Archiv für den Monat: November 2014

Ein neuer Mensch entsteht.

Die eigene innere Welt entdecken – coming into being.

Wir stehen einmal mehr vor Herausforderungen, die uns zwingen unser bisheriges Verhalten zu verändern. Einerseits, weil die Kontrolle, durch die wir lange Zeit Sicherheit erfahren konnten nicht mehr funktioniert, andererseits, weil wir in etwas Neues, Schöneres hineinwachsen.

Und seinen wir doch mal ehrlich, wir sind ein wenig bequem und auch ängstlich was Veränderungen betrifft. Wir neigen häufig dazu den einfachen, für uns sicherer anmutenden Weg zu gehen. Viele Glaubensmuster haben wir auf diesem vermeintlich „sicheren“ Weg übernommen. Doch gleichzeitig haben wir damit unser Gefängnis erbaut.

Ein Gefängnis, aus dem wir uns oft nicht hinauswagen, aus Angst davor, was uns erwarten könnte. Doch die Gefängnistüren, die wir uns selbst gebaut haben, sind in Wahrheit nie abgeschlossen.
Doch nun ist die Zeit einfach da, ob wir nun wollen oder nicht, das Alte funktioniert nun nicht mehr. Wir erkennen unser Gefängnis und es gefällt uns nicht, doch oft fehlt der Mut den Schritt hinaus zu wagen.

Viele Ängste liegen nach wie vor in der Luft, vielleicht mehr denn je, aus dem einen Grund: Sie werden nun wahrgenommen, erkannt. Sie sind nicht plötzlich aus dem Nichts aufgetaucht. Sie sind lediglich aus dem nicht erfühlbaren, erfolgreich ignorierten Untergrund aufgetaucht! Hab Mut, du muss nicht so tun, als hättest du keine Angst,

Über lange Zeit sollten wir ein Leben, weit weg vom eigenen inneren Erleben führen. Ein Leben, wo wir jeden Kontakt zu uns selbst verloren. Wer sich selbst, und sein eigenes Inneres verloren hat, verliert automatisch den Zugang zu Mitmenschen, zur Natur, zu allem was natürlichen, lebendigen Ursprungs ist. Doch endlich und zum Glück bleibt uns nun keine Wahl mehr. Es geht nun in eine andere Richtung. Der Mensch „funktioniert“ so nicht mehr und fordert von uns gleichermaßen, wieder zu uns selber zurück zu kehren. Wir beginnen nun auch wieder zu hinterfragen. Wir werden wieder emotionaler, gefühlvoller – Gott sei Dank.

Das ist der Mut, der eingefordert wird:
Wieder du selbst zu werden und zu sein, mit allem was sich in dir regt. Damit du dich selber immer mehr spüren kannst. Damit du allmählich erkennen kannst, dass die Welt eben doch nicht untergeht, wenn du Gefühle zeigst und zugeben kannst.
Fordere dein Recht ein, du selbst sein zu dürfen! Lass nicht zu, dass man weiterhin von dir verlangt, deine Gefühle, deine Wahrnehmungen, dein ureigenes Gefühl von richtig und falsch zu unterdrücken.
Wenn du das zulässt, wird sich dein Körper bemerkbar machen. Er wird dir sagen, bis hier her und nicht weiter. Ja, er wird dich sogar krank machen. Es ist einfach nicht gesund, gegen sein Inneres Wissen, seine Inneren Empfindungen anzukämpfen, oder sie auf irgendeine Art zum Schweigen zu bringen.

Es klappt sowieso nicht mehr. Dein Umfeld wird dich testen, es muss dich testen, damit du wachsen kannst! Ein neuer Mensch wird geboren. Und wie jede Geburt ist das mit Schmerzen verbunden. Unsicherheiten kommen zutage: Wie wird das neue Leben denn sein? Wie soll ich mich denn zurechtfinden, wenn das woran ich immer geglaubt habe, wie ein Kartenhaus zusammenbricht?
Es ist völlig normal diese Gedanken und Befürchtungen zu haben.
Es gehört dazu, ist unumgänglich und entgegen mancher Theorien auch völlig ungefährlich. Es ist nichts Gefährliches daran, sich unwohl und unsicher zu fühlen. Du musst auch jetzt nicht wissen wohin dein Weg dich führen wird. Hingabe ist das, was wir jetzt lernen. Hingabe an das Leben selbst. Loslassen und vertrauen.

Blick in dich, dort ist das Leben, dort beginnt es und dort endet es nie. Das Äußere vergeht! Gerade jetzt können wir das eindrucksvoll erkennen, ohne dabei den physischen Tod erleben zu müssen. Doch du verschwindest nicht, egal wie viele Ängste du hast. Manchmal können wir sie schon spüren, die Euphorie eines neuen Lebens, weit weg von den Mauern aus Ängsten und Vorstellungen, die wir um uns erbaut haben. Der Duft der Freiheit umgibt uns schon und manchmal sind wir in der Lang ihn zu atmen. Genieße es!

Manchmal gibt es aber auch düstere, verzweifelte Stunden. Da wird unser altes Glaubenssystem zum Erschüttern gebracht, denn es muss zerfallen, die Ängste treten hervor und drohen uns mit sich zu reißen. Doch das haben sie bisher nicht getan, du bist noch immer hier! Du musst auch gar nichts tun. Aufhalten kannst du es ebenso wenig. Nimm es einfach an wie es ist und es verschwindet wieder. Lerne dich gut um dich selber zu kümmern,

Lerne Dich kennen, wer bist du tief in dir? Dort gibt es so viel zu entdecken, weil du immer mehr erkennst wer und was du nicht bist. Lerne zu erkennen was dir gut tut, was dich stärkt, was dir Entspannung oder Kraft schenkt. Das ist das, was deine Seele braucht!


– Marita Schroeder – 
The Future Force

2014 text by Marita Schroeder

Einer dieser Steine

Verwittert und vom Leben gezeichnet.

Verbittert und umgeben von Reizen.

Wie hinter Gittern, ewig das gleiche.

Jeder meiner Schritte hat Probleme bereitet.

Nachts versunken auf  ne eklige Weise.

Fast ertrunken in einem See voller Scheiße.

Keiner hat mich mitgenommen, mir fehlte die Reife,

doch manche Steine muss man lediglich schleifen.

Du bist vorbeigekommen, hattest deinen Kompass mit.

Du hast gesehen, dass dieser eine Stein besonders ist.

Du hast ihn mitgenommen und nicht im Meer versenkt.

Hast ihm einen großen warmen Platz in deinem Herz geschenkt.

Kennst du noch den Ort, wo ich auf dich gewartet hab? Seite an Seite mit den anderen Steinen lag ich da. Ich war kalt, ohne Heimat und alleine. Bevor du kamst, war ich nur einer dieser Steine. Ich war so staubbedeckt, bevor du mich gefunden hast. Hast mich in Gang gesetzt, mir endlich neuen Schwung gebracht. Ich war kalt, war versteinert und alleine. Bevor du kamst, war ich nur einer dieser Steine. Ohne Heimat und alleine, nur einer dieser Steine. Du baust mich auf, legst dich zu mir. Ich kann über alles reden mit dir. Oder ohne Worte einfach gestikulieren. Damals hätt‘ ich so was bestimmt eh nicht kapiert. Du hast mich auf neue Wege geführt. Ich hab zum ersten Mal das Leben gespürt. Ich weiß auch, dass so ein Glück nicht jedem passiert. Ich werd‘ nicht mehr gehen, ich bin nur wegen dir hier. Du bist vorbei gekommen, hattest deinen Kompass mit. Du hast gesehen, dass dieser eine Stein besonders ist. Du hast ihn mitgenommen und nicht im Meer versenkt. Hast ihm einen großen warmen Platz in deinem Herz geschenkt. Kennst du noch den Ort, wo ich auf dich gewartet hab? Seite an Seite mit den anderen Steinen lag ich da. Ich war kalt, ohne Heimat und alleine. Bevor du kamst war ich nur einer dieser Steine. Ich war so staubbedeckt, bevor du mich gefunden hast. Hast mich in Gang gesetzt, mir endlich neuen Schwung gebracht. Ich war kalt, war versteinert und alleine. Bevor du kamst war, ich nur einer dieser Steine. Ich war nur noch verstaubt, verbraucht und ohne Plan. Bevor du kamst, mich mit dir nahmst. Keiner braucht mich mehr zu retten. Das hast du schon getan, indem du kamst, mich mit dir nahmst. Kennst du noch den Ort, wo ich auf dich gewartet hab? Seite an Seite mit den andern Steinen lag ich da. Ich war kalt, ohne Heimat und alleine. Bevor du kamst, war ich nur einer dieser Steine. Ich war so staubbedeckt bevor du mich gefunden hast. Hast mich in Gang gesetzt, mir endlich neuen Schwung gebracht. Ich war kalt, war versteinert und alleine. Bevor du kamst, war ich nur einer dieser Steine. Ohne Heimat und alleine, nur einer dieser Steine. Kennst du noch den Ort wo ich auf dich gewartet hab? 

–  Sido

 

Es ist die Liebe, die heilt –

– die, die krank- und krankmachende Blockaden überwindet.

Wo die Liebe fehlt, ist wirkliche Heilung nicht möglich. Wo aber Liebe vorhanden ist, da wird Unmögliches möglich. Letztendlich ist es die Liebe, die heilt, denn Liebe ist der Lebenswille, der innere Drang nach Entfaltung, Harmonie und Ganzheit, der auf allen Ebenen gleichzeitig ansetzt und daher viele Methoden und teilweise Therapien überflüssig werden lässt. Liebe verwandelt den äußeren Druck, der den innen Drang frei gibt. Liebe überbrückt alle Unterschiede, verwandelt Gegeneinander in Miteinander, Missverständnis in Einverständnis und bringt Dissonanzen in Einklang.

Liebe ist also viel weit mehr als ein Gefühl. Liebe ist Lebensenergie, Lebensfreude, sie ist das Leben. Liebe ist ein Bewusstseinszustand, der uns mit unserem Selbst, unserem eigentlichen Wesenskern verbindet.

Liebe ist ein bedingungsloses „Ja“ zum Leben, zur Welt und zu unserem Menschsein, mit all unseren Schwächen, Unzulänglichkeiten und Unvollkommenheiten. Sie führt zur Akzeptanz dessen, was ist. In letzter Konsequenz ist Liebe eine Lebenshaltung: Eine Haltung der Hingabe an das Leben, der Bereitschaft, aus Problemen zu lernen, Ängsten nützlich zu begegnen, an Herausforderungen zu wachsen und in jeder Krise auch eine Chance zu sehen. Es ist eine Haltung des Vertrauens, der Wertschätzung, der Fürsorge für sich und andere, ebenso der Verantwortung – sich selbst und dem Ganzen gegenüber. Letztlich ist es eine Lebenskunst, die Türen öffnet und uns selbst zur Quelle der Heilung werden lässt. So gesehen ist mangelnde Liebe die Ursache aller Krankheiten. Denn Liebe beeinflusst die Materie und damit unsere Körperzellen – und ebnet somit den Weg für Gesundheit und Heilung. Die Liebe ist es, die die krankhaft veränderte Materie bei einem Kranken wieder ins Gleichgewicht bringen und somit Heilung einleiten kann. Fehlt die Liebe, dann werden sich nur die Symptome wechselseitig verlagern.

 

 

 

 

Fotos by

Mit freundlicher Genehmigung von
Lichtbild Savanah (Art of joy), die mir ihre
wunderbaren Bilder überlassen hat, die Ihr
auf meiner Website findet.

By courtesy of Lichtbild Savanah (Art of joy), who left
her wonderful pictures to me,

which you can find on my website.

Savanah

 

 

 

 

Wenn das Leben mal schwer ist – es ist wie es ist.

Ein berühmtes Sprichwort sagt uns: Innerer Widerstand schneidet dich von anderen Menschen, von dir selbst, von der Welt um dich herum ab. Er verstärkt das Gefühl der Getrenntheit. Denke einmal eine Minute darüber nach.

Es bedeutet, dass unser Leiden nur dann zutrifft, wenn wir uns immer wieder gegen die Dinge wehren, wie sie sind. Wenn du etwas ändern möchtest, dann handelst du, du änderst etwas. Wenn du nichts ändern kannst, dann hast du zwei Möglichkeiten:

  • Entweder du akzeptierst wie es ist und lässt die Negativität zu, oder –
  • Mache dich besessen von dem Gedanken, dass es miserabel ist.

Es ist nur ein Problem, wenn du denkst, es ist ein Problem.
Wie oft sind wir selbst unser schlimmster Gegner, das sagte schon
Christian Morgenstern: „Ich habe nur einen wahren Feind in meinem
Leben, das bin ich selbst.“
Glück ist abhängig von der Perspektive. Wenn du daran denkst, dass etwas ein Problem ist, dann sind deine Gedanken und Gefühle sehr negativ. Wenn du aber denkst, es ist etwas, woraus du lernen könntest, ist es kein Problem mehr. Wenn du aber deine Probleme nicht löst, sorgt es für negative Energie.

Wenn du Dinge ändern willst, musst du zuerst deine Sichtweise ändern.
Deine äußere Welt ist ein Spiegelbild deiner inneren Welt. Kennst du nicht die Menschen, deren Leben chaotisch und stressig ist? Das ist so, weil diese Menschen weitgehend ein chaotisches Innenleben fühlen. Ja, es ist so. Wir glauben, dass eine Änderung unserer Umstände uns ändern wird. Wir können aber die Umstände nicht ändern, zuerst müssen wir uns selbst ändern. 

Es gibt keine Ausfälle, nur Lernmöglichkeiten.
Du solltest das Wort “Fehler” direkt aus deinem Wortschatz streichen. Nehme deine so genannten Fehler und lerne von ihnen. Du machst dadurch die Erfahrung, wie du es das nächste Mal besser machen kannst. Wenn du etwas nicht bekommst, bedeutet das nur, dass etwas Besseres auf dich wartet. Das ist manchmal schwer zu glauben, ich weiß es.  Aber es ist wahr. Wenn du dein Leben zurück betrachtest, wirst du erkennen, dass es eigentlich eine gute Sache war, dass etwas nicht geklappt hat. Du musst nur den Glauben verinnerlichen, dass alles genau so ist, wie es sein soll. Im Leben kommt nichts umsonst. Vielleicht war es in dem Moment eine göttliche Fügung.

Schätze den gegenwärtigen Augenblick.
Dieser Augenblick wird nie wieder kommen. Und es gibt immer etwas Kostbares zu jedem Moment. Genieße jeden Augenblick, lasse ihn nicht einfach so an dir vorbei ziehen. Manchmal weiß man den Augenblick nicht zu schätzen – bis er zu einer Erinnerung wird. Und an der Stelle, wo es am aller schönsten ist, da müsste die Welt stehen bleiben, und du lebst nur für diesen einen Moment.

Wünsch dir was.
Jeder Wunsch, ob er gedacht oder geäußert wird, bringt das Gewünschte näher. Allerdings spielt dabei die Intensität eine große Rolle. Es steht schon in der Bibel: „Glaubt, dass ihr erhalten habt und es wird euch werden.“ Oder anders ausgedrückt: Du musst schon dort sein, wo du angekommen bist. Die meisten Menschen leben aber mit einem besetzten Geist. Was bedeutet, dass sie sich an den Wunsch klammern, und wenn er nicht in Erfüllung geht, sinken ihre Emotionen ins Negative. Versuche immer im Geist frei zu bleiben. Das bedeutet, dass du auch dann glücklich bleibst, wenn dein Wunsch nicht in Erfüllung geht. Deine Emotionen bleiben glücklich oder völlig neutral.  

Versuche deine Ängste zu verstehen.
Angst kann ein guter Lehrer sein. Wenn du Ängste überwindest, kann es ein Triumph für dich sein. Ängste überwindest du nur in der Praxis, in dem du beginnst, kleine mutige Dinge zu tun, die eine geistige und körperliche Anforderung an dich stellt. Angst ist eigentlich nur eine Illusion. Angst ist optional – du kannst immer frei wählen.

Freue dich und lasse Freude immer zu.
Viele Menschen lassen Freude nicht zu und haben das Lachen verlernt. Und sie wissen nicht einmal, wie man glücklich ist. Und manche sind tatsächlich so mit ihren Problemen beschäftigt, ja fast schon süchtig danach, und das Chaos in ihrem Inneren ist so groß, dass sie nicht einmal wissen, wer sie sind. Freue dich immer, auch über die kleinen Dinge im Leben. Erlaube dir dich zu freuen.

Vergleiche dich nicht mit anderen Menschen.
Sei immer du selbst, versuchen Sie nie jemand anderes zu sein. Du kannst ein Vorbild oder Idol haben, das ist in Ordnung. Neige aber nicht dazu, dich mit einer idealisierten Bezugsperson zu „verschmelzen“. Lebe dein eigenes Ich. In dir ist etwas Kostbares, was in keinem anderen Menschen ist. Es liegt an dir selbst, dieses Kostbare in dir zu entdecken. Schaue einfach nach Innen und folge immer deinem Herzen, damit du emotional im Rhythmus bleibst.

Du bist kein Opfer.
Du bist nur ein Opfer deiner eigenen Gedanken, Worte und Handlungen. Du bist der Schöpfer deiner eigenen Erfahrungen. Deine persönliche Verantwortung, die du im Laufe deines Lebens gemacht hast, kommt nur aus den harten Zeiten, die du durchgemacht hast. Gib deine Opfer-Mentalität auf, und du wirst erfolgreich sein. Du darfst auch – NEIN – sagen!

Verändere, wo immer du kannst.
“Auch das wird vorübergehen.” Kommt dir dieser Satz bekannt vor? Wenn wir in einer schlechten Situation stecken, denken wir oft, dass es keinen Ausweg gibt, dass es sich niemals ändern wird. Aber weißt du  was, es wird sich ändern! Nichts ist von Dauer. Also, raus aus der Gewohnheit zu denken, dass die Dinge immer so sind. Das werden sie nicht. Aber, du musst irgendeine Art von Maßnahme ergreifen, damit du aus diesem negativen Gedankenstrudel heraus kommst. Mache aus allem das Beste!

Alles ist möglich.
Wunder geschehen jeden Tag. Der Glaube versetzt Berge. An was glaubst du? Und ich sage dir: Glaube an das, was du dir nicht vorstellen kannst. Du brauchst nur zu glauben, dass es funktioniert. Sobald du das tust, wirst du den Kampf gewonnen haben.

Foto by Daniela Hofer – Lichtbild Savanah (art of joy) 

 

Wie neu geboren

„Um uns selbst zu finden, müssen wir uns manchmal erst verlieren.“
 – Paul Coelho

Manchmal muss ein Teil von uns „sterben“, bevor ein anderer Teil zum Leben erweckt werden kann. Auch wenn dies ein natürlicher und notwendiger Bestandteil unseres Wachstums ist, ist es oft schmerzhaft, und wenn wir nicht erkennen, was passiert, sind wir oft verwirrt oder irritiert.

In der Tat, Verwirrung und Desorientierung sind oft die Botenstoffe, die uns sagen, dass eine Verschiebung in uns stattfindet. Diese Verschiebungen oder Veränderungen passieren überall im Leben der Menschen. Beginnend in der Kindheit, bis zum Jugendalter und darüber hinaus. Mit jedem Übergang von einer Phase zur anderen, finden wir zu uns selber, wie zu einem alten Freund, von dem wir uns verabschieden müssen um die Identität zu erlangen, die wir brauchen, damit wir uns weiter entwickeln können.

Nicht selten gehen wir Menschen durch einen ganzen Lebensabschnitt mit einer schützenden Hülle um uns herum, die wir selbst erschaffen haben, errichten hohe Mauern, einfach weil wir es brauchen, um vielleicht von einem früheren Trauma geheilt zu werden. Wir nehmen uns zurück, um nicht angreifbar zu sein. Wir haben teilweise Angst, dass diese Mauern oder Hüllen um uns herum eingerissen werden, an denen wir doch so viele Jahre gebaut haben, hinter oder unter denen es sich doch so gut leben ließ. Wir zögern, vom Bekannten Abschied zu nehmen und gegen das Unbekannte einzutauschen. Unser heimliches Argument lautet: „Ich habe damit bis heute gelebt, wer weiß, ob man auch anders leben kann.“ Und genau in diesen Übergängen, oder in dem Prozess der Veränderung, kämpfen wir nicht selten gegen das an, was vorhanden ist – und sich nicht ändern lässt. Da steht das Glück vor der Tür und wir tun so, als wären wir nicht zu Hause.

Wir verurteilen uns. Wir kämpfen gegen unsere eigenen Werte, gegen unsere innere Stimme, gegen unsere Gefühle. Oft wird die Sonne des Lebens vermieden, kein Lachen, keine Leichtigkeit, keine Fröhlichkeit. All das Schöne wird als persönlicher Angriff gewertet, worunter es sich noch stärker leiden lässt. Doch eines Tages, obwohl wir uns doch so behütet fühlen, stellen wir fest, wie beschränkt, verwirrt und unruhig wir durch diese Mechanismen geworden sind.

Jetzt heißt es zu erkennen, dass der neue Teil von uns nicht innerhalb der Grenzen dieser Mauern oder Hüllen, was unser altes Ich zum Überleben benötigte, geboren wird! Wir fühlen eine seltsame Mischung aus Heiterkeit und Traurigkeit, wenn wir Abschied nehmen von einem Teil von uns, der sozusagen „im Sterben liegt“ und den Weg für eine ganz neue Identität frei macht, die an dieser Stelle entsteht. Wir können diesen Wandel assoziieren wie mit einem Bild eines Tieres, das sich häutet um Platz zu schaffen für ein neues Fell oder Federn. Wir können zum Beispiel eine Entenfeder, oder ein anderes Symbol für diese Transformation uns aufbewahren, was uns daran erinnert, dass eine Veränderung einfach der Weg der Natur ist und sich immer wieder entwickeln wird. Wir sollten uns zu diesem Prozess mit großer Liebe und Dankbarkeit hingeben, denn das Loslassen, was in dem Moment auch geschieht, kann ein Loslassen von unserer Vergangenheit, unserem Trauma aus der Kindheit sein, und wir werden mit einem offenen Geist und Herzen bereit sein, für diese Phase des Lebens.


– Marita Schroeder – 
The Future Force

2014 text by Marita Schroeder

 

 

„Fauler Apfel“

Das Leben erfordert von uns oft, mit unterschiedlichen Persönlichkeiten zu interagieren, und es ist nicht ungewöhnlich für uns, dass wir uns in Situationen befinden, in der es eine Person gibt, deren Verhalten sich negativ auf unsere positiven Erfahrungen auswirkt.

Jemand, der laut und krass ist, kann die Gelassenheit derer, die zusammen sind, um Frieden zu praktizieren, unterbrechen. Wenn wir im Job sind, kann sogar ein Vorgesetzter Regeln einführen und auferlegen, die dein berufliches Leben und das deiner Kollegen beeinflussen. Auch ein Teammitglied, das pessimistisch oder sehr kritisch ist, kann die Moral deiner Kollegen zerstören.

Und ein „fauler Apfel“ in deinem persönlichen Leben kann beim Zusammentreffen eine starke Ablenkung sein, die es schwierig macht, sich auf die Liebe die dir Menschen entgegen bringen, zu konzentrieren.

Es wird aber immer Menschen geben, die es auf sich nehmen, durch Worte ein Chaos erschaffen und auch so handeln, als ob sie über jeden Zweifel erhaben wären – auch wenn sie dabei einen Fluch auf ihre eigenen Erfahrungen setzen. Doch du brauchst diese Negativität und Gefühllosigkeit nicht und du solltest es diesen Menschen auch nicht ermöglichen, dass deine gute Laune sinkt.
Oft ist in unserem Kopf der erste Impuls, mit einem „faulen Apfel“ unsere Wut und Frustration in klare Worte auszudrücken. Allerdings haben diese Impulse nur die Macht, uns „sauer“ zu machen, wenn wir es zulassen und das Ende wird sein, dass dein Gegenüber aggressiver reagiert, als er letztendlich schon ist.

Wenn du Geduld übst und entscheidest, nicht auf seine Worte oder Handlungen zu reagieren, wirst du deutlich die Wirkung erleben, wie sich die Lage, in der du dich befindest, begrenzt und beruhigt. Du kannst aber auch versuchen, diesen Menschen zu ermutigen, in dem du ihm Botschaften vermittelst. Beim Umgang mit negativen Menschen wäre ein gutes Beispiel mit positiven Verhalten auf all diese Negativitäten zu reagieren – Zeige deine positive Aufmerksamkeit, aber zeige kein Mitleid.

Sehe diese Botschaften oder Mitteilungen als Gewinn für diesen Menschen, er könnte dadurch eine Erkenntnis erlangen, dass der Empfang positiver Aufmerksamkeit viel befriedigender ist als ein negativer Eindruck, den er selbst hinterlässt.

Du kannst aber auch versuchen, dich einfach von einem Menschen zu distanzieren, bevor er dich auf sein Niveau herunter „zieht“. Doch deine Motivation und dein Verständnis werden dich erkennen lassen, dass nicht alle „faulen Äpfel“ unbedingt schlechtere Menschen sind, sondern nur eine Tatsache ihres Lebens, welches sie bis heute erfahren und gelebt haben. Sei wohlwollend zu diesen Menschen, erst dann wirst du feststellen, dass das Herzstück eines „faulen Apfel“ begraben ist im Samen des Guten.

 

 

Inmitten der Sterne fließen

Sternenhimmel-Meditation ist ein einfacher Weg, um sich selbst und
mit dem Universum zu verbinden.


Seit Anbeginn der Zeit haben die Menschen die Sterne am Nachthimmel mit Ehrfurcht betrachtet. Sie suchen in ihnen Leuchtkraft und Inspiration. Vielleicht auch das Magische, welches von diesen Himmelslichtern ausstrahlt. Wenn man den Sternenhimmel betrachtet, steht eine Schönheit vor uns, die uns entzückt und beseligt. Und es wird ein Gefühl in unsere Seele warm, das alle unsere Leiden und Sorgen majestätisch überhüllt und verstummen lässt. Uns eine Stärke und Ruhe gibt, der man sich andächtig und dankbar beugt.
Der Blick in die Sterne ist ohne Zweifel eine der frühesten Formen der Meditation die von den Menschen praktiziert wird, und bis zum heutigen Tag zur Verfügung steht.Wenn du in einer Stadt lebst, fehlt oft der Blick zum Himmel. Fahre weit genug hinaus, über die Lichter der Stadt hinweg, damit dir der Anblick dieser Herrlichkeit offenbart wird.Wenn du eher in einer ländlichen Umgebung wohnst, wartest du auf den Sonnenuntergang, auf jene Nacht, um die Show des Lebens mitzubekommen. Das ist alles was du tun musst.
Durch die ständige Veränderung des Sternen-Himmels spürst du eine tiefe Verbindung zum Universum und zur Erde, auf der du lebst. Eine der besten Möglichkeiten für den Sternenblick ist, wenn du auf einer Decke liegst, so dass dein Körper sich vollständig entspannen kann. Diese Position erlaubt dir den Atem einfach über deine ruhige Körper-Form in die Erde fließen zu lassen, und sorgt so für den Anschluss deines Bewusstseins an den Himmel.
Wenn du nun in die Weite schaust, öffnet sich deine Wahrnehmung zwischen den Lichtpunkten und dem blau-schwarzen Raum, der sie festhält.  Dein Atem überträgt sich auf deinen Körper, so wie sich das Universum ausdehnt und zusammenzieht – um seinen eigenen ewigen Rhythmus. Möglicherweise fühlst du dich, als ob du inmitten der Sterne liegst oder dass diese auf dich regnen oder herab schweben. Du kannst Ruhe, Freude und Verbundenheit oder jede Art von Emotionen fühlen. Atme einfach weiter und du erlebst das Wunder der Leuchtkraft des Universums und deinen Platz in ihm. Du kannst diese Sternen-Meditation natürlich auch mit deinem Partner vollziehen. Es erhöht die Intimität!   

„Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen, Konflikten
und 
Problemen mit uns selbst und anderen zu fürchten, denn
sogar Sterne prallen manchmal aufeinander
und es entstehen neue Welten.

Heute weiß ich – DAS IST DAS LEBEN!“

– Charlie Chaplin

 

Bis der Schmerz unerträglich wird?

Welchen Vorteil es hat, auf Krisen vorbereitet zu sein, statt darauf zu warten, bis der Schmerz unerträglich wird. Jeder auf längere Dauer angelegten Partnerschaft ergeht es ähnlich wie dem Marathonläufer:

Von Zeit zu Zeit sind Krisen zu überwältigen. Die anfängliche Spannung lässt nach. Die erste Neugier flaut ab, und die Gewohnheit greift um sich. Reibungsflächen werden spürbar, die vorher überspielt werden konnten.

Wie verhält man sich in Partner-Krisen? Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, damit umzugehen:

  • Du hast dich rechtzeitig darauf vorbereitet und Regeln festgelegt, die jetzt in Kraft treten. Etwa das Ritual der täglichen rückhaltlosen Aussprache über alle Probleme und Befindlichkeiten.
  • Oder Du gehst den Leidensweg. In der Hoffnung, dass dir angesichts eines Problems eine spontane Lösungsidee oder ein williger Freund, meist mit gut gemeinten Rat-Schlägen aus der Patsche hilft.

Diese Variante mag als individuelle Problembewältigung durchaus vertretbar sein: Du wartest, bis eine Krankheit ausgebrochen und der Schmerz unerträglich geworden ist, ehe Du etwas dagegen unternimmst. Dafür bist Du allein dir selbst gegenüber verantwortlich. Als Partner-Lösung ist diese Variante wenig geeignet.

Ein Partner, der auf ein Problem erst dann reagiert, wenn es unlösbar geworden ist, erwartet meistens vom Anderen nichts anderes als das, was gute Menschen mit „Verständnis, Rücksichtnahme, Mitleid und Trost“ einfordern.

Aber wie, denkst Du, kannst Du jemandem bei der Lösung seines Problems beistehen, wenn Du ihn durch noch so tröstliches Mitleid in seiner Hilflosigkeit noch weiter unterstützt?

Nur im Kontakt kannst Du erfolgreich sein. Kläre deine Gefühle, wie es dir geht und teile sie dem Partner mit. Kommunikation stellt Vertrauen wieder her und schlägt eine Brücke zwischen beiden Partnern. Sich über die eigene Haltung, die eigenen Gefühle und Gedanken klar zu werden und sie auch klarzustellen. Die meisten Probleme beruhen einfach nur auf einem Missverständnis.

Wie Du siehst, gilt für das Zusammenleben die gleiche Erfahrung, wie für alle anderen Spiele des Lebens auch: Sie werden nicht erst auf dem Spielfeld gewonnen, sondern im Kopf des Spielers. Zu wissen, was man will, ist die beste Voraussetzung dafür, dass Du das richtige tust, wenn die Zeit des Handelns gekommen ist.

 

Das Spiel mit der Konzentration

Konzentration heißt, alle Gedanken, Gefühle und Energie auf das zu lenken, was Du jetzt und hier tust.

Du bist eins mit dem, was Du tust, und setzt alle deine Kräfte dafür ein.

  • Die Kraft des Denkens und der Phantasie.
  • Die Kraft des Fühlens.
  • Die Kraft der Intuition
  • Die Kraft des Wissens.
  • Die Kraft des Glaubens daran, dass Du alles erreichen kannst.

Was der Konzentration am meisten im Wege steht, sind fünf Hindernisse.

  • Die Unentschlossenheit. Wenn Du dich nicht eindeutig entscheidest, kannst Du dich auch nicht eindeutig konzentrieren.
  • Die Angst, etwas zu versäumen. Wenn Du alles haben möchtest, bekommst Du nichts wirklich.
  • Fehlendes Selbstvertrauen. Wenn Du an etwas nicht glaubst, kannst Du dich auch nicht mit aller Kraft darauf konzentrieren.
  • Die Ungeduld. Wenn Du den zweiten Schritt machst, ohne den ersten gemacht zu haben, lenkt dich beim dritten der Gedanke daran ab, was Du versäumt hast.
  • Die fehlende Freude an dem, was Du tust. Wenn Du mit deinem Ziel nicht eins bist, macht es dir keine Freude. Deshalb tust du nichts, was dir keine Freude macht, und hast an allem Freude, was Du tust.

Vollkommene Konzentration ist vollkommene Harmonie mit dem, was Du jetzt und hier tust. Sie ist Loslassen von allem, was nicht dem Erreichen des Ziels dient, und Zulassen, von allem, was es zur Vollendung bringt.

– Marita Schroeder – The Future Force

© 2016 text by Marita Schroeder