Archiv für den Monat: September 2012

Ein Ziel – eine Energiequelle

„Ziele stellen die Energiequelle dar, die unserem
Leben Kraft gibt. Eine der besten Möglichkeiten, wie
wir das meiste aus der Energie holen, ist diese zu bündeln.
Das ist das, was Ziele für uns tun können –
unsere Energie bündeln.”

Im Fußball muss der Spieler lernen, zwischen Leistung und Ergebnis zu unterscheiden. Das Ergebnis, meist als Sieg oder Niederlage definiert, kann den Einzelnen entmutigen, da er den Spielausgang selten alleine in der Hand hat: Niemand kann sich persönlich das Ziel setzen, eine bestimmte Begegnung zu gewinnen oder die WM-Trophäe zu erringen. Manch einer engagiert sich sehr für ein gutes Ergebnis und zeigt dabei überragende persönliche Leistungen. Scheitert das Team dennoch, so wird dieser Spieler extrem demotiviert, was wiederum häufig zu Selbstzweifel und Angst und somit erneutem Versagen führt. Überschaubare Leistungsziele sind dagegen tatsächlich erreichbar: Ein Spieler kann sich beispielsweise das persönliche Ziel setzen, mehr Elfmeter zu verwandeln, etwa seine Quote innerhalb einer gewissen Zeit von 50 Prozent auf 75 Prozent zu erhöhen. Setzt er dies tatsächlich um, so fördert es sowohl seine technischen Fähigkeiten als auch sein Selbstvertrauen, und er versagt dann nicht so schnell, wenn er unter Druck gerät. Dieser Ansatz wird auch als “Treppenmodell” bezeichnet – die einzelnen Unteraufgaben stellen die Stufen dar, über welche die Fußballer nach und nach das gesetzte Ziel erreichen.

Diese Methode eignet sich besonders zur Reduzierung von somatischer Angst, da das schrittweise Vorgehen sowohl die Technik als auch das Selbstvertrauen fördert.

Ein Champion wird man nicht durch Zufall, sondern zuerst und vor allem dadurch, dass man es will, dass man ehrgeizige Ziele setzt, dass man den eisernen Willen hat, die Position der Nr. 1 zu erreichen. Dazu kommen als weitere Stärken die Beharrlichkeit und die Ausdauer.

– Marita Schroeder – The Future Force

© 2012 text by Marita Schroeder