andere in der Liebe anzustecken. Unser himmlischer Vater erfüllt unsere Herzen, zu jeder Zeit des Bittens.
Und wisse: Der Schlüssel zum Erfolg ist Handlung. Denke ständig an das, was Du willst, nicht an die Dinge, vor denen Du Dich fürchtest. Doch beachte: Der Preis des Erfolgs muss vollständig bezahlt werden – im Voraus. Was auch immer Du mit Überzeugung glaubst, wird zu Deiner Wirklichkeit.

Ich habe gelernt, wenn ich mich nicht zur Erreichung meines eigenen Glückes verpflichte, wird es niemand sonst tun. Um wirklich glücklich zu sein, brauchst Du eine klare Richtung. Du brauchst eine Verpflichtung zu einer Sache, die größer und wichtiger ist als Du. Du brauchst das Gefühl, dass dein Leben für etwas steht, dass Du irgendwie einen wertvollen Beitrag zu deiner Welt leistest. Niemand anders als wir selbst, ist für das Glück, die Gesundheit und den Reichtum unseres Lebens verantwortlich. Und weil das so ist, haben wir auch die uneingeschränkte Weisheit in uns und alle notwendigen Mittel, die uns helfen, dieser Selbst-Verantwortung gerecht zu werden. Erkennen und nutzen wir sie!

Lasst das Ego hinter Euch.

Beim Erlernen des Weges ist es unerlässlich das Ego hinter euch lassen. Habt ihr auch tausend Sutren oder zehntausende Kommentare studiert, euch selbst aber nicht von der Verhaftung an das Ego befreit, so werdet ihr schließlich in die Dämonenhölle abstürzen. Und…es gibt eine Menge Leute auf der Welt, die in der Hölle sind, weil sie zu sehr vom Urteil anderer abhängen. Es besteht nicht die geringste Chance, bedingungsloses Wohlwollen anderen gegenüber zu entwickeln, solange wir uns nicht um unsere eigenen Dämonen gekümmert haben. Der Verstand spielt auf dem Weg der Entdeckung nur eine untergeordnete Rolle. Es findet ein Sprung im Bewusstsein statt, nennt es Intuition oder was Ihr wollt, und die Lösung kommt zu Euch und Ihr wisst nicht wie und warum. Ein schlechter Tag für dein Ego, ist ein guter Tag für deine Seele.

Das Universum, heißt es, ist groß. Verdammt groß. Du kannst dir einfach nicht vorstellen, wie groß, gigantisch, wahnsinnig riesenhaft das Universum ist. Du glaubst vielleicht, die Straße runter bis zur Drogerie ist es eine ganz schöne Ecke, aber das ist einfach ein Klacks, verglichen mit dem Universum.

„Ich kenne da ein tolles Restaurant am Ende des Universums.“

Die besten Dinge im Leben sind nicht die, die man für Geld bekommt.


– Marita Schroeder – The Future Force

© 2017 text by Marita Schroeder

Foto by: https://sport.sky.de/premier-league

 

Abgebrühte Kerle auf „Unkrautjagd“

“To Do: Live in the moment”

Es ist ein offenes Geheimnis, dass Spieler im Grunde durchtrainierte, abgebrühte Kerle sind. Sie lieben das Risiko. Spielen, kämpfen… alles für den Sieg. Sie füllen das Loch mit Erde. Abgebrühte Kerle, die mehr als nur drei von 21 Schüssen aufs Tor bringen.
Um die Besten zu sein und zu bleiben, ist Schweiß nötig. Keiner kommt ohne an die Spitze.
Es ist schwer eine Mannschaft zu schlagen, die nie aufgibt. Deshalb: „push yourself“,
trainiere wie wahnsinnig oder bleib wie du bist.
Warum können wir nicht die beste Mannschaft in der Liga sein. Eine große Frage.
Habt Vertrauen in Euch! Glaubt an Euch!

„Augen können nur leuchten, wenn es etwas gibt, was das Innere zum Leuchten bringt“

Der Durchbruch begann, nach zahlreichen Niederlagen, mit der wahren  Leidenschaft. Spieler, die noch zum Enthusiasmus fähig sind. Spüre deine Angst und tue es trotzdem. Angst beginnt im Kopf, Mut auch. Beim Erfolg geht es darum, das Richtige zu machen. Und nicht darum, alles richtig zu machen. Sorgt für ein entspanntes Miteinander. Durch bessere Kommunikation. Mit sich selbst und mit anderen. Ohne sich dabei zu verbiegen.

„Ihr müsst uns nicht mögen, aber ihr werdet uns respektieren“

Der Konkurrent, der am meisten gefürchtet wird, ist derjenige, der sich nie um andere Sorgen macht, sondern sich immer besser macht.
Am Ende interessiert es niemanden, wie viel Geld wir verdient haben, welches Haus wir haben oder welches Auto wir fahren. Am Ende des Lebens zählen nur die Momente, in denen wir glücklich waren.

Willst Du sterben ohne wirklich gelebt zu haben? Dein ganzes Leben verpennen?
Oder am Ende Deines Lebens feststellen, dass Du das Leben der anderen gelebt hast?
Das wäre für mich eine ganz schreckliche Vorstellung. Egoismus hin oder her. Ich bin der Meinung, dass Du nur andere glücklich machen kannst, wenn Du selber glücklich bist. Und damit musst Du Dich in Deiner persönlichen Rangfolge an den ersten Platz stellen. Das nenne ich gesunden Egoismus. Ich gehe sogar noch weiter: „Erst komme ich, dann die anderen“ Ich weiß, das stößt manchen bestimmt übel auf oder fühlt sich für einige komisch an. Aber genauso ist es. Könntest Du jemanden wirklich glücklich machen, wenn Du im tiefsten deines Inneren unglücklich bist? Das Leben ist zu kurz, um Dich von Menschen stressen zu lassen, die es nicht einmal verdient haben, ein Problem in deinem Leben zu sein.

„Bevor du meinen Namen in den Dreck ziehst, hol deinen erst mal da raus.“

Wenn man etwas liebt gibt man es nie auf. Man tut es einfach nicht. Egal wie hart es ist und wie schwer die Situation auch ist. Und jeder, der etwas anderes sagt, hat noch nie wirklich geliebt. Es ist an der Zeit, das zu tun, was das Beste für dich ist. Es ist besser, einen Schlussstrich zu ziehen und umzudrehen, als weiter und weiter in die falsche Richtung zu laufen.
You must have goals. Keep working. Und ich sage dir: Mach immer alles selbst, sonst wird es nichts. Das Leben ist niemals einfach für diejenigen, die träumen. Let your actions teach.
Wir sind alle Menschen, die alle mal scheitern, die wirklich besonderen sind diejenigen, die weiter kämpfen.

Und wahrlich, die Chancen werden sich dir jetzt präsentieren. Dies ist die Zeit
um nach einer neuen Vision in deinem Leben zu fragen. Dies ist die Zeit, um große Träume zu träumen. Jetzt ist die Zeit, dann ganzes Leben zu verändern, deine Glaubenssysteme, dein Handeln, dein ganzes SEIN. Weg von dem verstaubten Gedankengut, damit Du wieder
klar denken kannst und treffe deine Entscheidungen immer aus dem Herzen heraus.
Sei bereit für glückliche und wichtige Entscheidungen.

– Marita Schroeder – The Future Force

© 2017 text by Marita Schroeder

Foto by: https://twitter.com/Sports_Greats

 

Die Lösung lauert überall

„Seltsame Momente definieren mein Leben.“

Vor uns versteckt, gibt es eine heimliche Gruppe von Überzeugungen, die das Denken und das Fühlen kontrollieren. Diese heimliche Gruppe von versteckten Überzeugungen ist eine begrenzende Gruppe von Überzeugungen, die transzendiert werden müssen… wenn ich es erlaube, gibt es keine Grenzen; keine Grenzen des Denkens, keine Grenzen des Fühlens, keine Grenzen der Bewegung.

Im Bereich des Geistes gibt es keine Grenzen. Im Bereich des Geistes ist das, was man für wahr hält, wahr oder wird wahr.

Wenn Du in Zukunft etwas verändern möchtest und dabei erfolgreich sein willst, schlage ich dir vor, bewusster Gestalter deiner Gedanken zu werden und die Führung im eigenen „Oberstübchen“ zu übernehmen. Wenn Du Resultate erzielen möchtest, die dich zufrieden stimmen, denke vom Ziel aus und werde aktiv: JETZT!

Wir sind keine Menschen mit Bewusstsein. Wir sind Bewusstsein in der Form eines Menschen. Wir alle sind Energie…wir sind definitiv verbunden…wir leben alle im Kollektiv. Wir haben alle das gleiche Ziel, die gleichen Gefühle für das Ziel, die gleichen Werte. Es ist nichts anderes zu tun, als zu spielen…
Also ist der einzige Moment der wirklich zählt, genau jetzt!

Feedback an den Spieler gehört zu den wichtigsten Traineraufgaben überhaupt!
Nicht kritisiert ist Lob genug? Die Zeiten sind vorbei!

Was sollen wir tun? Wir tun das Beste, was wir tun können. Ich sterbe im nächsten Augenblick und im Augenblick danach und danach. Deshalb tue ich in jedem Augenblick mein Bestes. Wenn wir sagen, dass sich alles verändert, beinhaltet dies, dass in diesem Augenblick alles stirbt. Wir müssen stets unser Bestmögliches tun, als wäre jeder Augenblick unser letzter – denn das ist er tatsächlich.

„Seid Ihr emotional entgleist? Bleibt im Niveau flexibel!“

„Ich war in der Hölle. Das Einzige das dort brennt, ist das, was ihr nicht loslassen wollt.“

„Wenn du glücklich bist, teile es deinem Gesicht mit.“

„Manchmal enthält ein einziger Satz ein ganzes Universum.“

Wir müssen lernen, Leistung in das Leben einzubetten und nicht eine Zukunft anstreben, in der das Leben einen Teil der Leistungen darstellt.
Viele Spitzenathleten haben die Relation zu ihrer Leistung und deren Wichtigkeit für die Menschheit verloren. Sportler scheinen manchmal wie Götter, sind unberührbar und unantastbar. Auch die Zuschauer und Fans verrennen sich in Illusionen und Pseudophantasien.

Zu einer gesunden menschlichen Entwicklung zählt in meinem Verständnis von Persönlichkeit auch die Erkenntnis, wie „unbedeutend und austauschbar“ eine einzelne Person doch tatsächlich ist. Gerade im Sport geht es doch nur in den seltensten Fällen um Personen, viel mehr um Marionetten, die im Sinne ihrer Anhänger das tun, was man von ihnen erwartet. Absolut unrealistisch und geradezu absurd wirken
„Sportlerpersönlichkeiten“, die sich für unendlich wichtig und unersetzbar halten. Diese Überproportionierung des eigenen Stellenwerts kann nicht Zielsetzung einer sportlichen Entwicklung sein.

Kultivieren Sie Ihr besseres Selbst – Seien Sie charismatisch!

Der Stoff, aus dem Legenden sind, der andere in den Bann zieht, der Menschen eine magische Aura und Stahlkraft verleiht, der Vertrauen einflößt, der die Sehnsüchte, Hoffnungen und Wünsche anderer verkörpert, der immer dann herhalten muss, wenn sich der Erfolg schillernder Persönlichkeiten nicht erklären lässt und der deshalb als mythischer Erfolgsbeschleuniger gilt, dieser Stoff lässt sich prima beschreiben, aber kaum definieren. Es ist Charisma. Charismatische Menschen sind die Divine Light Keeper der Moderne. Lange Zeit stand fest: Charisma kann man nicht lernen, man hat es oder nicht. Das sieht die Wissenschaft inzwischen anders: Charisma lässt sich sehr wohl lernen. Und egal, an welchen Eigenschaften Sie laborieren, achten Sie darauf, dass Sie Selbstsicherheit ausstrahlen und polarisieren. Beides lässt Menschen aus der Masse herausragen, macht sie souverän, wofür sie selbst von Widersachern bewundert werden.

Francesco Totti

– Marita Schroeder – The Future Force

© 2017 text by Marita Schroeder

Fotoquelle: leider unbekannt. Für Hinweise wäre ich sehr dankbar!

 

Engagement und Identifikation

Vereinstreue, Engagement und Identifikation fordern die Anhänger von ihren Spielern. In einer Welt des Wettkampfes und des Geldes müssen diese aber oft zweitrangig sein. Vereinswechsel in bessere finanzielle und sportliche Perspektiven sind an der Tagesordnung. So ist Fußball. Aber es gibt auch Ausnahmen: Kicker, die selber Fans ihrer Farben sind und für diese ihr Herzblut vergießen. Jugendträume, die mit einem Profivertrag beim Traumklub wahr wurden. Spätestens mit dem 18. Geburtstag stehen die Profispieler dann ohnehin stark unter Druck. Wie muss sich ein Mensch fühlen, der für mehrere Millionen Euro verkauft wurde?

„Wenn ich Sie um etwas bitten dürfte.“
„Kommen Sie erst wieder in mein Büro, wenn Ihre Tabletten wirken.“

Der Fußball von heute ist nicht mehr von Tradition gekennzeichnet, sondern von Kommerz. Schwindelerregende Summen werden investiert, aber die Leidenschaft am Spiel geht oft verloren. Menschen sind keine Ware und Sport kein Produkt. Solange das aber innerhalb des Fußballs, samt seiner Verbände und Vereine nicht so gesehen wird, werden sich die Summen in immer verrücktere Dimensionen steigern. Noch nie haben die Bundesligavereine so viel Geld beim Verkauf und Kauf von Spielern umgesetzt wie jetzt. Gleichzeitig steigen die Gehälter der Spieler stetig an. In den vergangenen fünfzig Jahren haben sie sich weit mehr als vertausendfacht. Summen, die sich niemand mehr vorstellen kann. Geht es im Fußball nur noch ums Geld? Wer nicht aus Liebe zur Sache arbeitet, sondern nur des Geldes willen, der bekommt gar nichts: Weder Geld noch Glück.

„Mach keine kleinen Pläne. Sie haben nicht den Zauber, das Blut der Fans in Wallung zu bringen. Sie werden nicht realisiert. Mach große Pläne, setze Dir hoffnungsvoll die höchsten Ziele – und arbeite daran.“

Fußball, Geld, Herzblut
Ich glaube, die Spieler gehören alle mal auf den Prüfstand.
Moral bedeutet für mich absolutes Engagement und auch Disziplin  und das von der
1. Spielminute an. Hier sollte schon mal genauer untersucht  werden, wo genau die Ursache bei jedem liegt und dringend abgestellt werden. Normal ist das nicht, man kann sich auf einen Sieg gar nicht mehr verlassen. Konsistenz kann ich auch nicht erkennen. Leistungsniveau? Leistungsmotivation? Eigendynamik?

„Was ich sehr schätze, sind Spieler mit Biss, Verstand und Humor, das Herz am rechten Fleck, Ehrlichkeit, Stil und Niveau, Durchhaltevermögen und den Mut zum Spiel.“

„Man muss den Tick besser arbeiten, man muss den Tick mehr Herzblut rein tun, man
muss den Tick geduldiger sein, und schon ist alles möglich. Es ist dann nicht wahnsinnig wahrscheinlich, aber möglich. Mehr kann man doch im Leben gar nicht erwarten.“
– Jürgen Klopp

„Die Liebe war immer stärker als alle Angebote.“ – Francesco Totti

Es liegt in der Natur der Liebe, dass sie durch Verzicht noch stärker wird. Was gibt es Schöneres als ein Wiedersehen nach Zeiten der Trennung? Was schmerzt süßer als das Sich-Verzehren nach einem geliebten Menschen? Oder nach dem geliebten Fußball. Wer ihn nur für luftgefülltes Leder hält, dem 22 Erwachsene ziemlich sinnbefreit nachjagen, der hat nicht verstanden, welche Kraft dieser Sport entwickeln kann. Es mag – objektiv betrachtet – nicht weltbewegend sein, wenn zwei Mannschaften versuchen, einen Ball durch ein Gestell aus Aluminiumstangen zu schießen. Aber ist das Verteilen von Farbe auf einer Leinwand besser? Wie bei der Malerei entsteht die Kunst des Fußballs im Auge des Betrachters.


– Marita Schroeder – The Future Force

© 2017 text by Marita Schroeder

 

So kommst Du ins Machen!

„Es ist nicht was du lehrst, sondern wie du es betonst!“
– John Wooden

So putschen sich Leistungssportler auf

Die Mannschaftsbesprechung vor dem Spiel ist ein wichtiger Moment für den Trainer und stärkt die Moral des Teams. Aber auch für die Spieler, ist diese Ansprache sehr wichtig! Um als Trainer für seine Mannschaft die richtigen Impulse zu setzen, gilt es einige Punkte zu beachten. Einmal mehr zeigt sich, wie wichtig die emotionalisierenden Ansprachen vor einem Wettkampf im Fußball bzw. Mannschaftssport ist, um mit Überzeugung und unbändigen Willen ins Spiel zu starten.

Motivationskünstler Kristian Arambasic über seine Brandrede

Seine Kabinenansprache ist schon jetzt zur Legende geworden. Mit markigen Worten und emotionalem Auftreten machte Kristian Arambasic seine Mannschaft heiß. Sein Verein SG Aumund-Vegesack aus der Bremen-Liga stand vor dem Pokalspiel gegen Bundesligist TSG 1899 Hoffenheim, die erste Hälfte nach seiner Brandrede hielt das Team das 0:0. Im Internet verbreitete sich das Video davon wie ein Lauffeuer.

„Etwa drei- bis viermal im Jahr mache ich so etwas Emotionales“, erklärt Kristian Arambasic im Interview auf dfb.de, „danach haben wir bisher nie ein Spiel verloren.“ Obwohl diese Serie nach der am Ende deutlichen Niederlage gegen Hoffenheim gerissen ist, haben seine Worte ihre Wirkung nicht verfehlt.

Motivationsansprachen gehören für moderne Trainer zum Grundrepertoire des Coachings. Durch die richtige Ansprache können sie so großen Einfluss auf die Leistung ihrer Spieler nehmen. Andere Coachingsituationen mit anderen Kommunikationszielen sind übrigens unmittelbar nach dem Abpfiff (Schnell-Feedback), vor dem 1. Training der Woche (Auswertung/Analyse) und zum Abschlusstraining (Strategie).

In der Situation direkt vor dem Spiel geht es nur noch um die Motivation der Spieler. Hier sollte man nur kurze bzw. wenige Informationen vermitteln. Die Motivationsstragie ist auf die jeweilige Situation und die Mannschaft anzupassen. So kann man die Spieler durch individuelle Ansprache aufheizen, indem man beispielsweise gelungene Szenen des letzten Spiels in Gedächtnis ruft. Für teamspezifische Motivation eignet sich positive Suggestion: Man stellt sich vor und malt die Gedanken aus, wie die anschließende Siegesfeier aussehen kann.

Arambasic: „Die Jungs brauchten das Adrenalin“

Kristian Arambasic nutzte eine andere klassische Methode zum Einschwören seines Teams. Durch einen Rückblick auf die Erfolge der letzten Saison stärkte er das Selbstbewusstsein seiner Spieler, durch das Kultivieren des Underdog-Images sprach er ihnen Mut zu. „Die Jungs brauchten das Adrenalin, um die 4800 Zuschauer zu vergessen und unter Strom gesetzt zu werden.“

Der Adrenalinpegel der Spieler steigerte sich bei Arambasic‘ Rede stetig, auch durch den Einsatz von passender Musik. „Bei meinen emotionalen Reden nutze ich meist Musik oder Videos. Einer meiner Spieler hatte beim Aufwärmen den USB-Stick mit dem Lied verloren. So entstand helle Aufruhr und Panik. Glücklicherweise fand ein Spieler den Stick auf dem Rasen.“ Auch die entscheidende Box-Szene aus einem „Rocky-Film“ soll übrigens bei manchem Team schon wahre Wunder gewirkt haben.

Die größte Herausforderung für Trainer ist es wohl, diesen Spannungsbogen ständig aufs Neue aufzubauen, ohne sich dabei zu wieder holen. Dazu sind natürlich Ideenreichtum und die Fähigkeit gefordert, immer wieder flexibel auf die sich ständig ändernden Situationen zu reagieren. Auch für diesen Bereich gilt wie für alles im Leben: „Man lernt nie aus!“

Quelle:
http://www.dfb.de/news/detail/motivationskuenstler-kristian-arambasic-ueber-seine-brandrede-80376/

 

Unsere Worte habe eine tiefe Wirkung auf das gesamte kollektive Universum

Kriegerisch wie die Neuseeländer
Der martialische Kriegstanz Haka des neuseeländischen Rugby-Teams, etwa aus dem 2007 WM-Viertelfinale gegen Frankreich. Unbedingt die Lautstärke aufdrehen.

Mitreißend wie Al Pacino
„Erst wenn es losgeht mit dem Verlieren, lernt ihr, dass es im Leben auf die Kleinigkeiten ankommt“: Al Pacinos Rede an ein Football-Team aus „An jedem verdammten Sonntag“. Der Mainzer Trainer Thomas Tuchel zeigte das Video vor einem Spiel gegen die Bayern – Mainz siegte:

Kämpferisch wie Muhammad Ali
Muhammad Ali: Der beste Boxer der Geschichte, Schlag auf Schlag. Hoffenheims früherer Trainer Holger Stanislawski zeigte so seiner Mannschaft, was ein Sportler zu leisten vermag:

Spiel schon ab! – Pass the ball

Wer sind Sie? Fragt man uns, wer wir sind, erzählen wir meist eine Art Geschichte. Sie beginnt mit dem Namen, den uns unsere Eltern gegeben haben, geht weiter über die Ausbildungsstätten, die wir besucht haben, bis hin zu unseren beruflichen Erfolgen. So entsteht ein kleiner Lebenslauf. Doch wisse: Die alten Geschichten könnt Ihr vergessen. Das seid nicht Ihr. Man möchte euer wirkliches ICH in diesem Augenblick sehen.

Das egoistische Ich ist der Entscheidungsträger und das authentische ich die Instanz, die zwischendurch Zweifel anmeldet. Dem Ego ist sehr daran gelegen, sich vor Veränderungen seiner Identität schützen zu wollen, denn es hat sehr viel Herzblut in seine Identität gesteckt.
Es  baut Schutzwalle wie Angst und Versagen auf, welche der Abgrenzung vor Veränderung und der Definition der Identität dienen sollen.
Von einer höheren Betrachtungsweise erkennen wir, dass unser Ego die Herausforderung ist, die wir überwinden müssen. Aus der Sicht des wahren ICH ist das Ego der Trainingspartner, den wir brauchen, um unser Ziel zu erreichen. Es verleitet uns, reaktiv zu sein, aber gleichzeitig gibt es uns die Chance, Widerstandskraft zu aktivieren und Erfüllung zu erleben. Das Ego ist unser Trainer, wenn es darum geht, unser Bewusstsein zu erweitern. Jedes Mal, wenn wir im Widerstand leisten, bereichern wir unser Leben. Das Ego ist also einerseits ein Gegner und andererseits ein Trainer – je nachdem aus welcher Perspektive wir es betrachten.

„Die nicht loskommen können von sich selbst,
die finden alles gut 
was sie selber tun
und tadeln alles, was nicht von ihnen stammt.“

– Zhuangzi

Das Ego ist das Gegenteil der Schöpferenergie. Es wird bestimmt von dem Gefühl des Mangels und von der Gier nach allem möglichen. Ich bezeichne in dem Fall das negative Ego deshalb immer als Gegner. Als Gegner der von der Aufmerksamkeit lebt, die ihm von außen zuteilwird. Er lebt von der Bewunderung. Er ist das, was wir nach außen hin darstellen, um Anerkennung, Zuneigung, Liebe und nicht zuletzt Macht zu bekommen.
Davon leben wir – alle! Oder nicht? Das Ego kann auch peinlich sein. Was immer unangenehm ist, es ist ein Teil des Egos: „Was würden die anderen sagen wenn…“ hier kann jeder einsetzen, was er verheimlicht.

Auch wenn Fußball ein absoluter Mannschaftssport ist, möchte ein Trainer doch am liebsten auf verschiedenste Spielertypen zurückgreifen. Den stillen Taktiker, den erbitterten Teamplayer, den exzentrischen Dribbler. Wichtig ist, dass die Mannschaft funktioniert und dahinter muss jeder sein Ego, seine Interessen immer wieder zurückstellen. Ein Lernprozess, der sich oft erst in der Praxis zeigt, in Situationen des Misserfolgs. Werdet ein Team mit positiver Aura. Ein Team, welches mannschaftsdienlicher spielt. Jeder sollte zum Sprachrohr der Mannschaft werden, zum absoluten Teamplayer und zu einer menschlich wichtigen Personalie. Das Ego mag vielleicht in der Vergangenheit weitergeholfen haben, doch im Team oder in der starting lineup ist es schlichtweg fehl am Platz. Fußballprofi bedeutet auch, sich zurücknehmen, Ärger herunterzuschlucken und sich seiner Mannschaft als dienlich zu sehen.

Seien wir ehrlich, einige Profifußballer sind nur natürliche Idioten. Doch das muss nicht sein. Und trotz einer missratenen Karriere mangelt es manchen Profifußballern noch immer an Demut… Nimm Du ihn, ich hab ihn sicher

Was könnt Ihr tun:

  • Übertreibt nicht mit euren Leistungen und eurem Talent.
  • Lebt nicht davon, dass Ihr überlegener seid, nur um von ganz besonderen Menschen verstanden zu werden.
  • Fordert nicht ständige Bewunderung ein.
  • Denkt nicht, dass Ihr ständig Anspruchsberechtigung habt.
  • Erwartet keine besonderen Gefälligkeiten um uneingeschränkte Erfüllung eurer Erwartungen zu haben.
  • Benutzt keinen anderen, um das zu bekommen, was Ihr wollt.
  • Seid fähig, die Bedürfnisse und Gefühle anderer zu erkennen.
  • Seid nicht neidisch auf andere.
  • Verhaltet euch nicht arrogant oder hochmütig.
  • Seid nicht angetrieben von heftigem Ruhm und Gier.
  • Reagiert nicht kalt oder unmenschlich.
  • Seid nicht berechnend und voller List.

Werdet die „Superschurken“ mit dem meisten Durchhaltevermögen.
Wenn Ihr erwacht und euch bewusst seid, könnt ihr dazu beitragen, die Fußball-Welt positiv zu verändern. Ihr könnt sehen, wie eure Energie des menschlichen Kollektivs harmonischer funktioniert als je zuvor und dieser Trend wird anhalten. Es ist jedoch eure Machtbesessenheit, die Ihr überwinden müsst, um eurer Erlösung zu begegnen.

 „Je sicherer und je deutlicher man die Zukunft sieht, desto
mehr kann man sagen, dass man sie bereits hinter sich hat.
Wenn der Ausgang eines Spiels sicher ist, dann
möchten wir gar nicht mehr weiterspielen,
sondern ein neues Spiel anfangen.“

– Alan Watts

Und ein Letztes:  
Ego ist nicht mehr Ego, wenn Du erkennst, dass Ego existiert… von Eckhart Tolle

 

– Marita Schroeder – The Future Force
© 2017 text by Marita Schroeder