Archiv für den Monat: Juni 2015

Ohne sich selbst zu kennen, können Sie machen, was Sie wollen

Um sich zu erkennen, wie man ist, braucht es eine außerordentliche geistige Beweglichkeit, denn das, was ist, verändert sich ständig, und wenn der Geist fähig sein soll, ebenso schnell zu folgen, darf er nicht an irgendeine grundlegende Meinung, deren Wahrheitsanspruch als unumstößlich festgestellt wird, einen Glauben oder an ein Handlungsschema gebunden sein.

Auch das Verlangen nach Sicherheit bringt Trägheit hervor, es macht das
Geist-Herz unflexibel und dumpf, es verhindert, dass wir offen für die Wirklichkeit sind. Die Wahrheit offenbart sich nur in großer Unsicherheit.

Solange wir die Wahrheit nicht entdecken, gibt es keinen Ausweg aus unseren Problemen und unserem Leiden. Die Lösung ist die direkte Erfahrung der Wahrheit in der Stille des Geistes, in der Ruhe vollkommener Aufmerksamkeit, in der Offenheit äußerster Empfindsamkeit.

Wahrheit ist immer neu. Sie bedeutet, dasselbe Lächeln zu sehen doch mit neuen Augen zu sehen, denselben Menschen zu sehen und diesen Menschen mit neuen Augen zu sehen, die Blätter im Wind neu zu sehen, dem Leben immer neu zu begegnen.

„Nur jemand, der weiß, was Schönheit ist, blickt einen Baum
oder die Sterne oder das funkelnde Wasser eines Flusses
mit völliger Hingabe an, und wenn wir wirklich sehen, befinden
wir uns im Zustand der Liebe.“


– Marita Schroeder – 
The Future Force

2015 text by Marita Schroeder

Heilen, was weh tut

„Die Entschlossenheit ist im Einzelfall ein Akt
des Mutes und, wenn sie zum Charakterzug
wird, eine Gewohnheit der Seele.“

Wenn wir mit der Last unserer unverarbeitetsten Schmerzen sind, früher oder später, wird es uns Unannehmlichkeiten bereiten und stark belasten.

Viele unserer Schmerzen sind durch unser Leben gegangen.  Wir haben gefühlt, dass sie da sind, doch solange wir nicht sicher waren, wo her sie kommen, hatten wir kein Bewusstsein dafür. Es scheint fast so, dass sie ein Teil von uns waren, dass wir uns mit Ihnen arrangiert hatten. Aber es ist wichtig, dass Schmerzen erkannt und verarbeitet werden. Je länger wir auf ihnen sitzen, desto schwieriger ist es, sich durchzuarbeiten und desto wahrscheinlicher ist es, dass wir eines Tages gezwungen werden, diesen Schmerz anzunehmen und aufzulösen. Anstatt zu warten, damit dies von selbst geschehen wird, können wir durch die Identifizierung der Schmerzen die Lösung zum Handeln in Richtung Heilung befähigen.

Allein der Gedanke an dies bringt Gefühle des Widerstandes in den meisten von uns, vor allem, wenn auf der Oberfläche unser Leben scheinbar in Ordnung zu sein scheint. Es ist schwer, bis in die Vergangenheit zu „graben“, wenn wir nicht ernsthaft durch den Schmerz hindurch gehen.
Wenn wir mutig und aktiv werden, können wir uns von einer Menge von zukünftigen Leiden retten, und befreien damit die Energie, die bei der Beibehaltung der Schmerzen festgebunden wird.

„Die Sehnsucht ist es, die unsere Seele nährt und nicht die Erfüllung; und der Sinn des Lebens ist der Weg und nicht das Ziel. Denn jede Antwort ist trügerisch, jede Erfüllung zerfließt uns unter den Händen, und das Ziel ist keines mehr, sobald es erreicht wurde.“

Es gibt viele Wege, dies zu tun, aber der erste Schritt ist, die Schmerzen zu erkennen und zu respektieren, indem sie unser Bewusstsein erreicht. Bei diesem Verfahren, auch wenn es nur fünf Minuten während der Meditation sind, werden wir ein Gefühl bekommen von dem, was der Schmerz gemacht hat. Es könnte Angst vor Verlassenheit oder seelischer (körperlicherer) Missbrauch in der Kindheit sein, Wut und Hass darauf, der sich lange entwickelt hat. Da der Schmerz immer eine Last war, werden wir auch einen Sinn dafür finden, wie wir mit ihm umgehen. Es kann einige Zeit dauern, bis man sich Hilfe von außen holt. Für welchen Weg Du dich auch immer entscheidest eine Lösung zu finden, um tief in den Schmerz zu gehen, so dass Du vollständig erlöst und frei wirst – Denke daran, es ist nie zu spät im Leben, um zu heilen, was weh tut, und es gibt nie eine bessere Zeit als JETZT.

„Die Seele möchte geheilt werden und sie wird
alles dafür tun, um
geheilt zu werden.
Das ist ihr Plan.“

 

– Marita Schroeder – The Future Force

© 2015 text by Marita Schroeder

Dinge, die wir nicht tun wollten

Dinge tun, die wir nicht wollen, dass wir sie tun, die uns
erschrecken, stellt einen Fluss in unserem Leben dar und
ermöglicht es, zu wachsen.
Die meisten von uns haben die Erfahrung gemacht, eine gefürchtete
Aufgabe zu bekämpfen oder der gefürchteten Aufgabe nicht gewachsen
zu sein. Auf der anderen Seite haben wir das Gefühl dass es gut ist und waren mit diesem Gefühl voller Zuversicht und Stärke.
Das schöne ist, dass wir die meiste Zeit in diesem anderen neuen Gefühl
uns oft fragen, warum wir so besorgt waren oder warum es so lange gedauert hat. Wir konnten sogar anfangen, uns für eine andere Aufgabe zu konzentrieren, und empfinden die gleiche Mischung aus Aufregung und Vollendung.
Egal, ob wir etwas vermeiden, weil es uns Angst macht oder weil
wir denken es wird eine Veränderung für die wir nicht bereit sind,
weil sie mit Schmerzen verbunden sind – es erschafft nur ein neues Hindernis!
Auf der einen Seite, mit Blick auf die Aufgabe, egal wie schwer sie
ist, entsteht ein Fluss in unserem Leben und ermöglicht es uns zu wachsen.
Die Erleichterung ist spürbar, wenn wir erkennen, obwohl es schwer
war oder wir nicht wollten, es zu tun.
Auf der anderen Seite, wenn wir uns an unsere Komfort-Zone klammern, werden wir nie die Dinge bewältigen, die wir nicht wollten.
Wir schneiden uns selbst vom Flow und Wachstum ab.
Wir alle haben mindestens eine Sache in unserem Leben, die uns erscheint, die uns vorkommt, dass wir sie nicht tun sollen. Ziel, dieser Aufgabe ist es, diese an den Anfang der Liste zu setzen und uns versprechen, dass wir es so bald wie möglich tun.
Ich weiß, es ist oder war ein Akt, der eine enorme Menge an Energie in unserem Leben erforderte, die uns aber befreien kann und konnte.
Was immer es ist. Wenn wir uns dieses Versprechen geben, gleichzeitig von den Gefühlen angeheizt sind, uns leiten lassen durch den Glauben, das Vertrauen und die Zuversicht; es wird immer die natürliche Folge sein, es zu tun.

„Da man uns verletzt hat, errichten wir eine Mauer
um uns herum, damit man uns nie wieder verletzt; und wenn man
eine Mauer um sich herum errichtet, wird
man nur noch mehr verletzt.“

                                                      – Jiddu Krishnamurti

This is not the end – my friend!

Befandest Du dich in einer Situation, die Du so nie erwartet hättest, die Dir nicht mehr aus dem Kopf gegangen ist, von der Du gestresst warst? Wo möglich fühlte es sich an, als ob deine ganze Welt in Dir zusammen stürze, und dass Du alles verloren hättest. Es ist so, dass Du einfach nur müde und vielleicht ein wenig traurig warst. Keine Panik! Du bist immer noch hier in der richtigen mentalen Verfassung. Alles andere war ein „Bonus“.

Du bist jetzt an der Stelle, wo Du dich selber fragst: „Wie konnte ich das durchstehen?“ Du konntest es zu dem Zeitpunkt nicht sehen, aber irgendwie hast Du es geschafft. Und Du wirst es immer schaffen. Atme jetzt tief ein – Beruhige dich und ermutige dich selbst.

Denke daran, wer Du in der Vergangenheit sein musstest und was zu tun war, um einiges zu überwinden, was  sich als unüberwindliche Schwierigkeiten darstellte und sein musste.

Du hast immer diese Kraft, die dich zu einem Gewinner macht. Kopf hoch!
Das Leben geschieht im Hier und Jetzt….. es ist nicht vorbei, bis Du gewinnst –
It’s not over until you win!

Wer Liebe verströmt, zu dem wird sie zurückkommen

Die erste Lektion der Liebe besteht darin, nicht um Liebe zu bitten, sondern nur zu geben. Werdet zu einem Gebenden. Die Menschen machen aber genau das Gegenteil. Selbst wenn sie geben, tun sie es mit dem Hintergedanken, Liebe zurückzubekommen. Es ist ein Tauschhandel. Sie verströmen sich nicht, sie verschenken sich nicht freigiebig. Sie teilen aus, aber nicht vorbehaltlos. Aus dem Augenwinkel beobachten sie, ob es erwidert wird oder nicht. Arme Leute…sie haben keine Ahnung von dem Naturgesetz der Liebe. Wer Liebe verströmt, zu dem wird sie zurückkommen. Und wenn sie nicht kommt, macht euch keine Sorgen. Ein Liebender weiß, dass Lieben glücklich macht. Wenn es erwidert wird – gut, dann vervielfacht sich das Glück. Doch selbst wenn es nicht erwidert wird, macht der Akt des Liebens euch so glücklich und ekstatisch – wen kümmert es da, ob die Liebe erwidert wird? Die Liebe hat ihre eigene, ihr innewohnende Glückseligkeit. Sie stellt sich ein, wenn man liebt. Man braucht nicht auf das Ergebnis zu warten. Fangt einfach an zu lieben, und allmählich werdet ihr sehen, wie viel Liebe zu euch zurückkommt. Man kann nur erleben und erfahren, was Liebe ist, indem man liebt. Genau wie man schwimmen lernt, indem man schwimmt, so lernt man lieben, in dem man liebt. Aber die Menschen sind sehr knausrig. Sie warten auf die große Liebe – dann, ja dann werden sie lieben! Sie bleiben verschlossen und in sich gekehrt. Und sie warten. Irgendwann, irgendwo wird ihre Kleopatra auftauchen, und dann werden sie ihr Herz öffnen. Aber bis es so weit ist, haben sie völlig verlernt, ihr Herz zu öffnen. Lasst keine Gelegenheit vorbeigehen, um zu lieben! Selbst auf der Straße, im Vorbeigehen, kann man liebevoll sein. Selbst zu einem Bettler kann man liebevoll sein. Es ist nicht nötig, ihm was zu geben, aber lächeln kann man. Es kostet nichts. Doch euer Lächeln öffnet euer Herz; es bringt Leben in euer Herz. Nehmt jemanden bei der Hand – einen Freund, einen Fremden. Wartet nicht, bis der Richtige kommt, den ihr lieben könnt. So wird der Richtige nie kommen. Liebt einfach. Und je mehr ihr liebt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Richtige zu euch findet, weil euer Herz anfängt zu blühen. Ein Herz in voller Blüte lockt viele Bienen an, viele Liebende.

– Osho

 

mirror & soul

Vor vielen Jahren stand in Indien mitten im Urwald ein heiliger Tempel, dessen Mauern in purem Golde erglänzten. Seine Innenwände waren mit tausend Spiegeln ausgekleidet. Da geschah es einmal, dass sich ein Hund in diese Tempelanlagen hinein verirrte. Er freute sich an dem prachtvollen Bauwerk und glaubte, dessen ganzer Reichtum gehöre nun ihm allein. Wie er in die große Halle der tausend Spiegel trat, sah er sich dort plötzlich tausend Hunden gegenüber, die ihn genauso grimmig anschauten wie er sie. Da er fürchtete, die tausend Hunde könnten ihm das Gold des Tempels streitig machen, fletschte er die Zähne und fing an, wütend zu bellen. Da bellten die anderen Hunde genau so zurück und auch sie zeigten ihr Gebiss. Nun steigerte sich die Wut des verirrten Hundes derart, dass er zornig einen der tausend Hunde anspringen wollte, dabei raste er gegen die gläsernen Spiegel und brach sich das Genick. – Nach langer, langer Zeit kam wieder ein verlaufener Hund zu jenem vergessenen Tempel im Urwald. Wie er in den hohen Spiegelsaal kam, sah auch er sich tausend Hunden gegenüber. Erfreut darüber, in der entlegenen Wildnis auf Seinesgleichen zu stoßen, fing er an, mit dem Schwanz zu wedeln, und alle tausend Hunde wedelten friedlich zurück. Dies gefiel ihm so sehr, dass er immer wieder zu jenem Tempel zurückkehrte, um seine freundlichen Artgenossen wiederzusehen.

Diese Symbolgeschichte lehrt uns, dass wir unsere Außenwelt stets gemäß unserer eigenen Innenwelt erleben. Wir begegnen fortwährend den Spiegelbildern unserer Seele.

Wollen wir also die Welt mit anderen Augen sehen, müssen wir unsere inneren Vorstellungs- und Erlebnisbilder verändern. Unsere Außenwelt kann sich nicht verbessern, ohne dass wir uns selber bessern. Das Heil kommt nicht von äußeren Maßnahmen, sondern von inneren Gesinnungen und diese müssen sich zum Guten wandeln. 

 

 

 

Fürchte nicht das Chaos, denn im Chaos wird das Neue geboren

Vertrauen gehört zu den großen Prinzipien der Heilung.
Es löst die Konflikte und Ängste auf, die dafür sorgen,
dass wir feststecken und uns davor fürchten, den
nächsten Schritt zu gehen. Vertrauen stärkt unser
Selbstvertrauen und bekräftigt erneut das, was
am besten für uns ist. (Chuck Spezzano)

„Der Weg hindurch ist der Weg hinaus!“

Hör auf, vorsichtig zu sein, auf Grund der Situation, die Du nicht willst.
Hör auf dir einzureden, dass Du das, was du tun möchtest nicht tun darfst –
und hör auf, diese Frage immer zu wiederholen; wie schrecklich.
Konzentriere dich nur auf das, was Du willst und was dich anzieht.
Denk daran – wo deine Aufmerksamkeit ist, da fließt deine Energie.

Gefühle haben heißt, das Leben zu spüren und das Leben spüren bedeutet, am Leben zu sein. Glaub an Dich. Lass dich nicht unterkriegen, nicht alle Menschen sind so wie Du, die dich täuschen.  Lass dich nicht verbiegen, es gibt Menschen, die dich so brauchen wie Du bist. Lass dich nicht besiegen von denen, die meinen sie hätten leichtes Spiel mit dir. Bewahre den Glauben an dich und Du wirst Menschen finden, die mit dir teilen.
Sei gut zu dir selbst und achte auf das, was deine Seele braucht.
Übernimm dich nicht, sei gelassen, akzeptiere dich wie Du bist.
Und lebe jeden Tag, als sei er ein Geschenk – nur für dich.

Höre auf die leise Stimme deiner Sehnsucht – dann wird dein Leben glücklich.
Pass dich nicht an und gib dich nicht geschlagen, lebe deine Träume und
verwirkliche deine Ziele. Schwimm gegen den Strom, denn nur an der Quelle
kannst du den Lauf des Flusses ändern. Lass dich niemals abbringen von den
Menschen, die nicht den Mut hatten, etwas zu ändern. Kämpfe, schöpfe Mut
und bediene dich deiner Kraft. Und lass niemals den Helden sterben, den Helden in dir.

„Ich bin diesen Weg gegangen, ich bin jenen Weg gegangen, dann bin ich meinen Weg gegangen! Ich habe Neues gewagt, weil ich im Alten nicht mehr leben will.“

Die Selbstgesprächskontrolle

Sprich in einer positiven Form zu Dir.
Ich habe viele Sportler und Menschen kennengelernt, die sich andauernd beschimpfen und selbst „niedermachen“.
Die „Selbst-zerstörung“ beginnt bereits vor dem Wettkampf und endet kurz vor dem Einschlafen. Wenn Du schon unbedingt dein Ego verletzen willst, schlage ich vor, das während einzelner Trainingseinheiten zu tun.

Während des Wettkampfs solltest Du dir selbst zur Seite stehen und dein bester Freund sein.

Also, sprich zu dir wie mit deinem liebsten Freund. Unterstütze dich, so oft es nur möglich ist und tröste dich, wenn Du Trost benötigst.

Sprich zu dir wie dein persönlicher Berater. Stell dir vor, Du betrachtest dich von außen, quasi wie dein persönlicher Coach, der von außen über sämtliche relevante Information verfügt, die dir hilfreich sein könnte. Du solltest deine Stimme ruhig und bedächtig halten und darauf achten, keine unnötigen Emotionen in dieses Selbstgespräch hereinzulassen. Am besten wären neutrale Gedanken. Bleib cool und gelassen. Wenn Du einen Anstoß von außen brauchst, verleih deiner inneren Stimme etwas mehr Ausdruck und Begeisterung. Positive Energien kannst Du niemals zu viel haben.

Analysiere aber bewerte nicht!  Anstatt dich selbst fertigzumachen und dir einzureden, wie „dumm“ oder unfähig Du doch bist, solltest Du deine Selbstgesprächsmöglichkeit dafür nutzen, um deine Fehler zu analysieren.

Sprich in der Gegenwartsform. Um einen inneren Zustand zu erlangen, der harmonische Bewegungen und eine vollkommene Leistungsentfaltung ermöglicht, muss meine Aufmerksamkeit der Gegenwart gewidmet sein. Viele Sportler erzählen sich selbst „Storys“ und lassen sogar während eines aktuellen Wettkampfes die Fehler der Vergangenheit vor ihrem inneren Auge ablaufen – zumindest sprechen sie über verpatzte Chancen und ausgelassene Möglichkeiten. Anderseits drehen sie sich in Gedankenschleifen, die zukünftige Spiel – oder Wettkampfsituationen beschreiben und gedanklich weiterspinnen wie z.B. „Wenn ich jetzt noch einmal so einen schei** Fehler wie zuvor mache, bin ich weg vom Fenster…“

Du wirst positiv überrascht sein, welche Vorteile dir zuteilwerden, wenn Du von nun an beginnst, deine Selbstgespräche in die Gegenwart zu verlagern und damit automatisch eine Erhöhung deiner Konzentrationsfähigkeit zu erfahren.

„In jedem von uns steckt ein Held; sprich zu ihm, und er wird
zum Vorschein kommen.“

– Marita Schroeder – The Future Force

© 2015 text by Marita Schroeder

Review passieren lassen

Eine ebenfalls unverzichtbare Imaginationsform ist der mentale Rückblick einer sportlichen Leistung. Im Gegensatz zum Replay („Sich-noch-einmal-in-die-perfekte-Bewegung-hineinversetzen“) werden nicht nur Bewegungssequenzen und Befindlichkeiten in den Fokus der Aufmerksamkeit gestellt, sondern der gesamte Tagesablauf wird erfasst, der Zeitpunkt vom Aufstehen bis zum Schlafengehen. Weiterhin befasst sich der Sportler nicht vorwiegend mit seinen Bewegungen und technischen Belangen, sondern kümmert sich um seine gesamte Persönlichkeit.

Aufmerksamkeitsaspekte sind daher:

  • Die emotionale Grundverfassung
  • Die gesamte mentale, körperliche Vor- und Nachbereitung
    der sportlichen Leistung
  • Der komplette Tagesablauf
  • Besonderheiten dieses Tages, Erlebnisse und Höhepunkte
  • Grad an Konzentration
  • Innere Überzeugungen und Überlegungen
  • Ängste, Zweifel – Leistungsminimierer
  • Erregungsniveau: Grad an An- und Entspannung
  • Körperliches Gesamtniveau und Verfassung
  • Zielorientierung

Ziel des Review ist die Rückschau eines gesamten Wettkampftages,
ohne 
jedoch wertend oder verurteilend an diese Vorstellung heranzugehen.
Vielmehr zielt dies Nachbereitung auf eine zusätzliche Lernerfahrung
und 
Feedbackmöglichkeit ab.
Möglicherweise lassen sich durch den zeitlichen Abstand zusätzliche Informationen nutzen, die durch die Hektik des Wettkampfgeschehens außer Acht gelassen wurden.
Darüber hinaus kann der Sportler Rückschlüsse ziehen (zumindest wenn
er das
Review regelmäßig betreibt), welche Faktoren zu einer gelungenen Leistung beigetragen haben, bzw. welche Aspekte und Besonderheiten zu berücksichtigen sind, um den Flow zu erreichen.

– Marita Schroeder – The Future Force

© 2015 text by Marita Schroeder

 

 

Ihre Träume und Ihre Ziele

„Werkzeuge“ über das Erreichen Ihrer Träume und Ihrer Ziele.

Um Ihre Träume und Ziele besser verwirklichen zu können, müssen Sie Ihren Kopf von Glaubenssätzen und Missverständnissen freibekommen. Diese Glaubenssätze und Missverständnisse wirken sich negativ auf Sie aus und halten Sie meistens davon ab Ihre ersehnten Träume und Ziele zu erreichen.
Hier sind fünf Werkzeuge über das Verwirklichen Ihrer Träume und Ziele.

Träume sind Ziele
Die Begriffe Träume und Ziele werden oft synonym verwendet, sie sind aber sehr verschieden. Träumen wird oft kein Ende gesetzt oder ein konkreter Plan wie sie zu verwirklichen sind. Träume verwirklichen sich „eines Tages“. Und Ziele sind in ständiger Arbeit.

Verfolgen Sie es weiter, auch wenn sie den Elan verloren haben.
Was, wenn Sie einen Traum in ein Ziel verwandeln und danach streben es zu erreichen, währenddessen aber bemerken, dass Sie die Leidenschaft dafür verloren haben? Machen Sie weiter wie bisher, auch wenn Ihnen an manchen Tagen der Wille fehlt.

Es gibt drei Möglichkeiten, die Sie ausprobieren können.
1. Machen Sie eine Pause – Vielleicht haben Sie die Motivation verloren (dies tut jeder) und Sie brauchen Zeit um sich zu regenerieren. Diese Zeitspanne kann irgendwo zwischen ein paar Wochen oder sogar mehreren Monaten liegen. Gönnen Sie sich diese Ruhe. Tanken Sie neue Kraft, für das was kommt.
2. Geben Sie Ihren Zielen mehr Gewicht – Finden sie heraus, was Sie an dem Ziel stört. Ist es die harte Arbeit? Falls dem so ist, sollten Sie nicht aufgeben, weil harte Arbeit nun einmal schwer ist und man nicht drum herum kommt.
3. Ändern Sie Ihr Ziel – Wenn Ihre Entscheidung falsch war und Sie das Ziel nicht erreichen können, lernen Sie daraus und ändern Sie Ihre Pläne ohne Zögern. Sie können das größte Ziel erreichen, wenn Sie den Weg in kleinen machbaren Schritten planen und mit Geduld und Ausdauer verwirklichen.

Niemand sollte Ihre Träume und Ziele angreifen.
Es ist sehr wichtig, dass Sie die Kontrolle über Ihre Träume und Ziele beibehalten. Und denken Sie daran, es gibt nur eine wirkliche Hilfe: Die Hilfe dabei, sich aus eigener Kraft selbst zu helfen. Aber manchmal ist es nötig für Sie, dass Sie jemandem einen Teil davon offenbaren, damit dieser Ihnen helfen kann. Es ist oft schwer ein Ziel ohne die Hilfe anderer zu erreichen. Den Wert einer Hilfe messen Sie aber nur an dem Ergebnis und nicht an dem Lärm, mit dem sie verkündet wird. Erkennen Sie Ihre wahren Helfer. Beachten Sie aber: Je öfter Sie sich helfen lassen, um so mehr verlernen Sie, sich selbst zu helfen.  Aber natürlich haben Sie letzten Endes die größte Kontrolle über das Erreichen Ihrer Ziele.

„Ich sollte auf den perfekten Zeitpunkt warten?“
Der beste Zeitpunkt um einen Traum zu verfolgen. Existiert er? Was Sie träumen, können Sie auch tun. Es gibt keinen richtigen oder falschen Zeitpunkt. Der perfekte Zeitpunkt entsteht in dem Augenblick, indem Sie sich entschieden haben aus Ihren Träumen aufzuwachen – und zweifeln Sie nicht, wenn Sie entschieden haben. Entscheiden Sie auch nicht halbherzig. Entweder ganz oder gar nicht. Suchen Sie nie nach irgendwelchen Ausreden!

 

 

 

 

 

Am Ende des Tages

Konzentriert Eure Energie auf die Dinge, die wirklich wichtig sind! Es wird immer Ablenkungen geben, die Euch von der Erreichung Eurer Ziele abhalten. Geht nicht auf sie zu. Ignoriert Ablenkungen. Wie habt Ihr Eure Fähigkeiten und Kenntnisse in den letzten Tagen erhöht? Habt Ihr Eure Zeit mit Menschen verbracht, die Euch helfen Euch zu verbessern? Die Euer Leben bereichern können? Was tut Ihr, um in Eurem Leben die nächste Stufe zu erreichen? Werden Eure aktuellen Anstrengungen in den nächsten Tagen noch erfolgreicher sein als Ihr sie gerade erlebt? Seid ehrlich mit Eurer Einschätzung. Denkt daran: Jede Veränderung geschieht vom Inneren zum Äußeren. Jede Veränderung beginnt mit einem Selbstkonzept. Ihr müsst die Person, die Ihr werden möchtet, im Inneren werden, bevor Ihr das Erscheinungsbild dieser Person im Äußeren sehen könnt.

Ihr habt alle die Stärke, um ein größeres Leben zu leben.
Fordert Euch selbst.

Nehmt das Risiko! Werdet mutig. Ihr habt nichts zu verlieren.
Es gibt kein Gesetz, das sagt, dass Ihr die ganze Welt auf den Schultern tragen müsst.
Die Leere und der Mangel an Erfüllung in Euch ist oft zu viel, was man ertragen kann.
Lebe deinen Traum! Tue was du fühlst.
Gönne Dir eine mentale Pause und nimm Dir die Zeit, um zentriert zu sein.
Das Leben ist auf deiner Seite. Du bist leistungsfähiger, stärker und mutiger
als Du glaubst
und intelligenter als Du denkst.

Und denk daran, am Ende des Tages:  Es ist dein Leben!

 

 

Die Angst vor dem Glück

Wir alle kennen diese Angst. Wenn wir genau wissen, dass wir handeln müssten und wie das voraussichtliche Ergebnis davon aussehen wird. Wenn wir uns bewusst sind, dass die Chancen zu gewinnen größer sind als diejenigen zu verlieren. Und trotzdem unternehmen wir nichts. Wir bleiben passiv, lassen unser Gehirn nach weiteren Gründen und Ausreden suchen, warum es so besser ist und fühlen uns gleichzeitig schlecht und mies, weil wir den Plan in unserer Hand halten, aber nicht in der Lage sind danach zu handeln.

Wir haben im Grunde gar nicht Angst vor dem Scheitern. Es ist nicht so als würden wir einen riesigen Alligator vor uns sehen, der uns schreckliche Angst einjagt. Es ist vielmehr die Erwartung der Angst vor dem Versagen, die uns zurückhält und dafür sorgt, dass wir nicht die Dinge tun, die wir eigentlich tun wollen.

Wir beschränken uns damit selbst in unserem Leben und finden verschiedene Ausreden dafür, warum wir es nicht tun können und warum es nicht funktionieren wird, ohne zu merken, dass das Einzige, das uns zurückhält, unser Denken ist. Unsere Gedanken und unsere geistige Einstellung können uns zum Erfolg führen oder uns jahrelang davon abhalten.

„Als ich all meine Ausreden verlor, fand ich meine Träume“

Der Erfolg entsteht zuerst im Kopf. Dort muss er manifestiert werden. Doch damit wir den Glauben an uns zurückgewinnen können und nicht mehr an das Scheitern glauben, müssen wir oft große Anstrengungen unternehmen. Zumindest sieht es so aus, wenn wir nicht weiterkommen. Hinterher wundern wir uns immer wie einfach es ist.

Aber Angst vor dem Scheitern ist nichts, das man hat oder nicht. Jeder hat sie. Sogar Helden haben Angst, doch sie lassen sich nicht von ihr aufhalten. Wenn man der Angst nachgibt und sie gewinnen lässt, wird man von ihr beherrscht. Falls man sich von einem Gefühl abhalten lässt die Dinge zu tun, die man tun will, ist man nicht mehr Herr seines Schicksals. Letztlich gibt es nur zwei Möglichkeiten: Die Angst konfrontieren oder davonlaufen.

Man hat immer die Wahl und mit jeder der Entscheidungen muss man leben. Der einzige Weg an der Angst vorbei, führt durch die Angst.

„Der Wille zu gewinnen muss größer sein als die Angst zu verlieren“

Was ist zu tun?

Jedesmal wenn man merkt, dass die Angst vor dem Scheitern wieder da ist, sollte man sagen: “Ich kann es tun!” oder “Tu es einfach!”. Wichtig ist dieses Angstdenken zu unterbrechen und das negative Denkmuster nicht zu erlauben, sondern dagegen ankämpfen. Außerdem sollte man nicht zu viel nachdenken und überlegen, ob es klappt, sondern einfach mutig sein und handeln. Man kann die Angst nur überwinden, indem man etwas tut – durch Nachdenken wird sie nicht verschwinden, sondern nur noch stärker werden.

„Es gibt keine Grenzen. Nicht für den Gedanken, nicht für die Gefühle.
Die Angst setzt die Grenzen.“

„Gartenarbeit“ á la Bruce Lee

Bruce Lee, nicht nur bekannt durch seine besondere Körperbeherrschung, sondern auch durch sein Verständnis des menschlichen Geistes und der Wichtigkeit psychischer Faktoren, entwickelte eine ganz besondere Form des Umgangs mit beeinträchtigenden Gedanken.

Der amerikanische Schriftsteller Joe Hyames beschreibt folgende Szene:

„Aber was ist das, wenn negative Gedanken in den Geist eindringen? Während einer meiner Trainingsstunden mit Bruce Lee war ich in Gedanken bei einem Brief, den mir ein Verleger geschickt hatte. Er bat mich, mehrere Kapitel eines Buches umzuarbeiten, auf das ich schon viel Zeit verwendet hatte. Ich war niedergeschlagen und überzeugt, dass das Buch nicht erscheinen könnte. Bruce merkte sofort, dass ich abgelenkt war, und erkündigte sich nach dem Grund. Ich erzählte ihm, was mir im Magen lag.
„Der Geist ist wie ein fruchtbarer Garten“, sagte Bruce. „Da wächst alles, was Du säen möchtest: schöne Blumen oder Unkraut – erfolgversprechende Gedanken oder negative, die wie Unkraut die anderen ersticken und überwachsen.“
„Gut und schön“, sagte ich, „aber die Gedanken sind nun mal da. Wie kann ich sie loswerden?“
„Ich werde Dir ein Geheimnis verraten, wie ich meinen Geist von negativen Gedanken befreie“, sagte Bruce. „Wenn solche Gedanken meinen Geist betreten, dann stelle ich mir vor, sie wären auf ein Stück Papier geschrieben. Dann visualisiere ich, wie ich das Stück Papier zu einem festen Ball zusammenknülle. als nächstes zünde ich den Papierball an und schaue zu, wie er zu Asche verbrennt. Der negative Gedanke ist zerstört und wir nie wieder in meinen Geist eindringen.
„Toll!“ sagte ich. „Aber wie kann ich das Selbstvertrauen entwickeln, um diese Arbeit zu erledigen?“
„Dadurch, dass Du statt Versagen Erfolg visualisierst, dass Du überzeugt bist, „Ich kann es schaffen-, statt „Es klappt nicht.“

„Negative Gedanken können dich
nur dann überwältigen, wenn Du ihnen 

Raum lässt und ihnen gestattest, dich
zu bezwingen.“

– Marita Schroeder – The Future Force

© 2015 text by Marita Schroeder

 

Was hindert dich daran, deine Ziele zu erreichen? – Wegweiser!

Denn um den Weg zu einem Ziel erfolgreich zu beschreiten, brauche
ich nicht nur den Wunsch und das Bedürfnis, mich zu verändern,
sondern 
ebenso das entsprechende Wissen, wie ich vorgehen soll. Ich muss einen Weg finden, das Gewünschte umzusetzen, mir quasi eine Chance dazu bieten.

Die wesentlichen Entscheidungen sind demnach:

  • worauf Du deine Kräfte lenken möchtest
  • welchen Rahmen Du dazu benötigst
  • welche Bedeutung Du dir, den erwünschten Zuständen und
    den anderen beimisst
  • was Du als erstens tun wirst, um die deinem Entwicklungsstand
    angemessenen Ziele zu verwirklichen
  • welche Ressourcen Du dafür einsetzen möchtest.Zusammenfassung:
  1. Zielorientiertes Denken macht Lust auf neue Weg und Mut, sie zu gehen.
  2. Denke an ein Resultat, das Du erreichen möchtest, und bleib hungrig.
  3. Der intensive Gedanke an an Resultat wird bereits viele Ressourcen und
    Potentiale freilegen!
  4. Formuliere dein Ziel positiv.
  5. Bleib auf dem Boden, Junge (oder knapp darüber)
  6. Behalte alles im Auge.
  7. Konsequentes Bewusstsein und ein beständiger Wille, etwas Größeres,
    Erfüllenderes zu erreichen, befähigen uns zu Spitzenleistungen.
  8. Das Denken vom Ziel her ist das Denken der Zukunft.
  9. Selbstmotivation ist das Ergebnis ansprechender Ziele.
  10. Stell deine Ziele symbolisch bildhaft dar und benutze einen
    Zielanker.
  11. Unterscheide kurz-, mittel- und langfristige Zielsetzungen.
  12. Nutze den Tag!
  13. Entscheidungen zu treffen, ist der erste Schritt, eigenverantwortlich
    mit der Zukunft umzugehen.
  14. Glaube an Dich und deine Fähigkeiten!

„Wir sind für das verantwortlich, für das
was wir tun, aber auch
für 
das was wir
nicht tun!“

– Marita Schroeder – The Future Force

© 2016 text by Marita Schroeder

Der Weg zu sportlicher Leistung

Ich gehe von der Annahme aus, dass gezeigte Leistungen nur
in den seltensten Fällen den tatsächlichen möglichen Potentialen
entspricht. Viel zu sehr wird unser Potential durch unterschiedlichste charakterisierende Eigenschaften eingeschränkt
und im Zaum gehalten.

Solche „Leistungsminimierer“ können sein:

  • Ängste
  • Übererregung
  • keine Zielvorstellungen
  • Selbstzweifel
  • geringes Selbstbewusstsein
  • keine Motivation
  • eingeschränkte Überzeugungen
  • grundsätzlich im Rahmen der „unterschiedlichen logischen Ebenen“ dargestellten „Versagensmöglichkeiten“ und „einschränkenden Zugriffe“ auf das vorhandene Potential

Diese einschränkenden Faktoren der Leistungsentwicklung und vor allem die Unfähigkeit, mit den gegebenen Schwierigkeiten umzugehen, lässt so manchen Sportler nicht nur im Hochleistungssport als Sportskanone sondern – was viel schwerwiegender ist – als Mensch „schlecht“ aussehen. Für viele ist daher ein voller Zugriff auf die angelegten Reserven unmöglich und erscheint oftmals mehr zufällig aufzutreten, als bewusst gesteuert und beeinflusst zu sein.

Leistung ist die Summe aus Fertigkeitsgrad, körperlicher Vorbereitung und Leistungsfähigkeit bzw. psychischem Wettkampfvermögen.

Manchmal erscheint es mir, als ob für den „Rest der Welt“ die Leistung nur aus den Faktoren Körper und Technik bestimmt wird. Anders könnte ich es mir nicht erklären, dass tausend Stunden auf den Trainingsplätzen verbracht werden, aber kaum Zeit für eine solide psychologische Betreuung in Anspruch genommen wird.
Die meisten Trainer wissen noch nicht einmal, was man unter dem Begriff „mentales Training“ versteht und welche Möglichkeiten sich dadurch ergeben. Wenn nur ein Bruchteil der Trainingszeiten dafür aufgewendet werden würde, grundsätzliche psychologische Abläufe (noch dazu des eigenen Gehirns) zu verstehen, könnten zumindest die Misserfolge wegen schwankenden Leistungen minimiert werden. 

Viele Menschen scheinen zu denken, dass der Erfolg in einem Bereich
das Scheitern in anderen Bereichen kompensiert. Aber kann es das tatsächlich?
Wahre Leistungsfähigkeit erfordert Balance.
Das Ausmaß deiner Errungenschaften und die Qualität deiner Leistungen
werden zu einem großen Teil davon abhängen, wie groß die Person ist, die
du in dir selbst siehst, welche Art von Bild du von deinem eventuellen Selbst
hast, von deinem bestmöglichen Selbst. Nach meiner Erfahrung, braucht es Fokus, Mut, Wissen, Kompetenz, 100 Prozent Leistung, eine Niemals-aufgeben-Einstellung und natürlich
eine reiche Geisteshaltung, um siegreich zu werden.

”Wir alle haben eine große innere Kraft.
Die Kraft ist der Glaube an sich selbst.
Es gibt wirklich eine Einstellung zum Gewinnen.
Du musst dich selbst als Gewinner sehen, bevor Du gewinnst.
Und Du musst hungrig sein.
Du musst den Sieg wollen.”

– Marita Schroeder – The Future Force

© 2015 text by Marita Schroeder

 

Junge Spieler

Ich bin davon überzeugt, dass eine wesentliche Aufgabe des Spitzensports die Entwicklung jugendlicher Menschen zu integren Persönlichkeiten darstellt, also zu Sportlern, die einen engen Kontakt zu ihrem Körper und ihren Gefühlen stehen. Leistungsdenken sowie die generell einseitige  Ausrichtung auf äußere Wertmaßstäbe und absolute Ergebnisse verstellen uns den Blick nach innen, verhindern die „Innenschau“.

Im Beratungs- und Trainingsprozess vor allem jugendlicher Sportler geht es einerseits natürlich um die Steigerung der Leistungsfähigkeit durch den Einsatz mentaler Techniken, aber anderseits, und diese Seite sollte nicht vergessen werden, auch um eine Begleitung in Richtung Innerlichkeit, Eigenverantwortlichkeit, Mitgefühl und Beziehungsfähigkeit. Wir sollten keine „Leistungsroboter“ züchten.
Mentales Coaching bedeutet, sehr viel Wert auf die Entfaltung von Persönlichkeiten zu legen – auf Gewinnerpersönlichkeiten.
Mentales Coaching ist ein personenzentriertes  und zielorientiertes Konzept zur Optimierung aller vorhandenen Kräfte und Ressourcen im Menschen.

Das Ziel eines Spielers muss es sein, die innere Freiheit zu gewinnen und Herr seiner selbst zu sein. Er benötigt ein gutes Maß an Selbsterkenntnis, um sich selbst zu lenken und nicht Spielball der äußeren Versuchungen zu werden.

„Von allen Menschen, die
Du im Laufe deines Lebens
kennenlernst, bist Du der
Einzige den du nie verlässt
und nie verlierst.
Auf die Frage nach dem
Sinn des Lebens bist Du
die einzige Antwort.
Für die Probleme deines
Lebens bist Du die
einzige Lösung.“

– Marita Schroeder – The Future Force

© 2015 text by Marita Schroeder

Heilungsprozess mental unterstützen

Verletzung:

Nach einer Verletzung (oder Krankheit) warten wir oft sehnsüchtig darauf, wieder gesund zu werden. Wir können diesen Heilungsprozess mental verschiedenartig unterstützen.

Bei einer Erkrankung oder Verletzung können wir uns nach der „fachgerechten Versorgung“  (bildlich) vorstellen, dass bei jedem Pulsschlag im Bereich der erkrankten, verletzten Stelle alles was nicht zum gesunden Körper gehört, abtransportiert und ausgeschieden wird (geschädigtes Gewebe, abgestorbene Zellen, Bakterien …) und nähr- und sauerstoffreiches Blut den Körperteil, das Organ versorgt.
Den momentan erkrankten, verletzten Teil füllen wir mit Licht. Gut eignet sich die Vorstellung, dass mit Sonnenlicht die ganze Partie durchdrungen wird. Wir können uns auch vorstellen, wie wir den Heilungsprozess spüren zum Beispiel durch ein leichtes Kribbeln.
Dann ist auch die Vorstellung sehr wichtig, wie die Erkrankung oder Verletzung wieder vollständig geheilt ist. Sich vorstellen wie sich das anfühlt – immer mit dem Gedanken: „Ich bin gesund!“.

Dieses Mentaltraining müssen wir nicht stundenweise machen. Es wirkt schon ganz massiv, wenn es mehrmals am Tag (3 bis 4mal) einige Minuten lang gemacht wird. Wichtig dabei ist die bildliche Vorstellung und das Gefühl, das empfunden wird, wie es sein wird, wenn der Heilungsprozess abgeschlossen ist.

Achtung: die mentale Unterstützung ersetzt nicht den Arzt oder Heilpraktiker oder sonstige Fachleute! Es ist aber eine sehr wirksame Unterstützung.

Bei Stress:
Bei Stressreduzierung hilft die Butterfly-Methode  (nach Besser-Siegmund/Siegmund):

Die „Butterfly-Methode“ ist eine Rechts-Links-Stimulation.
Du kannst durch das Selbst-Tapping einen Entstressungseffekt erzielen. Beide Arme vor dem Brustkorb kreuzen und sich abwechselnd rhythmisch auf die Schultern klopfen. Funktioniert auch als kreuzweises Tapping der Oberschenkel oder Knie. Die linke Hand tippt immer auf die rechte Seite und umgekehrt die rechte Hand auf die linke Seite.

„Stress is when you wake up screaming and
you realize you haven“t
fallen asleep yet.“

– Marita Schroeder – The Future Force

© 2015 text by Marita Schroeder

Matajuro und die Meisterschaft

So machte Matajuro sich auf den Weg zum Berg Futara, wo Banzos Hütte stand. Als er dort den Schwertmeister traf, erklärte ihm dieser zunächst, dass er ihn als Schüler nicht annehmen werde, da Matajuro die Voraussetzungen zum Schülersein nicht erfülle. Aber Matajuro ließ nicht locker: „Wenn ich jedoch hart arbeite und Ihre Weisungen aufs genaueste befolge, wie viele Jahre werde ich brauchen, um die Meisterschaft zu erreichen?“. „Zehn Jahre“, sagte Banzo. „So lange kann ich nicht warten“, erwiderte Matajuro, „mein Vater wird alt, und ich muss bald nach Hause, um ihn zu pflegen. Wenn ich mir noch mehr Mühe gebe und noch härter arbeite, wie lange dauert es dann?“ „Dreißig Jahre“, antwortete der Meister. „Das kann doch nicht sein“, rief Matajuro. „Zuerst sagt Ihr zehn, dann dreißig Jahre. Ich will es noch einmal wiederholen. Wenn ich Tag und Nacht arbeite und keine Mühe scheue, um diese Kunst so schnell wie möglich zu lernen, wie lange werde ich brauchen?“

„Siebzig Jahre“, sagte Banzo, „denn mit so viel Eile lernt man nur langsam“. Endlich verstand Matajuro. Er legte sein Ungeduld und seine Ansprüche ab und verzichtete auf alle Bedingungen.
„Ich bin einverstanden“, erklärte er, und Banzo nahm ihn als Schüler an. Doch zugleich forderte er ihn auf, niemals vom Fechten zu reden und kein Schwert anzurühren. Drei Jahre lang stellte der Meister auf diese Weise Matajuros Geduld auf die Probe. Er musste kochen, im Garten arbeiten und Holz sammeln. Es gab keine Schwertübungen, die Waffe wurde noch nicht einmal erwähnt. Matajuro war traurig, er wusste nicht, wie er auf diese Weise die Schwertkunst erlernen sollte. Doch er hielt sein Versprechen und zügelte seine Wünsche.

Eines Tages, als Matajuro gerade im Garten arbeitete, schlich sich Banzo von hinten an ihn heran und versetzte ihm einen fürchterlichen Schlag mit dem Holzschwert. Am darauffolgenden Tag geschah dasselbe. Schließlich konnte Matajuro sich in keinem Augenblich mehr sicher fühlen. Banzo verfolgte ihn Tag und Nacht, und jedesmal wenn Matajuro nicht aufpasste, bekam er des Meisters Holzschwert zu spüren. Er lernte, auf jede Kleinigkeit in seiner Umgebung zu achten, aufmerksam und wach zu sein. Nach dem Matajuro seine Wünsche abgelegt, seine Ungeduld gezügelt und gelernt hatte, in jedem Augenblick seines Lebens konzentriert zu sein, begann der Meister, ihn in der Schwertkunst zu unterrichten…

…Bald darauf war er der größte Schwertfechter des Landes!

(Quelle: Thomas Zerlauth)

 

 

Einstellung zu Schwierigkeiten

Jeder Spieler ist mental stark, solange es keine Schwierigkeiten gibt – das wahre Können und die psychische Wettkampffähigkeit stellt sich hingegen erst bei Problemen heraus.

Die Schwierigkeit interessiert mich nicht, mir geht es um den konstruktiven Umgang mit Problemen. Durch meine Fähigkeit, Schwierigkeiten zu handhaben,  bin ich an diesem Punkt angelangt. Ich bestimme selbst und habe dafür die Verantwortung zu übernehmen, in welcher Form mich ein Problem beeinflussen kann. Um an die Weltspitze zu gelangen, werde ich noch viele Schwierigkeiten lösen müssen – ich will Spitzenklasse erreichen und muss daher ein guter Problemlöser sein.

Jedes ungelöste Problem ist sowohl Chance als auch Herausforderung, um zu beweisen, was ich bereits kann oder welche Fähigkeit ich mir noch aneignen muss.

“Du musst mit einer Idee, einem Problem oder einem Fehler, den Du
ausbessern möchtest brennen. Wenn Du nicht von Anfang
an leidenschaftlich genug
bist, wirst Du es nie durchhalten“

                                                                    – Steve Jobs

 

– Marita Schroeder – The Future Force

© 2015 text by Marita Schroeder

Das Geheimnis vom „Inneren Lächeln“

Negative Emotionen wie Ärger, Trauer und Nervosität werden als „Energieräuber“ betrachtet, welche zu Disharmonie und auf Dauer zu chronischen Krankheiten führen. Eine Möglichkeit, sich ein Gefühl der
inneren Zufriedenheit und des Glücks zu sichern, entdeckst Du im Geheimnis des 
„Inneren Lächelns“.

In dem die Lebensenergie freigesetzt und das gesamte Nervensystem harmonisiert wird, wird auch Stress abgebaut.
Wenn Du in schlechter Laune bist und jemand schenkt Dir ein
Lächeln, so wirst Du 
wahrscheinlich zurück lächeln und fühlst
dich mit einem Schlag besser.
Sich selbst dieses Lächeln zu schenken, hat eine heilende Wirkung.
Ein echtes Lächeln birgt ungeheure Kraft!

Die Augen sind mit allen Organen und den Sinnen verbunden. Das Lächeln, als stärkstes Ausdrucksmittel persönlicher Kraft wirkt wohltuend auf den gesamten Organismus. Mit ein wenig Übung kann das innere Lächeln ein Teil deines Lebens werden.

Lächle dir selbst zu, wo immer Du sitzt, gehst oder stehst. Lass dieses Gefühl der Freude deinen ganzen Körper durchdringen. Erkenne und nimm wahr, wie sich deine Gesichtsmuskeln lösen, die Muskeln von Wangen und Lippen ihre Spannung verlieren und ein freundliches Lächeln entsteht.
So wirst Du in kürzester Zeit selbst bemerken, was Lebensenergie wirklich bedeutet. Du wirst sehr angenehm überrascht sein…

Negative Emotionen wie Ärger, Trauer und Nervosität werden als „Energieräuber“ betrachtet, welche zu Disharmonie und auf Dauer zu chronischen Krankheiten führen. Eine Möglichkeit, sich ein Gefühl der inneren Zufriedenheit und des Glücks zu sichern, entdeckst Du im Geheimnis des
„Inneren Lächelns“.

In dem die Lebensenergie freigesetzt und das gesamte Nervensystem harmonisiert wird, wird auch Stress abgebaut. Wenn Du in schlechter Laune
bist und jemand schenkt Dir ein Lächeln, so wirst Du 
wahrscheinlich zurück lächeln und fühlst dich mit einem Schlag besser. Sich selbst dieses Lächeln zu schenken, hat eine heilende Wirkung. Ein echtes Lächeln birgt ungeheure Kraft!

Die Augen sind mit allen Organen und den Sinnen verbunden. Das Lächeln, als stärkstes Ausdrucksmittel persönlicher Kraft wirkt wohltuend auf den gesamten Organismus. Mit ein wenig Übung kann das innere Lächeln ein Teil deines Lebens werden.

Lächle dir selbst zu, wo immer Du sitzt, gehst oder stehst. Lass dieses Gefühl der Freude deinen ganzen Körper durchdringen. Erkenne und nimm wahr, wie sich deine Gesichtsmuskeln lösen, die Muskeln von Wangen und Lippen ihre Spannung verlieren und ein freundliches Lächeln entsteht.
So wirst Du in kürzester Zeit selbst bemerken, was Lebensenergie wirklich bedeutet. Du wirst sehr angenehm überrascht sein…

“Zu oft unterschätzen wir die Macht einer Berührung, eines Lächeln,
eines netten Wortes, eines zuhörenden Ohres, eines ehrlichen Kompliments,
oder die kleinste Form der Zuwendung, die alle das Potential haben
dem Leben eine neue Richtung zu geben.”

                                                             – Leo Buscaglia


– Marita Schroeder – 
The Future Force

2015 text by Marita Schroeder