Archiv für den Monat: März 2015

Siegt, aber triumphiert nicht.

„Es gibt keinen geborenen Verlierer, Ihr lernt zu verlieren, und deshalb könnt Ihr auch lernen, wieder zu gewinnen!“

Zuerst trainierst du den Geist, dann trainierst du den Körper. Durch das Trainieren werden Geist und Körper eins, und dein Körper vollzieht, was Du im Denken in dein Unterbewusstsein programmiert hast.

Allen voran stehen die 3 wichtigen Erkenntnisse:

  1. Wer nach eigenen Vorstellungen leben will, muss Fremderziehung durch Selbsterziehung ersetzen. Wer diese Entscheidung nicht fällt, hat keine Chance, ein freier Mensch zu sein.
  2. Fremderziehung funktioniert durch Bedrohung und Angst und führt zu innerem Widerstand. Die Grundlage der Selbsterziehung ist das sensible Eingehen auf sich selbst und das Selbstvertrauen nach der self-talk Formel: „Gleichgültig, was sich mir heute entgegenstellt – ich bewältige es.“
  3. Das Leben nach eigenen Vorstellungen ist erlernbar. Aber nur, wenn man lange genug geduldig übt, bis sich alles, was man erreichen will, ganz von selbst ergibt. Der größte Feind des Übens ist die Ungeduld.

Sich im Training vor niemanden bestätigen zu müssen und frei von jedem äußeren Druck zu sein, stärkt ganz von selbst Schritt für Schritt die Selbstsicherheit.
Diese Erkenntnis erscheint deshalb so bedeutend, weil Fremderziehung auf genau dem gegenteiligen Prinzip beruht. Der Erzieher muss sich ständig selbst erhöhen, indem er den Schüler erniedrigt. Sonst verliert er seine Autorität und wird überflüssig.
Eine bildhafte Vorstellung kann lauten: Wenn Du für dein ganzes Leben ein konkretes Ziel hast und daran arbeitest, kannst Du dein Leben wie eine Pyramide bauen. Jeder Tag ist ein Stein, den Du auf den anderen legst.
Wenn Du bei jeder Entscheidung die ganze Pyramide im Auge hast, stärkst Du mit jedem einzelnen Stein deine gesamte Persönlichkeit. Du weißt immer, warum Du etwas tust. Das gibt deinem Leben die Kraft, alle Hindernisse zu bewältigen. Gerade deshalb glaube ich ja daran, dass das JEDER kann, wenn er bereit ist, aus dem Leben aus erster Hand zu lernen
Abschließend noch: Wenn Du an jedem Tag nur darauf reagierst, was dir von anderen angeboten wird, baust Du an den Pyramiden anderer, die deine Fähigkeiten für ihren Vorteil nützen. Und wenn Du dich eines Tages nach dem Sinn deines Lebens fragst, wirst Du sagen müssen: „Ich habe nicht für mich gelebt, sondern nur für andere…“

– Marita Schroeder – The Future Force

© 2015 text by Marita Schroeder

 

 

Bevor Du lernen kannst, andere zu besiegen –

                                                              – musst Du erst mal lernen, gut zu stehen.

Lerne, dass Nachgeben Verteidigung und gleichzeitig Angriff ist, denn der Gegner gegen sich selbst führt. Ist denn Nachgeben nicht einfach ein Zeichen von Schwäche? Soll ich jetzt vor meinen Gegnern davonlaufen und ihnen kampflos das Feld überlassen? Mitnichten.
Die Fähigkeit, nachzugeben, ist in unserer Sammlung von erfolgreichen Möglichkeiten, die universellste und mit Abstand die mächtigste. Dass Nachgeben als Schwäche gesehen wird, zeigt uns außerdem, dass sie zu den verborgenen Waffen gehört. Und da der Gegner nie erkennen kann, wann wir sie einsetzen, ist sie praktisch nicht abzuwehren. Wer weichen kann, so zeigt uns die Natur, wird überleben.
Bevor ich jetzt noch tiefer in das Prinzip des Nachgebens eintauche, möchte ich dir demonstrieren, was damit möglich ist. Da Du für diese Übung einen Partner brauchst, machst Du diese auch erst dann, wenn ein solcher vorhanden ist.

  • Stelle dich mit leicht gegrätschten Beinen fest auf den Boden. Der Abstand zwischen deinen Füßen sollte ungefähr eine Armlänge betragen. Kippe dein Becken leicht nach vorne, so dass es über die Fersen kommt. Schließe deine Augen.
  • Konzentriere dich jetzt auf deinen Körper. Beginne bei den Fußsohlen und fühle deine Verbindung mit dem Boden. Spürst du, wie dein Gewicht auf dem Boden lastet? Wie du beginnst, dich wie ein Baum mit diesem zu verwurzeln? Ehrlich sein, nichts einreden, das bringt nichts. Es kann 5 oder auch 10 Minuten dauern, bis sich dieses Gefühl einstellt.
  • Wenn Du dann meinst, wirklich fest zu stehen, rufst Du einen Partner. Dessen Aufgabe ist es, ganz vorsichtig zu versuchen, dich aus dem Gleichgewicht zu bringen.
  • Dazu legt er seine flachen Hände oberhalb deiner Brust und gibt dir einen ganz leichten, weichen Stoß.
  • Falls Du jetzt versuchst, dem Druck standzuhalten, wirst Du umfallen. Du bist ein Baum, vergiss das nicht. Fest verwurzelt und doch fähig, nachzugeben.
  • Gehe mit der Bewegung mit, weiche ihr nicht aus. Nun steigert dein Partner ganz langsam die Kraft der Stöße.
  • Nicht dagegenhalten, ausbalancieren lassen…

In einem Kampf gibt es nun zwei Wege, die Technik des Nachgebens anzuwenden. Man kann tatsächlich weichen, um die Angriffsenergie des Gegners an einem vorbeizulassen. Man kann das Nachgeben aber auch nur vortäuschen, um selbst Raum zum Angriff zu gewinnen. Das echte Nachgeben, und sei es auch nur für einen kurzen Moment, ist eine stark unterschätzte Möglichkeit, den Verlauf eines Kampfes zu verändern.

„Unser Fokus sollte nicht auf den Kampf, sondern auf
den Sieg gerichtet sein. Nicht auf das Beweisen des eigenen
Mutes, sondern schlicht auf den eigenen Vorteil.“

– Marita Schroeder – The Future Force

© 2015 text by Marita Schroeder

Plötzlich, bin ich wieder da, lebe, lache und fühle!

Viel zu oft wird von den Menschen erwartet, dass sie einfach nur funktionieren, diese Erwartungen habe ich „zu ihrer vollsten Zufriedenheit“ erfüllt!

Irgendwann und irgendwo verlor ich den Sinn,  sah den Weg nicht mehr und ging über Scherben. das tat unendlich weh, bis ich irgendwann gar nichts mehr spürte und völlig taub war!

Ich ging weiter und weiter, nicht weil ich wollte, sondern weil ich musste! viel zu oft wird von den Menschen erwartet, dass sie einfach nur funktionieren, diese Erwartungen habe ich „zu ihrer vollsten Zufriedenheit“ erfüllt, nur mich habe ich dabei vergessen.

Selbsthass, Schmerz und negative Gedanken, Tag für Tag, aber wer möchte schon immer in dieselbe Einbahnstraße fahren. Irgendwie wurde das zur Gewohnheit, es war mein Alltag, stumpf durch die Minuten, Stunden und Tage zu rennen. Aus Angst für immer so emotionslos zu sein, setzte ich mich auch immer wieder in verschiedenen Momenten unter Druck (ich muss was fühlen! warum ist da nichts!).

Plötzlich aus dem nichts, nach ganz langen Jahren, war da eine Hand! Ich nahm sie einfach, ohne wieder zu denken „ich muss was fühlen!“, ich dachte endlich mal gar nichts und nahm diese Hand an, hielt sie fest und lief völlig sorglos mit in ihre Richtung.

Am Ende dieser Hand war ein wunderbarer Mensch, der scheinbar das gleiche innerliche Chaos durchlebt hatte. Wir haben uns in ein und derselben Straße getroffen, sind beide sehr lange allein in dieselbe Richtung gegangen. unglaublich!

Ich bin noch immer durch den Wind, dass es das Schicksal so gut mit uns meinte. Von Anfang an öffnete ich mein kaputtes Herz, völlig sorgenfrei sprudelte es los und fühlte sich sicher. Man fühlt sich so federleicht, wenn man all diese schweren Steine, nicht mehr mit sich rumtragen muss.

Es schien mir Jahre lang wirklich unmöglich aber ich kann endlich sagen, dass ich glücklich bin!

Ich bin wieder da, LEBE, LACHE und FÜHLE!

Quelle: Unbekannt

Das Innere Kind

Kinder besitzen natürliche Spontanität und Freiheit,
Freude, Verspieltheit und Kreativität.
Durch den Prozess der Erziehung werden
diese wertvollen Eigenschaften meist verschüttet
und unterdrückt – im Dienste des „Funktionierens“
innerhalb der Gesellschaft.

Das innere Kind. Was ist das eigentlich?

Das „Innere Kind“ steckt in jedem von uns und beherrscht unser Handeln.
Tagtäglich und immer und immer wieder. Doch was ist das Innere Kind eigentlich?
Fast jeder hat schon einmal etwas von einem so genannten „Inneren Kind“ gehört.
Aber was ist das und warum ist es so wichtig?

Hier ist ein Beispiel, wie es wirken kann, dieses Innere Kind. Jemand fühlt sich ungerecht behandelt und nicht gewürdigt, in Kleinen oder im Großen und möchte gern für sich selbst einstehen. „Moment mal, jetzt bin ich dran“ oder auch: „Nein, das möchte ich nicht“ liegt es demjenigen auf der Zunge.

Doch was sagt er? Nichts. Oder „Ja“

Wie fühlt er sich wohl dabei? Schlecht natürlich. Ausgenutzt. Nicht gesehen. Und mal wieder ohnmächtig. All das stimmt auch. Er ist ausgenutzt worden, wurde nicht gesehen und er war in dieser Situation ohnmächtig. Doch warum? Und durch wen wurde derjenige, der nicht Nein sagen konnte, ausgenutzt?

Genau hier kommt das Innere Kind ins Spiel. Wenn man als Kind funktionieren musste, in dem man Leistung erbrachte, still war, keine Ansprüche stellte, oder wie auch immer dieses „Funktionieren“ aussah, dann tut man das auch heute noch. Und oft genug wider besseren Wissens.

Immer dann, wenn ein sogenannter emotionaler Trigger angestoßen wird. Da kann sich der Verstand noch so über einen wundern, das Gefühl ist nach wie vor kindlich, wenn es bestimmte Auslöser gibt. Warum ist das so, warum weiß man so oft nicht, dass man jetzt erwachsen ist? Und warum ist man nicht in der Lage, entsprechend zu handeln?

Das hat mit dem Gehirn selbst zu tun.

Die kindlichen Erfahrungen sind in einem Gehirnteil gespeichert, der viel älter und stärker ist als der erwachsene Verstand und das bewusste Ich. Als Kind hing das Überleben davon ab, dass es jemanden gab, der das Kind versorgte. Also tat dieses Kind unbewusst alles, was in seiner Macht stand, um die Versorger bei Laune zu halten.

Noch einmal, das kann man nicht oft genug lesen: das Überleben des Kindes hing davon ab und das Gehirn weiß das. Heute ist es anders. Als Erwachsener kann man sich aus eigener Kraft versorgen, doch diese Anteile im Gehirn, die nach wie vor für das Überleben sorgen wissen das nicht. Sie haben eine bestimmte Anpassungs-Strategie gelernt, damit das Kind versorgt wurde und die behält das Innere Kind bei, egal, wie erwachsen, erfolgreich und gebildet jemand heute auch sein mag. Aber nur solange, solange das alles unbewusst geschieht.

In dem Moment, in dem man anerkennt, dass es dieses Innere Kind gibt und die Verantwortung für dieses Innere Kind übernimmt, erkennt das Gehirn: es ist jetzt anders, ich kann mich selbst versorgen, ich brauche es anderen nicht mehr um jeden Preis recht zu machen, damit ich nicht verhungere.

Die Ohnmacht, die viele Menschen spüren, wenn sie für sich selbst einstehen wollen, ist die Angst des Inneren Kindes, nicht mehr geliebt und nicht mehr versorgt zu werden, wenn es beispielsweise aufsässig ist. Und letztlich steckt dahinter die Angst, zu sterben. Das klingt dramatisch, ja, es ist auch dramatisch. Deshalb nutzt es nicht viel, sich selbst zu erzählen, dass es doch nicht so schwer sein kann, einfach mal Nein zu sagen. Für dass Innere Kind ist Nein sagen einfach keine Option.

Was nun? Man könnte sich einmal vorstellen, dass es dieses Innere Kind gibt, das wie früher einfach nur geliebt werden will. Das Angst vor Ablehnung hat, das aber auch sehr fantasievoll und fröhlich sein kann. Denn das Innere Kind hat sehr viele Aspekte, sehr verletzte, aber auch sehr fröhliche und sonnige. Leider kommen die fröhlichen Anteile nicht zum Tragen wenn das verletzte Innere Kind um sein Überleben kämpft.

Die Rückkehr in das verloren geglaubte Paradies

Es ist sehr hilfreich, sich dieses Innere Kind als einen Anteil in sich selbst vorzustellen. Warum? Weil dadurch jetzt zwei Anteile vorhanden sind: es gibt das Innere Kind und es gibt den Erwachsenen! Die neue Situation macht handlungsfähig, man ist seinen Gefühlen nicht mehr blindlings ausgeliefert. Weiterhin könnte man sich vorstellen, der Erwachsene nimmt das Innere Kind in den Arm und sagt ihm: „Bei mir bist du sicher, ich beschütze dich.“

Was geschieht dadurch?
Etwas in einem atmet womöglich auf, wird leichter, fühlt sich freier. 
Falls man nun eine Situation erlebt, in der man sich ohnmächtig fühlt, nicht sagen kann, was man wirklich will, dann hilft dieses innere Bild: Der Erwachsene und das Innere Kind sind wie die beiden Figuren in einem Wetterhäuschen. Es kann immer nur eine der beiden Figuren vorne sein. Wenn man sich ausgeliefert fühlt, schiebt man einfach bewusst den Inneren Erwachsenen nach vorne und das Innere Kind nach hinten! Probiert man das aus, merkt man, dass man sich gleich kraftvoller und klarer fühlt, nicht so verletzlich. Damit ist man wieder handlungsfähig und kann das Leben auf neue Weise meistern – nicht mehr aus der Vermeidung heraus, sondern erfüllt von einem tiefen Ja zu dem, was das Leben so mit sich bringt.

Quelle: http://universityofhappiness.de/
Autorin:  Susanne Hühn

Auf der Strecke bleiben

Mit einem anderen Menschen symbiotisch verschmolzen zu sein heißt, den Kontakt zum Leben einzubüßen – man bleibt schlichtweg auf der Strecke.
Wenn wir mit einem Menschen verschmolzen sind, haben wir unsere innere Mitte verlassen. Wir haben uns auf ein Ziel zubewegt, welches kein Ziel für uns sein kann! Von falschen Vorstellungen ausgehend, haben wir dem anderen Menschen mehr Bedeutung verliehen als unserem eigenen Sein. Wir haben ihn zum Ziel unseres Lebens gemacht.
Es ist sicher wahr, dass wir mit Hilfe der Liebe uns selbst finden können; im Zustand des Verschmolzenseins jedoch werden wir aus unserer inneren Mitte gerissen, gewaltsam vom Strom des Lebens entfernt, und wir selbst hindern uns daran, wahrhaft geben zu können. Wir mögen zwar sehr großzügig erscheinen, aber in Wahrheit sind wir in einer Opferhaltung. Oder wir machen zwar allen möglichen Menschen Geschenke, übersehen aber, wie dringend wir uns selbst beschenken müssten, um eine viel größere Aufgabe erfolgreich bewältigen zu können. Wir beziehen unser Selbstwertgefühl daraus, anderen zu helfen und vernachlässigen dadurch unsere eigenen Bedürfnisse und Wünsche, übersehen unsere eigenen körperlichen Grenzen. Oft erwartet man auch von den Menschen denen man hilft, Anerkennung und Dankbarkeit.

Verschmelzung blockiert sowohl deine Fähigkeit zu geben als auch zu empfangen, es ist ein Gebiet, auf dem du keinerlei Belohnung bekommst. Du magst eine Menge gesät haben, aber du erntest nur wenig.
Beschäftige dich aufmerksam mit den Bereichen deines Lebens, auf denen du nicht empfängst, weil es genau die Bereiche sind, in denen du nicht wirklich gibst. Diese Bereiche könnten von Verschmelzung bestimmt sein, es könnte sein, dass du das Leben eines anderen lebst. Begib dich zurück in deine eigene innere Mitte, lerne dich wertvoll zu fühlen, ohne für andere etwas tun zu müssen  und lebe tatsächlich dein eigenes Leben.

Definition symbiotisch:
Zwei oder mehr Individuen verhalten sich so, als ob sie zusammen eine ganze Person wären. Als symbiotisch wird jede Äußerung einer mangelhaften Abgrenzung bezeichnet. Menschen in einer symbiotischen Haltung vermeiden es eindeutige Abmachungen zu treffen oder konstruktive Auseinandersetzungen zu führen. Eine symbiotische Beziehung besteht, wenn einer der beiden eine überverantwortliche Haltung einnimmt, der andere eine unverantwortliche.

Marita Schroeder – The Future Force

 

 

Wieso man auf einen Berg klettert? Weil er da ist!

So wie die körperliche Stärke durch regelmäßige Übungen der Muskeln gesteigert werden kann, so kann auch die geistige Kraft durch systematische Arbeit aufgebaut werden. Man sollte das Denken trainieren.

Alles was du können willst, trainierst du so lange, bis es ganz von selbst geschieht. Du programmierst eine Vorstellung in dein Unterbewusstsein, bis du nicht mehr daran zu denken brauchst, weil es ganz von selbst geschieht. Zuerst trainierst du den Geist, dann trainierst du den Körper.
Durch das Trainieren werden Geist und Körper eins, und dein Körper vollzieht, was du im Denken in dein Unterbewusstsein programmiert hast.

Die größten Hindernisse des Trainierens sind Zweifel und Ungeduld. Wenn du nicht daran glaubst, was du erreichen willst, erreichst du es nicht. Wenn du es erzwingen willst, sind Geist und Körper nicht in Harmonie. Nicht der Wille führt ans Ziel, sondern die Kraft deiner Vorstellung. Wenn du ein Ziel erreicht hast, lässt du den Erfolg in dir wirken, ohne daran zu denken, was morgen ist. Der Weg zum Ziel ist die Spannung, nach dem Erfolg entspannst du dich, um neue Energie wachsen zu lassen.

Die Kraft, die Dich antreibt nicht nach der fünften, zehnten oder hundertsten Niederlage aufzugeben, entsteht in Dir durch die Fähigkeit dich selbst zu motivieren und deinen Träumen nachzugehen, mit allen sich daraus ergebenden Konsequenzen. Jemand, der besessen von der Erreichung seines Zieles ist, wird es schaffen, ganz gleich wie viele Hindernisse er überwinden muss.

Und wenn Du sagst, dass Du etwas tun wirst, stell’ verdammt nochmal sicher, dass Du es wirklich machst.

„Eine herbe Niederlage bringt uns nur kurz
aus dem Gleichgewicht. Es zeigt uns aber,
dass Taktik allein nicht genügt, wenn
voller Einsatz verlangt wird. Voller Einsatz
bedeutet: Kampfgeist, Willensstärke,
Kreativität, Konzentration auf hohem Niveau,
und
vor allem keine Halbherzigkeiten.
Wenn Du einen Angriff nur halbherzig
abwehrst, ermutigst Du den Gegner
zu einem zweiten Angriff.
Um Erfolg zu haben, musst Du in der
Lage sein Dinge umzusetzen.”

– Marita Schroeder – The Future Force

© 2015 text by Marita Schroeder

Erwartungen – im Auge des Betrachters.

 

Artikel_Erwartungen
Erwartungen lassen uns keinen Moment der Ruhe, weil sie dazu führen, dass uns keine Situation wirklich zufriedenstellt. Unser Mangel an Zufriedenheit spiegelt wider, wie sehr wir mit uns selbst unzufrieden sind, wie sehr wir uns als unzulänglich empfinden. Erwartungen hängen eng mit Perfektionismus zusammen. Für einen Perfektionisten ist alles ein Fehlschlag, wenn es nicht perfekt ist. Wenn es ihm in der letzen Zeit nicht gelungen ist, „Wasser in Wein“ zu verwandeln, dann hält er sich höchstwahrscheinlich für einen Versager. Und als Versager gestattet er sich nie eine Belohnung für das, was er tut. Erwartungen bewirken vor allem eines: sie lassen dich nicht zur Ruhe kommen.

Wenn Du eine Sache abgeschlossen hast, treibt dich dein Perfektionismus schon dazu, die nächste Sache anzugehen; da bleibt keine Zeit, da ergibt sich keine Gelegenheit für Ruhe und Belohnung. Und weil es nicht zu einer Ruhepause kommt, fehlt dir auch die Vorstellungskraft für einen weiteren und höheren Blickwinkel. So nimmst Du ständig lediglich kleine Änderungen vor und siehst nicht, welchen Riesensprung Du tun könntest. Du machst dir ständig Sorgen, tust immer wieder die angeblich letzte noch notwendige Kleinigkeit, machst dir immer viel zu viel Arbeit und tust immer zu viel. Manche Perfektionisten bemühen sich erst gar nicht, etwas zu tun. Sie gehen davon aus, dass sie es ja doch nicht perfekt machen können. Warum also beginnen? Aber selbst wenn Du überhaupt nichts tust, bleibst Du, in deinem Inneren, dem Stress und all dem Druck ausgesetzt. Du kommst innerlich einfach nicht zur Ruhe.

Als Perfektionisten ist unsere Aufmerksamkeit darauf gerichtet, Fehler und Schwächen bei uns und anderen Menschen besonders gut zu erkennen. Selbst wenn Du etwas 100-prozentig machst, können sich Perfektionisten nur selten freuen. Sie hätten es ja vielleicht noch besser machen können.

Perfektionismus hat Auswirkungen auf unseren Körper: Es führt zu körperlicher Anspannung und Stress.
Perfektionismus hat Auswirkungen auf unsere Gefühle: Wir haben ständig Angst vor Fehlern, Angst zu versagen, Angst vor Ablehnung.
Perfektionismus hat Auswirkungen auf unser Verhalten: Wie vermeiden es, uns Ziele zu setzen, weil wir uns dadurch Enttäuschungen ersparen wollen.

Wo liegen die Ursachen des Strebens nach Perfektion? Irgendwann in unserem Leben – gewöhnlich in der frühen Kindheit – haben wir öfters die Erfahrung gemacht, dass wir nur dann Zuwendung und Anerkennung bekommen, wenn wir perfekt sind und die Erwartungen der anderen erfüllen. Wir fühlen uns nicht in Ordnung und liebenswert und sind deshalb sehr stark auf die Anerkennung unserer Mitmenschen angewiesen. In der Perfektion sehen wir die Lösung, Anerkennung zu bekommen, bzw. Ablehnung zu vermeiden. Letztendlich sind für den Perfektionismus ein geringes Selbstwertgefühl und die daraus resultierende Angst, nicht gut genug zu sein und die Angst vor Ablehnung verantwortlich.
Vielleicht kennt Ihr auch den Satz: „Dir kann man auch gar nichts recht machen!“

Was ist zu tun?

Belohne dich für deine eigenen Leistungen, und ziehe dich zurück. Gestatte dir die Ruhe, die den weiteren Blickwinkel ermöglicht. Entscheide frei in jeder Situation, dass es gut ist, so wie es ist. Wirf all deine Erwartungen von dir und spüre, wie dich die Leichtigkeit des Lebens voranträgt.

Trotzdem und deshalb ist es in Ordnung, etwas perfekt oder gut machen zu wollen, und ehrgeizig zu sein. Schädlich ist nur, sein Selbstwertgefühl und seine Selbstachtung von seiner Leistung abhängig zu machen.

„Zu viel Zeit verbringen wir auf der Suche nach Perfektion
– nur vergisst man zu schnell, dass sie
immer im Auge des Betrachters liegt.“