Archiv für den Monat: Juni 2011

Wie Ängste dein Leben einschränken können

Wo immer deine Angst auch herkommen mag – wenn du vor ihr davon läufst (so wie viele Menschen emotionalen Auseinandersetzungen aus dem Weg gehen, statt sich dem Problem zu stellen und es zu lösen) erlegst du deinem Leben viele Beschränkungen auf:

Du wirst zu deinem eigenen Gefängniswärter,
du umgibst deine Erlebnisse und Erfahrungen mit
Käfigwänden, um Gefahren dir fernzuhalten;
doch letzten Endes sperrst du dich dadurch
nur selbst ein.
Vielleicht scheust du dich auch davor, etwas Neues  auszuprobieren, weil
du dich nicht inkompetent fühlen oder lächerlich machen willst.
Vielleicht bemühst du dich niemals hundertprozentig um
irgendetwas, damit du dich hinterher mit dem Gedanken trösten kannst:
„Wenn ich mir wirklich Mühe gegeben hätte, dann hätte ich es auch geschafft“.

Es kann sein, dass du Situationen zu vermeiden versuchst, über die du keine Kontrolle hast, weil es dir Angst einjagt, nicht alles unter Kontrolle zu haben.
Vielleicht hinderst du dich unbewusst selbst am Erfolg, weil du fürchtest, dass er dir nicht die ersehnte Erfüllung bringen könnte – oder, dass du hinterher nichts mehr zu tun hast.
Womöglich sagst du anderen Menschen nicht offen deine Meinung, weil du fürchtest, dass sie dann ähnlich reagieren könnten, was dir unangenehm wäre.
Vielleicht sagst oder signalisiert du deinen Mitmenschen und dir selbst auch: „Ich kann das nicht, weil ich an einer unüberwindlichen Angst leide“. Das dient dir dann als Erklärung und bequeme Ausrede zugleich.

Angst ist die Energie, die zusammenzieht, versperrt, einschränkt, weg rennt, sich versteckt, hortet, Schaden zufügt.

Liebe ist die Energie, die sich ausdehnt, sich öffnet, aussendet, bleibt, enthüllt, teilt, heilt.

 

Sieh deinen Ängsten ins Auge!

Angst ist ein wunderbarer Diener, aber ein furchterregender Meister.

Genau wie der Schmerz kann sie dich warnen und dir gute Ratschläge

mit auf den Weg geben, aber sie kann dein Leben auch überschatten

oder einschränken. Die Angst verbirgt sich hinter den verschiedensten Masken

– sie sagt z.B: „Eigentlich interessiert mich das gar nicht“

oder.. „Warum soll ich mir die Mühe machen“? oder..

“Das kann ich nicht“

Du wirst Tag für Tag mit deinen Ängsten konfrontiert

– der Angst zu versagen, zurück gewiesen zu werden oder auch nur du selbst zu sein.

Aber deine Ängste sind keine Mauern, sondern nur Hürden.

Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern seine Ängste zu besiegen.

(aus Dan Millman)