Archiv für den Monat: September 2014

Konzentration auf den Augenblick – Gedankenstop

Konzentration auf den Augenblick – Übung

Schließe für etwa dreißig Sekunden deine Augen und achte dann auf deine Gedanken. Achte auf die Stimme in deinem Kopf. Beobachte
ganz neutral dein Denken, dabei 
sollte nichts bewertet (weder das
ist ein positiver oder das ist ein negativer Gedanke) also nur 
beobachten.
Lausche – kommen Gedanken, so wiederholst Du diese ohne Bewertung
1 mal im Geist.
Achte vollkommen unvoreingenommen auf die Stimme des denkenden ICHs.
Konzentriere dich möglichst oft, mindestens 3 mal am Tag ganz
auf den 
Augenblick -am besten morgens, mittags und abends.
Entdeckst Du störende Gedanken 
oder Impulse, die dich auf Vergangenes oder Künftiges lenken wollen, so wiederhole diese so wie in der
Anfangsübung beschrieben im Geist ohne diese zu bewerten.

Übungsdauer: Anfänger: 3 Minuten, Fortgeschrittener: 15 Minuten

Tipp:

Fällt es dir schwer mit dieser Übung deine Gedanken zu stoppen, kannst Du noch zusätzlich nachfolgende Übung des Gedankenstop durchführen. Die Technik des Gedankenstop hat sich bei Menschen mit quälenden Angst- oder Zwangsgedanken besonders bewährt. Dabei kommt es darauf an, einen negativen Gedanken möglichst früh abzubrechen bevor er sich voll entfaltet und negative Emotionen auslöst.

Man sagt sich bei Beginn aufkommender negativer Emotionen oder wenn ein belastender Gedanke auftaucht sofort innerlich „Stop!“, (manche stellen sich dabei noch ein rotes Stopschild vor). Du kannst aber auch in dem Moment auf einen Tisch mit der flachen Hand schlagen, falls zur Verfügung steht. Gleichzeitig sagst Du laut: „Stop“ oder „Halt“, korrigierst deinen Gedanken mit der Aussage: „Es geht mir gut“ oder „Alles ist gut“.

Wann immer Du von jetzt an negative Emotionen oder Ängste hast, nutze sofort den Gedankenstop. Breche sofort den negativen Gedanken ab, bevor er sich voll entfalten kann.

Kurzfassung – Gedankenstop: Wenn Du dir Sorgen machst oder zu grübeln beginnst, sag laut „Stop!“ und schiebe gleichzeitig deine Gedanken bewusst von dir. Atme tief durch – binnen kürzester Zeit wirst Du dich wieder auf deine Aufgaben konzentrieren können.

 

“Selbstdisziplin, Selbstbeherrschung, Selbstkontrolle fanden ihren Anfang, als
Du die Kontrolle über deine Gedanken übernahmst.
Keine Person oder Situation bezweckt Gefühle – lediglich die Art und
Weise, wie Du über eine Situation denkst, ist
der Grund für deine Gefühle.“

– Brian Tracy

– Marita Schroeder – The Future Force

© 2015 text by Marita Schroeder

Brief deiner Seele an dich

 

Ich bin´s, deine Seele!

Lang hast du nichts mehr von mir hören wollen,

doch tief in dir schlummere ich, noch immer,

denn fort war ich nie!

Manchmal hörst du mich, manchmal hörst du mir sogar zu,

doch vertrauen tust du mir sehr selten oder womöglich nie!

Du hast so oft Angst vor mir –

Angst davor, dass ich dir etwas erzähle,

das du nicht hören möchtest,

Angst davor, dass ich dein gewohntes Leben aus den Bahnen werfen würde.

Und diese Angst, du fühlst sie richtig, denn das spüre ich,

und ich werde es, sei dir gewiss!

Du hast folgenreiche Entscheidungen für dein Leben getroffen

in Zeiten, in jenen du mich nicht hören konntest,

in Zeiten, in welche die Stimmen derer um dich viel lauter waren.

Es gab Zeiten, da hast du dich so weit von mir entfernt,

nicht mehr mit mir gesprochen, mich ganz und gar vergessen!

Es gab Zeiten in jenen du glaubtest ich wäre für dein Leben unbrauchbar,

denn das was zählte im Leben hätte mit mir nichts zu tun.

Du begannst dein Leben aufzubauen und es klappte – irgendwie –

du hast dich dran gewöhnt!

Eines Tages hattest du mir schon so lange nicht mehr zugehört,

bis du mich beinahe vergessen hattest.

Doch je mehr ich ins Vergessen rückte,

umso blinder und tauber wurdest du,

umso getriebener von allen möglichen äußeren Umständen,

umso mehr ranntest du umher

ohne recht zu wissen wozu und wohin überhaupt,

konfus, irr, wie von Sinnen .

Eines Tages habe ich mich wieder bei dir gemeldet!

Ich erzählte dir ein paar Dinge,

oder ich zeigte dir,

was du nicht übersehen konntest, nicht überhören konntest.

Dann liefst du aber Gefahr vor den Scherben

deines bisherigen Lebens zu stehen.

Mit einem Schlag –

gewiss fühlte es sich an wie ein Schlag ins Gesicht –

Mit einem Schlag wusstest du,

dass alles was du dir je ohne mich aufgebaut hast

zerstört werden würde, eines Tages!

Da kam dein Schmerz hoch, ganz schlimm,

schnell fortgehen sollte er, bekämpfen musstest du ihn.

Und doch,

meine Stimme konntest du fortan nicht mehr dauerhaft verbannen.

Du konntest dich nicht mehr damit ablenken

und dich weiter um den Aufbau deines Lebens kümmern,

wie du es zuvor konntest.

Du wusstest von jenem Moment an,

dass nichts mehr so bleiben oder wieder werden würde

wie es vorher war.

Doch dein Schmerz,

er war groß und er ist´s bis heute.

Trotzdem, ich schweige nicht mehr,

überall bringe ich dir Dinge,

welche du nicht mehr übersehen kannst,

nicht überhören kannst,

denn ich muss dich erinnern und ich werde dich erinnern,

egal was du auch anstellst.

Ich bin ein Teil von dir, in dir,

wen oder was willst du bekämpfen?

Es tut mir leid,

dass dieser Weg so schmerzlich für dich ist,

doch wenn du ihn einst angenommen hast,

mich angenommen hast,

dann wirst du erkennen können,

was sich dir jetzt noch entzieht.

Erst dann wirst du begreifen,

weshalb alles genau so gekommen ist,

nur so geschehen konnte.

Ich, deine Seele will nur dein Bestes!

Du aber willst im Moment nicht dein Bestes,

verwirrter, umherirrender Mensch,

der du vergessen hast, wer du in Wahrheit bist!

Du willst lediglich jenes nicht verlieren

wofür du hart gearbeitet hast

und womit du viel Zeit verbracht hast.

Doch dein Bestes hast du so verrate!

Dein Bestes bin ich in dir vereint mit dir,

im Gleichklang, kraftvoll.

Erst an jenem Tage,

an welchem du mich als deine Führung anerkannt hast,

dann wirst du neue Augen geschenkt bekommen, ein neues Leben!

Nicht mehr den Schätzern, Heuchlern und Flüsterern lauschen,

welche ihr eigenes Spiel spielen

und welche dich dafür brauchen und benutzten!

Vorbei die Hektik einer verzweifelten Glückssuche

und äußerlichen Betäubung,

vorbei das Besinnungslose Herumirren…..

Ich bin schon in dir,

suchen musst du mich nicht,

mich anhören, mich ernst nehmen,

mir meine Anerkennung zurückgeben,

mich respektieren und erkennen als das kraftvollste was du besitzt

und was du nicht erst mühsam außerhalb erzeugen müsstest.

Das ist deine Aufgabe,

früher oder später wirst du sie annehmen,

dafür sorge ich!

In tiefer Verbundenheit,

deine Seele!

Quelle: http://eva-maria-eleni.blogspot.com/ 

                                                                 Deine Seele

Liebe ist ein Geschenk

Der Mensch kann ohne Liebe leben, aber er kann ohne Liebe nicht glücklich sein. Deshalb suchen wir ein Leben lang nach Liebe.
Bei dieser Suche können wir uns irren. Wir können unvorsichtig sein, das Gewünschte und Gewollte in jemandem sehen, der in Wirklichkeit anders ist. Vielleicht ist er gar nicht offen für die Liebe, vielleicht weiß er gar nicht, was Liebe ist. Vielleicht hat er keinen Mut zu tiefen Gefühlen. Liebe beginnt beim Wollen; damit Liebe gelingt, müssen zunächst beide ungefähr dasselbe wollen. Liebe ist ein Geschenk des Schicksals, wir können nicht so leicht jemanden finden, der als Liebespartner in Frage kommt.
Wir können niemanden zwingen uns zu lieben.
Die Gabe und Begabung zu lieben schafft aus dem Geschenk und der
Chance erst die Realität der Liebe.
Verstand und Gefühl: wem können wir trauen? Unsere Intuition kann
uns helfen, wenn wir auf sie hören.
Es gibt keine Gewissheit, die uns zur richtigen Entscheidung führt.
Klugheit und Weisheit zeigen sich darin, dass wir das Gewonnene, die
gegebene Möglichkeit der Liebe nicht leichtfertig aufs Spiel setzen.
Mit der Zeit wird es nicht einfacher, sondern schwerer an Liebe
zu glauben. Erfahrung kann uns helfen oder sie kann eine Last
sein, die Bürde der enttäuschten Hoffnungen, der vergeblichen Versuche, die grauen Haare, die uns wachsen nach unseren Fehlern und Irrtümern.
Die Liebe muss sich beweisen durch Nähe und Zärtlichkeit, durch Geduld
und die Suche nach dem für beide gangbaren Weg.
Liebe braucht Dankbarkeit, Wertschätzung und Aufmerksamkeit.
Sie braucht Ernsthaftigkeit und Humor, ein stabiles Fundament ebenso
wie schwerelose Leichtigkeit.
Weil wir sie verlieren können, deshalb ist sie kostbar.
Wer das, was er hat oder haben kann, nicht schätzt, hat nichts begriffen.
Liebe ist kein Spiel und keine Nebensache, für die man gerade Zeit und
Lust hat oder nicht. Sie kann nur etwas Ganzes sein.
Ein bisschen Liebe geht nicht.
Liebe ist Luxus, Reichtum, den man nicht kaufen kann.
Liebe ist Kreativität, die aus dem Herzen und der Seele kommt.
Liebe ist auch Kredit und Entgegenkommen, ein Vertrauensvorschuss,
der auf Gegenseitigkeit beruht.
Liebe ist Lernen und Arbeit: sich kennen lernen, eine Beziehung aufbauen, verhandeln, planen, etwas zusammen und füreinander tun, das Erreichte schätzen und weiter arbeiten.
Liebe ist energetischer Austausch – wenn Liebe funktioniert, sollte jeder einen Energieüberschuss haben, ein bisschen mehr Energie bekommen als investiert werden muss.
Dieses Plus muss sich anfühlen wie ein warmer Sommerwind, der die Segel füllt und dich voran trägt, wie die Frühlingssonne, die dich einfach so mit ihren Strahlen berührt, wie das Lächeln, das zu dir zurückkehrt, wenn du es verschenkst.
Liebe ist ein zwischen zwei Menschen gesponnener Faden, leicht und unsichtbar wie Spinnweben, zart und fein und nicht immer reißfest.
Liebe ist das Einfache, das schwer zu machen ist.

Liebe ist ein Privileg, eine Möglichkeit, so zu sein dürfen, wie man ist.

 

„Ich sehe was, was Du nicht siehst…“

…und glaube fest, das – und nur das – sei die Wirklichkeit.

Wir machen uns zum Maß aller Gefühle und sind enttäuscht, wenn der Partner manches anders wahrnimmt. Unbewusst gehen wir ganz selbstverständlich davon aus, dass alle Menschen die Welt so erleben wie wir selbst. Besonders die Menschen, die uns nahe sind. Und ganz besonders unser Partner.

Schließlich haben wir ihn ja so lieben gelernt. Verliebt sein heißt, dass wir das Gefühl für die Trennung zwischen uns und dem anderen verlieren. Wir blenden alles aus, was stört, als würden wir in einem Anfall von Heißhunger alles mit Stumpf und Stiel, mit Schale und Stacheln verputzen.
Wir sind berauscht davon, dieselben Filme zu lieben, Paris für die aufregendste Stadt zu halten die gleichen Gedanken zu denken. „Ich liebe dich!“ – „Hast du das auch gerade gedacht?“ – „Ja“ –
„Ist das nicht irre?“ – Es ist irre!
In der romantischen Phase unserer Beziehungen sind wir verblendet wie fanatische Goldsucher.
Wir durchsieben das Innenleben des Geliebten nach unseren Gemeinsamkeiten. Und übersehen den Sand, den wir dabei aufsammeln. Sand, der später das Beziehungsgetriebe blockiert.

Partner sind keineswegs immer ein Herz und eine Seele. Im Gegenteil. Nicht einmal das, was wir sagen, ist identisch mit dem, was unser Liebster dabei hört. Unsere Erwartungen sind unterschiedlich und unsere Wahrnehmungen grundverschieden. Vieles, was unser Lebenspartner erlebt, können wir nicht nachempfinden. Und unsere persönliche Entwicklung und Reifung verläuft nicht parallel, sondern im jeweils eigenen Rhythmus ab. Kurz: Meine Liebe ist nicht deine Liebe.
Schon in Mann und Frau prallen zwei verschieden Welten, zwei Wirklichkeiten aufeinander. In jeder Liebesbeziehung treffen sich zwei Familiensysteme, zwei unterschiedliche Sozialstationen. Zwei Kindheiten. Das sollte man nie aus den Augen verlieren.

Doch was tun wir?

Machen uns, jeder für sich, zum Maß aller Gefühle und werten die Wirklichkeit des anderen ab, sobald wir im Beziehungsalltag gelandet sind. Mehr noch. Wir werfen ihm sein „Anderssein“ vor, bekämpfen es, sehen es als Zeichen mangelnder Zuneigung, als Versagen, als Bösartigkeit.
„Wenn du mich lieben würdest, dann würdest du mich fragen, wie es mir mit meiner Prüfung geht!“
Aber er fragt nicht, gerade weil er sie liebt. Weil er glaubt, sie wolle damit lieber allein gelassen werden. So wie ER es sich in einer solchen Situation wünschen würde.

Wir leben in zwei verschiedenen Wirklichkeiten, in zwei verschiedenen Beziehungen. In deiner und in meiner. Nur wenn wir die unterschiedliche Wahrnehmung unserer gemeinsamen Wirklichkeiten anerkennen, werden wir einander als Bereicherung und nicht als Bedrohung erleben.

 

Marita Schroeder – The Future Force